Beiträge von Raidrier

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    Nun kommen wir zum Ende des Prologes. Seltsames Ende wenn man mich fragt. Es erscheint mir zu bemüht etwas völlig unerwartetes zu schreiben. Aber am Ende ist wieder eine Elfe aus dem Nichts aufgetaucht um das Szenario zu dominieren. Gefällt mir ehrlich gesagt nicht und hat mir ja auch schon bei Band 1 nicht gefallen. Außerdem hat sich Abdul so bemüht die vermisste Schwester zu finden, da hätte ich ihm auch gewünscht, dass er es ohne Konsequenzen schafft. Aber eigentlich war klar, dass der Prolog kein gutes Ende nehmen kann.... :-[
    Was ich auch gar nicht einordnen kann, ist, wie schwierig die Magie ist die er wirkt. Weil, wenn er irgendwelche Elemente unter seinen Willen zwingen kann, wieso ist er dann noch in Ketten und eingesperrt? Von Allem was er selbst vorher über seine ach so dämonische Kunst gedacht hat ist überhaupt nichts zum Einsatz gekommen. (Oder zumindest hatte ich irgendwas "böseres" erwartet, als einen magischen Magneten...)
    Abdul selbst ist nach wie vor ein interessanter Charakter. Ich hoffe mal er wird auf einen unserer beiden Thorwaler treffen.
    Dass Jamilah gar nicht Jamilah ist sondern die nächste ominöse Elfe erklärt allerdings warum sie mir so unsympathisch ist. :D Ist sie etwa diese Elfe die Phileasson mit im Team hat? Oder bekommen die beiden noch ein Kind und das wird dann die elfische Erscheinung die Beorn im Team hat?
    Unabhängig von diesen Fragen interessiert mich jetzt noch viel weniger was mit den beiden Schwestern passiert. Warum hat Frau Elfe die überhaupt entführt. Mir fällt kein Grund was eine Elfe mit ein paar pubertierenden Gören anfangen soll, selbst wenn die magisch begabt sind. Aber da heißt es wohl nur: abwarten ob sich das im Buch noch klärt.


    Die Figur Asef scheint mir auch ganz interessant zu sein. Es ist zumindest keiner der sich so leicht in die Karten schauen lässt. Ich kann auch seine Wandlung vom Asketen zum Dandy durchaus nachvollziehen. An diesem Punkt macht sich Abdul selbst ein bisschen unsympathisch, denn er scheint hier der verbohrtere und weniger tolerante der beiden zu sein. Dass Asef nicht mal ein Belohnung annimmt für seine Information, Abdul zusätzlich noch warnt und sogar noch mit Anziehsachen aushilft spricht auch sehr für Asef. Unabhängig davon, dass er Abdul nicht als Freund betrachtet tut er zumindest vieles was das Gegenteil vermuten lässt...
    ....Das dachte ich zumindest bis zu dem Satz der Elfe am Ende des Prologes, dass sie bei Ihm "direkter" vorgehen musste... Was ja immer noch bedeutet, dass Asef selbst Abdul nicht verraten hätte. Andererseits bedeutet dass vielleicht auch, dass wir Asef selbst nie kennengelernt haben weil die Elfe sich als er ausgegeben hat? Zu dem Zeitpunkt war Jamilah ja nicht vor Ort, aber vielleicht die Elfe? Und die zweite Frage daraus: was ist aus unserem Assassinenduo geworden? War es wirklich so, dass sie ein besseres Angebot bekommen haben oder hat da auch Frau Elfe ihre Finger im Spiel... Ich vermute letzteres...


    Ich fand es übrigens wirklich klasse, dass durch die erblindeten Sklavenjäger eine Brücke zu unserem Beorn gesponnen wurde. Außerdem scheint damit auch die Zeit in der der Prolog spielt nicht allzu weit entfernt von der eigentlichen Wettfahrt zu sein.


    Ich finde es auch schwierig zu sagen welcher der bisherigen zwei Prologe mir besser gefallen hat. Beide hatten ihre Schattenseiten. Beide spielen aber auch in völlig unterschiedlichen Szenarien mit völlig verschiedenen Charakteren. Ein Vergleich erscheint mir daher kaum möglich.


    In dem Fall hast Du Glück: In diese Regionen werden unsere Wettfahrer in späteren Bänden noch recht intensiv vordringen. ;)


    Da freu ich mich schon sehr darauf :)



    Diese Frage kann man naheliegend erweitern: Kann es überhaupt starke Figuren geben, denen nie etwas Schlimmes passiert ist - unabhängig davon, ob sie männlich oder weiblich sind? Wenn ja - woher weiß man dann, dass sie stark sind?


    Ich weiß was da damit meinst, trotz allem häufen sich gerade im Fantasybereich eben diese Art Hintergrundgeschichten bei Weiblichen Charaktere. Vielleicht fällt das auch nur mir auf, keine Ahnung. Ich finde aber die Vorstellung, dass man nur stark sein kann, wenn man Tod und Leid selbst erlebt hat sehr traurig. Persönlich kann ich mich auch nicht so recht damit identifizieren. Ich persönlich würde mich durchaus als starken Charakter bezeichnen ( natürlich ists wohl immer noch ein Unterschied ob man im Buch mit Drachen kämpft, aber ich hoffe man weiß was ich meine :-[), habe jedoch nicht solche tiefgreifenden Geschichten in meiner Vergangenheit erlebt (zum Glück). Im Gegensatz dazu haben die Menschen die ich kenne und die keine so glückliche Vergangenheit hatten häufig eher Probleme sich im Leben zurechtzufinden und leiden häufiger an Existenzängsten oder geringem Selbstwertgefühl oder sind sehr einsam oder suchen sich Ihre Bestätigung im Ausleben einer nicht so ... Gesunden... Lebensweise. Ich würde sie also nicht zwingend als "starke" Charaktere bezeichnen. Wie gesagt, das sind nur meine Erfahrungen.



    Ich denke, da kann anschu74s Beobachtung helfen:


    Den Satz habe ich glatt überlesen. In meiner Vorstellung schien sie ein bis dahin gut behütetes Leben zu führen. :-[



    Dabei gilt es zu bedenken, dass Abdul ein Novadi ist. Er denkt sich ja auch seinen Teil zum (etwas speziell) zwölfgöttergläubigen Al'Anfa.
    Die Novadis verehren nur einen einzigen praktisch allmächtigen Gott: Rastullah.


    Nach wie vor fehlt mir da einfach detailliertes religiöses Hintergrundwissen aus Aventurien. Für was stand nochmal Rastullah?



    Eine kleine Andeutung steht auf
    [quote author=Seite 6]
    Er war zu weit auf jenen Pfaden gegangen, die Menschen besser erst gar nicht betreten sollten.


    Aber da kommt noch mehr ... ;)[/quote]
    Da bin ich jetzt mal sehr gespannt darauf :)



    Wirklich? Den Eindruck hatte ich überhaupt nicht. Dämonen oder Dämonen-Beschwörungen werden in DSA des Öfteren erwähnt. Das findet man eigentlich immer wieder, wenn es um Religion geht. Daher hatte ich „Rotes Gold“ nicht im Speziellen im Sinn.


    Ich kenne mich bei DSA leider kaum uns und "Rotes Gold" ist das letzte Buch das ich von einem der Autoren gelesen habe, dadurch entstand vielleicht auch der Bezug in meinem Kopf. Hat sich aber doch recht schnell wieder gelegt :)



    ...Nur weil sie nicht als trauernd dargestellt wird, heißt es ja nicht, dass sie es nicht tut. ...


    Da hast du prinzipiell Recht, aber es heißt auch ebenso wenig, dass sie es tut.


    @ Raidrier: mir ging es mit der Szene ähnlich. Ich musste auch kurz an " Rotes Gold" denken, daher war ich mir auch so sicher, dass der Prologaus " Roberts " Feder stammt. Das war wohl ein gewaltiger Trugschluss. Dennoch, beruhigend, dass es nicht nur mir so ging.


    Ja, ich habe auch auf den falschen Prologschreiber getippt. Ich vermute die Autoren wollen uns an der Nase herumführen ;D

    Zusatz nach Lesen der anderen Kommentare:


    Hier ist besonders interessant, wie die Leserunde diese Passage in der Herberge empfunden hat. Ist sie auch den anderen aufgefallen? Was haltet Ihr davon?


    Mir persönlich ist diese Szene nicht negativ aufgefallen. Auch wenn er sich nicht züchtig zur Seite gedreht hätte, hätte ich aus irgendeinem Grund nicht negativ von ihm gedacht. Ich glaube Abdul an sich ist ziemlich "moralisch flexibel" :-[ Es steht ja im Text, dass Abdul sich für seine Regungen schämt. Ich habe das aber keinesfalls so verstanden, dass er sich dafür schämt sie Ihr gegenüber zu haben, schließlich hat er ja auch vorher ihre Schönheit betrachtet und sich Gedanken zu ihren Brüsten gemacht, sondern eher, als versuche er an sich zölibatär zu leben und unterdrückt deshalb seine Gefühle in etwaige sexuelle Richtungen und gibt Ihnen nur nach, wenn "es gar nicht anders geht". Wir sind ja alle erwachsen und ich denke mal ihr wisst was ich damit meine...
    Außerdem scheint er auch irgendwie Angst davor zu haben, das irgendwelche göttlichen Mächte seine emotionalen oder körperlichen Verbindungsmenschen als Strafe für Ihn nutzen könnten. In wie fern das tragbar ist weiß man natürlich zu diesem Augenblick noch nicht, da man so gar nicht einschätzen kann in welche Abgründe er sich magietechnisch hineingewagt hat.
    Auf jeden Fall zeigt diese Szene wiederum dass sich Jamilah überhaupt gar keine Gedanken in diese Richtung macht und entweder vollsten Vertrauen in ihn hat oder in keinster Weise Gedanken über Sex IHM gegenüber hat, oder sie hat schon soviel Erfahrung, dass es ihr egal ist ;D (letzteres halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, aber wer weiß... ;)

