Beiträge von Annette B.

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    er ist einfach lebenuntauglich. Ich bin gespannt wie er das mit dem Studium hinkriegt. Ich vermute ja das er zu denen gehört, die immer wollen und nix hinkriegen, aber schuld sind natürlich alle anderen

    Das mit dem Architektur Studium nehme ich ihm auch nicht ab. Dafür hat er in Venedig viel zu wenig Interesse an den tollen Bauwerken gezeigt. Auch wenn er da mit Jahreszahlen und Namen um sich geworfen hat. Das konnte man damals sicher auch schon in jedem Reiseführer nachlesen.


    Aber könnte es nicht sein, dass in ihm auch ein Künstler schlummert und diese Aussicht - das Werk des Vaters übernehmen zu müssen - ihn jetzt psychisch so unter Druck setzt, dass er keine Ziele mehr für sich sieht? Auch die Musik nicht?

    Oder vielleicht sucht er einfach noch sein Ziel?

    Wie alt ist er eigentlich? Habe ich das überhört, oder wurde das noch gar nicht gesagt?

    Victor weist Judith darauf hin, daß er glaubt, daß der Vater die Heirat mit Albrecht nur arrangiert, weil er unbedingt finanzielle Mittel benötigt. Das schockt Judith natürlich!

    In diesem Moment war ich mir nicht ganz sicher, ob die Tatsache das der Vater in Geldschwierigkeiten ist Judith schockt, oder die Tatsache das diese finanziellen Sorgen so offensichtlich sind in der Fabrik, dass Viktor sie bemerken konnte?


    Sie hätte ihm auch von ihrem intimen Kontakt mit Max erzählen sollen, er hätte es verstanden, da bin ich mir sicher. Weil er auch aus eigener Erfahrung weiß, dass keiner immer alles richtig machen kann, hätte er Verständnis für ihre Situation gehabt.

    Ich glaube früher waren die Mädchen so erzogen, dass sie nicht über intime Dinge sprechen konnten. Es war ein Tabu-Thema und selbst mit dem Arzt konnten sie oft nicht offen reden. Außerdem ist ihr diese Geschichte auch höchst peinlich.


    Max dagegen ist gerade dabei sich total zu verlieben oder er verwechselt Geborgenheit mit Liebe

    Offen gestanden werde ich aus Max nicht ganz schlau. Er ist ein Lebemann, hatte viele Affären, hat er überhaupt eine Ahnung was Liebe ist?

    Ich glaube nicht!

    Er lebt einfach den Augenblick.


    Laut damaligen Scheidungsrecht hat Helene mit ihrer Trennung keinerlei Rechte mehr an den Kindern. Nicht wie heute mit Besuchsrecht und so. Die Kinder standen dem Vater zu und ein weiterer Umgang war nicht vorgesehen. Wenn ich weiß ich habe sowieso keine Chance sie wiederzusehen, würde ich auch so selten wie möglich daran denken. Das reißt doch den Schmerz jedesmal neu auf

    Das habe ich bisher noch nicht so genau gewusst, aber ich habe es mir fast gedacht. Danke für die Info.

    Judith hat ja schon mehr als einmal diese Dominanz der Männer verflucht.

    Frauen hatten ja wirklich keine Rechte - nur Pflichten! Kinderkriegen und den Haushalt führen. <XX(


    Wenn Helene nun auch noch von Max schwanger wird? Dann wäre die Babys Halbgeschwister und zugleich Tante oder Onkel und Nichte oder Neffe?

    Schreck lass nach !!! Wer soll denn dieses kryptische Rätsel lösen? :spinnen::schwitz:


    Absolut! JUngs - vor allem früher - haben sich gerauft, das gehörte dazu. Und die Böpples sind wirklich eine harte Nummer - ich finde es gut, dass Karl und Anton sich ihnen immer wieder entgegenstellen...

    Sag ich doch, die Jungs haben einen guten Charakter - nur eben ein paar schlecht durchdachte Ideen. ;)

    Sie gewinnen Charakterstärke durch ihre Streiche. :lachen:

    Donnerwetter, ihr seit alle viel schneller mit dem Lesen, als ich beim Zuhören. Allerdings "spule" ich auch immer wieder zurück, weil ich diese ganzen Entwicklungsvorgänge für Voktors ersten Schoki-Automaten so spannend finde.

    Die Form der Schoki muss dem Automaten angepasst werden und auch das heraus befördern der Schoki soll ein anregender Spaß sein. Man könnte fast meinen, Viktor versucht hier das erste "Mini-Kino" zu konstruieren.

    Aber die Ideen sind verdammt gut und Edgar ist mit seinen Emaile Anfertigungen auch sehr begabt.

    Da haben wir noch einen Künstler!

    Und auch wenn der Eberle etwas "Brummig" herüber kommt, so scheint er doch ein herzensguter Mensch zu sein, der diese kreativen Köpfe gerne in seiner Werkstatt hat.


    Viktor und Judith kommen sich immer näher und da ist diese leidige Verlobung echt nur ein Bremsklotz für eine Liebe die die Schoki-Welt verändern könnte.

    Seufz, aber aus dieser Verlobung scheint es keinen Ausweg zu geben.

    Dennoch, Viktor will alles daran setzen um dieser vermaledeiten Geschäftsverbindung zwischen Braun und Wilhelm genauer auf den Grund zu gehen. Judith hat ja auch schon bemerkt das es mit dem Geld sehr knapp in der Fabrik ist.


    Dorothea ist wirklich eine tolle Freundin. Sie ist viel klüger als ihr Bruder und hat ein gutes Herz. Nur schade das Judith weder Dorothea noch Viktor gegenüber von dieser verdammten Nacht mit Max berichten kann. Das wäre damals sicher als höchst unschicklich angesehen worden und hätte Dorothea womöglich geschockt so etwas von Judith zu hören. Wie Viktor reagiert hätte... Keine Ahnung, aber geschockt wäre er sicher auch.

    So gesehen kann ich gut nachvollziehen, dass Judith über diesen Ausrutscher nicht sprechen kann.

    Das wird wohl noch ein riesen Problem werden.


    Max und Helene genießen ihren Aufenthalt in Venedig und Murano.

    Da war ich auch schon und vieles in den Beschreibungen konnte ich nur mit einem Kopfnicken bestätigen. Da werden bei mir Erinnerungen wach, der Dogen-Palst und der Markus Platz und auch die filigranen Glas-Sachen die auf Murano gefertigt werden. Ja, diese Orte verzaubern. <3


    Gut das Max so ein guter Schwimmer ist und den Jungen retten konnte. Allerdings hat man in dieser Szene auch gemerkt, wie sehr Helene Angst um Max hatte. Sie liebt ihn sehr, obwohl sie realistisch genug ist, um zu wissen, dass es nur eine geliehene Zeit mit ihm ist.


    Die Zwillinge sind auch wieder kreativ und dieses mal sogar mit einem gewissen Geschäftssinn. :lachen:

    Aber natürlich geht auch diese Idee wieder in den Teich und die Strafe folgt auf dem Fuße.

    Aber zumindest stehen sie tapfer zu ihren Untaten und versuchen nix zu beschönigen oder auf andere zu schieben. Das ist schon ein toller Charakterzug. Die Jungs sind echt eine Klasse für sich. :love:  

    Judith läßt den Verlobungsring in einer Pfandleihe schätzen. Vielleicht als letzte Möglichkeit, wenn sich kein anderer Ausweg ergibt?

    Wahrscheinlich hat sie irgend so etwas im Kopf.

    Allerdings habe ich den Eindruck, dass Judith keine Ahnung hat, wie teuer das Leben ist und was ein Pfennig wert ist zu dieser Zeit. Bisher hat sie einfach eingekauft und der Vater die Rechnungen bezahlt.

    Offen gestanden habe ich hier auch schon ein wenig gerechnet. Wenn ein Zimmer 9 Mark im Monat kostet und eine Fahrt auf dem Gardasee 50 Pfennig, was hat dann wohl Mehl oder Käse gekostet?

    Wie lange könnte Judith mit diesen 450 Mark leben?

    Vielleicht sollte sie ihren gesamten Schmuck schätzen lassen um für längere Zeit über die Runden zu kommen.

    Und Max ist ja ohne Worte: Erst haut er ab und dann gräbt er die Fremdenführerin an und lässt nicht mal dann ab, wenn er feststellt, dass es Judiths Mutter ist. Wie arm ist das denn bitte? Judith kann fast froh sein, dass sie den Loser los ist.

    Irgendwo in diesem Abschnitt hat Judith ja auch diesen Gedanken, dass Max ihr nix mehr bedeutet und das sie ihm gar nicht nachtrauert. Das war zu dem Zeitpunkt, als Viktor sie mit in seine Arbeit einbezieht und sie auch zum Schlittschuhlaufen gehen.


    Es sei denn, beide beschließen irgendwann, ein völlig neues Leben zu beginnen und Stuttgart komplett hinter sich lassen? Das werden wir vielleicht noch erfahren..

    Da hast du einen spannenden Gedanken ins Spiel gebracht. Das würde mich auch freuen, wenn wir das noch erfahren, aber wie du schon angemerkt hast, wie soll das funktionieren wenn Max keine Arbeit hat?

    Irgendein Betätigungsfeld für ihn sehe ich grade auch nicht.

    Das wird vielleicht noch interessant mit Max.

    Die spannende Frage ist hier aber auch: Was wird Judith machen? Wird sie sich an die alten Ebingers wenden und ihnen sagen, dass ein Enkelkind unterwegs ist?

    Margarete massiert ihn ja auch ab und zu...daher...Masseuse?

    Ach... Nannte man das Früher so??? :elch::lachen:



    Von Braun finde ich noch eine Spur unsympathischer als Wilhelm! Was die aushecken ähnelt eher einem Verkauf denn einer Hochzeit. Gruselig die Aussage "Ihr Verhalten zu ahnden, wenn Judith in der Obhut von Albrecht ist".

    Da bin ich ganz bei dir! Mit dieser Aussage hat er bei mir sämtliche sympathiepunkte verloren.

    Waren eh nicht viele, aber jetzt ist er ganz durch!

    Hélène ist eine begehrenswerte Frau und in gewisser Weise kann ich verstehen, dass er als jüngerer Mann von ihr fasziniert ist, dennoch bleibt ein übler Beigeschmack - erst die Tochter zu verführen und sich dann mit der Mutter auf eine Affäre einlassen, das ist schon grenzwertig.

    Max ist ein Halodri...ich glaube, das ist dem egal!

    Na egal ist es ihm nicht gewesen, als er es erkannte, aber er will sich eben nicht seinen Spaß verderben. Er macht es sich zu einfach und sucht immer den leichtesten Weg.

    Da bin ich auch mal gespannt, wie lange das noch gut geht.

    Ich habe mich genauso wie Emmy, zwischendurch gefragt, wie lange sein Geld noch reichen wird. ???

    Ja in diesem Abschnitt wird es jetzt echt schwierig für Wilhelm.

    Es wird sehr deutlich das die Fabrik wohl sehr tief in den roten Zahlen steckt.

    Dieser Erpressungsversuch vom alten Braun, mit der Forderung Albrecht in die Geschäftsführung aufzunehmen, dass war nur noch hinterhältig, mies und berechnend. Es war ja eindeutig zu erkennen in diesem Abschnitt, dass Albrecht zu dämlich ist um einen verantwortungsvollen Posten in der Bank zu übernehmen. Was soll er dann in der Geschäftsführung der Schokoladenfabrik?


    Judith scheint tatsächlich schwanger zu sein, aber sie erkennt das noch nicht und schiebt diese Schwindel- und Übelkeitsattacken auf ihren seelischen Stress.

    Besser gesagt, sie WILL das nicht erkennen und wahrhaben....

    Na Servus, wie soll das nun weiter gehen? Bekommt Albrecht nun ein 5 Monats Kind??? Das kam früher soooo oft vor....... :rolleyes:


    Viktor und Judith arbeiten gut zusammen, aber um mit einem neuen Schokoladenautomaten an den Start zu gehen, brauchen sie Kapital. Ob da die 450,- Mark von Judiths Verlobungsring reichen würden, falls sie mit Viktor durchbrennen will?


    Also das Verhalten von Max kann ich irgendwie auch nicht ganz nachvollziehen. OK, er hat sich in Helene veguckt, als er noch nicht ahnte wer sie war, aber als es ihm dann klar war, hat er trotzdem weiter ihre Nähe gesucht. Tja und feige war er auch noch, als er ihr dann doch nicht die Wahrheit gesagt hat.

    Das Helene Max nicht erkennt, wurde gut zwischendurch erklärt. Wilhelm und der Ebinger können sich nicht leiden - oder sind Konkurrenten sogar - und somit gab es da wohl nicht viel Kontakt für Helene zu den Ebingers.


    So ganz nebenbei erfahren wir, dass Wilhelm wohl total vernarrt in Helene war am Anfang ihrer Ehe. Somit hat Helene offenbar das gleiche Schicksal erlitten, was Judith nun erwartet. Sie wurde zu Gunsten der Firma verschachert.

    Nun hat Helene über 20 Jahre dieses Ehejoch durchgehalten -

    (ich frage mich ehrlich wie man sowas so lange aushalten kann :boahnee: ) - da mag ich nun wirklich keinen Stab über ihr Verhalten brechen. Nein, im Gegenteil, ich kann sie sogar gut verstehen.


    Theo scheint wirklich ein guter Geist im Haus von Judiths Eltern zu sein. Er gefällt mir gut in seiner zurückhaltenden und klugen Art.

    Um Robert und Babette war es in diesem Abschnitt recht ruhig, da bin ich mal gespannt, ob da noch etwas passiert. Besonders mit Blick auf den reichen Verehrer von Babette.


    Na ja und dann wieder die Zwillinge.:totlach:

    Zur Abwechslung mit Geschäftssinn, da sollte Wilhelm doch stolz sein, aber nein, nun ist doch ein Internat im Gespräch. Na da bin ich ja mal gespannt ob dieser Plan noch umgesetzt wird oder an der Geldnot scheitert.

    Victor mausert sich immer mehr zu meiner Lieblingsfigur und es wird immer deutlicher, dass sich da ein Liebespaar mit ihm und Judith an seiner Seite abzeichnet. Ich hoffe sehr, dass die Zwei sich noch näher kommen und Judith den Standesdünkel überwinden kann. Im Endeffekt passt genau dieser auch sehr wenig zu ihr, aber wenn es am Ende darum geht, eventuell mit weniger Geld auszukommen, können manche ihre Dünkel auch nicht überwinden. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickeln wird.

    So geht es mir auch und ich staune ein wenig über ihn, denn er ist so ganz anders, als alle anderen Männer die bisher in diesem Buch auf der Bühne erschienen sind. Schon fast zu modern in seinem Denken und Handeln Judith gegenüber.

    Aber er wird wohl diese berühmte Ausnahme in seiner Zeit gewesen sein, die es wohl immer gab und zu jeder Zeit.

    Judith kann einem in diesem Abschnitt wirklich Leid tun. Es ist wirklich mehr als nur ein Unding, wie ihr Vater sie von ihrer Verlobung in Kenntnis setzt und ihr dann auch noch wegen ihrer Reaktion Vorwürfe macht. Wie kann man denn bitte so verblendet sein, dass man sich genau diese Reaktion nicht vorher ausmalt? Das ist mir wirklich unverständlich!

    Ich glaube Wilhelm hat darauf vertraut, dass seine Tochter zu gut erzogen ist um ihn so bloß zu stellen. Mit dieser Reaktion von ihr hat er sicher im Traum nicht gerechnet.

    Auch vermute ich sehr stark, dass Wilhelm sich vorher gar nicht groß Gedanken darum gemacht hat, wie seine Tochter reagieren würde. Dafür steht er offenbar finanziell zu sehr unter Druck.


    Dass sie am Ende in Max' Armen Trost sucht, verstehe ich sehr und auch wenn Max sich aus dem Staub gemacht hat, wird ihr der Abend sicherlich gut getan haben. Eine kleine Rebellion!

    Du bringst auf den Punkt, was ich die ganze Zeit empfinde, wenn ich über diese verflixte Chaiselongue Szene nachdenke. Es war definitiv eine Rebellion gegen diese aufgezwungene Verlobung bzw. Hochzeit und ihren Vater.

    Und zum anderen denke ich:

    Helene weiß genau das sie ihrer Tochter nun nicht helfen kann bei dieser Hochzeitsgeschichte.

    Da bin ich nicht so überzeugt...Helene hat ja schon anderes durchgesetzt wie die freien Tage für die Bediensteten. Abgesehen davon habe ich im Kopf, dass Helene ja gar nicht vor den Briefen weiss, dass Judith verheiratet werden soll. Das erfährt sie ja erst durch die Briefe.

    Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann stand in dem Brief von Wilhelm, dass Helenes Anwesenheit jetzt zu Hause erforderlich ist, um die Hochzeit ihrer Tochter vorzubereiten. Darum schickt er ihr ja auch die Fahrkarte für Oktober, damit sie sich mit Judith zusammen um die Aussteuer und Hochzeit Vorbereitungen kümmern kann.

    Annette B. Aber Helene hat ja auch zuerst Wilhelms Brief gelesen, bevor die ihrer Tochter. Ich kann mir vorstellen, dass ich das umgekehrt machen würde. Zuerst die Briefe meiner Tochter, und dann die des verhassten Ehemannes.

    Ich würde es aber auch so machen, erst das schlimme und dann das angenehme.

    Zum einen denke ich genau so wie Senara, erst das Unangenehme erledigen! Und zum anderen denke ich:

    Helene weiß genau das sie ihrer Tochter nun nicht helfen kann bei dieser Hochzeitsgeschichte. Judiths Briefe würden in ihr Schuldgefühle auslösen und ihren Entschluss womöglich noch ins Wanken bringen.

    Judith ist 21 Jahre alt und Erwachsen!

    Helene weiß, dass sie ihre Tochter nun loslassen muss.

    Und wie alle Mütter, weiß auch Helene, dass loslassen schwerer ist als festhalten.

    Für mein Empfinden handelt Helene jetzt grade richtig.

    Judith tut mir leid. Wie kann sie sich der Vermählung mit Albrecht entziehen?

    Da habe ich auch keine Ahnung, aber ich bin gespannt ob Judith sich wirklich noch nach den Möglichkeiten in der neuen Welt erkundigt. Diesen Gedanken hatte sie ja im Kopf nachdem das Desaster über sie hinein gebrochen ist.


    Als sie dann auf Max trifft, ist sie seelisch so verwundbar, dass sie sich einfach fallen lässt, in seine Arme, seine Zärtlichkeiten und blendet alles aus, was diesen Moment zerstören würde, auch ihre Zweifel.

    Ja ich denke du hast recht, sie haben beide - auch Max - in diesem Moment Trost und Halt gesucht. Einfach mal etwas tun, was man selbst grade möchte.


    Helene trifft dagegen in Riva auf Hermione, eine typische Skandalnudel dieser Zeit! Geschieden, um Himmels willen :angst::ohnmacht: Auf der anderen Seite lebt sie Helene das Beispiel vor, dass sie auch haben könnte. Und sie hat ja auch den Mut, um sich zu befreien. Sie tut also, was sie will. Nicht was verlangt wird, was ihr Mann oder Eltern wollen, nein, was sie will.

    Aber Hermione sagt Helene auch ganz klar, dass es nicht einfach wird diesen Weg zu gehen. Dieser jüngere Arztsohn ist halt nur ein vorüber gehendes Glück - ein dauerhaftes Glück in ihrem Alter noch zu finden ist fast Aussichtslos. Auch das macht sie Helene sehr deutlich klar.

    Hermione mag zwar eine Skandalnudel sein, aber dabei ehrlich und bodenständig.

    Sie schreibt 2 Briefe an ihre Mutter und hört nichts von ihr. Weshalb Helene erst den Brief von ihrem Mann liest und die Briefe der Tochter nicht, verstehe ich nicht so ganz.

    Vielleicht weil Wilhelm von der Hochzeit geschrieben hat und Helene ahnt, dass sie in ihrem Entschluss - sich Scheiden zu lassen - vielleicht wanken würde, wenn sie Judiths Briefe liest.

    Die Bindung zwischen Mutter und Tochter ist vielleicht enger, als die zu den Zwillingen?

    Judith war das erstgeborene Kind, dass war schon immer etwas besonderes.

    Meine Güte, auch dieser Abschnitt ist wieder zum lachen und zum weinen.

    Nicht nur Judith durchlebt ein Gefühlschaos, wir Leser bzw. Hörer auch.


    Ich muss sagen, ich habe mich für Judith gefreut, dass sie wenigstens mit ihrem Traummann ein Schäferstündchen verbringen konnte und sich wirklich fallen lassen konnte. Die Landung in der Realität war danach jedoch sehr brutal. Max hat sich vom Acker gemacht und vorerst seinem Vater einen Strich durch die Rechnung gemacht. Super, Männer können dann mal eben verreisen und das Thema ist durch.

    Aber natürlich kann ich auch Max verstehen, er würde viel lieber Architektur Studieren als die Firma seines Vaters zu übernehmen.

    Tja und Judith würde nur zu gerne die Firma ihres Vaters übernehmen, als diesen ekelhaften Albrecht zu heiraten.

    Maria diesen Albrecht hast du wirklich sehr gut beschrieben, da ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen bei dem Gedanken das Judith mit ihm schlafen muss. *graus*

    Hoffentlich findet Judith noch vor der Hochzeit einen Weg um aus diesem Dilemma herauszukommen.

    Aber mal ganz ehrlich, die Masche die Max Vater und Judiths Vater da abgezogen haben war wirklich Stil - und Geschmacklos. Da brauchen die Väter sich auch nicht wundern, wenn die Kinder die Flucht ergreifen.


    Offenbar hat Viktors Vater auch seinen Sohn in dieser Art unter Druck gesetzt mit der Karriere beim Militär, sonst wäre Viktor nach der Haft ja zu ihm zurück gekehrt.

    Zumindest muss er nun teuer dafür bezahlen, seinen Sohn wieder zu finden und ich fürchte, er wird ihn finden! Spätestens wenn Viktors erster Schokoladenautomat auf den Markt kommt.

    Ich denke, Viktor ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass er bei seiner Einheit als Deserteur bzw. Fahnenflüchtiger geführt wird, aber er verdrängt das wohl sehr gekonnt.


    Wirklich schön ist es jetzt mitzuerleben, wie Viktor und Judith zusammen arbeiten und sich hervorragend ergänzen. Das sie sich über ihre gemeinsamen Interessen hinaus auch noch respektieren und Gefühle füreinander entwickeln, ist für mich gut nachvollziehbar.

    Das ist keine einfache Schwärmerei, wie für Max, sondern eine respektvolle Liebe die Geborgenheit gibt. Aber für Judith ist diese Liebe leider nicht Standesgemäß, andersherum habe ich jedoch den Eindruck, dass Judith auf ihren gesellschaftlichen Stand pfeift.


    Helene hat nun für sich ihre Entscheidung getroffen und da bin ich mal gespannt, wie Wilhelm mit dieser Entscheidung umgeht.

    Sieht so aus, als ob schwere Zeiten auf Wilhelm zukommen.

    Zitat von Emmy

    Ich habe eher das Gefühl, dass sich Babette prostituiert, um ihr Gehalt aufzubessern. Viel haben Dienstmädchen damals leider nicht bekommen an Lohn, Kost und Logis galten ja schon fast als ausreichend und Wilhelm war in dieser Hinsicht knauserig, wie wir gesehen haben. Sie wäre nicht das einzige Dienstmädchen gewesen, das in diesen Zeiten ihren Lohn auf diese Weise aufgebessert hat. Wahrscheinlich ist Robert auch deshalb so besorgt um sie und sucht ihre Nähe, um sie zu schützen. Er ist auch ein wenig verliebt in Babette, aber ich vermute, dass sein Beschützerinstinkt auch sehr ausgeprägt ist. Es waren schwierige Zeiten damals und Robert hat schon ganz recht, wenn er gegen diese Art von Ausbeutung und Unterdrückung opponiert, vielleicht wird er sich später mal revolutionären Kreisen anschließen, was allerdings auch nicht ohne Risiken war.

    Diese Gedanken gingen mir in Bezug auf Babette auch durch den Kopf und ich kann Robert daher auch verstehen. Er mag sie und er scheint nicht nur einen großen Beschützerinstinkt zu haben, sondern auch ein hohes Verantwortungsgefühl. Seine Arbeit erledigt er auch sehr gewissenhaft, so wie ich es bisher gehört habe in der Handlung.

    Bei seinen revolutionären Ideen, kam mir schon der Gedanke, dass zur damaligen Zeit auch die Arbeiterführer in den Fabriken um bessere Arbeitsbedingungen kämpften. Es würde mich nicht wundern, wenn wir Robert noch in irgendeiner Vereinigung wiederfinden die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt.

    Warten wir mal ab, wie sich diese Geschichte zwischen Babette und ihm weiter entwickelt.

    Ich denke, wenn jemand von uns einen Wilhelm zu Hause hätte, siehe die Sache wohl auch anders aus.

