Beiträge von Londo42

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    Heya! Nachdem der vorherige Abschnitt eher gemächlich daherkam, herrscht hier die Action vor. Das gefällt mir. 8) >:(


    Maleni produziert wieder mal ein Dilemma, obwohl ihre Mentorin anwesend ist und ihr sogar einen Tipp gibt, wie sie fast unbeschadet rauskäme. Aber dafür kommt Mr. Blue Eyes wieder mal vorbei und rettet sie. Seine Motivation ist nach wie vor unklar. Ich bin gespannt, wer/was er ist. Auf jeden Fall ist er wohl nicht Elgor.


    A propos Elgor. Der entpuppt sich als richtiges "badass". Einen Junxer der Xyi ausschalten, Kompliment! (Der Junxer kann nicht komplett schlecht gewesen sein, sonst wäre er längst Sarve geworden). Und dann hängt er den Junxer noch an den Kamin. Hoppla.


    Sehr spannend war auch das Zusammentreffen von Maleni mit den Schmieden. Die beiden haben es gerade so verhindert, von Taryah exterminiert zu werden. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht, nachdem Taryah doch nach vorne kommt. Vergorrnt 😊noch mal, ich muss unbedingt weiterlesen!

    In diesem Abschnitt dominiert für mich eins: der Cliffhanger. Maleni wird losgeschickt, die beiden Schmiede zu beseitigen, da diese zuviel wissen könnten. Stutzig macht mich, dass diese Anweisung offenbar direkt von ganz oben kommt. Welches Interesse hat die oberste Hierarchieebene der Xyi an zwei "popligen" Wanderschmieden? Weiss diese oberste Hierarchieebene etwa Dinge über die Schmiede, die Maleni unbekannt sind? Auch das ist eine Art Cliffhanger.


    Zum Glück für die Schmiede wird Maleni bei der Suche nach den beiden Schmieden festgenommen. Aber wie ergeht es ihr weiterhin? Das erfährt man erst im nächsten Abschnitt.


    Genauso rätselhaft ist die Konfrontation Elgors mit dem "Kollegen" (?) Malenis. Wie ist sie ausgegangen? Und von wem stammt das Blut, das Maleni gefunden hat? Schön finde ich die Formulierung: "Er stand dem Tod gegenüber. Und der Tod wirkte gekränkt." :klatschen: 8)


    Aber auch Informationen gibt es. Wir erfahren einen Teil von Elgors Lebensgeschichte, die ich sehr interessant finde. Und wir erfahren die Haar- und die Augenfarbe Malenis - die Kombination ließ mich aus unerfindlichen Gründen an Irland und Schottland denken :D


    Im "Damals" erhalten wir diesmal einen Einblick in die innere Struktur der Xyi. Als Folge davon werden die Organisation mehr und mehr unsympathisch. Es wird offensichtlich, dass die Xyi Maleni, Druya, und viele andere junge Menschen skrupellos zu ihren Zwecken psychisch verkrüppeln. Auch die Spaltung der Persönlichkeit ist Teil des Systems, eines unmenschlichen Systems, wie ich finde. Ich bin gespannt, ob Maleni dieses System überwinden und wieder "ganz" werden kann.


    Aber somit bleibt es doch irgendwie ungewöhnlich...
    Bzw wäre das ja erstaunlich "menschlich", wenn die Rentner dann quasi "in WGs" leben könnten/dürften.


    Die Xyi brauchen die "Rentner", die normale Kneipen, Läden etc. betreiben, als Rückgrat ihres Agentennetz. Irgendeiner muss doch die Pferde bereitstellen, die Plätze in Karawanen besorgen, die diversen Heilmittel/Gifte besorgen etc. ohne Dieses Netzwerk aus "Rentnern" würde m.E. der Orden nicht funktionieren.

    In diesem Abschnitt gibt es einiges an Grusel. Das beginnt mit den Traumschlangen, deren Gift einen gemeinerweise dieselben vergessen lässt. Maleni überlebt nur aufgrund ihrer Xyi-Ausbildung.


    A propos Xyi: hier wird es noch grusliger, finde ich. Wie diese systematisch der kleinen Maleni Mißtrauen gegenüber jedem Nicht-Xyi einimpfen - das ist stärker Tobak. Gut, dass Maleni langsam beginnt, die m.E. ethisch fragwürdige "Konditionierung" der Xyi zu hinterfragen, wenn nicht gar zu durchbrechen. Ich meine das in Bezug auf die Schmiede.


