Beiträge von Mascha

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo :winken:


    Ein nicht ganz überraschendes Ende und andererseits wieder doch ::) Es war also doch Lady Ellen. Sie hat ihren Tod nur vorgetäuscht, um dann heimlich weiterhin Emily zu besuchen. Sir Andrew hat wohl doch dem Arzt Glauben geschenkt, denn sonst hätte er ja Ellen nicht von Emily fernhalten wollen. Leider aber hat er Nora keinen plausiblen Grund dafür gesagt und somit hält sie weiterhin zu Lady Ellen, die sie ja auch nach wie vor für eine gute Mutter hält. Wenn Nora dem Arzt geglaubt hätte, wäre es für Emily vielleicht besser gewesen.
    Sir Andrew halte ich einfach für einen Mann seiner Zeit. Er hat seine Frau wohl geliebt, ist von ihr aber immer wieder zurückgewiesen worden. Zumindest wollte sie nicht an seinem gesellschaftlichem Leben teilnehmen. Somit war klar das sie sich entfremden. Erst als er befürchten musste, das Ellen hinter Emilys Krankheiten steckte, griff er ein. Um aber nicht ins Gerede zu kommen, musste alles mehr oder weniger heimlich geschehen. Ich hoffe sehr, dass er jetzt eine bessere Beziehung zu seiner Tochter aufbauen kann.
    Für Charlotte tut es mir leid, das sie sich nicht weiter um Emily kümmern kann. Aber auch ich hoffe, dass sie eine Zukunft mit Tom haben wird ;)

    Hallo :winken:


    Spannung pur :o Ich denke dass ihr absolut richtig damit lagt, dass Lady Ellen ihre Tochter für ihre Zwecke "missbraucht" hat und sie krank gemacht hat. Somit konnte sie auf dem Land bleiben und musste nicht an Sir Andrews Seite repräsentieren. Mich wundert nur, das der Arzt auch auf die Idee gekommen ist. Aber vielleicht hat er vom Apotheker erfahren, dass Ellen dieses Brechmittel gekauft hat. Das Sir Andrew davon nichts wissen wollte ist schon klar. Was wäre das für ein Skandal wenn das die Runde machen würde. Aber vielleicht hat er dem Arzt auch tatsächlich einfach nicht geglaubt.
    Die Szene mit dem Puppenhaus fand ich echt gruselig. Der Vergleich mit Hitchcock war sehr passend. Hier erzählt Emily ja sehr genau die Situation die bei ihnen zu Hause so stattfand.
    Das Nora die Enkelin von Tilly ist, hätte ich auch nicht vermutet. Allerdings glaube ich nicht dass eine von beiden hinter dem Anschlag auf Tom steckt. Für Tilly denke ich wäre der Weg im Dunkel wohl doch zu weit und beschwerlich, außerdem halte ich sie nicht für gewalttätig. Auch Nora traue ich es nicht zu, allerdings könnte sie durchaus jemanden decken. Vielleicht doch Ellen ???


    Ehrlich gesagt bin ich jetzt ganz gespannt, wie es in London weitergeht. Die Idee einen Ortswechsel durchzuführen gefällt mir gut und hoffentlich tut es Emily auch gut.

    Hallo :winken:


    Eure Idee mit dem Münchhausen-Stellvertretersyndrom kommt mir immer realistischer vor. Auch ich gehe davon aus, dass das Pulver Lady Ellen gehört hat und sie es Emily gegeben hat. Es wurde ja schon erwähnt, dass sie sich besonders um Emily gekümmert hat, was wohl damals bei Müttern dieser Gesellschaft sehr selten war. Auch wollte Lady Ellen lieber auf dem Land leben, während Sir Andrew die Stadt bevorzugte. Für ein krankes Kind ist das Landleben wohl geeigneter.
    Ich denke schon, dass Sir Andrew wissen möchte was mit Emily los ist und ihr helfen möchte. Auch wenn er das alles nicht in der Öffentlichkeit wissen will. Aber es ist schon stark von ihm, dass er sich überhaupt an die Society gewendet hat.
    Das Blatt vor Charlottes Tür fand ich so gar nicht geheimnisvoll. Sie hat doch ihre schmutzigen Schuhe nach dem Waldspaziergang vor ihre Türe gestellt, daher dachte ich das Blatt wäre unter ihren eigenen Sohlen gewesen?


    Das jetzt ausgerechnet Tom hinter Emilys Krankheit kommen soll, hat mich auch sehr gewundert. Bisher dachte ich immer, er würde tatsächlich nur darüber schreiben. Allerdings war er ja auch bei vielen Sitzungen dabei und eine tatsächliche "Ausbildung" gibt es in dem Bereich ja wohl eher nicht. Ich hoffe nur, das er Emily wirklich helfen kann.

    Zitat von nicigirl85

    Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Auf die Idee bin ich bisher gar nicht gekommen, und irgendwie habe ich Emilys viele Krankheiten auch nicht für so wichtig gehalten. Aber jetzt denke ich, da könnte tatsächlich etwas dran sein.


    Zitat

    Das weiße Pulver ist nun wirklich sehr mysteriös, was kann das nur sein? Oder ist Emily davon krank geworden?


    Das würde die Theorie stark untermauern.


    Zitat

    Sollte meine Vermutung zutreffen, was ich für Emily nicht hoffe, dann frage ich mich allerdings wirklich was für eine Mutter so etwas tut. Also vielleicht doch psychisch nicht ganz gesund...


    Definitiv nicht gesund und das würde vielleicht auch erklären, warum sie jetzt versucht Emily zu sich zu holen falls sie noch lebt. Oder vielleicht hat Emily die Krankheit geerbt und sieht tatsächlich "Gespenster" was dann allerdings den Wasserfleck nicht mehr erklärt.


    Zitat von Rosenprinzessin

    Allerdings kann ich mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass sie noch lebt und ihre Tochter heimlich nachts besucht und sich dann nicht zu erkennen gibt. Eine gute Mutter würde ihrer Tochter doch nicht solche Angst einjagen, oder!?


    Natürlich nicht, es denn denn sie ist psychisch krank und vielleicht sogar denkt, sie tut ihrer Tochter etwas gutes damit.

    Hallo,


    in dem Abschnitt sehe ich Sir Andrew auf einmal in einem ganz anderem Licht. Es hat mir gut gefallen wie er sich um Emily sorgt, auch wenn er erstmal von Charlotte aufgefordert werden musste ihr das auch zu zeigen. Aber ich glaube Gefühle zeigen fällt ihm schwer, da sowas wohl von einem Vater damals gar nicht erwartet wurde.
    Ehrlich gesagt vermute ich zwar nach wie vor dass Ellen noch lebt, aber nicht das Sir Andrew etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Vielleicht ist sie wegen ihren Depressionen (oder was auch immer) nachts zum Fluss gegangen und hineingefallen/ gesprungen? Hat dies überlebt, aber ist irgendwie geistig umnachtet. Jetzt möchte sie ihre Tochter nachholen und erscheint somit nachts an Emilys Bett, in Fleisch und Blut und nicht als Geist. Aber wie gesagt: Reine Spekulation!
    Um Charlotte hatte ich in dem Abschnitt einige Male etwas Angst! Erst besucht sie Tilly Burke, dann geht sie in diesen Keller und dann spricht Sir Andrew sie auch noch auf den Skandal in Berlin an. Auch bei letzterem hat mir Andrew wieder gut gefallen. So langsam macht er sich ;)

    Zitat von spatzi79

    Tom Ashdown beschäftigt sich nun immer mehr mit übersinnlichen Phänomenen. Ob Ellen auch in solche Kreise geraten ist und von so einem "Medium" ausgenutzt und zu ihrem Selbstmord getrieben wurde? Irgendwo muss da ja eine Verbindung sein!


    Interessante Idee, wäre wohl gar nicht so abwegig.


    Zitat von Heimfinderin

    Erschreckend fand ich die Szene mit Emilys Alptraum. Das geöffnete Fenster, die real wirkende Erscheinung der Mutter und der Wasserfleck auf dem Boden! Gruselig! :o Auch wenn ich Übersinnliches in Romanen immer gerne lese, war hier mein zweiter Gedanke doch, dass da wohl jemand im Haus versucht, Emily krank und schreckhaft zu halten. Diese Träume gibt es ja schon länger und diese Version könnte ein bewusst hergestelltes Szenario sein. Nur wer könnte daran Interesse haben? Nora? Will sie Emily labil erhalten, damit sie weiterhin für ihr Wohlbefinden gebraucht wird und ihre Stellung nicht verliert? Das fände ich schlimm, aber könnte ich mir schon vorstellen. Vielleicht hat Nora niemand anderes und wäre alleine, wenn sie gehen müsste. Und jetzt wo die Gouvernante für sie zur "Gefahr" wird, muss sie vielleicht "stärkere Geschütze auffahren", um unentbehrlich zu bleiben?


    An Nora habe ich bisher auch nicht gedacht und glaube eigentlich auch nicht daran. Ich denke nicht, dass sie Emily so einer Gefahr aussetzten würde und ausserdem würde ja jede Unachtsamkeit auf sie zurückfallen. Jedesmal wenn sie bei diesem Alpträumen nicht auffacht, hat sie doch Angst vor Entlassung.


    An diesen nassen Fleck habe ich auch nicht mehr gedacht. Aber Charlotte schließt ja aus, dass es reingeregnet hat. Es könnte tatsächlich aber jemand mit nasser Kleidung da gestanden haben. Für mich kommt jetzt eigentlich immer mehr Lady Ellen in Verdacht.

    Zitat von Tiara

    Es gibt ja auch noch Emily`s Albträume und beim letzten Traum meinte sie ja, alles fühlte sich so real an, sie hatte das Gefühl als sei ihre Mutter wirklich da gewesen. Zudem stand ja das Fenster offen und der Teppich war naß. Könnte Ellen wirklich da gewesen sein? Aber wie ist sie dann unerkannt ins Haus gekommen?


    Zitat von Mascha

    Falls sie tatsächlich nicht tot ist, wie ihr ja schon vermutet habt, kann es vielleicht sein, das Sir Andrew sie in eine Anstalt gesperrt hat :o


    Ich liebe es zu spekulieren ;D Vielleicht ist sie im Haus eingesperrt bzw. irgendwo auf dem Anwesen. Obwohl das natürlich schon ein großes Risiko bergen würde.


    Zitat von Tiara

    Durch Charlottes gedankliche Rückblicke erfahren wir auch schön langsam, warum sie Berlin verlassen hat. Anscheinend eine unglückliche Liebe, bei der sie vielleicht sogar bloßgestellt wurde.
    Anscheinend war Charlotte in einen Offizier verliebt und wenn die beiden geheiratet hätte, wäre sie seiner Karriere im Weg gestanden.


    Genau so habe ich es auch verstanden. Er war vielleicht wirklich in sie verliebt, wollte aber seine gesellschaftliche Stellung nicht gefährden. Oder er hat ihr nur etwas vorgespielt und wollte sie eher als Mätresse. Auf jeden Fall ein Schuft!

    Hallo :winken:


    Jetzt kann ich Tom endlich richtig einordnen. Er hatte schon selber an einer Seance teilgenommen, um vielleicht Trost zu finden nach dem Verlust seiner Frau. Daher erschien es mir auch völlig logisch, als er seinem Freund anbot nach diesem Belvoir zu recherchieren. Auch dieser konnte ihn natürlich nicht überzeugen und sehr gut gefallen hat mir hier Eleonor Sidgwick. Sie und ihre Gesellschaft schließen Übersinnliches nicht grundsätzlich aus, wollen aber Beweise dafür. Dieser Gesellschaft schließt Tom sich an, wenn auch mehr als Journalist. Im übrigen hat mir seine Theaterkritik super gut gefallen ;D
    Ein bisschen irritiert mich immer der Zeitsprung, weil es sich eigentlich so liest, als würde alles in der gleichen Zeit passieren.


    Jetzt zurück zu Charlotte und Emily. Emily leidet unter Alpträumen und ist überhaupt ein stilles in sich gekehrtes Kind. Das wundert mich gar nicht. Erst stirbt die Mutter und dann darf gar nicht mehr über sie geredet werden. Das hat mich echt geschockt. Emily hat doch bestimmt schönen Erinnerungen an ihre Mutter und die soll sie jetzt unterdrücken. Das kann nicht gesund sein. Aber vielleicht stand es ja um die Ehe von Sir Andrew und Lady Ellen tatsächlich nicht zum Besten, dass er alles über sie unter den Tisch kehren will. Aber vielleicht war sie auch einfach nur depressiv und das wurde ja oft schon als "Geisteskrankheit" angesehen und sowas durfte es in der guten Gesellschaft ja nicht geben. Falls sie tatsächlich nicht tot ist, wie ihr ja schon vermutet habt, kann es vielleicht sein, das Sir Andrew sie in eine Anstalt gesperrt hat :o Sowas ähnliches habe ich vor kurzem in einem historischen Krimi gelesen und kommt mir hier gar nicht so abwegig vor.
    Charlotte versucht jetzt alles über Ellen und ihren Tod zu erfahren, gehen wir mal noch davon aus, dass sie tot ist. Hoffentlich bringt sie sich nicht selber in Gefahr damit.

    Tom Ashdown habe ich doch tatsächlich mit Sir Andrew verwechselt und war tatsächlich der Meinung, wenn er an seine verstorbene Frau denkt, meint er damit Emilys Mutter :-[ Ich habe mich schon sehr über euch gewundert, bis ich dann meinen Fehler bemerkt habe. Aber jetzt hab ichs ::)

    Hallo :winken:


    Der Anfang des Buches ist doch schon sehr viel versprechend. Charlotte Pauly scheint eine sehr sympathische und vor allem selbstbewusste junge Dame zu sein. Zur damaligen Zeit gehörte bestimmt schon etwas Mut dazu, alleine ins Aufland zu gehen um dort zu arbeiten. Ihre Mutter wollte sie ja wohl auch lieber in der Nähe haben und hoffte auch immer noch auf eine Heirat. Aber Charlotte hatte ja bereits eine Anstellung als Lehrerin und wollte das wohl auch weiterhin machen. Ihre letzte Anstellung stand wohl unter keinem glücklichem Ende und ich bin gespannt ob wir darüber noch mehr erfahren.
    Sehr gut gefallen hat mir die Übernachtung in Dover und die Beschreibungen der Landschaft, der Wohnung, des Pups. Die Seance war schon etwas spannend und ich denke wir werden auch darüber noch mehr lesen.
    Ihre Ankunft in Chalk Hill war sehr interessant. Das Herrenhaus und die Dienstboten sind schon etwas besonderes. Das die Dienstboten Charlotte gegenüber noch vorsichtig sind ist wohl nicht unüblich. Sie ist die Neue und man muss sich erstmal beschnuppern. Ich denke Nora befürchtet wohl jetzt überflüssig zu sein und ist daher nicht sehr nett zu Charlotte. Emily ist ein artiges Mädchen, dass wohl sehr an ihrem Vater hängt. Kein Wunder, da sie ihre Mutter erst vor kurzem verloren hat. Der aber scheint sich leider nicht so sehr für seine Tochter zu interessieren, außer dass sie eine gute Erziehung erhält. An Wärme lässt er es leider mangeln.


    Der Fluss scheint jetzt schon für Charlotte verboten, zumindest darf sie nicht mit Emily dort spazieren gehen. Schon der Kutscher hat ja erschrocken auf Charlottes Fragen reagiert und Emilys Vater erst recht. Er scheint auch Wilkins deshalb in die Schranken zu weisen, denn er war es doch bestimmt, der diesen so angeschrien hat. Jetzt bin ich richtig auf die Geschichte mit oder über den Fluss neugierig.

    Ich habe hier auch das Parallellesen gelernt. ;) Ich dachte mir auch immer, ich kann mich nur auf ein Buch konzentrieren, aber bei Leserunden wo man das gelesene postet, geht das sehr gut, wie ich finde. Und wie Rhea schon sagt, besteht die Gefahr nicht, dass man zu schnell liest.
    Nur wenn ich für mich alleine lese, dann bleibe ich dabei, immer nur ein Buch zu lesen.


    LG Karin


    Genau so halte ich es auch, seit ich Leserunden mitmache.

    Ich habe ihn auch gerade gegoogelt. Mein Fall wäre er wohl nicht, aber für diese Zeit hat er gar nicht so schlecht ausgesehen.
    Den Schnurbart, den er getragen hat, finde ich jedoch etwas übertrieben groß. Das wäre auch kleiner gegangen ;D


    Hihi, ich hatte auch gegoogelt ; ) aber genau das gefällt mir an dem Buch sogut, dass tatsächlich reale Personen hier auftreten. Die Mischung zwischen Fiktion und History gefällt mir super. Im Übrigen wäre er mein Fall auch nicht so gewesen, aber Geschmacksache ;)

    Hallo :winken:
    Es tut mir wirklich leid, dass ich bei dieser Leserunde nicht so aktiv war, wie ich gerne gewesen wäre. Aber ich habe das Buch jetzt auch beendet und bin froh es gelesen zu haben.


    Zum Buch:
    "Die Rebellin von Shanghai" schließt an den Roman "Das Geheimnis der Jaderinge" locker an. Es sind einige Jahre vergangen und Victoria und Jinzi haben eine Adoptivtochter Charlotte. Charlotte ist eine der Hauptprotagonisten dieses Romans. Sie ist asiatischer Herkunft, aber durch Victoria doch sehr westlich geprägt. Anders als andere Chinesinnen lebt sie sehr frei, spricht mehrere Sprachen und wächst sehr behütet auf. Durch die Liebe zu einem Engländer gerät ihre "heile Welt" ins Wanken. Denn obwohl sich beide lieben, steht ihre Herkunft einer Ehe im Wege, da sie gesellschaftlich nicht ins Weltbild passt. Charlotte verlässt ihr Elternhaus und geht auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter nach Peking.
    Die zweite Protagonistin ist Elsa Skerpov. Sie ist Hamburgerin und nach einem fälschlichen Verdacht des Diebstahls auf der Flucht in Shanghai angekommen, wo sie die ersten Wochen bei Victoria und Jinzi unterkommt. Auch sie geht nach Peking, als Angestellte des deutschen Gesandtschaft.
    Diese beiden Frauen geraten in den Boxer Aufstand, den Tereza Vanek hier sehr anschaulich aufleben lässt. Als Leserin habe ich Charlotte und Elsa sehr gerne begleitet und durchaus mit ihnen gelitten. Es gab viel Gewalt und Gräuel, aber auch Liebe und Freundschaft. Die Autorin schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die einen einfach immer weiterlesen lässt. Was mir wieder besonders gut gefallen hat, Tereza Vanek vermischt eine fiktive Geschichte mit wahren historischen Begebenheiten und echten historischen Personen. Dadurch wird alles sehr greifbar und vorstellbar.


    Zur Leserunde:
    Auch wenn ich nicht immer präsent war und viel langsamer gelesen habe, hat es mir wieder sehr gut gefallen. Durch die Leserunden lese ich das Buch immer viel intensiver, da ich ja zwischen durch immer eure Kommentare lese. Manche Sachen überliest man selber und durch eure Kommentare stellt sich manchmal so ein "Aha Effekt" ein ;) Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch an Tereza die die Runde hier begleitet hat.


    :buchtipp: