Beiträge von bolzer

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Im dritten Abschnitt bekommen wir die eine oder andere Antwort und eine ganze Menge neuer Fragen:


    Es wird zumindest sehr stark und wiederhol angedeutet, dass Zidaine tatsächlich nicht so ganz ist, wer sie vorgibt zu sein.


    Sehr interessant war die kleine Geschichtsstunde in dem alten Elfengrab, welche auf unheimliche Weise "live" fortgeschrieben wurde. Galayne tritt hier auch weiterhin so ambivalent auf, wie wir ihn aus dem ersten Teil kennen. Bei ihm habe ich wirklich noch keine Idee woran ich bin.
    Wer die Frau auf den Wandbildern sein könnte, die offenbar einen Krieg zwischen den Elfen angezettelt hat, kann ich mir allerdings schon denken. Eventuell hat sie ja vor wenigen (Tagen, Wochen, Monaten ...) drei Geiseln mit in den Norden gebracht und ist wirklich sehr sehr alt? ;-)


    Das erneute "Versagen" von Tylstyr beim Wirken eines Zaubers fand ich zuerst schade, da ich Sorge hatte, dass sich der Effekt des verpatzten Zaubers abnutzen würde - allerdings finde ich die Erklärung, dass es sich nicht um Magie, sondern um Götterwirken handelt dann sehr passend. Dies ist ein gutes Beispiel, wie ihr dem Leser Aventurien mit seinen eigenen Regeln und Gesetzen unaufdringlich näher bringt (Merke also: Magie ungleich Götterwirken)


    Auch sehr gelungen finde ich die vielen kleinen Szenen, die genauso am Spieltisch aus verpatzten oder besonders gut gelungenen Talentproben entstehen könnten (Tjorne, der vom Segler fällt) - Hier würde mich interessieren ob rollenspielunerfahrenen Lesern solche Stellen auffallen.


    Nach diesem Kapitel bin ich auch wieder schön erinnert worden, wer denn alles aktuell in welcher Crew dabei ist - das hätte ich seit dem letzten Band so nichtmehr zusammengekriegt (interessanterweise bilden auf Beorn's Seite Galayne und auf Asleifs Seite Eichwardt hier die Ausnahmen - die beiden haben irgendwie den größten Eindruck bei mir hinterlassen). Es wird im Prinzip von jeder Figur in der nun kleinen Ottajasko die Eigenart nochmal herausgestellt, sodass man sich jeden vor Augen rufen kann - sehr schöne Methode :-)


    Leomaras Vision erinnerte mich zuerst ein wenig an die Stelle im Herrn der Ringe, als die Gefährten das Buch der letzten Zwerge in Balin's Grab finden, konnte dann aber in der Folge genug eigenen Charakter entwickeln um mich richtig anzufixen und mich neugierig auf den Turm zu machen.


    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es nun im Himmelsturm weitergeht und welchen Gefahren unsere Helden dort begegnen.

    Und wie angekündigt noch eine Anmerkung zu einer weiteren Nebenfigur. MARCIAN, er ist der Held der erstren drei Romane, die aus meiner Feder stammen, der Trilogie "Das Jahr des Greifen".


    Das Jahr des Greifen liegt seit kurzem ungelesen bei mir im Schrank - ich bin gespannt ;-)

    Auf gehts in die zweite Runde:


    WOW! - das mal vornerweg :-)


    Ich möchte direkt mit dem letzten Satz zuerst einsteigen:
    "Du hast von mir gelesen, .... Bald schon wirst du erraten, wessen Gast du von nun an bist"
    Ja - ich habe als DSA-Spielleiter in der Tat von dieser Frau gelesen - dieser letzte kurze Dialog wirkt auf mich also direkt doppelt und verschafft mir - auch aufgrund meines Halbwissens - einen sehr wohligen Schauer.
    Leute hier hat jemand ganz großes seinen ersten Auftritt und wir waren alle dabei :-)


    Pardon, Also zurück zur Chronologie:


    Wir lernen als erstes Abduls alten Studienkollegen Asef kennen, der anscheinend von dieser Stadt korrumpiert wurde und seine Werte verraten hat. Diese Szene zeigt für mich sehr schön den Unterschied der moralischen Kompasse beider Figuren und gleichzeit auch, dass jeder versucht werden kann. Es wird schließlich sehr deutlich betont, wie Asef früher genau das Leben verabscheut hat, dass er nun führt. Hier wäre ich sehr interessiert daran zu erfahren, was ihm wohl zugestoßen ist um einen derartigen Sinneswandel zu durchleben.


    Nach dem Gespräch mit Asef verfällt Abdul endgültig in Panik und begibt sich recht planlos zu dem Treffen der Paktierer - allerdings nicht ohne vorher auf Jamilah zu treffen, welche ab hier durchaus dominant auftritt und eine recht dünne Erklärung für ihr plötzliches Erscheinen anzubieten hat - an dieser Stelle habe ich bereits die Nase gerümpft und mir gedacht, dass mit der guten Jamilah doch irgendwas nicht stimmt ;-)


    Die blinden Gäste, die alle Opfer Beorns wurden, zeigen für mich sehr schön die Konsistenz der dargestellten Welt Aventurien. Hier hat das, was am einen Ende der Welt geschieht und dem großen Seefahrer Beorn seinen Namen gibt, tatsächlich Auswirkung auf ein Ritual, welches am anderen Ende der Welt durchgeführt wird. Diese innerweltliche Konsistenz ist für mich einer der Hauptaspekte, der mir generell an Aventurien so gefällt.


    Der Dämon selbst wird ja sehr plastisch beschrieben, es entsteht eine gute Vorstellung davon, welcher Grauen in dieser Höhle existiert. Auch in der Szene mit dem blinden "Fingergucker" (musste hier noch jemand an Pan's Labyrinth denken :-) ) zeigt sich, dass Jamilah irgendetwas zu verbergen hat, spätestens als sie mit "Herrin, erbarme dich" angesprochen wird. Allerdings hatte ich auch hier noch nicht an so eine starke Illusion gedacht - so etwas ist selbst in der Fantasywelt Aventurien nach meinem bisheringen Verständnis eine absolute Ausnahme und nur den mächtigsten der Mächtigen möglich.
    (Allerdings treibt sich meine Gruppe im Moment auch aus aktuellem Anlass überwiegend im Bornland rum... Theaterriter und so - Das "Magieniveau" ist in Aventurien durchaus je nach Region unterschiedlich)


    Der Wille zur absoluten Selbstaufopferung Abduls zeigt sich schließlich darin, dass er sich als Magier, der die "vorgeschriebenen" Wege verlassen hat, freiwillig in die Händer der Praioskirche begeben hätte. Man kann also an dieser Stelle von einem wahrlich heldenhaften Charakter ausgehen, der das Wohl seiner Liebsten über sein eigenes stellt - ich bin mir recht sicher, dass diese Erkenntnis nochmal relevant werden könnte ;-)


    Schlussendlich gibt es den auflösenden Dialog, mit dem ich weiter oben eingeleitet hatte. Hier scheint es fast so, als sei er einer deutlich mächtigeren und grausameren Figur in die Hände gefallen, als es dieser Zirkel von Paktierern und Piraten je hätte sein können.
    In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf das folgende Kapitel, dessen erste Zeile mich direkt freut, da es offenbar mit dem, für mich, interessantesten Charakter weitergeht.

    (Übrigens finde ich es total spannend, wenn man im Hintergrund die Spielrunde sieht. Die Prologe wirken so. als erzählten sie die Geschichte der jeweiligen Spieler, die ja erklären müssen, was sie bisher gemacht haben und wieso sie nun in das Abenteuer geraten. Die Probleme des Magiers kommen mir so bekannt vor. Ich habe zwar nicht in DSA aber in Mittelerde einen gespielt und genau das ist das Problem, man braucht immer Vorbereitungszeit- wenn man nichts findet, was diese verkürzt, was mein erstes Bestreben war - und ist ohne Magie kein wirklich guter Kämpfer)


    Von der Seite hatte ich es noch garnicht gesehen - die Vorstellung gefällt mir auf jeden Fall


    Hihi - wenn jeder meiner Spieler mit einer 80-Seiten-Hintergrundgeschichte ankäme hätte ich aber so einige Probleme ;-)

    Hallo zusammen,


    dies ist meine erste Leserunde und ich freue mich auch schon auf die vielen Texte und Forenbeiträge.


    Ich (25) bin seit kurzem selbst Spielleiter einer DSA-Runde und dementsprechend mit der Hintergrundwelt einigermaßen vertraut. Die Phileasson-Saga ist etwas, was wohl jeder DSA-Spieler vom Hörensagen kennt, auch wenn mal sie nicht selbst erlebt hat. Ich bin allerdings nicht vorbelastet was die Story angeht, da ich tatsächlich so gut wie nichts über den eigentlichen Hergang der Geschehnisse um Phileasson Foggwulfs Reise weiß. Der erste Teil hat mir im Übrigen extrem gut gefallen.


    Nun zum Einstieg in den Himmelsturm:


    Wir erleben also wieder einen Prolog einer moralisch anscheinend zumindest zwiespältigen Figur (jedenfalls wird das angedeutet). Die Verortung des Prologs nach Al'Anfa, welches sich am gegenüberbefindlichen Ende Aventuriens befindet, bringt einen schönen Bruch in das Szenario des ewigen Eises im Norden (bzw. Firun).
    Ich finde die eingeführten Charaktere eigentlich allesamt sehr interessant - von dem Geheimnis der beiden Zwillinge, über die dunkle Vergangenheit Abduls, der anscheinen aber doch für das "Gute" (oder zumindest gegen das Böse - den Namenlosen also) kämpf. Hier muss ich sehr an den Stereotypen des Geheimdienstagenten mit Gewissen denken - lässt aber auf jeden Fall noch viel Raum für Überlegungen und Geheimnisse.


    Die große Frage ist natürlich, wie Abdul (oder eines der Mädchen?) denn nun in den Norden kommt, da ich doch davon ausgehe, das der Prolog unmittelbaren Bezug zu der folgenden Erzählung hat.





    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es morgen weitergeht, wenn der nächste Abschnitt verschlungen wird :-)



    Bearbeitung nachdem ich Bernards Kommentare oben gelesen habe (wollte vor meinem Text nichts lesen, da ich unvoreingenommen schreiben wollte:



    Hier ist besonders interessant, wie die Leserunde diese Passage in der Herberge empfunden hat. Ist sie auch den anderen aufgefallen? Was haltet Ihr davon?


    Ja diese Szene ist mir als einzige etwas unangenehm aufgefallen. Ich habe zwar grundsätzlich nichts gegen Erotik/Sex/Tabubrüche oder auch nur deren Andeutung in der Fantasy (oder eigentlich jedem anderen Genre - Game of Thrones wäre ein Beispiel wo es mich garnicht stört) aber an dieser Stelle hat es für mich überhaupt nicht zu der bisher beschriebenen Figur gepasst und wirkte auf mich etwas "erzwungen".
    Für meine Wahrnehmung hat sie zu diesem Zeitpunkt nicht der Charakterisierung gedient, sondern mich sofort herausgerissen und irgendwie die Immersion genommen

    Hallo zusammen,


    nachdem ich den ersten Band im Urlaub in wenigen Tagen verschlungen hatte und daraufhin auf dieses wunderbare Forum hier gestoßen bin, würde ich gerne an der Leserunde zum zweiten Teil teilnehmen.
    Da ich jetzt keinen Urlaub mehr habe, ist so eine Taktung durch die Leserunde auch ganz gut, da ich es eh nicht am Stück verschlingen kann.


    lG
    Bolzer


    PS: Da ich den Band sowieso schon bestellt hatte, bewerbe ich mich natürlich nicht um ein Freiexemplar.