    A propos Schmiede: spätestens jetzt ist klar: das sind keine gewöhnlichen Handwerker. Vielmehr haben sie eine "verborgene Agenda" (Rhea vermutet eine Prophezeiung als Ursache, ich habe bisher im Text jedoch keinen Anhaltspunkt für eine solche Prophezeiung gefunden. Daher werde ich erstmal nur von einer "Agenda" reden). Worin besteht diese Agenda? Gehören die Schmiede am Ende zu einer weiteren weitreichenden Geheimorganisation? Und was genau wollen sie von Maleni? Fragen über Frsgen.


    A propos Fragen: Mr. Blue Eyes ist vermutlich auch kein Mensch, das wird mehr und mehr deutlich, finde ich. Aber was will er von Maleni? Und welche Botschaft wollte er durch das Vereisen und Zusammenbinden der zwölf Leichen aussenden, und an wen? Egal, seine Botschaft ist in der Hierarchie der Armee hängengeblieben durch Unglauben. Magie gibt's nicht. Gez. Dana Scully 😊


    Schön finde ich übrigens die immer wieder auftretenden Kassiber, Versand per Buzzard (Raubvogel als Nachrichtentransportmedium, analog den Raben in Game of Thrones). Auch sie sind vom Kontext her manchmal gruslig.


    Ein paar Gedanken zu Predorenn: ob dieser Staat das Goldene Zeitalter war, bezweifle ich auch stark. Sicher war er das nicht für jeden Staatsbürger! Mich erinnert es an Österreich-Ungarn kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Der Krieg der Acht Reiche dagegen erinnert mich sehr an den Dreißigjährigen Krieg. Die Welt braucht dringend ein Gegenstück zum Westfälischen Frieden - aber dazu müssten alle Beteiligten wollen - auch die Xyi.


    Gag des Abschnitts war Malenis naive Frage im Damals im Gasthaus: "Überfallen euch oft Gäste?" "Nicht, wenn sie klug sind". :( ;D 8) :D

    Dieser Abschnitt brachte neue Erkenntnisse - und warf jede Menge Fragen auf, und beides ist gut so!
    Aber der Reihe nach.


    Erst einmal hat mich Taryah sehr beeindruckt. Acht Gegner ausgeschaltet - holla die Waldfee! Und dann kam der rätselhafte blauäugige Helfer und rettet sie. Erst dachte ich, das sei einer der Schmiede, aber offenbar ist er es nicht. Später kommt dann noch raus, dass er auch noch zwölf Tote vereisen kann. Das bringt mich zur Frage, ob wir es hier mit einem Menschen zu tun haben. Und warum vereist er sie? Und warum hilft er Maleni?


    Die beiden Schmiede gefallen mir, allerdings deutet der Wortschatz des Älteren an, dass es wohl doch mehr sind als zwei einfache Handwerker. Vielleicht stellen sie deshalb so wenige Fragen, weil sie sich vor Gegenfragen fürchten? Ich bin gespannt, was Maleni noch herausfindet. Und hoffentlich muss Taryah sie nicht töten.


    Die Rückblenden schreiten chronologisch weiter voran. Gut gemacht, so ist das "nur" ein temporal verschobener Subplot, damit kann ich gut umgehen (ja, Doctor Who und Zurück in die Zukunft helfen manchmal 😊)


    Über die Xyi habe ich mir auch Gedanken gemacht. Sie verlangen bedingungslosen Gehorsam, das finde ich fragwürdig. Und meiner Ansicht nach hilft es wenig, einzelne Herrscher/Feldherren o.ä. umzubringen, wenn die Strukturen der acht Reiche nicht gleichzeitig geändert werden. Insofern unterliegen die Xyi einem Denkfehler, finde ich.


    Was mir sonst noch so auffiel:
    Kapitel 14: die Soldaten hassen Frauen, die sich nich an "die Regeln " halten. Diese "Regeln" müssen ganz schön chauvinistisch sein. ;D


    Kapitel 16: "Komm mit, wenn du leben willst". Schöne Grüße von Terminator: Genisys 8)


    Kapitel 17: " Pantheiger" wieder so ein Wort, das mich schmunzeln lässt. Zum Glück bin ich Astrophysiker und kein Germanist ;)

    Ich finde das mit den Erinnerungen auch gut gelöst. Sie bringen viel Background-Wissen mit ein und das freut mich immer :) Den Lesefluss stören sie auch nicht wirklich, meines Erachtens. Also gut gelöst :klatschen:


    Und natürlich danke für den Link zur Karte, die hab ich mir gleich weggelegt, damit ich mal nachlesen kann.


    Ich kann mich da nur anschließen, wobei bei den Erinnerungen es sehr hilft, dass diese ebenfalls chronologisch voranschreiten. Das hilft enorm dabei, den Überblick zu behalten.


    Und die Karte hätte wirklich ins Buch gehört. Schande über den Verlag, was das betrifft.

    Jetzt kann auch ich loslegen.


    Es beginnt sehr spannend, wobei mir von Anfang an klar war, dass der Feldherr wohl kaum wird überleben können. Überraschend war jedoch das Gift. Überraschend war auch in Kapitel 2 die Entdeckung, dass Maleni und Taryah ein und dieselbe Person sind.


    Malenis Flucht und ihr unplanmäßiger Abstecher in den Keller wird sehr gut geschildert. Durch die Rückblenden wird ihre Motivation klar. Von daher sind die Rückblenden gelungen (ich bin normalerweise ein Gegner von Rückblenden, aber hier helfen sie).


    Sprachlich schön fand ich Wortabwandlungen wie Fyrsthen, Graavschaft und die Pertoffel ( die stelle ich mir jetzt lila vor. Ob es in der Welt wohl auch Pommes gibt - und wie die wohl heißen? 😊).


    Gespannt bin ich auch auf das Zusammentreffen der beiden Wanderschmiede mit Maleni. Ob die wohl noch lernen, dass die Xyi kein Märchen sind?


    Kapitel 12 endet mit einem Cliffhänger. Ich bin sehr gespannt, wie Maleni da rauskommt.

    Anstatt, dass wir sagen armes Opfer...jahrelange Gefangenschaft...Folteropfer...Schwester verloren...Vater verrückt...sagen wir, naja vielleicht steckt sie mit dem Bösen unter einer Decke... ;)


    Naja, zumindest steckt sie mit Beorn unter einer Decke - aber OK, der zählt nicht direkt als Böse ;D


    Von der Idee, Zidaine könnte einen "dunklen Pakt" mit irgendwelchen Dämonen geschlossen haben, bin ich inzwischen abgerückt. All ihre Handlungen sind meines Erachtens mit Spionage für Beorn und innerer Zerrissenheit zu erklären.

    Nach meinen guten Erfahrungen mit der Leserunde zu "Die Wölfin" möchte ich zur Abwechslung mal ein SF-Werk "rundenlesen" (oder war das "leserunden"? :) ) und und springe daher mit meiner TARDIS ebenfalls in den Lostopf - zumal hier viele alte aus der "Wölfin" Bekannte mitmachen.

    Rezension


    "Die Wölfin" ist der dritte Band der "Phileasson-Saga", verfasst von Bernhard Hennen und Robert Corvus.


    In ihm wird die spannende Wettfahrt der beiden Thorwaler-Kapitäne Asgeir Phileasson und Beorn der Blender um den Titel "König der Meere" weitergesponnen. Phileassons Ottajasko (Crew, Schicksalsgemeinschaft) hat schon im zweiten Band den "Himmelsturm" (eine Elfenstadt im ewigen Eis) verlassen, während Beorn und seine Ottajasko dort noch festsitzt und Sklavenarbeit verrichtet. Beide haben die verschiedensten Abenteuer zu bestehen. So gerät Phileasson an Nirka, eine junge "Wolfsfrau" (die titelgebende "Wölfin") und muss sich mit einer tödlichen Seuche, magischen Wäldern und verständnislosen Stadtverwaltungen herumschlagen, während Beorn im Himmelsturm von einer gänzlich unerwarteten Seite Hilfe bekommt - aber diese Hilfe hat einen Preis... Nebenher deutet sich an, dass hinter der Wettfahrt der beiden Kapitäne mehr steckt als nur der Titel "König der Meere".


    Insgesamt ist "Die Wölfin" ein sehr spannender und unterhaltsamer Roman, in dem bei aller packender "Action" auch die Entwicklung der Charaktere nicht zu kurz kommt. Auch die optische Gestaltung mit einem hervorragenden Titelbild und einer guten Karte kann sich sehen lassen. Meines Erachtens nach ist es der bisher beste Band der Phileasson-Saga. Ich warte bereits mit großer Spannung auf den vierten Band "Silberflamme" und bin traurig, dass dieser erst für September 2017 angekündigt ist.


    Leserunden-Fazit
    Hiermit möchte ich mich bedanken bei allen Mitstreiter*innen der Lese-Ottajasko - allen voran den beiden Autoren Robert Corvus und Bernhard Hennen, die die Leserunde kontinuierlich und mit viel Herz und Humor begleitet haben. Ich hoffe, dass es auch zu Band 4 eine solche Leserunde gibt.


    P.S.:. Das war meine erste Leserunde überhaupt - aber sie hat so viel Spaß gemacht, dass ich nun offen bin für andere Leserunden.

    Jetzt mein Kommentar zum Epilog. Kurzfassung: ich halte ihn für sehr gelungen, auch wenn ein paar Sachen passieren, mit denen ich nicht gerechnet hätte - bzw. gerade weil einige unerwartete Sachen passieren (nichts ist schlimmer als ein Buch, in dem man alles vorausberechnen kann).


    Das erste ist Zidaine. Sie startet wieder eine Racheaktion mit Tjorne, und wieder mit Krebsen - aber sie alarmiert Tylstyr und bleibt bei der Aktion selbst auch merkwürdig inkonsequent (kein Messer im Hals des Opfers). Offenbar stand sie unter Druck, das tun zu müssen, und wollte es gar nicht (nicht mehr?). Tjornes Konsequenz, sich nach seiner Rettung durch Tylstyr Beorn anzuschließen, ist nachvollziehbar - auch wenn er jetzt nur bei der m.E. zweitbesten Ottajasko mitfährt :D


    Dann die Überraschung: Zidaine ist Agentin von Beorn. Nun verstehe ich auch, warum im Buch mehrmals auf Zidaines schwarze Kleidung hingewiesen wurde. Ich weiss, wie die Kleidung im Detail aussieht: Schwarzer Anzug, schwarze Schuhe, weiße Bluse, schwarze Krawatte und schwarze Sonnenbrille - "Agent Z" :D Muss sie damit in Aventurien nicht auffallen? :D :D Oder ist das wie beim Doctor, der z.B. auch - als fünfter Doctor - mit einem Kricketanzug durch ein Raumschiff der fernen Zukunft laufen kann, und keiner findet das komisch?


    Die Promenade von Festum ist sehr schön beschrieben, ebenso die Bestattung im Boot (passend) und das Gespräch Phileassons mit Nirka.


    Dann kommt es zu einem "Tausch": Crottet bleibt bei dem Stamm, dafür reist Nirka mit. Ich finde das gut, obwohl mir Crottet richtig sympathisch wurde. Aber in Nirka sehe ich mehr Abenteuerpotenzial, gerade wegen ihrer Wolfsnatur.


    A propos Wölfe: Das Abenteuer mit dem blauäugigen Wolf hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Phileasson hat schnell die Zusammenhänge erkannt, und Ohm Follker mit einem Lied die aufgebrachte Menge beruhigt.


    A propos Lieder: Ich fand die Zahl der Lieder in dem Buch angemessen. Was mir aufgefallen ist: teilweise handeln die Lieder von Ereignissen aus der Vergangenheit. Und mit der elfischen Vergangenheit hatten beide Ottajaskos schon einiges zu tun. Könnte eventuell eines Tages Ohm Follker aufgrund eines Liedtextes einen entscheidenden Hinweis liefern? Das könnte ja ein Lied sein, das schon gesungen wurde.


    Und nun zu den Fragen:

    Am Horizont scheint bereits die Silberflamme auf, und wenn alles gut geht, folgen danach noch acht weitere Abenteuer. Was wünscht Ihr Euch dafür? Welche Figuren sind Euch ans Herz gewachsen, welche findet Ihr interessant (das muss ja nicht identisch sein) - von wem wollt Ihr mehr lesen? Welche Themen bewegen Euch? Welche Fragen wollt Ihr beantwortet haben?



    1. Welche Figuren sind Euch ans Herz gewachsen?: Phileasson, Tylstyr, Shaya, Beorn, Praioslob, Abdul (auch wenn er manchmal nervt :) ), Salarin


    2. Welche Figuren findet Ihr interessant?: Zidaine, Pardona, Tylstyr, Phileasson, Beorn, Salarin, Sven Gabelbart


    3. Von wem wollt Ihr mehr lesen?: allen unter 1 und 2 genannten.


    4. Welche Themen bewegen Euch?: Wie geht es mit Zidaine weiter? Wer ist Salarin? Wann merkt Phileasson, dass es um mehr geht als um den Titel "König der Meere"? Wie sehen die Machtverhältnisse in Beorns Ottajasko aus?



    5. Welche Fragen wollt Ihr beantwortet haben?: Direkte Antworten auf Fragen möchte ich gar nicht, aber weitere Hinweise auf den "Metaplot", der sich durch alle Bände erstreckt. Die Andeutungen in diesem Buch haben mich da sehr neugierig gemacht.




    Und natürlich: Bei wem würdet Ihr ins Drachenboot steigen und mitrudern - beim Blender oder beim Foggwulf? ;D


    Beim Foggwulf natürlich - auch wenn Beorn bei mir einige Sympathiepunkte gut gemacht hat.

    Dieses Kapitel hat einiges geboten: Beorn findet die gesuchten Armreifen und löst damit seine dritte Aufgabe. Kurze Zeit später zeigt Pardona ihr wahres Gesicht, als sie Salda einfach ohne Heilung lässt, nur damit nicht auffällt, dass sie gar nicht Lenya ist. Arme Salda - als Kriegerin wird das schwer mit einem Arm.


    Auf der anderen Seite bei Phileasson ist einiges geboten: ein flotter Dreier (oha! Wie wird es wohl mit den dreien weitergehen?), Glitzerfeen :) , und Tjorne repariert das Häuschen eines Wurzelbolds, das Shaya kaputtgesessen hat. Danach geht es tief in die elfische Vergangenheit. Hier fällt mir eine gewisse Parallele auf: sowohl Beorns als auch Phileassons Ottajasko werden mit der Vergangenheit der Elfen konfrontiert, und beidesmal ist Niamh im Spiel: einmal in Form der Kette um Pardonas Hals, das zweite Mal sind es offenbar seine Erinnerungen. Das dürfte kein Zufall sein.


    Phileasson hat tatsächlich gemerkt, dass Nirka eine Wolfsfrau ist - aber es scheint ihm nichts auszumachen.


    In jedem Fall hat mich dieser erstklassige Abschnitt sehr neugierig gemacht, und ich musste unbedingt weiterlesen.

    Tylstyr steht zwischen den Stühlen. Er ist mit Tjorne schon sehr lange befreundet, andererseits fühlt Tylstyr sich zu Zidaine hingezogen und wird vermutlich versuchen, zu vermitteln und Tjorne um Verständnis bitten. Falls Tjorne einen Anschlag von Zidaine überleben sollte.
    Asleif wird keinen Zwist in seiner Ottajasko dulden und einer muss die Crew verlassen.


    Hallo Delena,


    das ist geradezu prophetisch :) (sorry, wenn ich jetzt ein wenig gespoilert habe :) )


    Grüße,


    Volkmar

    Was soll ich sagen? Endlich sind Beorn und seine Ottajasko aus der Gefangenschaft geflohen, und der eklige Diener hatte noch ein Treffen mit dem Blender ;D . Mir kam es anfangs auch komisch vor, dass alles so einfach ging, doch als Pardona sich Beorn zu erkennen gab (und ihm einen Vorschlag machte, den er nicht ablehnen konnte :) ), war alles klar. Ich bin sehr gespannt, wie sich das auf den weiteren Verlauf der Wettfahrt auswirkt, und wie lange Beorn noch wirklich das Sagen hat, oder ob er nicht bald zu Pardonas "Sockenpuppe" mutiert.


    Interessant finde ich, was Pardona so alles erzählt. Offenbar steckt hinter der Wettfahrt doch mehr als nur der Titel des "Königs der Meere". Ich vermute mal, dass Beorn und Phileasson - ohne es zu wissen - einen Konflikt höherer Wesen als "Stellvertreter" austragen, und eine der beiden Konfliktparteien könnte der Namenlose (der "goldene Gott") sein. Aber das ist natürlich derzeit reine Spekulation. Spannend wird, was sich Beorn dabei so denkt. Phileasson dagegen erscheint noch vollkommen ahnungslos (woher auch sollte er etwas davon wissen? Er hat ja keine Pardona bei sich - wobei ich das mehr als Vorteil sehen würde :) )


    Interessant fand ich auch den "Travia Teleportation Service"; ich nehme aber an, dass das eine absolute Superausnahme war.


    Die Festung "Morgenstern" war sehr stimmungsvoll und hervorragend geschildert, auch das Wechseln der Geisterheere zwischen den "Ebenen" (mal voll stofflich und da, mal wieder nicht). Das war für mich ein weiteres Highlight in diesem Buch. Und was diese Armreifen alles in sich haben, finde ich auch spannend.Mal sehen, wo sie am Ende der Wettfahrt verbleiben.


    Phileassons Ottajasko dagegen ("Männer und Frauen verwirrt im Wald" :D ) sorgte für einen guten Kontrast durch ihr eher heiteres Abenteuer. Und Abdul ist wieder mal weggerannt - das scheint wohl sein Hauptjob zu sein. Ich fange bald an, eine Strichliste zu machen, welches Ottajaskomitglied Abdul wie oft wiedergefunden hat :D

    Dieses Kapitel war das meiner Ansicht nach bisher beste im ganzen Buch. Hier nun, wie ich zu dieser Einschätzung komme:


    Es fängt "harmlos" an. Norburg erweist sich als wenig gastfreundlich (für mich teilweise verständlich, da draußen die Seuche tobt), Tylstyr gerät an eine sehr diensteifrige Adepta namens Rondriane, die die Freundlichkeit auch nicht gerade gepachtet hat (vermutlich ist sie mit ihrem Job überfordert mangels Erfahrung).


    Nirka hat nun das Problem, dass sie die Karens gut verkaufen muss, aber nicht allzu viel Erfahrung damit hat. Dabei trifft sie, ohne es zu wissen, ihre Mutter Winja. Nirka kann es nicht wissen - aber hat Winja wirklich nichts gemerkt?


    Phanta wird beim illegalen Betreten der Stadt geschnappt (keine gute Idee, sich in die Stadt zu schleichen) und soll nun sehr hart - meiner Ansicht nach überzogen - bestraft werden. Hier zeigt sich Norburg von seiner häßlichsten Seite - und Praioslob zeigt, dass es ihm mehr um die Gerechtigkeit als um das Gesetz geht. Langsam wird er mir sogar sympathisch.


    Und dann kommt die Befreiungsaktion. Das Einschleichen mit einem hosenlosen Tylstyr ließ mich zuerst grinsen. Doch dann mutiert Tylstyr auf einmal zum Dalek ("Ignifaxius!" ist das wohl das aventurische Gegenstück zu "ex-ter-mi-nate!" :D ). Und die arrogante Rondriane kriegt auch noch ihr Fett ab. Großes Kino!


    Einige Kommentatoren meinten übrigens, Tylstyr habe leichtfertig die Stadt gefährdet durch das Anzünden der beiden Bäume, da Norburg ja aus Holz gebaut sei. Das sehe ich anders; beide angesteckten Bäume standen neben einem Gebäude aus Stein.


    Und nun kommt es fast noch besser. Phileasson gerät bei seiner eigentlichen Befreiungsaktion an eine Wächterin, die er offensichtlich unterschätzt (die hatte wohl mehr Stufen und Erfahrungspunkte, als er gedacht hat :D ), Dieser Kampf hat mir sehr gut gefallen, unter anderem deswegen, weil Phileasson für seine Gegnerin am Ende großen Respekt empfindet. Ob er wohl gemerkt hat, was es mit Nirka auf sich hat?


    Insgesamt war das ein hervorragendes Kapitel, das bisher beste des Buches (und das, obwohl die bisherigen auch gut waren). Sollten nun noch mehr Kapitel in dieser Qualität kommen, dann wäre ich dafür, die Buchreihe nach Fertigstellung an den Sender HBO zu schicken, damit sie eine Fernsehserie daraus machen können.


    Das ist eine interessante Frage, finde ich: Glaubt Ihr, Phileasson (oder jemand anderem) schwant inzwischen, was wirklich hinter der Wettfahrt stecken könnte?


    Bisher habe ich nicht den Eindruck, als ob einer der Charaktere auf so eine Idee kommt. Ich habe auch bisher keine Anhaltspunkte gefunden, die Phileasson oder seine Ottajasko kennen könnten.



    Liebes Tagebuch,
    Merker: Nach Beendigung der Leserunde unbedingt die Administratorinnen bestechen, dass einige Passagen der Teilnehmerinnen geschwärzt werden. Es könnten formidable Missverständnisse über die sittliche Reife unseres Schaffens aufkommen, falls diese aus dem Zusammenhang gerissen zitiert würden. "Nackig" in Verbindung mit "leuchtender Zauberstab" könnte zu einer Menge roter Ohren führen.


    :D :D :unschuldig::totlach:
    Zumal weiter unten auch noch von "Länge des Stabes" etc. die Rede ist :totlach: