Beiträge von Tonlos

    In Weißes Gold, dem zweiten Teil der Schwertfeuersaga von Robert Corvus, steht Eivora, eine junge Anführerin einer Eliteeinheit innerhalb eines Söldnerheeres im Mittelpunkt. Nach der Ermordung Ihres Vaters, dem Chef der Söldner, versucht Eivora in dessen übergroße Fußstapfen zu treten.
    Denn Verrat und Intrigen durchziehen die Reihen der Soldaten und Eivora ist berufen das Erbe zu bewahren und die Einheiten vor dem Zerfall zu schützen. Dabei steht ihr Gonter, ein Prinz und abtrünniger Thronfolger eines Königreichs zur Seite. Dieser sagt sich los von seinem Erbe und möchte lieber als Söldner dienen, als von seinem Vater in eine Rolle gedrängt zu werden, die ihm missfällt.


    Im zweiten Kontrakt des Klingenrausches geht es um den Schutz von Kort, einem ehemaligen Anführer einer konkurrierenden Einheit, der Graf werden möchte und sich dafür auf den Weg der Buße begeben muss, um dies zu erreichen.
    Die Aufgabe ist es, ihn während seiner Wallfahrt und an den verschiedenen heiligen Stätten vor den Anhängern seines Konkurrenten zu schützen, die lieber seinen Bruder auf dem Thron sehen wollen. Zudem hat Kort Informationen über eine Intrige, die Eivora im Klingelrausch gerne aufdecken möchte.
    Diese erhält sie aber natürlich erst nach getaner Arbeit und der Ablieferung eines lebendigen Pilgers.


    Der Klingenrausch kämpft von Anfang bis Ende mit Problemen. Zum einen müssen alle Söldner den Eid neu leisten. Zudem werden Eivoras Führungsqualitäten und ihre Legitimität als Anführerin in Frage gestellt. Selbst hochrangige Offiziere stellen sich gegen sie und stellen dies offen zur Schau.
    Auch nahestehende Freunde verfolgen ihre eigenen Pläne und Absichten. Keine guten Voraussetzungen um einen gemeinsamen Auftrag erfolgreich zu Ende zu bringen.


    Robert Corvus hat mit der Schwertfeuersaga eine eigene kleine Welt um die Anbetung und Verehrung von Dämonen erschaffen. Hier folgt erfrischenderweise alles ein paar anderen Regeln, als man es von Götterwelten gewohnt ist.
    Die Szenen spielen aus der Sicht von verschiedenen Figuren, die alle mehr oder weniger ihre eigenen Ziele verfolgen. Hier wird auf viel Liebe zum Detail geachtet. Es gibt viele lustige als auch nachdenkliche Dialoge. So kommen aber auch Action und die ein oder andere Grausamkeit nicht zu kurz.
    Alle Szenen dienen dazu, die Figuren nach und nach zu beleuchten und am Ende führen so einige Fäden wieder zusammen.


    Der Verlauf der Pilgerfahrt verlief für mich persönlich etwas zu geradlinig und zu ähnlich. Zwar war jede Station und auch jeder Kampf an sich einzigartig, aber im Großen und Ganzen war es mir etwas zu einheitlich. So richtige Spannung oder ein Mitfiebern mit einer Figur konnte sich bei mir leider nicht so richtig einstellen. Auch handeln alle Figuren konsistent im Bezug auf ihre Erlebnisse und Absichten…so manches blieb aber für mich, vor allem gegen Ende nicht so richtig nachvollziehbar bzw. hätte ich mir andere Vorgehensweisen gewünscht.
    Vor allem Eivora erschloss sich für mich leider nicht richtig und ich finde nach wie vor keinen richtigen Zugang zu ihr. Gonter dagegen konnte einiges an Boden gut machen. Der im ersten Teil eher glatte Charakter bekam jetzt doch ein erhebliches Maß an Tiefe und gefällt mir immer besser.
    Auch einige Nebencharaktere haben es mir angetan. Vor allem Nirto ist hier in besonderem Maß hervorzuheben. Er hat seinen ganz eigenen Charme und ich hoffe sehr, dass er in Teil 3 noch einige Szenen bekommen wird.


    Im Großen und Ganzen ist Weißes Gold ein solider Dark-Fantasy Roman mit vielen Höhen und Tiefen und einer schönen kleinen Dämonenwelt. Wer es lustig aber ab und an mal grausam, aber nicht zu grausam mag, ist hier genau richtig.
    Auch fehlt nicht das Richtige Maß an Action und Kampf. Es geht dabei aber niemals richtig blutig zu, was ich sehr schätze. Es wurden einige Fragen aus dem ersten Band geklärt, aber es ist auch noch einiges offen. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.


    Ich denke, die Figur handelt damit konsistent. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass einem diese Gedankenwelt sympathisch sein muss. ;)


    Da hast du wohl recht. ;)



    Hm, das passiert doch ständig ... :-\
    Es ist ja nicht so, dass Parteispendenaffären, Bespitzelungen und sonstige krumme Touren bereitwillig aufgedeckt werden - selbst, wenn man davon ausgehen darf, dass die meisten, die von so etwas Kenntnis erlangen, es ablehnen. Das normale Verhalten ist aber leider oft: Reihen schließen - Team zusammenhalten - hinter verschlossener Tür vielleicht Kritik, aber bloß nichts aufdecken, es könnte der Partei/ dem Verein/ dem Verband schaden ... ::)


    Hm...ja das stimmt schon. Nur von einer Eliteeinheit, die auch Eliteeinheit bleiben will und stolz drauf ist, hätte ich da etwa mehr Willen zur Aufklärung erwartet.
    Noch dazu dachte ich, dass es Eivoras Anspruch ist. Natürlich lügt sie auch, wenn es gerade passt, aber so im Großen und Ganzen ist sie doch eine "Ehrliche".
    Oder doch zumindest jemand, der Dinge gerne klärt...



    Ich stelle es jetzt mal sehr sehr grob und sehr vereinfacht dar. Das wird der Geschichte auch nicht gerecht, aber vielleicht ist es so anschaulicher wo für mich die Doppelungen waren.


    Kort pilgert/Besuch im Tempel - Der Klingenrausch wird durch ein Scharmützel aufgehalten (Straßensperre)
    Kort pilgert/Besuch im Tempel - Der Klingenrausch wird durch ein Scharmützel aufgehalten (Sperre an der Staubtalbrücke)
    Kort pilgert/Besuch im Tempel - Der Klingenrausch wird durch ein Scharmützel aufgehalten (Sperre in den Salzzacken)
    Kort pilgert/Besuch im Tempel - Der Klingenrausch wird fast durch ein Scharmützel aufgehalten (Sperre in Abidia)


    Wie gesagt, das Buch ist wirklich abwechslungsreich und viele Szenen mit sehr viel Liebe zum Detail. Aber das Gerüst ist ziemlich einfach gestrickt. Zumindest empfand ich das so.

    Hm, ich muss zugeben, dass ich mit der Entwicklung der Dinge gegen Ende nicht so zufrieden bin wie in den Abschnitten zuvor. Da wurden meine Erwartungen und Hoffnungen leider nicht so erfüllt.
    Ihr habt ja schon fleißig diskutiert und die Meinungen gehen ja auch durchaus auseinander. Ich möchte meine Sicht auf 3 verschiedene Szenen wiedergeben, die ich mir persönlich etwas anders gewünscht hätte:


    Eivoras Opferung am Schwertfeuer


    Sie tut es tatsächlich. Das geht einfach nicht in meinen Kopf. Ich kann bestimmte Argumentationen nachvollziehen, sicher. Aber „da leg ich mich jetzt mal zum ausbluten auf den Tisch, wenn´s der Einheit dient“ ist für mich kein ausreichender Grund. Auch nicht, wenn die Einheit ihr Leben ist und ihr diese viel bedeutet. Meiner Meinung nach nützt sie der Einheit lebend viel mehr. Was bringt eine Klinge mehr im Schwertfeuertisch da schon??


    Auflösung der Hintergründe von Ziguns Tod


    Diese Lösung finde ich unbefriedigend…erst macht sie es zur Bedingung des Kontrakts, dann ist es ihr lieber das unter den Teppich zu kehren. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man sich auch mal etwas anders überlegen kann.
    Aber wie Nicole schon sagte, wird das eigentliche Problem nicht gelöst, sondern nur vertagt. Die Täter werden nicht bestraft. Das ist für mich ein falsches Signal. Man kann einfach mal einen Kampfherren umbringen und nichts passiert und man hofft darauf, dass es in Vergessenheit gerät.
    Das könnte irgendwann wie ein Bumerang zurückkommen. Das Argument, dass es den Klingenrausch schwächen würde, wenn man die Täter suchen würde und es es zu internen Spannungen kommen könnte, verstehe ich.
    Aber wo kämen wir denn da hin, wenn der Staat oder auch ein Kommandeur sagen würde…“ach ja, das machen wir jetzt mal nicht - das bringt uns zu viel Unruhe rein, die Schuldigen zu suchen“


    Gonters Beförderung zum Rottmeister


    Ich mag Gonter. Er hat die Beförderung auch verdient. Aber er hat gerade erst den Schwur geleistet. Bisher war er bei einem einzigen Kontrakt dabei. Das war schon ein kometenhafter Aufstieg.
    Mir ging es etwas zu schnell, ihn gleich herauszuheben. Außerdem fühlen sich hier möglicherweise auch einige Neider zurückgesetzt. Natürlich bietet es viele Möglichkeiten im nächsten Roman.



    Zu Bernds Fragen:



    Wie hat Euch Yras Entscheidung gefallen?


    Dass Yra zurückkehrt und sich von Kort abwendet ist nur logisch und vorhersehbar. Allerdings wurde mir Yra als Charakter immer unsympathischer.



    Welche dieser Episoden hat Euch am besten gefallen? Welche wird Euch am stärksten im Gedächtnis bleiben?


    Nirtos Training gefiel mir sehr gut. Auch die Barszene mit Gonter. Ebenso fand ich den Anfang spannend, als die Blutkrähen versuchen Gonter zu fangen. Die Szene in der Fiafila-Ignuto Wilania-Pressito tötet ist sehr packend. Ebenfalls gefiel mir das Gespräche zwischen Keijo und Fiafila-Ignuto



    Wovon hättet Ihr mehr gewollt - was war Euch zu weitschweifig?


    Komplett gefehlt hat mir, wie es mit Kistur und Gonters Vater weitergeht. Am Anfang des Buches besticht er noch den Rat und versucht seinen Sohn einzufangen und später wird davon überhaupt nichts mehr erwähnt. Mehr gewollt, hätte ich etwas Abwechslung. Nicht bezogen auf das gesamte Buch, sondern auf die Pilgerfahrt an sich. Die war mir etwas zu straight und vorhersehbar. Die Szenen ähnelten sich zu sehr.


    Ich kann mich da D_Stalder anschließen, wobei mir epische Schlachten nicht gefehlt haben:



    Die Pilgerfahrt war mir im Grunde zu monoton. Es gab immer mal punktuelle Action, aber dann wieder blöde Priester oder hochgläubige Hindernisse. Das war ein wenig ... Lola rennt. Dreimal hintereinander das gleiche. Ich bin allerdings auch ein Fan von epischen Schlachten, die es hier einfach nicht geben konnte. Interessant wäre gewesen, wenn man versucht hätte über Assassinen Kort aufzuhalten, oder mehr Intrigen. Da habe ich das Gefühl, da wäre mehr drin gewesen.




    Welche Figuren mögt Ihr? Von wem wollt Ihr mehr lesen?


    Hier meine Favoriten in aufsteigender Reihenfolge - natürlich würde ich von diesen auch gerne mehr lesen:


    1. Nirto
    2. Gonter
    3. Chanz (wenn Söldnergold mitzählt und Verstorbene gelten)
    4. Pirlitu
    5. Kester


    Okay, da ich mich erinnere, wann du diesen Smiley bislang in der Leserunde eingesetzt hast, bekomme ich jetzt Angst um Nirto. ;)


    Neeein...das würde er nieee wagen...nö nö...bestimmt nicht... Bernd braucht Nirto...den kann er nicht einfach so Hops gehen lassen. ;)



    Und sicher deshalb, weil Gonter fair kämpft oder durch ein Kind in Not abgelenkt wird.....
    Das wäre dann typisch Bernd :D


    Das wäre wirklich typisch...aber glaube ich auch nicht...
    Am Anfang des Buches wäre es mir egal gewesen, wie Gonters Schicksal aussieht...aber inzwischen hat Prinz Charming doch ein paar Sympathien gewinnen können....
    Hätte nicht jeder Mann gerne etwas von Gonter...wenigstens seine Muskeln? ;D


    Im vorletzten Leseabschnitt erwartet Euch meine übliche Frage: Was glaubt Ihr, wie geht's aus? ;)


    Das lässt sich ganz schwer beantworten. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Kort Graf wird. Das funktioniert irgendwie nicht. Viele mögen ihn nicht und auch die Pilgerfahrt ist eine Farce.
    Wie es mit dem Klingenrausch weitergeht ist noch schwerer zu beantworten. Ich hoffe, dass sich in der Führungsriege etwas tut und wir endlich Hinweise zu Ziguns Tod bekommen.



    Gibt es noch ein Hindernis für Kort an der letzten Pilgerstation?


    Das gibt es sicherlich. Aber ob in Form von noch mehr Rebellen oder politischen Schwierigkeiten vermag ich nicht zu sagen.



    Wird er zufrieden mit den Diensten des Klingenrauschs sein?


    Das bezweifle ich, denn das mit den Gefangenen in den Salzzacken hat ihm ja schon nicht gepasst.



    Wird Keijo bestätigen, dass Kort alles Nötige getan hat und nun Graf werden kann?


    Hm, Keijo kann es eigentlich nicht bestätigen. Es sei denn er lässt mehr als Fünfe gerade sein.



    Wird Yra sein Herzblatt sein? :flirt:


    Nöööööööööö….




    Und was ist mit dem speziellen Preis, den Eivora ihm abverlangt hat - sein Wissen um den Überfall auf Zigûn, den früheren Kampfherrn des Sturmbanners?


    Ich hoffe, sie bekommt es bevor Kort etwas passiert, falls ihm etwas passiert. Aber irgendwie glaube ich nicht daran.



    Damit kehrt der Blick zurück nach Rorgator. Wird es Aufruhr innerhalb des Klingenrauschs geben wegen der Enthüllungen, die Kort möglicherweise macht?


    Hm…im Klingenrausch gibt es immer Aufruhr…also ja… ;D



    Oder wird Eivora gar nicht dazu kommen, ihr Wissen zu teilen, weil Fiafila-Ignuto ihrerseits das Versprechen einfordert und eine spezielle Verwendung für Eivoras Blut hat? >:D


    Das denke ich, ist das kleinere Problem.






    Aber andererseits wirkt Keijo irgendwie gebrochen, während Kort ihm gedroht und damit einen Willen aus Stahl gezeigt hat.


    Keijo´s Verhalten ist für mich äußerst merkwürdig. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass es Kort in irgendeiner Form zum Nachteil werden könnte.



    Ich fand es einen geschickten Zug, Gonter gegen den Rebellenanführer Eilan kämpfen zu lassen. Sie sind sich wirklich sehr ähnlich und Gonter besitzt weitaus mehr Kampferfahrung. Ob sie das Duell schon mit dem Ziel geplant hat, die Rebellen zu Rekruten des Klingenrauschs zu machen? Oder hat sie die Situation nur geschickt ausgenutzt? Auf jeden Fall ist sie gegen die Verschwendung von guten Kämpfern und hat bereits im Kampf zwei von ihnen verschont. Auf jeden Fall: Gut gemacht, Eivora! 8)


    Gut gemacht auf jeden Fall. Die Rebellen tun mir Leid. Sie können generell nur verlieren. Auch mit Eilans Sieg hätten sie nicht viel gewonnen, außer keine Gefangenen zu werden und ihren Anführer zurück zu bekommen. Kort hätten sie damit trotzdem nicht aufgehalten.
    Am Anfang war ich für den Klingenrausch…aber jetzt hätte ich mir für die Rebellen mehr erhofft…Am Anfang gefiel mir Kort gut, aber inzwischen ist der eben doch nur noch Tyrann



    Kort ist Söldner genug. Sie haben ihre Arbeit getan, aber irgendwie wird er seinen Vorteil suchen. Keijo...hm. Ich wage mal zu sagen, dass Keijo ein Attentat auf Kort unternimmt und dieser sein Wissen um Zigûns Tod mit ins Grab nimmt, oder aber mal wieder die letzten Worte Fiafila anvertraut^^ Muhahaha.


    Das ist mal eine Vermutung, der ich mich anschließen kann. Das könnte Keijos Verhalten erklären und es würde spannend für den nächsten Band bleiben. :) Bernd hat das zwar schon revidiert, aber der Gedanke ist nicht schlecht.



    In der letzten Überarbeitung habe ich übrigens extra für Euch noch eine Nirto-Szene reingeschrieben. :flirt:


    Das find ich top. Vielen lieben Dank! :)


    Ich frage mich ja immer wieder, wie zuverlässig das eigentlich ist, was Wilania-Pressito erzählt hat. Ist das denn wirklich sicher? Oder hat sie das mit der Rolle nur erfunden oder sich zusammengereimt?


    Ja, die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Es ist bestimmt etwas dran, sonst hätte Wilania-Pressito auch ihre Zeit verschwendet...es sei denn sie hat komplett gelogen.
    Am Ende reicht vielleicht eine kleine Menge Blut aus, um das Schwertfeuer zu erweitern. Das nächste ist auch noch, dass der passende Schmied gefunden werden muss...



    Und was das Bier angeht: da drückt Gonter euch allen einen Krug in die Hand und alle vertragen sich wieder :D


    Aaach...der verträgt doch nichts. ;)


    Nur der arme Esel, der tut mir echt leid. Ich mag Esel, die sind süß. Hmpf. Das war fies. Oberfies.


    Oh ja, das war sooo gemein. :'(



    Die Situation im Banner wird auch prekärer. Immer mehr fallen aus. Das könnte noch Probleme machen. Gerade, wenn man von den Salzzacken hört...


    Daran habe ich auch schon gedacht. Das Sturmbanner eilt zwar von Sieg zu Sieg, allerdings wirkt es so, als würden sie so langsam aufgerieben und Stück für Stück auseinandergenommen.


    Da wurde von LIEBE geschrieben!


    Dem brauche ich nichts hinzuzufügen. ;D



    Der Klingenrausch ist aber nicht nur ein Mensch, sondern ganz viele. Und ob sie die alle liebt, darf bezweifelt werde (siehe ihre Gefühle für Pirlitu am Ende).
    Ich glaube, es ist dieses verzweifelte Festhalten und die Fehler des Klingenrausch - gehen wir mal der Einfachheit halber davon aus, es handelt sich um eine Person - zu übersehen. Während der Klingenrausch sie tritt, beleidigt, verhöhnt, dann man wieder nett zu ihr ist, sie jedoch anschließend belügt und munter mit dem Intrigieren weitermacht ... Sorry, wenn man sich den Klingenrausch als Person vorstellt, ist Eivora die misshandelte Ehefrau, die ihn schönredet, seine Fehler korrigieren und ihn nicht verlassen will, bevor sie ihn nicht nach ihren Idealvorstellungen erzogen hat. >:(


    Auch hier sehe ich das wie Nicole...der Klingenrausch ist nicht wirklich mit einem geliebten Menschen vergleichbar.
    Vielleicht würde sie erblühen, wenn sie losließe und sich etwas anderes suchen würde. Sie hat bestimmt Talente und Fähigkeiten, die sie zu nutzen wüsste.


    Ich wundere mich immer wieder wie wenig hier dem beigemessen wird, was ein Ziel ist, eine Vision, eine Verantwortung für andere. Es gibt sicher wenige, die sich so für eine Sache einsetzen wie Eivora für den Klingenrausch, das Vermächtnis ihres Vaters. Sie ist eine der wenigen, die entgegen dem Peterprinzip, einen Posten ablehnen würde, wenn sie dafür ungeeignet ist und der klingenrausch damit ein Problem hätte. Ich kann so was nur bewundern.


    Es ist eine Sache ein Ziel oder eine Vision zu folgen, aber dennoch spielt es doch eine Rolle, wie dieses Ziel erreicht wird. Bei Eivora habe ich den Eindruck, dass sie bereit ist jeden Preis zu bezahlen...ungesehen.
    Und es spielt auch eine Rolle, ob jedes Vermächtnis weitergeführt werden muss oder sollte. Manchmal sind die Vermächtnisse der Eltern einfach zu groß für ihre Kinder oder werden ihnen aufgedrückt und aus falschem Pflichtgefühl wird so mancher davon erdrückt.


    Meiner Meinung nach würde Eivora nicht jeden Posten ablehnen, wenn sie dafür ungeignet ist. Wenn sie es nicht bald schafft sich zu etablieren, ist sie in meinen Augen ungeeignet.
    Denn es kann nicht gut für den Klingenrausch sein, wenn ein Kampfherr ständig um Akzeptanz ringen muss oder sich sich den Respekt der Mannschaft einfach nicht sichern kann.

    Ich sehe Gonter auch nicht als Offizier des Klingenrausches…Bisher waren es 2 Scharmützel und 2 mal hat Gonter eigenmächtig gehandelt. Schön, dass er Menschenleben schützt und im Sinne der Menschen handelt. Aber ich denke auch, dass er ein besser König als Söldner/Soldat/Offizier wäre.
    Ebenso bin ich dafür, dass sich Liebende immer Kriegen sollten, egal, ob es abwegig ist oder unlogisch…Eivora und Gonter dürfen gerne zusammenkommen…Ich denke nur, dass sie im Klingenrausch keine Zukunft zusammen haben werden…bzw. dass so ihre Beziehung zu stark belastet wird.
    Die momentane Trennung sehe ich eher auf Zeit…nicht als wirkliche Trennung.


    Eivora hat mich ziemlich geärgert, als sie Fiafila-Ignuto diesen Pakt angeboten hat. Das ist doch wirklich dumm. Jemanden, der sich mit einem kleinen Dämonen einen Körper teilt zuzusagen, was dieser möchte, ist doch wirklich nicht sehr schlau. Eivora sollte es besser wissen.



    Das kann man auch viel weiter fassen, und ich denke, dann wird Korts Ansatz für die meisten nachvollziehbar: Wieso unterzieht man sich einer Prüfung?
    Die Wenigsten wollen wirklich objektiv herausfinden, wie gut oder schlecht sie sind.
    Die meisten streben nach der Belohnung, die eine bestandene Prüfung bringt: eine gute Schulnote, ein Zertifikat, ein Führerschein. Bei Kort ist das der Grafenthron.
    Er mogelt - ebenso, wie viele Schüler einen Spickzettel benutzen und gar nicht so wenige Studenten bei strotzender Gesundheit zum Arzt gehen, um im aktuellen Semester eine Examensprüfung weniger schreiben zu müssen und diese dann - mit mehr Vorbereitungszeit - ein halbes Jahr später abzulegen. Denn führ ihn ist die Wallfahrt etwas, das er abhaken muss, um zu bekommen, was er will - und darin ähnelt seine Haltung jener von sehr vielen Menschen. Ich nehme mich da auch gar nicht aus: Ich finde die Geschichten aus der Schulzeit, wie geschickt man seine Mogelzettel anfertigte und verbarg, durchaus amüsant, und sehe darin auch so etwas wie einen sportlichen Wettstreit zwischen Schülern und Lehrern.


    Das habe ich mir schon oft gedacht. In Deutschland zählt meistens der schriftliche Schein / Zertifikat / Urkunde. Das ist schon oft alles was zählt. Was dahinter steht, ist dann manchmal schon fast egal.
    So ist auch diese Wallfahrt. Aber, wem bringt es denn etwas, wenn Kort auf Wallfahrt geht. Die Geistlichen und Priester wissen, dass er es nicht auf „ehrliche und aufrichtige“ Weise macht und dem Volk kann man ja erzählen was man möchte. Da könnte man auch einfach behaupten, dass Kort auf Wallfahrt war, wenn es Ihnen wichtig sein sollte?



    Die Bewohner der Salzzacken glauben, dass sie unfrei sind und die Leute in der Grafschaft sind frei. Zudem sehen sie, dass die Leute in der Grafschaft durch einen Grafen regiert werden, der einer von ihnen ist, während sie selbst sich unter Femdherrschaft beugen müssen. Schwer zu schlucken für stolze Menschen ...


    Das habe ich nicht ganz verstanden. Einerseits werden die Bewohner der Salzzacken unterdrückt und gezwungen Salz zu gewinnen. Andererseits erwähnt Kort, dass sie nicht gehen wollen.
    Wenn die Bewohner gehen könnten und nicht direkte Sklaven sind, müssten sie doch auch kein Salz liefern? In welcher Weise sind sie denn von der Grafschaft abhängig? Können sie Nahrung oder was sonst benötigt wird, denn nirgends anders bekommen?

Anstehende Termine

  1. Freitag, 8. Juni 2018 - Sonntag, 24. Juni 2018

    Dani79

  2. Freitag, 15. Juni 2018 - Sonntag, 1. Juli 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 22. Juni 2018 - Freitag, 6. Juli 2018

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 22. Juni 2018 - Freitag, 6. Juli 2018

    odenwaldcollies