Beiträge von Leann

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    Hier nun auch meine Rezension, die ich auch bei Lovelybooks und Amazon posten werde. Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht. Der Thriller eignet sich ja auch super, um mit anderen Leserinnen gemeinsam zu rätseln und Theorien aufzustellen (und wieder zu verwerfen).


    Eine Frau erwacht halbverdurstet in einem Boot auf offenem Meer. Sie weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist und, schlimmer noch, sie weiß nicht, wer sie ist.
    Was beginnt wie ein Albtraum geht beklemmend weiter, denn die Frau, die als Clare identifiziert wird, erfährt von einem Fremden, der sich als ihr Ehemann vorstellt, dass ihre Tochter verschwunden ist.


    Der Thriller ist komplett aus der Ich-Perspektive von Clare geschrieben und ich bin ihr dadurch sehr nahe gekommen. Ihr Misstrauen und ihre Sorgen konnte ich gut nachempfinden. Clare ist eine starke Heldin, intelligent und überlegt. Wie oft ärgere ich mich über unmotiviertes und dummes Verhalten von Romanheldinnen; das war hier überhaupt nicht der Fall. Auch wenn Clare im Nachhinein sicher einiges hätte anders machen können, in der konkreten Situation war es immer plausibel und ich konnte mir vorstellen, mich ähnlich verhalten zu haben.
    Die anderen Figuren erschienen dagegen eher wie blasse Statisten. Sie blieben mir fremd, schienen alle eine Maske zu tragen, wirkten irgendwie nicht „echt“, und genau das war wohl, wie es Clare ging. Sie wusste nie wirklich, wem sie trauen kann. Vermeintliche Verbündete entpuppten sich als Gegner. Was eben noch wie Wahrheit schien, wurde wenig später als Lüge entlarvt. Es war spannend, zu rätseln und Theorien aufzustellen, wer denn nun der „Böse“ ist und was hinter den Geschehnissen wirklich steckt.

    Gut eingebettet in die spannende Handlung, die den Thriller zu einem echten Pageturner macht, widmet sich der Roman Themen wie Gedächtnisforschung, Inselbegabung und Genmanipulation und regt zum Nachdenken an.

    Der rasante Schluss löst alle offenen Fragen gut auf und ist befriedigend, jedoch offen genug, um mich auf eine Fortsetzung hoffen zu lassen.

    Hallo ihr Lieben,


    es wäre übrigens schön, wenn ihr eure Rezension nicht nur hier postet, wo "nur" wir sie sehen können, sondern auch noch auf Rezensionsportalen (Amazon, Lovelybooks, etc.). Der Verlag ist dann motivierter, für die nächste Leserunde Gratisexemplare zu vergeben, und für mein Buch ist es natürlich auch toll.
    Sabsel hat es ja schon gemacht. Dankeschön!

    Danke für eure tollen Rezensionen! Ich freue mich sehr darüber, dass euch die Geschichte gefallen hat.


    Sabsel: Mir gefällt es hier auch sehr gut. Es war die erste Leserunde, die ich hier erstellt habe, und obwohl ich erst zu blöd war, die Zitatfunktion zu kapieren, finde ich es auch schön übersichtlich.


    Romina Gold: Für mich war es auch ein tolles Erlebnis, eure Eindrücke mitzuerleben und die Rätseleien zu verfolgen.

    BriMel: Das tut mir wirklich leid, dass dir zum Heulen ist. Ich hoffe, mit ein wenig Abstand kannst du mit besserer Laune an die Geschichte denken. Für mich ist der Gedanke tröstlich, dass Arion in unseren Herzen weiterleben wird. Ja, mir ist schon klar, dass er eigentlich "nur" eine Buchfigur ist. Aber mich hat sein Tod auch sehr mitgenommen, darum verstehe ich deine Reaktion und auch die von Sabsel nur zu gut.


    Zu deinen Fragen: Elmor war als Gast bei den D'Elen willkommen, und sie haben ihm sogar die Privilegien eines Sidheführers verliehen, doch das reichte ihm nicht. Er wollte Einfluss haben, Macht. Nur als Gast geduldet zu sein, war nicht genug, doch mehr wollten die D'Elen ihm nicht geben. Wie auch Nelifer nicht, die auch nur zu Gast war, und später Studentin. Sie nehmen grundsätzlich keine Außenstehenden als Bürger in Elenia auf.


    Nelifer ist als krankes Kind nach Elenia gekommen. Nach ihrer Genesung lebt sie zunächst als Gast dort. Erst später hat sie die Heilkunst studiert. Wie Almil fehlt ihr jedoch die Gabe, also die "magische" Heilfähigkeit. Um Leko hat sie sich zusammen mit Almil gekümmert. Sie ist ja noch Anfängerin ohne viel Erfahrung und ich finde es verständlich, dass sie da lieber Almil den Vortritt lässt. Ein bisschen spielt auch hinein, dass sie Almil nicht brüskieren möchte, darum hält sie sich zurück.


    Elmor wusste, dass Arion ein Wandler ist, und er wusste auch, dass Juri ein "verhinderter Wandler" ist. Allerdings hat er nicht mitbekommen, dass Juri mittlerweile ein guter Flechter ist, der engen Kontakt zu Arion hat, und dass er sich wandeln kann.


    Zitat

    Das hat ihn zerbrochen, weil Arion zu mitfühlend, zu sensibel war. Es hat einen Keil zwischen Goran und Arion getrieben. Arion wäre nicht mehr derselbe gewesen. Musste er deshalb sterben, Leann?

    Glaubst du wirklich, dass Arion daran zerbrochen wäre? Natürlich war er erst aufgewühlt und verletzt. Ich schätze ihn aber eher so ein, dass er genügend in sich geruht hat und auch die Stärke besaß, um damit fertig zu werden. Darum musste er nicht sterben. Es war einfach ein tragisches Ereignis, wie es leider oft im Leben passiert.


    Zitat

    Deshalb hat er auch versucht, Juri davon abzuhalten, in Elmors Kopf einzudringen. Er wollte Juri die Qual ersparen.

    Hach! Das finde ich so schön, dass du das erkannt hast.


    Lapidar: Na sowas! Das lass lieber nicht Juri und Goran hören. Juri hat doch auch schönes schwarzes Kuschelfell. ;)

    Sabsel: Als ich deine Leseeindrücke verfolgt habe, musste ich fast noch mal mitweinen. Beim Schreiben habe ich es jedenfalls. Und beim Überarbeiten auch noch mal. Arion ist meine Lieblingsfigur und es ist mir sehr schwer gefallen, diesen Schluss zu schreiben.


    @Romina: Ja, es ist echt traurig. Und ich muss zugeben, dass ich selbst überrascht war, wie brutal die Szene mit Elmor und Vilnar ist, als ich sie gestern noch mal gelesen habe.


    Lapidar: Alle Netten doch nicht! Oder findest du Goran und Juri nicht nett?


    Das war das erste Mal, dass ich kein reines Happy Ending geschrieben habe. Ich war mir sehr unsicher, wie die Leserinnen es wohl aufnehmen. Jetzt bin ich erleichtert, dass euch die Geschichte so gefällt, wie sie ist. Anders hätte ich sie nicht schreiben können.

    Da war ich sehr gespannt, wie ihr die sich anbahnende Dreierbeziehung aufnehmen werdet. Die war eigentlich gar nicht geplant, aber während des Schreibens fand ich, dass es einfach passt.


    Hab ich schon mal erwähnt, dass es mir unglaublich viel Spaß macht, eure Spekulationen zu verfolgen? ;D

    Aha, an Retha scheiden sich die Geister. Das ist übrigens eine Figur, die in einem anderen Roman wieder auftauchen wird. Ich mache das gerne, dass ich Personen, die ich interessant finde, in anderen Geschichten Gastauftritte gebe.


    Lapidar: Da kommt die Krimi-Spürnase raus. :) Ich verrate nichts.

    Die Lederstücke haben mich auch überrascht. :-[ Da hat Juri sich wohl ohne Wissen der Autorin behelfsmäßige Sandalen gebastelt.


    Bei euren anderen Spekulationen halte ich mich mal zurück. Schade, dass ihr mich nicht breit grinsen sehen könnt. ;D Das macht so viel Spaß, eure Gedanken zu verfolgen.

    Mir fällt auf, dass ich noch gar nichts zu Raphael geschrieben habe. Die Auflösung, dass er in Clare verliebt war, fand ich sehr schlüssig. Das erklärt sein Verhalten, das mir aufdringlich bis sogar gruselig vorkam. Dass er für Clare sein Leben geopfert hat, war schon stark. Allerdings ist danach gar nicht mehr die Rede von ihm. Das tut mir ein bisschen leid für ihn. Da hätte mir ein wenig Reflektion von Clare ganz gut gefallen. Natürlich nicht mitten in der Action, aber später. Vielleicht in der Krankenhausszene.

    Eine Frage beantworte ich mal hier, weil sie eher allgemein ist:


    Gibt es eine Karte?


    Leider gibt es noch keine Karte. Ich liebe Karten in Büchern, bin aber nicht sonderlich gut darin, welche zu basteln. Das ist auf jeden Fall etwas, womit ich mich dieses Jahr beschäftigen werde. Es gibt Programme für den PC, mit denen mal welche erstellen kann. Ich werde aber zunächst versuchen, welche zu zeichnen und dann evtl. noch Hilfe bei einem Designer suchen.

    Fällt euch ein Buch ein, in dem euch die Karte besonders gut gefallen hat? (Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich hier auch eine Frage stelle.)

    Sabsel: Ein Urlaub in Elenia würde mich auch sehr reizen. Das stelle ich mir sehr erholsam vor.


    Lapidar:


    Was ich ein kleines bisschen unlogisch finde: Ob die Heiler nun hier im Ländle konzentriert sind, oder verteilt, es ist immer die gleiche Menge. Warum sollte also jetzt hier in D'Elen zu Problemen führen? Vor allem wenn eh nicht so viele Kranke durchkommen?


    Die Heiler sind ja leider nicht in Elenia konzentriert. Sie sind nicht alle brav nach Elenia zurückgekehrt. Was mit einigen von ihnen passiert ist ... dazu verrate ich noch nichts. Kommt später. Jedenfalls sind die Heiler, die aus Sanka vertrieben wurden, nun nicht automatisch in Elenia. Dass nun immer mehr Kranke nach Elenia kommen liegt daran, dass die Führer die Möglichkeit erkannt haben, hier Geld machen zu können.

    Ha! Huntingdon. Haben wir es nicht alle gewusst? ;D


    Mir hat gut gefallen, dass die Geschichte gegen Ende noch mal richtig Fahrt aufgenommen hat. Auch wurden einige offene Fragen geklärt. Zum Beispiel, warum der Computer im Geheimzimmer Paul begrüßt hat. Das ist so eine Stelle, an der ich mir nur mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen und "Natürlich!" ausrufen kann. War doch logisch, dass nur Clare das hatte ändern können.


    Was mir allerdings nicht so ganz einleuchtet: Warum hat Clare sich nicht die Zeit genommen, vor ihrer Flucht unter vier Augen mit Paul zu sprechen, statt ihm kryptische Nachrichten zu schicken? Ein Grund soll ja sein, dass sie dadurch ein paar Tage Zeit gewinnt ... aber wieso eigentlich? Vielleicht hat das ja jemand von den anderen Leserinnen verstanden? Auch die Begründung, dass sie Angst vor Huntingdons Einfluss hatte, überzeugt mich nicht, denn dann hätte sie gerade Klartext mit Paul reden müssen, denn er hat Huntingdon ja vertraut. Sie hat sich viel zu sehr darauf verlassen, dass Paul ihre Botschaften versteht, und das passt nicht zu ihr.
    Und dann war Paul auch noch zu dämlich, um die Nachricht zu entschlüsseln. Er hat es ja nicht mal versucht, wie es aussieht. Die Botschaft mit den gelöschten Fotos hat er auch nicht kapiert. Hätte Clare das nicht wissen müssen? Sie kennt ihren Mann doch. Hat sie ihm da zu viel zugetraut oder ist er sonst nicht so blöd? Paul hat sich sowieso nicht mit Ruhm bekleckert. Statt Clare zu vertrauen, als er ihr Verschwinden bemerkt, ist er beleidigt und hetzt ihr einen dubiosen Typen hinterher. Eigentlich hätte ich aus Clares wiedererwachten Erinnerungen geschlossen, dass sie und Paul eine innige und vertrauensvolle Beziehung hatten, da passt das irgendwie nicht. Genauso wenig wie sein merkwürdiges Benehmen nach ihrer Rückkehr. Warum hat er ihr nicht einfach mal alles erklärt? Zeit hatten sie doch.
    Paul hat sich meiner Meinung nach die ganze Zeit wie ein Idiot benommen. Das fällt besonders auf, weil Clare als sehr intelligente, besonnene und clevere Frau dargestellt wird.


    Dass Huntingdon letztendlich davonkommt, stört mich dagegen nicht. Das halte ich für realistisch. Als Mann mit viel Geld und Einfluss macht er sich nun mal nicht selbst die Finger schmutzig und es ist schwer, ihm etwas nachzuweisen.


    Auch Bonnies Begabung finde ich gar nicht so unrealistisch. Die Gentechnik ist glaube ich schon weiter, als wir ahnen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade Fähigkeiten wie die von Bonnie möglich sind.



    Es ist die Aufgabe von uns Autoren, einen Schritt weiter zu denken und Szenarien zu entwerfen, die uns zum Nachdenken anregen und uns hinsehen lassen, was in der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik im oft verborgenen Kämmerlein und ohne ganzheitliche Sicht vorangetrieben wird.


    Ja, das sehe ich auch so. In diesem Buch wird ja auch deutlich, dass die Wissenschaftler die Auswirkungen nicht durchdacht haben und unverantwortlich gegenüber den Kindern gehandelt haben.


    Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen. Der Roman kann aber meiner Meinung nach auch gut für sich stehen. Das Ende hat mir gefallen. Trottel Paul und Clare und Bonnie vereint in Neuseeland, mit Pony. Über Bonnies weisen Spruch mit den Namensänderungen musste ich schmunzeln. Offenbar hat sie die schlimmen Erlebnisse relativ gut überstanden. Etwas schade fand ich, dass so schnell abgehandelt wurde, als sie Clares "falsche Erinnerung" entdeckt hat (dass ihr Vater Clare angeblich über Bord geworfen hat). Da ist mir ihre Reaktion zu schwach ausgefallen. Sie mag ja ihrem Alter voraus sein, aber da hätte ich doch mehr Gefühl erwartet und dass sie sich nicht so leicht von Clare beruhigen lässt.
    Jedenfalls fände ich es sehr spannend zu erfahren, wie es mit Bonnie weitergeht und was sie mit ihrer Fähigkeit noch vorhat.

    Lapidar: Lesetechnisch bin ich auch im Krimigenre unterwegs, aber schreibtechnisch habe ich mich noch nicht rangetraut.


    Das Konzept mit den Toren ist ja beliebt in der Fantasy. Gibt sogar eine Extrabezeichnung: Portal Fantasy. Sehr bekannt sind z.B. die Narnia-Romane. Welchen meinst du denn?



    Diesen beiden D’Altan traue ich übrigens nicht über den Weg. :)


    Ach! Die sind doch so nett und sympathisch ... ;)


    Sabsel: Du schreibst so schön ausführlich zu jedem Kapitel. Da kann ich die Ereignisse richtig gut noch mal durch deine Augen erleben.



    Warum gibt es nicht solche Tore auch bei uns?


    Das fänd ich auch sehr praktisch. Wohin hättest du denn gerne eins? Ein Tor nach Irland fänd ich toll!


    Ein Zehnttag umfasst übrigens zehn Tage. Diese Einteilung verwenden die Sankaner statt der Sieben-Tage-Woche.


    Alle Theorien, die mir in den Sinn kommen analysiert sie auch. Eine sehr taffe und intelligente Frau. Das macht mir an diesem Buch so großen Spaß. Sie ist nie dumm oder unvorsichtig, die Spannung entsteht nie daraus, dass sie etwas macht, was der Leser als gefährlich erachtet weil er mehr weiß als sie.


    Genau das finde ich auch richtig klasse. Bei manchen Romanen kann ich über das selten dämliche Verhalten der Heldin nur die Augen verdrehen, hier überhaupt nicht. Da denke ich immer, ja, da wäre ich garantiert auch drauf reingefallen. Nur alleine nach Florenz geflogen wäre ich wahrscheinlich nicht, da hätte ich Paul mitgenommen, und wenn auch nur, um ein Auge auf ihn zu haben.

    Es wird immer spannender. Und allmählich kommt Licht ins Dunkle. Endlich sind Bonnie und Clare wieder vereint.
    Rafael hat sich ja davor immer aufdringlicher verhalten. Beinahe so, als hätte er eine Affäre mit Clare gehabt. Ob er wohl genau diesen Eindruck bei ihr erwecken wollte? Zum Glück ist sie nicht darauf hereingefallen. Ihre "Gefühlserinnerung" an Paul war dann doch stärker. Trotz der falschen Erinnerung! Das finde ich ja mal so richtig fies. In den Erinnerungen eines Menschen herumzupfuschen ist einfach nur mies. Erschreckend, dass es funktioniert.
    Die Flucht war superspannend. Bis zuletzt dachte ich noch, dass Rafael sie noch einholt. Die vermeintliche Affäre mit der Anwältin hat sich dann auch in Luft aufgelöst. Die Erklärung kommt mir plausibel vor. Hoffentlich ist das zur Abwechslung mal jemand, dem sie trauen kann.


    Gaby: Genau, dieser Huntingdon wieder. So langsam bin ich mir fast sicher, dass er hinter allem steckt und vermutlich gemeinsame Sache mit der Therapeutin macht.


    Rhea: Die Sache mit dem Computer finde ich auch mysteriös. Den muss ja jemand manipuliert haben. War Rafael vielleicht in der Wohnung?