Beiträge von Robert Corvus

    Und weil ich mit "Feind" meine erste Berührung mit darker Dark Fantasy hatte und ich bei Band 2 und 3 schon desillusioniert war.

    :lachen:

    Man muss die Leserschaft zu Beginn erst einmal mittelhochtief anschocken, dann sind alle für das Folgende bereit.


    Die beiden Mütter mit ihrem Kind und dem Säugling war so ein idyllisches Bild, dass es schon klar war,dass Bernd diese Idylle nicht verschonen wird

    :lachen:


    Wenn Gerg erfahren würde, was sie getan hat, hätte sie verwirkt, davon bin ich überzeugt.

    Was genau hätte sie verwirkt?

    Ihren Einfluss bei Hofe?

    Ihre Existenz wohl kaum - sie ist eine Schattenherzogin - die tötet man nicht so einfach ...

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Bren es irgendwann gelingen wird, Lisanne zu vernichten – sie muss sich ziemlich zurückhalten, was zukünftige Aktionen gegen Bren angeht. Und Bren hat alle Zeit der Welt.

    Aber würde Bren das überleben? Derzeit ist sein Hass auf Lisanne das, was ihn am meisten am Leben hält ... ;)


    Mein persönlicher Favorit der drei Bände ist nach wie vor "Knecht"

    Damit haben wir alle Bände zusammen: Jeder ist irgendjemandes Favorit.

    :freu:

    Was auch zeigt, dass es nicht die eine Bestsellerformel gibt, nicht das eine Rezept, um den Roman zu schreiben, der alle umhaut. Letztlich müssen immer Roman und Leser zueinander finden - und manchmal gibt es dann ein "Match in Heaven" (oder eben "in the Shadows").


    Ich glaube grade der Hass zwischen den beiden wird dem Kind die Schattenart vorleben, vielleicht war genau das auch Gergs Intention.

    Der Schattenkönig ist nicht nur böse, sondern auch weise. :teufel:

    wie wir schon öfter über die letzten Wochen festgestellt haben, bewegen wir uns in der Dark Fantasy nicht bei Rosamunde P.

    Eigentlich ist es ein sehr dunkles und deprimierendes Ende .... ach ja. Dark Fantasy

    :lachen::lachen:


    Trotzdem verbindet sie immer eln wohl unversöhnlicher Hass aufeinander.

    Ja, der Hass verbindet sie mindestens ebenso sehr, wie er sie trennt ... Mann muss wohl ein Schattenherr sein, um das gänzlich zu verstehen.

    Er handelt immer noch danach was nötig ist, versucht aber auch nicht mehr manchen Sachen aus dem Weg zu gehen (die Essenz des Kindes) wenn er nicht sicher ist das es ohne geht.

    Das Thema hatten wir in der Leserunde ein paarmal: Er ist im "moralischen Spektrum" bei denjenigen, für die gilt: "Survival first!" Wenn das Überleben gesichert ist, kann man schauen, was möglich ist ...


    und besonders das Helion am Ende noch mal so viel Gewicht bekam hat das ganze sehr Rund gemacht.

    Ich hatte ja ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn so gründlich abserviert hatte ... :verlegen:


    Ob ihr Charisma dadurch leidet oder ob sie das nicht sogar noch interessanter macht?

    Das ist eine interessantere Frage! Manchmal ist es ja eine kleine Störung, die die Perfektion des großen Ganzen erst betont ...


    Mama Schatten und Papa Schatten

    :lachen::lachen::lachen:


    Aber wer weiß, in Bren ist die Seele ja auch nicht ganz schwarz, sondern eher grau bis anthrazit.

    Ihr könnt Euch ja mal den Spaß machen, zu schätzen, wie viele Unschuldige er im Laufe der Handlung umgebracht hat oder hat leiden lassen ... Wenn das dann "nicht ganz schwarz" ist, drängt sich der Eindruck auf, dass sich die Maßstäbe während der Lektüre verschoben haben ... :lachen:


    Schade, dass wir nicht mehr erfahren, warum Gadior auf Rosen gebettet wird. Diese Geschichte hätte mich noch interessiert.

    Sie würde sich aufgrund ihrer Erfahrungen sicher gut machen, bei der Ausbildung von Assassinen. Ich finde immer noch, dass dies die einzige Art wäre, die Schatten besiegen zu können.

    Vielleicht kommen diese Themen ja im Kurzgeschichtenwettbewerb hoch. Wollt Ihr Euch vielleicht selbst daran versuchen? ;)


    Ich weiß, dass ich beim ersten Mal lesen noch gehofft hatte auf das Kind, ich hatte auf eine bessere Bewachung gehofft, auf Faye, die wirklich die Schatten besiegen wollen, zumal so viele Opfer gebracht wurden.

    Ah, dann warst Du bei der ersten Lektüre also nicht auf der Seite der Schatten?

    Ich bin ganz eurer Meinung, sie hätte erkennen müssen dass Bren zu Liebe nicht mehr fähig ist und ganz schnell ganz weit rennen sollen

    Andere Mütter haben auch schöne Söhne

    Keiner glaubt mehr an die große Liebe, für die man alles riskiert! Ich bin der allerletzte Romantiker auf der Welt! ;(

    Von den Mondschwertern bin ich enttäuscht. Sie verraten ihre Ideale.

    Das mag sein - aber nur, wer überlebt, kann seinen Idealen auch zur Geltung verhelfen ...

    Irgendwo in der Trilogie steht die Überlegung (ich glaube, von Elien Vitan), dass derjenige Macht besitzt, der etwas zerstören kann, dass jemand anderem etwas bedeutet.

    War das nicht Kiretta? Sie hat doch festgestellt, dass man nur erpressbar ist, wenn man an etwas hängt und sei es das Leben.

    Ja, das auch.

    Aber mir ist wieder eingefallen, wo das Zitat steht, das ich meine: auf meiner Homepage. ;)

    Ich fand es als so liebevoll und gar nicht dem Verhältnis, welches Mutter und Sohn offiziell haben entsprechend, als er ihren letzten Wunsch erfüllt und sie sanft sterben läßt.

    Bren begleitet sie auf ihrem letzten Weg und sorgt für ein Begräbnis. Das fand ich sehr schön, weil da noch ein wenig Menschlichkeit war.

    Die Szene mit Ehlas Tod ist ebenfalls neu in der erweiterten Edition.

    Vielleicht liegt die Freundlichkeit Brens auch daran, dass Ehla ihn nicht mehr bedrohen kann. Sie kann ihn nicht mehr verletzen und seinen Weg nicht mehr gefährden; er riskiert nichts mehr, wenn er sich ihr öffnet.

    So richtig verstehe ich die Faye nicht, die bei dieser Geburt die Dämonen zu Hilfe bitten, denn schließlich ist dieses Kind ein Geschenk der Götter für einen Neuanfang.

    Sie haben sehr, sehr lange Zeit keine Kinder mehr gehabt. Sie sind verzweifelt und haben sich an die Götter gewandt - nicht, weil sie auf einmal fromm geworden wären, sondern, weil sie glauben, dass sie ihnen mit ihrer Unfruchtbarkeit helfen können. Nun sind sie beinahe am Ziel - und bereit, mit allem und jedem zu paktieren, um das Kind in die Welt zu bringen.

    Was will Gerg mit dem Kind der Faye? Hat es eine besondere Macht?

    Irgendwo in der Trilogie steht die Überlegung (ich glaube, von Elien Vitan), dass derjenige Macht besitzt, der etwas zerstören kann, dass jemand anderem etwas bedeutet.

    Das Kind bedeutet den Fayé sehr viel. Wenn Gerg es in die Hand bekommt, werden sie erpressbar ...

    obwohl ich nicht weiß wie jitters auf die andere Ebene gewechselt ist.

    Als Magierin muss sie mit den Wirklichkeiten jenseits der für normale Menschen erfahrbaren Welt interagieren können - sonst könnte sie keine Magie wirken. Sie ist vermutlich auch nicht komplett/körperlich gewechselt, anders als Bren. Es wird eher ihr Geist sein, der hier agiert.

    kann sogar bekleidet im Nebel wandern.

    Im Schatten ... Er kann überall auftauchen, wo es Schatten gibt.

    Jiretta ist eine starke Magierin. Doch die Dämonen im Schattenwald sind nicht zu unterschätzen. Ich hoffe, sie wird es überleben.

    Inzwischen hoffe ich ja auch das Jitarra ihren Einsatz übersteht. Noch vor ein paar Kapiteln hätte ich gedacht "weg mit Schäden" aber soooo übel ist sie ja gar nicht.

    Interessant, wie sich die Zuneigung während des Lesens entwickelt, oder?

    Wenn jemand Euch bei Jittaras ersten Szenen prophezeit hättet, dass Ihr einmal an der Nachtsucherin hängen würdet - hättet Ihr ihm geglaubt?

    Der Plan, wie Bren in Nebelgestalt zu Anoga mit Hilfe von Kirettas Haken gelangt, ist clever, aber auch riskant, zumal Quinné keine sehr gute Schauspielerin ist. Aber im entscheidenden Moment behält sie doch die Nerven und kann die Situation retten.

    Tja ... wie steht es um Quinné? Wird sie auf den letzten Metern doch noch irgendwie cool?

    In dem Moment habe ich mich wieder gefragt, welche Beweggründe die drei Osadroi bewegt hat, die gemeinsame Sache mit den Menschen gemacht haben und die von Gerg bestraft wurden. Waren sie einfach "lebensmüde" oder gab es hier auch irgendeine "sentimentale" Verbindung zu ihren früheren Leben?

    Ich habe ja gerade einen Kurzgeschichtenwettbewerb gestartet. Vielleicht beschäftigt sich ja eine der Einsendungen mit dieser Frage ... ;)

    Um ihrer Sache dienlich sein zu können hat er sich in einen Osadro wandeln lassen, muss aber auch deren verhasste Ernährungsweise annehmen.

    Zweck ... Mittel ... das eine gut, das andere böse ...

    Angenommen, sie siegen ... Welche Zukunft hätten diese Paladine dann in einer Welt ohne Schatten, die es zu bekämpfen gälte? Würde man ihnen dennoch zugestehen, weiter zu existieren, bei der Ernährung, die sie benötigen?


    ( Sorry, ich weiß, du bist sensibel :) )

    Liebes Tagebuch,

    mit großer Befriedigung stelle ich fest, dass einige Kernbotschaften über die Dauer der Lektüre doch bei der Leserschaft platziert werden konnten.


    Mich würde ja echt interessieren, was Lisanne den Paladinen eigentlich erzählt und damit quasi versprochen hat, dass sie sich auf diesen Deal eingelassen haben. Oder lief das wieder alles über ihr Charisma?

    Möglicherweise hat sie sie vor vollendete Tatsachen gestellt ...?


    Und das Begräbnis hat weitere Hintergründe zum Kult quasi nebenbei aufgezeigt.

    Da kam in dieser Leserunde ja auch eine Frage auf - nämlich, was sich die Anhänger des Kults von der Zeit nach ihrem Tod erwarten ...


    Zu welchem Zweck kann ich nur spekulieren: um dem Krieg mehr Länge zu geben, um Verbündete gegen ihre Feinde unter den Schatten zu haben, um den Paladinen nahe zu sein wie es bei Helion nie ging, schwächung des Ansehens der Mondschwerter wenn es publik wird....

    :klatschen:

    Alles sehr gute Gründe.

    Allerdings sind da sie Ansichten zu unterschiedlich und das gegenseitige Verständnis einfach nicht vorhanden.

    Wer von den beiden - Quinné oder Kiretta - hat die nützlicheren/lebenstauglicheren Ansichten? Klar, das konkrete Schicksal von Kiretta kennen wir nun. Aber sagen wir mal, sie wäre nicht zu Lisanne gegangen ... Wer hätte es in der Welt der Romantrilogie wohl weiter gebracht - Quinné oder Kiretta?


    Allerdings verstehe ich auch überhaupt nicht, warum Kiretta Bren nicht einfach verlassen hast und zurück zur See gegangen ist.

    Liebes Tagebuch,

    die Liebe hat es schwer in dieser Leserunde! Offenbar hält man auch große Gefühle hier für etwas, dass man an- und ausschalten kann, je nachdem, wie es nützlich ist ... ;(


    Das hat mir gut gefallen. Ich vermute, sie wird es nicht überleben.