    Juhu. Endlich geht es weiter mit der Phileasson-Saga und ich war ja schon ein bisschen gespannt wo und mit wem dieses Mal der Prolog spielt.
    Ich mag ja diese arabisch angelehnten Fantasywelten sehr. Auch Al'Anfa selbst scheint einige interessante Geschichten zu bieten. Daher gefällt mir das Setting schon sehr gut. Als nicht DSA- Kenner kann man überhaupt nicht abschätzen ob und wie die Charaktere aus dem Prolog mit der Wettfahrt der zwei Thorwaler verflochten sind. Aber eigentlich ist das auch gar nicht wirklich wichtig. Beim ersten Buch war es irgendwie verstörend, dass der Prolog mit der eigentlichen Story erstmal auf den ersten Blick nicht viel zu tun hat. Aber der Leser lernt ja auch. Da man das nun im zweiten Teil schon besser einordnen kann ist es eigentlich ein ziemlich guten Einstieg in die Welt an sich und führt den Leser nochmal so ein bisschen in die aventurische Hintergrundwelt, ehe es mit der eigentlichen Geschichte los geht. Das ist vor allem nicht schlecht, wenn man zwischenzeitlich mehrere Fantasybücher mit ähnelnden Welten gelesen hat. :-[
    Die Buchbeschreibung ist ja sehr elfenlastig. Im ersten Teil fand ich die Elfen jetzt nicht als die wichtigsten Leute auf der Fahrt, sondern eher als "Beiwerk". Der Einführung nach könnte man der Annahme verfallen, dass diese die Hauptcharaktere sind. Keine Ahnung ob ich das gut oder schlecht finden soll. Des Weiteren hatte ich im Prolog selbst zeitweise das Gefühl wir wären in "Rotes Gold". Z. B. als unser Abdul von Dämonen die man für seine Zwecke anrufen kann und deren Tempel sich irgendwo in dunklen Höhlen befindet erzählt hat...Die verbrannte Gesichtshälfte mit Schleier hat auch irgendwo sofort einen arabischen Avatar in meinem Kopf entstehen lassen... :wegrenn:
    Zum Glück ist dann innerhalb der ersten 40 Seiten diesen Gefühl verschwunden und ich bin wieder in der aventurischen Welt gelandet. Jetzt kann es losgehen mit unseren Kapitänen! ;D
    Aber halt. Es gibt ja noch etwas zum Prolog zu sagen, obwohl ich eigentlich gern den Ganzen kennen würde ehe ich da eine Meinung kundtue. Trotzdem: Mir stellt sich schon die Frage ob es auch möglich ist starke Frauencharaktere zu haben denen nicht in Ihrer Kindheit irgendwas schlimmes passiert ist... Die Nichte finde ich bisher uninteressant. In wie weit Die Entführung ihrer Schwester sie belastet wird kaum und der Tod ihrer Eltern nur in einem kleinen Nebensatz lieblos abgehandelt. Und auf einmal ist sie eine verhärmte junge Frau die "zu schnell erwachsen geworden ist" ... Schon tausend Mal gelesen, emotional nicht nachvollziehbar, Charakter vorher nicht gekannt, daher auch kein Vergleich zu vorherigem Verhalten möglich. Mir egal was mit ihr passiert, ebenso ihre Schwester. Wird bestimmt entweder Tod aufgefunden, oder fast tot, so dass man sie selber von Ihrem Leid erlösen muss oder ihr passiert so was schlimmes, dass sie noch härter und verhärmten wird als ihre Schwester. Bitte nicht schon wieder. Gehen denn keine starken Einstiege mit weiblichen Charakteren ohne irgendwelche Mädchen oder Frauen psychisch und physisch zu vergewaltigen?
    Abdul dagegen ist ein sehr interessanter Charakter. Viel wird er für seine Familienangehörigen auch nicht übrig gehabt zu haben, denn wie er den Tod seiner Verwandten durch die Sklavenjägen überhaupt findet, wird glaube ich nie erwähnt... Dadurch erscheint es, als wäre er ziemlich hartherzig obwohl er an anderen Stellen völlig anders beschrieben wird.
    Unabhängig davon bin ich gespannt was der überhaupt kann, denn von irgendetwas Magischem hat er bisher nur gesprochen, aber nix gewirkt. Da erwarte ich noch Großes! Ebenso scheint es nicht uninteressant herauszufinden was genau er getan hat um in Ungnade der Magierakademie zu fallen. Was ist eigentlich aus seinem Ausgrabungspartner geworden?
    Wie gesagt, ob die Beiden die Schwester in welchem Zustand jetzt finden oder nicht, finde ich persönlich jetzt wenig interessant. Was der Charakter Abdul noch tun und lassen wird interessiert aber schon. :)


    Alles in Allem: Einstieg ins Buch ist nicht schlecht gewählt mit einem sehr interessanten Charakter und ein paar Uninteressanten Nebenleuten. Mal schauen wie es weiter geht. ;)


    ... Und über den Grammatikfehler gleich am Anfang des Buches verlieren wir mal kein Wort :D


    Hier ist es inzwischen sehr ruhig geworden - sehr schade, dass wir während der Leserunde ein paar Leser verloren haben. Es wäre schön gewesen, wenn ihr Bescheid gegeben hättet.


    Verloren ist das falsche Wort... Ich zum Beispiel habe mich wahrlich schwergetan mit dem Ende des Buches und wollte das Ganze erst mal sacken lassen, bevor ich unüberlegt etwas Negatives heraus posaune... Dies liegt jedoch keinesfalls am Autor, oder am Schreibstil oder an der Idee an sich. Im Gegenteil:
    Ich würde dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der diesen Fantasy-Einheitsbrei der zuhauf in den Regalen steht, einfach nicht mehr sehen kann.
    Die Grundidee ist wirklich einmal etwas ganz anderes und man fiebert schnell mit Eivora und dem Klingelrausch mit. Der Schreibstil des Autors ist bildlich und düster. Friede-Freude-Eierkuchen-Fantasy darf hier keiner erwarten, obwohl meiner Meinung nach bereits das Cover und der Klappentext darauf hin deuten, dass „Rotes Gold“ eher in der Dark-Fantasy-Ecke anzusiedeln ist.
    Zartbesaitete Personen werden an der ein oder anderen Szene stark zu knabbern haben. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Autor es hervorragend schafft gerade diese Szenen nicht ins Endlose zu beschreiben sondern sie in einem kurzen Absatz so anzureißen, dass der Rest der Szene im Kopf des Leser weitergeht. Zumindest war das bei mir der Fall.
    Wie gesagt, ich mag die Idee der dämonengestützten Söldnereinheit und ich mag den Schreibstil des Autors, der nie langweilig wird oder sich in Kleinigkeiten verliert, sondern immer die Geschichte voranzutreiben weiß. Aber das Buch ist polarisierend und von daher gibt es Dinge die ich überhaupt nicht mag. Es gibt diesen einen Handlungsstrang mit dem ich mich bis zuletzt so gar nicht anfreunden konnte, da er für mich absolut unpassend war. Unpassend für das Buch und unpassend von den beteiligten Charakteren her. Welcher Handlungsstrang das ist, verrate ich hier natürlich nicht ;)
    Ansonsten ist zu sagen, dass es jede Menge an verschiedensten Charakteren gibt. Dort findet sicher jeder seinen Liebling und seine Hassfigur. Aber wundert euch nicht, wenn sich diese Einschätzung im Laufe der Geschichte ändert...
    Die Hauptfigur „Eivora“ legt hier einen ziemlich starken Start hin, andere Figuren laufen ihr aber mit fortschreitender Handlung den Rang als Sympathieträger locker ab. Und da ist für mich auch der Haken am Buch. … Bei Eivora ist leider viel Potenzial verschenkt. Hier hat man den Eindruck der Hauptcharakter entwickelt sich zurück, statt vorwärts. Ein weiterer Aspekt der dieses Buch so kontrovers macht, denn andere Leser werden dieser Aussage sicher nicht zustimmen können.


    Man darf jedoch nicht vergessen, dass „Rotes Gold“ der Auftaktband einer Reihe, der „Schwertfeuer-Saga“, ist und hier für alle Charaktere noch etliche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Bei diesem Autor ist es nicht wirklich absehbar wohin das Ganze führen wird, also bleibt es trotz allem spannend, denn die Frage wie und ob es überhaupt mit dem Klingenrausch weitergeht weiß trotz allem zu begeistern.


    Die Frage allerdings ob ich selbst den nächsten Band lesen werde beantworte ich hier und jetzt mit einem klaren: Jein.


    Wie gesagt, das Buch hat für mich eindeutig seine Schwächen, aber die wirklich innovative Idee der Hintergrundwelt lässt sich nicht von der Hand weisen. Mal sehen, was der nächste Klappentext so in Aussicht stellt …


    Sollte ich den nächsten Band lesen und es gibt eine Leserunde dazu, werde ich jedoch nicht wieder daran teilnehmen. Dafür ist es mir das schnelle Lesetempo zu anstrengend bei einer Geschichte, bei der zumindest ich den Roman gern mal ein paar Tage beiseite legen möchte.. Verzeiht :-[


    Zum Schluss ist noch anzumerken, dass es in der E-Book-Version (die ich gelesen habe) wirklich schöne Zeichnungen gibt, die wichtige Schauplätze plastisch darzustellen wissen. So etwas wünschte ich mir schon lange für diverse Publikationen, deshalb hier ein "Daumen hoch" dafür, dass dies realisiert wurde. Bitte beibehalten, auch für die Printausgabe! :klatschen:



    Gesamtfazit, trotz allem: :buchtipp:



    Zuletzt noch einen RIESENDANK an den Autor, der hier in kurzer Zeit zwei Leserunden so fantastisch begleitet hat. Ich wünsche noch viele spannende Ideen, Zeit und Muße sie auch zu Geschichten zu verarbeiten und noch eine Unmenge verkaufter Bücher! :winken:




    Raidrier

    Hallo liebe Leserunde.
    erstmal möchte ich mich bei euch und dem Autoren entschuldigen, dass ich die letzten Abschnitte nicht kommentiert habe. Ich habe auch keine findige Ausrede parat. Ich wusste einfach nicht was ich dazu sagen soll ... :nachdenk:
    Einerseits war ich mehrfach kurz davor doch nicht weiterzulesen weil mir gewisse Figurenentwicklungen einfach ziemlich doof vorkamen, andererseits fand ich die ganze Anreise zur Stadt und den Aufbau des Lagers ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Ich mag einfach keine so großartigen Strategiesachen, demnach könnte ich nicht mal unter Strafe jetzt hersagen welche Einheit wo stand, lag, umzog oder angegriffen wurde.
    Zusätzlich war noch Eivoras völlig überflüssige Tändelei mit Gonder. Ich war ja bisher durchaus Fan von Eivora aber hier hat sie halt so nach und nach deutlich an Sympathie verloren. Ich erinnere an die Szene im Wald als sie so laut nach ihrem doofen Salamander ruft, dass sie Ihre Position hätte verraten können. Hier dasselbe unbedachte und für eine Kämpferin in den Fußstapfen ihres Vaters strategisch völlig hirnrissige Verhalten ihren Liebhaber von dem sie weiß, dass er nicht gerade viel reale Kampferfahrung hat, bei so einer wichtigen Mission mitzunehmen.... Mir fehlen die Worte... Aber die hatte ich eigentlich auch schon verloren, als sie ihn einfach so zum Blitzsteinzelt mitnimmt und das größte Geheimnis des Klingenrausches aus einer unbedachten Laune heraus offenlegt. Schon allein für diesen Zug hätten die anderen Kampfherren ihr ihre Position wieder aberkennen sollen.
    Gonder nervt einfach nur. Der muss mal echt noch paar Jahre auf die Weide ehe man den auf die Menschheit loslassen kann. Da helfen auch alle von Eivora so bewunderten Muskeln nichts...Dass er hier am Ende dann um sein Leben singt war allerdings durchaus passend. A, passt es absolut zu seinem Charakter und B, hätte wohl jeder von uns dasselbe getan beim Anblick des Fleischerhakentodes.
    Was mich jetzt eigentlich doch noch am Buch hält, sind zum einen die Frage ob Nirto noch ein bisschen an Substanz gewinnt, denn bisher hat er zwar ein paar interessante Ansätze gezeigt, die allerdings dann gleich wieder überspielt wurden. Zum anderen:



    Also, ich weiß jetzt nicht, wie ich es sagen soll ... ich muss gestehen, in diesem Abschnitt bin ich ein Fan von Ignuto geworden :-[ Ja, ich weiß, von wegen Kopf-ab und so, aber tja, was geht mich mein Geschwätz von gestern an ;D


    Ja, ähm... Ich finde den auf einmal auch nur noch halb so daneben und bin sehr interessiert wie die Geschichte von Fiafila-Ignuto noch weitergeht. :-[
    Ich finde auch nicht, dass sich Fiafila hätte mehr gegen den Homunkulus wehren können. Was hätte sie denn genau tun können? Ihn aus der Schulter reißen wäre ja körperlich sicher nicht möglich, und dass der Homunkulus sich hätte rausschneiden lassen oder erdolchen oder was weiß ich, das glaube ich auch weniger. Da hätte er sicher eine Möglichkeiten gefunden da Einfluss auf die Handlung/Bewegung zu nehmen. Andererseits muss er ziemlich sicher gewesen sein, dass Fiafila ihn annimmt, denn die andere , viel leichtere Option, Prekesta, hat er ja offensichtlich gar nicht in Betracht gezogen, und alles andere würde für ihn ja den Tod bedeuten den er ja nicht erleiden will.
    Da wird es also noch spannend werden mit Fiafila-Ignuto hoffe ich.
    Also doch weiterlesen....

    So. Da musste ich das Buch gleich zu Anfang erstmal 2 Tage beiseite legen. Die Stelle in der Chastro-Ignuto sich vorstellt wie Fiafila angekettet daliegt und ihr mehrere! Homunkuli aus dem Körper wachsen war so absolut widerwärtig dass ich dafür keine Worte finde. Sorry. Mit sowas kann mein phantasiebegabtes Hirn nicht umgehen. Ich habe mich sogar erwischt wie ich auf Arbeit in mein Zeugs vertieft war und plötzlich aus dem Nichts dieses Bild aufgetaucht ist. Leider hat das bei mir körperliche Auswirkungen; mir war spontan schlecht. :o Eine Medaille für den Autoren für seine bildhafte Schreiberei, aber ich brauchte da jetzt echt ein bisschen Zeit um weiterlesen zu können....



    Ich zitiere mal mich selbst:


    Oh hellsichtig begabte odenwaldcollies, warum musstest du recht behalten .... Ich glaube aber auch nicht an eine "Rettung" Fiafilas. Ihr ist ja nur nichts passiert weil Treskor noch Großes von Kester-Dämon erwartet und ihn sich gewogen machen will. Was mit Fiafila geschieht ist ihm persönlich wohl ziemlich schnuppe. Übrigens fand ich es auch seltsam, dass am Ende des Abschnitts ja wohl eine Woche vergangen ist (wenn ich das richtig gelesen habe) und Fiafila seither niemanden mehr interessiert hat. Auch ist der Prinz nun zum unterschreiben gekommen, aber zum Mord an seinem Leibwächter wurde auch nix mehr gesagt...


    Ich glaube auch, dass Trekors Schlange irgendwie ein Dämon ist der mit ihm verbunden ist, oder ein Sprachrohr für Dämonen, und je nachdem welcher Dämon gerade Besitz von ihm/ihr genommen hat verändert sich die eingebrannte Rune auf seinem Kopf.


    Hier schließe ich mich auch mal der Xerohn-Front an. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen erscheint er mir am sympathischsten, obwohl ich auch nicht zwingend in seiner Einheit anheuern wollen würde. Ich würde Jakena verdächtigen den Blitzstein gestohlen zu haben. Sie hat ja selbst gesagt, dass sie entweder herrscht oder gar nichts, aber keinem anderen folgt. Und es wurde ja glaube auch schon im ersten Leseabschnitt irgendwo gesagt, dass womöglich die Kampfherren untereinander um die Vormachtstellung kämpfen werden. Aber dass Pirlitu plötzlich Eivora förmlich in den Kampfherrenstand zwingt fand ich aber auch irgendwie verdächtig. Der Autor hat uns glaube ich langsam so weit: Wir vertrauen keinem hier mehr. Böser Autor! :'(
    Allerdings hat mir dieser taktische Schachzug Eivoras sehr gefallen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich bis zuletzt keine Ahnung hatte was sie da vorhat um die Kampfherren zu einen. Das hat sie gut gemacht! :)
    Offensichtlich entwickelt sie langsam Selbstvertrauen und steigt aus dem Schatten ihres Vaters heraus. Sehr gut. Allerdings hat sie in dem Bezug so einen rausgeputzten Prinzen, der noch nie in einer Schlacht war, sicher nicht nötig. Wie soll der mit ihr mithalten? Ist doch lachhaft. Ich hoffe mal, dass nicht gerade hier plötzlich noch des Herrn Corvus' romantische Seite zum Vorschein kommt :flirt:



    :jakka:
    Das war auch eine wesentliche Absicht, die ich mit dem Prolog verfolgt habe: Der Leser soll sich fragen, wie es zur Situation im Prolog kommt. Wieso ist Eivora in Ygôda? Warum ist nur Nirto bei ihr? Was wollen sie mit dem Schmuckstück? Und was bedeutet der Regen?


    Tja, das scheint eine wenig diskutierte Frage zu sein. Dann fange ich halt mal an mit zwei abstrusen Theorien:
    Erstmal kommt die Assoziation Regen>Wolken>Unwetter>Blitze>Blitzstein. Allerdings scheint mir das irgendwie zu profan... Vielleicht wird die Stadt ja auch von sehr mächtigen Regengöttern bewacht. Wir wissen ja schließlich, dass Feuer im Regen selten sehr beständig ist. Ist zwar doof für die Stimmung der Bewohner, aber dafür haben Dämonen keine Möglichkeit in die Stadt zu dringen... Castro-Ignuto muss also draußen bleiben ;D Das Schmuckstück, dass sie und Nirto erbeuten wollen ist so etwas wie ein Gefäß für diese Regengötter und muss daher an den Mann und aus der Stadt gebracht werden bevor der Klingensturm einfallen kann um seinen Dämonen zu huldigen.



    Für mich ist die richtige Richtung diejenige, die zur besten Geschichte führt. ;D
    Ich hoffe, Euch gefällt das Ziel, zu dem ich Euch in Rotes Gold bringe - darauf bin ich gespannt!


    Der Autor ist herzlich eingeladen das Ende an dieser Stelle zu verraten, sollte er zu neugierig darauf sein, wie seine Leser es finden... :err:


    Glaubst Du, Eivora empfindet ihre Heimatstadt als feindselig?


    Als feindselig gegen sich selbst vielleicht nicht, aber sie räumt ja durchaus ein, das sich hier jeder seiner Haut wehren kann, sollte etwas passieren und ihr ist sicher bewusst, dass das eben nicht für Fiafila gelten kann.



    In meinen früheren Berufen habe ich mit Leuten zu tun gehabt, die siebenstellige Jahresgehälter hatten. Da kann man sich auch fragen: Was wollen die mit dem Geld? ... .... Wenn ein "vergleichsweise schlechtbezahltes Leichtgewicht" einen Vorschlag macht, hat dieser ceteris paribus weniger Gewicht als der Vorschlag von jemandem, bei dem "eine Stunde Nachdenken" das Doppelte kostet.


    Wenn du in diesen Riegen unterwegs warst wirst du das sicher eher beantworten können als ich. Ich komme da ja völlig aus der anderen Richtung und aus Arbeitersicht betrachtet stellt sich durchaus die Frage ob die Betreffenden denn die bezahlte Stunde überhaupt nachdenken oder sie einfach so berechnen... Ich vermute oftmals letzteres. :vogelzeigen: ... Ich finde die Geschichten aus diesen Sphären auch unglaublich interessant aber kann da trotzdem meist einfach nur den Kopf drüber schütteln. ...


    ...Vorher fanden alle "ganz toll, was du so Kreatives machst" und "total super, was du so drauf hast" - aber den Gegenwert eines Biers war es nicht wert, das zu unterstützen. Nicht wegen des Kaufwerts des Geldes - auf ein Bier in zwei Monaten zu verzichten, ist auch für einen Studenten nicht spürbar. Aber es gibt eine Hemmschwelle, jemandem, vor allem, jemandem, den man kennt, Geld für etwas zu geben, was er gemacht hat.


    Dieses Schicksal teilen wohl alle, die irgendetwas können was andere wollen, mag es Kunst, Kultur oder profanes Handwerk sein, und damit große Teile ihrer Zeit für opfern. Gerade im Freundeskreis wird sowas wohl immer als profaner Freundschaftsdienst angesehen werden.


    Will der gemeine Leser wirklich immer unbedingt den billigsten Preis? Sieht er nicht, dass er damit den Autoren nicht unterstützt.


    Ich glaube ganz ehrlich, dass der gemeine Leser der so etwas macht eben in keinster Weise darüber nachdenkt. Das Internet wiegt einen doch oftmals in dem Glauben, dass die Informationen die es gibt absolut freiverfügbar sind. Dieses Denken wieder *umzuprogrammieren* erscheint mir auch fast unmöglich.


    Aber das schweift alles schon wieder ganz doll ab und ich bin jetzt ruhig...


    Tja, wie ist nun das Verhältnis dieser beiden Frauen zueinander?]/quote]


    Ich denke auch, dass es weniger um echte Zuneigung geht. Schließlich schien es Eivora auch durchaus egal zu sein ob ihre "Gefangene", die ja über keine besonderen Fähigkeiten zum Selbstschutz verfügt, besoffen von einem fremden Mann in einer feindseligen Stadt weggeführt wird...



    Die sadistische Szene auf Seite 64 mit dem rituellen Töten des Kaninchens hat mir schon etwas den Magen umgedreht.


    Ich schließe mich hier an. Aus Dämonenverehrungssicht sicher nachvollziehbar. Aus Lesersicht absolut unnötig. Ich mag Kaninchen! :'(



    Liebes Tagebuch,
    und wieder blitzt eine Sympathieträgerin ab! Dabei hat Prekesta eigentlich nur positive Eigenschaften: Sie ist durchsetzungsstark (oder ist ihr Auftritt im Basöontempel bereits in Vergessenheit geraten?), fromm (hingebungsvolle Dämonenopfer) und loyal (erträgt auch Chastro-Ignutos Emotionalität). Was mehr kann man sich von einer liebenswerten Figur wünschen?


    Durchsetzungsstark, fromm und loyal trifft wohl auch auf Eivora zu. Faszinierend wie unterschiedlich die Taten der beiden sind. Wobei wir nicht wissen, ob Eivora nicht auch eben jene Opferrituale durchführt. Sind die Leute in dieser Stadt nicht alle irgendwie dämonischen Kulten angehörig? Warum sollte man sonst mit Dämonen Geschäfte machen und ihnen Gold opfern?



    Eine interessante Theorie! Was meint Ihr?


    Diese Idee hatte ich auch kurz. Oder ihr Fluch wirkt dahingehend, dass Chastro emotionale/körperliche Qualen spürt, wenn Ignuto jemanden verbrennen möchte. Wäre schön wenn ihr Fluch so stark wäre, aber ich befürchte eher, dass, nun da er sie unter Kontrolle hat, sie den Weg aller Kaninchen gehen wird.....


    [quote author=Fiafila]
    „Der Wind weht überall, in der Wüste und auf dem Meer. Er rauscht in Baumkronen und säuselt um die Häuser. Er streicht über Gut und Böse. Niemand kann ihn rufen, keiner vermag ihn zu halten. Er kommt und geht ohne Unterschied.“
    [/quote]


    Ich fürchte ich muss eine Glaubensänderung beantragen. Ich verehre ab heute den Windgott. :anbet:



    Eine Frage die sich mir ansonsten so beim lesen gestellt hat: Was genau können die Dämonen eigentlich mit dem ganzen Gold anfangen? ???


    Ich befürchte, Bernd hat mir ihr noch schlimmeres vor als nur den Tod :o


    :angst: Ich mag nicht mehr weiterlesen. Wie soll man da nachts noch ruhig schlafen können... :angst:



    Aber am Ende des Tages und unter dem Strich gehört er zum Sturmbanner, und sie nicht - egal, was die Führung der Legion sagt.


    Ja, so scheint es derzeit- Ich hoffe doch, sie wird sich ihren Platz da noch erkämpfen. :barbar:



    Ha, dann unterstelle ich Dir jetzt Weichherzigkeit!
    :herz:
    Ein schönes Schmuckstück könnte ja bei einem üblen Treffer ebenso Schaden nehmen wie ein kleines Tierchen, aber kaum gucken Dich die dunklen Knopfaugen eines Feuersalamanders an, weckt das den Beschützerinstinkt ...
    ;D


    Diese dreiste Unterstellung ist unumwunden wahr! Aber nicht weitersagen, sonst leidet mein Ruf... :-[




    Hmm. Der Vergleich mit Fianna ist naheliegend. Dennoch wird doch nicht jeder dem eine Vergewaltigung widerfahren ist zu einem emotionslosen, sadistischen , nicht liebensfähigen Wesen, das nur weil ihm selbst Qual zuteil wurde, Genugtuung empfindet es anderen auch anzutun. Ich weiß nicht, da müssen noch ganz andere Dinge hinzu kommen denke ich. Viel gravierender sind da sicher noch andere Faktoren.


    Natürlich ist das zum Glück nicht der Fall. Aber gewisse Charaktere in einer bestimmten harten Welt neigen zu ähnlichen Verhaltensweisen. Und es gibt ja auch noch diese Menschen, die sich in ihrer eigenen Qual nicht anders wehren können als einfach zurückzutreten wenn sie mal getreten wurde. Ich wollte hier nur darauf hinweisen, dass gewisse extreme Verhaltensweisen durchaus nachvollzogen werden können wenn die Hintergründe ersichtlich sind, da du schriebst, dass dieses Verhalten in keinster Weise nachvollziehbar wäre.



    Eine interessante Parallele.
    Was man vielleicht noch überlegen kann: Fianna (und wer immer die späteren Morde in Nordwärts durchführt) richtet sich strikt gegen diejenigen, die unmittelbar an der Tat beteiligt waren. Prekesta nimmt sämtliche Männer in Sippenhaft


    Ja. Schade ist, dass das ihre eigenen Ängste und Sorgen nicht heilen wird, sondern nur eine Ablenkung ist um sich nicht mit dem eigenen grausamen Schicksal beschäftigen zu müssen. Ich finde in dem Bezug nehmen sich die beiden Charaktere wenig.



    ... wobei ich große Sympathien für diejenigen habe, die auch mal einem Buch eine Chance geben, das nicht in ihr übliches "Beuteschema" passt. Oftmals wird man sich bestätigt finden, denn man hat seine Vorlieben ja nicht grundlos entwickelt, aber manchmal wird man eben auch durch so eine "Probebohrung" positiv überrascht.


    Ich hoffe doch, meine Frage kam bei Torshavn nicht rüde an. So war sie nämlich nicht gemeint. Ich hatte auch schon das "Vergnügen" ein Buch zu erstehen, nur weil mir andere Bücher des Autors gefallen haben um dann das Ganze nach 100 Seiten ernüchtert in die Ecke zu stellen. Seitdem befasse ich mich immer ziemlich genau mit dem was ich kaufe, unabhängig von Sympathien. Ich lese sonst weder Horror, noch Thriller oder Krimi und eigentlich am liebsten Science-Fiction oder High-Fantasy. Daher habe ich bei Rotes Gold auch lange hin und her überlegt und war mir bewusst was mich hier erwartet. Daher die Frage nach dem Klappentext.



    Liebes Tagebuch,
    wir haben ein Problem - da braut sich etwas zusammen ...
    :o


    Ich fürchte wir marschieren hier straff auf Konfrontationskurs. Ich überlege die Gründung einer "Keine-Niedlichkeitsfaktoren-in-Fantasybüchern"-Bewegung ... : >:D


    Alle mögen Fiafila - ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.


    Och nee, das heißt jetzt doch hoffentlich nicht, dass sie ziemlich bald einen grausamen Tod stirbt... :'(

    Aber: Fändet Ihr ihr Auftreten gegenüber den Söldnern auch so positiv, wenn Ihr eine Tempeldienerin wärt, die gerade knapp überlebt hat, was die Sieger ihr angetan haben?


    Hm. eine gute Frage. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass ich wenn dies der Fall wäre wohl eher an meinen eigenen Wunden/Schmerzen interessiert bin und vielleicht gar nicht wirklich mitbekomme was genau dort passiert. Ansonsten ist natürlich zu sagen, dass die ganze Sache am Ende auch noch schlimmer hätte ausgehen können. Zum Beispiel wenn Chastro Kesters Tod als Freifahrtschein angesehen hätte. Und vielleicht hat Fiafila als oberste Tempelfrau auch ein bisschen ihre Art zu denken an ihre Untergebene weitergegeben. Kurz gesagt: Ich weiß es nicht ???



    In welcher Weise hat Aglix Eivora behindert?
    Hättest Du dieselben Vorbehalte, wenn Eivora keinen Feuersalamander mit sich herumschleppen, sondern eine Kette (ein Schmuckstück) tragen würde?


    Nein. Witzigerweise wäre mir das völlig egal. Aber ein so eng verbundenes, kleines Tier, dass unter der Rüstung wohnt braucht ja auch eine gewisse Rücksicht im Umgang. Einmal falsch bewegt, Zack. Salamander platt. Ich habe mich da mal versucht reinzuversetzen und mich würde es stören. Ich könnte mich wahrscheinlich da gar nicht zu hundertprozent auf den Kampf konzentrieren, weil halt immer im Hinterkopf wäre wo der Salamander gerade ist und wie ich mich so zu bewegen habe, damit der Salamander keinen Schaden nimmt. Und ein Schmuckstück, unabhängig von seinem emotionalen Wert, würde immer an der selben Stelle sein und wahrscheinlich kaum behindern, z.B. eine Kette oder oder so...



    Ich muss sagen, dass ich Prekesta ohnehin noch unsympathischer finde als Chastro-Ignuto (obwohl das ja kaum möglich ist), aber die Tatsache, dass es sich bei der Plünderung in dieser Szene um eine Vergewaltigung handelt schockt mich doch heftig. Wie kann eine Frau SO werden? Ich glaube nichts, aber auch rein GAR nichts kann das entschuldigen (das übliche "Schwere-Kindheit-Syndrom" zieht hier nun echt nicht). Ich weiß gar nicht, was ich jetzt davon halten soll. Diese Frau widert mich dermaßen an, dass ich richtig aggressiv werde! Selten hat mich eine Figur so wütend gemacht, sie ist einfach nur erbärmlich. Ich empfinde tiefe Verachtung ihr gegenüber. Schon jetzt wünsche ich ihr einen grausamen Tod....


    Hm... Es wurde ja gesagt, dass Sie die selbe Behandlung auch selbst erfahren durfte und dadurch so geworden ist. Ohne die beiden Bücher jetzt vergleichen zu wollen, aber du warst ja auch bei der Nordwärts-Leserunde dabei... Man war sich dort relativ einig, dass das was Fianna erlebt hat ihr späteres Verhalten durchaus rechtfertigt. Denkst du nicht, dass es hier in dem Fall auch so gesehen werden kann? ...unabhängig davon, ob man das nun gutheißt oder nicht....


    Geht das hier noch jemandem so, dass er angewidert ist und dennoch fasziniert? Und fragt sich noch jemand, was eigentlich in diesem Autor vorgeht?


    Angewidert und fasziniert trifft es ziemlich genau. Das ist wie wenn man bei einem Unfall nicht wegschauen kann, obwohl man die Bilder noch Jahre danach am liebsten selbst aus seinem Koof prügeln würde.
    Aber nach der Intertion des Autoren frage ich da ehrlich gesagt nicht. Wir alle haben unsere Abgründe in der Seele, die derlei Vorstellungen überhaupt zulässt. Das es Menschen gibt die dies von ihrer Realität trennen und anderen zugänglich machen können ist doch sehr faszinierend. Man sollte auch ganz dolle davon Abstand nehmen das geschriebene Buch mit den Charakterzügen, Einstellungen oder Meinungen der Autoren zu vergleichen. Wenn es danach geht müsste man die meisten Horrorautoren lieber ganz schnell wegsperren. Und was geht dann in diesen ganzen Schnulzenschreibern vor? :-[



    Wenn du nun durch eine Kamera den Alltag eines fremden Menschens von irgendwo auf der Welt beobachten würdest, wirst du dem Wetter, wenn die Tür aufgeht, auch keine besondere Beachtung schenken, nicht? Außer natürlich da wütet ein Orkan, der da grad ein Haus verschiebt.


    Mir persönlich ist der Einstieg nicht weiter positiv oder negativ aufgefallen. Meistens lese ich sowieso so schnell da darüber weil ich wissen will um was es geht, dass die genauen Sätze da an mir vorbeiziehen. Dafür ist es aber gut, wenn so etwas wie Wetter erwähnt wird. Äußere Begebenheiten transportieren ja auch immer irgendwie Befindlichkeiten oder Stimmungen.



    Eigentlich habe ich keine Lust einer bezahlten Mörderbande, mit dämonischen Beistand, über 400 Seiten auf ihrem blutigen Weg zu folgen. . ... .... Nicht deine Schreibe, die ist immer top, auch deine Charakterbeschreibungen, deine Charakterführung ist gut. Aber deine eigenen Weltschöpfungen sind mir zu dunkel, zu düster, oftmals so ohne Hoffnung.


    Entschuldige, wenn ich das jetzt frage, aber du hast bevor du dir das Buch zugelegt auch die Inhaltsangabe gelesen oder? Ich finde schon Inhaltsangabe und Cover lassen nicht gerade Sonnenscheinfantasy vermuten. Ich teile durchaus deine Einstellung bezüglich dieser Dark-Fantasy Romane. Ich mag die ansonsten auch nicht. Aber es hängt ja auch ein bisschen an der Erwartung des Lesers. vielleicht bist du mit der Erwartung der Phileasson-Saga hier in der Roman gesprungen und deshalb so wenig begeistert?

    Hallo zusammen. Dann will ich auch mal meinen Eindruck zu den ersten Kapiteln loswerden:


    Zuerst ist zu sagen, dass mir Eivora wie wohl allen bisher sehr sympathisch erscheint. Ich mag diese starken Frauenfiguren in einer Männerwelt, die aber nicht auf Teufel komm raus die Männergewohnheiten übernehmen. Sie scheint mir auf einem guten Weg zu sein die Nachfolge des Flammenbringers anzutreten.
    Ich persönlich möchte mehr über Nirto erfahren. Er scheint mir kein dummer Mensch zu sein, und kämpfen kann er auch. Da kommt doch noch mehr mit ihm oder?


    Der Feuersalamander fand ich ein bisschen deplatziert. Harte Söldnertruppenanführerin, und dann das Haustier mit rumschleppen, auf das man mitten im Kampf noch achtgeben muss? Sorry, aber das fand ich absolut unpassend. Ich hoffe sehr, dieses Tier hat irgendeine Art von Mehrwert für Eivora und für den Söldnertrupp, denn sonst will sich mir nicht erschließen, warum die den mit rumschleppt. Vor allem scheint sie mir auch nicht der Typ zu sein der derlei Gefühlsduselei über seinen Job stellt. Vielleicht denkt sie ja, es ist ihr verstorbener Vater, weil sie den Salamander bei dessen Feuerbestattung gefunden hat? Ich bin sicher wir werden es noch erfahren...


    Zu Chastro-Ignuto braucht man wohl auch nichts mehr sagen, außer:


    Sagt mal, was für ein A.... ist denn dieser Chastro-Ignuto? Sorry für den Ausdruck, aber ist doch wahr, und schließlich hält er sich auch nicht mit Höflichkeiten auf. Dass er nach unten tritt und grausam ist, dass habe ich schnell kapiert, aber dass er nach oben katzbuckelt, hat mich dann doch erstaunt. Solche Typen kann ich leiden wie sonst was. Bah, und dann sein Aussehen - ich glaube, wenn ich ihn das erste Mal sehen würde, ich würde den die ganze Zeit nur anglotzen.


    Das unterschreibe ich sofort! ;D


    Ich hatte am Ende mal kurz überlegt ob nicht Chastro den Bogenschützen angeheuert hat um den Flammenbringer zu töten, aber da fehlt da wohl doch irgendwo das Motiv. Ich habe übrigens auch nicht kapiert, dass er eine Art Geistlicher sein soll. Danke, dass das hier erwähnt wurde, sonst könnte ich den nirgends zuordnen.
    Die Frage stellt sich ja aber nun, wer genau den Bogenschützen geschickt hat. Ich glaube hier nicht an einen Zufall. Auftragsmörder gegen Auftragsplünderer? Wird Eivora dem noch nachgehen oder denkt sie es wäre Zufall gewesen?
    Ein bisschen glaube ich auch daran, dass Fiafila sich am Ende den letzten Wunsch von Kester ausgedacht hat. Für sie wäre das schließlich auch die wahrscheinlich gefahrloseste Lösung. Aber ich mag ihren Charakter sehr. In dieser Situation so mutig und aufrecht noch zu seinen Überzeugungen zu stehen und im Angesicht des Totes des Flammenbringer noch Mitgefühl zu empfinden ist schon extrem stark.
    Aber was auch immer es war das Kester geflüstert hat: Da wird noch was passieren zwischen Chastro und Eivora. Die werden noch gehörig aneinandergeraten.


    Ich mag diese Art brutaler Fantasy eigentlich gar nicht, aber geehrter Herr Corvus, sie haben eine Art zu schreiben, die einen in seinen Bann zieht, ob man nun will oder nicht. Daher muss ich jetzt auch schnell weiter lesen...Bis später.... :lesen: