Beiträge von ech

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    So, ich habe jetzt auch den Einstieg ins Buch geschafft und die ersten beiden Abschnitte gelesen.


    Der Prolog ist ein guter Appetithappen, der Lust aufs Weiterlesen macht. Das Opfer scheint sich wohl mit den falschen Leuten eingelassen zu haben und zahlt dafür einen hohen Preis.


    Anschließend lernen wir Heidi Kamemba und ihre neuen Kollegen vom KK 12 kennen. Dabei werden die einzelnen Personen sorgfältig und ausführlich vorgestellt, das eine oder andere Geheimnis hinter der Fassade lässt sich aber auch schon erahnen. Gelungener Auftakt.


    Der Fall läuft allerdings zunächst eher schleppend an, da am Tatort wenig bis keine Spuren zu finden sind. Mal schauen, ob auch hier die Geschichte nun richtig Fahrt aufnimmt.


    Insgesamt gefällt mir das Buch bis jetzt sehr gut. Interessante Charaktere und ein sehr flüssiger und angenehmer Schreibstil lassen einen nur so über die Seiten fliehen, verleihen der Geschichte aber dennoch den nötigen Tiefgang.

    Interessante Ermittlerin. Auch die Kurzbeschreibung liest sich gut.


    Den Autor habe ich schon länger auf dem Schirm, das ist doch eine gute Gelegenheit, endlich mal etwas von ihm zu lesen.


    Daher wäre ich hier sehr gerne dabei, über ein Freiexemplar würde ich mich auch nicht beschweren. 8)

    So dann mache ich hier mal den Anfang.


    Meine Rezension werde ich auch bei Amazon, buch.de, LovelyBooks, Was liest Du und der Bastei-Lesejury veröffentlichen.


    Überzeugender Abschluss der Lila-Ziegler-Reihe


    Die junge Lila Ziegler hat sich endlich dazu durchgerungen, ihren Vater, den Oberstaatsanwalt Konstantin Simanowski, wegen häuslicher Gewalt anzuzeigen. Um nicht zu sehr über die möglichen Folgen dieser Anzeige nachdenken zu müssen, ist sie froh, das sie sich zusammen mit dem Bochumer Privatdetektiv Ben Danner, bei dem sie nach ihrer Flucht untergekommen ist, direkt in den nächsten Fall stürzen kann. Und so untersuchen sie gemeinsam den Tod eines Studenten, der bei einer waghalsigen Kletteraktion von einem Kran getürzt ist oder wurde. Und irgendwie scheint dabei Jonas, der Sohn ihres Vermieters und Lieblingskneipenwirtes Molle, in den Fall verwickelt zu sein.


    Lucie Flebbe lässt Lila Ziegler und Ben Danner in ihrem inzwischen 8. Fall diesmal rund um die Bochumer Ruhr-Universität und das ehemalige Opel-Werk ermitteln. Und wie seine Vorgänger überzeugt das Buch auch diesmal wieder durch eine ausgeklügelte und wendungsreiche Story, einen flotten Schreibstil, überzeugende Charaktere und gelungene Ortsbeschreibungen, die von einer guten Recherchearbeit der Autorin, die selber nicht aus Bochum stammt, zeugt. Die Geschichte wird, wie immer, durchgehend aus der Perspektive von Lila erzählt, so das man beim Lesen tief in die Gedankenwelt der 20-jährigen eintaucht und dabei an ihren Ängsten und Nöten teilhaben kann.


    Neben dem spannenden Kriminalfall führt Lucie Flebbe in diesem Buch auch noch die persönliche Entwicklung / Geschichte ihrer Hauptprotagonistin auf einen fulminanten Höhepunkt zu, der am Ende keinen Leser kalt lassen wird. Mich hat der Schluß des Buches auf jeden Fall erst einmal sprach- und fassungslos zurückgelassen.


    Es ist hier sehr zu empfehlen, das man vor der Lektüre dieses Buches schon den einen oder anderen Band der Reihe kennt, auch wenn die Geschichte grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse funktioniert, da die erforderlichen Informationen zur Vorgeschichte gut in das Geschehen eingebunden werden. Ein umfassendes Bild erhält man aber nur, wenn man auch die Vorgänger kennt. Darüber hinaus bieten auch diese Bücher eine spannende Unterhaltung und sind jedem Krimiliebhaber daher nur wärmstens zu empfehlen.


    Die Autorin hat zwar angekündigt, das dies der letzte Band aus der Lila-Ziegler-Reihe sein soll, doch bekanntlich darf man ja die Hoffnung nie aufgeben, und so gibt es vielleicht doch irgendwann ein Wiederlesen mit Lila Ziegler und/oder Ben Danner.

    Oh Mann, was für ein Ende. :aaa:


    Zunächst einmal wird der Fall der toten Kletterer überzeugend und überraschend, aber dennoch schlüssig aufgelöst. Der Showdown auf dem Opelgelände liefert noch einmal eine ordentliche Portion Nervenkitzel und lässt einen beim Lesen mit Ben, Jonas und Lila mitzittern.


    Überlagert wird das Ganze dann aber natürlich durch das schockierende Ende. Die völlig überraschende Auflösung zu Lilas Vergangenheit ist zwar ebenfalls schlüssig und auch durchaus nachvollziehbar, ihre Konsequenz trifft einen aber trotzden wie ein Schlag in die Magengrube. :o:(:'(
    Allerdings bleibt am Ende offen, ob der Selbstmordversuch wirklich erfolgreich war, oder ob Lila nicht vielleicht doch noch rechtzeitig gefunden und gerettet werden konnte. Dies bleibt dann aber wohl unserer Phantasie überlassen. :trost:

    In diesem Abschnitt wird scheibchenweise das Verhältnis der einzelnen Mitglieder der Klettergruppe zueinander offengelegt, so das sich auch schnell weitere Motive ergeben. Zugleich verabschieden sich die Verdächtigen so nach und nach aus der Geschichte, so das ich mit der Suche nach dem Mörder noch nicht wirklich weiter bin. Da Siri für den Mord an Freddi ein Alibi hat, bleibt innerhalb der Gruppe eigentlich nur noch Jonas, oder eben ein Täter von außen z. B. aus der Familie von Korbinian.


    Zudem kommt es in Molle Kneipe zur erwarteten Begegnung / Konfrontation zwischen Lila und ihrem Vater, aus der Lila mit Hilfe eines Gurkenglases als Siegerin hervorgeht. Doch so schnell wird sich Konstantin nicht geschlagen geben.


    Stimmt, der Abriss schreitet stetig voran. Bald gibt es dort nichts mehr zu erkunden.

    Gestern konnte ich dann auch endlich weiterlesen.


    Die Beschreibung der Kletteraktion auf dem Gelände des ehemaligen Opelwerkes fand ich sehr gelungen und auch für Nichtkletterer nachvollziehbar geschrieben, da bekommt man ja beim Lesen direkt Höhenangst.


    In Fragen Motiv für einen Mord an Korbinian läuft aber immer noch alles auf Jonas hinaus, der auch mit seinem Verhalten alles dafür tut, sich immer weiter verdächtig zu machen. Andererseits behautet er, den Kran als Erster der Gruppe verlasen zu haben. Vielleicht bringt der nächste Abschnitt ja ein wenig mehr Licht ins Dunkel.


    In Sachen Anzeige ist es noch verdächtig ruhig, das wird wohl aber nicht so bleiben.

    Als ich das erste Mal auf dem Campus war, war ich auch sehr verwirrt ob dieser vielen Bauten, die alle gleich aussehen, es ist definitiv alles ein bisschen verbaut! Aber der Blick von da ins Tal ist wirklich unglaublich schön!


    Die Ruhr-Uni ist genauso wie alle anderen Unis im Ruhrgebiet ein typischer Zweckbau der 60er und 70er Jahre, viel Beton und wenig Grün. Kein Vergleich zu anderen Unistandorten mit wesentlich mehr Tradition, wie z. B. Münster.
    Der Blick ins Ruhrtal ist aber wirklich grandios und entschädigt für einiges. Das beschriebene Fachwerkgebäude dort, den Beckmanns Hof, gibt es wirklich, er gehört sogar zur Ruhr-Uni und wird für Veranstaltungen genutzt. Ich durfte mich mal eine Zeit lang beruflich mit dem Umbau dieses Hofes beschäftigen.

    Die Ermittlungen im Umfeld der Ruhr-Uni haben mich auch so knapp über 20 Jahre in meine Studentenzeit zurückgeworfen. Ich habe zwar nicht in Bochum studiert, sondern im benachbarten Essen, da ich aber inzwischen in Bochum lebe, kenne ich die Ruhr-Uni und die Hustadt auch recht gut. Daher musste ich auch schmunzeln, als Ben und Lila an den vielen Einbahnstraßen dort verzweifeln. Ist mir auch schon des öfteren passiert. :)


    Das es ein Kletterzentrum in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Constantin geben soll, ist mir zwar nicht bekannt, aber das bot sich durch die Namensgleichheit zu Lilas Vater wohl einfach an. :D


    Die 5 Krankletterer sind inzwischen zwar bekannt, Informationen zum Tod von Korbinian (Was für ein Name !) ergeben sich daraus aber noch nicht. Und so startet wieder eine von Lilas berüchtigten Undercover-Aktionen, um Licht ins Dunkel zu bringen.


    Äußerst gelungen fand ich in diesem Abschnitt die Szenen im Hospiz. Besonders die Szene mit der Frau am Klavier ist da hervorzuheben. Sehr berührend !

    Gestern konnte ich dann auch endlich ins Buch einsteigen.


    Und es ging ohne große Einleitung gleich zu Sache: Lila hat endlich den Mut gefunden, ihren Vater anzuzeigen. Eine Reaktion von ihm oder ihrem Bruder wird da wohl nicht lange auf sich warten lassen. Gespannt bin ich auch, welche bösen Überraschungen noch hinter Lilas Erinnerungslücken lauern.


    Zu ihrem Glück kann sich Lila gleich in den nächsten Fall schmeißen und die düsteren Gedanken verdrängen. Ich habe gerade nicht mehr parat, ob Molles wirklicher Name schon aus einem der früheren Bücher bekannt war. Seine Vorgeschichte ist es auf jeden Fall noch nicht und hält noch einige Überraschungen bereit, die Molles Charakter aber auch sehr gut erklären und unterstützen.


    Obwohl seit dem letzten Buch schon wieder reichlich Zeit vergangen ist, hat es nur ein paar Seiten gebraucht, um wieder voll im Geschehen drin zu sein. Die Schauplätze werden wie immer gut beschrieben und auch die Story ist interessant und frisch. ich bin schon sehr gespannt, was hinter dem Sturz vom Kran steckt.


    Ich habe dieses Buch auch sehr gern gelesen, ein ziemlich ungewöhnlicher Krimi. Manchmal hat mich die umgeschriebene Realität ein wenig irritiert, da habe ich überlegt, ob es so war oder anders, weil so ganz genau hatte ich es dann doch nicht mehr im Kopf. Soviel ich weiß, sitzt die wahre Beate Zschäpe aber noch im Knast, oder ist es ein Double ??? Vielleicht ist sie gerade auf der Flucht, wurde erschossen oder was auch immer, wer weiß das schon so genau? ;) Meine Phantasie ist jedenfalls enorm beflügelt worden durch die ganzen Ausführungen von Horst!


    Dadurch, das die Mitglieder der NSU hier nicht mit ihren richtigen Namen auftauchen, sondern mit fiktiven Namen belegt werden, ergibt sich natürlich auch eine gewisse künstlerische Freiheit, die auch sehr ausgiebig und auf sehr spannende Art und Weise genutzt wird.

    Hier nun meine Rezenson zum Buch:


    Vincent Veih und die NSU - ein weiterer grandioser Polizei-Thriller aus der Feder von Horst Eckert


    Vincent Veih ermittelt hier in seinem nunmehr dritten Fall, der mich, wie schon die Vorgänger, restlos begeistert hat.


    Das Düsseldorfer KK 11 unter der Führung von Vincent Veih sucht den Mörder der Promi-Wirtin Melli Franck, die in ihrem Lokal "Greens" brutal ermordet wurde.
    Ronny Vogt, der vom Thrüringer Landesamt für Verfassungsschutz als V-Mann auf das NSU-Trio angesetzt war und sie jahrelang beobachtet und begleitet hat, ermittelt aktuell undercover in der Düsseldorfer Drogenszene.
    Als sich Verbindungen zwischen den beiden Fällen ergeben, wird Ronny von seiner Vergangenheit eingeholt und gerät in einen Strudel voller Gewalt und Verrat ...


    Was mich bei den Büchern von Horst Eckert immer wieder erstaunt, ist der Umstand, das er jedes Mal eine Fülle von Themen in seinen Bücher verarbeitet und man dennoch niemals das Gefühl hat, die Geschichte wäre überfrachtet und würde ihr eigentliches Hauptthema aus den Augen verlieren. Auch hier ist es wieder so.
    Neben der Mordermittlung und dem NSU-Komplex werden noch die PEGIDA und die Flüchtlingsthematik incl. der politischen Begleitumstände behandelt und gut in die Handlung eingebunden. Auch die internen Abläufe in der Polizei und die kleineren und größeren Machtspiele und -kämpfe in und zwischen den einzelnen Abteilungen nehmen hier, wie eigentlich immer, einen großen Raum ein.


    Die Protagonisten auf Seiten des KK11 sind mit Ausnahme des Neuzuganges Hamid Belhanda schon aus den früheren Büchern bekannt und hatten auch alle schon ihren eigenen Roman, bei dem sie im Mittelpunkt standen. Dies sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Aber auch Neuleser dürften hier keine Probleme haben, sich zurecht zu finden, da die wesentlichen Informationen zu den einzelnen Personen gut in die Handlung integriert werden.


    Das Buch besticht durch eine spannende, äußerst komplexe Story, gut charakterisierte und glaubwürdig auftretende Protagonisten und einen mitreißenden Schreibstil, der einen beim Lesen das Buch kaum aus der Hand legen lässt. Oder kurz gesagt, es hat alles, was ein genialer Thriller braucht.


    Wer diesen Thriller nicht liest, ist selber schuld.

    Die Auflösung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die einzelnen Fäden, die im Laufe der Geschichte gesponnen wurden, werden überzeugend miteinander verflochten und ergeben ein absolut stimmiges Gesamtbild.


    Ronny hat seinen letzten großen Fehler begannen, als er sich von Bastian von dessen Unschuld hat überzeugen lassen. Dieser Umstand kostet ihn beim Wiedersehen mit Liese fast schon erwartungsgemäß das Leben und Bastian kann alle Beweise vernichten, die auf das Landesamt für Verfassungsschutz hinweisen, so das er und seine Hintermänner einigermaßen schadlos aus dieser Geschichte herauskommen. Etwas unbefriedigend, aber leider absolut realistisch.


    Die Überraschung, das Thorsten Franck und seine "Matala-Connection" für die Produktion und den Vertrieb des Crystal Meth verantwortlich ist, und Melli sterben musste, weil sie ihren Ex-Mann erpresst hat, ist absolut gelungen, aber auch durchaus stimmig.


    Aus Vincents starkem Verdacht, das es sich bei Ole "Odin" Neumann, dem Nazi-Anwalt mit RAF-Vergangenheit, um seinen Vater handelt, ergibt sich ja auch noch einiges an Konfliktpotential für den nächsten Fall.


    Im Epilog taucht die Frau aus dem Prolog noch einmal auf und wir können ihren Gedanken über die Auflösung der Mordserie (bzw. zu dem, was davon an die Öffentlichkeit gedrungen ist) , denen sie am Grabe ihrer Vaters nachgeht, verfolgen. Dachte ich am Anfang noch, das sie auch in der Hauptgeschichte noch eine Rolle spielen könnte, dienen diese Passagen doch meiner Meinung nach eher dazu, hier auch den Opfern der Mordserie ein Gesicht zu geben, da ansonsten ja eher die Täter im Mittelpunkt stehen. Dazu passt auch die erschreckend lange Liste der Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit dem 3.10.1990.