    :lachen:


    Kiretta folgt einer ganz simplen geradezu kindischen Logik. Wenn Lisanne und Bren sich vertragen muss Bren sich nicht mehr sorgen , sie könnten sogar gemeinsam gegen Widaja antreten, der Schattenkönig wäre zufrieden. Alles wäre gut, Bren findet seine Menschlichkeit wieder, hat Zeit für Kiretta und alles wird gut.

    :klatschen:

    Genau so ist es!


    Kiretta wird immer verzweifelter – man merkt, sie liebt Bren wirklich und möchte die Zeit mit ihm verbringen, aber sie will eben den alten Bren zurückhaben, bei dem sie das Gefühl hatte, dass sie ihm auch von ihrer Liebe zurückgeben und er es genießen kann.

    ... und das ist ja auch verständlich, oder? Wer möchte schon die Liebe seines Lebens ziehen lassen oder aufgeben? <3


    Der Angriff dieses Arriek mit dem mit Silber gefüllten Schwert ist ganz schön fies.

    Mal eine Blitzumfrage: Auf wessen Seite steht die Leserunde? Auf der Seite des Schattenherren, der die Welt für seinen König unterdrücken will, oder des Agenten, der ihn umbringen will?

    Andererseits war er schon als Mensch dafür, die Paladine zu bekämpfen.

    Vielleicht gibt das Grund zu der Hoffnung, dass mit dem Gang in die Schatten nicht alles zurückgelassen wird, was einem als Mensch wichtig war?

    So sehnt sich sie nach einer von ihr hochstilisierten Vorstellung,

    Der Gott ist beim Liebenden, nicht beim Geliebten ... Leider weiß ich nicht, von wem dieses Zitat stammt. Man muss kein Schattenherr sein, um das zu beobachten. Jemand liebt jemand anderen - und vielleicht erst nach Jahren stellt er fest, dass er einer Fiktion aufgesessen ist und sich nun eingestehen muss, dass der andere gar nicht so ist, wie er ihn geliebt hat ...

    Was ist eine starke Frau? Eine die Macht hat? Eine die Kraft hat?

    Das ist eine interessante Frage, auf die viele unterschiedliche Antworten gegeben werden. Für mich ist eine starke Frau jemand, der sich gegen Widerstände durchsetzt (stark) und weiblich ist (Frau). Das tut Pardona wie keine Zweite - sie hat nicht nur Jahrhunderte unter der Knute des Dämonensultans überstanden, sondern trotzt erfolgreich den Göttern und erschafft sich mit den Nachtalben ihr eigenes Volk. Ich denke, wenn sie eine männliche Figur wäre, gäbe es überhaupt keine Diskussion: Selbstverständlich ist so jemand stark.

    Ob eine Figur interessant oder liebenswert ist, steht auf einem gänzlich anderen Blatt.

    Beorn sucht zunächst Zidaines Nähe, weil er meint sich ihr durch dunkle Geheimnisse verbunden zu fühlen. Unterbewusst versucht er damit aber lediglich sich von Pardona zu distanzieren. Letztere wird (wie immer) biestig und enttarnt irgendwie Zidaines Spionagetätigkeit, sobald sich die beiden Ottajaskos wieder nah genug sind, dass Tylstyr seinen Zauber anwenden kann. Darüber ist Beorn natürlich alles andere als erfreut, Zidaines Beteuerungen, dass sie das nicht (mehr) freiwillig macht helfen nicht. In diesem Kleinkrieg zwischen Beorn, Pardona und Zidaine gerät Tjorne zwischen die Fronten und schließlich unter die Räder (oder unter den Kiel). Damit hat Zidaine zwar ein weiteres Häkchen auf der Liste, sie wird aber von Beorn verstoßen. Der glaubt, dass sie von Beginn an nur für Phileasson gearbeitet hat, und schickt sie mit Schimpf und Schande zurück zum Foggwulf. Dort wird sie auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen, da sie sich von Tylstyr und ihrem Auftrag (und damit von Phileasson) abgewendet hat. Lediglich Praioslob freut sich über ihre Rückkehr, bietet es ihm doch die Gelegenheit, mit der Rettung ihrer Seele eine unerledigte Sache zu Ende zu bringen, und zwar bevor sie erneut entfleuchen kann. Da Zidaine nun kein Mitglied der Ottajasko mehr ist, muss Praioslob mit ihrer Enttarnung auch nicht hinterm Berg halten. Phileasson als rechtschaffener Recke kann eine Paktiererin (und Verräterin) in seinem Umfeld natürlich nicht dulden und überlässt sie Praioslob zur Zwangs"exorzierung". Dabei wird ihre Seele gerettet, allerdings unter Verlust ihres Lebens. Tylstyr sieht ein, dass es auf diese Art für sie, für ihn und für alle anderen am besten ist, auch wenn er unter dem Verlust leidet. In Shaya findet er eine Leidensgenossin, sie können ihre Trauer teilen und gemeinsam verarbeiten und schließlich werden die beiden...

