Beiträge von Mascha

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    Hallo :winken:
    Canda will unbedingt Tian hinterher und das Amad ihr helfen will, konnte ich ja durchaus verstehen, aber das auch Juniper die beiden begleitet fand ich schon richtig toll. Sie hat ja ausser ihrer Freundschaft zu Canda durchaus andere Motive, die mir gut gefallen. Sie möchte aus den alten Regeln ausbrechen und neue aufstellen. Vielleicht schafft sie es das Leben ihrer Leute wieder etwas einfacher zu machen.
    Die Idee mit den Haihäuten war genial und doch so gefährlich, denn sie war ja noch total unerprobt und auf See konnte man nichts ausprobieren. Hier ging es gleich auf Leben und Tod und ich war unheimlich erleichter, das es für alle gut ausging. Außer natürlich für die Haie ;D
    Das Canda und Amad dann Tian und Kalla (jetzt wissen wir wie Schwester Glanz heißt) so schnell gefunden haben hat mich schon etwas überrascht. Doch dass Kalla dann Tian töten möchte, konnte ich gar nicht verstehen. Erst nimmt sie so viel auf sich und dann sowas. Doch nachdem Tian Canda alles, oder fast alles, erzählt hat war zumindest einiges erklärt. Tian konnte also auch die Gaben als "Wesen" sehen und so hat er sich in Kalla verliebt. Für Canda hatte er "nur" Freundschaft übrig. Das er schon lange unzufrieden war und nicht in Ghan und nach den Regeln Ghans leben wollte, hätte Canda vielleicht bemerken können. Aber in ihrer Welt gab es diese Gedanken nicht und Träume sind doch verboten, sind schlecht. Vielleicht hätte Canda Tian tatsächlich verraten, wenn er ihr von seinen Träumen und Wünschen erzählt hätte, wenn auch nur um ihn vor sich selbst zu retten. Somit kann ich sein Handeln in gewisser Weise schon verstehen. Doch trotzdem hätte er auch durchaus wissen müssen was Canda nach seiner Flucht mit einer ihrer Gaben bevorstand. Hier hat er eindeutig seine Freiheit und seine Liebe Candas Freiheit vorgezogen. Absolut egoistisch! Aber irgendwie doch nachzuvollziehen.


    Zitat von gagamaus

    Sie hat ihn ihr ganzes Leben falsch eingeschätzt. Das finde ich traurig, denn ich glaube nicht, dass er sich sooo wahnsinnig verstellt hat. Sie wollte es wohl einfach nicht sehen, dass er unglücklich war und weg wollte.


    Ich glaube schon das sie es nicht bemerkt hat, denn in ihrer Vorstellungskraft kommt sowas einfach nicht vor.


    Zitat von odenwaldcollies

    Was nur geht in Ghan vor, auch Juniper erzählt davon, daß die Dämonen (ich denke, sie meint damit die Einwohner von Ghan, auch wenn ihr diese Stadt namentlich nicht bekannt ist) Seelen kaufen bzw. Geld für irgendwas nehmen.


    Auf die Auflösung bin ich auch gespannt. Ich vermute auch dass die Mèganes unbedingt Tian und Kalla finden wollen, um herauszufinden wie sie fliehen konnten. Bisher schien doch keiner aus der Stadt rausgekommen zu sein, zumindest keine Gabe. Wie konnte sie sich von Canda lösen? Und gab es diese Gaben schon immer,oder sind sie erst in Ghan von selbständigen Wesen zu Gaben gemacht worden?


    Zitat von pirnhapudel

    Von Kalla hab ich auch ein ganz negatives Bild: Ich könnte mir echt vorstellen, dass sie Tian nur etwas vorgespielt hat, damit er ihr hilft zu entkommen.


    Bisher habe ich auch den Verdacht, zumindest ist sie mir sehr suspekt und unsympathisch.


    Zitat

    Die Gedanken von Juniper fand ich sehr interessant: Die Welt verändert sich, entwickelt sich, passt sich an, nur die Menschen bleiben blind und starr in ihrem Verhalten. Das ist ein zeitloser Gedanke. Das trifft ja nicht nur auf Junipers Truppe zu, die immer noch Fischer statt Jäger sind, sondern auch auf die Höchsten in Ghan. Die sind ja auch ziemlich versteift auf ihre Regeln und Traditionen. Blind sind einige allerdings bestimmt nicht. Es ist ihnen garantiert bekannt, was in der Welt los ist, es soll nur nicht jeder wissen. Bei den Hohen scheint es ja super geklappt zu haben, aber bei den "gewöhnlichen" Leuten spricht sich so was natürlich schneller rum


    Nun ja, was Junipers Leute angeht gebe ich dir uneingeschränkt recht. Aber bei den Höchsten von Ghan sieht es für mich anders aus. Sie wollen keine Veränderung. Sie halten sich mit den Regeln und Traditionen an der Macht fest.


    Zitat von smyrill

    Warum kann Tian denn seine Gaben nicht loswerden, wo er sie doch gar nicht haben will ?


    Gute Frage. Aber vielleicht brauchen die Gaben wieder sowas wie einen Wirt? Ich denke nicht, das sie sich von selber lösen können, sonst würden es ja wohl viele tun.

    Mensch Nina, das ist aber ein Angebot :) Wolfzeit habe ich schon auf dem Sub, aber an eins der anderen wäre ich schon interessiert ;)


    Wolfzeit habe ich mir deshalb zugelegt, weil ich durch Sanktum von Markus Heitz auf die Werwolf Geschichte gestoßen bin und sie so super spannend fand.

    Hallo :winken:


    hier ändert sich für Canda alles. Ihre Reise mit Amad ist weiterhin stürmisch und als sie im wahrsten Sinne in einen Sturm kommen, können sie sich gerade noch in eine alte Kirche retten. Mit einem Sturz der es in sich hatte. Hier treffen sie auf Haijäger, die als Wander- bzw. Saisonarbeiter in Tibris arbeiten und auf dem Weg dahin sind. In Juniper findet sie eine Freundin und auf der Entdeckungstour durch die Kirche einen Raum der mit der Vergangenheit der Morenos anscheinend zu tun hat. Als sie auf die Wasserleitung trifft ist sie auf einmal der King ; ) Aber sie misstraut Amad immer noch, und fühlt sich bestätigt als sie Tians Haare in seinem Rucksack finfdet. Obwohl ich verstehen kann, dass sie alleine weiterreisen will war die Sache mit dem Gift doch schon grenzwertig. Was wäre denn gewesen, wenn sie Amad zu viel davon eingeflößt hätte :o
    Auf ihrer weiteren Reise erfährt sie viel neues über Tibris und auch über ihre Träume bzw. über ihre möglichen Bedeutungen. Aber erst in Tibris wird es dann richtig spannend. Sie versucht sich mit ihrer Gabe des Rechnens durchzuschlagen und trifft dann Gott sei Dank wieder auf Juniper die sie rettet. Erst vor ihren Mitspielern dann vor einem Hai. Das die Haie hier in Menschengestalt auf Fang gehen damit hatte wohl nicht nur Canda nicht gerechnet. Aber hier erlebt Canda dann auch das die Welt hier gar nichts von Ghan von ihrer Stadt weiß. Und das obwohl sie doch diese Stadt mehr oder weniger als "Nabel des Universums" gehalten hat. Ich glaube hier wird ihr erst richtig bewusst, dass es durchaus noch andere Wahrheiten gibt als die die sie bisher gelernt hat.
    Tian rettet sie dann vor dem Wesen, das jetzt ihren Glanz hat. Auf die Auflösung war sie wohl nicht vorbereitet.Ihre Gaben sind also selbstständige Wesen, der Junge, der Alte die ihr so manches einflüstern gehören dazu. Und Tian hat sich also nicht in Canda, sondern in ihre Schwester Glanz verliebt und konnte doch wohl bisher nur durch Canda mit ihr Verbindung aufnehmen. Aber ich glaube nicht, dass er Canda tatsächlich etwas böses wollte. Aber er hatte wohl nur die Wahl, seine Liebe oder Canda.

    Zitat von Rhea

    Ja, sie ist eben nicht arrogant, wie man erst meinen könnte. Bisher waren bestimmte Umgangsregeln in ihrer Umgebung richtig. Die hat sie so gelernt und nie hinterfragt - warum auch. 'Bisher waren sie nie wichtig für sie. Sie ist eigentlich ein liebevoller Mensch. Das merkte man schon an ihrer Beziehung zu den Freundinnen und ihrer Schwester.


    Genau so ist sie: liebevoll. Sie liebt ihre Eltern, Geschwister, Tian und sogar Tians Eltern. Aber sie ist halt in dem Glauben aufgewachsen, dass sie und ihre Familie zum Nabel der Welt gehören und ihr Bewusstsein nimmt daher gar nichts anderes an. Untergeordnete Menschen sind eben untergeordnet, das stellt sie gar nicht in Frage, da sie nichts anderes kennt.

    Die Reise durch die Wüste war Kopfkino pur :) Schon als es losging und Canda die Wächter sieht wird es richtig gruselig, davon kann man schon Alpträume bekommen. Schließlich ist sie in gewisser Weise "schuld" an ihrem Tod. Die Wüste selber ist für Canda dann doch ganz anders als sie es sich dachte und das obwohl sie eine "Tochter der Wüste" ist. Aber auch hier prallen wieder Theorie und Praxis aufeinander. Sehr schön finde ich die Beziehung die sie zu der Hündin , der Grauen, aufbaut. Dadurch wirkt Canda irgendwie sehr menschlich.
    Der Überfall der Kreaturen war ganz schön gruselig und die Wand die Canda in der Höhle findet irgendwie auch. Da steckt doch irgendein Geheimnis dahinter, denn es sind doch ziemlich eindeutig Zeichnungen der Morenos. Auf die Auflösung bin ich gespannt.


    Auch Tian hat natürlich seine Geheimnisse. Warum versteckt er den Ring? Um Geister zu beruhigen? Was weiß er über die Höhle und was weiß er über die Frau die Canda für Tians Entführerin hält? Überhaupt wer ist diese Frau?

    Zitat von odenwaldcollies

    Stutzig hat mich gemacht, daß angeblich Vida ausgesagt haben soll, daß die vierte Kerze auch beim Ritual nicht gebrannt hätte, aber das stimmt doch nicht; auch Zabina und Anib sagten gegen Canda aus. Ich kann irgendwie nicht glauben, daß die Mädchen absichtlich gelogen haben, um Canda zu schaden, womöglich wurden sie von Candas Eltern gezwungen, ich traue ihnen inzwischen alles zu.


    Zitat von Tammy1982

    Ich hätte Vida auch nie zugetraut, dass sie gegen ihre eigene Schwester sowas aussagt. Daher vermute ich auch fast, dass sie entweder gezwungen wurde oder einfach eiskalt ist, wie die Eltern auch. Canda meint doch auch irgendwann, dass ihre Schwester eine richtig gute Lügnerin ist. Vielleicht war ja ihr gesamtes Mitgefühl und alles nur Fassade?


    Zitat von smyrill

    Ja, was Vida angeht bin ich auch sehr am grübeln.
    Zum einen das mit dem Lügen... dann steht noch irgendwo das sie sehr durchsetzungsstark ist. Und auch das Verhältnis der Mutter zu ihren beiden Töchtern, das ja sehr unterschiedlich ist.
    Und möglicherweise würde Vida ja den Platz ihrer Schwester einnehmen und an die Macht kommen, oder ?


    Vida war mir hier sehr verdächtig und vor allem deshalb, weil sie ja als Ersatz für Canda galt, falls sie nicht in der Lage war Tian zu heiraten. Hier kann ich mir schon sowas wie Eifersucht oder Neid vorstellen. Und das Canda das für unmöglich hält, macht es für mich noch vorstellbarer.

    Danke!


    Auch für mich kam hier noch gar kein Zweifel auf. Denn auch wenn man vielleicht tatsächlich fremdbestimmt zu einer Beziehung bestimmt wird, kann man sich durchaus mit seinem Partner gut verstehen und im besten Fall wird sogar Liebe draus. Selbst wenn es später nicht so sein sollte, hier glaubt zumindest Canda ganz fest an ihre Liebe und das war für mich sehr überzeugend.


    Zitat von Rhea

    Ich weiß nicht, warum es so schwer ist nachzuvollziehen, wie sehr sich ein Mensch verändert, wenn er Ausstrahlung hat, durch Selbstbewusstsein, Freude, Liebe usw. Die Wachen erkennen ja die Ähnlichkeit, aber sie hat keine Ausstrahlung mehr und das verändert sie soweit, dass angenommen wird, man wolle täuschen. Ich finde das völlig nachvollziehbar.


    Für mich ist es tatsächlich schwer nachvollziehbar. Fehlt dieses Besondere würde man vielleicht denken oder sagen: Schlecht geschlafen oder Krank? Aber diesen Menschen dann nicht mehr als ihn selbst zu erkennen? Kann ich mir leider absolut nicht vorstellen.

    Zitat von Tammy82

    Als die Mégana meint, dass sie früher auch mal geliebt hat, hatte ich fast das Gefühl, dass sie nicht den Mégan damit meint, sondern irgendjemanden, den Amad auch kennt? Mit Amad verbindet sie auf jeden Fall mehr und er scheint ihr ja ziemlich eng verpflichtet zu sein. Er kann sich zwar ihr gegenüber einige Freiheiten und Frechheiten heraus nehmen, aber trotzdem traut er sich nicht gegen sie aufzubegehren und ist doch ein Sklave.


    Genau auf das Verhältnis zwischen Megana und Amad bin ich auch gespannt. Irgendetwas verbindet die Zwei.



    Zitat von Rhea

    Interessant ist die Frage nach den Träumen. Welche Bedeutung haben sie. Sind es die Träume, die die Menschen wahnsinnig machen oder werden sie wahnsinnig in den Heimen und dann kommen die Träume? Ich denke ersteres, denn Canda hat ja schlimme Träume nachdem sie getrennt ist und Tian hatte ausdrücklich einen traumlosen Schlaf gewünscht. Wenn er also freiwillig weggegangen ist, dann wäre das schon sehr zynisch gewesen und dazu hatte er bei Canda keinen Grund, oder?


    Hier haben Träume wohl tatsächlich eine andere Bedeutung als bei uns. Candas Tante sagt ja, dass im Haus der Verwaisten eine junge Frau lebt, die durch Träume wahnsinnig geworden ist. Und das Tian das ausdrücklich erwähnt hat, finde ich schon bedeutend. Ich denke auch das Tian freiwillig gegangen ist. Er hat doch vorher bei Canda über seine Vorfahren und über die Perleninseln gesprochen und wie man mit Hilfe der Sterne navigieren kann um in fremde Länder zu reisen. Warum auch immer, aber ich denke er hat sich auf die Suche nach dieser Perleninsel gemacht.

    Hallo :winken:


    Das Haus der Verwaisten hat mich erschreckt. Eine Mischung aus Gefängnis und Nonnenkloster. Und Candas Eltern wollten dass sie dahin kommt und nicht auf die Suche nach Tian geht. Auch sonst sehen sie keine weitere Verwendung für Canda. Aber hat sie tatsächlich in der Nacht einen Fehler gemacht und die 4. Flamme nicht richtig angezündet? Eigentlich war sie sich doch sicher, dass sie alles richtig gemacht hat. Irrt sich Cada jetzt oder hat Vida hier eine Falschaussage gemacht? Und wenn ist doch die Frage warum sie das gemacht hat.
    Cadas Flucht war schon richtig, denn wer will schon lebendig begraben sein, denn genau so wird sie sich wohl dort gefühlt haben. Doch auch wenn sie ihre Welt in der Theorie sehr gut kennt, ist es doch in der Praxis etwas anders. Für sie ist es fast unmöglich ganz alleine dort zu überleben. Auch ist es fast unvorstellbar, dass sie bisher noch nie die höheren Etagen verlassen hat und noch nie einen Fuß auf die "Erde" gesetzt hat. Eigentlich war ich schon froh dass hier der Fremde wieder auftaucht und ihr hilft. Das er sich letztlich als Sklave der Megana entpuppt hat mich dann doch erstaunt. Aber er scheint kein normaler Sklave zu sein und auf die tatsächliche Verbindung zur Megana bin ich gespannt.

    Den jungen Mann den Canda vor der Audienz trifft finde ich sehr interessant. Er scheint Canda zu kennen, zumindest weiß er etwas. Er spricht sie ja "einsame Braut" also scheint er von ihrem Verlust schon etwas zu wissen. Auch seine Aussage


    Zitat von Seite 44

    "Bist du denn noch eine Moreno? Du scheinst das Wichtigste, was du hattest, verloren zu haben. Und damit meine ich nicht den Kerl, dem du versprochen warst."


    scheint darauf hinzudeuten.Überhaupt spricht er eigentlich voller Rätsel und scheint nicht unbedingt von der Stadt und ihren Bewohnern beeindruckt zu sein. Über ihn würde ich gerne noch mehr erfahren. Vielleicht weiß er ja was mit Tian geschehen ist.

    Zitat von Rhea

    Ich denke, dass liegt daran, dass wir anders denken. Dieses Leuchten war ein Charisma, welches sie ausgestrahlt hat. Ist Euch mal aufgefallen, wie jemand, der völlig unscheinbar ist, eine graue Maus sozusagen, plötzlich ein Strahlen aussendet, wenn er über eine ihm wichtige Sache spricht, sich völlig verändert. Mir fällt gerade Edith Piaf ein. Es ist wie ein Feuer, welches ausgegangen ist. Die Asche zeigt nicht mehr die Schönheit des Feuers. Sie wird nicht häßlich in unserem Verständnis geworden sein, sie hat nur verloren, was sie vorher zu etwas Besonderem gemacht hat. So etwas scheint noch nicht vorgekommen zu sein und so kann sich keiner etwas erklären.


    so stelle ich es mir auch vor. Was mich nur etwas stutzig macht ist, das sie ja von der Wache gar nicht mehr erkannt wurde. Daher muss die Veränderung wohl sehr gravierend sein.


    Candas Verhalten fällt wohl sehr aus dem Rahmen. Bisher lief alles rund und ihr Benehmen war genauso wie es von ihr erwartet wurde. Doch jetzt wo Tian weg ist, ihre Verbindung zu ihm unterbrochen benimmt sie sich ganz anders als es ihre Erziehung wohl verlangt. Ich denke das es daher kommt, dass sei Tian tatsächlich liebt und nicht nur eine Verbindung eingehen wollte weil es so beschlossen wurde. Ob aber ihre Liebe weiter Bestand hat wird sich wohl erst noch zeigen.

    Hallo :winken:


    Gleich zum Kaffee heute morgen konnte ich mit dem Buch beginnen und habe in einem Rutsch den ersten Abschnitt gelesen. Es ist mein erstes Buch von Nina Blazon und von der Aufmachung des Buches bin ich ganz begeistert. Nicht nur das cover ist sehr schön, sondern auch der feste Umschlag sieht sehr edel aus.
    Das Gesicht auf dem Cover leuchtet richtig und genau dieses Leuchten ist Canda wohl abhanden gekommen. Erst habe ich gar nicht verstanden was hier eigentlich passiert ist. Wieso sie sich selber für tot hält und warum die Wachen vor Tians Zimmer sie nicht erkannt haben. Aber dieses Leuchten gehört wohl zu Canda und ohne diese Ausstrahlung wird sie "wertlos" und fremd? Ich hoffe so habe ich das richtig interpretiert. Auch die Verbundenheit zu Tian ist ihr abhanden gekommen, aber das wird ja dann erklärt. Er hat anscheinend seine "Flucht" geplant und sich somit von Calda getrennt. Calda kann das nicht glauben, alle anderen aber schon.
    Es ist schon eine sehr seltsame Welt in der Canda lebt. Fast habe ich den Eindruck, alles dreht sich hier ums Äußere. Aber da muss wohl noch mehr dahinter stecken, denn es ist wohl auch viel in die Ausbildung von Canda und Tian gesteckt worden. Bin gespannt was wir da noch erfahren. Ihre Eltern ebenso Tians Eltern sind mir bisher nicht sympathisch, aber das kann durchaus daran liegen, dass eben alles so fremd ist.
    Bis hierher gefällt mir die Geschichte jedenfalls schon mal sehr gut und bin echt gespannt wie es weitergeht.

    Meine Meinung


    zum Buch:


    "Wut" war mein 2. Buch von Martin Krist und wie vorher schon "Die Mädchenwiese" konnte mich auch dieser Krimi von Anfang an fesseln.


    Die Protagonisten in diesem Buch waren alle sehr gut ausgearbeitet. Alle sehr verschieden und unverwechselbar.


    Paul Kalkbrenner ein Kommissar der anderen Art.Die Arbeit bei der Polizei steht bei ihm an erster Stelle und ist eigentlich ständig im Vordergrund. Privat bringt er nichts auf die Reihe, seine Ehe zerbricht und auch die Beziehung zu seiner Tochter leidet unter seiner Arbeit.


    Leif ein Student, der aus eigener Dummheit ins Visier der Justiz gerät und später in den Focus eines Mörders.


    Odachlose die in der Berliner Unterwelt und dort ebenfalls einer Hierarchie ähnlich in der "normalen" Gesellschaft leben.


    Die Geschichte fing gleich spannend an, grausame Morde an einer Prostituierten und ihrem Zuhälter, die gleich an Verstrickungen im Rotlichtmilieu denken ließen. Dazu eine Gruppe maskierter Männer, die viel Geld dafür zahlten um sich vorher mit dieser jungen Frau brutal zu vergnügen. Dazu immer wieder Hinweise auf den Umweltgipfel und schon "wusste" ich das es sich nur um Politiker, um Attentate auf diese etc. handeln würde. Doch weit gefehlt, der Autor hat mich hier lange hinters Licht geführt und die Story immer weiter spannend voran getrieben, dass es lange gedauert hat bis ich das ganze durchschaut hatte. Kurze Kapitel und ständige Perspektivwechsel habe die Spannung bis zum Schluss hochgehalten.


    Sehr interessant war Berlin mal von einer anderen Sicht kennen zu lernen. Die Geschichte spielt viel im Berliner Untergrund, in alten U-Bahnschächten, im Labyrinth alter Tunnel und Abwasserkanäle etc.. Hier sind die Obdachlosen untergebracht, die von einer Sozialstation versorgt werden, ansonsten aber kaum im Bewusstsein der Menschen "oben" existieren.


    Noch mal großes Lob an Martin Krist, der nicht nur einen spannenden Krimi geschrieben hat, sondern auch auf Missstände der menschlichen Gesellschaft hinweist ohne den erhobenen Zeigefinger. Missstände nicht der der Obdachlosen gegenüber, sondern auch in Menschen gegenüber die ihnen helfen wollen und das durch die Bürokratie oft nicht genügend können.


    Zur Leserunde:


    Vielen Dank an Martin für die vielen Erklärungen und das Begleiten in dieser Leserunde. Jetzt freue ich mich noch mehr ihn im Mai in einer Wohnzimmerlesung treffen zu können :) und natürlich auch auf die weiteren Leserunden hier.
    Es war wieder schön mit euch allen zusammen lesen zu können und eure Kommentare und Spekulationen zu verfolgen. Bis demnächst :winken:

    Zitat von tigi86

    konnte als Schläger angeheuert werden, mit dem Geld, was er dabei verdient, kann er seine Sucht finanzieren.


    Wo stand das denn? Ich dachte er macht es weil er aufgewiegelt wurde, aber an Geld dachte ich da nicht.