Beiträge von Annette B.

    Auch ich möchte mich ganz herzlich bei Noa und allen Mitleserinnen für diese wunderschöne Leserunde bedanken.

    Hier nun meine Rezension:



    Die Farben des Lebens


    Im Leben eines jeden Menschen gibt es schöne und nicht so schöne Momente oder Erlebnisse.

    Oft genug wird davon gesprochen, dass es dunkel wurde in der Seele eines Menschen, oder das die Seele leuchtet.


    Noa C. Walker hat die vielen Eindrücke und Erlebnisse, die ein Mensch durchlebt, sogar noch feiner differenziert, indem sie die Gefühle mit vielen verschiedenen Farben und Bildern beschrieben hat.


    Filly ist noch sehr jung als ein furchtbares Erlebnis ihre Seele verletzt und ihr Psyche zusammen bricht. Sie kann sich gegen diese Gefühle nicht wehren, die über sie hereinbrechen, wie ein furchtbares Unwetter.

    Weil Filly sich selbst kaum verstehen kann und ihre Gefühle kaum beherrschen kann, zieht sie sich in die Abgeschiedenheit der Berge zurück.


    Lange lebt sie einsam dort und traut sich kaum von ihrem Berg herunter.


    Jedoch spürt sie auch, dass sie diese Einsamkeit auf Dauer nicht haben will und beginnt zu kämpfen.

    Es ist ein langer und schwerer Kampf, mit kleinen Erfolgen, aber auch mit massiven Rückschlägen.

    Da Filly Künstlerin ist, sieht sie ihre Gefühle, ihre Erfolge und Niederlagen wie Bilder, die sie mit Farben gestaltet.


    Sehr feinfühlig und sehr realistisch beschreibt die Autorin, wieviel Mut und Selbstdisziplin Filly aufbringen muss, um sich Schritt für Schritt in ein normales Leben zurück zu kämpfen.

    Bei all` diesen Beschreibungen der kleinen Schritte, vergisst Noa C. Walkers aber auch nicht immer wieder humorvolle Szenen und Dialoge in die Handlung mit einfließen zu lassen.


    Die Palette der Farben ist genauso bunt, wie die Charakter der Personen in diesem Buch. Die Anzahl der Personen in der Handlung ist gut überschaubar und reicht von recht schrägem, aber sehr sympathischen Charakter, bis hin zum gemütlichen und ruhigem, sowie auch tiefsinnigen beziehungsweise philosophischen Charakter.


    Diese super Mischung der Charakter, dazu die wundervollen Beschreibungen der Natur und Farben, machen dieses Buch zu einem Lesegenuss der besonderen Art.

    Der Leser wird förmlich in eine Welt der Ruhe und Farben entführt, darf mit Filly lachen, leiden und lieben.

    Gleichzeitig baut sich jedoch eine sehr angenehme Spannung auf, denn man möchte doch wissen, was Filly widerfahren ist und ob sie es jemals schaffen wird ein normales Leben zu führen.


    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der mal den hektischen Alltag vergessen will und in eine zauberhafte Welt, mit einer sehr tiefsinnigen Handlung, eintauchen möchte.

    Auch wenn man am Ende das Buch zuklappt, wirken die Handlung und die Gefühle, die man beim lesen erlebt hatte, noch lange nach.


    Die Rezension erscheint noch auf folgenden Internet Seiten:


    Amazon


    Buchrebellin

    Genau so habe ich die Szene auch empfunden und darum habe ich nicht verstehen können, warum Filly das nicht erkannt hat. ?

    Aber wer weiß, vielleicht hat ihr der Steinadler dann die entsprechende Einsicht geschenkt.

    Filly konnte das nicht verstehen, nichts hineininterpretieren. In manchen Situationen geht "gar nichts mehr" bei Menschen mit Angststörungen. Logik dahinter erkennen: Ja! Die Seele macht mit: Keine Chance! Leider!

    Oh je, da wird man quasi von seiner eigenen Psyche so blockiert, dass man nichts positives sehen oder erkennen kann.Puh, dass hätte ich wirklich nicht erwartet.

    Man kann Situationen totquatschen, man kann aber auch einfach den Mund halten und einfach nur da sein.

    Wohl wahr und so manches mal wird so viel gequatscht, dass nur dummes Zeug dabei raus kommt. Was in solchen Momenten eigentlich helfen soll, wird zum unkontrollierten Bumerang.

    Die Nacht auf dem Felsvorsprung ... oh mein Gott ... ich wäre gestorben vor Angst. FIlly hat das irgendwie ziemlich locker mitgenommen. Die Reaktion von Mika war ein klein wenig überzogen, machte aber deutlich, wie viel ihm an Filly liegt und wie wichtig sie ihm ist.

    Genau so habe ich die Szene auch empfunden und darum habe ich nicht verstehen können, warum Filly das nicht erkannt hat. ?

    Aber wer weiß, vielleicht hat ihr der Steinadler dann die entsprechende Einsicht geschenkt.


    Das erlebe ich - leider - auch sehr oft in letzter Zeit. Ich werde getreten und muss Gewitter abfangen, die eigentlich gar nicht für mich gedacht sind.

    Ganz ehrlich, ich habe manches mal das Gefühl, dass dieses Treten und Zetern ein neues Übel unserer Zeit ist. Jeder denkt nur noch an sich selbst und hofft ungeschoren davon zu kommen, wenn es mal schwierig wird.

    Tja und dann wird entweder ein anderer Sündenbock gesucht oder jemand der die Wogen glättet.

    Meiner Meinung nach werden die Menschen immer hilfloser, weil sie sich überfordert fühlen, obwohl sie häufig noch jung sind. Die Anforderungen steigen einfach zu rasant an.

    Auch nach dem Unfall am Berg und der Entfremdung von Mika - worunter beide gelitten haben - findet sie den Weg zurück zu ihm, weil sie gelernt hat, ihrem Herzen zu folgen auf dem Weg der Liebe.

    Genau das hatte Meggy ihr ja so eindringlich ans Herz gelegt. Aber dennoch war es sicher nicht leicht, dieses Wissen in die Tat umzusetzen. Vor allem, weil bei der Hochzeit ja furchtbar viele Leute waren. Filly ahnte wohl, dass sie diesen Weg nur mit Mika zusammen gehen kann.


    Dass sie aus dem Schuhgeschäft nicht rückwärts wieder rausgelaufen ist, ist sicher Mika zu verdanken. Aber auch die feinfühlige Verkäuferin hat genau richtig gehandelt.

    In diesem Moment habe ich echt gedacht: Man glaubt gar nicht, wie viele Menschen mit irgendeiner Phobie oder Angst belastet sind. Lucia, die Schwester der Verkäuferin, Monika, Mika und Filly.... Es wurden immer mehr und das sin nur die Menschen die mit ihrer Angst offen umgehen. Viele Menschen trauen sich aber nicht ihre Ängste anderen zu erzählen, nicht mal ihrem Arzt oder ihren Eltern. Denn auch die Angst vor dem "nicht ernst genommen zu werden" ist sehr verbreitet. Gepaart ist diese Angst oft mit mangendem Vertrauen.


    Filomena „Wildunfall“ hätte auch viel schlimmer ausgehen können. Wenn ich mir vorstelle, dass sie mit ihrer Klaustrophobie und Angst vor Dunkelheit eine Nacht auf einem Felsvorsprung verbringt ohne Aussicht auf Rettung - das ist schon furchtbar. Klar, dass Mika ausflippt und sie SOFORT da oben wegholen will. Es hat mir richtig weh getan, dass das zu einem Bruch der beiden geführt hat. Ich war mir nicht sicher, ob sie wieder zusammen finden.

    Besonders mit Blick in die Zukunft, die Mika schon kannte, hätte ein solcher Unfall tödlich enden können. Das Haus von Iris und Stefan soll ein Ferienhaus werden. Also ist es auch nicht immer bewohnt und Filly wäre da oben total alleine. Keine gute Situation.

    Seitdem Mika in ihr Leben getreten wurde („ist“ wäre ja nichtso ganz richtig), kämpft Filly.

    Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht. Mika wurde in Fillys Leben getreten..... :totlach:



    Noch mehr Nebenfiguren (Eltern) oder Nebenschauplätze (bzw. Vor-Nach-szenen) hätten m. E. den Rahmen gesprengt. Übrigens auch den, der ein "Liebesroman" in diesem Format an Umfang haben "sollte".

    Einen grossen Teil aus Fillys Leben hast du ja erzählt, eben diesen Anschlag und auch von den jungen Mädchen in ihrer Reisegruppe.

    Aber die Eltern sind glaube ich sehr wichtig im Leben eines Menschen und da wäre es schön gewesen, wenigstens in einem Nebensatz von ihrer Liebe und ihrer Sorge um die Tochter, zu lesen. ;)

    Dennoch hätte ich gerne noch ein kleines bisschen mehr erfahren über Filly und ihr Leben - wo genau sie herkam, wie genau sie zu Bruder Ruben und Meggie kam und noch so einige Punkte. Aber auch so war dies für mich ein wunderschöner, stimmungsvoller und warmherziger Roman, den ich unglaublich gern gelesen habe!

    Ja, dass hätte ich auch gerne gelesen. Es hätte gereicht, wenn in einem Nebensatz gestanden hätte, dass Filly regelmässig mit ihrer Mutter telefoniert. Denn ich denke, dass die Eltern ihr Kind nicht im Stich lassen und sich sorgen machen. Auch hätte ich gerne gewusst, wie Filly an Meggy ode Pater Ruben gelangt ist. Durch die Stiftung die Meggy ins Leben gerufen hat, weil sie Monika so verletzt hatte *kopfkratz*

    Oh ja, es ist wirklich schade das Meggy nun doch gestorben ist. :(

    Die Szene, wie sie von Filly Abschied nimmt, ging ans Herz beim lesen. Andersherum gönne ich Meggy nun ihren Frieden, ohne Schmerzen und Sorgen.

    Das Iris und Stefan nur ihr zuliebe auf dem Hof geblieben sind, muss man schon bewundern. Sie haben Meggy sicher sehr geliebt und darum auf ihre eigenen Träume verzichtet. Obendrein hatten sie auch noch Geldsorgen, weil der Hof sich nicht mehr rentierte. Doch sie wollten Meggy nicht alleine lassen und das muss man ihnen wirklich hoch anrechnen. Ich denke, Meggy wird den beiden auch Geld hinterlassen haben, um in Neuseeland einen ordentlichen Start zu schaffen.

    Meggy wusste ja von den Träumen und hat sicher nicht mehr viel Geld gebraucht von ihrer Rente in den letzten Lebensjahren.


    Das Bruno Meggy nicht geliebt hat, nehme ich ihm nicht ab. Ich denke er musste damals eine Entscheidung treffen, zwischen seinem Gott den er liebte und Meggy. Er hat sich dann gegen Meggy entschieden, aber eine tiefe Liebe zu ihr hat er ja bis zum Schluss in sich getragen.

    Es war aber nicht die Liebe die fuer eine Beziehung gereicht hätte und das hat er wohl rechtzeitig erkannt. Die Beziehung wäre wahrscheinlich an seinem Glauben zerbrochen und jeder wäre seinen eigen Weg gegangen. Meggy den der Diva und er den des Glaubens. Es passten ihre Ziele nicht zusammen, aber ihre Herzen.

    Schön war es zu lesen, warum Meggy so geworden ist, wie sie war.

    Hart zu sich selbst, eigensinnig und zielstrebig. Ich glaube, manche Eltern erreichen mit ihrer Erziehung genau das Gegenteil, von dem was sie wollen, weil in der Erziehung ein sehr wichtiger Bestandteil zu kurz kommt. Die Liebe und das Verständnis.

    Das Mika bei dem Wildunfall so konsequent reagiert hat, konnte ich gut verstehen. Es wundert mich sowieso, dass dort nicht schon eher etwas passiert ist in den 10 Jahren.

    Toll fand ich die Szene, als Mika an dem Hochzeitstag von Lucia und Franco die Seiltänzerin in dem Gemälde von Filly entdeckt und auch den gelben, kleinen Schmetterling.

    Ich schätze mal, wenn Filly nicht zu der Hochzeit gekommen wäre, dann hätte Mika doch noch einmal den Mut gefunden zu ihr zu gehen. Eben weil er diese Hoffnungsträger im Gemälde entdeckt hatte. Das Codewort wäre sicher wieder: Fruechteeistee gewesen. ;)

    >Entschuldigt bitte das -ue- in den Wörtern. Ich tippe grade an meinem steinalten Notebook und da funktionieren einige Tasten nicht mehr richtig, wie grade bemerke.<


    Aber es kommt ja anders. Filly sieht den Steinadler und erinnert sich an die letzten Worte von Meggy. Hab Vertrauen, auch wenn es mal Unstimmigkeiten gibt. Diese Wanderung, die Gedanken und die Liebe zu Mika, geben Filly die Kraft doch noch zur Hochzeit zu gehen.

    Eine weise Entscheidung und der erste Schritt in ein neues Leben, welches sie sich ja auch so sehr erhofft hat.


    Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es eher ein "unaufgeregter" Roman war, so war es doch ein wunderschönes Leseerlebnis.

    Tiefsinnig und sehr entspannend, in einer viel zu hektischen Zeit. Ein solches Buch sollte man immer im Regal haben, um bei Bedarf dem alltäglichen Stress entgegen zu wirken.

    Vielen Dank Noa, dass du diese Geschichte geschrieben hast. <3

    Ich werde dieses Buch bestimmt einigen Freundinnen empfehlen, die auch gerne mal in eine ruhige und tiefsinnige Welt abtauchen.

    Meine Tochter erlebt bei ihrer Mitbewohnerin gerade etwas ähnliches. Immer wieder gibt es Phasen von Depression. Sie hat sie immer wieder aufgefangen und unterstützt, aber im Moment fehlt ihr selbst die Kraft, das weiter zu tun. Sie versuchen etwas Abstand zu halten, aber in einer WG ist das nicht leicht.

    Das kann man auch gut verstehen, dass deiner Tochter langsam die Kraft fehlt dieser Mitbewohnerin immer wieder zu helfen.

    Möglicherweise wird aber die Mitbewohnerin in ihrem Elend dies gar nicht nachvollziehen können, wenn deine Tochter nun etwas Abstand sucht.

    So ähnlich wird es wahrscheinlich auch bei Fillys Freundinnen gewesen sein, sie hätten gerne geholfen, aber irgendwann hatten sie selbst keine Kraft mehr.

    Das ist sicher ein Teufelskreis im menschlichen Miteinander.


    Dana kennt Meggi nur als selbstbewusste starke Frau und fühlt sich selbst nicht so. Daher gelingt es Filly besser, Dana Rückhalt zu geben, denn Filly ist so schwach wie Dana.

    Stimmt, da könntest du recht haben mit deiner Einschätzung. Meggy ist echt eine starke und schillernde Persönlichkeit.

    2. Fillys größtes Problem ist die Sozialphobie - die stammte nicht von dem Attentat, sondern von den Menschen in ihrem direkten Umfeld. (s. auch Punkt 1.)

    Jetzt hoffe ich sehr, dass das im Buch wirklich verständlich rüberkommt. *ängstlichguck*

    Doch, da musst du dir keine Sorgen machen. Das kommt sehr gut und verständlich rüber.


    Die Gesellschaft ist leider sehr oberflächlich, spaßorientiert und sogar hartherzig geworden. Und halt auch extrem leistungsorientiert. Darauf versuche ich mit diesem Roman hinzuweisen und vielleicht auch ein klein wenig zu sensibilisieren.

    Genau diese Gedanken sind mir beim Lesen auch durch den Kopf gegangen. Filly hat einen Beruf indem sie viel mit Menschen umgehen muss. Ein Hotelbesitzer der geführte Besichtigungen anbietet, die ja auch den Preis für die Gäste erhöhen, kann es sich auf Dauer nicht leisten eine Eventmanagerin zu beschäftigen, die Panikattacken bekommt und nicht in einen Bus oder einer Bahn fahren kann.

    Geld regiert die Welt und der Leistungsdruck, beziehungsweise Konkurrenzkampf wird immer härter.

    Die Umgangsformen immer schlechter und das verständnisvolle Miteinander bleibt total auf der Strecke.

    Diese Geschichte mit Dana war ja ein Ding! Ich denke mal, Dana ruht so in sich, dass sie das alles gut übersteht und keine schlimmen Folgen davonträgt! Mir hat - wie offenbar auch Meggi - am besten die Reinigungszeremonie gefallen.

    Oh ja. die Szene war Klasse, dass hat mir auch großen Spaß gemacht sie zu lesen.

    Was mich ein bisschen stört - Meggie, Franco, Bruder Ruben, sie alle sind besorgt um Filomena und Mika. Jeder möchte mitmischen und „helfen“. Ich finde, die beiden sind jetzt soweit, dass man sie alleine lassen kann. ^^

    Das sehe ich anders.

    Ich denke, dass auch alle Helfer, die sich 10 Jahre liebevoll um Filly gekümmert haben, nun ihre Fortschritte auch erkennen.

    Um Filly weiterhin zu helfen und besonders auch Mika zu unterstützen, besteht bei der Helfer-Truppe nun sogar ein erhöhter Gesprächsbedarf.

    Schließlich sollten sie sich schon ein wenig abstimmen, wer wann zu Filly geht oder wer - wie Meggy jetzt - geschont wird, damit es für Filly nicht zu viel wird.

    Sie hatte Therapien, aber die hat sie ja anscheinend beendet.

    Du das ist oft ein leidiges Thema mit den Therapien. ^^ Je nach Krankheit und schwere der Krankheit, wird von den Krankenkassen eine gewissen Zeit diese Therapien bezahlt. Dann heißt es irgendwann, der Patient ist Austherapiert und soll wieder Arbeiten.

    Ich denke mal, so ist es bei Filly gewesen. Nur leider war sie noch nicht wieder Arbeitsfähig und da wird es dann schwierig für die Patienten. Oftmals lässt unser tolles System genau diese Patienten hilflos im Regen stehen. Ein Gang zum Arbeitsamt dürfte für Filly zu diesem Zeitpunkt noch nicht machbar gewesen sein.

    Bei Frau Ferrari :o vom Jugendamt ist der Name wahrscheinlich Programm. Sollten solche Menschen nicht etwas einfühlsamer sein? Ich fand sie extrem unsympathisch (und so sollte sie wahrscheinlich auch dargestellt werden).

    Oh ja !!! Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht. Diese Frau ist eher ein Kinderschreck, als das sie eine Hilfe darstellt.

    Worüber ich aber in dieser Szene gestaunt habe, war Fillys verhalten. Was muss es sie an Kraft und Beherrschung gekostet haben, ins Polizeirevier zu gehen und dann noch Dana vor dieser Fr. Ferrari zu beschützen.

    Da sieht man sehr deutlich, was Filly aus Liebe zu Dana alles schaffen kann.

    Filly ist auf einen verdammt guten Weg, denn später am Tag schafft sie es sogar noch einmal sich unter Menschen zu begeben. Bei der Reinigungsaktion. Auch das macht sie aus Liebe. Genauso wie den Besuch im Krankenhaus bei Meggy.

    Wie heißt es so schön: "Liebe macht Stark"

    Sie hat ja einen Esel. *zwinker*

    Ja, und das passt sehr gut, denn der ist auch recht stoisch. Eine Königin der besonderen Art, wie Mika leidvoll erfahren hat am Anfang. :)

    Mika muss wirklich ein ganz besonderer Mensch sein. Ich glaube solche besonderen Männer gibt es auch nur in Büchern. 8)

    Wie oft hat er sich nun schon selbst zum abwarten und schweigen gezwungen? Wie oft hat er erst genau nachgedacht, bevor er den Mund aufmacht? Und wie oft hat er sich selbst eingestanden, dass er gar nicht weiß wie er Filly helfen könnte oder wie er sich im Beisein von Filly richtig verhält?


    Diese Gedanken von Mika, streut Noa immer sehr wohl Dosiert in die Handlung ein, aber sie vermitteln mir, als Leserin sehr genau, wie hilflos Mika sich oft fühlt.

    Und dies ist dann auch wohl so bei Fillys Arbeitgebern, ihren Freunden und Bekannten so gewesen. Sie waren schlichtweg überfordert und hilflos, was Fillys Verhalten betraf.


    Was mich ein wenig wundert, ist, dass Fillys Eltern nur sehr selten erwähnt werden. Waren sie in den letzten 10 Jahren auch überfordert mit der Situation ihrer Tochter?


    Ich glaube, dieses "lebendig begraben" Gefühl in diesem U-Bahn Tunnel, mit all` den Toten im Wagon, war sicher furchtbar, auch wenn Filly die ganze Zeit an die Rettung fest geglaubt hat.

    Ihre Angst vor Dunkelheit kann ich daher schon gut verstehen. Auch das immer wieder diese Kälte in ihr hoch kommt, dass ist für mich sehr gut beschrieben und daher verständlich.

    Aber ich glaube, am Schlimmsten hat es sie getroffen, dass sich alle Menschen die ihr wichtig waren, von ihr abgewandt haben.

    So etwas in Fillys Situation, nach dem Unglück, erleben zu müssen...

    Ja, dass kann ich mir schon vorstellen, dass es die Seele tief verletzt und man den Glauben an die Menschen verliert.


    Das Mika bei Fillys Erzählung vom Unglück, tatsächlich die ganze Zeit die Klappe hält, also dafür gebührt ihm ein großer Respekt. Ich hätte wahrscheinlich die Fragen nicht runter schlucken können, aber ich bin auch nicht so ein gemütlicher Typ wie Mika. :)


    Dieser Streich von Kirschauge/Dana - der wirkt noch etwas in mir nach. Warum hat sie sich dazu hinreißen lassen? Weil man ihr in der Klasse keine Beachtung schenkt, oder weil sie von einem Bauernhof kommt und eine dumme Zicke in der Klasse die Nase rümpft? Warum fehlt diesem tollen Mädchen das Selbstbewusstsein? Hat sie niemanden der ihr sagt, wie viele tolle Eigenschaften und Stärken sie hat?


    Da hätte ich echt gedacht, dass Meggy diesem Kind den nötigen Rückhalt gegeben hätte, aber offenbar war das nicht so.


    Stattdessen knabbert Meggy immer noch an ihren eigenen Fehlern und liegt nun mit einem schlimmen Herzinfarkt im Krankenhaus. Hoffentlich kann sie doch noch ein wenig bei ihrer Familie und Filly bleiben.


    Ist euch eigentlich aufgefallen, welch putzige Art Bruder Ruben beim telefonieren an den Tag legt? Mir ist das schon bei dem Telefonat mit Meggy am Anfang aufgefallen, wenn Bruder Ruben nichts mehr zu sagen hat, legt er auf. Ohne Gruß oder Verabschiedung. :totlach:

    Toll fand ich das Telefonat mit Franco, der einerseits von Mikas Arbeitsmoral genervt ist und sich andererseits um seinen Freund sorgt. Besonders da er an dem Komplott, Mika zu Filly zu schicken beteiligt war, plagen ihn Gewissensbisse.

