Beiträge von Anne H.

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    Die Autorin Maria Nikolai führt uns in ihrem Roman "Die Schokoladenvilla" nach Stuttgart in das Jahr 1903 zu Judith Rothmann, der Tochter eines Schokoladenfabrikanten. Zur Familie gehören der Vater Wilhelm, die Mutter Helene und die Zwillinge Karl und Anton. Judith liebt es, neue Schokoladenkreationen auszuprobieren. Sie träumt davon, einmal die Fabrik zu leiten. Aber ihr Vater hat ganz andere Pläne für sie Er will sie mit dem Bankierssohn Albrecht verheiraten. Da taucht Victor Rheinberger auf, der in Stuttgart einen Neustart plant.


    Die Autorin nimmt uns mit in das neue, 20. Jahrhundert und konfrontiert uns mit der damaligen Lebenssituation. Die oberen Gesellschaftsschichten lassen es sich gut gehen, aber das arbeitende Volk hat es schwer. Viele Frauen prostituierten sich, um ein wenig dazuzuverdienen. Die Frauen damals hatten keine Rechte. Sie waren abhängig von Vater oder Ehemann.


    Die Fabrikantentochter Judith will es aber nicht einfach hinnehmen, daß sie vom Vater mit einem Mann verheiratet wird, den sie nicht ausstehen kann.


    Mutter Helene verweilt am Gardasee zur Stärkung ihrer Nerven. Sie hat sich in ihrem Leben in Stuttgart eingesperrt gefühlt und genießt ihre neue Freiheit.


    Als Victor Rheinberger auftaucht und in der Schokoladenfabrik eingestellt wird, kreuzen sich die Wege von Victor und Judith. Es bändelt sich eine neue, zarte Liebe an!


    Die Autorin hat die Protagonisten ausführlich beschrieben, so daß der Leser sich gut in die Personen hineinversetzen kann. Der Roman ist spannend bis zum Ende.


    Es handelt sich hier um den Anfang einer Trilogie. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf Fortsetzung. Schließlich möchte ich ja wissen, wie es weitergeht.


    Ich kann diesen Roman sehr weiterempfehlen.


    Vielen Dank an die Autorin für die Begleitung der Leserunde!


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    Die Konfirmation findet statt. Aber warum muß der Pfarrer eine drohende Predigt halten? Die Konfirmation sollte ein Fest der Freude sein, ein Schritt zum Erwachsenwerden. Es wird auf Tradition gesetzt. Traditionen sind schön und gut, aber sie dürfen nicht Veränderungen ausschließen. Ohne Veränderungen droht der Stillstand. Wie sollen junge Leute mit Freude in die Zukunft blicken, wenn keine Veränderungen zugelassen werden?


    Daß Onkel Josef Tuberkulose hat, ist wirklich schlimm. Er will sie zwar wegschicken, damit sie ihm nicht beim Sterben zuschaut, aber das akzeptiert Mimi nicht. Gut so!


    Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer. Man darf doch nicht den mächtigen Herrn verärgern!


    Gehringer kommt auf die Idee, Onkel Josefs Laden als Ausstellungsraum nutzen zu wollen. Und das Atelier könnte er für Modenschauen nutzen.. Da beißt er aber auf Granit bei Mimi.


    Mimi bittet Luise, ihr das Kochen beizubringen. Mimi hat ja nie gelernt, einen Haushalt zu führen. Von Luise erführt sie, warum die Weber so schlecht bezahlt werden. Weil die Fabrikanten die Rohware für gutes Geld aus dem Ausland beziehen.


    Alexander ist verärgert. Auf dem Maienfest gibt es scheinbar nur Geld für seinen Vater, für Bier und Schnaps. Die Kinder können nur zuschauen.


    Auch Fritz hat es schwer. Sein Vater ist ebenfalls von der Schwermut befallen.


    Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es für die Familien war, mit so wenig in ihrem Leben auszukommen. Wenn dann auch noch psychische Beschwerden dazu kamen, ist das Los um so schwerer. Die ganze Familie wird damit heruntergezogen.


    In einem Brief erklärt die Mutter nur kurz, daß bei ihnen die Hölle los war. Ist etwas bei ihnen vorgefallen? Sie läßt sich nicht weiter darüber aus.


    Es ist schön zu sehen, daß Anton von seiner Mutter etwas Geld erhält. Eigentlich möchte er seine Freundin zu einem Ausflug einladen. Schade, daß daraus nichts wird.

    Ich finde, daß Anton ein netter Kerl ist. Seine Christel macht es ihm nicht einfach!

    Anton, der Gastwirtssohn, hat es schwer. Er kann sich mit seiner Liebsten Christel nur heimlich treffen. Sie ist nämlich die Tochter von Paul Merkle, Herrmann Gehringers rechter Hand. Und der ist eben was Besseres.


    Leider muß Mimi hören, daß der Laichinger Artzt erst Anfang Mai zurückerwartet wird. In Laichingen kann man es sich nicht leisten krank zu sein.


    Bismarck hat zwar 1884 die Krankenversicherung eingeführt, aber inwieweit das für die Arbeiter des Herrn Gehringer betraf, weiß ich nicht.


    Meine Mutter, eine Bäuerin, erzählte mir, daß in unserer Familie nur mein Vater und mein Opa krankenversichert waren (als Selbständige). Mit jeder Geburt, bei der meine Mutter ins Krankenhaus ging, mußte mein Vater privat zahlen. Wir Kinder wurden beim Vater mitversichert. Meine Oma bekam eine schwere Gelbsucht und lag ein halbes Jahr im Krankenhaus bis sie starb. Das mußte von meinem Vater bezahlt werden. Zum Glück hat sich das System geändert!


    Onkel Josef ist bankrott. Ein Vertrag zur Vermietung des Ladens hätte etwas Geld ins Haus gebracht. Als Mimi dies erfuhr, fühlte sie sich - zu recht - sehr hilflos.


    Eveline und Klaus haben es auch schwer. Denn Klaus ist schwermütig, heute würde man seinen Zustand als depressiv bezeichnen.


    Mimi schaut sich das Fotoatelier an. Sie kann sich gut vorstellen, wie ihr Onkel dort Fotografien gemacht hat. Eine Längsseite war fast komplett verglast. So konnte man das Licht entspreched für seine Aufnahmen nutzen.


    Alexander, der Sohn von Eveline und Klaus, kann zeichnen. Paul Merkle hat eine Zeichnung von Alexander mit einer schönen Blumenranke einfach eingesteckt, als er bei Eveline wegen Stickarbeiten war. Gehringer meint, daß man Alexander keine Flausen in den Kopf setzen sollte.

    Ja, neue Stickmuster möchte Gehringer wohl haben, aber Geld will er dafür nicht ausgeben. Dann müßte er sich ja noch von mehr Geld trennen!


    Aber Alexander darf für die Fotografin ein Ladenschild malen. Sie ist begeistert von seinem Können!


    Ich fand es super, daß Mimi den Jungen zeigte, wie man Fotoplatten retuschierte.

    Mir war gar nicht bewußt gewesen, daß man schon früher Aufnahmen durch Retuschieren verändert hat. Heute nennt man das photoshoppen, ein Bild bearbeiten.


    Onkel Josef weiß um Alexanders Können. Er hat schon mehrere Bilder gemalt. Das bringt Mimi auf die Idee, ihre Mutter auf seine Talente hinzuweisen und ihre Kontakte zur Stuttgarter Kunstschule zu nutzen. Sie war sich aber nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee war.


    Christel hält Anton für einen Träumer. Sie hält sich lieber an die Realität, weil sie nicht glaubt, daß seine Träume wahr werden können.


    Mimi macht Aufnahmen von den Konfirmanden. Sie versucht sie aus der Reserve zu locken, indem sie sich aus ihren Requisiten bedienen können. So werden die Aufnahmen aufgelockert, moderner. Auch von Christel wird eine Aufnahme gemacht. Sie ist eine sehr schöne junge Frau!


    Eveline hatte Klaus in Chemnitz kennengelernt. Ihr Vater besaß eine der größten Webstuhlfabriken von ganz Deutschland. Sie ist mit Klaus von Zuhause abgehauen, der Liebe wegen. Ein mutiger Schritt!


    Der Leser erfährt viel über die Familien des Ortes. So kann man sich gut ein Bild der Geschichte machen. Wir sind quasi vor Ort und erleben den Alltag mit.

    Paradekissen – auch so ein Ausdruck bzw. etwas, was unsere Kinder nicht mehr kennen. Ich finde es so schade, dass diese alten Worte alle langsam verschwinden. Aber gut – Paradekissen kenne ich auch nur noch von meiner Oma und das ist 60 Jahre her.

    Paradekissen kenne ich von meiner Mutter. Wenn früher zu einer Familienfeier viele Verwandte kamen, wurden Mäntel und Jacken im Schlafzimmer deponiert. Das Schlafzimmer wurde schön hergerichtet. Auf dem normalen Kopfkissen wurde ein Paradekissen deponiert. Dieses Kissen war mit einem besonders schönen Kissenbezug ausgestattet, der nur für "Demonstratrationszwecke" benutzt wurde.

    Wieder etwas gelernt. Baden-Württemberg ist heute erst 66 Jahre alt. Danke!

    Ein Abitur gab es um 1900 herum für Mädchen in Württemberg noch nicht. Mimi musste deswegen zur Tante nach Berlin ziehen und dort ein Gymnasium besuchen, welches dies erlaubte.

    Wikipedia sagt:


    Das erste Mädchengymnasium auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands wurde vom Verein Frauenbildungsreform unter Leitung von Hedwig Kettler 1893 in Karlsruhe gegründet.


    Karlsruhe ist eindeutig Baden-Württemberg!

    Mimis Mutter ... Sie ist aus dem Leben gegriffen. Ich kenne mindestens zwei Menschen in meinem Umfeld, die genauso sind: Sie retten Afrika, die Welt und das Unversum noch dazu. Aber dass das Geld dann für die Klassenfahrt beim eigenen Sprößling nicht reicht, übersehen sie ...

    Aber jeder Mensch hat die Chance, sich weiterzuentwickeln, oder? Mal sehen, wie geduldig meine Leser mit Amelie Reventlow sind!

    Mimi und ihre Eltern lebten zu einer anderen Zeit. Ich glaube nicht, daß du das mit heute vergleichen kannst.

    Ich muss aber gestehen, dass ich ein wenig von der Mutter enttäuscht war. Für jedermann ist sie da gewesen, aber bei ihrer Tochter hat sie sie Klamotten-technisch fast verwahrlosen lassen. Gut das Mimi noch zu ihrer Tante gekommen ist und eine feine Dame aus ihr gemacht hat, die nun immer auf ihre äussere Erscheinung achtet.

    Mimis Mutter hat sich sehr für die Menschen in der Gemeinde eingesetzt. Ihrer Tochter hat das nicht geschadet. Sie liebte ja ihre Freiheit. Ist es wirklich so wichtig, wie ein Kind herumläuft? Ist es nicht wichtiger, daß das Kind glücklich ist?


    Als meine Geschwister und ich klein waren, mußte meine Mutter noch viel meinem Vater auf dem Land mithelfen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten gab es keine Leute, die in der Landwirtschaft mitarbeiteten. Zum Glück hatten wir aber eine liebe Oma, die sich während dieser Zeit um uns kümmern konnte.

    Der Leser trifft Mimi erst 6 Jahre später wieder an. Jetzt hat sie sich schon in ihr Fotografen-Leben eingewöhnt. Auf ihrem Weg zu ihrem Onkel Josef, um den ihre Mutter sehr besorgt ist, trifft sie in Ulm auf einen attraktiven Mann, Hannes, einen Gewerkschafter, der sich aber lieber Botschafter nennt. Er hilft ihr, als ein Junge, auf den sie kurz aufpaßt, einen Krampfanfall erleidet, ein Epileptiker. Ich glaube, daß Hannes Mimi sehr gut gefallen hat. Werden wir ihn noch mal wiedersehen?


    Zum ersten Mal erfahren wir, was die Hauptnahrung der Laichinger Weber ist, der Schwarze Brei, aus gerösteten Dinkelkörnern.


    Ich, als Tochter eines Bauern in Westfalen, bin davon ausgegangen, daß um 1900 schon überall Kartoffeln die Hauptnahrung waren. Da habe ich mich scheinbar getäuscht.


    Die Kindersterblichkeit war damals noch sehr hoch. Auch wenn die Leute einer Arbeit nachgingen, herrschte trotzdem oft Armut und Hunger.


    Als Mimi im Kolonialwarenladen bei Helene einkaufen will, trifft sie zum ersten Mal auf Herrn Gehringer, einem Webereibesitzer, der sich im Laden einfach vordrängelt. Beim zweiten Mal kann sie gerade noch verhindern, daß ihr Onkel einen Vertrag abschließt für sein Ladengeschäft.


    Mimi läßt sich nicht leicht einschüchtern. Sie erzählt ihrem Onkel erbost von dem Vorfall in dem Laden. Scheinbar ist es selbstverständlich, daß - wenn "Hohe Herrschaften" irgendwo auftauchen - gleich Platz für sie gemacht werden. So etwas kennt Mimi nicht.


    Und sie wagt es, den Webereibesitzer im Hause ihres Onkels abblitzen zu lassen. Das nenne ich Mut!

    Früher sind wohl nicht nur Fotografen durch die Lande gezogen. Ich kann mich erinnern, da war ich noch ein kleines Mädel, dass ca. alle halbe Jahre ein Mann mit einem riesigen Krämerladen-Koffer bei uns im Dorf auftauchte, bei dem meine Mutter dann die Messer und Scheren schleifen ließ, Knöpfe und Reissverschlüsse gekauft hat. Für uns Kinder hatte er meistens ein Bonbon dabei. Das war immer ein riesen Hallo, wenn er mit seiner Glocke gebimmelt hat und die Leute dann auf die Straße gerannt sind.

    Meine Mutter erzählt, daß zu ihrer Zeit sehr viel an der Haustür verkauft wurde, selbst Teppiche.

    Onkel Josef ist Mimis großes Vorbild, er hat die Liebe zur Fotografie in ihr geweckt. Auch ich mag ihn sehr, aber kaum zu glauben, dass er der Bruder von Amelie Reventlow ist. Die beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Als Wanderfotograf ist er ständig mit seinem Wagen unterwegs und nur selten bei der Familie zu Besuch, zum Leidwesen von Mimi.

    Pfarrersfrau und Wanderfotograf sind ja auch sehr unterschiedliche Bereiche.

    Ich mag Onkel Josef. Sein Leben bzw. seine Arbeit hat Mimi schon früh fasziniert.

    Sich fotografieren zu lassen, war etwas Besonderes. So etwas wurde bei besonderen Gelegenheiten gemacht, wie bei Hochzeiten oder Taufen. Eben um ein Bild von diesem Ereignis zu haben.

    Ein Wanderfotograf kam auch in abgelegene Ortschaften, wo es vielleicht überhaupt keinen Fotografen gab. Eine schöne Angelegenheit.

    Ich habe mich sofort in die Geschichte verliebt. Mimi Reventlow ist eine starke junge Frau, die weiß, was sie will. Was sie nicht will, ist Heinrich zu heiraten, mit ihm nach Schorndorf zu gehen, und dort Hausfrau und Mutter zu spielen. Schon als Siebenjährige wußte sie, daß sie den Menschen Schönheit schenken will, wie ihr Onkel Josef es tut, als Fotografin. Mit dem Aussteuergeld von ihrer Mutter kauft sie sich zusammen mit Onkel Josef eine komplette Kameraausrüstung.. Ihr Start in den Beruf ist allerdings ganz schön holprig. Ich glaube aber, daß Mimi sich nicht von ihrem Weg abbringen läßt.


    Mimi ist der Zeit weit voraus. Normalerweise wird die Frau als Ehefrau und Mutter gesehen. Auf dem Dorf waren Frauen mithelfende Familienangehörige. Ihre Eltern unterstützen ihre Tochter in ihrem Freiheitsbestreben. Das ist sehr fortschrittlich.

    Ich mag es ja eigentlich gar nicht, wenn Frauen gleich beim ersten Mal schwanger werden und sich so ein gesellschaftlicher Ruin kaum vermeiden lässt. Es passiert in Büchern ständig, aber wer mich kennt der weiß: als besonders realistisch halte ich das nicht. Hätte sie eine längere Affäre mit Max gehabt, geschenkt. Aber so? Na ja. Ich werde mich damit abfinden.

    Ja, das ist ein Kniff ;-) aber da auch ich einst auf Anhieb schwanger wurde mit meinem ersten Kind, war es für mich gar nicht so ungewöhnlich.

    Auch ich wurde mit mit meinem ersten Kind auf Anhieb schwanger!

    Und schon ist diese Geschichte Zuende! Da ging es ja noch hoch her zum Schluss. Victor ist einfach ein toller Mann. Er geht zu Schwester Henny und gibt an, daß er der Vater des Kindes ist.


    Fritz und Robert bekommen eine Arbeit bei Robert Bosch. Jetzt können sie gutes Geld verdienen!


    Von Braun ist wirklich hinterlistig. Er fordert sein bereits gezahltes Geld zurück, wenn Albrecht nicht in die Geschäftsleitung aufgenommen wird. Da hat er sich aber gewaltig verrechnet! Victor taucht mit Judith auf, bietet dem Vater 100.000 als Finanzspritze an. Er kann eine schriftliche Erklärung vorlegen, daß Albrecht spielsüchtig ist. Albrecht hat Stuttgart heimlich verlassen.

    Judith wird in die Geschäftsführung der Firma Rothmann eintreten. Auch über den Schokoladenautomaten berichtet er. Und im Sommer kommt ihr Kind zur Welt.

    Victor hat Nägel mit Köpfen gemach!


    Der Bruder des Mannes, der beim Duell gestorben ist, taucht mit einer Pistole auf. Friedrich Rheinberger rettet seinen Sohn, gekommt aber einen Streifschuß ab. Auch Roux wird einkassiert.


    Endlich kann Hochzeit gefeiert werden. Ich finde es super, daß der Vater stolz auf seine Tochter ist.

    "Du bist einer Kämpferin. Du hast um dein Glück gekämpft."


    Und der kleine Martin Friedrich Rheinberger wird geboren. Hurra!


    Der Schluß ist wirklich noch mal sehr spannend geworden. Wie es wohl weitergeht? In der Fortsetzung werden wir bestimmt auch mehr von Helene hören. Und weil wir die deutsche Geschichte kennen, wissen wir, daß 1914 der Erste Weltkrieg ansteht. Die Zeiten werden nicht einfacher werden!

    Die Autorin Tabea Bach führt uns auch im 2. Band mit "Die Frauen der Kamelien-Insel" wieder auf die wunderschöne Insel. Der Leser darf teilnehmen an einer Traumhochzeit mit Sylvia und Mael. Mit der Versteigerung der Kamelie "Sylviana" soll ein geplantes Besucherzentrum finanziert werden. Zu allerlei Turbulenzen kommt es, als auf einmal Chloé, Maels erste große Liebe, mit einem 7.jährigen Jungen, der angeblich Maels Sohn sein soll. auftaucht.


    Mit dem 2. Band wird die Geschichte um die Kamelieninsel fortgesetzt. Auch wer den ersten Band nicht gelesen haben sollte, kommt gut in die Geschichte rein, weil auch auf frühere Ereignisse hingewiesen wird.


    Die Autorin hat es verstanden, durch ihre ausführliche Beschreibungen ein lebendiges Bild erscheinen zu lassen. Die Protagonisten sind ausführlich ausgearbeitet, so daß man sich gut in ihre Lage versetzen kann.


    Das plötzliche Auftauchen von Chloé und ihrem Sohn Noah bringt alles durcheinander. Sylvia muß zuschauen, wie Mael nur noch auf seinen Sohn fixiert ist. Chloé und ihr Verhalten setzt allen auf der Insel zu. Noah hat die größten Schwierigkeiten, sich an die veränderte Situation zu gewöhnen, denn er hängt an seinem Papa in Paris, der nichts mehr von ihm wissen will. Sylvia steht auch sehr unter Stress, denn sie wünscht sich ein eigenes Kind mit Mael.


    Mir hat dieser zweite Teil sehr gut gefallen. Auch diese Geschichte ist spannend bis zum Schluss. Sehr gespannt bin ich auf den dritten Teil.


    Ich kann diese Geschichte sehr weiterempfehlen.


    Rezension auch auf:

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    Jetzt liest der Vater den Brief von Helene. Sie wird nicht mehr zurückkommen. Und sie hatte den Ehering mitgeschickt. Das machte den Vater wütend. Er wollte jetzt dafür sorgen, daß wenigstens alles mit der Hochzeit seiner Tochter klappen würde.


    Und wen erwischt er im Versuchsraum? Judith und Victor. Er schmeißt Victor raus. Judiths Erläuterungen tut er als Verleumdungen ab. Sie hat ab sofort Hausarrest.


    Judith wird sich durch ein Gespräch mit Dora bewußt, daß sie schwanger ist. Ihre Kleider wollen nicht mehr passen.


    Karl und Anton haben auch nur Unsinn im Kopf. Sie zünden eine Scheune an.


    Bei dieser Gelegenheit kann sich Judith mit Dora aus dem Haus stehlen. Sie suchen Schwester Henny auf. Diese nimmt Judith in ihre Wohnung auf.


    Roux spioniert weiter nach Victor. Auf einmal taucht aber Friedrich Rheinberger auf und setzt ihm eine Frist.


    Die Situation ist sehr verfahren. Wie wird sich Judith verhalten? Was wird Victor dazu sagen, daß sie schwanger ist? Wird er überhaupt noch etwas mit ihr zu tun haben wollen.


    Ich schätze Victor so ein, daß er damit zurechtkommen wird, daß Judith schwanger ist. Er hat Judith bisher immer unterstützt. Ich glaube, daß wird er auch weiterhin machen.


    Dieser Roux ist wirklich sehr gewieft. Er kann den Leuten wirklich alles weismachen. Ich mag ihn trotzdem nicht.