Beiträge von Ostsee_71

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Inhalt:


    Vera ist Journalistin und arbeitet an einer Reportage über starke Frauen, die sich nach dem 2. Weltkrieg in Männerdomänen etabliert haben. Ihre eigene Großmutter war eine dieser Frauen, die sich in sich in der Medizin in der Zeit einen Namen gemacht hat. Zusammen mit ihrer Mutter macht sie sich auf die Suche nach Erinnerungen an ihre Großmutter und findet dabei ein Bild von ihrer Großmutter mit ihren beiden Schwestern. Bisher war nur eine Schwester bekannt, von zwei Schwestern wusste bisher niemand in der Familie. Neben der Reportage bringt diese unerwartete Entdeckung Vera dazu nach Turin zu ihrer Tante zu reisen und weitere Nachforschungen in der Familie anzustellen.


    Meine Meinung:


    Diese wirklich spannende Familiengeschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Die Geschichte wird auf 3 Zeitebenen erzählt. Veras Leben ist von dem Verschwinden ihrer Zwillingsschwester überschattet, die in früher Kindheit von einem gemeinsamen Ausflug in den Wald nicht mehr zurückgekehrt ist. Aus einer 2. Perspektive verfolgen wir Veras Nachforschungen und ein 3. Handlungsstrang erzählt uns von den erschreckenden Ereignissen kurz nach dem 2. Weltkrieg.


    Die Handlungen in den einzelnen Strängen sind flüssig geschrieben und lassen sich sehr angenehm lesen. Die Handlung ist durchgehend spannend und wird zu einem nachvollziehbaren Ende geführt. Besonders die Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg sind sehr dramatisch und führen uns in eine Zeit, die von starken Umbrüchen gezeichnet war. Auch hier schaffen es die starken Schwestern das Werk ihrer Eltern fortzusetzen und zu neuem Erfolg zu führen.


    Die Charaktere werden sehr gut gezeichnet und die Autorin schafft es die unterschiedlichen Persönlichkeiten herauszuarbeiten und auch die daraus entstehenden Konflikte werden sehr gut herausgearbeitet. Auch Veras dramatische Erlebnis in der Jungend, der Verlust ihrer Schwester, wird sehr gefühlvoll in die Handlung eingearbeitet, denn ihr Handeln in der Gegenwart wird noch immer von den Ereignissen in der Vergangenheit überschattet.


    Es handelt sich um ein sehr lesenswertes Buch, dass ich beim Lesen kaum aus der Hand legen konnte. Eine angenehm zu lesende Familiengeschichte, spannend und gut geschrieben.

    Eine sehr schöne Leserunde zu einem sehr interessanten Buch. Vielen Dank, dass ich hier dabei sein durfte.


    Inhalt:


    Die junge Elisa Kastlunger wächst im abgeschiedenen Val Badia, das damals noch zu Österreich gehörte. Wohlbehütet lebt sie dort mit ihrer Familie, in einem Tal, in der die moderne Zeit auch Anfang des 20. Jahrhunderts noch kaum Einzug gehalten hat. Der Nachbarhof wird von einer italienischen Familie bewohnt und zwischen Elisa und dem Nachbarssohn Vito entsteht eine intensive Freundschaft. Die Welt in diesem Tal verändert sich massiv als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Folgen auch in das kleine Tal schwappen.


    Meine Meinung:


    Es handelt sich um ein sehr ruhiges Buch, dass dem Leser anhand von Elisas Familie die Folgen des 1. Weltkriegs vor Augen führt. So abgelegen das Tal auch ist, sind die Auswirkungen für Elisas Familie gravierend. Im ersten Teil des Buches erleben wir als Leser das ruhige Leben in diesem Tal, in das die Moderne noch kaum Einzug genommen hat. Sehr schön wird am Beispiel der älteren Brüder Elisas beschrieben, wie unterschiedlich Menschen mit dem Leben unter diesen Bedingungen umgehen. Der eine Bruder ist zufrieden mit seinem Leben, er liebt die Berge, der andere Bruder ist interessiert an dem Leben in der übrigen Welt, ihn zieht es in die nahegelebenen Städte und in die übrige Welt.


    Diese Leben wird durch dem Ausbruch des 1. Weltkriegs komplett durcheinander gewürfelt. Sehr beeindruckend wir hier an der Person Vitos die Situation der Menschen in diesem Grenzgebiet beschrieben. Vito ist Halbitaliener und Halbösterreicher und gerät durch seine Herkunft zwischen die Fronten, das Italien zum Kriegsgegner Österreichs wird. Er zieht in den Krieg, ist aber nicht mit sich im Reinen, da sein Herz in gewisser Weise für beide Seiten schlägt.


    Für mich ist dieses Buch ein Antikriegsroman, zeigt es doch den Schrecken des Krieges und die Unsinnigkeit des Morden und Sterbens. Besonders anschaulich wird diese Sinnlosigkeit an Elisas Familie, die in dem abgeschiedenen Tal ihr Leben lebt und sich nur am Rande für die Politik interessiert. Sie zahlen einen sehr hohen Preis für diesen Krieg.


    Ein sehr lesenswertes Buch, das mich nachdenklich zurück gelassen hat, zeigt es doch mal wieder wie furchtbar und sinnlos Kriege sind. Sehr interessant war für mich auch die spezielle Situation in diesem Grenzgebiet, das ich aus einigen Urlauben kenne.

    So, termingerecht habe ich auch den letzten Abschnitt geschafft und ich muß sagen, mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Eine heftige Geschichte, wenn bedenkt, dass Aurora noch gelebt haben muss, als sie in den Keller gesperrt wurde und dann im dunkeln sterben mußte, allein die Vorstellung, ein absoluter Albtraum.
    Vera kam beinahe in die gleiche Situation. Gut nur, dass Alessandro sie noch rechtzeitig retten konnte, um so dramatischer sein Selbstmord. Mauros Verhalten ist mir absolut unverständlich. Wie kann man aus reinem Machtdenken den Tod eines Menschen in kauf nehmen? Wissend, dass dort unten schon eine Leiche liegt, sperrt er Vera dort ein und plant sie im Dunkeln langsam sterben zu lassen. Ein Gutes hat das Ganze, sie söhnt sich in dem Keller mit ihrer toten Schwester aus. Der Verlust tut zwar immer noch weh, aber ich hatte den Eindruck, dass sie jetzt einen Weg gefunden hat, die offene Wunde abheilen zu lassen und so mit der Abwesenheit der Schwester umgehen zu können.
    So, Rezi folgt wahrscheinlich erst am Montag, da ich am Wochenende nicht an den Computer komme, da wir verreisen.

    Marco wurde entlassen und das ohne Rechtfertigung, denn er ist unschuldig an dem gestohlenen Geld. Wahrscheinlich war er es, der die Jalousien des Café beschmiert hat, aber so ganz sicher ist das ja wohl nicht.


    Der arme Alessandro war der Dieb, weil er in der Schule von grösseren Jungs bedroht wurde, gut dass das Problem jetzt zumindest aus der Welt geschafft wurde. Aber das Verhältnis zu Marco ist jetzt wohl zu zerstört, als dass man ihn wieder einstellen kann.


    Die Ereignisse um Aurora und Gigi sind sehr rätselhaft. Ich vermute ja mal, dass er ihr nur geholfen hat und es einen unbekannten Dritten gibt, der Aurora bedroht hat. Wahrscheinlich saß der arme Kerl sogar unschuldig im Gefängnis, eine schlimme Geschichte.


    Traurig ist, dass Theresa und Lorenzo nicht zueinander finden. Ich bin mir sicher, dass sich beide lieben und die Geschichte fing ja auch so schön an. Warum weigert sich Theresa nur nach Deutschland zu gehen. Ach ja, sie gibt den Deutschen die Schuld am Tod ihrer Eltern, ok. Aber irgendetwas muß sie nach Deutschland verschlagen haben, denn sie hat ja anscheinend später dort gearbeitet. Ich bin mal gespannt, ob wir das im letzten Abschnitt noch erfahren.

    Aurora ist also auch verschwunden. Es gehen zwar alle davon aus, dass die ermordet wurde, aber da man die Leiche nicht gefunden hat, ist es auch möglich, dass sie noch lebt.
    Interessant dabei ist nur, dass auch Veras Schwester verschwunden ist und man hier auch nicht weiß, ob sie noch lebt. Eine seltsame Parallele über die Generationen hinweg, denn so oft passiert es ja nun auch nicht, dass Menschen verschwinden.
    Theresa und Lorenzo sind ein schönes Paar und er ist der einzige, der Theresa in ihrem Wunsch unterstützt, Biologie zu studieren. Aber immerhin findet sie letztendlich den Mut, Lidia darum zu bitten die Unterlagen für das Studium zu unterschreiben. Auch wenn Lidia nicht besonders sympathisch wirkt ist sie doch eine starke Persönlichkeit, die sich um ihre Geschwister sorgt und die Verantwortung für sie übernommen hat. Ich kann durchaus verstehen, dass sie nicht davon begeistert ist, dass Theresa studieren möchte und nicht mehr nur für das Café arbeiten möchte. Immerhin sichert das Café den Geschwistern ihr Auskommen.
    Die Geschichte gefällt mir noch immer sehr gut. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht.

    Mit etwas Verspätung habe ich jetzt auch den Einstieg in dieses Buch gefunden. Es läßt sich schön flüssig lesen, so dass ich sicherlich schnell aufholen werde.
    Die Geschichte gefällt mir sehr gut, auf 3 Zeitebenen und mit sympathischen Charakteren.


    Theresa und ihre Schwestern scheinen strake Frauen zu sein, die das Café ihrer Eltern wieder aufbauen und es mit großem Erfolg führen. Dramatisch, dass die Mutter durch den Brand ums Leben kam und der Vater als Partisan. Umso wichtiger, dass die 3 Schwestern zusammen halten und den Betrieb weiterführen. Ich stelle mir natürlich die Frage, was das Geheimnis rund um Aurora ist.


    Veras Zwillingsschwester ist verschwunden und es ist klar, dass die Eltern sich Sorgen um das verbliebene Kind machen. Auch auf Vera selbst färbt die Sorge ab und sie ist auch sehr in Sorge um ihren eigenen Sohn. Sehr erschütternd war die Beschreibung, wie die Mutter noch immer versucht eine Spur ihres Kindes zu finden, die Ungewissheit muß einfach grauenvoll sein.


    Vera macht sich auf den Weg nach Italien, um ihre Familiengeschichte für eine Radioreportage zu erforschen. Die Reaktionen, die sie auf die Frage nach Aurora erntet sind schon sehr seltsam. Veras Familie scheint seltsame Ereignisse anzuziehen, erst die geheimnisvollen Ereignisse rund um Aurora, dann verschwindet Veras Schwester. Könnte da vielleicht sogar ein Zusammenhang bestehen? Ich bin gespannt wie es weitergeht.

    Wie schön, Elisa und Vito werden ein Paar und ebenso Chiara und Francois. Ich hatte auch so meine Sorgen, ob Vito wohl überleben wird. Aber so haben wir ein kleines Happy End, für ein großes sind einfach zu viele liebe Menschen gestorben.


    Es ist einfach schrecklich, welch hohen Preis Elisas Familie in diesem Krieg bezahlt hat. Brüder sind gefallen, Mischi sitzt im Rollstuhl. Die Familie Costa geht es nicht besser, gut nur, dass Vito wiedergekommen ist, aber auch er verläßt den elterlichen Hof.


    Wie schön, dass Mischi eine Frau gefunden hat, die ihn trotz seiner Behinderung liebt und ihr heiratet. Er scheint jetzt wieder Lebensmut gefunden zu haben und findet ins Leben zurück.


    Also insgesamt eine runde Geschichte, die aber doch sehr traurig ist und mal wieder zeigt wie furchtbar ein Krieg ist.

    Elisa beeindruckt mich immer mehr. Ich kann zwar nicht verstehen warum man sein Leben aufs Spiel setzt nur um eine Kirchenglocke zu retten, aber für einen gläubigen Menschen ist das sicherlich eine wichtige Sache und das ist Elisa ja wohl. Die Frage ist hier ja auch, ob sie nicht Francois in unnötige Gefahr gebracht hat. Sie wäre wahrscheinlich noch glimpflich davon gekommen, aber was wäre mit Francois? Ich denke mal, für ihn sähe es sehr schlecht aus und er konnte nicht mal wählen, ob er bei der Aktion dabei sein will oder nicht.
    Für Elisa schein die Glockenrettung wichtig gewesen zu sein und sie setzt sich für die Dinge ein, die ihr etwas bedeuten.


    Chiara und Francois scheine sich näher gekommen zu sein. Ich finde es zwar etwas schade, dass Chiara sich so schnell von Mischi abwendet, aber er hat sie ja abgewiesen. Man kann sich natürlich fragen, ob es richtig ist sich so schnell von einem Menschen abzuwenden, der durch eine Verletzung traumarisiert ist und man ich richtig liebt....!!!! Aber gut...!!


    Vito ist wirklich angeschossen worden und hat nur knapp überlebt. Schlimm, dass der ihm der Wunsch angetragen wurde, dass er hinter der gegnerischen Front spionieren soll. Nur gut, dass er mit seiner Weigerung auf Verständnis stösst, ansonsten hätte er ein ernstes Problem. Sehr beeindruckend war die Weihnachtsszene an der Front. Ich kannte entsprechende Berichte von der Westfront, aber von der Alpenfront wußte ich nicht, dass es dort auch derartige Ereignisse gab. Aber die Beschreibungen sind sehr ergreifend und zeigen eigentlich die Sinnlosigkeit der Kriege. Die einfachen Menschen habe überhaupt kein Interesse an diesem Abschlachten.


    So, jetzt geht es zum finalen Abschnitt und ich bin gespannt, wie die ganze Geschichte ausgeht.

    Vito wurde zur Flucht verholfen, aber leider wissen wir bis zum Ende des Abschnitts noch nicht, was weiter mit ihm passiert ist. Schafft er es zurück in sein Dorf? Zu Elisa?
    Das wäre zu schön, immerhin wissen die daheimgebliebenen aber, dass er lebt und in Gefangenschaft geraten war.


    Michi hat ein schlimmes Schicksal getroffen. Er, der die Berge liebt, ist querschnittsgelähmt und wir sich nicht mehr in seinen geliebten Bergen bewegen können, das ist schrecklich. Ich hoffe, dass er trotzdem seinen Lebensmut wiederfindet und seine verbliebenen Talente nutzt. Elisa versucht ihm zu helfen, wo sie nur kann, aber im Moment ist er mit der Situation total überfordert.
    Interessant fand ich, dass Chiara trotzdem noch bereit wäre, Michi zu heiraten. Ich hatte sie als sehr oberflächlich eingeschätzt und dazu passt es eigentlich nicht, sich in einen behinderten Mann zu verlieben. Aber Chiara scheint in diesem Krieg sehr gereift zu sein und sich scheint sich auf die wahren Werte besonnen zu haben.
    Ich hoffe jetzt wird die Handlung mal wieder etwas positiver. Das hatte ich am Ende des letzten Abschnitts auch schon geschrieben, aber dann kam der Schlag mit Michi Verwundung.

    In diesem Abschnitt steht Vito im Mittelpunkt. Er ist schon in einer blöden Situation, es ist Österreicher hat Haber lange Zeit in Italien gelebt und fühlt sich beiden Ländern verbunden. Ich stelle es mir schwer vor, in so einer Situation in einen Krieg verwickelt zu werden.
    Als er in Gefangenschaft gerät retten ihn seine Sprachkenntnisse, er muß aber auch für Italien an Verhören teilnehmen. Hier versucht er zwar den Österreichern auch wieder zu helfen, aber er hat natürlich auch Angst um sein Leben.


    Das Gespräch zwischen Chiara und Elisa über Vito, für sie entsteht der Eindruck, dass er übergelaufen ist. Anscheinend ist die Meldung, dass er Kriegsgefangener ist noch nicht durchgedrungen. Aber vermißt sein kann halt auch den Tod bedeuten...!!!


    Michi kommt für eine Nacht nach Hause und ist deutlich von seinen Erlebnissen gezeichnet. Schön wird hier die Wirkung des Krieges auf die Menschen deutlich. Auch das Leben auf dem Land wir härter, da mit dem Weggang der Männer Arbeitskräfte fehlen. Die Frauen sind auf sich alleine gestellt und versuchen das Leben am Laufen zu halten. So nimmt der furchtbare Krieg auch Einzug in das abgelegene Tal.


    Die Stimmung ist wirklich sehr bedrückend. Krieg ist halt immer eine schlimme Sache und man fragt sich, wie Menschen dazu bereit sein können, so ein Inferno abzulösen. Eigentlich gibt es nur Verlierer, aber wie man leider sieht, Kriege wird es leider immer geben.


    So, ich hoffe, das folgende Kapitel ist mal wieder etwas optimistischer, aber in Kriegszeiten ist das bestimmt nicht so ganz einfach.


    Tröstlich fand ich die Erinnerungen, die die Kastlunger an Franz und Anton an Weihnachten austauschen. Ich denke, das hat allen gut getan.


    Ja, es ist zwar sehr traurig, aber auch tröstend. Besonders das erst Weihnachtsfest nach dem Verlust eines geliebten Menschen muß furchtbar sein und über diesen Menschen zu reden ist bestimmt traurig, aber für die Trauernden auch heilsam.

    Wie traurig, der Krieg fordert seinen Tribut, aber gleich 2 Brüder/ Söhne auf einen Schlag ist wirklich schlimm. Wie schlimm muß es auch für Josef sein, sich nicht mehr mit seinem Sohn vertragen zu können. Franz ist nach seinem Tod Vater geworden und wird seinen Sohn nie sehen. Krieg ist so etwas Furchtbares, man kann nur hoffen, dass wir in Zukunft von Kriegen verschont bleiben.


    Erschreckend ist immer die Euphorie, mit der damals die jungen Leute losziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das heute noch möglich wäre zumindest nicht in Europa. Der Abschnitt begann so positiv mit der Maifeier und einige Seiten später diese schlimme Nachricht, so schnell kann es gehen.


    Elisa scheint trotz aller Trauer die Stütze der Familie zu sein. Josef läßt sich total hängen und ergibt sich dem Alkohol, aber Dank Elisa kommt er wieder zur Besinnung. Die ganze Familie sucht die Nähe Elisas auf der Suche nach Trost, dabei hätte sie gerne mehr Zeit mit Vito. Er scheint die große Stütze für Elisa zu sein und es schön zu beobachten, wie ihre Beziehung wächst.

    Inhalt:


    USA 1893: Bell Bennett, die Tochter eines New Yorker Zeitungsverlegers, möchte aus den Schranken des Lebens einer Frau in der damaligen Zeit ausbrechen und wie ihr Vater in das Zeitungsgeschäft einsteigen und Journalistin werden. Ihr Interesse an den technischen und wissenschaftlichen Neuerungen der damaligen Zeit, bringt sie dazu sich heimlich auf den Weg nach Chicago zu machen, wo in diesem Jahr die Weltausstellung stattfindet. Auf der langen Zugfahrt nach Chicago kommt es zu einem Überfall, nachdem die Weiterfahrt erst einmal unterbrochen ist. Bell macht sich daher zu Fuß auf die Weiterreise und lernt dabei Solomon Jones kennen, ein interessanter junger Mann, der aber ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Gemeinsam machen sie sich auf die Weiterreise.


    Meine Meinung:


    Auf mich wirkte die Geschichte von Anfang an etwas verworren und die Charaktere sind wenig griffig. Bell ist zwar einerseits eine mutige, junge Frau die sich auf eine für ihre Zeit ungewöhnliche Reise begibt, jedoch wirkten ihre Erlebnisse auf der Reise konstruiert und übertrieben. Auch wenn Reisen in der damaligen Zeit sicherlich aufregender war als heute, passieren doch auf Bells Zugreise zu vielen Dinge, als dass die Handlung noch glaubwürdig ist.


    Gut gefallen an diesem Buch haben mir die Beschreibungen rund um die Wirkung der Elektrizität auf die Menschen. Die Elektrizität hat damals erst langsam Einzug gehalten in das Leben der Menschen und umso spannender ist es zu lesen, wie sie auf diese neue Erfindung reagieren. Die Angst vor dem Strom aber auch die Faszination die von ihr ausging ist interessant zu lesen, besonders aus unserer Perspektiver heraus, in der Elektrizität aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist.
    Auch die Beschreibung der Weltausstellung in Chicago mit den ganzen Neuerungen, die dort vorgestellt wurden war spannend zu lesen. Wie interessant muss es für Bell gewesen sein, die Ausstellung zu besuchen und sehen, wie sich die einzelnen Länder präsentieren und die technischen Entwicklungen zu bestaunen.


    Leider werden dieses interessanten Aspekte in eine verworrene Geschichte eingebaut, die in einem wilden Show Down auf der Weltausstellung endet. Ich bin mit der Haupthandlung nicht warm geworden.

    Ich hatte den letzten Abschnitt zwar schon am Freitag gelesen, bin aber leider nicht zum Schreiben gekommen.


    Wie schon das ganze Buch konnte mich auch der letzte Abschnitt nicht fesseln. Ich bin mit den Charakteren nicht warm geworden und das Ende war doch arg übertrieben. Dieser Show Down am Riesenrad....., naja ich weiss nicht.


    Eine Menschen zu töten, um damit zu beweisen, dass Wechselstrom gefährlich ist, dass kann ich mir noch vorstellen. Aber dieses Hin und Her mit dem Präsidenten und dann doch wieder Mrs. Astor.


    Schön ist, dass Sol durch das ganze Chaos seine Erinnerung wieder gefunden hat und sich jetzt sicher sein kann, dass er kein Mörder ist. Er hat also Teslas Hilfe gar nicht gebraucht. Jetzt steht seinem Gluck mit Bel nichts mehr im Weg.


    Ich hoffe ich finde jetzt gleich noch Zeit, die Rezi zu schreiben.

    Ein interessanter Abschnitt. Vito und Elisa kommen sich näher, wie schön, auch wenn sie ihren Gefühlen noch nicht so ganz trauen. Ich habe ganz schön schlucken müssen, als Vito mit seiner Familie den Ort verlassen hat, aber letztendlich ist er ja wiedergekommen.
    Jetzt scheint es ja so zu sein, dass die Familie aus Mangel an Alternativen zurück kommt, da kann man ja noch Hoffnungen für die beiden haben.
    Sehr interessant fand ich wieder die Beschreibung der Lebensumstände in diesem Tal. Vito war ja zunächst mit dem Wunsch des Vaters in diesem Ort zu leben nicht glücklich, aber Dank Mischis Wanderung mit ihm ist er dem Zauber der Gegend erlegen. Ich kann aber auch verstehen, dass Vito, der ein sehr interessierter Mensch ist, sich abgeschnitten fühlt und er seiner Ausbildung nachtrauert. Es ist schon bezeichnend, dass man in dem Dorf nichts von dem Untergang der Titanic gehört hat.
    Hier kommt so richtig der Kontrast zwischen dem LEben der Moderne und abgeschiedenen Leben in diesem Tal. Beides hat seinen Reiz, aber auch seine Nachteile.
    Jetzt nähern wir uns langsam dem Jahr 1914 und damit dem Ausbruch des 1. Weltkrieg. Da könnte grade für Vito dramatische Konsequenzen haben.


    Zumindest wissen wir jetzt so ungefähr, warum Henry des Mordes angeklagt ist. Dass er sein Gedächtnis verloren hat ist ja schon seltsam. Da muss es doch einen körperlichen Auslöser gegeben haben. Schlag auf den Kopf oder so. Und sicher hat Sarah den Vater erschossen und hat jetzt natürlich Angst, dass Henry sie entlarvt. Vielleicht kommt sein Gedächtnis ja wieder, wenn er sie erneut trifft.


    Eine interessante Vermutung, Sarah hat den Vater erschossen. Ein mögliche Variante. Ich glaube es ist einfach wichtig, dass Sol sein Gedächtnis wieder erlangt und dann vielleicht seine Unschuld beweisen kann.

    Sehr gut hat mir in diesem Abschnitt die Beschreibung von der Weltausstellung gefallen. Toll die ganzen Neuerungen, die dort vorgestellt wurden und das Essen aus der ganzen Welt. Gut konnte ich Bells Reaktion auf Sushi verstehen, ich finde das auch furchtbar und würde es an den nächsten Hund verfüttern.
    Ich war auf der Weltausstellung in Shanghai und das war kein schönes Erlebnis, einfach nur überlaufen und die Pavillons waren so.... naja. Die Beschreibungen hier klingen da schon interessanter.


    Bell und Sol sind sich sehr schnell näher gekommen und ebenso Rick und Sarah, wo auch immer Sarah so plötzlich herkam. Aber bei der Weltausstellung sammelt sich anscheinend ganz Amerika.


    Leider tue ich mich noch immer schwer zu verstehen, wohin die Geschichte will, auf mich wirkt alles etwas zusammen gewürfelt und wirr. Aber gut, das ist bestimmt Geschmacksache.

    Oh ja, bei mir allerdings auch! >:(
    Unglaublich... Kaum haben Frauen einen eigenen Kopf und machen nicht alles das, was der Mann von ihnen will, haben sie ein Nervenleiden und gehören in die Heilanstalt! >:(


    Die Charaktere werden ja leider nur sehr oberflächlich gezeichnet, aber dass Rick Bell in eine Heilanstalt für Nervenleiden einweisen lassen will ist schon der Hammer. Ich kann Rick nur sehr schwer einschätzen, aber es passt irgendwie zu ihm. Ich frage mich nur, warum er sich nicht eine andere Frau sucht, noch sind sie ja nicht verheiratet. Aber wahrscheinlich ist die Sache schon zwischen den Familien ausgehandelt.

    Jetzt ist Bell endlich in Chicago angekommen und ich hoffe doch sehr, dass das Buch jetzt mal etwas spannender findet. Bisher ist die Handlung sehr schleppend und ich kann nicht sagen, dass mich das Buch bisher anspricht.


    Bell weiss jetzt, dass Sol ein gesuchter Mörder ist und sie flieht mal wieder aus einem Zug. Dieses Mal landet sie bei den Amish. Ich finde diese Leute immer wieder spannend, lehnen sie doch jeden Fortschritt ab, warum auch immer. Jetzt sind wir zwar noch am Ende des 19. Jahrhunderts, aber auch schon hier lehnen sie den Fortschritt ab. Hier wird sie von Rick eingesammelt und nach Chicago gebracht. Eine seltsame Beziehung führen die beiden, Rick ist sehr besitzergreifend und Bell scheint einfach nur genervt.


    In Chicago beginnt jetzt die Weltausstellung, ein großes Ereignis für die Stadt. Sol ist auch in der Stadt angekommen, aber sein Zusammentreffen mit seinen Auftraggebern läuft nicht so ganz rund. Ich bin ja mal gespannt, ob er noch zum Mörder wird.


    So hoffentlich wird das Buch jetzt etwas spannender und ist nicht mehr so zäh.