    Herzlich lachen musste ich, als Bruder Ruben, Franco die Absolution erteile, indem er am Telefon sagte:

    " Meggy, dein Onkel, du, ich - vergisst du dabei nicht etwas? Sogar wenn wir uns geweigert hätten - Gott hätte einen Weg gefunden, dass Mika und Filomena sich kennen lernen. Und wenn er Mika dafür zu einem Pilger hätte machen müssen, der eine nicht mehr genutzte Wegkapelle angesteuert hätte. "

    Da musste ich doch laut lachen, der Mann ist nicht nur ein Philosoph sondern auch ein Humorist.

    Nun bin ich mal gespannt, wie Franco seinem Freund weiterhin helfen kann und ihn dabei auch zuverlässig an die Arbeit bringt. ;)

    So, jetzt aber. Die Hitze hat mich ein wenig außer Gefecht gesetzt.

    Ja, da kämpfe ich grade auch etwas. Mein Kreislauf ist nicht begeistert von diesem Wetter. 8o



    Bei mir ist das anders. Ich habe schon immer Wasserangst gehabt, als Kind ganz fürchterlich. Ich konnte nicht einmal über Brücken gehen. Es änderte sich etwas, nachdem ich meine Kinder bekommen habe

    Das ist ja interessant, dass eine Schwangerschaft auch in dieser Form eine positive Wirkung haben kann. Schön das du nicht so furchtbare Panikattacken erleiden musstest wie Filly.

    Mika wurde quasi zu ihr entsandt, so merkwürdig das auch klingt, um sie aus der Reserve, ihrer inneren Vereinsamung zu locken.

    Da gebe ich dir recht, Filly ist auch noch zu jung um ein Einsiedler-Dasein zu führen. Wahrscheinlich sehnt sie sich auch selbst nach dem Kontakt zu anderen Menschen.

    An einer Stelle wird auch erwähnt, dass sie gerne Freundinnen hätte, aber die waren durch Fillys Verhalten überfordert und haben sich zurück gezogen.


    Wobei mir die Vorhut, insbesondere Meggi, ein wenig intensiv erscheint. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie mir auch ein wenig auf den Geist gehen könnte in ihrer lauten und eventuell aufdringlich rüberkommenden Art. Der Kirchenmann ist da um einiges angenehmer!

    Na ja, als Schwiegermutter möchte ich Maggy auch nicht haben. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.

    Ich denke aber, dass eine Frau mit einem ruhigen und sanften Gemüt , auch mit dieser Schwiegermutter klar käme.

    Oh ja, Pater Ruben oder wie Maggy sagt: Bruno ist ein sehr angenehmer Typ, sonst wäre er wohl auch nicht schon so lange mit Maggy befreundet - oder sind sie vielleicht sogar Geschwister?



    Ihr Refugium gefällt mir auch richtig gut, da könnte ich mich auch wohlfühlen. Obwohl es sicherlich nicht gut ist, immer allein zu sein.

    Ja, ich finde so ein Refugium auch ganz toll und in Büchern haben die Leute viel Geld um sich so ein Paradies zu schaffen und auch noch weiterhin arbeiten zu können.

    Bei so märchenhaften Beschreibungen denke ich oft an die Menschen, die schlimmes erleiden und irgendwann einsam in einer armseligen Wohnung sitzen, weil sie auch ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können und zu Hartz4 Empfängern werden. ;(

    Hallo zusammen, Hallo Noa


    Ich habe den ersten Abschnitt nun auch beendet und bin tief berührt.


    Zum einen von diesen fast poetisch anmutenden Beschreibungen der Natur und zum anderen von diesen intensiven Gefühlen, die mit diesen Beschreibungen einhergehen.

    Da sind nicht nur die Vergleiche mit den Farben, die diese Eindrücke beim lesen so intensiv erscheinen lassen, sondern auch immer wieder die Beschreibungen des Gesamt-Kunstwerkes, welches entstehen soll.

    Doch die Farben sind noch nicht gemischt beziehungsweise gefunden, die dieses Kunstwerk vollenden könnten.


    Filly muss etwas sehr schlimmes erlebt haben, was sie in diese Angstzustände gebracht hat. Die Panikattacken sind wirklich heftig und sehr gut nach zu empfinden. Das dieser Kampf gegen die Panikattacken viel Kraft kostet, kann ich als Leser gut verstehen.

    Ich hatte spontan beim lesen dieser "Zwischenkapitel" mit der Überschrift >Filomena< immer dieses furchtbare Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt vor Augen.

    Aber in diesen Kapiteln ist von einem wunderschönen, sonnigen Tag die Rede. Das passt also nicht zusammen und ist auch nicht 10 Jahre her.


    Maggy und Bruno wollen ihr gerne helfen, aber können sie das überhaupt? Müsste da nicht eher eine professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden?


    So "schräg" Maggy auch rüber kommt, so herzensgut kommt sie aber auch bei mir an. Ich mag so raue, aber herzliche Charakter. Und natürlich hat Maggy sicher viel Lebenserfahrung, aber ob das alleine ausreicht um Fillys Panikattacken zu beenden wage ich zu bezweifeln.


    Mika ist wirklich Klasse mit seinem Humor, aber auch mit seinem einfühlsamen Wesen.

    Seine Höhenangst macht es ihm leicht, Filly etwas besser zu verstehen, als es wir Menschen ohne diese schlimmen Ängste könnten. Dennoch ist es ein steiniger Weg, den Mika sich jetzt vorgenommen hat, indem er beschließt mit Filly gegen ihre Angst und die Panik zu kämpfen.

    Sie trägt diese Panikattacken nun schon seit 10 Jahren durch ihr Leben und sieht immer nur ganz kleine "neue Rekorde".

    Und Mika ist nun einer davon, er war 3 mal hintereinander bei ihr auf dem Berg. Dafür hat Filly aber auch 2 heftige Panikattacken durchleben müssen.


    Auch wenn Filly Mika gerne sieht und sehr mag, wie lange wird ihre Kraft reichen, wenn er jetzt immer wieder bei ihr auftaucht und ihren Seelenfrieden stört?

    Andersherum kann es auch nicht so weitergehen mit Filly in der Einsamkeit und mit der Angst vor jeder neuen Begegnung mit einem fremden Menschen.

    Vielleicht lernt Filly Vertrauen zu Mika zu haben - ein wenig Vertrauen hat sie ja schon gefasst, als sie Mika in ihr Refugium gelassen hat und ihm von ihren Panikattacken erzählt hat. Aber das ist bisher noch ein kleiner Anfang. Aber er zählt für Filly vielleicht schon zu einem neuen, kleinen Rekord.


    Andersherum hat Mika durch Pater Rubens "lockerer" Gesprächsführung ;)auf Fillys Terrasse, auch schon viel von sich und seinen Träumen preis gegeben. Vielleicht hat Filly daher gedacht, dass auch sie nun ein wenig von sich preis geben muss.


    Und wer weiß, vielleicht kann Mika Filly auch Halt geben, wenn sie in seiner Gegenwart wieder von einer Panikattacke erfasst wird, aber ob das dann die richtige Basis für eine Liebe ist?


    Filly ist mir sehr sympathisch und auch die anderen Personen wirken auf mich einfach nur nett und sympathisch. Aber besonders habe ich schon Kirschauge und ihren kleinen Bruder ins Herz geschlossen. Die beiden Kinder sind wirklich Balsam für Fillys Seele und auch für die Seele des Lesers.


    Das war eine gute Idee Noa, diese Kinder in die Handlung mit einzubinden. :daumen:

    Bisher liest sich die Geschichte sehr schön flüssig, aber man muss sich doch darauf einlassen und die Handlung in Ruhe lesen.

    Ich habe das Gefühl, ich habe schon viele Hinweise auf Fillys Schicksal bekommen, aber ich kann sie noch nicht zu einem Gemälde zusammen setzen.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 3. August 2018 - Sonntag, 19. August 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 3. August 2018, 17:15 - Sonntag, 19. August 2018, 18:15

    JanaBabsi

  3. Freitag, 10. August 2018 - Freitag, 24. August 2018

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  4. Freitag, 17. August 2018 - Freitag, 31. August 2018

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