Beiträge von Anne H.

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich glaube auch, daß Paulas Mutter sie einfach nicht loslassen konnte. Dadurch daß Paula bei Harriet war, hatte sie sie auch unter Kontrolle. Denn Harriet und ihre Mutter waren aufeinander eingeschworen.

    Ob Margaret nicht loslassen wollte oder ob sie einfach nur wollte, dass ihre Geheimniskrämerei nicht herauskam - da bin ichmir nicht so sicher.

    Ja, da hast Du recht. An das Geheimnis hatte ich gar nicht gedacht!

    Ich frage mich ja, ob sie nicht einfach übersehen hat, dass sie erwachsen ist und eine eigene Meinung und einen eigenen Lebensplan haben darf. So schnell, wie sie dann alleine nach Deutschland gereist íst und ihr ganzes Verhalten zeigen eigentlich, dass sie schon selbstvertrauen hatte aber sie hatte nicht gelernt, gegen die Mutter aufzubegehren. Da spielen auch die gesellschaftlichen Zwänge sicher eine Rolle. Die Tochter widerspricht nicht der Mutter, die Familie muss zusammen halten. Und sie hatte ja NUR die Mutter. Die war lange die wichtigste Bezugsperson. Das legt man nur schwer ab.

    Ich glaube auch, daß Paulas Mutter sie einfach nicht loslassen konnte. Dadurch daß Paula bei Harriet war, hatte sie sie auch unter Kontrolle. Denn Harriet und ihre Mutter waren aufeinander eingeschworen.

    Es ist fast wie eine Schnitzeljagd. Manchmal habe ich gedacht, dass ist jetzt zu viel Zufall und zu viel Erinnern nach so langer Zeit. Doch dann habe ich mir bewusst gemacht, dass es weniger Menschen dort gab und dass die Menschen nicht so überladen wurden mit Medien und Informationen. Da kann man sich dann auch lange Zeit an auffallende einzelne Begebenheiten erinnern.

    Es war wirklich eine sehr anstrengende, intensive Spurensuche. Gut, daß Paula bis zum Schluß durchgehalten hat.

    Was für ein trauriges Ende für Paulas Vater! Und Margaret hat ihn einfach sich selbst überlassen, keine Hilfe geholt. Wie konnte sie nur damit leben? Und selbst Harriet schien es ja auch gewußt zu haben.


    Die Mutter hat sogar gelogen, als sie sagte, daß Charles Trevor über alles Bescheid wußte. Die Lügen, die sie anderen auftischte, dienten einzig und alleine zum Selbstschutz. Wie das bei anderen ankam, war ihr wahrscheinlich ganz egal.


    Es ist schön, daß Paula mit Benjamin jetzt jemanden an ihrer Seite hat, dem sie vertrauen kann. Zusammen werden sie ihren Weg schon machen!


    Für mich ist Paula eine mutige Frau. Sie gibt nicht auf, bis sie alle Spuren aufgedeckt hat.


    Der liebe Onkel Rudy hat doch noch erfahren können, was mit seinem Bruder geschehen ist. August verliert einen teuren Freund.

    Ich glaube nicht, dass Paula ihren Vater an einer der Stationen ihrer Reise lebendig wiederfindet - leider. Denn warum sollte er sich nie mehr bei seiner Familie gemeldet haben?

    Ich befürchte das ebenfalls. Ich glaube, daß Paulas Mutter in ihrer Eifersucht zu dramatischen Mitteln gegriffen haben könnte. Warum hat sie Paula für eine Woche Fremden überlassen? Bestimmt, um ihrem Mann hinterherzureisen!

    Wie Paula mit der Homosexualität umgeht, ist wirklich bemerkenswert. Das berühmteste Opfer im 19. Jahrhundert war der irische Schriftsteller Oscar Wilde. Er wurde zu zwei Jahre Haft und schwerer Zwangsarbeit verurteilt! Aber wie heißt es doch so schön: Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Selbst Paulas Mutter ahnte wohl etwas von den Neigungen Rudys. Sie konnte den Umgang mit ihm für ihre Tochter nicht verantworten.


    Benjamin Trevor war von seinem Vater Charles Trevor gebeten worden, Bekanntschaft mit Paula zu machen, auf Bitte von Mrs. Cooper. Das Ehepaar Trevor hatte das Ehepaar Cooper in Bonn kennengelernt. William Cooper unternahm alleine die Rheinfahrt und kam nicht mehr wieder. Die Trevors erfuhren davon und versuchten Mrs. Cooper zu helfen. Caroline Bennett ist nicht mit Paulas Vater weitergefahren, sondern ist nach Italien gereist, um dort einen Adelingen aus Lucca zu heiraten.


    Die Frage bleibt immer noch, was mit Paulas Vater geschehen ist. Steckt Paulas Mutter hinter seinem Verschwinden? Sie weist ja Charles Trevor nichts davon preiszugeben, daß sie ihre Tochter für eine Woche in die Obhut von Fremden gegeben hat. Hat sie ihren Mann auf dem Gewissen?


    Es ist schön, daß Paula und Benjamin sich wieder näher gekommen sind. So hat sie nun auch seine Unterstützung bei den Nachforschungen.


    Und Onkel Rudy freut sich, wenn Paula bei ihren Nachforschungen weiterkommt. Hoffentlich kann er noch erleben, daß man genaueres über seinen Brunder erfährt. Rudy hat seinen Bruder nie vergessen.

    Die Autorin Andrea Bottlinger führt uns in ihrem historischen Roman "Das Geheimnis der Papiermacherin" in das Jahr 1621 und nach Nürnberg. Anna Pecht versucht, den Betrieb der Papiermühle ihres Vaters, der dem Alkohol und dem Kartenspiel verfallen ist, aufrechtzuerhalten. Durch den Dreizigjährigen Krieg wird es immer schwieriger Lumpen für die Fertigung von Papier zu beschaffen. Zusammen mit ihren Freunden versucht sie, sich illegal Lumpen zu beschaffen, was aber äußerst gefährlich ist. Sie kommt ausgerechnet Bartholomäus von Treist, einem ruchlosen Geschäftsmann, in die Quere, Sein Bruder Johann gewährt ihr unerwartet Hilfe. Kann sie Johann von Treist wirklich trauen? Kann sie die Papiermühle retten?


    Die Autorin schafft es wunderbar, die Protagonisten der Geschichte in ihren Schilderungen lebendig werden zu lassen. Die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist eine sehr schwierige Zeit. Die Menschen leiden Not. Die Gesetze sind streng und Zuwiderhandlungen werden hart bestraft. Dennoch gibt es skrupellose Zeitgenossen, die nicht gerade kleinlich mit ihren Konkurrenten umgehen. Johann von Treist hat im Krieg als Söldner gedient. Als er nach einer Verletzung zurückkehrt, spannt Bartholomäus ihn für seine Geschäfte ein.


    Anna ist in dieser Geschichte eine starke Frau, die in einer Männerdomäne ums Überleben kämpft. Sie weiß, was sie will. Und sie kann sich auf ihre Freunde verlassen. Trotzdem muß sie gefährliche Situationen erleben!


    Die Autorin hat einen Roman geschrieben, der von Anfang bis Ende abwechslungsreich und spannend ist.


    Dieser historische Roman ist sehr empfehlenswert!


    Rezension auch auf:

    Amazon https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

    Goodreads https://www.goodreads.com/book…eimnis-der-papiermacherin

    Literaturschock

    Ach herrje, jetzt hat Paula aber was in den völlig falschen Hals bekommen. :o Aber der Reihe nach.


    Zwischen Benjamin und Paula entwickelt sich was. Immer wieder beweist sie, dass sie beherzt und mutig ist. Sogar so sehr, dass sie verhindert, dass die Schläger ihn noch mehr verletzten. Ich hatte allerdings den Eindruck, die Kerle waren einfach nur sehr betrunken und übermütig und wollten Benjamin mehr eins auswischen als ihn wirklich krankenhausreif schlagen. Auch wenn erst letzthin soetwas schlimm ausgegangen ist, so waren sie doch schnell vertrieben.

    Das glaube ich allerdings auch. Es war wohl mehr ihrem Übermut zuzurechnen!

    Heldenhaft rettet Paula den Fotografen, der von angetrunkenen Studenten angegriffen wurde. Das war ganz schön mutig von ihr. Und wie sich herausstellt, war auch der Neffe Ferdinand von Professor Hergeth unter den Studenten gewesen!


    Nachdem Onkel Rudy ihr erklärt hat, daß er trotz Nachforschungen seinen Bruder nicht wiedergefunden hat, schreibt Paula ihrer Mutter einen Brief. Aber im Antwortbrief gibt es nichts Neues. Für ihre Mutter scheint die Angelegenheit erledigt zu sein.


    Daß Onkel Rudy eine Abendgesellschaft für Paula ausrichtet ist wirklich sehr schön. Und er bestellt sogar ein wunderschönes Kleid. Paula nutzt die Abendgesellschaft, um nach Mrs. Eldrige zu fragen. Aber keiner kennt sie.


    Daß sie Onkel Rudy und den Professor so nahe beieinander stehen sieht, bringt sie darauf, daß es sich vielleicht um ein Liebespaar handelt.


    Der Besuch im Botanischen Garten gefällt Paula sehr gut. Benjamin Trevor und Paula kommen sich näher.


    Als Onkel Rudy erzählt, daß er einen Brief von Benjamin Trevors Vater erhalten hat und erfährt, daß die Väter sich gekannt haben, ist Paula sehr verwirrt, zumal sich Benjamin Trevor schnellstens verabschiedet.


    Und was muß sie im Hotel erfahren? Benjamin Trevors Vater hat seinen Sohn gebeten, Kontakt zu ihr zu suchen. Was für eine Siutation! Was soll man nun davon halten? Was hat sein Vater mit Paula zu tun? Offentsichtlich hatte Benjamin Trevor doch gefallen an Paula gefunden. War das nur vorgetäuscht?

    Was für ein Abschnitt!


    Der Leser begegnet erstmalig dem Fotografen Benjamin Trevor auf dem Matterhorn, wo er Aufnahmen macht. Es muß schön für ihn gewesen sein, durch die Weltgeschichte zu reisen, vieles zu sehen und Aussichten im Bild festzuhalten.


    Onkel Rudys Reise-Emporium scheint wirklich eine Attraktion zu sein, in der man vielerlei Informationen über die Rhein-Gegend bekommen kann, besonders geschätzt von englisch-sprachigen Personen.


    Über Onkel Rudy erhält Paula jetzt Informationen über ihren Vater. Dieser wußte nicht, daß Paulas Mutter ihr nie etwas über ihren Vater verraten hat.


    Ihr angeschlagener Onkel bekommt eine Grippe und muß das Bett hüten. Paula wird gebeten, sich um das Geschäft zu kümmern. Während sie zunächst große Bedenken hatte, macht es ihr zunehmend Freude. Sie findet endlich Anerkennung, was sie in ihrem Leben bisher vermißt hat.


    Die Briefe, die sie einer Schachtel des Kleiderschrankes ihres Onkels entnimmt. stürzen sie in große Verwirrung. Ist ihr Vater mit einer anderen Frau verschwunden. Warum hat er seine Frau mit dem kleinen Kind allein zurückgelassen?


    Irgendetwas ist in dieser Angelegenheit nicht stimmig. Der Professor beginnt Sätze, die er nicht beendet. Onkel Rudy benennt einen Rudolf. Was ist wirklich geschehen. Es wird sehr mysteriös.


    Trotz allem fühle ich mich wunderbar unterhalten von dieser Geschichte. Ich kann mich gut in Paula hineinversetzen. Ein großes Lob an die Autorin für ihre schönen Beschreibungen. Ich war zwar schon mal in Bonn. Aber viel mehr als den Bahnhof habe ich nicht gesehen.

    Bei schönem Wetter auf dem Balkon habe ich den ersten Abschnitt durchgelesen. Mir hat das Buch auf Anhieb sehr gut gefallen. Durch die ausführlichen Beschreibungen lief bei mir gleich ein Film im Kopf ab, mit den Personen, mit den angeführten Orten. Wunderbar!


    Die Cousine Harriet ist wohl eher eine eingebildete Kranke. Daß Paula es so lange bei ihr ausgehalten hat, ist schon erstaunlich. Paula hat sich so sehr um ihre Cousine gekümmert, daß für sie persönlich fast kein Platz, keine Zeit war. Im Grunde war sie einsam. Ich glaube, ihre Cousine Harriet wollte Paula ganz und gar für sich vereinnahmen. Aber daß Harriet einen Brief zurückbehält, der für Paula bestimmt ist, geht überhaupt nicht.


    Paula, eine alleinstehende, unverheiratete Frau, machte eine Reise nach Bonn, eine Reise, die von einem Thomas-Cook-Geschäft (mitsamt Reisebedarf) organisiert wurde. Ich wußte gar nicht, daß im 19. Jahrhundert bereits Reisen von Thomas Cook angeboten wurden!