    So ein Typ wäre mir gar nicht erst ins Haus gekommen!

    Aber man kann das halt nicht vergleichen - unserer emanzipiertes Dasein heute und die Unterdrückung der Frauen damals.

    Annette B. Ich finde es toll, wie du Helenes Leben beleuchtest und den Finger auf ihr grosses Problem legst. Die Ehe mit Wilhelm...nein...die Person Wilhelm. Von dem ich mir gut vorstellen kann, dass er auf sein eheliches "Recht" besteht. Eigentlich ist Wilhelm eine Karrikatur des wohlhabenden Mannes um diese Zeit. Gewohnt zu befehlen und alle müssen kuschen. Egal ob Bedienstete, Kinder oder eben die eigene Gemahlin. Das ist absolut widerlich, da stimme ich dir voll und ganz zu.

    rotwerd Danke Igela, dass sind einfach die Gedanken und Gefühle die sich beim zuhören bei mir endwickeln.

    An dieser Stelle muss ich aber auch der Sprecherin des Hörbuches, Beate Himmelstoß, ein großes Kompliment machen, sie liest wirklich sehr gut. An manchen Stellen lässt sie auch den Dialekt mit einfließen, zwar dezent, aber unüberhörbar. :totlach:


    Eher unter einer Wilhelm-Allergie!

    Genau so ist es. Aber es ist halt auch so, dass Menschen einander krank machen können und diese Wilhelm Allergie hat eindeutig zu Helens Krankheit geführt. Es sind auch schon Menschen früher an der "Schwermut" gestorben, weil sie keinen Sinn mehr in ihrem Dasein gesehen haben und einfach die Nahrungsaufnahme verweigert haben.

    Das Helene nun die wenigstens die Chance hat wieder zu sich selbst zu finden, ist viel Wert. Und die Tatsache, dass sie diese Kur bei Wilhelm durchsetzen konnte, zeigt das sie einen eisernen Überlebenswillen und viel Mut hat.

    Man spürt die hervorragende Recherchen zu den Haushaltsdingen und den Maschinen von damals. Wie zum Beispiel der "Kühlschrank" beschrieben ist, ist toll. Ebenfalls der Ablauf des Wäschewaschens.

    Oh ja, da hast du recht. Mit diesen Beschreibungen schafft Maria eine unheimlich dichte Atmosphäre und man riecht diese dampfende Seifenlauge förmlich beim zuhören.


    Wilhelm will seine Finanzen wohl aufpolieren, indem er seine Tochter reich verschachert. Ich frage mich, ob die es sich einfach so gefallen lässt?

    Ich glaube......

    Genau DAS ist der spannende Teil in dieser Geschichte. 8)

    Die eigensinnige Ehefrau und die ideenreiche, geschäftstüchtige Tochter, die Wilhelm unter Umständen echt ruinieren könnten.

    Das freut mich für ihn! Auch Judith bereitet es Vergnügen, in die Fabrik zu gehen und die Produktion zu beobachten.

    Ich fand es ja bemerkenswert, wie Judith in der Fabrik den Arbeiterinnen zuschaut beim Röschen formen. Das wurde wohl damals alles in Handarbeit gemacht und da gehört sicher auch ein großes Talent zu, diese Blumen immer gleich zu gestalten. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Naschwerk recht teuer verkauft wurde damals.


    Judith weiß sehr wohl, daß weibliche Arbeitskräfte weniger Geld erhalten und ihre Arbeitsmöglichkeiten beschränkt sind. Sie kann sich - im Gegensatz zu ihren Brüdern - geschickt über die Regeln ihres Vaters hinwegsetzen. Aber gegen eine Heirat anzugehen, wird schwer werden. Zumal es da auch noch um Geld geht.

    Du, ich denke mal in diesen Kreisen geht es Grundsätzlich NUR ums Geld und möglichst viel Einfluss oder Macht. X(

    Das ist es ja auch, was mich so sehr stört an dieser "gehobenen Gesellschaft" - Für Geld und Macht zerstören diese Leute gewissenlos das Leben anderer.

    Das musste ich mal für eine seminararbeit recherchieren, das war nicht mal so extrem teuer. Klar nicht umsonst, aber es ging. Ich glaube die schulgebühr entsprach 150 Euro/Monat. Mal abgesehen davon, würde das Wilhelm niemals zugeben, dass er sich das nicht leisten kann.

    Das ist ja Interessant Senara, vielen Dank für die Info. Ich hatte mir das auch viel teurer vorgestellt. Aber sei es drum, für Wilhelm wären es in dem Fall dann ca. 300,- € und wie klamm es wirklich um seine Finanzen steht, das wissen wir noch gar nicht genau. Da bin ich auch noch gespannt, ob wir das noch genauer erfahren.


