Beiträge von irascignavojo

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    Hmmm... ich bin versucht mich in den Lostopf zu werfen und zu meiner zweiten Leserunde anzumelden. Weil ich den Märchenerzähler sehr mochte, auch wenn er nicht meine Art Märchen enthielt. Aber
    1) da ich niemand anders die Chance auf das Freiexemplar nehmen möchte,
    2) da ich wenn ich kein Exemplar hier gewinne das Buch mangels Phantastik nicht als Rezi-Exemplar bestellen kann
    3) da ich das Buch dennoch konsumieren werde, aber vermutlich nur dann so diszipliniert wie es diese Runde erfordert, wenn ich ein Freiexemplar bekomme und ich mich darum verpflichtet fühle
    ...melde ich mich nicht an, bzw nur falls soviele andere aus der Lostrommel fallen (oder Bücher von Knaur hinein) dass ich niemand ein Exemplar wegnehme.


    Ich habe zum Abschluss noch ein paar Insider-Infos geplant ;)


    Bin gespannt. Die Recherche fällt mir viel leichter als das Geschichtenschreiben - ich habe Altnordisch und mehrere keltische Sprachen an der Universität studiert, in Altenglisch auch gutes Geld verdient - aber trotz NaNoWriMo noch keinen Roman veröffentlicht.


    Für Rezensenten gilt meist, was man auch über Unternehmensberater sagt: "Sie sind wie Eunuchen - sie wissen wie es geht, können es aber nicht selbst." :winken:

    "immer ein Zeichen von" heisst ja gerade eben ohne Ansehen der Person, ist also gar kein büschen als persönlicher Angriff gemeint sondern nur als Ausdruck persönlichen Empfindens dieses einen Lesers.


    Das Aufgreifen alter Mythen und Verarbeiten zu einer sehr lesenswerten Geschichte ist eine Arbeit, die ich durchaus schätze und zu schätzen weiss - nicht erst seit Alan Garner (einst im Diederichs-Verlag Hardcover) und Susan Cooper (ein, zwei Jahrzehnte vor der Verfilmung des einen Buches).


    Und gerne schaue ich auch in andere Werke, denn schreiben kann diese Autorin - auch wenn mich manches ärgern und einzelnes - wie die schön gezeichnete Karte - enttäuschen mag. Ich schreibe hier ja keine Amazon-Rezension (auch keine für die ZEIT) sondern dachte, wir geben in der mehr oder weniger geschützten Athmosphäre eines Forums eigene Eindrücke wieder und tauschen diese aus. Nicht mehr als das


    Ich mag ihn, weil er so grummelig ist ;)
    Für einen Bogin ist das ja etwas Besonderes. Und mir gefällt es immer gut, wenn die Figuren etwas aus der Rolle fallen.


    Dafür wiederum lerne ich als Bogin-Neuling in den ersten vier Kapiteln zuwenig über Bogins, als dass ich beurteilen könnte, was typisch für einen Bogin ist und was dabei aus der Rolle fällt. Vermute dass sie als Volk ganz ausführlich im ersten Buch vorkommen (inklusive ihrer Pacifier-Rolle) und hätte vielleicht einen Sachtext "Über die Bogins" zu Beginn noch mehr geschätzt als ein in anderen Buchzyklen übliches "Was bisher geschah", auch wenn das auch nicht geschadet hätte.


    Auch mir tat es in diesen Kapiteln leid um das Pferd und bei Troll+Oger hatte ich schon die Befürchtung, diese genauso zu berlieren wie das Aufräum-Kommando von Elf+Zwerg... Ansonsten, wenn sie erhalten bleiben, müssen sie noch etwas daran arbeiten, mir als Neuling ans Herz zu wachsen, denn ich lerne sie ja gerade erst kennen.

    Das Cover hat mir gefallen, auch mit der Rückenklappen-Variante aus der Nähe. Das schreit "Hobbit", macht aber nichts, weil ich in dem Bogin-Buch gelesen habe bevor ich jemand fand um in den Hobbit-Film zu gehen, was ich stand jetzt noch vor mir habe.


    Die Karten haben mich enttäuscht - ich mag die Insel, war auch dieses Jahr wieder dort, auch im Norden (direkt vor dem Referendum und deswegen), aber wenn ich einen Fantasy-Roman lese möchte ich eigentlich eine Fantasy-Geographie, also dass die Autorin auch in diesem Aspekt ihre Kreativität zeigt. Wenn es dann doch nur ein Stück von Europa oder den USA ist, ist das für mich immer ein Zeichen von "da hat sich jemand nicht auch noch die Mühe gemacht, etwas eigenes auszudenken".


    Von den Charakteren gefielen mit Halti und Ortwin fast am Besten - umso bedauerlicher, dass es so aussieht, als müsste ich mich sofort auf Dauer von ihnen verabschieden.


    In Unkenntnis des ersten Bandes (aber wissend dass es einen gibt) schien es ein büschen so zu sein, als wolle die Autorin einige Fäden des ersten Buches aufnehmen und eine Reihe davon hier auch gleich wieder abschneiden, um zu erklären warum sie nicht mit allen Figuren weitermacht, sondern nur mit einer Kerngruppe.


    Was mich gestört hat und weniger gelungen war: Die Abholung der LeserInnen, die das erste Buch nicht kannten. Das einzige was uns erzählt wird, ist dass Peredur einst als Tuagh der Wanderkrieger, als Söldner unterwegs war. Das wird uns dafür von wirklich jedem einzelnen Charakter der im ersten Band dabei gewesen sein dürfte, bei jeder sich bietenden Gelegenheit erzählt. Wieder. Und wieder.... Ja, ist gut, wissen wir doch schon nach dem ersten Mal...


    Suchtfaktor auf einer Skala von 1-10: nach Kapitel 1+2: 7
    Wäre Kapitel 1 die Leseprobe gewesen, hätte ich das Buch gekauft um es auf jeden Fall fertig zu lesen. Ich habe mir aus Bequemlichkeit, auch wenn das Papierbuch bei mir dankenswerterweise ankam, auch die Leseprobe auf meinen Kindle geladen... die selbst wäre allerdings für einen Kaufimpuls zu kurz gewesen, danach wäre es nur auf die "Merkliste" gelandet, für später wenn ich mal überlege, was ich als nächstes lesen will... und vielleicht dort untergegangen.