Beiträge von Anne H.

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    Die Autorin Petra Durst-Benning führt uns in ihrem Roman "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" zu Mimi Reventlow nach Esslingen ins Jahr 1905. Mimi steht vor der Entscheidung, den Heiratsantrag von Heinrich Grohe anzunehmen oder als Wanderfotografin ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Sie entscheidet sich für die Fotografie und steigt in die Fußstapfen ihres Onkels Josef, den sie schon als Kind bewundert hat. Als ihr Onkel erkrankt, beschließt Mimi, ihm zu helfen. In dem Dorf Laichingen, wo der Onkel wohnt, trifft sie auf große Widerstände.


    "Die Fotografin - Am Anfang des Weges" ist der Beginn einer Reihe und gibt dem Leser einen Einblick in die ersten Jahre der Fotografin Mimi Reventlow.


    Die Autorin hat die Protagonisten ausführlich beschrieben, so daß man sich gut in die Personen hineinversetzen kann. Sie gibt uns Einblick in ein hartes Leben auf der Schwäbischen Alb zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Laichingen ist eine Leinenweberstadt. Trotz harter Arbeit muß man um das Überleben kämpfen. Man versucht an Althergebrachtem festzuhalten und ist Veränderungen, Neuerungen wenig aufgeschlossen.


    Mit Mimi Reventlow kommt neuer Wind nach Laichingen. Mimi ist eine starke Frau, die weiß, was sie will. Sie hat es nicht leicht, als Frau die Leute mit neuen Ideen und Hoffnungen zu überzeugen. Gerade die jungen Leute, von denen erwartet wird, daß sie dem Leben der Eltern folgen, erkennen neue Perspektiven und bemühen sich um Veränderungen. Mimi versucht, sie dabei zu unterstützen.


    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend bis zum Schluß und gibt Einblick in die damalige Zeit. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!


    Vielen Dank an die Autorin, die diese Leserunde wunderbar begleitet hat.

    Der Prolog der Geschichte mit Berlin im Jahr 1932 war so verheißungsvoll. Aber wir kennen die deutsche Geschichte nur zu gut. Mit dem Krieg verschwanden sowohl die Träume als auch das schöne Kaufhaus Thalheim & Weisgerber.


    Der Leser trifft im Mai 1945 auf Rike, Sylvie, Claire, die zweite Ehefrau des Vaters, und ihre Tochter Florentine. Nachdem Russen ihre Villa beschlagnahmt haben, ziehen sie in die ehemalige Wohnung von Oma Frida. Auch die Jüdin Miriam Sternberg kommt bei ihnen unter. Sie treffen auch auf Onkel Carl, der sie informiert, daß der Vater Fritz von den Russen interniert und in ein Untersuchungsgefängnis gesteckt wurde.


    Rike versucht, die Familie zusammenzuhalten. Mit Claire ist das schwierig. Sie leidet darunter, daß ihr Mann verschwunden ist. Rike meldet die Frauen im Rathaus als Trümmerfrauen an und hofft, daß Claire neuen Mut fassen kann. Dadurch bekommen sie auch bessere Lebensmittelkarten.


    Rike scheint eine sehr starke Frau zu sein. Sie läßt sich nicht so schnell kleinkriegen.


    Ich bin froh, daß ich nie Krieg erleben mußte. Meine Psyche wäre gleich zusammengebrochen.


    Es ist bewunderswert, daß die Leute auch unter widrigsten Umständen weitergemacht haben.

    Wiebke hat es nicht einfach gehabt in ihrem Leben. Es ist schlimm, wenn man von seinen Geschwistern getrennt wird. Jetzt hat sie Hoffnung, alle wiederzusehen!


    Bertha missgönnt Clara ihr Glück. Hektor soll sie nicht mit nach Amerika mitnehmen. Ich hoffe, daß Clara nicht dahinter kommt, denn dann wird sie böse werden.


    Mamsell Schott ist unglaublich. Sie bietet Caspers an, Geld auszulegen, damit er dem Grafen das Geld zurückgeben kann. Das nennt man Mitgefühl!


    Was für ein Unglück, daß die Scheune abbrannte! Waldner hat mal wieder alles auf Eugen geschoben. Dabei wäre Waldner tot, wenn ihn der Junge nicht aus dem brennenden Stall gerettet hätte. Albert bekommt es hin, daß Waldner Eugen Lohn zahlt. Großartig.


    Konstantin ist mutig, daß er seinem Vater gegenüber tritt, als es um den Kauf des Dampfspflugs geht. Er erklärt ihm, daß viele in den Krieg ziehen werden und dann nur noch wenige Leute da sind, um die Äcker zu bewirtschaften. Mit Maschinen gewinnen sie. Schließlich lenkt der Vater ein.


    In der Landwirtschaft ist es oft so, daß die Älteren sich von den Jüngeren nichts sagen lassen wollen. Die Älteren ziehen es oft auch bis zum letzten Zeitpunkt hinaus, bevor sie den Hof an Jüngere übergeben. Das ist oft ein Kampf.


    Auf meinem elterlichen Hof war es so, daß sowohl mein ältester als auch mein jüngster Bruder Landwirt gelernt haben. Zuerst ist der eine gegangen, und dann der andere. Zum Schluß mußte mein Vater die Landwirtschaft aufgeben. Meine Brüder wollten sich einbringen, aber mein Vater ist ihnen keinen Schritt entgegen gegangen.


    Konstantin hat es verspielt mit Rebecca. Ihr Aufenthalt an der Ostsee war schön gewesen. Aber er hat zu lange mit seiner Erklärung gewartet.


    Julius will Katharina mit nach Buenos Aires nehmen. Aber Katharina ist noch nicht so weit, ihre Familie zu verlassen. Er läßt Geld und die Adresse seines Hotels in Buenos Aires zurück.


    Und Feodora hofft immer noch, ihr Sommerfest veranstalten zu können. Sie wird ganz schnell in ein tiefes, schwarzes Loch fallen werden!


    Alexander klärt Konstantin über Katharina und Ludwig von Preußen auf. Warum nur meint Konstantin, nun seine Macht gegen Rebecca ausspielen zu wollen. Erst nichts sagen, und dann mit Druck reagieren. Wird er wie sein Vater? Das kann doch nicht wahr sein!

    Ich glaube schon, daß es Zuneigung in dieser Familie gibt. Konstantin zu seinen Geschwistern, Katharina zu Alexander. Ich glaube auch, daß der Vater seine Kinder liebt. Er zeigt es nur nicht.

    Aber richtig zeigen tut es keiner. Auch gegen sie nicht wirklich füreinander ein oder verteidigen sich gegenseitig. Aber wer weiß, vielleicht ist es so und ich sehe es nur nicht.

    Du hast recht. Sie zeigen es nicht. Sie haben das auch nicht von den Eltern gelernt.

    Die Familie ist wirklich unglaublich. Immer wieder frage ich mich, ob überhaupt einer Zuneigung zu irgendeinen Familienmitglied hegt.

    Ich glaube schon, daß es Zuneigung in dieser Familie gibt. Konstantin zu seinen Geschwistern, Katharina zu Alexander. Ich glaube auch, daß der Vater seine Kinder liebt. Er zeigt es nur nicht.

    Wie abwertend Feodora auf den Brief von Frau Urban reagiert hatte. Ich hoffe nur, dass sie noch ganz tief fallen wird um von ihrem hohen Ross runter kommt. Die Frau ist nicht auszuhalten.



    Als Frau Urban zum Tee gekommen ist, hat Feodora sich von ihrer ekelhaften hochnäsigen Seite gezeigt. Zum Glück stand Frau Urban über den Dingen. Sie ist auch ganz angetan von Katharina und unterstützt ihren Sohn, damit die beiden im Kontakt bleiben können.

    Der Adel hält nichts von Leuten, die einen anderen Stand haben. Da können sich diese anstrengen, wie sie wollen.

    Daß einem so guten Schüler die Möglichkeit gegeben wird, auf eine weitergehende Schule zu gehen, ist toll. Albert wird das Schul- und Kostgeld bezahlen. Der Pächter kann das Geld dafür nicht aufbringen.


    Und schon wieder kann sich das Ekelpaket Ludwig nicht zurückhalten. Katharinas Mutter ist außer sich über Katharina. Obwohl Katharina anspricht, daß Ludwig sie schon wieder unsittlich berührt hat, glaubt die Mutter ihr nicht. Sie setzt ihr mit Ohrfeigen zu. Entweder heiratet sie Ludwig oder wird in ein russisches Kloster weggesperrt. So einfach ist das!


    Katharina kann sich eine Landkarte von Preußen besorgen. Sie plante, zu ihrer Tante Leopoldine zu flüchten, die jüngere Schwester ihres Vaters. Diese würde sie beschützen.


    Matthis hat es übertrieben. Er darf nicht mehr am Familienleben teilnehmen. Adolphis will sich nach einem neuen Lehrer umschauen.


    Mamsell sorgt endlich dafür, daß bekannt wird, daß Caspers ungebührlich viel Lohn einbehält, zur Bestrafung.


    Wiebke freut sich, daß sie ihre Schwester gefunden hat. Das Lesen- und Schreibenüben hat sich wirklich gelohnt!


    Wir erfahren, daß auch Alexander nicht gut auf die Mutter zu sprechen ist. Er hat ein Gespräch seiner Mutter belauscht. Sie hält ihn für überflüssig. Wie kann man sich nur so über seine Kinder äußern!


    Katharina und Alexander haben es unter ihrer Mutter nicht einfach. Ich finde, sie bringt ihnen auch wenig Liebe entgegen. Sie behandelt sie wie Erwachsene und bestraft sie wie Kinder.

    Wie haben euch die Szenen aus St. Petersburg gefallen?

    Ich habe so eine große Lust, dort hinzufahren, seit ich die Szenen geschrieben habe. Bin ja mit dem Finger auf dem Stadtplan abgefahren, wo alles spielt, und was man dort anschauen kann. Reisefieber!

    Mir haben sie sehr gut gefallen. St. Petersburg muß beeindruckend sein. Meine Eltern waren schon einmal dort, ich noch nie.

    Es ist wirklich schräg, daß man glaubt, daß eine Dorflehrerin weniger wert ist oder weniger kann als männliche Kanditaten! Da müssen die Männer noch einiges lernen! Aber selbst die Gräfin glaubt das ja!


    Mit Tomasz Ceynowa ist ein polnischer Saisonarbeiter angestellt worden, der sich um die Ssstmaschine kümmert Es ist schon richtig, daß für die Arbeitskraft bezahlt wird! Schließlich ist so eine Maschine nicht billig.


    Rebecca regt sich zu recht über die Verhaftung von Rosa Luxemburg auf. Es ist einfach, jemanden, der sich gegen das System auflehnt, wegzusperren und ihn so mundtot zu machen.


    Daß ausgerechnet der Hauslehrer Matthis ein Auge auf Rebecca geworfen hat, ist verwunderlich. Na ja, eine schöne Frau zieht die Männer an. Rebecca mag seine hochnäsige Art und seine Aufdringlichkeit nicht.


    Die Fensterrahmen der Schule und der Wohnung der Lehrerin sollen erneuert werden. Daß der junge Graf - Konstantin - dies veranlasst, erfreut Rebecca. Obwohl sie nicht weiß, daß es ja gerade Konstantin ist, der sich als Albrecht Sonntag ausgibt. Das kann wirklich nicht mehr lange gut gehen!


    In Petersburg ist Katharinas Mutter ganz verwandelt. Ich freue mich für Katharina, daß sie es geschafft hat - mit Hilfe ihres Bruders Alexander - Julius Urban zu treffen. Die beiden kommen sich näher. Zum Glück ist ihnen nichts passiert, als sie in einen wütenden Mob gerieten. Dann wäre alles herausgekommen. Und es hätte Schlimmeres passieren können!


    Albrecht findet anhand der Unterlagen aus dem Haus des Pastors heraus, daß Graf Adolphis sein Vater ist. Der Pastor hat nach Jahren das Geld einfach für sich eingesteckt. Welch eine Schandtat! Und der junge Albrecht mußte dafür leiden.


    Bertha sieht die Papiere und erinnert sich daran, was der alte Bienzle ihr erzählt hatte, wegen der ältesten Tochter des Gotthilf Mühlstein. War sie in anderen Umständen gewesen?


    Ich vermute nun mal, daß sie die Mutter von Albrecht sein könnte. Der Adel durfte sich ja so einiges erlauben. Der Pastor hat dann geholfen. Wahrscheinlich ist das auch das Geheimnis, das Pastor Wittekind weitergeben sollte.


    Auf einmal meldet sich Amalie Sieglinde von Preußen wieder. Scheinbar hat sie keine Kandidatin für Ludwig gefunden. Sie möchte das Gut im August besuchen. Katharina sagt zwar, daß sie Ludwig nicht leiden kann, aber die Mutter gibt gegenüber dem Vater an, daß Katharina sich nur in einem schwierigen Alter befinden würde.


    Das wird noch was geben. Ich glaube, Katharina wird eher mit Julius durchbrennen, als diesen Wüstling Ludwig heiraten.


    Thalmann macht schon wieder Schwierigkeiten. Ich kann verstehen, daß Konstantin die Nase von ihm voll hat, aber sein Vater geht nicht auf seine Argumentation ein. Er will einfach an Thalmann festhalten. Das war schon richtig bei dem Großvater. Daß Konstantin den zu erwartenden Krieg anführt, ändert die Meinung des Vaters nicht. Konstantin will jedoch etwas unternehmen. Gut so!


    Der Erste Weltkrieg beginnt am 28. Juli! So schnell wird es zu Veränderungen kommen!

    Alexanders Unfall ist noch mal gut ausgegangen. Er mußte zwar eine längere Zeit das Bett hüten, mußte Verbandswechsel über sich ergehen lassen, aber gegen die Schmerzen bekam er Heroin gespritzt.


    Heroin wurde tatsächlich von Baier um die Jahrhundertwende als ein oral einzunehmendes Schmerz- und Hustenmittel vermarktet!


    Albrecht erfährt nun, was der Graf in Stettin machte. Er hielt sich eine schöne Kurtisane, Annabella Kassini.


    Konstantin traut sich nicht, Rebecca zu sagen, daß er in Wahrheit ein Sohn des Grafen ist.

    Er hat es tatsächlich gewagt, eine Saatmaschine zu bestellen und anzuzahlen. Zur Not würde er sie selbst bezahlen.

    Er schenkt Rebecca Silberohrringe mit Bernsteinen, ein Geschenk, wofür ein Kutscher normalerweise lange sparen muß. Er merkt, daß er Rebecca liebt.

    Wenn er aber so weitermacht und ihr nicht bald sagt, wer er ist, wird sie ihm das ganz übel nehmen!


    Nikolaus kommt zu Weihnachten nach Hause. Er benimmt sich wirklich abscheulich, bezeichnet Alexander sogar als Krüppel.


    Katharina hatte von Julius ein Paket mit einem Miniatur-Zeppelin erhalten- Die Mutter muß sich natürlich darüber mokieren. Das würde zu ihr passen, schließlich würde sie sich wie eine Sechsjährige benehmen. Sie verbietet ihr jeden weiteren Kontakt.


    Was für ein Aufsehen, als Annabella Sassini plötzlich zu Sylvester im Gutshaus auftaucht. Zum Glück konnte Albrecht die Situation retten.


    Der Graf ist ein Hornochse: Wenn sie es wagt nochmals aufzutauchen, will er sie wegen Prostitution anzeigen. Hauptsache, er hatte sein Vergnügen!


    Katharina schafft es, Julius Briefe zu schreiben, indem Clara erklärt, daß sie Briefe von einer Cousine bekommt. Hoffentlich kommt die Mutter nicht dahinter.


    Die Mutter kann Frau Urban nämlich nicht ausstehen. Sie hat nicht ihre Klasse!


    Albert hat viel im Waisenhaus durchmachen müssen, nachdem nicht mehr für ihn bezahlt wurde. Ich verstehe trotzdem nicht, warum man dann die armen Kinder malträtieren muß. Was können die Kinder dafür?


    Albert findet im Haus des Pastors einen dicken Umschlag zum Waisenhaus Kolberg. Ich bin wirklich gespannt, was er herausbekommt. Wer sind seine Eltern?

    Nur das Alter von Katharina, 12 Jahre, ist bekannt.

    Und das sie die jüngste ist. Konstantin schätze ich auf Mitte 20, er hat ja schon seinen Universitätsabschluss. Anastasia ist sicherlich älter als 16, außer das Heiratsalter war niedriger als heute. Und Alexander ist auf jeden Fall noch nicht aus der Schule draussen, ich tippe auf irgendwas zwischen 14 und 17.

    Das Heiratsalter war - so meine ich - 21 Jahre. Man konnte allerdings mit Zustimmung der Eltern früher heiraten.

    Daß sich Katharina mit dem Kutscher unterhalten hat, hat ihr gleich zwei Ohrpfeifen eingebracht. Körperliche Züchtigung schien an der Tagesordnung zu sein, wenn das Verhalten nicht angemessen schien.


    Auch Eugen, der Stallknecht, erhält Schläge vom Stallmeister Johann Waldner. Albert ermuntert ihn, sich nicht alles gefallen zu lassen, denn auch Albert kann das nicht leiden.


    Der Gutsverwalter wettert gegen die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt. Er meint sogar, daß sie sich wie eine Dirne verhält, weil der Rock hochgezogen ist. Gerne hätte ich ihn gefragt, wie er denn meint, wie man Fahrrad fahren soll mit einem langen Rock. Dieser würde sich nämlich ständig in den Pedalen oder in der Kette verfangen. Idiot! Gut, daß Konstantin konntert, als der Gutsverwalter meint, die Lehrerin würde den Leuten Flöhe in die Ohren setzen.


    Jetzt erfahren wir auch, warum sich Albert mit der Enkelin des Pastors einläßt. Er will erfahren, wer sein Vater ist. Dafür will er nach den Papieren im Arbeitszimmer des Pastors schauen.


    Alexander leidet auf dem Gutshof. Im nächsten Jahr soll er auf das Internat in Stettin, danach zum Jurastudium. Auf beides hatte er keine Lust. Was Alexander gefiel, war die Musik.


    Die Mutter und Katharina fahren nach Berlin. Als sie sich ein Luftschiff anschauen, kommt es zu einem großen Gedränge. Der junge Julius Urban rettet Mutter und Tochter.


    Im Prinzesssinnenpalais treffen sie auf Amalie Sieglinde von Preußen und ihren Sohn Ludwig. Ludwig, der scheinbar Mitte zwanzig ist, mag Katharina. Zudem meint er, daß er alles darf, was ihm gefällt. Wie kann man sich auf so eine unverschämte Art an eine 12-Jährige ranmachen. Er ist einfach ein Ekelpaket. Erst viel später, als ihre Mutter ihr vorwirft, daß ihr Verhalten katastrophal war, erzählt sie von den Annäherungsversuchen. Aber bei ihrer Mutter scheint das auf taube Ohren zu stoßen.


    Daß Irmgard Wiebke beim Schreiben- und Lesenlernen hilft, ist sehr großzügig. Wie wenig davon gehalten wird, daß Mädchen Lesen und Schreiben können, können wir von Pastor Wittekind erfahren. Frauen brauchen ja nur Rezepte lesen zu können. Das Pastor nutzt seine Macht aus. Das ist überhaupt nicht christlich!


    Was für eine Geschichte, als der Bulle ausgerissen war! Ausgerechnet Eugen schafft es, den Bullen zu beruhigen und seelenruhig mit ihm zurück aufs Gut zu spazieren. Hut ab.

    Als Kind hatte ich Zuhause sehr große Angst vor unserem Bullen. So ein Tier kann einem ganz schön in Schrecken versetzen.

    Jetzt bekam Johann endlich mal einen Dämpfer von Alexander!


    Und dann tritt Alexander in eine rostige Bärenfalle, die sein Großvater vor Jahren ausgelegt hatte. Hoffentlich kann er sein Bein behalten. Sonst wäre er noch mehr ans Haus gebunden.


    Die Kinder können einem leid tun. Auf dem Gut gibt es wenig Abwechselung und niemanden, mit denen sie spielen können. Dabei ist sozialer Kontakt mit Gleichaltrigen wichtig. Schließlich wird man nicht als Erwachsener geboren.


    Albert gefällt mir. Er sieht Ungerechtigkeiten und versucht zu helfen. Das macht ihn sympathisch.

    Es gibt hier so viele negative Stimmen gegen Mimis Mutter, aber ehrlich gesagt, verstehe ich das gar nicht. Ja, okay, sie könnte sich mehr um ihren Bruder kümmern, aber er ist versorgt durch Mimi und der Mutter werden gerade gleich zwei Ehren zuteil, für die sie wirklich viel gearbeitet hat. Verlangt ihr wirklich, dass sie die einfach ablehnt? Keiner würde einem Mann vorwerfen, wenn er sagt, nein, ich kann meine Fabrik oder was weiß ich nicht alleine lasse, aber ihr tut man es, obwohl sie ihren Bruder gut versorgt weiß?

    Ich kann Amelie da total verstehen und finde es überhaupt nicht verwerflich, dass sie sich diese Gelegenheiten nicht nehmen lassen möchte. Immerhin hat sie hart dafür gearbeitet und außerdem sind das auch Sachen, mit denen sie ihren Prinzipien treu bleibt.

    Ich finde, daß Mimis Mutter sich um ihren Bruder künmern sollte. Sie könnte ihn zu sich nach Hause holen, wo er - nicht nur von der Mutter - sondern auch von den Angestellten versorgt werden könnte. Die Mutter weiß, daß Mimi es nicht gelernt hat, sich um einen Haushalt zu kümmern. Ich glaube, dem eigenen Bruder zu helfen, ist wichtiger, als anderen Leuten zu helfen.

    Klaus in meiner Geschichte hat zwar Depressionen, aber es war grundsätzlich so, dass die Laichinger Männer sehr lieblos zu ihren Frauen waren. Ein paar ziemlich gruselige Beispiele haben mir alte Laichinger Frauen erzählt, die möchte ich aber nicht wiedergeben. Was wir nicht vergessen dürfen: Das Leben war so unglaublich hart auf der Alb vor 100 Jahren, das hat auch die Menschen hart gemacht.

    Wenn das Leben nur noch aus Kampf besteht, verhärtet das Herz. Wenn die Männer lieblos zu ihren Frauen waren, verwundert es mich aber, daß die Frauen dennoch Liebe an ihre Kinder weitergeben konnten. Lieblosigkeit ist wie ein Dorn!

    Gut Greifenau - Ich fühle mich beim Lesen gleich nach Downton Abbey versetzt.

    Die Geschicht beginnt mit dem tragischen Tod des Großvaters, des Patriarchen, Donatus.


    Der Name Donatus bedeutet der Geschenkte, der Mutige. In dieser Geschichte steht er scheinbar wohl eher für Oberbefehlshaber. Alles mußte nach seiner Nase gehen.


    Auf seinem Sterbebett rang er von Pastor Wittekind das Versprechen ab, dem Sohn die Wahrheit zu sagen. Vielleicht, daß er noch einen Bruder hat?


    In diesem Leseabschnitt lernen wir die Leute kennen. Es ist gut, daß man in der Personenübersicht nachschlagen kann, wenn man sich nicht mehr sicher ist.


    Der Tod des Großvaters ereignet sich, als die Herrschaften nach dreiwöchiger Abwesenheit aus Berlin auf das Gut zurückkommen.


    Gleichzeitig fängt auch der neue Kutscher Albert Sonntag seinen Dienst an. Dieser Mann scheint noch sehr interessant zu werden, obwohl ich aus ihm nicht ganz schlau werde. Was hatte er sich vorgenommen. Will er sich an jemanden rächen? Weiß er, wer ihn ins Waisenhaus gebracht hat? Weiß er, wer seine Eltern sind? Mag er die Enkelin des Pastors Paula Ackermann?


    Gräfin Feodora ist von einer ganz abgehobenen Liga. Ich glaube, sie weiß manchmal nicht, was sie von sich gibt.


    Konstantin kümmert sich um Angelegenheiten des Gutshofes. Sein Vater scheint wenig Überblick zu haben. Bisher hatte ja auch der Großvaters alles erledigt. Konstantin wünscht sich den Einsatz von Landmaschinen. Dann könnte die Arbeit schneller und besser ausgeführt werden.Sein Vater spricht nicht darauf an. Konstantin hat ein Auge auf die neue Dorflehrerin Rebecca Kurscheid geworden, eine Frau, die mit einem Fahrrad unterwegs ist.


    Katharina, die Tochter, hat die Zeit in Berlin genossen. Auf dem Gut fühlt sie sich eingesperrt. gefangen in alten Traditionen, dem ständigen Herumgemeckere ihrer Mutter ausgesetzt. Ihr gefällt der neue Kutscher. Er hat etwas Geheimnisvolles an sich.


    Die Geschichte fängt schon gut an. Beim Lesen läuft bei mir ein Film im Kopf ab. Was brauche ich da noch Filme auf DVDs?

    Oder bei meiner Schwester in Schwerin, für einen Tag , aber dann hab ich vom Lärm und den vielen Menschen genug

    Dabei ist Schwerin doch absolut beschaulich! Also ich sage immer, ich komme aus 'nem Dorf. In NRW heißt das, eine Kleinstadt von um die 50.000 Einwohner. Dadrunter könnte ich mir absolut gar nichts vorstellen, weil ich 50.000 eigentlich zu klein und dörflich finde. :totlach:

    Ich komme aus einem Dorf, die jetzt ungefähr 2.600 Einwohner haben, wobei das Dorf in den Ortskern und in viele Bauernschaften aufgeteilt ist. Ich lebe seit ewig in einer Stadt in der Nähe von Essen. Ich vermisse mein Dorf nicht, da alles sehr abgelegen ist.

    Um mit einer Depression oder mit einem depressiven Menschen umgehen zu können, muß man die Krankheit kennen. Ohne Kenntnis der Krankheit, mit gutgemeinten Ratschlägen fühlt sich der Kranke angegriffen. Depression ist eine Krankheit, kein augenblicklicher Gemütszustand.


    Ich kann mich gut daran erinnern, daß mein jüngster Bruder als Kind sehr ruhig war und wenig gesprochen hat. Ja, man konnte sich mit ihm unterhalten. Aber er war keine Plaudertasche. Meine Mutter hat dann häufig zu ihm gesagt: "Du mußt einfach mehr sprechen!". Heute akzeptiert sie ihn so wie er ist. So ist das mit Depressiven auch. Man muß es akzeptieren.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  2. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  3. Montag, 12. November 2018, 16:11 - Montag, 26. November 2018, 17:11

    Editing Expertise

  4. Freitag, 16. November 2018, 21:43 - Samstag, 1. Dezember 2018, 22:43

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