    Der Kontrast zwischen ihrem kontrollierten und von Standeszwängen bestimmten Leben in Stuttgart und der geistigen wie körperlichen Freiheit in Riva könnte kaum größer sein. Wie sie da am Ufer sitzt und sich so intensiv spürt, ihre Lebenslust und Sinnlichkeit entdeckt, das ist so ein schönes Bild, dass sie mir sofort mehr als sympathisch war. Zudem hat sie die Malerei für sich entdeckt und eine wunderbare, humorvolle Leichtigkeit im Umgang mit anderen Menschen und heimlichen Verehrern. Das wäre alles unvorstellbar gewesen an der Seite von Wilhelm in ihrem alten Leben und ich habe das Gefühl, dass sie ihren eigenen Weg sucht in einem neuen, ganz anderen Leben und nicht mehr in die Enge der großbürgerlichen Welt zurückkehrt.

    Ja Emmy, in dieser Einschätzung bin ich ganz bei dir. Helene ist nicht dumm und wer weiß, vielleicht wird sie auch vom Heimweh geplagt. In Frankreich waren die Zwänge nicht ganz so streng und sie könnte sich auch mit ihrer Malerei in Paris selbständig machen.

    Aber wie ich in meinem Beitrag schon geschrieben habe: Da gehörte zur damaligen Zeit sehr viel Mut und Kraft zu.


    In Stuttgart findet Victor inzwischen seinen Platz im Betrieb und macht sich schnell unentbehrlich durch sein Geschick und sein Talent für Maschinenbau.

    Ist dir auch der Satz aufgefallen, als Viktor darüber nachdenkt, wie man diese Maschinen vielleicht mit Elektrizität betreiben könnte? Das wäre ja wirklich der Hammer, wenn Viktor den ersten Kühlschrank mit Motor und Stecker bauen würde. ;)


    Die Stimmung, die Atmosphäre in Riva ist heute noch einzigartig, eine Mischung aus Tirol und italienischem Flair.

    Diesen Ort muss ich mir unbedingt merken. Ich war schon 7 mal am Lido und in Verona und Venedig, aber bin jedes mal am Gardasee nur vorbei gefahren. Dieses Buch und die Beschreibungen machen mich nun doch neugierig.

    Danke dafür.

    In diesem Abschnitt erfahren wir viel über Helene und ich muss zugeben, dass ich sie sehr gut verstehen kann. Ihre Gefühle und ihr tatsächliches Leben an der Seite von Wilhelm, da klaffen für mein Empfinden riesige schwarze Löcher zwischen.

    Als Helene für die Malerin Modell sitzt, erzählt sie aus ihrer Jugend und wie sie zu Wilhelm nach Stuttgart kam. Dieser Satz: "Meine Eltern hatten in Frankreich eine Schokoladen Fabrik, die nicht gut lief. Wir standen vor dem Aus und Wilhelm kam, hat meinem Vater ein Rezept abgekauft und die Tochter gleich dazu bekommen." (Ist jetzt nicht wort-wörtlich zitiert, aber so ähnlich hat Helene das gesagt.)

    Genau dieser Teil der Erzählung von Helene hat bei mir direkt Bauchschmerzen verursacht, es klang wie im Plauderton gesagt und dabei doch so verdammt bitter!

    Als sie dann noch daran denkt, dass es da in Frankreich auch noch einen jungen Mann gab, dem sie sehr zugetan war und den sie nie wiedersehen konnte, nach dem Geschäft ihres Vaters mit Wilhelm, bei dem sie gleich mit verschachert wurde....

    Och nee ihr Lieben, ganz ehrlich, da steigen einem ehrlich die Tränen in die Augen. :(

    Aber sie hat nicht nur diesen fremden - wahrscheinlich auch ungeliebten Mann - geheiratet, sie hat sicher auch einen massiven Kulturschock erlebt, als sie sich in Stuttgart den Zwängen der deutschen Oberschicht ausgeliefert sah. Klar, wenn man Jung ist mag man das alles vielleicht erst einmal mit viel gutem Willen meistern, aber dennoch bleibt tief in einem drin die Seele verletzt.

    Mag Judith noch in der jugendlichen Leidenschaft gezeugt und geboren worden sein, so kam für Helene sicher auch die Ernüchterung im laufe der Jahre, als sie erkannte, dass ihr Mann keine Achtung vor ihr hatte.

    13 Jahre nach Judith werden die Zwillinge geboren. Wie ist es zu dieser Schwangerschaft gekommen? Wissen wir, was sich im Schlafzimmer der Eheleute abgespielt hat? Könnte es nicht auch sein, dass Wilhelm darauf bestanden hat, dass Helene ihre ehelichen Pflichten erfüllen muss obwohl sie ihn eher hasst als liebt?

    Und dann wird sie auch noch schwanger! Was mag da in ihr vorgegangen sein während der Schwangerschaft? Vielleicht waren da nur noch Aggressionen die im Endeffekt dann zu Schwermut und Depressionen geführt haben?

    Ich glaube, ich wäre an so einem Dasein im goldenen Käfig auch innerlich zerbrochen und hätte versucht die Flucht zu ergreifen.

    Allerdings ist der Weg einer Scheidung, wie die Malerin ihn beschreibt, für Helene ein sehr steiniger Weg. Wenn eine Frau sich zur damaligen Zeit tatsächlich traute, sich scheiden zu lassen, dann wurde sie von der besseren oder gehoben Gesellschaft ausgestoßen und die verheirateten Damen der Oberschicht wechselten sogar die Straßenseite, wenn sie einer geschiedenen "Ex-Oberschicht-Dame" begegneten.

    Das habe ich mal in einer Biografie von einer Dame aus der damaligen Oberschicht gelesen.


    So, und nun haben wir den Salat! Judith droht das selbe Schicksal und Wilhelm will ihr auch noch eine sündhaft teure und feudale Hochzeit ausrichten. Was hat sie davon, wenn sie im Anschluss ihr leben lang mit einem ungeliebten Mann verheiratet ist?

    Gott im Himmel bin ich froh, dass ich nicht 1903 gelebt habe als Frau !!!

    Ich kann jetzt nur hoffen, dass Judith die Kraft und den Mut hat, sich vor der Hochzeit zu drücken. Offenbar entwickelt Judith auch eine gewisse Zuneigung zu Viktor und das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. :love:


    Ja und dann die Zwillinge wieder, es ist zum Lachen und Weinen zugleich wie gedankenlos doch ihre Streiche sind. Ob die Androhung eines Internates diesen unbedachten Tatendrang der beiden Lausbuben bremsen kann?

    Ich wage das mal zu bezweifeln. 8)


    Wilhelms Umgang mit dem Personal ist auch wieder sehr übel. Es tut mir leid, aber Wilhelm empfinde ich in diesem Roman einfach nur als unsympathisch und die widerlich.<X


    Viktor dagegen zeigt einen ganz anderen Charakter, obwohl er offenbar auch aus der Oberschicht stammt, begegnet er Frauen mit mehr Freundlichkeit. Wahrscheinlich, weil man ihn auch zu einer beruflichen Laufbahn gezwungen hat, die er gar nicht wollte und die ihn am Ende noch ins Gefängnis gebracht hat.

    Dies hat ihm bestimmt auch einen anderen Blick auf die Zwänge der Gesellschaft beschert. Er wird aber jetzt seinen Weg finden, da Wilhelm ihm so vertraut und als Mechaniker einsetzt.

    Da bin ich mal gespannt wie das weitergeht.

    Hallo Annette,


    das Verhalten von Wilhelm resultiert aus seiner derzeitigen Situation, er sieht sich mit verschiedenen Problemen konfrontiert und befürchtet, die Kontrolle zu verlieren. Seine Frau ist auf unbestimmte Zeit im Kuraufenthalt, er hat kein Verständnis für ihre Lage oder will es einfach nicht sehen, denn das würde einen Gesichtsverlust bedeuten - er hätte dann als Ehemann und Familienoberhaupt versagt in seinen Augen. Seine Tochter hat eigene Ideen im Kopf und widersetzt sich seinen Vorstellungen und Plänen für ihre Zukunft, diesen Ambitionen versucht er ein Ende zu setzen, indem er sie in die Ehe zwingen will mit einem Mann, deren Namen er ihr aber noch nicht verraten will, weil er ihren Widerstand ahnt. Dann die Zwillinge, die nur Streiche im Kopf haben und keine guten Leistungen in der Schule vorweisen. Wilhelm wird einmal einen Erben brauchen für seine Fabrik, die Existenz, die er sich aufgebaut hat und die er bedroht sieht. Er ist im Grunde überfordert mit der gesamten Situation und das erklärt sein autoritäres Verhalten zumindest in gewisser Weise. Vielleicht wäre er auch gerne freier und großzügiger, aber das lassen die inneren und äußeren Zwänge momentan nicht zu - wer weiß, vielleicht bekommt er ja im weiteren Handlungsverlauf noch eine andere Sicht der Dinge?

    Emmy du hast sicher recht mit all deinen Ausführungen zu Wilhelms Charakter und seiner Handlungsweise, aber es fehlt mir bei ihm einfach das Gefühl - oder besser gesagt - das Herz bzw. die Liebe im Umgang mit seinen Kindern.

    Ganz zu schweigen von seinem Denkschema, was eben die Frauen betrifft.

    Klar Emmy, Wilhelm ist ein Kind seiner Zeit und dieses Denkschema war damals halt in den Köpfen vieler Männer fest verankert.

    Aber wie eben zu allen Zeiten, gab es auch klügere Männer die damals schon die Frauen mit Respekt und Achtung behandelten.

    Ich glaube Viktor könnte so ein Mann mit klugen Umgangsformen und Verstand sein.

    Aber dazu diskutieren wir lieber im nächsten Abschnitt weiter. ;)

    Dabei darf man nicht vergessen, dass es ein Zwillingspärchen ist. Die haben immer sich.

    Ja genau und gemeinsam sind diese Bengel eben unschlagbar. :totlach:Auch wenn sie sehr unterschiedliche Charakter haben, so ergänzen sie sich prima und halten fest zusammen.

    Karl und Anton sind vor allem eins: rotzfrech. Für ihre Streiche habe ich "echte Vorbilder" gehabt. Ich habe ihre Einfälle mit einem Augenzwinkern geschrieben - als Auflockerung.

    Genau so empfinde ich die Szenen mit den Zwillingen, als Humorvoll und Auflockerung. Mir machen diese beiden Lausbuben richtig Spaß und Karl May liefert viel Inspiration in seinen Büchern für fantasievolle Jungen. ;)