Beiträge von Hirilvorgul

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    Das ist typisch Kapitalistisch. Es gruselt mich , wenn ich das lese, nicht wegen des Aufgehens im Computer, sondern weil scheinbar auch hochentwickelte Gesellschaften immernoch die Arbeit versklaven und immernoch den Wert eines Wesens danach berechnen, was es leisten kann. Gruslig und sehr pessimistisch.

    Aber zumindest aus unserer heutigen Perspektive leider ziemlich realistisch.

    Wenn man so was noch hat! Viele Kinder haben das nicht mehr, weil sie gleich so viele Kuscheltiere bekommen, dass die noch nicht mal alle einen Namen haben.

    Aber unter den vielen, die es von allen Seiten hagelte, gab es doch DAS eine, das immer dabei sein musste und durch nichts ersetzt werden konnte :).

    Schließlich ist immer eine "Instanz" da, die demütig sein läßt - das Leben! Ich brauche nur dieser Tage raus zu gehen und den Duft des Frühlings zu atmen und es macht mich demütig vor der Größe und Schönheit des Lebens.

    Ja, da hast du recht. Ich habe es gerade heute wieder erlebt: ich stand 200 Meter oberhalb der Saarschleife bei Mettlach und war einfach sprachlos über so viel Schönheit der Natur. Das sind die Momente, in denen alles andere ganz weit in den Hintergrund rückt.

    Wie mag Aneste das empfinden? Immerhin kennt sie die Größe des Weltraums, aber sie nimmt ihn sicher als Zahl war und nicht optisch in seiner riesigen Dimension, die uns zu kleinen Staubkörnern macht.

    Aneste hat ja auch nichts anderes kennengelernt. Sie ist auf dem Raumschiff geboren und aufgewachsen und ich denke, dass die Menschen im Schwarm eine komplett andere Sicht auf die Dinge des Lebens haben, wie wir.

    Diese Einstellung ist typisch für die sehr leistungsbezogenen Menschen, die ich kennengelernt habe. Sie erwarten vollen Einsatz und können Jammerei nicht ausstehen. Aber damit jemand volle Leistung bringt, muss er das Betätigungsfeld wählen können, für das er optimal geeignet ist.

    Damit haben sie ja recht und es wäre schön, wenn das auch in unserer Gesellschaft mal ankäme - insbesondere bei vielen Arbeitgebern. Da wird oft so viel Potential verschleudert, weil man einfach nicht wahrhaben will, dass Menschen sich entwickeln, verändern und somit irgendwann auch andere Aufgaben übernehmen können/sollten/müssten.

    Ziel erreicht. :freu:

    Und ich freue mich, wenn ich merke, dass ich ein Buch so verstanden habe, wie der Autor es gemeint hat. ;)

    Sobald klar war, dass es einen Nachfolger zu "Feuer der Leere" geben wird, war klar, dass ich den lesen muss. Und sobald klar war, dass es hier eine Leserunde mit Robert Corvus dazu geben wird, war klar, dass ich daran teilnehmen muss. Schon beim ersten Buch hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, mit euch und Robert meine Gedanken auszutauschen, auf neue Ideen gebracht zu werden und zu erleben, wie verschieden wir die Charaktere und ihre Handlungsweisen wahrnehmen.

    Und es war wieder das erhoffte Vergnügen. Es ist erstaunlich, wie die ein oder andere Frage von Mitleser oder Autor einen auf völlig neue Ideen bringen, Gedanken in Gang setzen, die man sonst vielleicht gar nicht gehabt hätte und das Leseerlebnis noch viel größer machen.
    Ich habe mich mit Fragen beschäftigt, die sonst eher irgendwo im Verborgenen herum dümpeln, weil man sich im Alltag ja mit so viel Kleinkram beschäftigen muss, dass die wichtigen Fragen der Menschheit nicht zum Zuge kommen. Ich habe nicht auf alle diese Fragen eine Antwort gefunden, aber ich bin diesen Antworten dank euch allen ein gutes Stück näher gekommen. Es war wieder großartig mit euch.:daumen:

    Es gibt viele Bücher, die einen gut unterhalten, aber es gibt nicht so viele, mit denen man sich auch über das Lesen hinaus beschäftigt. Und es gibt einige seltene Exemplare, die die Sicht auf Dinge ändern können oder den eigenen Horizont entscheidend erweitern. "Das Imago-Projekt" ist für mich ein solches Buch. Danke Robert Corvus , für diesen Tripp über das Vorstellbare hinaus. Es war eine große Freude, dieses Buch mit dir gemeinsam erlesen und erleben zu dürfen. Und ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich mich großzügig deiner Formulierung von den "Grenzen des Vorstellbaren" bedient habe. Mir ist einfach keine andere passende dafür eingefallen.


    Meine Rezension poste ich hier nicht - ich hoffe das ist trotzdem okay. Ich habe sie wie all meine Rezensionen zuerst auf BücherTreff.de veröffentlicht.

