Beiträge von Mascha

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    Zitat von Heimfinderin

    Die Schläger waren bestimmt noch "neuere Obdachlosen", die sich mit ihrem schlimmen Schicksal noch nicht so sehr abgefunden oder gar darüber resigniert haben und entsprechend empfänglich waren, sich von Raisin aufputschen zu lassen. Das kann ich mir zumindest so vorstellen.


    Zitat von: Mascha am Heute um 15:19:46
    Da ist auch immer noch die Sache mit Max, die ich nicht so ganz verstehe. Wieso machte er denn bei der ganzen Geschichte mit? So lange lebte er ja wohl noch nicht im Untergrund, dass er schon so abgestumpft ist und seinen Vater so verrät.


    Und genau deshalb glaube ich, dass Max da mitgemacht hat. In ihm war noch ganz viel Wut über sein Schicksal. Er ist eben gerade noch nicht genug abgestumpft, will nicht wie die anderen unten vor sich hinvegetieren und hat vielleicht gerade deshalb noch viel Motivation, jemanden dafür bestrafen zu wollen. So ist mein Gefühl zumindest zu der Sache.


    Das könnte tatsächlich eine Erklärung sein. Trotzdem ist es schon ein sehr starkes Stück, einfach seinen eigenen Vater so hinzurichten. Er war zwar drogenabhängig, aber hat er tatsächlich so eine Wut auf seinen Vater gehabt :o



    Zitat

    Zitat von: Mascha am Heute um 15:19:46
    Trotzdem fehlt mir etwas, was ist denn nun mit der Gruppe am Anfang die die junge Frau so übel zugerichtet haben? Die kommen hier ungeschoren davon? Oder habe ich etwas verpasst bzw. nicht richtig gelesen?


    Ob die "Veranstalter" dieser Partys und die Frauenhändler irgendwann gefunden und bestraft werden, ist natürlich zu hoffen. Eine Auflösung wurde hier aber nicht beschrieben, was zu dem passt, was Kalkbrenners Kollege vom LKA hat ja schon angedeutet hat, nämlich dass es sehr schwierig ist, denen beizukommen. :( Ungeschoren davongekommen ist zumindest nicht dieser eine Freier, der die junge Frau da weggeführt hat. Hier haben Raisins Schläger ja für "Gerechtigkeit" gesorgt.


    Also war diese "Veranstaltung" nur ein Aufhänger dafür, dass es hier mit den Morden losging, aber für diesen Krimi nicht wirklich relevant. So gesehen ist das ganz klar. Aber für mich war das irgendwie wohl ständig eine falsche Fährte :-[ Ich dachte wirklich, es ginge hier um diese "Veranstaltungen" und vielleicht um Politiker wegen dem Umweltgipfel. Das es hauptsächlich um die Obdachlosen ging, habe ich tatsächlich recht spät gemerkt :-[ und dabei lese ich doch so einige Krimis. Gut in die Irre geführt Herr Krist ;)

    Hallo :winken:


    Also spannend war es bis zum Schluß. Trotzdem fehlt mir etwas, was ist denn nun mit der Gruppe am Anfang die die junge Frau so übel zugerichtet haben? Die kommen hier ungeschoren davon? Oder habe ich etwas verpasst bzw. nicht richtig gelesen?


    Das Jessy Leif nícht nur selber hilft, sondern ihn auch noch mit ihrem Vater zusammenbringt hat mir richtig gut gefallen. Das könnte auch der Beziehung von Jessy und Paul Kalkbrenner nützen. Und das ungleiche Paar bekommt dann auch noch unverhoffte Unterstützung von Sackowitz. Ein seltsames Team, aber doch erfolgreich.
    Als die drei dann auf Raisin und seine Schläger trifft, habe ich schon das Schlimmste befürchtet, aber da kommt dann Eckart ins Spiel. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wollte Eckart dass Leif die Polizei auf Raisin aufmerksam macht um den Morden Einhalt zu gebieten. Ob er tatsächlich gegen die Morde ist, oder ob er nur Angst hat, das die ganze "Berliner Unterwelt" dadurch irgendwann auffliegt ist mir nicht so ganz klar. Aber so oder so, schafft er es dann doch die "Schlägergruppe" auf seine Seite zu ziehen bzw. sie auf jeden Fall von Raisin abzuwenden.