    Gar nicht schlecht - zumindest mit einer Deiner Prognosen triffst Du voll ins Schwarze, und das wird sich schon in Totenmeer zeigen.

    Welche das ist ...

    ... werdet Ihr ab November lesen können. ;)

    Quinnie könnte jetzt interessant wterden wo sie festgestellt hat was sie nicht will, sterben

    Ja, sie hat jetzt ein eigenes Ziel, einen eigenen Antrieb.


    Nur das Bren als Schattenherr nun davor zurück schreckt, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist warum.

    Weil es ein Gefühl ist, was nicht zu Schattenherren gehört, es stört ja den Fluss der Essenz und weil es etwas ist, was die Sicht auf seine Mutter ändert und das will er sicher nicht und weil es vielleicht auch etwas ist, was in ihm existiert wie die Sohnesliebe bei seiner Mutter, die Mutterliebe bei ihm, die seine Mutter nicht umbringen will.

    :klatschen:

    Zudem hat Essenz, die auf diese Art geerntet wird, für ihn einen ungewöhnlichen "Geschmack".


    Ob hier, ähnlich wie beiden beiden königlichen Brüdern im letzte Band, wieder Lisanne ihre Finger im Spiel hat. Aber dann hätte Lisanne ja die falsche Seite gestärkt.

    Die Fähigkeit hätte sie sicherlich. Aber wo könnte ihr Motiv liegen ...? :nachdenk:


    Ein älterer Schattenherr hätte das vermutlich nicht getan.

    Vermutlich nicht, weil er mit dem Alter immer mehr in die Gesellschaft der Schattenherren hinein gefunden hätte, in der Menschen schlicht einen sehr niedrigen Wert haben. Ein alter Schattenherr hätte vielleicht nach einer Möglichkeit gesucht, das Geschehen für ein Bündnis mit Lisanne zu nutzen ...

    Allerdings hat mich seine schnelle Wandlung, bei der ihm alle moralischen Skrupel die er je gehabt hat abhanden gekommen sind.

    Ist das so?

    Er quält und tötet ja (noch?) nicht aus Vergnügen, sondern weil er ein Ziel damit verfolgt. Noch ist die Grausamkeit bei ihm also kein Selbstzweck.


    Ob Lisann Bren nicht einen klitzekleines Gefallen täte, wen. sie Kiretta jetzt tötet?

    Liebes Tagebuch,

    die Schatten sind definitiv auf die Herzen der Leserunde gefallen. Gut, dass wir das hier per Internet durchziehen, und ich mich nicht in die Nähe der mir zunehmen unheimlich werdenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeben muss.

    Nicht nur ihr Charisma, nicht nur ihre magischen Künste, sondern auch ihre Art Intrigen zu spinnen. Lisanne kann ganz ruhig und gelassen ihre Spitzen verteilen. Sie hat Zeit und eine Unmenge Wissen, sie ist Bren in so vielem überlegen.

    Ja, so etwas übersieht man leicht. Wenn man die offensichtliche Überlegenheit des Gegenübers in einem Bereich einigermaßen verdaut hat (Lisannes Charisma), rechnet man nicht mehr damit, dass es auch noch in weiteren Bereichen nachlegen kann (die Du aufgezählt hast). Lisanne ist in diesem Sinne keine Täuscherin. Sie tut nicht nur so, als ob sie mächtig was drauf hätte - sie hat es ...

    Das liegt schon daran, dass Bren keine körperlichen Gefühle mehr empfindet und Kiretta seine Gefühle nicht nachempfinden kann.

    "Derjenige, der mehr liebt, ist der Verletzliche in einer Beziehung", habe ich mal gelesen (erinnere mich aber leider nicht mehr, in welchem Roman).


    Er hat ihm dienen dürfen wie die Mutter und das Mädchen immer betteln es tun zu dürfen.

    Ja, nach reiner Lehre stimmt das. Aber es sind eben nur wenige fanatisch genug, um das Martyrium anzustreben - und Attego hatte ja auch im Diesseits noch Ambitionen ...

    Immerhin war diese Liebe auch etwas besonderes als sie Teil Helions war. Sie hat ihn nicht vergessen und sie hat ihn verstanden.

    Lisanne ist eher in die Macht der Liebe verliebt, also eher in die Sache als in die Person, die nur zufällig Helion verkörpert.

    gab es bei Bren und Kiretta echte Liebe, während Lisanne hierfür Helion gar nicht gekannt hat

    Da seid Ihr ja recht unterschiedlicher Ansicht. :lachen:

    Vermutlich liegt das gar nicht so sehr daran, was im Roman geschieht, sondern eher daran, was man unter Liebe versteht. Lisanne hat Helion nie als lebenden Mann kennengelernt, sondern nur als Scheintoten. Andererseits kennt sie die Gedanken seit seiner Paladin-Weihe besser als jeder andere, weil sie wieder und wieder den Rubin konsultiert, dem er sie täglich anvertraut hat. Und sie hatte ein halbes Jahrhundert lang zumindest eine "tastende" geistige Verbindung zu ihm. Und sie hat viel von seiner Essenz, seiner Lebenskraft, in sich aufgenommen - und da das in Nahtod-Situationen geschah, ist sie da sicher selbst sehr empfänglich gewesen, und er hat kaum etwas zurückgehalten (oder zurückhalten können). Von daher ist sie sehr intim mit ihm verbunden - sie hat, wenn man so will, "seine Seele getrunken".

    Und Bren und Kiretta ... Nun ja, der Alltag ist der Würger so mancher großen Liebe, nicht wahr? ;)

    ich bin noch nicht bereit Wetten auf Erfolg oder Misserfolg abzuschliessen.

    Sie könnte noch eine große Gefahr für die Schattenherren werden, vor allem, wenn sie mit Silber agieren.

    Nalaji und die Mondmutter ... Wie groß ist ihre Kraft? Kann sie vielleicht Bren zu Fall bringen? Oder Lisanne? Oder beide? Oder hat sie gar die Macht, das Geschick im Krieg zugunsten der freien Reiche zu wenden?

    Bren ist endgültig vom Sympathieträger zum Schattenherren geworden.

    Hm, schließt sich das gegenseitig aus? Wenn ich mich nicht täusche, haben sich die Schatten bereits tief in die Herzen der Leserunde geschlichen. :lachen:

    Dem Gegenüber steht die absolute Hingabe seiner Mutter, die er nie gekannt hat, die jetzt aber hinter jeder seiner Entscheidungen steht. Und Quinnie, die alles für ihn tun würde ohne Schutz zu brauchen. Da kommt Kiretta merklich schlecht bei weg.

    Das ist ein schöner Vergleich der drei Frauen in Brens Leben, wenn man so will. Was haltet Ihr eigentlich von Quinné - über die habt Ihr bislang weniger geschrieben als über Kiretta und Brens Mutter, glaube ich?

    vielleicht kann man seine Gefühle nachvollziehen aber verstehen will ich sie nicht.

    Wo ziehst Du die Grenze zwischen "nachvollziehen" und "verstehen"?

    Es wird immer spannender.

    :freu:

    Ich denke schon, dass die Schatten aus purem Egoismus an einer funktionierenden menschlichen Gesellschaft interessiert sind, um sich dann nach Bedarf bedienen zu können. Klar sind jetzt auf menschlicher Seite Verluste zu melden.

    Klar - aber dafür müssen die Menschen ja nicht in Freiheit leben. In Ondrien, unter der Herrschaft der Schatten, leben mehr Menschen als in jedem anderen Reich der Welt ... Und wozu sollte man andere/freie Reiche brauchen?

Anstehende Termine

  1. Freitag, 3. August 2018 - Sonntag, 19. August 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 3. August 2018, 17:15 - Sonntag, 19. August 2018, 18:15

    JanaBabsi

  3. Freitag, 10. August 2018 - Freitag, 24. August 2018

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  4. Freitag, 17. August 2018 - Freitag, 31. August 2018

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