Beiträge von Papyrus

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    Wahrheit hat ihren Preis, manchmal einen sehr hohen. Anja hat den Tod von Lukas und Rupert nicht verschuldet. Wer weiß, wie Anja entschieden hätte, hätte sie diese Geschehnisse vorrausgesehen. Und wie Dubh schon sagt, es geht um Opferschutz. Die Sache auf sich beruhen zu lassen ist aber Täterschutz. Das geht einfach nicht.


    Dabei sind die beiden nicht die einzigen Opfer. Ihre Eltern sind ebenfalls Opfer, Waltraud scheint mir nicht gerade glücklich in ihrer Situation. Das größte Opfer m.E. ist Xaver. Der arme Kerl hat wohl sein Leben lang gelitten und konnte sich noch nicht einmal wehren.
    Davon ab kann die Vergangenheit wie ein Geschwür sein, immer da, immer im Untergrund. Da hilft auch kein Gras oder Brennnesseln.
    Nicht umsonst ist ein Völkermord eine Straftat die nicht verjährt und es haben schon andere versucht solche Dinge zu leugnen oder zu vergessen. Die Geschichte zeigt, dies gelingt nicht.

    Hallo zusammen,


    es war wieder eine tolle Runde, auch wenn ich etwas hinterher hinkte. Das Buch war unglaublich spannend und die Spekulationen sehr hilfreich :winken:


    Hier nun meine kleine Rezi:


    Ein Wald erzählt Geschichten, doch kaum einer vermag sie zu verstehen, für diese Menschen schweigt der Wald.
    Nicht so für Anja Grimm. Als Forststudentin versteht sie den Wald und entlockt ihm gar ein Geheimnis welches nicht entdeckt werden soll.
    Vor zwanzig Jahren hat Anja mit ihren Eltern im Bayrischen Wald ihre Ferien verbracht. Ferien in denen ihr Vater spurlos verschwunden ist. War es ein Unfall, bei dem ihr Vater stürzte und von wilden Tieren gefressen wurde? Oder war es Mord? Ein Mord, den vielleicht der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach verübt hat?
    Nun ist Anja zurückgekehrt in diesem Wald, um als Praktikantin Bodenproben zu entnehmen und zu kartieren.
    Anja wird bei ihrer Arbeit beobachtet und nicht alle sind erfreut über ihre Aktivitäten.
    Im Gegenteil, Anja macht die Dorfbewohner nervös. Kurz nach ihrem Erscheinen geschehen ein Mord und ein Selbstmord. Die Polizei benimmt sich ihr gegenüber eigenartig.
    Anja wird hellhörig. Hängen die Vorkommnisse mit dem Verschwinden ihres Vaters zusammen? Kann sie das Geheimnis um sein Verschwinden lösen?
    Wolfram versteht es geschickt in diesem Roman mit Klischees und Vorurteilen zu spielen, man kann sich dieser Düsternis der Dorfbewohner und ihrer Gedanken kaum entziehen.
    Dabei lockte Wolfram uns nicht nur auf falsche Fährten, sondern zeigt wie man mit dem richtigen forstwirschaftlichen Sachverstand dem Wald ein Geheimnis entlockt, um uns anschließend mit einem düsteren Teil der deutschen Geschichte zu konfrontieren.


    Der Name Grimm scheint hier nicht zufällig gewählt. Doch nicht unbedingt wie ein Märchen liest sich dieser Roman, sondern spannend wie ein Krimi macht er deutlich, dass es noch viel von dieser deutschen Vergangenheit aufzuarbeiten gibt.

    ach so. Hänsel und Gretel sollte man wohl noch mal unter den Aspekten lesen, die Skrowka erläutert hatte lesen.
    Wolfang, handelt es sich hierbei um eine reine Erfindung deinerseits, oder gibt es tatsächlich solche Interpretationen zu diesem Märchen?

    Was für eine Ende, das muss ich erst mal sacken lassen.
    Beide Brüder tot. Und in Lukas habe ich mich wohl doch getäuscht. Aber beide Brüder und die Eltern wollten Anja helfen, das stimmt mich zuversichtlich. Aber sie zahlen einen sehr hohen Preis.


    Konrad hat auch noch kurz vor Schluss die Kurve bekommen. Selbstanzeige und andere Anzeigen. Er muss sich bewusst gewesen sein, was das für ihn bedeutet. Gut, dass er noch aufgewacht ist so kurz vor seinem Abgrund.



    Umso schöner finde ich die Geste von Anja, Marga am Schluß aufzusuchen. Ich denke, die beiden junge Frauen haben die Möglichkeit, das Vergangene und die tragische Verbindung zwischen den beiden Familien aufzuarbeiten und ihren Frieden miteinander zu schließen. Marga hat mit ihrem Kranz zu Johannes' Beisetzung den ersten Schritt getan.


    Und sie hat keinen Hass auf Anja. Ich glaube auch, dass die beiden zusammen einiges aufarbeiten werden.



    Achja, total faszinierend fand ich ja Anjas Spurensuche mithilfe der Pflanzen. Das ist ja wirklich erstaunlich, dass man anhand der Vegetation nachvollziehen kann, wo vor 20 Jahren ein Fahrzeug langgefahren sein muss!


    Das ist schon fast unheimlich, oder?



    Was mich zum Nachdenken bringt sind diese Sätze:


    Nicht nur das. Ich denke nochmal an die Beerdigung von Xaver und Anna. Anna wird auf dem christlichen Friedhof beerdigt und Xaver irgendwo verscharrt. Ja, ja. Die liebe Annna. Mehr Zynismus geht doch gar nicht.



    Achja: die Kühltruhen haben mich ziemlich verwirrt und auf die falsche Fährte gelenkt.



    Das hast du gut auf den Punkt gebracht, yanni.


    Man macht eben das, was man am besten kann.


    wolfram
    Ein großartiges Buch, wenn man das in dem Zusammenhang sagen kann. Danke.

    Das Buch entwickelt eine unglaubliche Sogwirkung. Es ist unfassbar was Menschen antreiben kann.
    Wolfram, Konrad ist dir wirklich gut gelungen. Ein Polizist, im Dienste um zu schützen, will nicht mehr nur seinen Vater schützen. Er scheint Gefallen an der Sache zu finden. Er wäre damals wohl einer der Ersten gewesen die mitgemacht hätten. Alois ist grausam aber ehrlich, und er hat direkt erkannt was für ein Mensch Konrad ist "Du bist genauso wie wir, Konrad. Keinen Deut besser." Man erkennt wohl seinesgleichen. Konrad ist das synomym für das Unmenschliche in uns. So empfinde ich es hier.


    Und den, den wir erst verurteilen weil er so bott erscheint, haben wir total verkannt. Im Gegensatz zu manch anderem weiß Rupert noch zwischen gut und böse zu unterscheiden. Seine Mutter tut mir irgendwie auch leid. Wie mag sie aufgewachsen sein? Mit solchen Eltern?


    Die Figur Lukas ist mir immer noch zu grau. Ich weiß nicht genau auf welcher Seite er steht. Aber wohl eher auf der Seite gegen Anja, allerdings aus anderen Beweggründen. Sollte die Wahrheit ans Licht kommen, kann man den Wald nicht mehr vermarkten. Ich denke er hat rein finanzielle Interessen. Was seine Familie damals getrieben hat interessiert ihn von der Sache her nicht.


    Und Anna? Ein Engelchen? Wohl eher ein Todesengel. Auch hier lässt man sich immer wieder einlullen. Sie war Mutter, sie war eine schöne Frau. So ein Mensch kann ja gar nicht schlecht sein. Wie kann man sich doch irren. Ich glaube auch, dass Xaver seine Mutter erschlagen hat. Sein Motiv war wohl irgendwie Anja zu schützen. Zumindest ist das meine Vermutung.



    Warum hat ihr Sohn nur sein Leben lang zu ihr gehalten? Einfach weil sie seine Mutter war, oder hat sie ihn noch mit irgendwas in der Hand gehabt?


    Was hätte er denn tuen können?




    Sehr berührend fand ich den Vergleich zu der alten Frau, die den Historiker anruft. Sie hat praktisch dassselbe erlebt, hat auch jahrelang geschwiegen, aber nun hat sie sich freiwillig entschieden, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und sie hat das Grab all die Jahre gepflegt. Allerdings war in ihrem Fall nicht die eigene Familie Täter, sondern sie waren nur Zuschauer und haben den armen Mann dann begraben.


    Ja, die Frau ist toll. Jahrelang ein Grab pflegen ist schon eine große Leistung und jetzt noch die Familie finden wollen. Dabei hat sie nie etwas Unrechtes getan. Schön, dass es bei soviel menschlichem Abschaum doch noch solche Menschen gibt.



    Bei Konrad bin ich mir einfach nicht klar, ob er tatsächlich voll hinter den alten Herren steht, oder ob er vielleicht teilweise nur ausloten will, wie weit sie gehen würden. Es kann sich dabei auch nur um ein Wunschdenken von mir handeln, weil ich es einfach nicht fassen kann.