    Da ist auch immer noch die Sache mit Max, die ich nicht so ganz verstehe. Wieso machte er denn bei der ganzen Geschichte mit? So lange lebte er ja wohl noch nicht im Untergrund, dass er schon so abgestumpft ist und seinen Vater so verrät.

    Hallo,


    leider konnte ich am WE nichts posten :-[


    Zitat von Spatzi79

    Aber dann wird es richtig interessant, Leif begegnet nämlich das erste Mal dem Leiter der Sozialstation Raisin. Und erkennt in ihm den Mörder von Ramon! Ich muss gestehen, damit hatte ich gar nicht gerechnet, dass die Sozialstation bzw. zumindest ihr Leiter in die Fälle verwickelt ist. Aber bisher haben wir ja auch nur Noppe näher kennengelernt...


    Das erklärt natürlich, warum Leif im letzten Abschnitt von der Gruppe verschont wurde, allerdings nicht warum ausgerechnet Raisin dieser "Mördergruppe" angehört oder vielleicht sogar führt. Und wie passt Max da wieder ins Schema??


    Zitat

    Kalkbrenner und Hängo ermitteln inoffiziell weiter. Ich habe nichts anderes erwartet, immerhin ist ein Freund und Kollege tot. Aber sie rennen ziemlich blindlings ins Verderben. Da ging es ihnen wohl wie mir, den Mitarbeitern der Sozialstation haben sie überhaupt nicht misstraut und sich somit völlig unbedacht in Raisins Hände begeben.


    Warum sollte er ihm auch misstrauen, schließlich gehört er doch zur Sozialstation und ist sogar vor kurzem belobigt worden. Das Wissen von Leif haben sie ja leider nicht, obwohl ich ihn da auch verstehen kann.


    Zitat

    Als Leif flüchtet, habe ich gehofft, daß er zu Kalkbrenner geht, aber er kann nicht ahnen, daß dieser ihn nicht für den Mörder hält. Und dann taucht der Glatzkopf auch noch auf, der vor dem Blumenladen gesessen ist. Wenn er wirklich ein Polizist ist, dann geht er aber ziemlich grob mit Leif um, andererseits läßt seine Aussage, daß Mord nicht ihr Metier wäre, doch auch auf Polizei schließen, vielleicht das BKA?


    Ehrlich gesagt tippe ich auch aufs BKA und vielleicht war Ramon ja doch Undercover. Wollte er nicht Leif unbedingt loswerden? Klar könnte sein, dass er einfach nur ein Dealer war uns sich sein Geschäft nicht vermasseln lassen wollte. Aber beim Lesen hatte ich das Gefühl, als wollte er ihn irgendwie warnen und ihn aus der Gefahrenzone bringen.


    Jetzt sind schon 2 Polizisten tot und um beide tut es mir leid. Ob das so von Raisin gewollt war? So ganz verstehe ich seine Beweggründe immer noch nicht und auch nicht wer bzw. warum sich die Obdachlosen (es sind ja wohl nur einige) sich ihm anschließen?


    Schön fand ich ja, dass Leif jetzt von Jessy unterstützt wird. Endlich ein Lichtblick in seiner Situation. Ich denke dass es da einige Mißverständnisse bei ihren vorigen Treffen gegeben hat, die halt schon in der Schulzeit angefangen haben. Vielleicht sind sie sich ja gar nicht so unsympathisch wie sie bisher dachten ;)

    Hallo :winken:


    Leif ist tatsächlich von Eckart gefunden worden und dieser hat ihm geholfen. Ich liebe es ja zu spekulieren und freue mich wenn meine Vermutung dann tatsächlich mal richtig war ;D Trotzdem durchschaue ich das ganze immer noch nicht. Zu viele Ungereimtheiten. Wer war hinter Ramon her und warum? Auch Eckart ist mir ein Rätsel. Ist er wirklich nur ein harmloser "Penner" aus dem Untergrund? Oder steckt mehr dahinter?


    Am meisten geschockt hat mich dann auch der Überfall auf Stäuber. Erst eröffnet er Paul seinen Rücktritt aus dem Dienst, um sich mehr um sein Privatleben zu kümmern und dann wird er von seinem eigenen Sohn und seinen Kumpanen geschlagen und tödlich verletzt. Jetzt frage ich mich was Max mit der ganzen Sache zu tun hat, oder hat es mit den Morden vielleicht gar nichts zu tun??

    Es ist und bleibt spannend. David ist also auch tot und war nicht nur Bauarbeiter, sondern auch schon mal Zuhälter gewesen. Daher kannte er wohl auch die junge Frau die er ja verfolgt hatte. Aber ich glaube nicht, dass sie für ihn gearbeitet hat, sie ist wohl noch nicht so lange in Deutschland. Aber er kennt sie vermutlich aus dem Milieu. Meine Hochachtung für ihn, dass er versucht hat sich aus dem Sumpf rauszuholen und seiner Familie ein besseres Leben bieten zu wollen. Schade dass er es nun nicht geschafft hat.
    Als Leif hinter Ramon her ist, war eigentlich klar, das das nur schief gehen kann. Meine Befürchtung ging allerdings eher in die Richtung, das er vielleicht wieder einmal von der Polizei erwischt wird. Dann wäre es mit dem Sozialdienst wohl vorbei gewesen. Allerdings sieht es jetzt auch nicht besser für ihn aus. Bin gespannt ob er alleine wieder aus der Unterwelt auftauchen kann. Vielleicht bekommt er aber auch Hilfe von Eckhard, mit ihm hatte er ja wenigstens schon ein Gespräch.

    Ich weiß nicht ob man mit der Zeit abstumpft, das wäre vielleicht nicht so gut, aber man sollte schon versuchen nicht alles so nah an sich herankommen zu lassen. Allerdings ist das ziemlich schwer und nicht alle schaffen das.

    Hallo :winke


    Der Berliner Untergrund mit seinen Bewohnern als Tatort für schlimme Verbrechen scheint viel Spannung zu versprechen. Schon der Gang durch den Untergrund, das Dunkel, die Gerüche sind einfach schön schrecklich beschrieben und ich bin leicht ins gruseln gekommen. Aber dann der brutale Überfall auf die junge Frau von gleich mehreren maskierten Männern, die eine Art "Sekte" gleich dafür wohl viel Geld bezahlt haben, haben das Szenario richtig spannend gemacht. Da hier auch öfters der Umweltgipfel erwähnt wird, liegt die Vermutung wohl nahe, dass es sich bei diesen Männern wohl durchaus auch um Politiker handeln könnte. Bin gespannt.
    Paul Kalkbrenner ist mir auch noch nicht so sympathisch. Als Familienmensch taugt er wohl gar nicht und jetzt warte ich noch, ob er mich als Polizist überzeugen kann.
    Leif ist irgendwie zu unbedarft. Nimmt selber Pillen, wird aber wegen der Drogen seiner Freundin zu den Sozialstunden verknackt. Würde er gar nichts nehmen, hätte ich vielleicht Mitleid mit ihm, aber so....Seinen ersten Arbeitstag fand ich dann sehr interessant. So aus dem Party- und Studentenleben gerissen und in den Untergrund verfrachtet, ist bestimmt nicht einfach und muss einen doch irgendwie verändern. Natürlich nicht nach dem ersten Tag, aber er hat ja noch einige Tage vor sich.

    Hallo :winken:


    Meine Meinung


    zum Buch:


    "Mord in Babelsberg" ist der vierte Teil mit dem Kommissar Leo Wechsler und hat mich mal wieder genauso überzeugen können, wie die vorherigen Bücher. Leo ist Kommissar mit Leib und Seele. Er liebt seinen Beruf und nimmt ihn sehr ernst. Er ist davon überzeugt das die neuen Methoden der Kriminalistik gut sind und setzt sie daher auch gewissenhaft ein. Privat hat er mit seiner Clara endlich den Ehehafen erreicht und zusammen sind seinen Kindern aus erster Ehe sind sie eine nette "normale" Familie. Rundherum also alles gut. Aber in seinem neuen Fall erkennt er in der Toten eine alte Bekannte wieder. Statt diesen Fall jetzt an seine Kollegen abzugeben, behält er ihn.
    Der Fall wird schlüssig aufgerollt und ist doch mit vielen Rätseln versehen. Wir als Leser können zwar mit raten, sind aber eigentlich nie wesentlich weiter als Leo und seine Kollegen. Auch der ganze Hintergrund, die goldenen zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind hier gut rüber gebracht worden. Es ist eine Zeit des Stummfilms und der Clubs in denen amouröse und freche Gassenhauer gespielt werden. Das alles hat Susanne Goga wunderbar in die Geschichte mit einfließen lassen. Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen und ich hoffe auf viele weitere Fälle für Leo Wechsler.


    Zur Leserunde:
    Erstmal ein Danke schön an Susanne für ihre Begleitung :winken: Es hat mir wieder großen Spaß gemacht mit dir und mit allen Mitlesern zu diskutieren, sich auszutauschen und vor allem zu spekulieren ;) ich freue mich schon auf weiter Leserunden, die vielleicht (hoffentlich! ) noch kommen.

    Zitat von Nina2401

    Enttäuscht bin ich von Marlen. Sie muss ja gewusst haben, was mit Johanna passiert. Aber war sie wirklich der Lockvogel? Und warum hat sie sich nur um Johanna gekümmert. Im Friseursalon wäre es ja sicher aufgefallen, wenn sie das öfter praktiziert hätte. Oder gab es immer nur eine Frau, mit der die Filme gedreht wurden? Da bin ich ein bisschen ratlos.


    Enttäuscht bin ich von Marlen auch. Ich vermute mal, dass andere Darstellerinnen vielleicht nicht so harmlos waren, vielleicht welche die sowas gewerblich machten. Die brauchten dann nicht so vorbereitet zu werden.



    Zitat von gagamaus

    Und dann der tolle Auftritt von Jenny und ihr Lied über "Robert-Sherlock-Holmes".... Einfach ein harmonischer und fröhlicher Schluss - eine schöne Sache nach dem spannenden und auch traurigen Kriminalfall.


    Zitat von Rosenprinzessin

    Die letzte Szene in dem Club hat mir auch gut gefallen. Jenny hat es also tatsächlich geschafft, obwohl ihre Songs ja schon etwas gewöhnungsbedürftig sind.


    Das war wirklich ein gelungenes Ende ;D Aber ich glaube Susanne ist auch ein Sherlock Holmes Fan ;) Die Songs würde ich tatsächlich gerne mal vertont hören. So ähnliche Lieder kenne ich noch von alten Schellackplatten meiner Eltern. Leider sind die alle nicht mehr vorhanden :( Mein Vater war Jahrgang 1918, meine Mutter ist von 1927 und ich als Nesthäkchen durfte die Platten damals alle hören, bis mein Neffe die leider zum spielen bekommen hat.

    Hallo :winken:


    Ein starkes Ende! Nachdem Leo und seine Kollegen nun wussten wer die Unbekannte war, ging eigentlich alles sehr schnell. Schrecklich was der armen Johanna passiert ist. Ehrlich gesagt hat es mich dann doch gewundert, dass sie ihrem Bruder alles so ausführlich erzählt hat. Denn nur dadurch kannte er doch wohl die Namen von Marlen und König. Weshalb es eine rote Scherbe sein musste ist nun auch klar, der Titel des schrecklichen Films.
    (Gestern habe ich auch den Film "The Ripper"* gesehen, wir hatten ihn aufgenommen. Da passieren zwar andere aber durchaus ähnliche Dinge!)
    Leo hat hier genau richtig gehandelt und ich fand es super dass er von dem Arzt unterstützt wurde, obwohl dieser ja doch bedenken hatte. Aber die Konfrontation war hier gut, um Johanna aus ihrem Trauma herauszuholen. Von Marlen bin ich auch sehr enttäuscht, eigentlich hatte ich sie immer sympathisch gefunden und sowas hätte ich ihr nicht zugetraut.



    *Der Film hieß "Ripper Street" und ist eine Serie :-[