Beiträge von JoergBenne

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    Avila : Jein. Der Verlag hat zwar den 19. September avisiert, kann sich aber noch um ein paar Wochen in die eine oder andere Richtung verschieben, je nachdem, wie das Lektorat läuft, denn ein Spielbuch zu überarbeiten ist ziemlich aufwändig, mit all den Verknüpfungen, die man ggf. nochmal prüfen muss, falls noch etwas hinzukommt oder rausgenommen wird.

    Zur Messe SPIEL in Essen soll es aber auf jeden Fall da sein. Ich kann dich ja einfach per PM anpingen, wenn es konkret wird, ok?

    Ja, in der Tat, da wird man sich was ausdenken müssen. Es gibt aber Szenen ("Der Hangar", "Das Experiment" ...), die man eben erreicht oder nicht, für die man einzelne Threads erstellen könnte und wer dort nicht hinkam, liest ihn eben nicht. Schauen wir mal, meine größere Sorge ist eher, dass sich nicht genug Interessenten finden, war ja schon diesmal recht knapp.

    Gut, dann hier auch mein Schlusswort: Mir hat die Leserunde hier viel Spaß gemacht, es gab eine Menge Feedback und mehr Diskussionen als ich das von LovelyBooks gewohnt bin, das hat mir ingesamt hier deutlich besser gefallen, vielen Dank dafür!


    Mal sehen, vielleicht findet sich im Herbst für mein Spielbuch ja auch eine Runde.


    Euch allen noch ein schönes Lesejahr!

    Auch hier danke für die Rezi und für's teilen. Ist schon erstaunlich wie weit die Meinungen zum Thema Horroranteil auseinandergehen. Gerade ist eine YouTube-Rezension erschienen, wo die Rezensentin meinte, es wäre zwar spannend aber für sie nie gruselig gewesen (ok, sie liest sonst auch FESTA-Romane, ist also ganz andere Kaliber gewohnt).

    Hätte ich ihn goldgierig gemacht, hätte es wohl geheißen "Ja, ja, heißt zwar Gnom, ist aber ein Standardzwerg wie aus Herr der Ringe." ;)


    Wie er sagt, in der Gnomenstadt sind solche Münzen nur von geringem Wert. Hätte man jetzt mit einem Infodump über Gnomenkultur und die riesigen Mienen und andere Metalle, die es noch gibt, ausführen können, aber das wäre hier nicht zielführend gewesen.

    Zitat

    Der Rückblick... interessant, aber er wirkte dennoch ein wenig gewollt.

    Inwiefern gewollt?

    Der Tod von Varjan ist natürlich auch nochmal eine Lehre für Ordo, dass er von Waffen lieber die Finger lassen sollte, wo er sich doch vorher immer gewünscht hat, mit einem Schwert in den Kampf zu ziehen.

    Zitat

    Warum denn immer auf Teufel komm raus ein Happy End, wenn es anders viel besser passt?

    Freut mich, dass du es so siehst. Ich denke, dass es die Spannung fördert, wenn der Leser merkt, das wirklich niemand sicher ist.


    Leider hatte ich schon einen Rezensenten, der mit dem Tod Ordos überhaupt nicht umgehen konnte.

    Danke für den Eindruck. Ja, mit den Nobos hab ich wirklich zu kurz gegriffen im Dämonengrab, das sehe ich ein. Beim nächsten Nuareth-Roman werde ich die Betaleser ohne Kenntnisse konkret drauf hinweisen auf sowas zu achten. Denn als Autor übersieht man sowas beim 5. Roman natürlich schnell, ich weiß es ja und meine auch, es erklärt zu haben.


    Habe ich es richtig verstanden, dass der Puppenspieler, der an das Amulett hing, dann Asfred, also den Vater von Varjan, in den Tempel gelockt hat und auch die Ratten und Fledermäuse so manipuliert hat, dass die anderen von dem Seelenfresser heimgesucht werden können? Und dann hat zuerst der Puppenspieler und dann der Seelenfresser die Menschen besessen? Und der Puppenspieler hing am Amulett und der Seelenfresser am Bannkreis und treibt jetzt immer noch sein Unwesen?


    Ja so ungefähr richtig. Der Puppenspieler hat quasi dem Seelenfresser die Opfer zugetrieben. Genauer konnte (woher sollte das irgendwer wissen) und wollte ich es auch nicht erläutern, weil das Böse durch die ungenaue Erklärung weniger greifbar wirkt und noch etwas nachhallt.


    Ordos Tod war übrigens im ursprünglichen (eher rudimentären) Plot nicht vorgesehen. Eigentlich sollte Cunar der letzte Besessene sein (daher auch die eingebrannten Handschuhe, damit es keiner merkt) und von Ordo besiegt werden.
    Das erschien mir dann aber doch allzu unrealistisch und außerdem fragte ich mich, was dann aus Ordo geworden wäre. Im Dorf hätte ihn der Prior sicher nicht mehr geduldet (von wegen Fluch der Göttin usw). Vielleicht hätte ihn sogar seine Mutter verstoßen oder er hätte mittellos mit ihr fortgehen müssen. Gut, ein paar Almosen von Seljana hätte ich ihm vielleicht zukommen lassen können, aber im Grunde wäre er danach genauso perspektivlos gewesen wie zu Beginn.


    So erschien mir das nun gewählte Ende der bessere Weg, zumal er so auch noch im Rahmen seiner Möglichkeiten zum Helden wird. Großmut hatte ich da allerdings nicht im Sinn, denn tot war er ja sowieso schon, wenig später hätte der Dämon seine Seele verschlungen. Er war aber tapfer und (wie du ja auch anmerktest) willensstark genug, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


    Zitat

    Traurig finde ich das Varjan nicht überlebt hat


    Nun ja, im Grunde war sein Leichtsinn und seine Gier an allem Schuld, ausgerechnet ihn davonkommen zu lassen, wäre mir nie in den Sinn gekommen ;)


    Freut mich, dass der Twist mit Ziran euch (mehr oder weniger) überraschen konnte.

    Ich lasse euch mal spekulieren ;), mehr dazu dann in der Diskussion zum letzten Abschnitt.


    Zitat

    Sehr schön finde ich auch die Abschnitte integriert, in denen Ziran und Varjan ihre Geschichten erzählen!


    Freut mich. Ich hab lang überlegt, ob zwei Rückblenden so kurz nacheinander nicht zu viel des Guten sind, aber vom zeitlichen Ablauf der Begegnungen ließ es sich einfach nicht anders anordnen.


    Die Gnome spielen übrigens in "Das Schicksal der Paladine" eine größere Rolle.


    Was mich reizt.. was ist ein Nobo? Schon wieder ein Begriff, der wohl nur Lesern von den anderen Büchern klar ist :(


    Aber warum der letzte Satz... der ist zu viel, den hätte ich weggelassen, oder mehr beschrieben.


    Nobos sind die Reitechsen ("Unter der Führung von Inspektor Farun ritten sie auf Nobos ins Narbental. Die Sonne brannte auch an diesem Tag unbarmherzig vom Himmel und heizte die Körper der Reitechsen so stark auf...") - da hatte ich die unzureichende Erklärung ja bereits eingestanden.


    @Letzter Satz: Wird ja mehr beschrieben, musst nur weiterlesen. Gönn mir den kleinen Cliffhanger. ;)

    Was mich noch sehr interessieren würde, wäre, wie ihr das Verhältnis Fantasy/Horror seht, denn da gehen die Meinungen bislang weit auseinander. Ein Rezensent schrieb, es sei zu 70% Fantasy und 30% Horror, ein anderer "eine gelungene Horror-Geschichte, aber für reine Fantasy-Fans nicht unbedingt das Richtige". Und wie seht ihr das?

    Verstärkung würde aber
    - Zeit kosten (Bote in die Stadt schicken, warten bis die Verstärkung eintrifft), die die Vermissten wohl nicht haben
    - vermutlich sowieso nicht bewilligt werden (der Inspektor hatte ja schon vor der Abreise vermutet, dass Abenteurer auftauchen werden, das war Beris herzlich wurst).


    So hat er seine Verstärkung UND die Leute unter Kontrolle. Aber gut, wenn dich das nicht überzeugt hat, dann muss ich das akzeptieren. Der Leser hat immer Recht.

    Ja, Mantikore hat viele der Klassiker neu aufgelegt, Einsamer Wolf gab es damals nur bis Band 12, nun sind sie bei 32, dazu Steve Jacksons Sorcery aber eben auch neue Bücher. Für Kinder hat er z.B. Jens Schumachers Welt der 1000 Abenteuer. https://manti-shop.de/spielbuecher/
    Bislang aber alles ausschließlich Fantasy, daher kam die Idee auf, mal ein anderes Genre zu bedienen.


    VERAX wird definitiv nichts für Kinder, das ist Survival-Horror a la Aliens (nur ohne Aliens), da geht es hart zur Sache. Vom System her erinnert es im wesentlichen an Einsamer Wolf, mit dem Unterschied, dass es bei VERAX vorgefertigte Charaktere gibt und keine Fähigkeiten (die Handlung spielt innerhalb 24 Stunden, da erlernt man keine neuen Fähigkeiten hinzu), dafür aber mit höherer Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Enden (EW-Bücher endeten ja immer gleich wegen des Fortsetzungscharakters (oder eben durch Tod)) und unterschiedliche Pfade/Schwerpunkte für die beiden vorgefertigten Charaktere.
    Außerdem haben moderne Spielbücher nicht mehr diese manchmal frustrierenden "Tode ohne Vorwarnung".


    Wenn du dir die modernen Spielbücher mal ansehen willst, Mantikore ist auf diversen Messen (u.a. Frankfurter und Leipziger Buchmesse oder auf der SPIEL in Essen).

    Die Geschwindigkeit, wie die "Abenteuerer" da sind, fand ich zumindest fragwürdig und für mich nicht erklärbar. Das wirkt nach "Autor wollte das so" und nicht als Folge unabdingbarer Ereignisse. Die Anheuerung empfinde ich ein zweifelhaft. Man weißt nicht, was einen erwartet und man nimmt Fremde mit. Das Risiko hätte bei einem so rationalen Menschen höher erkannt werden müssen.


    Hm. Auf den Punkt hatte ich eigentlich viel wert gelegt. Dass Abenteurer da sind, wird in Kapitel 3 schon erklärt. Offenbar hat der Bote, der die Stadtgardisten holte, danach noch eine Kneipentour gemacht und was erzählt. Die Gardisten sind ja auch erst am nächsten Tag aufgebrochen und hatten dann einen halben Tag Vorsprung vor den ersten Abenteurern, die folglich kurz nach ihnen aufgebrochen sind. In Kapitel 1 wurde ja auch erwähnt, dass immer mal wieder Glücksjäger ins Dorf kamen, folglich kann man annehmen, dass in der Stadt schnell jemand aufhorcht, wenn vom Dämonengrab (oder eben dem Dorf) die Rede ist.


    Und was das Mitnehmen angeht (falls ich dich da richtig verstehe): Eigentlich finde ich Faruns Vorgehensweise vernünftig. Er hat nur 4 Gardisten bei sich und steht schon mindestens 5 Abenteurern gegenüber. Die Bauern sind keine große Hilfe, spätestens wenn er mit seinen Leuten in den Tempel geht, verliert er die Kontrolle darüber, was die Abenteurer anstellen. Ist es da nicht nachvollziehbar, sie mitzunehmen, sie so halbwegs unter Kontrolle zu haben und zugleich ihren Forscherdrang zu seinen eigenen Zwecken (Suche nach den Vermissten) zu nutzen? Hatte ich eigentlich gehofft.