Beiträge von ech

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    Im zweiten Abschnitt kommt zwar so langsam ein wenig mehr Licht ins Dunkel, irgendwie ruft jede Antwort aber gleich wieder neue Fragen auf.


    Dionysos hält sein siebtes Opfer, die Ärztin Dr. Xenia Raabe schon seit über einem Jahr in seiner Wohnung gefangen. Die Überraschung ist mal gelungen, damit hätte ich nicht gerechnet.
    Bezüglich der Identität von Dionysos zeigen alle Verdachtsmomente zur Zeit so stark in Richtung Lukas Ziffer, das ich mir fast schon sicher bin, das diese Spur falsch ist.
    Allerdings sind sein Versprecher gegenüber Helena, als er von der 5. Verkündigung spricht, und die Namensgleichheit zu Lukas Raabe, dem Sohn von Dr. Raabe, schon ziemlich auffällig.


    Helena wird erwartungsgemäß beurlaubt, als die Gefangennahme durch Dionysos und der Verlust des Chips ans Tageslicht kommen, ermittelt aber genauso erwartungsgemäß auf eigene Faust weiter.
    Wo ist der Chip abgeblieben ? Wenn Dionysos ihn nicht hat, kann ihn ja eigentlich nur Gibron bei der Begegnung im KaDeWe entwendet haben. Oder hat Helena schlicht vergessen, wo sie ihn versteckt hat ?
    Die Diagnose Alzheimer ist dann ein ziemlicher Schock. Ich glaube allerdings, das Dionysos ihr im KaDeWe etwas verabreicht, das diese Gedächtnislücken auslöst. Warum erwähnt Helena gegenüber Dr. Freund das traumatische Erlebnis mit Dionysos nicht ?
    Und woher weiß Gibron, das Helena als Kind von ihrem Vater mißbraucht wurde ?


    Ich bin schon sehr gespannt, wie es in Abschnitt 3 weitergeht.


    ech
    Wo steckst du? :winken:


    Nebenan in der Leserunde zu "Die sieben Farben des Blutes". ;D
    Leider laufen diese beiden Runden durch die Verschiebung hier jetzt parallel und ich muss schauen, wie ich die übereinander bekomme. ???
    Da ich drüben ein Freiexemplar erhalten habe und hier mit meinem eigenen Exemplar teilnehme, habe ich jetzt erst einmal mit der anderen Runde begonnen.
    Diese Runde ist aber nicht vergessen, ich werde auch alles dran setzen, so schnell wie möglich dazuzustoßen.


    Jetzt mal eher allgemein gefragt, nicht nur auf dieses Buch bezogen: Trübt das für Dich Dein Lesevergnügen (wenn man das bei einem Thriller so sagen kann), wenn Du mit den handelnden Figuren nicht klarkommst? Bei mir wäre das definitiv der Fall. Für mich steht und fällt ein Buch mit seinen Figuren. Sind die langweilig, mindert das mein Lesevergnügen ungemein. Für mich müssen zumindest die wichtigsten der handelnden Figuren „das gewisse Etwas“ haben, und dabei müssen sie mir nicht unbedingt sympathisch sein. „Das gewisse Etwas“ kann auch von Figur zu Figur unterschiedlich sein. Z.B. auch, dass man sich wunderbar an ihnen reiben kann und so gar nicht mit ihnen und ihrem Handeln einverstanden ist. Und Gibran ist für mich so eine Figur.


    Langweilig dürfen die handelnden Figuren natürlich auf keinen Fall sein, sie müssen aber auch nicht unbedingt sympathisch sein. Nicht geht doch über gut und glaubwürdig beschriebene Ekel in Büchern, vor allem aber in Krimis oder Thrillern.
    Wichtig ist doch bei den Figuren vor allem, das sie interessant sind und man ihre Handlungen nachvollziehen kann, auch wenn sie einem persönlich nicht gefallen.

    Gestern konnte ich auch endlich mit dem Buch beginnen. 8)


    Der Autor hält sich gar nicht erst mit einer langen Vorrede auf, sondern wirft seine Leser gleich mitten in die Geschichte hinein.


    Beim Schreibstil merkt man sehr schnell, das der Autor bisher vor allem Drehbücher verfasst hat. Die ausgesprochen bildhafte Sprache kurbelt das Kopfkino beim Lesen mächtig an und gefällt mir bisher sehr gut.
    Die Charaktere sind ebenfalls gut beschrieben und weisen allesamt auch ihre Ecken und Kanten auf.


    Ungewöhnlich auch, das die Story mit dem vierten Mord beginnt und die Informationen zu den ersten drei Taten von Dionysos erst so nach und nach in die Handlung eingeflochten werden.
    Die Schlüsselfrage bei der Suche nach dem Täter dürfte wohl sein, warum er ein Jahr lang "pausiert" hat. Steckt dahinter ein Plan, oder haben ihn äußere Einflüsse (Krankheit, Haft, etc.) vom Morden abgehalten. Vielleicht deuten da ja die Einkäufe in der Apotheke in die entscheidene Richtung, Dionysos scheint für die Pflege einer bettlägrigen Person zuständig zu sein.
    Auffallend ist auch, das ihm plötzlich Fehler unterlaufen (Aufnahme durch Überwachungskamera), die ihm vorher nicht unterlaufen sind.


    Interessanter Auftakt, bei dem aber noch einiges im Dunkeln liegt. Viel Raum zum Spekulieren, aber noch wenig Antworten in Sicht. ???

    Nach der tollen Leserunde zum Buch "Am Boden" wäre ich auch beim "Totalausfall" sehr gerne wieder mit dabei. Gegen ein Freiexemplar würde ich mich dabei mit Sicherheit nicht wehren. :D
    Fehlendes Losglück würde mich von der Teilnahme allerdings auch nicht abhalten. ;D


    Ich weiß nicht, ob er sich opfert, er hat ja auch Familie, aber ihm bleibt ja eigentlich nichts anderes übrig, da Heidi ihn ja überführt hat.


    Für ihn gibt es keinen Ausweg mehr, das ist klar.
    Er hätte aber sein Team noch tiefer in die Sache mit hineinziehen können, um die eigene Strafe zu mildern. Denn die wussten mit Sicherheit auch von Westphalens Plan und waren wahrscheinlich sogar daran beteiligt.

    Hier nun noch meine Rezension, die ich nicht nur im großen Bücherforum, sondern auch noch bei LovelyBooks, Was liest Du, Amazon, buch.de und der Bastei-Lesejury veröffentlicht habe.


    Danke, das ich hier mitlesen durfte. :)


    Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, in deren Mittelpunkt eine dunkelhäutige Kommissarin steht


    Heidi Kamemba tritt als erste dunkelhäutige Kommissarin ihren Dienst beim KK 12 der Düsseldorfer Kriminalpolzei an und wird direkt mit einem rätselhaften Mordfall konfrontiert. Auf einer Fichtenschonung wird die Leiche eines Mannes gefunden, der zunächst erschossen und anschließen verstümmelt und verbrannt wurde, um eine Identifizierung zu verhindern.
    Doch auch ihre neuen Kollegen geben der jungen Kommissarin Rätsel auf. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod ihres Vorgängers ? Hat er wirklich Selbstmord begangen ?
    Als Heidi auch diesen Fragen auf den Grund gehen will, gerät sie schnell zwischen alle Fronten.


    Stefan Keller legt hier einen insgesamt überzeugenden Serien-Auftakt mit einer symphatischen Kommissarin, von der man gerne mehr lesen würde, vor. Aber nicht nur die Hauptfigur, auch die Nebenfiguren werden gut charakterisiert und bieten einiges an Potential für weitere Fälle.
    Daneben weiß das Buch auch durch seine gut konstruierte Geschichte, die mit einem äußerst aktuellen Thema und einigen überraschenden Wendungen aufwartet, und einem flotten und flüssigen Schreibstil zu überzeugen.
    Mit hohem Tempo treibt der Autor die beiden Stränge konsequent auf eine insgesamt glaubwürdige und nachvollziehbare Auflösung zu, bei der aber nicht alle offenen Fragen abschließend geklärt werden können. Dies wird dann hoffentlich in einem weiteren Buch noch nachgeholt.

    Im letzten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse ja förmlich, man kommt beim Lesen kaum zum Luftholen.
    Die Auflösung des Falles Nils Hansen ist schlüssig und nachvollziehbar, wobei sich mit jeder weiteren Enthüllung zeigt, das man sein Mitleid mit dem Opfer in sehr engen Grenzen halten kann.
    Gerhard Knopf und sein Partner vom Verfassungsschutz sind für mich allerdings nur Bauernopfer, da ich nicht glaube, das sie ohne Zustimmung ihrer Behörde gehandelt haben. Die Vertuschungsaktion, die Pfahl und der Polizeipräsident am Ende in die Wege leiten, spricht auch eine deutliche Sprache.
    Schön, das Heidi und Löwinger mit ihrer Aktion diese Absicht zum Scheitern bringen.


    Auch der Fall Ralf Becker wird aufgelöst. Westphalen gesteht die Vertuschung der Verbindung von Becker zu Vanessa und Niklas Brinkmann. Wie weit sein Team hier beteiligt war, bleibt offen. Ich denke aber, das Westphalen sich hier opfert und die Schuld komplett auf sich nimmt, auch wenn er damit seine Karriere bei der Polizei beendet. Annas Aussage im ersten Abschnitt zeigt für mich, das auch die anderen Mitglieder im KK 12 Bescheid wussten. Vielleicht kommt zu diesem Thema ja noch etwas in einem (hoffentlich ?) weiteren Buch der Reihe um Heidi Kamemba.


    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn am Ende vielleicht alles etwas zu schnell ging.

    Gelungener Beginn einer Reihe, in der ich noch einiges an Potential sehe. Eine ausführlichere Rezension gibt es dann in der nächten Woche, ich muss das Ganze erst noch ein wenig sacken lassen.


    Also, Beckers Frau hat ja auch blöd reagiert, konnte sie sich nicht denken, dass Heidi Unannehmlichkeiten bevorstehen, wenn sie sie an ihren Vorgesetzten verrät? Und eigentlich ist es doch auch in ihrem Interesse, sie ist doch enttäuscht von den Kollegen ihres Mannes, eigenartig!


    Von den Kollegen ja, von Westphalen ja eher nicht. Und den informiert sie dann ja auch direkt. Das hätte sich Heidi allerdings auch vorher denken können, da hat sie sich etwas zu sehr aus der Deckung gewagt.

    Im Fall Nils Hansen kommen die Ermittler langsam voran. Hansen hat sein Programm für diverse Erpressungen benutzt. Hat ihn eines seiner Opfer getötet oder haben ihn seine Geschäftspartner für seine Alleingänge bestraft ? Paul fühlt sich durch Heidi bedroht (oder in seiner Ehre verletzt ?) und startet einen Alleingang, mit dem er gegebenenfalls auch den Mörder von Hansen aufgescheucht hat.


    Heidis geheimnisvolle Verfolger sind mit einem KFZ-Kennzeichen unterwegs, das es gar nicht gibt. Da bleibt ja nur noch die Frage: Organisiertes Verbrechen oder offizielle Behörde (LKA, Verfassungschutz oder etwas in der Richtung) ?


    Und wer erpresst Westphalen mit dem Wissen über Becker und will von ihm den USB-Stick mit dem Programm ?


    Parallel vergräbt sich Heidi immer tiefer in den Fall Rolf Becker und stößt auf Hinweise, die in erster Linie in Richtung Westphalen deuten. Beim Besuch der Witwe lehnt sie sich aber etwas zu weit aus dem Fenster und es kommt zum großen Knall im KK 12. Doch mit Spoehri findet sich ein unerwarteter Verbündeter, der eine neue Spur liefert: Tony Lingala, derzeit in der JVA Köln-Ossendorf zu finden.


    Auch privat wird es für Heidi langsam brenzlich. Nach der Nacht mit Martin Joist steht am nächsten Morgen plötzlich Manuel vor ihr. Da wird wohl bald eine Entscheidung fällig.


    Viele Fäden, die noch miteinander verknüpft werden müssen. Ich bin schon sehr gespannt auf den letzten Abschnitt, für den ich mir heute Abend schon ausreichend Lesezeit freigeschaufelt habe.

    Im zweiten Abschnitt zieht das Tempo dann ziemlich an und es kommt ein wenig Licht ins Dunkel des Falles.


    Die Sache mit dem Programm ist beängstigend und wohl weit weniger Science Fiction, als man es sich wünschen würde. Hat Hansen das Programm geschrieben und die falschen Leute angesprochen, um es zu Geld zu machen ? :nachdenk:


    Der Fall scheint zudem auch noch eine politische Komponente zu haben. Hans Pfahl versucht eindeutig, Westphalen zunächst auszuhorchen, und dann die Ermittlungen gezielt in Richtung Rotlichtmillieu zu lenken.
    War etwa eine Behörde bei der Entwicklung des Programmes beteiligt ? Oder hat man von Seiten der Politik nur ein besonderes Interesse daran, das Programm in die Finger zu bekommen und im eigenen Sinne zu nutzen ? Heidis geheimnisvoller Verfolger könnte in diese Richtung deuten.


    Die Sache mit Heidis Vorgänger wird auch immer mysteriöser. Warum hat Westphalens Beckers Handy an sich genommen ? Woher stammt die geheimnisvolle SMS, die wird ja wohl nicht wirklich erst mit mehreren Monaten Verspätung angekommen sein ?
    Ich kann mir derzeit noch nicht vorstellen, das einer von Heidis Kollegen Becker ermordet hat, aber hier wird definitiv etwas vertuscht.


    Aber auch wenn Heidi die Aufmerksamkeit, die ihr dank ihrer Hautfarbe "gewährt" wird, zu ignorieren versucht - mich ärgern die Ressentiments und die Ablehnung die sie erfährt ziemlich. Das beginnt schon damit, dass ihr ein Beamter auf dem Gang folgt und sie ziemlich dümmlich anspricht. Sie reagiert gekonnt - hat vermutlich reichlich Übung -, aber alleine dieses freche Geduze ist das Letzte!
    Ihr Vorgesetzter ist dann auch nicht viel besser: was kann denn die Neue dafür, dass sich Polizeipräsident und Co. sich mit ihr schmücken und die Medien sich auf sie stürzen? Wenn Düsseldorf noch nicht bereit für eine schwarze Kriminalkommissarin ist, ist das ja wohl definitiv nicht die Schuld von Heidi. :-\


    Die Beschreibungen von Heidis Ankunft auf der Dienststelle und das Verhalten der neuen Kollegen sind sehr realistisch geraten und leider wohl immer noch Alltag in unserem Land. :(
    Alles Neue wird zunächst mal abgelehnt oder zumindestens mit Argwohn betrachtet.


    Und das die Polizeiführung Heidis Dienstantritt als große Imagekampagne für die ach so große Weltoffenheit der Polizei nutzen und verkaufen will, ist auch absolut glaubwürdig. Es zählt halt nur der Schein und nicht die Realität.


    Und wie darf man in diesem Zusammenhang die Aussage von Anna werten, dass sie alle gemeinsam den ehemaligen Kollegen umgebracht haben (die genaue Formulierung muss ich gleich noch einmal nachlesen).


    Der Satz "Wir haben ihn umgebracht." ist schon sehr mysteriös und lässt reichlich Platz für Spekulationen. Ein Mordgeständnis ist es für mich aber eher nicht, für mich hört es sich vielmehr wie das Eingeständnis eines Fehlers ein, der dem Kollegen das Leben gekostet hat. Bin schon gespannt, was dahintersteckt.