    Wunschdenken.

    Also tatsächlich Altlasten aus der NS-Zeit. Sehr erschreckend wie die alten Herren heute noch reden. Man ist sich keiner Schuld bewusst, im Gegenteil, wie viel einfacher ist es doch Anja als Miststück zu bezeichnen.


    Ich möchte jetzt gar nicht mehr wissen was für eine Kindheit der arme Xaver gehabt hat.


    Gut, dass Konrad Dallmann sich ein wenig ungesetztlich verhalten hat, konnte ich bisher fast noch verstehen. Bei der eigenen Familie hat man gut reden wenn es um Recht und Ordnung nach aktuellen Gesetzten geht.
    Aber jetzt noch zu seinem Vater zu halten. Konrad, was denkst du dir dabei? Denkst du überhaupt?



    Ziemlich gruselig finde ich auch die Beschreibung von Flossenbürg. Wie kann man in unmittelbarer Nähe zu einer solchen Stätte des Grauens leben, seine Kinder aufziehen und ein ganz normales Leben führen?
    Obwohl ich nicht der Typ bin, der sich noch in der "Erbschuld" unserer Großeltern sieht, könnte ich mir das nicht vorstellen, ich würde mich unwohl fühlen. Aber wahrscheinlich gewöhnt man sich auch an so etwas und stumpft dann irgendwie ab.


    Das denke ich auch, man stumpft ab. Wenn man die Zeit nicht miterlebt hat. Sowieso. Anders kann ich mir auch nicht erklären was manche über die Flüchtlingsopfer in Lampedusa denken. Lange her / weit weg, ist doch irgendwie kein Unterschied, oder?


    Außerdem frage ich mich, wie ihr alle, wer jetzt eigentlich Schlei ist. Außerdem sind es jetzt nur noch gut 100 Seiten, also ab auf die Couch

    Irgendwie hinke ich ja nun doch hinterher und da schon alles gesagt wurde, hänge ich mich mit einigen Gedanken nur dran:



    In der Situation hier wäre es ja aber auch bizarr, wenn man die tote Anna und ihren Sohn, der laut allgemeiner Auffassung ihr Mörder ist, zusammen begräbt und eine gemeinsame Trauerfeier hält.


    Da ich allerdings weiterhin davon ausgehe, dass er sie nicht umgebracht hat, finde ich es besonders schrecklich, wie er da nebendran so halbanonym verscharrt wird.


    Bevor ich mit dieser buckeligen Verwandschaft auf einem Acker liegen müsste: Ich würde es halbanonym vorziehen.



    Jetzt wird es ja noch rätselhafter und unheimlicher. Anja besucht den Leybachhof und hat plötzlich so eine Art "Erinnerung". Sie weiß, dass sie als Kind schon mal mit Xaver dort war und die beiden in sein Zimmer geschlichen sind. Warum? Was ist dort passiert? Hat Xaver Anja wirklich missbraucht? Auch wenn vieles vielleicht darauf hindeutet, so kann ich das doch irgendwie nicht glauben. Ich glaube vielmehr, dass da noch viel mehr dahintersteckt. Etwas, von dem ich jetzt noch absolut keinen Schimmer habe. ::)


    An Missbrauch glaube ich nicht. Vielleicht hat Xaver irgendetwas entdeckt was mit der Vertuschung zu tun hat und ihr das in dem Zimmer gezeigt. Und dann gab es Ärger, oder so ähnlich ::)



    Schön fand ich übrigens Anjas Geste, dem armen Xaver ein paar Blumen zum Gedenken zu hinterlassen. :)


    Stimmt, das hat mir auch gefallen.


    Bei den Brüdern habe ich irgendwie das Gefühl, dass Lukas nicht so der Ehrliche ist, den er gerade spielt. Rupert wird uns da wohl eher noch positiv überraschen. Ich bin gespannt

    Irgendwie spielt Wolfram hier richtig mit Klischees, zumindest kommt es mir so vor. Gute und moderne Stadtmenschen, gegen den undurchsichtigen und irgendwie rückständigen Landbewohner. Aber mir gefällt es, die Bedrohung wirkt irgendwie real. Und ich empfinde die Situation als bedrohlich.
    Diese Beschreibung von Rupert und seiner Mutter Waltraud in dem alten Haus. Diese Gefühlskälte, sehr greifbar.


    Was hatte die Polizei damals beim Verschwinden von Anjas Vater verheimlicht?


    Und wieso vergisst Anja ihr Asthmaspray im Rucksack, statt es ständig bei sich zu tragen? Man merkt daran schon, dass sie das Asthma noch nicht so lange hat. Es erstaunt mich immer wieder, wie die menschliche Psyche arbeitet und vor allem wann. Was für ein Schlüsselreiz hat ihr das Asthma gebracht? Gut, war nur so ein Gedanke, ich weiß nicht ob es was mit der Geschichte zu tun hat.


    Die ganze Geschichte ist noch sehr undurchschaubar, aber gut geschrieben. Was für ein Geheimnis wird hier gehütet? Vorkommnisse aus dem Dritten Reich? Oder irgendeine große Umweltverschmutzung? Irgenwas mit der DDR? Ich tappe ehrlich gesagt noch sehr im Dunkeln.


    P.S. Ein Satz war mir noch aufgefallen, de mir irgendwie gefallen hat.
    Seite 111: Es gibt keine häßlichen Landschaften. Es gibt nur traurige Menschen.


    Er wird zu ihr stehen, da bin ich fest überzeugt. Ich denke Ula hat recht, denn der ganze Prozess ist auch Heilung für Cara, die bis dahin krank war ohne es zu wissen. Schon, dass sie Vitali als Partner nur ausgeschlossen hat, weil es Helena sagte. Was hat da die Schwester mitzureden. Aber sie hätte auf die Schwester gehört. Nun nicht mehr und das ist gut so. Ich denke auch, dass sie nicht zu hart bestraft wird, obwohl ich nicht weiß was schlimmer ist Knast oder Psychiatrie. Ich war ja in beiden noch nicht, hätte aber vor letzterer mehr Angst.


    Warum hättest du vor der Psychatrie mehr Angst als vor dem Knast? Horrorbilder aus dem TV?

    Gestern abend hat irgendwie mein DSL gestreikt, glücklicherweise funktioniert es nun wieder. Ich wollte doch auch kurz meine Meinung mitteilen und mich gleichzeitig für diese schöne Runde bedanken. Natürlich auch ein Danke an Gina und bis zum nächsten Buch :winken:


    Stell dir vor, du organisierst den Junggesellinnenabschnitt deiner Schwester und am Morgen nach der Party liegt der angehende Bräutigam tot in seiner Wohnung.
    Diese Alptraum wiederfährt Cara, die den Junggesellinnenabschied geplant hat und ihrer Schwester Helena, der Verlobten.
    Nichts ist mehr wie es wahr, eine Welt bricht zusammen und das Schlimme, keine der befreundeten Mädchen kann sich an den Ausgang des Abends erinnern, wurde nicht nur viel Alkohol konsumiert, sondern auch eine "Pille" eingeschmissen.
    Helena kommt als Verdächtige in Haft, für Cara bricht eine Welt zusammen. Von der Unschuld ihrer geliebten Schwester überzeugt beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Kollegen Vitali.
    Was sie herrausfindet mag sie gar nicht glauben. Ihre Schwester Helena soll gar nicht der nette Mensch sein, sondern eine egoistische und nur auf ihr Wohl bedachte junge Frau, die über Leichen geht? Und Tom, der Bräutigam? Er war ein beliebter Lehrer. So beliebt, dass er seine Position ausgenutzt hat und zulies, dass einige Schülerinnen mehr als nur platonisch für ihn schwärmten. Es scheint also mehrere Motive für den Mord an Tom zu geben.


    Gina hat nicht einfach einen weiteren gelungenen Jugendthriller geschrieben, sondern gewährt Einblicke in die Welt junger Erwachsener. Ihren Umgang miteinander, den Druck der von Eltern aufgebaut wird um die eigene Zukunft zu gestalten.
    Durch Caras Sicht erhält der Leser Einblicke in diese Welt, in der man seinen Platz noch finden muss und in der Entscheidungen getroffen werden die nicht unbedingt die eigene Meinung wiederspiegeln.
    Auch wenn man zwischendurch ahnt wer der Mörder sein könnte, gelingt es Gina immer wieder neue Tatmotive zu präsentieren, wobei die Lektüre authentisch und durchweg spannend bleibt.



    Ebenfalls auf meinem Blog gepostet :)

    Liebe Leserunde,
    lieber Wolfram,


    endlich habe ich es auch geschafft und bin dabei :winken:


    Ich kann noch gar nicht viel zu der Geschichte sagen, außer dass sie mir gefällt ;D
    Der Wald ist erst einmal ein Wald, aber das Verhalten der Anwohner, die Aggressivität von Xaver usw. empfinde ich fast schon als surreal.
    Irgendwie finde ich, dass Anja mit 28 Jahren eine alte Studentin ist, oder irre ich mich? Was hat sie vorher gemacht?
    Warum hat die Mutter versucht sich umzubringen? Hängt es mit dem Verschwinden von ihrem Mann zusammen? Nach so langer Zeit?


    Ich finde die Namensgebung Grimm in Zusammenhang mit dem Wald sehr gelungen. Wer wird hier wem noch Märchen erzählen?
    Ich mag gar nicht weiter spekulieren, sondern werde jetzt die anderen Kommentare und dann das Buch weiter lesen. Es gefällt mir ausgesprochen gut.

    Mensch, ich hinke elendig hinterher und werde es momentan nicht ganz aufholen können. Mein Vater ist Samstag morgen ganz plötzlich ins Krankenhaus gekommen, so dass sich alles ein wenig verschiebt.
    Ich habe aber mit dem Buch begonnen und bin von den wenigen Seiten bereits sehr angetan :winken:

    Gina, hast du in dem Buch einen kleinen Gag eingebaut?
    Du wohnst laut Klappentext in der Friederike-Fliedner-Straße, in dem Buch "die Protestantin" (noch nicht gelesen) geht es um Theodor und Friederike Fliedner, und die Familie in diesem Buch heißt: Fliedner. (Seite 302).
    Muss ich die Namen in den anderen Büchern jetzt auch alle mal kontrollieren?


    Na ja, die Abtreibung war eben illegal, - und die Existenz ihres Onkels, der den Abbruch ja vorgenommen hat, hängt davon ab, dass das Ganze geheim bleibt. Isy hatte einfach Angst, dass was rauskommt, wenn sie zur Polizei gehen. Und ihre Mutter hat sie darin bestärkt, lieber den Kopf einzuziehen. Je länger Isy geschwiegen hat, desto schwieriger wurde es auch für sie, sich noch bei der Polizei zu melden. Also ich find das nicht schön, aber plausibel.


    Nun ja, eine Abtreibung ist wohl auch kein Zuckerschlecken. Da können die Probleme anderer Menschen, und seien diese noch so groß, schon sehr in den Hintergrund geraten. Ich kann ihre Reaktion verstehen, zumal sie wohl auch Druck von ihren Eltern und dem Onkel bekommen hat. Auch für Isy keine leichte Situation.
    Helena wusste auch, dass Isy wieder in Deutschland war, zumindest hier hat sie diese Freundin nicht verraten. Also, auch Helen ist irgendwo noch Mensch geblieben.

    Oh je, da hat Cara also Tom umgebracht. Einige Hinweise in die Richtung gab es. Zum Ende hin waren es mehr als Hinweise. Was für eine verkorkste Familie. Kommt Cara in Haft? Ich glaube eher an eine Therapie, wenn sie dies denn zulässt.
    Schon interessant wie alle Freundinnen Helena beurteilten und schon komisch, dass sie dann mit ihr befreundet sind. Sind so die Menschen? Mich graust es.


    Vitali ist ein feiner Kerl. Gut, auch er hat schon einiges erlebt. Ich kann mir vorstellen, dass er tatsächlich auf Cara wartet, egal was nun auf sie zukommt.


    Liebe Gina, ein wirklich gelungenes Ende. Schlüssig aber offen für Spekulationen. Hat Helena in der Nacht tatsächlich ihre Schwester manipuliert um Tom umzubringen? Oder hat Cara sich das eingebildet? Das werden wir wohl nie erfahren.


    Ich kann mir allerdings vorstellen, warum Helen sich in der Nacht nicht von Tom getrennt hat. Sie hätte doch ziemlich blamiert vor aller Welt mit "so" einem Verlobten dagestanden. Da bleibt man lieber dabei um beim nächsten Ausrutscher die arme Betrogene zu spielen.
    Schon spannend wie unterschiedlich sich Geschwister im selben desaströsen Elternhaus entwickeln.


    Jetzt lese ich mir noch die Beiträge von euch durch. :)

    Ich nähere mich mit schnellen Schritten auf das Ende zu, muss aber kurz mal loswerden wie sehr mich Cara gerade ärgert.
    Da scheint sie sich wirklich in Vitali verliebt zu haben und verdrängt dies weil ihre Schwester (und manch anderer) ihn als nicht gut genug empfinden würde. Mädel wach auf, hör auf dein Herz, es ist selten wichtig was andere dazu sagen.


    Jetzt aber :lesen: :lesen: