Beiträge von asquartipapetel

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    In einem Interview hat man mich mal gefragt, ob ich gern ein Protagonist in einem meiner eigenen Romane wäre. Nein, wäre ich nicht - da wird einem nämlich dauernd übel mitgespielt und wenn man mal ein bisschen am Planschen im warmen Wasser ist, kommt auch noch eine Riesenlibelle an. ;D


    Bist du nicht doch irgendwie ein Eisigel, der Alpträume beschert? ;D



    Nandus ist der Sohn von Hesinde und Phex, zweier der Zwölfgötter. Nach der Lehre der Zwölfgötterkirche mach ihn das zu einem Halbgott, obwohl beide Eltern Götter sind. Er gehört demnach zum erweiterten Pantheon der Zwölfgötter.
    Im Großen und Ganzen gelten diese Götter als "die Guten", weil sie die Welt erhalten und den Menschen oft helfen.
    Andererseits steht Nandus auch für das ungezügelte Streben nach Wissen. Es wird Nandus-Anhänger geben, die das Aufbohren eines Kinderschädels zum Zwecke des Erkenntnisgewinns durchaus gutheißen würden ...


    Das war auch mein erster Gedanke. Wenn man das phexische Element der Nanduspriester in Betracht zieht, könnten die auch ruhig kreativ bei der Rechtfertigung ihrer Methoden sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass Vascal Leomara sogar entführt und ihr selbst in den Kopf gebohrt hat. Es ist gut möglich, dass das Kind vorher schon über den Himmelsturm und unerforschtem uraltem Wissen gebrabbelt hat, was Vascals Streben nach Wissen zusätzlich angefacht haben kann. Vielleicht ist er auch noch pädophil und will sich von seinem Schatz nicht trennen. Ich nehme stark an, dass Leomaras Schicksal Shireens (GoT) nicht unähnlich sein wird.



    "Geweihter" ist in Aventurien ein weiter Begriff. Auch der Namenlose Gott hat Geweihte, die allerlei Übles tun. Und man hat auch von Geweihten gehört, die sich von ihrer Gottheit zurückgesetzt fühlten und dann auf die Gegenseite wechselten ...
    Allerdings verlieren sie dabei die Gnade ihrer Gottheit, die ihre Bitten um Wunder werden nicht mehr erhört.
    Wiederum andererseits vermögen auch die Mächte der Finsternis, wundersame Dinge zu vollbringen ...


    Oh ja! Da fallen mir einige Abenteuer mit "bekehrten" Geweihten ein.

    Bin nun auch endlich durch, werde mir mit dem Fazit aber noch paar Tage Zeit lassen.


    Mein Highlight aus dem Abschnitt ist Salarins Sternenmal. Das erklärt so Einiges.



    Die Stimmung an der alten heiligen Stätte der Elfen war sehr gut beschrieben, finde ich, man hat die Erhabenheit des Ortes gut gespürt. Hier hat mir Phileasson wiederum sehr gut gefallen, wie er diesem Ort seine Ehre erweist, ...


    Zustimmung. Das war überraschend gut.


    Ja der Satz am Ende ist toll.


    Dito!

    Was Galayne und das Mammutkälbchen angeht, schließe ich mich der mehrheitlichen Meinung an. Ich fand es auch supersüß und es hat den Sympathiefaktor des "Dunkelelfen" nicht geschmälert. Und Irulla ist ganz kurz davor, Salarin als Lieblingscharakter zu entthronen.



    Ja, das haben sie getan - sonst gäbe es heute keine Nachwirkungen. Und vielleicht verdankt Leomara die Deutlichkeit ihrer Visionen - in der manche in dieser Leserunde ihren besonderen Wert für Phileasson vermuten - genau dieser grausamen Prozedur?


    Gut möglich.


    Das ist ja interessant, eine Vergewaltigung würde Dich dazu führen ein Buch wegzulegen, aber wenn Kinder aufgefressen werden nicht?
    ;)


    Ganz und gar nicht. Das hier ist ein Spezialfall und darauf wurde (wie du sicher auch weißt) in den Threads der ersten vier Leseabschnitte genug eingegangen. Im Vergleich zu "Nordwärts" geht es, was sexuelle Perversionen und Vergewaltigung angeht, in "Im Schatten der Dornrose" weitaus heftiger zu. Und das Buch von Bernd finde ich sehr gut. Dass der liebe liebe Bernd viele viele gang ganz tolle tolle Bücher geschrieben hat, steht ja außer Frage.


    In welchem Buch werden denn Kinder aufgefressen? Da werden ja saturnalische Gefühle wach. Her damit! ;D



    ... und ist der Meinung, dass Du sicher den Prolog geschrieben hast.


    Ich tippe auf Herrn Hennen.

    Eichwards Geschichte hat mir auch sehr gefallen, macht ihn für mich noch sympathischer als ohnehin schon. Das Yeti-Baby fand ich ebenfalls sehr süß. Bin froh, dass sie es in Sicherheit gebracht haben. Hat mich unwillkürlich an Ice Age und das Menschenbaby erinnert.



    Auch Shaya ist eine Thorwalerin - Stärke und Härte, vor allem sich selbst gegenüber, sind überragende Ideale ihrer Kultur.
    :barbar:


    Schön, dass das langsam durchkommt.



    Für Shaya ist an dieser Stelle besonders schwierig, dass ihr Ideal auf eine Wirklichkeit prallt, mit der es nicht kompatibel zu sein scheint.


    Was ich außerordentlich gut fand! Sehr schön, dass auch die unangenehmen Seiten der Traviakirche gezeigt werden.

    Ich finde es äußerst spannend, wie und wann sich ihre Visionen äußern und hoffe, dass sie Phileassons Mannschaft noch aus so mancher Gefahr rettet.
    Das Kinder nicht in eine solche Geschichte kann ich weder nachvollziehen noch gut heißen. Wenn man Dinge/Personen/Handlungen grundsätzlich ausschließt, wie sollen dann noch gute Geschichten erzählt werden.
    Hier muss jeder für sich selbst differenzieren, aber das kann nicht das Problem eines Autors sein.


    Hier müsste man wieder differenzieren. Ist die Frage, ob diese Aussage eher von Lesern kam, die die Saga schon kennen. In meinem Fall ist es so. Da ich weiß, was noch in den folgenden elf Bänden passiert, ist die Vorstellung, dass ein Kind dabei ist, nicht angenehm. Hätte ich bis vor Tagen aber nicht gewusst, was "Phileasson" überhaupt ist, hätte mich das gar nicht gestört.



    Denkt Ihr, Phileasson hätte das auch getan? Sind sich die beiden vielleicht ähnlicher, als man zunächst meint ...? Schließlich agieren sie in derselben Position, als Drachenführer eine Ottajasko.


    Mit Sicherheit!



    Was mich auch etwas verstimmt ist, dass Tylstyr neidisch auf Salarin ist. Wieso? Er ist ein Magier.


    Für die Elfen gehört Magie zu ihrer Natur. Sie wachsen damit auf, als wäre es etwas Selbstverständliches wie Atmen oder Laufen. Magier müssen hart schuften und über Jahre Thesen lernen und immer wieder praktizieren. Das sind zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen und vielen Magiern erscheint es so, als würden Elfen einfach so nebenbei zaubern, ohne sich anstrengen zu müssen.

    Ich liebe Eisigel! Hat mich sehr gefreut, sie in dem Buch wieder zu finden!


    Mit Leomara konnte ich bis jetzt nichts anfangen. Klar, sie ist niedlich und unterhaltsam aber wenn ich daran denke, was Phileasson noch alles vor sich hat: Die Saga ist nichts für Kinder. Aber "ihre" Worte: "Ich habe die Eisigel geschaffen, um die Qual in das Land zu tragen" waren so cool und ließen mich kurz frösteln. (An alle Uneingeweihten: :P)


    Mir ist aufgefallen, dass Lenya für mich bis jetzt gar nicht präsent war. Im Nachhinein hätten mich ein paar mehr Einblicke in ihre Psyche interessiert. Wie empfand sie als Traviageweihte zum Beispiel die "Auseinandersetzung" mit den Eisschraten, die ja eigentlich nur ihr "Heim und Familie" beschützen wollten und sogar so gastfreundlich reagiert haben?


    Das Beorn die ganze Schuld im Nachhinein auf Ursa schiebt, gefällt mir nicht. Sowohl Galayne als auch Ursa haben vielleicht seine Autorität gefährdet, aber ein Anführer sollte erhaben genug sein, keine falschen Entscheidungen zu treffen, weil andere an seiner Position kratzen. Im Endeffekt hat er die Erlaubnis gegeben, die Yetis anzugreifen. Nun sollte er auch dazu stehen.


    Noch ein toller Abschnitt: "Sie nennen uns Landhaie. In ihren Augen haben wir viel zu wenig eigenes Fell, um Geschöpfe mit Seele zu sein." :daumen:


    Wie gefällt Euch die Figur Galayne? Ist er ein übler Bursche, dem man die Pest an den Hals wünscht, oder besitzt er für Euch auch so etwas wie eine dunkle Faszination?


    Ja, so ging es mir auch. Ich habe sofort eine Abneigung entwickelt und mich beim Lesen richtig unbehaglich gefühlt. Seine Worte waren aber auch gruselig und beängstigend!


    Ich empfinde es überhaupt nicht so. Ganz im Gegenteil ist er für mich der sympathischste/interessanteste Charakter in Beorns Mannschaft. Als unelfischer Elf hat er etwas mysteriös Ätherisches an sich und seine Beweggründe und sein Handeln lassen sich noch nicht in menschlichen Dimensionen einordnen. Wir wissen noch gar nichts über seine Agenda, was anscheinend beyond all we can imagine ist. Er hat für mich den Charme eines undurchschaubaren sexy villains - eine Art "Bad Galadriel".


    Vielleicht liegt es auch zum Teil daran, dass ich eine gewisse Vermutung habe, "was" er sein könnte - und das macht ihn für mich sympathischer.



    Die Bestrafung fand ich auch sehr gut. Das Gassenlaufen war ja in früheren Armeen eine übliche Bestrafung, allerdings ging es da nicht darum, dass jeder einzelne wählen kann wie stark er schlägt und die Bestrafung hatte nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Hier finde ich es aber wirklich gerecht. Jeder der Männer weiß das und der Elf hört es. Das hat mich am meisten überrascht, aber wenn man auf die Melodien hört, dann mußte sich das richtig anhören. Eine gute Sache und gut beschrieben!


    Bis jetzt war ich auch sehr von der Bestrafung angetan, aber ein zwei Kleinigkeiten hätte ich doch daran auszusetzen: Shaya hätte mit einer Glocke hinter Ragnor, der natürlich splitterfasernackt ist, laufen und bimmelnd immer wieder "Schande!" rufen sollen. ;D


    Also:
    In Band II steuert Bernhard einen Prolog über Abdul el Mazar bei. Diese Figur taucht in Nordwärts noch nicht auf, wird aber den Rollenspielern etwas sagen.
    Der Prolog zu Band III stammt von mir und behandelt Nirka, die Ziehtochter eines Nivesenhäuptlings, die ebenfalls den Rollenspielern bekannt ist und in der Geschichte des dritten Bandes eine wesentliche Rolle übernehmen wird. Sie ist auch die Ziehschwester von Crottet, der bereits in Nordwärts auftaucht, und der in diesem Prolog ebenfalls einen kleinen Part hat.


    Abdul ist ne Superwahl, ist mein zweitliebster Char der Saga! :bussi:


    Und Nirka ist auch sehr cool! Seit Budingers Romane sind mir die Nivesen sehr ans Herz gewachsen. Bin gespannt, wie Ihr sie zum Leben erwecken werdet.


    Das verraten wir morgen live im Talk (den Ihr leider nur in der Aufzeichnung werden anschauen können, weil wir voraussetzen, dass die Zuschauer das Buch bereit komplett kennen) und übermorgen gern auch hier im Forum. ;)


    Werden wir auch eingeweiht? *Hier Hundeblick-Smiley einfügen


    Ihr habt ja noch eine lange Reise vor Euch. Haltet ihr Euch als Recherche-Material "nur" an die Regionalbände oder guckt ihr Euch auch die Romane (abgesehen von Euren eigenen) anderer DSA-Autoren an, welche in den Regionen spielen, die Ihr auch noch bereisen werdet. Hier fallen mir auf Anhieb Romane von Hadmar von Wieser, Linda Budinger und K.-H. Witzko zum Beispiel ein.


    Ich kann das schon nachvollziehen. Aber vielleicht ist es auch eine falsche Fährte. ;)
    Shaya z.B. ist doch auch dünn und klein. Ok, das passt jetzt vielleicht nicht vom Charakter, aber was ich damit sagen will ist, dass die Autoren vielleicht auch mit unserer Wahrnehmung spielen...


    Fianna zu Shaya: Das wäre ja Mal eine Entwicklung. :o
    Shaya ist ja über 30 und eine Throwalerin - wobei ich jetzt nicht weiß, ob Zidaines Alter im Roman überhaupt erwähnt wird. ???


    Das mit der falschen Fährte hätte ich vielleicht geglaubt (wenn man den restlichen Charakter ganz außer Acht lassen würde), wenn es nur einmal erwähnt gewesen wäre. So wiederholt erscheint es mir doch zu plakativ für einen Roten Hering - so eine offensichtliche Irreführung wäre den Autoren, für mein Empfinden, positiv formuliert, zu "einfach", vermute ich. Aber lassen wir uns überraschen.


    PS.: Vielleicht ist Fianna ja auch frühzeitig gealtert und wurde zu Mutter Cunia - was auch erklären würde, warum die meisten hier sich so vor ihr gruseln. ;D


    Dass Zidaine Fianna ist, finde ich eine sehr verfrühte Meinung. Vielleicht ist sie es, vielleicht auch nicht. Für den Moment ist das für mich aber zu weit hergeholt.


    Für meinen Geschmack wird es einmal zu oft betont, wie irrsinnig stark sie doch für ihre kleine/dünne Statur ist - direkter Hinweis. Weitere Verhaltensmuster (wiedergegeben durch Beorns Gedanken) unterstreichen es zusätzlich.


    Dass den Leuten in Deinem Bekanntenkreis so schlimme Dinge passiert sind, tut mir für sie leid.
    Es kann aber die Auswahl der Themen, die man literarisch behandeln darf, nicht einschränken. Sonst dürfte ich generell keine Fantasy mehr schreiben - wie mag jemand, der einen lieben Menschen an eine okkultistische Sekte verloren hat, meine "verharmlosende" Darstellung magischer Praktiken empfinden? Ich dürfte auch keinen Mord mehr schildern - wie mag es jemandem dabei ergehen, der gerade Zeuge eines solchen Verbrechens wurde? Was ist mit Betrügereien - stoßen Schilderungen eines Gauners jemandem bitter auf, der vielleicht durch eine Fehlberatung in der Geldanlage sein Elternhaus verloren hat?


    Das hat hier auch niemand behauptet!



    - denn kaum jemand dürfte 14 Vergewaltigungsopfer kennen und sich mit ihrem Schicksal auseinandersetzen.


    Wenn man in gewissen Beratungsstellen arbeitet, summiert sich das schnell.