Beiträge von irmi_bennet

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    Irgendwie scheint die Geschichte so zu sein - aber hier habe ich meine Gedanken nicht vollends ausformuliert, ich meine damit eher, wie Chiara das Gelesene reflektiert - dass dadurch eine Interaktion entsteht.


    Ja genau,Du hast recht Und damit wird es zu "ihrer" Geschichte. Ich sehe da auch Verbindungen zu ihrem Leben.


    Schön, dass Chiara jetzt wieder mehr zeichnen möchte.

    In Vorden scheint Chiara einen Bruder im Geiste gefunden zu haben - irgendwie sprechen sie dieselbe Sprache, ohne sich jemals gesehen zu haben. Oder vielleicht erkennt er sie auch aus irgendwelchen Gründen, also ihr Wesen, ihr tiefstes Inneres. Die erste Geschichte, die er ihr hinlegt, ähnelt Chiaras Leben, als hätte er sich an ihren Erfahrungen orientiert. Kann er doch aber eigentlich gar nicht.


    Ich finde, Ruhe wird über die Geschichte Vordens transportiert (in diesem Teil gab es ja nur die eine), die wirkt irgendwie zurückgenommen, im Vergleich zu Chiaras Anteil, meine ich. as er wohl Chiara damit sagen will? Ich habe das Gefühl, er weiß ganz schön viel über sie... oder vermutet er nur? Kann ich mir gar nicht vorstellen! Ein heimlicher Kontakt mit Leonie? Kann ich mir eigentlich auch nicht denken!


    Meinst Du, er hat die Geschichte für Chiara geschrieben bzw. sie ihr hingelegt?
    Ich dachte, erst jetzt hat sich Chiara getraut einmal zu lesen, was der Herr Vorden so schreibt ... hätten ja theoretisch auch Buchhaltungspapiere sein können. ;)
    Aber natürlich ist er wirklich Schriftsteller, so wie Chiara es sich ausgemalt hat.
    Was weiß er über Chiara eigentlich? Mehr als ihren Namen und ihre Feinsinnigkeit kann es ja nicht sein ... Obwohl Leonie stelle ich mir ganz schön geschwätzig vor, wer weiß ...


    Ich muss dazu sagen, ich habe jetzt wirklich eine Pause gemacht und das Buch nicht weiter gelesen. Obwohl es mir sehr schwerfällt.

    Wo befindet sich eigentlich Leonies Wohnung? Ich bin irgendwie von Berlin ausgangen (warum eigentlich?), aber ich konnte dazu nix finden.


    Ich habe auch noch einmal zurückgeblättert. In Stuttgart hat Chiara damals studiert. Irgendwo ländlich steht das Häuschen, jedenfalls ist an einer Stelle davon die Rede, dass es dort, wo sie wohnt und putzt keine Schwimmbäder gibt und sie dafür in die nächste Stadt fahren muss. Ob das auch im Schwäbischen ist - keine Ahnung ...


    Da möchte ich eigentlich keine Mutmaßungen drüber anstellen - vielleicht verrät uns ja der Autor etwas dazu?


    Ich muss lächeln. Ich meinte das bezüglich der Geschichte in der Geschichte - also ob die Zufallsbegegnung mit dem alten Schulfreund dem Herrn Vorden wirklich passiert ist und er sie nun literarisch aufarbeitet oder ob es reine Fantasie ist.
    Aber trotzdem eine gute Frage - wodurch der Autor Herr Bayer sich hat inspirieren lassen. Die Tatsache, dass Inspiration quasi überall herkommen kann, finde ich nämlich sehr schön.
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    Zitat korrigiert, Dani
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    Eines vorweg: Ich bin begeistert! Die Geschichte hat mich sofort mitgenommen und der Autor hat es geschafft, dass ich morgens beim Aufwachen an Chiara denke. Ich würde jetzt so gerne weiterlesen – aber ich warte lieber auf Euch.


    Die junge Halbitalienerin Chiara aus Castelnuovo mit ihrem Geheimnis … ich kann nicht wirklich in Worte fassen, was mich so in den Bann zieht, das ist sicher nicht nur das, was man über Chiara nicht weiß, also das, vor dem sie geflohen ist in Italien. Das musste ja offenbar alles ziemlich schnell gehen. Irgendwie kann ich mir gar nichts Schlimmes vorstellen, dass Chiara getan haben könnte. Sie ist mir so sympathisch ... und auch rückt das für mich momentan in den Hintergrund. Vielleicht hat es etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun, mit ihrer Mutter?


    Jetzt ist Chiara jedenfalls wieder in Deutschland und springt dankbar in das Leben ihrer Freundin Leonie, die ihrerseits eine Auszeit braucht. Sie übernimmt ihre Wohnung bzw. das Häuschen und deren Putzjobs. Und sie fühlt sich momentan wohl damit.
    Ich mag Chiara, wie sie mit einer Ernsthaftigkeit die Wohnungen fremder Leute putzt, als sei das eine ganz verantwortungsvolle Aufgabe.


    Ich habe mir vorgenommen mein Haus etwas gründlicher zu putzen und überlege mir manchmal, ob meine Einrichtung und meine Art der Ordnung etwas über mich aussagen.
    Chiara ist ja da sehr streng mit ihren „Putzbefohlenen“. Nur mit Herrn Vorden ist sie gnädig, eine aufgeräumte saubere Wohnung, an der alles seinen Platz hat und die von dem Schriftsteller nur an einem Tag in der Woche bewohnt wird. Irgendetwas scheint sie an dieser Wohnung zu faszinieren, sie fühlt sich dort auf magische Weise besonders wohl und verbringt heimlich mehr Zeit dort als nötig. Nachdem sie mit ihrer Arbeit fertig ist legt sie sich in die Badewanne, hört Musik – danach werden aber immer alle ihre Spuren bis aufs letzte beseitigt.
    Mit dem Aufräumen bei Herrn Vorden nimmt Chiara es sogar so genau, dass sie vorher Handyfotos gemacht hat, damit sie nach dem Abstauben alle Dinge wieder genauso anordnen kann. Das macht sie aber nur für diese eine Wohnung!
    Dann passieren ihr kleine Fehler, eine fehlende Tafel Schokolade im Kühlschrank, eine nicht zurückgelegte CD. Durch diese kleine Unachtsamkeiten entspinnt sich eine zarte Kommunikation zwischen ihr und dem Unbekannten.


    Eigentlich möchte sie nicht in den privaten Dingen des Wohnungsbesitzers herumschnüffeln, von dem sie überhaupt nichts weiß, weder Alter noch Vornamen – trotzdem liest sie eines Tages eine seiner Kurzgeschichten, die jede Woche in einem Stapel neben seiner Schreibmaschine liegen. ( endlich hat die Neugier gesiegt ! )
    Ist die Geschichte Herrn Vordens autobiographisch, was meint ihr? Chiara fühlt sich seltsam berührt - nicht nur, weil sie glaubt, dass sie den Schriftsteller durch die vergessene CD vielleicht zu dieser Geschichte inspiriert hat.

    Entwarnung! Mein Buch ist da! :)


    Ich habe aber noch eine kurze Frage dazu - im Anschreiben der Verlagsgesellschaft steht, dass sie um Übersendung von Besprechungsbelegen bitten. Muss ich also noch etwas Anderes tun, als das Buch zu lesen, mit Euch zu diskutieren und dann am Ende zu rezensieren ( und diese Rezension möglichst breit zu streuen ) ?
    Also soll ich dem Verlag meine Links dazu senden oder schaut jemand von dort hier rein ?


    Sorry - so viele Fragen.

    Ich habe auch noch kein Buch erhalten, aber ich sehe ja nun, ich bin nicht Einzige!
    :)
    Ich dachte schon, es wäre auf dem Postweg verschwunden - dann hätte ich es mir ja rechtzeitig zu Beginn er Leserunde noch bestellen müssen, nicht wahr? Das ist mein zweites Mal hier - deshalb war ich nun etwas verunsichert.

    Die ganzen Für und Wider sind ja alle schon genannt worden. Für mich ist es ausschlaggebend um welches Buch es sich handelt. Klassiker, die ich mir ins Regal stellen möchte, kaufe ich als Hardcover. Krimis, die ich meist nur einmal lese (im Bett ! ), lieber als TB. Es sei denn, ich kann nicht abwarten bis sie als Taschenbuchformat erscheinen. So geschehen beim letzten Sebastian Bergmann Krimi oder dem neuen Fitzek. :sabber: Die beiden brauchte ich unbedingt so schnell als möglich.


    Ich behalte nur "wenige" Bücher - wriklich nur die, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde und immer wieder lesen will.

    Meine Rezension erscheint hier:
    http://www.amazon.de/review/ed…53&reviewID=RAD6CZSS4PLKO
    http://www.lovelybooks.de/auto…5-w/rezension/1139562772/
    und hier
    http://wasliestdu.de/rezension…psychothrill-vom-feinsten


    :)
    Die erfolgreiche Staatsanwältin Nina erhält einen anonymen Brief, der nur einen einzige Satz zum Inhalt hat : „Ich kenne Dein Geheimnis 1992“ Nina weiß sofort – es ist ernst. Doch was hat sie zu verbergen? Der Leser weiß bald, dass Nina und ihre Clique 1992 einen Pakt geschlossen haben: die „Sache“ darf nie bekannt werden, alle werden schweigen! Als sie ein zweiter Brief erreicht, in dem nur eine Adresse eines Eifeldorfes genannt wird ist Nina zunächst erleichtert – ein schlechter Scherz einer ihrer Freunde von damals? Als 6 der 7 Cliquemitglieder nacheinander im Dorfkrug des einsamen Örtchens Mauel auftauchen stellt sich bald heraus, dass es sich nicht um ein harmloses Klassentreffen handelt. Alle haben den Brief erhalten. Ein Unbekannter spielt ein grausames Spiel, das seine Opfer fordert. Und alle wissen, was der Grund dafür sein könnte … Da findet die Gruppe den ersten Toten ...
    Wohl manchem wird das Gerüst dieser Geschichte bekannt vorkommen. Der – auch verfilmte -
    Klassiker „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ wird in vielen Punkten zitiert – wohl auch als Hommage an die "Vorlage" spielt er in Teilen in den 90ern.
    Und doch ist „Mordsommer“ ganz anders. Ähnlich ist as "10-kleine-Negerlein Prinzip" und die Tatsache, dass der Leser auch hier bis zur allerletzten Buchseite eifrig mitraten kann, wer nun der Initiator, Briefschreiber und somit vielleicht auch der Mörder ist und was er vorhat. Und doch bietet dieser Thriller viel Neues. Besonders spannend sind die verschiedenen Erzählstränge – drei Perspektiven bestehend aus Vergangenheit, Gegenwart und Gedanken eines der Protagonisten. Immer neue Geheimnisse und Missverständnisse werden uns vom Autoren als falsche ( und richtige! ) Fährten angeboten. Von Kapitel zu Kapitel erfahren wir mehr über das Geheimnis der Vergangenheit, dass die Jugendlichen verband und ihnen zum Verhängnis wird. Dabei spielen auch die verschachtelten Beziehungen der Protagonisten untereinander eine große Rolle.
    Der – auch real existierende - Schauplatz ist für einen Thriller ideal gewählt, ein Ort, von dem es kein Entkommen gibt. Der Mörder ist unter ihnen.


    Mich hat dieses Buch gepackt, auch wenn die Geschichte in anderer Form schon erzählt wurde. Ein absolut gelungener Thriller, der sich durchaus mit Bestsellern wie Fitzek messen kann. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen ( oder großen! ) Cliffhanger, das macht diesen Psychothriller zu einem wahren Pageturner, den man am Stück zu Ende lesen möchte.
    Sicherlich nicht mein letztes Buch von Rudi Jagusch, eine echte Entdeckung für mich!


    Das war meine erste Leserunde hier und gleich ein so tolles Buch!
    Dankeschön dafür!
    :winken:


    Kleiner Hinweis noch: Wer mehr über Pierres Krankheit/Zustand erfahren möchte, dem sei der Film "Schmetterling und Taucherglocke" empfohlen. Meine Recherchen haben damit angefangen. Danach habe ich mich weiter mit dem "Locked-in-Syndrom" beschäftigt und am Ende hat sich Pierre daraus entwickelt.


    Das finde ich gut gelöst. Ich hatte auch auf eine Art Wachkoma getippt - musste mich aber nun über wikipedia eines Besseren belehren lassen. Wachkoma und Locked-in-Syndrom unterscheiden sich eben genau darin, dass man bei Letzterem bei vollem Bewusstsein ist. Wie schrecklich!
    Es wurde hier ja viel spekuliert über die Art der Verletzung/Krankheit die Pierre hat - da hieß es: Zunge herausgeschnitten, kastriert, verstümmelt ... Ich bin froh, dass nicht näher auf die Art der Folter eingegangen wird. Es wird offengelassen inwieweit die Folter zu Pierres Zusatnd führte ( oder der Autounfall ).


    Ich habe ja die ganz Zeit auf Luc gewartet, denn ihn habe ich ja ( gemeinsam mit Pierre ) die ganze Zeit verdächtigt ! Die Sache mit dem Hotelzimmer hat mich auch gestört, da hätte doch dann 1 Rucksack mehr da stehen müssen ... das ist schade, hier stimmt die Story nicht mehr ganz.
    Als Nina sich tatsächlich in Lucs Lachfältchen verguckt ... da dachte ich auch: Bitte jetzt keine Lovestory am Ende!
    Das wäre sowas von unglaubwürdig. Aber dazu kommt es ja dann auch nicht. Es hat eher aufgezeigt was Nina für einen flachen Charakter hat - glaubt sie tatsächlich an Vergebung?
    Und wie kann sie Luc ansehen und so "normale" Gedanken haben?
    Die spinnt ja wohl total! Immer noch irgendwo skrupellos!
    Ob Pierre es wirklich gut tut, dass Nina ihn aufsucht und im in den Schoß heult?
    Das schürt vielleicht nur seine Rachegedanken.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - bis zur allerletzten Seite!


    Ich würde mir gerne mal den verlassenen Staudenhof anschauen. Ich warte noch auf besseres Wetter. Das ist doch mal ein etwas anderer Ausflug und von Aachen aus machbar. Für Lost Places kann ich vielleicht sogar meine Tochter begeistern!


    @Bruni: Jana habe ich offen gelassen. Ist so ein Anschlussdings, sollte eine Fortsetzung gewollt sein ;)



    Ja, ich will eine Fortsetzung! Gerne !!!!


    Also das fand ich auch merkwürdig, dass Jana einfach schreiend verschwindet ...


    Jana ist ja auch geschädigt/gestört durch ihre Erlebnisse, ein paar Mal hatte ich sie in Verdacht. Als sie ganz am Ende auftaucht, dachte ich erst, sie stecke mit Tim unter einer Decke! Irgendwie war mir Jana immer suspekt und unheimlich - jetzt ist sie einfach weg. Ich habe also bis zur letzten Seite noch an ihr gezweifelt ... hier konnte ja wirklich jeder der Täter sein.


    "Die Bestie" hatte ich fast vergessen. In den ersten Kapiteln war mir der Serienmörder noch im Hinterkopf, den hatte ich völlig vergessen. Wie Nina auch! Tim hatte nie aufgehört mit dem "Spiel" ... was für ein kranker Mensch.


    Als dann aber plötzlich Pierre auftauchte, war ich dann wieder völlig unsicher – vor allem, als sich Pierre als Luc rausstellte. Mit meiner Vermutung, daß der Bruder sich in seiner Auszeit eigentlich nach Mauel begeben hat, lag ich gar nicht falsch, allerdings war ich bei den Hintergründen völlig verkehrt. Dieser Zeitungsbericht über Pierres Aufwachen erklärt dann auch, warum Tim erst jetzt so durchdreht. Erst als Luc so vertrauenserweckend war (witzigerweise habe ich an seiner Ehrlichkeit nicht gezweifelt), bin ich wieder auf Tim als Täter zurückgekommen. Ich bin froh, daß es Luc nicht auch noch erwischt hat, er ist ein toller Bruder.


    Zuerst dachte ich: Aha, also doch Luc! Ich habe ihm nicht getraut ... :) Aber die Tatsache, dass Tim aufgetaucht war und doch eigentlich tot im Bach liegen musste war natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.