    Außerdem auf

    amazon.de

    thalia.de

    piper.de (noch nicht veröffentlicht)

    weltbild.de


    Und dann möchte ich noch zeigen, wie Bücher am Ende einer Leserunde bei mir aussehen ;)

    Nun ist die Reise also zu Ende - also für uns Leser, denn für den Schwarm geht sie ja weiter. Und wenn es helfen würde, würde ich mal eben 100 Exemplare vom Imago-Projekt kaufen, damit die Verkaufszahlen hochgehen und Robert uns die Geschichte weiter erzählen kann.

    Nach dem wir die ganze Zeit so mitgefiebert haben, kam der Schluss dann irgendwie zu schnell. Sehr gern hätte ich erlebt, wie Kara mit den Militärs der PAYARA verhandelt. Ich habe ihren Argumenten sehr gern gelauscht und es hätte mich interessiert, mit welchen Worten sie die harten Kämpfer überzeugt hat.

    Ich hätte gern noch mehr von der Roten Familie nach dem Ende der Entführung gehört. Welche Konsequenzen ziehen sie. Wie geht es der Squid gesundheitlich?

    Ja, die sind mir auch ein wenig zu kurz gekommen am Ende. Vor allem ist mir Rila irgendwann komplett abhanden gekommen. Oder hab ich da wieder irgendwas überlesen?

    Ich hatte die ganze Zeit damit gerechnet, dass Aneste von sich ein Imago erstellen lassen würde, um einer Todes- oder Gefängnisstrafe zu entgehen. Aber es ist Xeramel, die gehen möchte, die Sehnsucht danach hat, wieder ein Gegenstück innerhalb der Sphäre zu haben. Und ermöglich Idea damit, als Mensch zu "leben."

    Xeramels Sehnsucht ist so gut nachzuvollziehen. Vor allem, da wir ja miterlebt haben, wie sie durch den Kontakt zur Sphäre ins Leben zurückgekehrt ist. Und für Aneste geht eigentlich auch ihr Wunsch in Erfüllung: an Bord der ESOX in Verbindung zu ihren Computersystemen bleiben und sogar noch forschen dürfen - das muss für sie doch wirklich die Erfüllung sein. Diese beiden Wege gefallen mir sehr gut, weil sie so sehr meinem Harmoniebedürfnis entsprechen.:lachen:

    Im Gegenzug bietet die ESOX einigen Inferioren eine neue Heimstatt. Damit und die Aussicht, dass die ESOX bald ihre Freiheit zurückbekommt, haben auch das Großraumschiff und seine Bewohner gewonnen - und sie bleiben weiterhin dem Schwarm erhalten.

    Auch dies gefällt mir sehr gut. Ich denke, der Schwarm hätte einen großen Verlust erlitten, wenn er ohne die ESOX weitergereist wäre. Die Superhirne würden fehlen...

    Kara zieht ihre Ziele bis zum Schluss durch - und hat Erfolg damit! Selbst die PAYARA geht auf ihre Vorschläge ein. Tervoil mag zwar mit den Zähnen knirschen, aber ich denke, er hat Respekt vor Kara, weil sie ihr Ding tatsächlich von Anfang bis Ende durchgezogen hat

    Ja, das denke ich auch. Besonders überrascht hat mich Tervoils Einwurf am Ende, dass jeder wählen dürfen soll, auf welchem Schiff er künftig leben möchte. Da sind ein paar Gedanken angestoßen worden, die sogar ihm selbst völlig neu sein dürften. ;)

    Die Generalamnesie hat mich noch am meisten überrascht. Ich muss gestehen, ich bin diesbezüglich ein wenig zwiegespalten, gerade was Aneste angeht, weil ihr Hass so viele Opfer gefordert hat. Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass Karas Worte sie zum Nachdenken bringen und ihr Hass durch die großzügige Geste des Schwarms deutlich abnimmt, immerhin ist ihrem Hass so ziemlich die Grundlage entzogen.

    Ich finde, sie ist die einzige vernünftige Lösung. Wenn man davon ausgeht, dass die Sphäre den Schwarm auch hätte vernichten können, dann haben wir es hier mit einem kompletten Neustart zu tun. Und dazu gehört es auch, alte Feindschaften zu begraben. Die Menschen bekommen eine neue Chance (von zweiter will ich nicht reden, da sie ja schon Jahrtausende unterwegs sind und somit bestimmt schon die ein oder andere bekommen haben) und ich habe das Gefühl, dass sie sie gut nutzen.

    Allerdings gibt es für Berglen und Kara kein Happy End - erstmal jedenfalls. Der verliebte Berglen mit Blümchen fand ich irgendwie süß :totlach: Sie zieht es tatsächlich durch, sich für das Alleinesein zu entscheiden, auch wenn es wehtut. Und weiß, dass ihr Weg weiterhin im diplomatischen Kampf für den Frieden liegt. Das finde ich sehr gut, dass sie weiterhin auf diesem Weg bleiben will, sie hat dafür wirklich Talent.

