Beiträge von tobias o. meißner

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    Ich weiß, die Leserunde ist längst "im Kasten", dennoch ist dies hier genau der richtige Ort, um es anzukündigen:


    Wie ich soeben erfahren habe, erscheint der dritte und abschließende Teil der "Sieben Heere"-Reihe im Frühjahr 2018 unter dem Titel: SIEBEN HEERE - BEFREIUNG.


    Ist also gar nicht mehr so lange hin, diesmal deutlich weniger als ein Jahr. :jakka:



    :winken:: Tobias

    Ich danke ebenfalls allen Teilnehmern, vor allem natürlich für Eure wohlmeinenden Rezensionen.


    Irgendwo irrt noch Thorsten Nalazek über die Schlachtfelder, der mir neulich sagte, noch etwas schreiben zu wollen, aber momentan beruflich zu sehr eingespannt ist, um auch nur zum Lesen zu kommen. Ich kann ja ab und zu hier noch hereinschauen, ob er sich noch bis zur Zielgeraden durchschlagen kann.


    Ansonsten freue ich mich auch auf einen weiteren Austausch, das Finale von SIEBEN HEERE steht ja noch aus, und vielleicht fliegt der eine oder andere nächstes Jahr mit mir ins All, zum DUNGEON PLANET...


    Wie auch in Suses Podcastinterview will ich auch hier die Gelegenheit nutzen, auf den Anthologieband "Wir haben die Wahl: Warum wir gerade jetzt für unsere Freiheit einstehen sollten" hinzuweisen, der Anfang August erscheint, an dessen Entstehung ich nicht ganz unschuldig bin, und in dem ich mit einer Kurzgeschichte vertreten bin. Ich bin selbst gespannt, was die anderen, teilweise sehr namhaften Autoren dazu beigetragen haben. Es geht darum, ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, politischen Populismus und Schablonendenken zu setzen.


    :winken:: Tobias

    Wie du schon richtig vermutest: Gekürzt wurde da gar nichts, und meine Lust war auch nicht plötzlich weg. Sondern es handelt sich einfach um Ereignisse, die eine Eigendynamik entwickeln und dadurch viel schneller ablaufen als die Ereignisse zuvor. Mir war es wichtig, dass auch so etwas geschildert wird. Erst ein Vorantasten, dann ein Kulminationspunkt, und irgendwann wird einem der Teppich unter den Füßen weggezogen...
    Solche unterschiedlichen Tempi werden sich auch in Band 3 finden.

    zwischen :abinsbett: und :wegrenn: wechselnd: Tobias

    Das Universum, in dem DUNGEON PLANET angesiedelt ist, habe ich tatsächlich schon 2014 für eine von mir geleitete Science-Fiction-Rollenspielkampagne entwickelt. Der Inhalt des Buches ist aber nagelneu und eigens für den Roman entstanden.
    Für das Buch heißt das einfach nur, dass es in einem Universum spielt, welches ich mir nicht spontan aus den Fingern saugen muss, sondern in dem ich mich schon seit über drei Jahren aufhalte. Das bedeutet mehr Hintergrundwissen, mehr Durchdachtheit, mehr Dreidimensionalität als bei einem konzeptuellen "Schnellschuss".
    Ich hoffe, dass man beim Lesen merken kann, wie schlüssig alles ineinander greift.

    :kochen:: Tobias

    Ja, der Vertrag ist unterschrieben.


    Der Roman, an dem ich nun seit Anfang dieses Monats tüftele, wird DUNGEON PLANET heißen, im Weltraum spielen, und im Herbstprogramm 2018 bei PIPER SCIENCE FICTION erscheinen. Ein Genre-/Imprintwechsel für mich also, allerdings habe ich ja schon in meiner Frühphase mit NEVERWAKE Science Fiction geschrieben, und ganz genau genommen müsste man auch meinen Erstling STARFISH RULES als Alternativweltroman diesem Genre zuordnen. Neu ist für mich lediglich das ferne Weltall, aber ich bereite mich seit drei Jahren auf diesen Roman vor und muss mich gar nicht mehr groß umstellen, es fühlt sich alles eher heimisch an. :daumen:


    Witzigerweise weiß ich noch immer nicht, wann SIEBEN HEERE 3 und wann (und ob überhaupt) HIOBS SPIEL 4 erscheinen, die beide schon fertig geschrieben sind, aber bei DUNGEON PLANET, wo ich mich erst auf Seite 24 befinde, steht bereits der Veröffentlichungs-Zeitraum richtig fest.

    :hexe:: Tobias


    Puh, das ist ja echt verzwickt mit den Terroranschlägen und den Begebenenheiten im Buch.


    Am Allerschlimmsten fand ich den Tag, als sich die Anfangsszene dieses zweiten Bandes schrieb, den Absturz des Gryphen. Das war im Frühjahr 2015. (Im Verlauf von 2015 habe ich dann Band 2 geschrieben, im Verlauf von 2016 Band 3.)
    Als ich nach dem morgendlichen Schreiben das Internet mit Nachrichten aufrief, erfuhr ich, dass eine Germanwings-Maschine in Südfrankreich (also ungefähr der Gegend, wo "Sieben Heere" spielt) abgestürzt ist, auf dem Flug von Süden nach Norden, genau wie mein Gryph, und dass es 144 tote Passagiere gegeben hat, darunter viele Spanier (die Nafarroaner meines Buches), während mein Gryph frisch von der "Schlacht gegen die 140" kam, mit 140 Toten.
    Das war mir zu dicht dran an allem!
    Ich habe wirklich für ein paar Stunden gedacht, ich müsste aufhören, sowas zu schreiben, um es nicht heraufzubeschwören. Bis ich mir langsam klar machte, dass das (wie auch die Musikveranstaltungshalle mit den feuergesprengten Menschen in Band 1) Zufälle sein müssen. Oder eben Zeichen einer Zeit, die man als Schriftsteller irgendwie auffängt. Oder man interpretiert einfach zu viele Ähnlichkeiten hinein...
    Aber es war halt wirklich derselbe Tag.


    :krank:: Tobias


    Ja, wirklich sympathisch und auch unschuldig ist sie nicht, trotzdem würde ich es bei ihr auch schwerer nehmen, als bei anderen. Vielleicht habe ich bei ihr am ehesten das Gefühl, dass sie das eigentlich nicht möchte, aber nicht davon loskommt, darin irgendwie "gefangen" ist. Ich würde ihr gerne, um bei meinem Drogenbeispiel zu bleiben, helfen und einen "Entzug" verordnen, sie wieder "clean" machen.


    Sie versucht ja gerade wenigstens einen Entzug von Tautun. Aber auch das ist nicht so einfach, wenn am Ende mal wieder er der einzige ist, der entschlossen genug ist, ihr das Leben zu retten... :ploed:


    :kochen:: Tobias


    und ich sehe Tobias fast vor mir, wie er beim Schreiben des Manuskriptes dabei mit feuereifrig glühenden Wangen, eingerahmt von Notizzetteln mit Regimenterstärken, Dorfbesatzungen und Ausrüstungslisten, die jeweiligen Kräfteverhältnisse ausbaldovert hat. ;) :geil:


    Genau so war's. :D
    Interessant dabei ist, dass ich als Autor unter einem ähnlichen Druck stehe wie Baresin, mich nur ja nicht zu verrechnen. Bei mir geht es zwar nicht um echte Menschenleben, aber die Leser steigen mir aufs Dach, wenn etwas keinen Sinn ergibt ...

    :explodier: : Tobias


    Auch sehr interessant, aber ungleich düsterer war Wevers Spezialmission der Brunnenvergiftung. Es zeigt auch, dass es durchaus Dörfer gibt in denen die Besatzer weniger umsichtig vorgegangen sind.


    Das hängt auch viel von dem jeweiligen Capitar ab, der einen Besatzungstrupp anführt. Hagetmau hatte da ja mit Jerlo Angaszin sogar eher Glück gehabt.
    Wenn man das auf die Heeresleitungsebene hochrechnet, mag es vielleicht auch Generare geben, die ihren Teil der Besetzung unbarmherziger interpretiert haben als der dem Theater zugetane Generar Gwaum ...




    Als Jäger erwähnt wurden, die "mit Speeren Waldschweine erlegen", musste ich wieder an Asterix denken^^


    Asterixismen müssen, wenn man eine Résistance-Geschichte in den Wäldern schreibt, einfach sein, finde ich.
    Oder was sagst du dazu, Miraculix? :horac:
    Tobias

    Ja, kompliziert, oder?


    Einerseits bin ich ein bisschen stolz darauf, Ariana Grande bereits vor dem Attentat "abgelichtet" zu haben, andererseits überschattet das Geschehene dieses Licht.
    Da das Buch frühestens 2018 erscheint, können die Leser nicht wissen, dass das Ablichten vorher passierte, also muss man das irgendwie klarstellen...


    :angst:: Tobias

    Mir liegt bislang nur das GOLKONDA-Programm für Herbst 2017 vor, dort ist "Herrin der Schatten" noch nicht vorgesehen. Allerdings ist der Kane-Zyklus in der Programmvorschau in der Backlist prominent mit abgebildet, ich glaube, das würden sie nicht machen, wenn sie nicht vorhätten, den Zyklus auch abzuschließen...
    Ist aber halt alles momentan noch etwas unübersichtlich dort.

    8) HIOB3!
    Wünsche dir damit viel ... äh ... "Vergnügen". >:D
    Ich habe ja gerade ein ganz kurioses Problem mit Band 4, von dem ich weiterhin hoffe/davon ausgehe, dass es im Frühjahr 2018 erscheinen kann.
    Ich habe das Manuskript diesen März fertiggestellt und bereits beim Verlag abgegeben.
    In diesem Band gibt es eine kleine Szene, in der Widder die Gestalt von Ariana Grande annimmt.
    Nun ist letzte Woche bei einem Ariana-Grande-Konzert dieses schreckliche Attentat passiert, und da ich - ganz bewusst! - bereits das Berliner Breitscheidplatz-Attentat im Buch habe, entsteht nun auch in der Ariane-Grande-Szene eine zusätzliche terrorrelevante Bedeutungsebene, die gar nicht so geplant war.
    Ich möchte mein Manuskript nicht gerne abändern müssen, nur weil ein skrupelloser Verrückter glaubt, sich und mehrere ahnungslose Kinder in die Luft sprengen zu müssen.
    Aber ich will natürlich auch nicht den Eindruck erwecken, mich willkürlich und geschmacklos solcher Vorfälle zu bedienen, und denke darüber nach, ins Impressum einen Vermerk zu setzen, dass das Manuskript im März 2017 abgeschlossen wurde und sämtliche Überschneidungen mit Begebenheiten, die sich seitdem ereigneten, reiner Zufall sind oder sein müssen...



    :boahnee:: Tobias


    Am Ende treffen die Oberen der befreiten Dörfer in Hagetmau zusammen und begießen ihren Siegestaumel. Es hat schon etwas Gruseliges, diese ausgelassene Euphorie der Dörfler zu sehen, wenn man weiß, dass sich nur wenige Schritte vom Dorf entfernt ein Massengrab mit getöteten Naffaroanern befindet, angelegt vom einstmals so unschuldigen, Abelion-lammfrommen Hagetmau. :o


    Deshalb ist das Wirtshaus ja das schwarze Lamm... ;D

    :unschuldig:: Tobias


    Vermutlich wäre ich kein guter Revolutionskämpfer.


    Wer wäre das schon?
    Ein guter Revolutionskämpfer wird man wahrscheinlich dann, wenn man sehr persönlich motiviert ist. Siehe Clarde, die vor der Brandnacht gar kein Problem damit hatte, die Besatzer in ihrem Gasthaus zu bekochen, seit dem Tod ihres Sohnes jedoch zur Furie geworden ist und auch andere mitreißt.
    So entsteht ein Schneeballeffekt, denn je mehr Kämpfe es gibt, desto mehr Menschen werden ganz persönlich von diesen Kämpfen betroffen sein.

    :haue:: Tobias

    Hey, und da kommt "Gaststar" Thorsten Nalazek und rollt das Feld von hinten auf... :klatschen:


    Jetzt könnten sich ja theoretisch die irgendwo in den Wäldern verirrte Suse und der in den Zeitaltersümpfen angeln gegangene Old Fisherman mit einklinken, dann hätte die Revolution plötzlich eine zweite Front!


    :geil: Tobias