    Paula kommt gut in Bonn an und wird herzlich von ihrem Onkel Rudy empfangen. Trotzdem bleiben noch viele offene Fragen. Aber man fällt ja nicht mit der Tür ins Haus. Wird ihr Onkel Rudy Antworten auf ihre Fragen geben können? Warum ist das Grab ihres Vaters leer?


    Ich bin schon ganz gespannt, wie es weitergeht. Ich hoffe, daß Paula sich erst einmal an der schönen Gegend erfreuen kann.

    Ich glaube, ich kann Dich nicht davon überzeugen, daß Johann ein "Guter" ist!

    Die Aussprache zwischen Götz und Johann bringt mit Sicherheit nicht viel. Aber zumindest hat Götz, nun wo er weiß was Johann getan hat, ein wenig Respekt vor ihm. Nur befürchte ich das es nicht lange anhält.

    Aber Johann hat nun zum ersten Mal seine Pistole einsatzbereit gemacht.

    Götz ist und bleibt undurchsichtig. Als Bruder von Bartholomäus hat Johann zwar einen gewissen Schutz, aber man weiß nicht, wie weit Götz gehen würde.

    Mit so einem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet!

    Natürlich kommen Anna und ihre Freunde durch den Raub zu großen Schwierigkeiten. Daß sich das Blatt aber dahin wendet, daß Bartholomäus und seine krummen Geschäfte dem Rat gemeldet werden und so wieder Frieden einkehren kann, ist schon eine großartige Sache! Da Götz nicht dafür zurückschreckte, Anna töten zu wollen, ist sein Tod hinnehmbar.

    Jetzt steht Anna nicht mehr allein da. Sie und Johann finden zusammen. Hurra!

    Hier kommt meine Rezension:


    Der Gutshof im Alten Land


    Die Autorin Micaela Jary führt uns in ihrem Roman in das Jahr 1919 auf den Gutshof der Familie Voss im Alten Land. Edzard von Voss liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Der älteste Sohn hat den Hof verlassen und ist nach Amerika gegangen. Der jüngere Sohn wird als Soldat in Frankreich vermißt. Der Hof wird von der Tochter Finja geführt, aber erben kann sie ihn nicht. Ihr Cousin Roland soll Finja heiraten. Diese kann ihren arroganten, durchtriebenen Cousin aber überhaupt nicht leiden. Da taucht Clemens Curtius auf, der mit dem jüngeren Sohn Lennart im Krieg gedient hat. Er ist Lennart wie aus dem Gesicht geschnitten. Edzards Frau plant, ihn als ihren Sohn auszugeben. Wird es Clemens gelingen, diese Scharade mitzuspielen? Wohin wird es Clemens führen?


    Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser mit in eine schwierige Zeit zu nehmen, die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, und uns in den Alltag eintauchen zu lassen. Die Protagonisten sind ausführlich beschrieben, so daß man sich gut in ihr Leben hineinversetzen kann. Wenn man den verschiedenen Erzählsträngen folgt, beginnt man das Gesamtbild zu verstehen.


    Die Erinnerungen an den Krieg sind allgegenwärtig. So werden Clemens' von Lennarts abweichenden Merkmale den Kriegsgeschehnissen zugeschrieben. Aber irgendwann muß es unweigerlich zu Schwierigkeiten kommen.


    Was mir besonders gefallen hat, ist, daß die Frauen in der Zeit beginnen, nach mehr streben. Sie wollen nicht nur Mutter und Hausfrau sein, sondern eigene Träume erfüllen. Das heißt, das alte Rollenbild zerfällt.


    Dieser Roman ist nicht nur ein historischer Roman, sondern gleichzeitig auch ein Liebesroman, ein sehr bewegender Roman. Für Spannung ist von Anfang bis Ende gesorgt. Für Liebhaber von historischen Romanen sehr zu empfehlen. Ich hoffe, daß es noch eine Fortsetzung geben wird!


    Mein besonderer Dank geht an die Autorin, die diese Leserunde hervorragend begleitet hat!


    Rezensionen auch bei:

    https://www.goodreads.com/book…der-gutshof-im-alten-land

    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

    Auch bei Literaturschock eingestellt, kann ich aber nicht aufrufen!

Anstehende Termine

  1. Freitag, 14. September 2018 - Sonntag, 30. September 2018

    gagamaus

  2. Freitag, 21. September 2018 - Sonntag, 7. Oktober 2018

    Dani79

  3. Freitag, 28. September 2018 - Freitag, 12. Oktober 2018

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

    odenwaldcollies