    Ja, die Szene war witzig, wenn auch nicht für den armen Berglen. Und er ist ja nicht verloren für Kara oder sie nicht für ihn - man kann ja auch mal das Schiff wechseln ;) Ich glaube, es war für den Schluss des Buches und die weitere Entwicklung Karas, die wir Leser im Kopf haben sollen, einfach wichtig, dass sie jetzt nicht sofort in alte Muster verfällt und sich Berglen hingibt. Und es passt auch einfach in den Rahmen der letzten Ereignisse, dass Kara ganz bei sich sein muss, um ihre Aufgabe zu erfüllen - mit klarem Verstand und offenem Herzen.

    Dass daraus eine durchgängige Handlung mit Iljow und Saundra als Protagonisten wurde, hat sich nach einigem Rumprobieren ergeben. Ich fand es schön, auch da Figuren zu haben, die einen an der Hand nehmen und durch das Geschehen führen - abgeholt bei einem relativ normalen, der Erfahrungswelt der Leserschaft ähnlichen Setting im ersten Speicherbild bis hin zur Grenze meiner Vorstellungskraft, was künstliche Intelligenzen angeht.

    Das ist dir ganz hervorragend gelungen, weil es dem Leser (zumindest mir) die Entwicklung der Imagos doch deutlich gemacht hat. Anfangs hatte ich da einige Verständnisprobleme, aber je weiter die Handlung in den Speicherbildern fortgeschritten ist, desto mehr konnte ich auch ihre Welt erfassen. Am erstaunlichsten hierbei war für mich eigentlich die Erkenntnis, dass auch bei einer so unglaublich hoch entwickelten KI der Kampf um Ressourcen irgendwie den Alltag beherrscht. Das alte Problem der Menschheit wird wohl immer das Hauptproblem bleiben, denn offensichtlich sind auch in einem unendlichen Universum nicht unendlich viele Ressourcen verfügbar bzw. erreichbar.

    Wie gefallen Euch die Imagos? Sie sind ja sehr anders als die Programme, die in Filmen wie "Matrix" agieren, und auch ihre Welt ist etwas völlig anderes als eine Kopie unserer gewohnten Lebenswirklichkeit. Und die Frage aller Fragen: Sind sie für Euch Menschen? Stehen ihnen Menschenrechte zu?

    Ich war lange Zeit zu sehr von dem Matrix-Bild in meinem Kopf abgelenkt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich davon lösen konnte. Ich glaube, der Moment war gekommen, als Iljow darüber nachdenkt, dass er mit den aktuellen Imagos nicht mithalten kann und Sorge hat, abgeschoben und abgeschaltet zu werden. Da wurde mir klar, dass es eben nicht von einem Zentralhirn gesteuerte Existenzen sind, sondern dass sie immer noch eigenständig sind, wenn auch sehr integrierter Teil eines Großen Ganzen. Sind sie Menschen? Diese Frage kann ich auch nach so vielen Diskussionen hier immer noch nicht beantworten, weil ich immer noch keine Antwort darauf gefunden habe, was "Menschsein" ausmacht. Wir werden neue Begriffe finden müssen. Ein Recht, dass dem Menschenrecht entspricht, steht ihnen aber ganz klar zu. Abschalten wegen Ineffizienz ist keine Option in meinen Augen.


    Puh... das waren mal die ersten Anmerkungen von mir. Wenn alles noch ein bisschen gesackt ist, melde ich mich dann auch mit meinem Fazit und eine Rezi wird es natürlich auch von mir geben.

    Dazu habe ich mal eine witzige, aber durchaus plausible Theorie gehört: Wir sind die Nachkommen der Feiglinge! ^^ Die meisten Spinnen sind harmlos, aber ein paar sind eben ziemlich giftig. Diejenigen unserer Vorfahren, die Angst vor Spinnen hatten, sind sofort weggerannt, sobald etwas 8 Beine haben. Deswegen wurden sie nie von Spinnen gebissen, insbesondere nicht von den giftigen, und konnten ihre Gene weitergeben. Die etwas relaxteren unter unseren Vorfahren hatten keine Angst vor Spinnen, wurden ab und zu gebissen, und früher oder später war dann auch mal eine giftige dabei und sie sind gestorben, bevor sie ihr Angst-Gen-freies Erbgut hätten weitergeben können.

    Klingt pausibel. :lachen: Dann hab ich aber die Gene eines der wenigen überlebenden Relaxten bekommen, denn ich habe überhaupt kein Problem mit den Krabbeltierchen.

    Ich hab nach dem ersten Abschnitt erstmal eine Pause einlegen müssen, weil ich so geplättet war, von dem, was Zegato da erlebt hat. Diese Faszination für die Kunstwerke, die tiefe Sehnsucht, all das zu begreifen, das Erkennen, das er nicht mal ansatzweise dazu in der Lage ist (wie bitte schön kann man sich 12 Dimensionen vorstellen, geschweige denn 25 ausdenken???) und auf der anderen Seite sein Pflichtgefühl, das ihn immer wieder zurückholt (schön, dass ein Arzt auch in der fernen Zukunft noch an seinen Eid gebunden ist :daumen:), der überwältigende Moment, als er kurz in die Suche nach der Weltformel eintauchen darf und dann der Überlebensinstinkt, der sich durchsetzt und ihn uns zurückbringt - diese Szene hat mich zutiefst berührt :anbet:und ich muss die erstmal sacken lassen. Deshalb auch hier noch keine Kommentare zu euren Eindrücken - ich musste das erstmal kurz loswerden.

    Manche bringen ihm viele Ressourcen, werden ihn aber praktisch komplett auslasten, sodass er kaum Rechenkapazität (= Denkkapazität) für seine eigenen Interessen behält. So wie auch wir zwischen Arbeit und Freizeit abwägen.

    ...und uns oft für die Arbeit entscheiden müssen, damit wir Geld verdienen, um leben und die Freizeit finanzieren zu können. So läuft das hier mit den Ressourcen doch auch. Sobald die Leistung nachlässt, werden auch weniger Ressourcen zugeteilt, damit lässt die Leistung nach, damit gibt es weniger.... eine Spirale eben. Da wird man mit "Verschwendung" von Kapazitäten an freies Denken wohl auch sehr sparsam umgehen müssen.

    Ein kurzes, aber wieder sehr intensives Kapitel. Alle Mann an Bord der SQUID - das ist schon spannend.

    Die Rote Familie scheint nicht so geeint zu sein wie man bisher dachte. Ich weiss nicht ob Rila eifersüchtig, frustriert oder sonst was ist, aber es scheint da einen Rift zu geben. Und meine Vermutung von letztens scheint sich zu bestätigen in dem Satz "in Ugron wächst ein Kind des Rotraums". Die Bitterkeit dabei hat mich ehrlich überrrascht, weswegen ich sie auch nur bedingt einordnen kann. Erst hier ist mir dabei aufgefallen, das wir in Szenen mit der Roten Familie bisher meist nur einen von beiden gesehen/gehört haben.

    Ja, die treten nicht gemeinsam auf. Entweder Rila mit Kind oder Urgôn allein. Da scheint die Vater-Kind-Bindung nicht so groß zu sein. Ich bin nur noch nicht so ganz im Klaren, warum das so ist. Differenzen, was das weitere Vorgehen der SQUID betrifft oder über die Rolle, die die Familie dabei zu spielen hat? Oder beschränkt sich die Veränderung von Rila und Urgôn nicht nur auf das Körperliche, sondern auch auf den Geist und sie werden dadurch immer mehr Teil des Schiffs und die Beziehung tritt dadurch in den Hintergrund?

    Allerdings kann ich auch ihre letzte Reaktion nicht ganz einschätzen. Möchte sie weinen ob der Chance, ist es Sehnsucht oder tatsächlich Trauer ob des Verständnisses der Aufgabe des Körpers.

    Ich glaube, es war der Moment des Begreifens, dass sie selbst nie die Vollkommenheit erreichen kann, die sie sich erträumt hat, weil die Menschen des Schwarms gefühlte Jahrmillionen in der Entwicklung hinter der Sphäre zurück sind. Ich glaube, in dem Moment fällt (zumindest temporär) aller Hass und Zorn von ihr ab und sie ist einfach nur erschöpft. Und dann kann sie nicht mal mehr weinen. Ich finde, das ist wieder so eine ganz schrecklich traurige Szene.

    Ausserdem hätte ich vermutet das Iljow jetzt in den äußeren Sphären irgendwas anderes machen würde. Aber er scheint sich ja doch wieder zu einem produktiven Imago hochgearbeitet zu haben.

    Allerdings hält sich die Produktivität sehr in Grenzen. In dieser Szene ist er Aneste in der eben beschriebenen Szene unheimlich ähnlich. Er muss plötzlich einsehen, dass er den Zustand, den er immer angestrebt hat, einfach nicht erreichen kann und sich in sein Schicksal fügen muss, indem er ein anderes, niedriger gestecktes Ziel findet, dem er zustreben kann. Und dieses Gefühl der Enttäuschung ist für mich ein zutiefst menschliches.

    Und wenn ich das richtig verstanden habe stand die Entscheidung an die restlichen Menschen zwangsweise hochzuladen, und er hat sich für sie und ein/das Refugium eingesetzt. Sehr spannend.

    Ja, das habe ich auch so verstanden. Ich glaube, da hat er sein neues Ziel gefunden.

    Welchem Umstand mag diese Bitterkeit gelten? Ist sie enttäuscht von Ugrôn - oder sorgt sie sich um ihn?

