Beiträge von Delora

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    Hallo allerseits, ich bin auf die Leserunde gestoßen und hatte spontan Lust noch mit zu machen :).

    Bin deswegen heute nach der Arbeit noch losgelaufen um mir das Buch zu besorgen.


    Ich bin ja extrem erschlagen von der ganzen philosophischen Debatte hier im Thread!


    Zum Cover kann ich nur sagen es gefällt mir, dass der Astronaut auf dem bild nicht gemütlich schlendert, sondern schnelle Bewegung vermittelt wird, was ja auch zu dem rasanten auftakt im Prolog passt.

    Nur die Farbe gelb wirft bei mir auch Fragen auf - ich hätte jetzt mit dem Mond eher weiß, dem Mars Rot und der Erde blau verbunden. Aber so wie ich das aus den Vorkommentaren rauslese war das nicht eure Entscheidung als Autoren, oder?


    Die Geschichte von Charlotte hat mich sehr berührt und ich finde es extrem traurig, dass sie gestorben ist.

    Das Schiff muss ja von einem Insider manipuliert worden sein, denn so wie das aussah waren ja alle persönlichen Einstellungen von Charlotte gelöscht.


    Monetsane nutzt ganz klar Tandees persönliche Notlage aus um sie auf einen Posten zu setzen, auf dem er sie dann in der Hand hat.

    Der Androide wirkt auf mich irgendwie verstörend, beinahe als wäre er der Tonangebende, auch wenn es dafür keine direkten Hinweise gibt.


    Jak wirkt auf mich wie ein sehr sympathischer junger Kerl, der sein Leben genießt und offenbar ein Date hat. Ich bin gespannt wie diese drei im Prolog zusammenhängen!


    Am liebsten würde ich jetzt direkt weiterlesen, aber ich bin zu müde...

    Die Große Frage ist ja wenn Futuria tatsächlich alle unsterblich machen kann wird die Firma dann überhaupt noch eine nennenswerte Zahl an Gegnern haben?

    Wer würde denn nicht zumindest sehr ernsthaft drüber nachdenken so ein Angebot anzunehmen? Und Argumente gegen eine Firma zu finden, die den Hunger und sämtliche Krankheiten bekämpft ist irgendwo auch nicht so einfach.

    Borris scheint mir da am ehesten noch skeptisch zu sein. Auch wenn wir nicht wirklich wissen ob er gesund ist, oder? Er wird doch immer als sehr groß und hager, manchmal sogar als dürr beschrieben. Das könnte doch auch mit einer Krankheit zusammenhängen?

    Der Datenstick geht hauptsächlich auf die VR Investitionen von Futuria ein.

    Das eigene selbst in eine Künstliche Welt zu transferieren wäre auch eine Art der Unsterblichkeit. Noch dazu eine, bei der zumindest Ernährung und Lebensraum keine Rolle spielen würden.

    Borris scheint in Sophie verliebt zu sein, was vor allem in der Szene rauskommt als ihr Ex-Mann auftaucht.

    Der ist drogensüchtig und hat wohl auch nicht vor was dagegen zu unternehmen. Das er gerade zu einem Zeitupunkt wo sophie wichtige recherchen bezüglich Futuria unternimmt an ihren geänderten Code kommt ist ein seltsamer "Zufall".

    Schade finde ich, dass Sophie sich nur aus der Not heraus auf Borris einlassen möchte.

    Bemerkenswert fand ich auch den Papst, der mit allen typischen Kirchenkonventionen brechen möchte. Ob es wirklich nötig ist, dass Jossuls Leute ihn aus dem Weg schaffen? Der Vatikan hat es ja bisher auch selber recht gut hinbekommen unliebsame Päpste wieder los zu werden.

    Endlich betreten wir in Begleitung von Jossul Eden - eine Virtuelle Welt.

    Natürlich findet er das auch sündig und verdorben. Er versteht es nicht und kann nichts damit anfangen deswegen muss es schlecht sein.

    Dort fühlt Tokio sich offenbar so zu Hause, dass sie Jossul offenbart, dass sie eine Tochter hatte. Diese ist bei einer Behandlung von Futuria gestorben. Tokio hat also allen Grund Futuria zu hassen.

    Das der Vatikan eine Diözese in Eden gegründet hat finde ich ja bemerkenswert. Wenn das Leben sich auch dort abspielt macht es Sinn, dass auch der Glaube dort ein Teil des virtuellen Lebens ist.

    Dieser Edzel ist entweder ein Verräter, oder Futuria nutzt die Cherubim um unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen.

    Wenn dasjenige in der Firmenzentrale sitzt und dort eine KI am Werk ist glaube ich kaum dass die sich so leicht täuschen lässt. Ich tendiere daher eher zu letzterem.

    Das Bild von Pascale und seinem Tod, auf dem er "zufällig" weil das Tuch verrutscht ist zu erkennen ist, wird von Borris bzw. der InterMedia KI als Fälschung erkannt.

    Würde aber Sinn machen, wenn er selbst untertauchen wollte. Vielleicht hat er sein Aussehen ja so verändert, dass er nicht mehr zu erkennen ist und nun wieder ungestört sein Leben führen kann.

    Die Führung durch die Filiale von Futuria ist ja sehr ergibig für Borris und Sophia gelaufen.

    Ob die Erkenntniss, dass sich Huwylers Gesicht seit 10 Jahren nicht verändert hat wirklich darauf hindeutet, dass er bereits unsterblich ist?

    Er macht ja als erster Mitarbeiter Sophia gegenüber eine direkte Angabe was die Unsterblichkeit angeht. Sie müsste auf jeden Fall nicht mehr an Altersschwäche sterben.

    Wenn er sowas weiß muss er ein höheres Tier sein, als ein einfacher Zweigstellenleiter, oder?

    An den Genen von Pflanzen und Tieren spielen wir ja schon lange rum, nur die Methode hat sich geändert. Pflanzen wurden und werden gekreuzt um eine Eigenschaft zu verstärken. Bei Tieren genauso, da dürfen sich auch nur die fortpflanzen, die uns möglichst nützlich sind.

    Mit der Crisper/Cas nimmt man nur genauer Einfluss.

    Im Prinzip sind die Gene unserer Nutz- und Haustiere alle von uns verändert worden.


    Ich als chronisch kranker Mensch würde es glaube ich genau wie Sophie sehr begrüßen, wenn mir eine Firma helfen könnte, weil es mein Leben erst einmal verbessern würde. Über die Folgen macht man sich glaube ich erst dann wirklich Gedanken wenn es zu spät ist.

    Sophie kann es sich ja eigentlich überhaupt nicht leisten, sich mit Futuria zu verkrachen sonst müsste sie ja sterben.


    Ich denke tatsächlich dass der Firmengründer sich einfach zurückgezogen hat. Er ist ja schließlich auch in Gefahr wegen Jossuls Leuten.


    Was mich bei solchen Fanatikern ja immer ärgert ist, dass sie für alle eine Entscheidung treffen wollen, weil sie meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

    Wenn Jossul gegen die Gengeschichte ist und solche Behandlungen nicht in Anspruch nehmen will, dann soll er es halt einfach lassen. Das reicht ihm aber nicht er will gleich eine Entscheidung für die Gesamte Menschheit treffen und das macht mich irgendwie sauer.

    Er kann ja versuchen die Öffentlichkeit zu informieren, so dass jeder für sich einen Entschluss fassen kann.


    So ich glaub ich muss jetzt weiter lesen :):lesen:

    Hallo an alle!


    Ich habe mich heute direkt auf den ersten Abschnitt gestürzt.


    Ich fange aber mal mit dem Cover an, das ich absolut toll finde. Für mich sieht es so aus als würde Licht/Leben durch eine Art Gitter geordnet, oder aber hindurchscheinen. Ein tolles Cover das mich auf jeden Fall zum nachdenken anregt.


    Im ersten Abschnitt begleiten wir ja das Nachrichtenteam Sophie und Borris.

    Die beiden wirken erst mal sehr sympathisch, wenn auch Sophie ein bisschen parteiisch ist was Futuria angeht. Was ich aber verstehen kann, da sie ohne diese Firma nicht mehr am Leben wäre. Borris ist für mich momentan weniger durchschaubar, er will die Wahrheit ans Tageslicht bringen, koste es was es wolle.


    Das Pascale den Tod besiegen will, damit niemand mehr seine Liebsten sterben sehen muss kann ich irgendwie nachvollziehen. Es ist schwer jemanden gehen zu lassen, den man gern hat, auch wenn es der Wunsch desjenigen ist. Ob er tatsächlich erfolgreich war?


    Diese Cherubim unter der Herrschaft von diesem Jossul finde ich eher suspekt. Auf den ersten Blick wirken sie wie jede fanatische Gruppe, die ihren Glauben verbreiten will. Die Anschläge verstärken den schlechten Eindruck nur, den ich von der Gruppe habe.

    Jossul hat meiner Meinung nach eine ganz schöne Schraube locker, wenn er den Glauben vorschiebt und Mord damit zu rechtfertigt. Ein Fanatiker, der gefährlich und unbelehrbar ist.


    Wer mich aber wirklich neugierig gemacht hat ist Casper, Sophies Besuch im Zugabteil. Er scheint eine Menge zu wissen. Wieso hilft er den beiden, was hat er davon?

    Ist er möglicherweise einer der Unsterblichen, die angeblich schon existieren? Oder vielleicht ein Aussteiger von Futuria, der ein Interesse daran hat den Konzern zu stürzen?


    Ich kann es kaum erwarten Morgen weiter zu lesen :)

    Mir ist bei der ganzen Sache direkt wieder die Geschichte eines Volkes in Babylon 5 eingefallen.

    Die waren recht fortschrittlich und haben ihre DNA auch über sehr lange Zeit manipuliert und sich dabei versehentlich selbst sterilisiert. Sie Klonen sich jetzt nur noch, also die Körper und transferieren das Gedächtnis in den neuen Körper.

    Wir können halt nicht wirklich einschätzen was das für langzeit Folgen haben wird und wie diese uns beeinflussen werden.


    Die chinesische Regierung lässt tatsächlich öfter mal Leute verschwinden. Wobei es in diesem Fall auch möglich wäre, dass er selbst wegen dem ganzen negativen Feedback untergetaucht ist.

    Nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, hätte die Regierung doch mehr davon ihn vor Gericht zu stellen, als ihn sang und klanglos verschwinden zu lassen, oder?

    Gekauft und herunter geladen. Es kann losgehen!

    Ich lese gerade zur Einstimmung „Das Erwachen“, es gefällt mir sehr gut. Ich vergesse beim Lesen immer wieder, dass es sich dabei um die nahe Zukunft handelt. Richtig beängstigend!

    Das Erwachen habe ich auch gelesen und fand es klasse :).

    Und ja es ist beängstigend auf jeden Fall! Wer weiss wie weit die aktuellen KIs tatsächlich schon sind, die Firmen halten sowas ja total unter Verschluss damit ihnen keiner Ihre Ideen klauen kann.

    Puh, das ist ganz schön beängstigend. Der spielt da mit Genen rum als wären es Bauklötze obwohl er die Folgen für die Kinder überhaupt nicht abschätzen kann.

    Die Begründung von ihm finde ich ja schon fast unverschämt! "Wenn ich es nicht mache, dann macht es halt wer anders."


    Jetzt bin ich erst recht gespannt was du lieber Andreas aus dem Thema gemacht hast :)

    Ich finde es ja auch immer spannend sich direkt mit dem Autor austauschen zu können.


    Wenn du ein Buch schreibst denkst du darüber nach wie die Leser an welcher Stelle reagieren könnten und was sie beim Lesen denken?

    Was hat es in dir ausgelöst unsere Reaktionen hier mitzulesen?

    Was für mich von diesem Thriller bleibt? Das Wissen, dass zahlreiche Kinder Opfer von Menschenhandel werden und als Sklaven versteckt "leben". Das war mir vorher nicht so bewusst. Ein erschreckender und ernüchternder Gedanke in meiner heilen Welt.

    Geht mir da genauso wie dir!


    Bieganski finde ich auch einen sehr spannenden Charakter, was er erlebt hat im Krieg und danach wüsste ich auch gerne.


    Ich hoffe ja eher das es Bordasch an den Kragen geht!! :teufel:

    Vielen vielen Dank für die tolle und interessante Leserunde! Und an Nora für das Augen öffnen für ein hoch aktuelles Thema.

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    Nora Luttmers Dunkelkinder ist ein rasant geschriebener Thriller.

    Mia Paulsen ist Kommissarin, die in Hamburg in Sachen Mord ermittelt. Sie ist erst kürzlich wieder nach Hamburg gezogen, weil sie in einem anderen Fall nicht verhindern konnte das ein Mädchen getötet wird.

    In Hamburg ist dann ihr erster Fall allerdings auch wieder der Mord an einem Kind. Ein asiatischer Junge, der nicht identifiziert werden kann.


    Die Ereignisse nehmen ziemlich schnell fahrt auf und das Buch ist an keiner Stelle langatmig oder langweilig.

    Das Thema ist hochaktuell und von der Autorin genau recherchiert worden.

    Die Geschichte wird aus der Sicht hauptsächlich vier verschiedenen Protagonisten erzählt. Ich geh da gar nicht näher drauf ein, weil das Buch mit seinen 312 Seiten nicht sehr lange ist und ich nichts vorwegnehmen will. Durch die ständigen Perspektivwechsel lernen wir die verschiedenen Personen kennen und auch ihre Sicht der Dinge das hat mir richtig gut gefallen. Allerdings bleibt alles recht oberflächlich, sowohl die Protagonisten als auch ihre Motive sind für mich nicht immer nachvollziehbar.

    Es bleiben am Ende des Buches für mich auch noch Fragen offen die Charaktere betreffend.


    Eine Empfehlung kann ich aussprechen für alle, die eine schnelle unkomplizierte und spannende Lektüre suchen.


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    Mit dem Blick darauf das es realistisch bleiben soll finde ich das Ende auch passend. Auch wenn ich es genauso sehe wie buchregal123, das ich es schon gerne sehe, wenn die Schuldigen erwischt werden. Überrascht hat mich denn auch tatsächlich nur die Tatsache das Lien und Hung davon kommen.
    Der Showdown im Bunker zeigt mal wieder wie sehr Sam unter Angst und Zwang handelt. Er denkt gar nicht daran das es vielleicht auch eine andere Lösung geben könnte.


    Durch Dunkelkinder bin ich überhaupt erst aufmerksam geworden, ich hätte nicht gedacht das Menschenhandel so nah bei uns ein Thema ist.

    Allerdings bleiben für mich doch viele Fragen offen. Warum genau hat Bordasch die Leitung in einer Dienststelle bekommen obwohl er vor Gericht gestellt wurde. Es muss ja dann auch einen begründeten Verdacht gegeben haben sonst hätte keine Verhandlung stattgefunden. Und auf sowas haben sich doch dann bestimmt auch die Medien gestürzt, also ist es für mich eher unwahrscheinlich das jemand wie Bordasch danach eine Leitende Position bekommt. Auch sein Handeln ist für mich nicht nachvollziehbar. Er hat sich eigentlich erst mal total korrekt zu verhalten und sich zu Beweisen nach so einer Pleite, wie der den eigenen Partner erschossen zu haben. Ich finde eine Ex zu drangsalieren, weil sie ihn verlassen hat ist kein Grund um seinen Job aufs Spiel zu setzen indem er sich so verhält. Warum die Kollegen ihn dennoch für Kompetent halten ist mir auch ein Rätsel, nichts von dem was er tut ist Schlüssig oder Vertrauens erweckend.

    Das Mia nicht immer logisch handelt liegt wahrscheinlich daran das sie einfach eine Posttraumatische Belastungsstörung hat nachdem was sie erlebt hat.

    Luka, seine Mutter, Hung und Lien bleiben für mich dagegen recht blass, warum tun sie das was sie tun, wie sind sie zu so kaltblütigen Menschen geworden?

    Der Tscheche ist wohl psychisch schwer krank und deswegen in die ganze Szene reingerutscht, er genießt was er macht und denkt gar nicht an die Folgen, die das evtl. haben könnte.


    Immerhin, Sam lebt. Da gab es auch schon andere Ideen - aber die habe ich nicht übers Herz gebracht.

    Zum Glück, dann wäre ich traurig gewesen. Gute Entscheidung von dir, dass du es so beenden lassen hast:daumen:

    Er lebt und steht auch wenn er wieder nach Hause kommt unter Beobachtung, da bleibt mir nur ihm zu wünschen das er nie wieder mit Menschenhändlern zu tun bekommt!