Beiträge von artepsponk

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    Guten Morgen,


    ich bin froh, das Charly sich auf das Angebot von Liang eingelassen hat. Das hat etwas Versöhnliches! Irgendwie tut mir der Chinese auch ein bisschen leid. Ich gönne ihm einen Neuanfang.


    Ebenfalls hat mich gefreut, das Charly zu Emigrationszwecken Schweden in Betracht zieht. Das könnte für sie und vielleicht auch einige andere eine Perspektive werden. Nur bei Rath sehe ich da schwarz. Ich kann mir nicht vorstellen das er mal bereit sein wird Deutschland zu verlassen. Überhaupt scheint es um die Ehe der beiden gerade sehr schwierig bestellt zu sein. So viele Geheimnisse! Kann das gut gehen? Sie brauchen wirklich dringend eine "Perspektive".


    Es hat mich sehr erschrocken, wie viele Postkarten und Briefe Fritz an Luise Ritter geschrieben haben muss. Ich frage mich auch warum? Tat er es nur, weil er sich von Luise Ritter in Bezug auf die HJ verstanden fühlt oder will er damit bewusst seine Pflegeeltern brüskieren?

    Insofern fand ich es super, das Rath die Gelegenheit nutzt und nach Nürnberg fährt. Es war wieder typisch Gereon, das er Nebe im Glauben ließ, er wolle den Führer sehen! Ich hoffe nur, er nutzt seinen Urlaub auch wirklich um Fritz zu treffen und bleibt nicht in der Suche nach den Spionage-Dokumenten von Brunner hängen. Fritz braucht dringen Unterstützung und Orientierung.


    Böhms Sorge um Charly wegen ihrer Zeugenaussage in der Akte Bruck kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wer - außer Böhm - interessiert sich denn überhaupt noch für den Fall? Das liegt doch schon viele Jahre zurück. Charlys Unterschrift könnte durchaus von einigen Mitarbeitern in der Burg wiedererkannt werden, aber wer beschäftigt sich dort damit? Ich habe den Eindruck, das Böhm mehr als rein freundschaftliches bzw. berufliches Interesse an Charly hegt.

    Der Abschied von Gennat fand ich allerdings ziemlich traurig, ich hatte gehofft, die beiden würden sich nochmal aussprechen.

    Ich schätze, das kommt noch! Des weiteren bin davon überzeugt, das der Zeitpunkt von Raths Versetzung zum LKA kein Zufall ist.

    Gennat mag brumming tun, doch er hat bestimmt dabei die Fäden in der Hand. Ich vermute er will Rath beim LKA haben, weil er hofft, das Rath dort an dem Fall dran bleibt. Er kennt Rath und weiß, der er keine Ruhe geben wird, bis der Fall gelöst ist. Vielleicht will der die M ermittlungstechnisch aus der Schusslinie wissen, damit die SS nicht weiter die Ermittlungen torpediert.

    Warum sonst hätte Gennat die die Akte zurück haben wollen, wenn er den Fall für abschlossen hält?

    Wenn Lehmann es gewusst hat und nur noch eine ganz kleine Lebenserwartung, kann ich ihn sogar verstehen, wenn er auf diese Art und Weise für seine Familie sorgen wollte. Ich hätte allerdings Angst, dass etwas schief geht und ich nachher schwer verletzt wäre.

    Ich hätte ja eher die Sorge, dass der Fahrgast überlebt. Er hatte ja bis auf den Genickbruch kaum Verletzungen. Hätte also durchaus sein können, dass er nicht stirbt. Schon eine unsichere Sache so ein Verkehrsunfall. Gut, der Fahrer vorne, der überlebt wahrscheinlich nicht, aber der Gast könnte auch rausgeschleudert werden und mit dem Leben davonkommen.

    Genau deshalb vermute ich, das der Taxifahrer Lehmann gar keinen Hirntumor hatte. Vielleicht hat jemand die Ergebnisse in der Gerichtsmedizin manipuliert und der Tumor, der Rath gezeigt wurde, stammte gar nicht von dem armen Taxifahrer. Es ist doch schon merkwürdig, als alle ihn als kerngesund beschreiben und niemand irgendwelche Anzeichen bei ihm bemerkt hat.

    Als Charly sich mit Martha Döring unterhält und erwägt in Prag ein neues Leben zu beginnen, hatte ich ein ganz mulmiges Gefühl...hoffentlich wird sie dieses Gedankenspiel nicht in die Tat umsetzen! Prag! Da gibt es doch auch bald kein Entrinnen vor den Nazis mehr....doch leider können die beiden Frauen das ja noch nicht ahnen.

    Frau Schmeling ist umgezogen. Das kommt mir seltsam vor. Ich denke mal, Gereon sollte da hellhörig werden. Ich tippe mal darauf, sie ist nicht zu verwandten gezogen, sondern in eine bessere Gegend. War das ein Grund, warum der Taxifahrer "erweiterten Suizid" begangen hat?

    Ich glaube auch nicht, dass Frau Lehmann zu Verwandten gezogen ist. Ich frage mich aber, wer der Drahtzieher dieses Selbstmordattentats war. Haben wir diesbezüglich schon Hinweise bekommen?

    Es wird erwähnt, das sie in die Hufeisensiedlung gezogen sind...das war - soweit ich weiß - sozialer Wohnungsbau von Bauhausarchitekten entworfen; zur damaligen Zeit etwas ganz Neues! Aber sicher nicht die Preisklasse für mittellose Witwe...

    Bin auch gespannt, wer die Versorgung der Familie Lehmann übernommen hat. Da steckt bestimmt noch mehr dahinter...

    Was mir sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass Gereons Persönlichkeit wirklich vielschichtig gezeichnet ist.

    Manchmal ist er ein extremer Kotzbrocken und dann ist er wieder ein angenehmer Zeitgenosse. Besonders gefällt mir jedoch natürlich, dass er nicht jeden Blödsinn der Nazis mitgemacht hat, zum Beispiel den deutschen Gruß schlichtweg verweigert.


    Auch hier tut es mir leid, dass ich ihn erst jetzt mit diesem Band kennenlerne. Seine Entwicklung erscheint mir beachtenswert!:)

    Ich mag diese Widersprüche! Genau deshalb finde ich diese Figur so spannend!


    Schön fand ich z. B. wieder die Szene als er gegenüber der Frau vom Jugendamt "rheinisch-katholisch" als Religion angab...

    Schade, das Charly ihre beruflichen Träume, Rechtsanwältin zu werden, erst einmal beerdigen muss. Da muss das Beschatten einer mutmaßlich untreuen Gattin schon sehr frustrierend erscheinen. Umso mehr hat es mich verblüfft, das es ihr gelungen ist in der Badeanstalt unbemerkt, brauchbare Fotos aus der Nebenkabine zu schießen. Wie mag ihr das nur gelungen sein? Sie musste doch damit rechnen, das die Bademeisterin oder die Frau auf dem Boden liegende Gegenstände bemerken. Macht das Fotografieren keine verdächtigen Geräusche? Wie sah es wohl mit der Belichtung aus? Vom Fotografieren habe ich leider gar keine Ahnung, aber ich glaube, an dieser Stelle ist Charly ein echtes Kunststück gelungen. Wenn sie die Technik mittlerweile so gut beherrscht, vielleicht wäre das ja auch ein neuer Weg in eine berufliche Zukunft, die sie mehr fordert. Ich denke dabei an den journalistischen Bereich. In diesem Sektor kann man auch Aufklärung betreiben und für Gerechtigkeit kämpfen...jetzt geht wohl meine Phantasie wieder durch...:spinnen:

    War es wirklich so, das Thomas Schwester Angelika gestoßen hat?


    Ich hatte die Geschichte so interpretiert, das es ein Unfall war, den Thomas beobachtet hat. Er selbst wusste später nicht mehr genau, ob die Bilder in seinem Kopf "Wunschdenken" oder Realität waren. Er lebt mit der Ungewissheit, das er es getan haben könnte, aber nicht sicher weiß, ob er es war bzw. ob er überhaupt da war oder der Kopf ihm einen Streich spielte...


    In meiner Phantasie war Thomas dort irrtümlicherweise auf dem Bahnsteig. Schwester Angelika hat in gesehen und ist vor Schreck und schlechtem Gewissen gestürzt. Und Thomas war schließlich als Beobachter der Szene schockiert.

    Kapitel 28:

    Zitat

    "Pastor Jaeckel folgt ihr zum Ausgang. "Sie sind davon überzeugt, das Schönings Tochter unschuldig ist, und das ehrt Sie. Aber passen Sie auf, dass Sie sich nicht verrennen", mahnt er sie fürsorglich.

    Elsa steht schon auf der Mitte des Plattenwegs, als sie sich umdreht. "Könnte ja auch sein, das alle anderen sich verrannt haben. Das kommt vom Herdentrieb. Da sollte der Hirte ein Auge drauf haben!" Dann humpelt sie davon."

    ...

    Super! Das ist mein Highlight.

    Die gute Elsa trifft genau ins Schwarze. Gerüchte und Gerede werden zu Vorurteilen und Vorurteile zum Urteil.

    In solchen Momenten denke ich immer, dass wir schon ein irrsinniges Glück haben - weit weg von Krieg und Hunger in einer stabilen Demokratie geboren... Geschenkt ist sie aber lange nicht, wie man in der letzten Zeit merkbar mitbekommt.

    Da stimme ich Dir zu. Ich versuche dies auch immer meinen Kindern zu vermitteln, aber für sie ist diese Zeit unvorstellbar. Ich wünschte, sie würden auch mal ein solches Buch lesen um zu verstehen, das ihr heutiges Leben in Geborgenheit und Komfort eben nicht selbstverständlich ist.

    Liebe Mechtild, vielen Dank dafür, das Du die Figur der Frau Castrup eingebaut hast! Endlich mal jemand, der es gut mit Henni meint. Ich hatte schon befürchtet, Henni kommt bei ihrer Anstellung vom Regen in die Traufe, aber dort geht es ihr gut. Ohne diese Episode wäre die ganze Geschichte nur schwer auszuhalten.


    Das selbst das Jugendamt Frieds Aufenthaltsort nicht herausgibt ist auch heftig.

    Ich glaube Ludwig Merk, dass er nicht vorhatte, Johanna zu töten. Für ihn muss das ja auch furchtbar gewesen sein. Ich finde es sehr mutig von ihm, Henni zu besuchen

    Ja, das er als Zöllner ein Kind aus dem Dorf getötet hat ist ein weiteres düsteres Drama in dieser Geschichte. Ich glaube ihm auch und fürchte, er wird seines Lebens nicht mehr froh. Ich hoffe nur, es wird mit ihm nicht so schlimm wie mit Hennis Vater.

    Ich fand es auch sehr mutig und bewegend, das er Henni besucht und die beiden keinen Groll gegeneinander hegen, keine Vorwürfe laut werden. Es ist vielleicht auch ein versöhnlicher Gedanke, das Johannas Tod die beiden verbindet, während alle anderen Menschen sich von ihnen abwenden.

    Und dann beschäftigt mich noch eine Sache. Die Eileiterschwangerschaft von Maria. Entschuldigt wenn das jetzt etwas hart klingt, aber ich kann es nicht ganz verstehen und nachvollziehen. Neben seinen Gebeten findet Herbert Zeit seiner Frau ein Kind zu machen. Aber ihm fällt nicht auf, dass es ihr zunehmend schlechter geht, da er ja nie zu Hause ist. Hätte da nicht nach ihrem Tod so etwas wie ein schlechtes Gewissen eintreten sollen, was dafür gesorgt hätte, gerade jetzt alles für die Kinder zu machen, denen die Mutter so soll fehlt?

    Vielleicht war Maria gar nicht von ihm schwanger und er ist deswegen verbittert. Der Pastor scheint ja auch sehr auf ihn einzuwirken. Das sind alles nur Spekulationen, aber keine Entschuldigung! Ich schätze, der Krieg ihn einfach emotional fertig gemacht.

    Als Hennis Mutter stirbt und Herbert in die Kirche rennt um zu beten, steht bei mir am Rand: Echt jetzt?! :totlach:;(

    Wie schlimm, wenn man in so jungem Alter schon so verbittert ist, was den Vater betrifft. Und natürlich, der Vater ist so mit sich beschäftigt, der kann sich nicht um die Kids kümmern, der wäre total überfordert. Allerdings ist er nicht zu heilig, um die Eileiterschwangerschaft hervorzurufen X(

    Der plötzliche Tot von Hennis Mutter Maria hat mich auch beschäftigt. Ich habe mich gefragt, von wem Maria wohl schwanger war.

    Dem traumatisierten Vater traue ich soviel Manneskraft gar nicht zu. Aber falls es doch von ihm war, fühlt er sich jetzt nicht auch schuldig an Marias Tod? Das es ihn in diesem Fall zunächst in die Kirche zieht, kann ich nachvollziehen....


    Oder hatte Maria vielleicht einen heimlichen Geliebten, der ihr Ablenkung zum tristen Alltag bot? Hat sie vielleicht sogar heimlich ihren Körper verkauft um das Familieneinkommen aufzubessern? Hat sie sich deshalb gescheut zum Arzt zu gehen, obwohl sie die Anzeichen bemerkt hat?


    Ich finde, das die Mutter mit ihrer letzten Bitte, das Henni sich um die Geschwister kümmern soll, der Henni eine unerträgliche Last aufgebürdet hat. Wie soll ein junger Mensch mit solch einer Verantwortung umgehen? Das ist auch eine Form emotionaler Grausamkeit -wenn auch sicher von der Mutter nicht beabsichtigt-, die Hennis Biographie entscheidend prägt.

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade erst mit dem Buch anfangen können...


    Elsa tut mit leid. Ich frage mich, ob ihr Vater ihr fehlgebildetes Bein auch so ignoriert hätte wenn sie ein Junge und kein Mädchen gewesen wäre...


    Hier wird ja auch direkt im ersten Kapitel die Frage aufgeworfen wie wir Menschen uns unsere Erinnerungen bilden...ein spannendes Thema. Natürlich auch für die Justiz, wenn man sich fragt, welche Qualität Zeugenaussagen haben. Wie verlässlich sind unsere Erinnerungen? Wie war es wirklich und wie wollen wir vielleicht das es war...


    Bin sehr gespannt, wie es weitergeht...

Anstehende Termine

  1. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  3. Montag, 12. November 2018, 16:11 - Montag, 26. November 2018, 17:11

    Editing Expertise

  4. Freitag, 16. November 2018, 21:43 - Samstag, 1. Dezember 2018, 22:43

    odenwaldcollies