    Weder noch. Ich glaube sie ist enttäuscht, weil dieses echte Kind des Rotraums nicht in ihr wächst. Sie ist eifersüchtig und sie sorgt sich um Amidas Zukunft. Er nahm ja eine ganz besondere Stellung ein, die er aber verlieren könnte, wenn das Rotraum-Kind da ist. (ich schäue mich gerade irgendwie "geboren" zu schreiben, weil ich mir eine landläufige Geburt hier gar nicht vorstellen kann. Ich habe gerade eher die Vorstellung, dass das Kind aus Urgôn heraus wächst. Und dabei könnte es Urgôn natürlich auch zertören... Also vielleicht doch auch Sorge um Urgôn?

    Amüsiert hat mich hier, dass jetzt Berglen und Zigato um Kara buhlen. Ich bin gespannt, ob und wer sie erobert. Aber vielleicht überleben ja auch bis zum Ende nicht alle Charaktere :teufel:

    Dreiecksbeziehung auflösen? Zu kompliziert...:explodier::err:

    Berglen tut mir hier ein wenig leid, dass er die Qualen der SQUID so ertragen muss. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Urgron so direkt mit der Mutter verbunden ist. Leidet er denn auch?

    Das war eine krasse Szene. Ich habe echt mit gelitten. Urgôn ist eine andere Hausnummer, glaube ich. Er ist robuster, er ist auf ganz andere Art mit der Mutter verbunden. Und ich könnte mir vorstellen, dass die "fremden" Schmerzen, die Berglen ja aufgezwungen werden, sich ganz anders anfühlen, als eigene, deren Ursache man orten kann (und da Urgôn ja ein Teil der Mutter ist, sind es für ihn ja eigene). Wenn ich ein gebrochenes Bein habe und jemand tritt dagegen, dann rechne ich mit dem Schmerz. Es tut zwar immer noch weh, aber ich weiß, wo und warum. Berglen bekommt die Schmerzen einfach so in den Kopf gepflanzt und hat keine Chance, sich darauf einzustellen oder sich zu wehren.

    Nicht, dass er bzw. eine Version von ihm Idea ist...???

    Spannender Ansatz :daumen: Zumindest könnte er an ihrer Entwicklung mitgewirkt haben.

    Zegato ist mal eben abgemeldet, der schwelgt ja immer noch in erotischen Träumen bzgl. Kara. Ich glaube nicht, dass Kara sich nochmal mit ihm einlassen wird. Das Ding ist gelaufen.

    Das ist wieder typisch Kara: Zegato hat sie verraten und Punkt. Sie lässt ihn nicht zu Wort kommen und der arme Kerl wird abserviert, ohne eine Chance zu bekommen. Naja, so ist es halt. Und eigentlich würde ich ja auch lieber Berglen und Kara zusammen sehen.;)

    Spannend fand ich aber, dass für Korol es außer Frage steht, dass die Menschheit zu erhalten ist. Sind die Programm der inneren Schalen auch dieser Meinung oder haben sie sich bereits so weit vom Menschsein entfernt, dass sie keine "sentimentalen Gefühle" mehr für ihre Schöpfer haben und dann eben doch irgendwann der Meinung sind, dass der Mensch ihnen nun nichts mehr nützt und überflüssig ist?

    DAS ist eine sehr gute Frage. Es trifft meine größte Befürchtung und ich habe noch keine Idee, was dann geschehen würde oder ob es sich irgendwie verhindern lässt.

    Erstens die Suche nach der Weltformel, die wir schon aus Goethes Faust kennen: "Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält?"

    Schon wieder Goethe :)

    Es muss auch irgendso eine gewaltige Aufgabe sein, bei der die Programme hoffentlich niemals aufhören können, zu rechnen, denn sonst würde ihre Daseinsberechtigung wegfallen.

    Oder sie müssen sich eine neue berechnen :totlach:

    Sie hat weder Achtung vor ihr noch vor ihm.

    Genau genommen, hat sie vor nichts und niemandem mehr Achtung. Sie ist so gefangen in ihrem Schmerz und ihrem Hass, dass für sie eigentlich nur noch zählt, was sie will. Koste es, was es wolle.

    Was mir besonders gefällt, es wird im Roman nicht so getan, als sei klar, was gut und was schlecht sein wird. Bisher jedenfalls. Es gibt verschiedene Wege in die Zukunft und jeder kann sich selbst sein Urteil bilden.

    Was wir hier ja auch ausgiebig tun.:klatschen: Ich liebe diese Leserunden, denn ohne sie wäre das Leseerlebnis nur halb so schön. Wie viele Ideen würden mir entgehen, wieviele Gedanken würde ich mir selbst nicht machen, weil ich ja niemandem erklären müsste, wie ich bestimmte Szenen empfunden habe und warum. Ich habe schon an vielen Leserunden teilgenommen, aber so intensiv wie die beiden hier mit Robert Corvus war noch keine. Aber das nur mal so am Rande;)

    Weil wir ein schlechtes Schulsystem haben. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass man den Kindern Grundlagen beibringen sollte und das Denken.

    Meine Frage war wirklich nicht ernst gemeint. Und Denken oder auch Lernen lernen - das wäre mal wirklich wichtig.

    Schade, ich hätte mir die Neuauflage gern angetan, zumal mein Erstlese-Erlebnis mit den Schattenherren (und somit auch Robert Corvus) schon ein paar Jährchen zurück liegt. Aber leider bin ich nicht amazon-kompatibel.:(

    Ich eigentlich auch nicht und die neuen Formate kann man wohl nicht umwandeln.

    Ich behelfe mich hier mit meinen Table und der Kindle-App. Das funktioniert eigentlich ganz gut.

    Ich müsste dann am Laptop lesen und dazu fehlt mir nach 8 oder mehr Stunden Bildschirmarbeit im Büro einfach die Motivation.

    Arlohns Suchtrupp hat also etwas gefunden und führt die Gruppe auch dorthin, während Xeramel noch abwesend agiert.

    Stimmt, jetzt wo du es sagst... das kommt vom schnellen hinterher lesen. ;) Nein, im Ernst: Xeramel hat den Trupp ja schließlich ins Refugium geführt und somit war für mich alles, was danach folgte so geplant - auch das Auffinden des Schläfers durch den Teil der Truppe, die sich nicht bei ihr aufgehalten hat. Da habe ich ihr wohl zuviel Einfluss (oder Auftrag von der Sphäre) zugestanden.

    Und im Speicherbild stellt sich wohl spätestens jetzt die Frage: Ist Iljow noch ein Mensch? Wenn das so ist, dann hat er Menschenrechte - das Streben nach Glück, "körperliche" Unversehrtheit ... es wäre ein Verbrechen, den Computer abzuschalten, in dem er "lebt". Aber ist es auch ein Verbrechen, ihn abzuspeichern - sein Programm nicht mehr ausführen zu lassen?

    Das ist eine gute Frage. Aber so lange er noch über sich selbst als Individuum nachdenkt, ist er es wohl irgendwie noch (ja, das ist so ein Ding, dass mich das ganze Buch über beschäftigt und mich einfach nicht los lässt ;)). Aber ich finde seine Überlegungen schon sehr krass. Er denkt doch eigentlich hauptsächlich nur noch in Kategorien wie Effiziens, Nutzen, Kapazität... wenn man mal an dem Punkt angekommen ist, wäre es für mich in unserer heutigen Zeit das Signal, endlich das Hamsterrad zu verlassen. Aber Iljow löscht die nicht mehr relevanten Erinnerungen und auch die alten Versionen seiner selbst. (das war übrigens die Stelle, die mich bisher mit am meisten berührt hat in diesem Buch: als er die Erinnerungen gelöscht hat, die ihn mit Saundra verbunden haben).

    Karas und Anestes Kräfte messen ist genauso menschlich wie Berglens Sorge (ja ich weiss das er durch die SQUID verändert wurde) oder Zegatos genervt sein von den beiden Frauen.

    Boaahh wie mich das rumgezicke nervt... es wäre ja alles noch erträglich, wenn nicht Aneste die ganze Zeit den Finger am Abzug hätte. Aber so? Zegato muss Nerven wie Drahtseile haben.

    Auch das Codewort für die Roboter bedeutet nichts anderes als Mensch.

    Das fand ich gut, dass ein Roboter gestoppt werden kann, indem man ihm ein "Human" entgegen hält. Was aber auch ein Zeichen dafür sein könnte, dass selbst Roboter hier nicht mehr so genau zwischen menschlich und nicht menschlich unterscheiden können.

    Das Speicherbild ist erwartungsgemäß nüchtern.

    Das fand ich gar nicht. Mich hat es zutiefst berührt. Wie Iljow sich immer mehr von sich selbst verabschiedet (und dies auch ganz bewusst), nur weil er nicht mehr mit den Neulingen mithalten kann, was Rechenleistung angeht. Es scheint Dinge zu geben, von denen die Menschheit sich nicht lösen kann, egal, welches Entwicklungsstadium sie erreicht hat: wer nicht mehr schnell genug ist, der wir abserviert. Egal, ob er durch seine Erfahrungen noch unendlich viel zu Wohl aller beitragen kann - nur die sichtbare Leistung zählt, die in diesem Fall eben in Rechengeschwindigkeit und Effizienz gemessen wird. X(

    Und warum der Bezug zu Squid? Rotraum hin, Rotraum her, für Idea dürfte die Infrastruktur auf der Esox besser sein.

    Die SQUID ist im Rotraum geboren und kennt sich darin aus. Die Sphäre braucht ständig neue Energie und könnte hier eine Quelle sehen. Vielleicht können ja auch Milliarden Gehirne nicht jedes Rätsel lösen und sie braucht hier einfach Insiderwissen?

    Ist der Wahnsinn überwunden, ist SIE besiegt? Sie die Sphäre, sie Idea?

    Idea eher nicht - sie wurde ja quasi eben erst ausgedruckt.

    Iljow ist nun also der Taschenrechner unter den Playstation Pros. Sehr zu stören scheint es ihn nicht, so entspannt er auf das Ableben von Saundra reagiert. Diese war ja soetwas wie ein Anker seiner Menschlichkeit.

    Netter Vergleich. :lachen: Entspannt würde ich es nicht nennen - eher nüchtern. Wird nicht mehr gebraucht, kann weg und macht Platz für neues. Der Arme ist schon ziemlich unter Druck.

    so, wie sich ein Erwachsener von einem Kind unterscheidet und irgendwann auch das Kuscheltier wegwirft, das ihm als Kind so wichtig war ...

    :tststs: Man kann doch nicht einfach so sein Lieblingskuscheltier wegwerfen.

    Amüsant fand ich die Stutenbissigkeit zwischen Kara und Aneste und der zweitweise genervte Zegato. Er hat es aber auch wirklich nicht leicht zwischen all seinen Frauen :totlach:

    Nee - amüsant fand ich das nicht. Mega nervig, die beiden in der Situation.

    Vermutlich würde die Sphäre allerdings tatsächlich erst gar nicht mit den Menschen kommunizieren. Ich versuche ja auch nicht mit einer Made zu diskutieren.

    Idea sagt ja am Ende, dass sie zu denen gehört, die die Menschen nicht ignorieren. Interessante Information, wie ich finde.

    Liegt das daran, weil ein Teil der Sphären"bewohner" etwas von den Menschen wollen und sie sie sich deswegen gewogen halten wollen?
    Oder haben sie die Speicher der Fähren infiltriert und lassen sie nun wieder ziehen?

    Ich glaube, die haben sich genommen, was sie gerade gebraucht haben und lassen den Rest wieder ziehen - als nette Geste vielleicht.

    Was Idea allerdings von den Menschen will, ist mir noch nicht klar. Droht eine Gefahr aus dem Rotraum oder will die aufständische Fraktion des Imago-Projekts sich gegenüber den Anderen durchsetzen bzw. sich ebenfalls "befreien"? Oder glauben sie, bei dem Gefecht an mehr Speicherplatz zu kommen? Und warum will die Sphäre dauernd herausfinden, ob die Menschen Sophonten sind oder nicht?

    Wenn die Menschen nicht vernunftbegabt sind, lohnt es sich nicht, sich weiter mit ihnen zu beschäftigen, weil es der Weiterentwicklung nicht dient. In dem Falle wäre der Schwarm gerade mal als Häppchen zwischendurch geeignet, um daraus Energie zu gewinnen. Idea ist meiner Meinung nach von den Unzufriedenen geschickt worden, die noch nicht so ganz zum Teil des Systems geworden sind. Die Gründe können vielschichtig sein: Neugierde, den "Urszustand" des Menschen zu erleben (wenn ich mir überlege, wieviele Versionen es allein von Iljow schon gibt, kommen die Menschen des Schwarms dem Urzustand schon ziemlich nahe, glaub ich). Oder auch die Erfahrungen aus der Rebellion - einfach ein "wie geht das?". Aber irgendwie steht ja immer die SQUID im Mittelpunkt des Interesses - also doch der Rotraum und das Insiderwissen der SQUID. Mir ist nur noch nicht ganz klar, ob der Rotraum für die Sphäre eher eine Bedrohung oder eine Chance zur Weiterentwicklung darstellt. Oder - was mir gerade durch den Kopf schießt - hatte der Rotraum mit der Entstehung der Sphäre zu tun?

    Den Schläfer hat die Expedition selbst gefunden. Xeramel führt sie zu Idea.

    Das geht aber nicht so klar hervor. Ich habe auch gedacht, dass Xeramel die Expedition als erstes zum Schläfer geführt hat.

    Mir gehen bei dieser Lektüre auch eine Menge Fragen durch den Kopf und irgendwie habe ich gerade das Bedürfnis, genau in die andere Richtung zu gehen (ohne Smartphone, Computer etc. einfach dümmlich am See sitzen und einfach nur sein).

    Ja, so geht es mir auch irgendwie. Und das werde ich im Urlaub auch machen. Ich bin auch der Typ, der mit Wanderkarte unterwegs ist, statt mit App. :verlegen:

    Romantik bei Robert Corvus...ich weiss nicht so recht. Du wirst recht haben, die beiden werden sicher kein Paar.

    Sie finden zueinander, aber irgendwas wird sie am Ende auseinander reißen, und trotzdem sind alle irgendwie damit zufrieden... das wäre Romantik im Corvusschen Sinn. :totlach:

    Es gibt übrigens einen Grund für Ideas extrem kurvige Gestalt ...

    Wessen Speicher sind denn da ausgelesen worden? Oder entspricht sie so dem Idealbild der kollektiven Vorstellung?


    Ich habe nach kurzzeitiger Verwirrung, wieder in die Geschichte zurückgefunden und bin immer noch schwerstens begeistert. Und wenn ich genau drüber nachdenke, wäre die Verwirrung ohne die Leserunde vielleicht gar nicht aufgetreten, weil ich sie ja nicht bemerkt hätte. :geil:  Robert Corvus ist schuld:lachen::lachen:

    Ich kann mir Computerprogramme einfach nicht als lebendige Wesen vorstellen.

    Kannst Du Dir Engel vorstellen - individuelle Geistwesen, die irgendwie in unsere Welt eingreifen können? Das könnte eine Sichtweise auf Imagos sein - sie existieren nur geistig, können aber (über Steuerungsbefehle) Maschinen bedienen, die in unserer greifbaren Welt agieren. Sie können uns auch (über Datenströme, Kameras, Sensoren) beobachten, sind ständig um uns herum ...

    Äh ... nein. Nicht auch noch Engel... Ich glaube, ich beginne es auch so langsam zu verstehen. Aber der Vergleich ist gut:daumen:

    Eine Analogie ist vielleicht ein hochintelligenter Mensch, der vom Hals abwärts gelähmt ist: Der Verstand ist noch da, alle Erinnerungen, alle Träume - aber sein Körper ist (vereinfacht gesagt) nutzlos. Er kann nur noch in seinem Geist reisen.

    Ich glaube, das ist ein Vergleich, der mich auf die richtige Spur bringt. ;) Irgendwie habe ich nur noch Bits und Bytes gesehen.

    Sie können sehr schnell denken, vergessen nichts, und können praktisch mit Lichtgeschwindigkeit Informationen überprüfen. Daher fällt es ihnen leichter, Fehler und vorsätzliche Falschinformationen zu erkennen - man kann sie sehr viel schwerer belügen als uns.

    Das leuchtet mir ein. Ich muss mich wohl wirklich komplett von dem verabschieden, was ich so landläufig mit Netzwerken (mit denen ich von berufswegen zu tun habe) in Verbindung bringe. So langsam verstehe ich, was du mit "an die Grenzen des Vorstellbaren" gemeint hast.:nachdenk:

    Hm, will man das wirklich? Ist das Leben nicht Veränderung? Ich bin nicht mehr derselbe, der ich vor 10, 20 oder gar 30 Jahren gewesen bin.

    Ja klar ist es das. Aber ich bin dennoch einzigartig.

    Das stimmt - aber anders betrachtet bekomme ich auch eine nahezu grenzenlose Freiheit.

    Wenn es mir allein um die Freiheit des Geistes geht - so wie Aneste - dann stimmt das wohl irgendwie.

    Im Imago-Projekt dagegen bleiben sie Individuen. Sie erfüllen Aufgaben innerhalb des Projekt, so wie wir arbeiten gehen. Wenn sie darin schlecht sind, bekommen sie wenige Ressourcen, so, wie wir ein geringes Einkommen erwirtschaften. Aber sie bleiben Individuen, und sie leben (im Schnitt) sehr viel länger als wir.

    Ich hab's gerade schon bei Abschnitt 7 geschrieben - ich bin hier gerade echt ein wenig überfordert. Vielleicht hatte ich einfach zuviel ESOX im Hinterkopf, als ich mir die Sphäre vorgestellt habe. Ich kann mir Computerprogramme einfach nicht als lebendige Wesen vorstellen. Aber ich arbeite dran....

    Ich glaube, das ist ein Missverständnis. Alle Imagos bestehen aus Programmcode, der auf demselben Betriebssystem läuft. Aber das schließt Individualität nicht aus: Alle Menschen bestehen aus denselben Kohlenstoffverbindungen und leben auf demselben Planeten. Dadurch sind viele Parameter bei allen Menschen identisch, aber dennoch unterscheiden sie sich genug, um als Individuen zu gelten.

    Erfahrungen, Erinnerungen, Interessen, Ziele, Träume, Ängste ... All das unterscheidet die Imagos voneinander.

    Ähm... ja, für mich sind die dematerialisierten Menschen irgendwie nur noch Programmcode. Aber du hast recht. Ihre Erfahrungen und Träume sind ja quasi mit ausgelesen worden. Das ist einfach etwas, das mein Vorstellungsvermögen ziemlich an seine Grenzen bringt.

    Aber meine erste Frage hast du noch nicht beantwortet: wo kann ich denn hinterfragen, wenn doch eigentlich das ganze System eigentlich ein großes Hirn ist. Oder habe ich das auch noch nicht kapiert? Ich gestehe, ich bin einigermaßen verwirrt...:spinnen: