Beiträge von Robert Corvus

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    allerdings ist interessant, warum Phileasson hier die Rache ablehnt, weil es Tiere nicht abschrecken würde. Rache als Abschreckung wäre also in Ordnung?

    Phileasson argumentiert hier staatsmännisch: Um das eigene Gemeinwesen zu schützen, muss Feinden klar gemacht werden, dass es schlimme Folgen für sie hat, wenn sie dieses Gemeinwesen angreifen. Das funktioniert aber nur, wenn die Gegner in der Lage sind, einen Zusammenhang zwischen dem Angriff und der Vergeltungsaktion herzustellen.

    Diese Überlegung ist anders als das, was man gemeinhin mit Rache verbindet: Die Befriedigung eines emotionalen Bedürfnisses nach Vergeltung.

    Macchiavelli unterscheidet deutlich zwischen dem Verhalten von Staatsbürgern (bei denen Moral zu fördern ist, weil sie dem Gemeinwesen nützt) und denen von Fürsten (bei denen dieselben Einstellungen und Verhaltensweisen dem Gemeinwesen schaden können). Der Vordenker der Machtpolitik hätte die von Phileasson vertretene Ansicht vermutlich geteilt - mit der Absicht, das jeweilige Fürstentum zu stärken und seine Bürger zu schützen.

    Schließlich soll ja der Sex mit Perdona sagenhaft sein und trotzdem ist er lieber mit Zidaine zusammen.

    Denkt Ihr, Zidaine könnte Beorn helfen, Abstand zu Pardona zu wahren?

    So wie Tjorne untragbar wurde, als sein früheres Verbrechen öffentlich wurde.

    Er hatte dadurch sicher seine Gegner in der Ottajasko, zum Beispiel Dolorita. Aber Eimnir zum Beispiel hat ihm seine Laterne mit auf den Weg gegeben ...

    Hätte Tjorne den Holmgang für sich entschieden, hätte er damit das Recht erstritten, in der Ottajasko zu verbleiben. Hätte er später, im Tangfeld Zidaine besiegt ... wer weiß?

    Der Kampf war schnell zu Ende und der Kelch ging , wie von mir gehofft , an Beorn , der in diesem Teil wirklich viel investiert hat.

    Phileasson war ja etwas blass in diesem Teil.

    :o Team Phileasson scheint zu bröckeln!


    Zidaine gehört zu den Opfern , die später zu Tätern werden.

    Ja, das bringt den Kernaspekt auf den Punkt. Es gibt auch eine schöne Ambivalenz: Sie ist Opfer eines grauenvollen Verbrechens geworden ... aber eine nette Person ist sie deswegen noch nicht.


    Vielleicht steht am Ende die Erneuerung einer alten Freundschaft?

    Wie seht Ihr das - sind Asleif und Beon Rivalen auf ewig, oder kommen sie über kurzfristige Zweckbündnisse hinaus wieder zusammen?

    Das ist schon echt gruselig, nur Gehirn und Augen von Zynthia leben noch, und das bei vollem Bewusstsein.

    Aber das schwebende Hirn im Spinnenhintern hat mich noch einige Tage beschäftigt.

    Dieses Motiv hat sich über die Zeit entwickelt. Bernhard und ich diskutieren fortlaufend unsere Ideen, und zu Beginn hat Bernhard an ein Glasgefäß gedacht. Aber die durchsichtige Spinne passt natürlich hervorragend in die Motivik des Romans.


    Laanges Gespräch unter den Gefangenen und Praioslobs allgemeines Gerede über Gerechtigkeit und Wahrheit fand ich fast zu ausschweifend (war hart an der Grenze), aber manche Punkte mussten auch echt mal gesagt werden.

    Ich hatte das Gefühl, dem Drehen der Figur Zidaine von der Sympathieträgerin (für weite Teile der Leserschaft) zur gefährlichen Psychopathin viel Raum geben zu müssen. Dabei habe ich mir auch überlegt, welche Einwände beim Lesen kommen könnten (sozusagen, was man im Lesesessel dem aufgeschlagenen Buch entgegenruft), und habe versucht, auf diese einzugehen. Ich wollte das auf keinen Fall halbgar machen ...

    Einen mächtigen Dämon zum Feind zu haben ist sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Für die Nicht-Aventurienkenner:

    Es gibt eine Hierarchie der Dämonen. Die gehörnten Dämonen stehen über den ungehörnten, und innerhalb der Gehörnten zeigt die Anzahl der Hörner den Rang an. Mactans hat fünf Hörner, was sehr viel ist.

    Phileasson - Beorn 4:5(6), bei noch 6 ausstehenden Aufgaben.

    :klatschen:

    Die Seeschlangenzahnwaffen waren also doch gegen den Dämon gedacht. Wenn die derartig mächtig gegen Dämonen sind täten beide Ottajaskos gut daran, sie zu behalten. Wer weiß wozu die nochmal nützlich sind...

    Das liegt primär an Mactans' Historie. Er ist eigentlich der Domäne der Erzdämonin Charpytoroth zugehörig, hat aber gegen diese rebelliert. Seeschlangen sind Geschöpfe der Charyptoroth. Die Waffen aus Seeschlangenzähnen sind sozusagen von der Macht seiner Herrin durchtränkt und deswegen gegen ihn besonders wirksam.

    selbst Beorn kann keine grausame Serienmörderin in seinen Reihen dulden, wenn die Geschichte öffentlich ist.

    Ist das so?

    Er ist ein Plünderfahrer, und auch solche Recken wie Eimnir oder Eilif sind sicher keine Kinder von Traurigkeit ...

    Ach, was habe ich mir die Hände gerieben in diesem Abschnitt!

    :lachen:


    Besonders gefallen haben mir hier die Rückblicke in Zidaines Jahre, die uns bislang verborgen blieben.

    In einer der ersten Beorn-Szenen - vielleicht sogar der ersten in diesem Buch - wird kurz angedeutet, dass Grausamkeiten oft mit Plünderfahrten einhergehen. Da geht es um die Anklage gegen Tjorne, die zum Holmgang führt. Einige Mitglieder in Beorns Ottajasko sind da auffällig zurückhaltend ...

    Zidaines Rachemorde sind sicherlich außergewöhnlich. Aber die Methoden, wie Plünderfahrer an ihre Schätze kommen, gehören sozusagen zum thorwalschen "Kulturgut".

    es wurde ja angekündigt, dass sich die Autoren etwas haben einfallen lassen wegen Zidaine. Nun bin ich nervös, was wird passieren.

    Tja ... lass Dich überraschen! Der Vorteil daran, dass Du das Feld von hinten aufrollst, liegt darin, dass ich Dir schon verraten kann, dass den anderen unsere flotte Wendung im Zidaine-Strang recht gut gefallen hat. Jedenfalls denjenigen, die im entsprechenden Leseabschnitt geschrieben haben.


    Bei Beorn fühlte sie etwas, was sie verbindet (also doch eher der Böse?) .

    Sie haben ja auch schon einiges gemeinsam erlebt - zum Beispiel die Plünderfahrt nach Porto Paligan.


    Was haben die Götter mit dieser Wettfahrt vor? Wollen sie die Wiederkehr der Elfen einleiten?

    Hm ... Elfen gibt es ja durchaus in Aventurien, die müssten also nicht wiederkehren?

    Allerdings ist ihr großes Zeitalter vorbei. Um die Vorherrschaft im gegenwärtigen Zeitalter streiten die Orks und die Menschen. Ob die Elfen da als dritte große Partei dazustoßen sollten? Aber dann würden die Menschen (und ihre Götter) ja an ihrer eigenen Marginalisierung arbeiten, indem sie diese Wettfahrt durchführen ... Ob sie getäuscht werden?

    Ha, der Foggwulf hat wenigstens Anstand genug, mit einem gemeinen und bösen Blutmagier wie Vermis keine Geschäfte einzugehen, während Beorn der Blender mit einem Magier paktiert, der sich Sklaven hält, das wohl

    Genau, das wollen wir hier mal festhalten! :barbar:


    Und wieder verhält sich Praioslob richtig toll, dass er Tylstyr nicht alleine ziehen lässt, aber auch nicht mit dem mahnenden Zeigefinger daherkommt. Kein Wunder, dass Praioslob mit seiner toleranten Art bei seinen Glaubensbrüder angeeckt ist.

    Volle Zustimmung! Praioslob schafft es wirklich fabelhaft,

    Schön, dass Euch diese Figur so gut gefällt. Sie war tatsächlich ein Risiko, weil sie völlig gegen das Klischee des erbarmungslos-dümmlichen Inquisitors geschrieben ist. Ich glaube aber, dass sie der aventurischen Wirklichkeit, wie sie in den Quellenbüchern beschrieben ist, gerecht wird. Vor allem wirkt die Praioskirche zwar an Herrscherhöfen - aber auch dem einfachen Volk will sie Gerechtigkeit bringen.

    So eine Frau kann Tylstyr nicht wirklich lieben wollen, die zu so etwas in der Lage ist!

    Das ist alles eine Frage der Perspektive ... Zidaine hat auch zuvor schon gemordet, aber wir haben nicht so sehr den Scheinwerfer darauf gerichtet. Deswegen wurde ihre Grausamkeit nicht so auffällig - und in der Leserschaft war sie eine Sympathieträgerin. Das scheint sich mit Totenmeer zu drehen ...

    Achja, als Tylstyr durch Beorns Augen sieht, sieht er die goldenen Iriden der falschen Lenya. Er stutzt zwar, aber durch seine Verzweiflung wegen Zidaine wird er dieser Beobachtung keine weitere Bedeutung zumessen, denke ich.

    Mal angenommen, er würde Verdacht schöpfen ... Was könnte/wollte er denn tun?

    Beorn sieht seine Felle nach dem Spinnenschiff immer mehr schwimmen, viele Recken noch geschwächt, Zidaine auf ihrem Rachetrip, dem Verbündeten kann er nicht trauen, und jetzt auch noch die Kröte.

    Ja, das Totenmeer begrüßt seine Gäste, wie es seiner Art entspricht ... Es ist ein gefährlicher Ort. :teufel:


    und Galandel wird einfach sterben.

    Was denkt die Runde? Hat Galandel eine Zukunft?

    Hinter all dem steckt ein viel größeres Ziel als nur eine Wettfahrt zu gewinnen. Aber ich glaube, dass ist mittlerweile jedem klar.

    Ich gehe immer mehr davon aus, dass sie auch im Auftrag des Namenlosen unterwegs ist, um herauszufinden, was die Götter da aushecken. Mir scheint, als wolle man entweder die alte Elfenkultur wieder aufwecken oder gänzlich zerstören.

    Derzeit gibt es verschiedene Elfenvölker in Aventurien, von den Firnelfen im hohen Norden über die Waldelfen in den Salamandersteinen, die Steppenelfen, denen wir kurz vor dem Bornland begegnet sind, bis zu den Auelfen (Salarin/Galandel) und den Wüstenelfen (Lailath). Die Hochelfen allerdings hat noch kein Mensch gesehen - sie waren schon ausgestorben, bevor der erste Mensch nach Aventurien kam. So sagt man jedenfalls. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass sie dennoch irgendwo überlebt haben? Und wenn ja - in welcher Form?

    Abdul entwickelt sich immer mehr zu einer der interessantesten Figuren hier in dieser Serie.

    Das ist schön. :)

    Bei den Rollenspielern, die uns ansprechen, gibt es ein sehr gemischtes Bild. In manchen Spielgruppen war Abdul einfach nur Ballast.


    Er sieht die Matrix seiner Umgebung und kann sie seinen Wünschen anpassen. Da scheint er eine Ausnahme zu sein.

    Ja, das ist sehr ungewöhnlich. Ein allgemeines Magiegespür gibt es in Aventurien nicht. Tylstyr wirkt Zauber wie den "Analys Arcanstructur", um zu erfassen, was Abdul instinktiv erkennt.


    Vielleicht ist ja dieses Tangmeer von ihm bzw. durch ihn erschaffen wurden und wächst dadurch, dass er sich dort befindet immer weiter. Er ist vielleicht ja die Quelle vom Totenmeer.

    Tatsache ist jedenfalls, dass es das Sargassomeer nicht immer gab, und dass es Jahr für Jahr wächst ...

    Ja, der Klatscher an die Stirn tat weh. ^^

    :lachen:


    Er kümmert sich mehr um seine Mannschaft und riskiert nicht blödsinniger Weise das Leben aller an Bord und die Wettfahrt, damit jemand wie Kodnas Han entkommt.

    Phileasson steht zu seiner Freundschaft - auch mit Kodnas Han. Schließlich hat Kodnas ihn auch in seinem Unterschlupf auf Beskan willkommen geheißen.

    Natürlich ist im Buch auch rübergekommen, dass Vermis unglaublich mächtig ist. Aber Beorns Argumente waren für mich auch stichhaltig, dass Vermis seit 20 Jahren darauf wartet, diesen Kelch in die Finger zu kriegen,

    Das beides in Kombination lässt darauf schließen, wie mächtig Vermis' Gegenspieler sind ...


    Was hat Pardona mit Salarin vor, den brauchen wir noch. Die soll bloß die Finger von ihm lassen.

    :lachen: Ein Sternenträger ist schon etwas Besonderes, und Pardona interessiert sich stets für das Besondere.


    Phileasson ist mehr der Kopf Typ und Beorn mehr Bauch,

    Genau! Cleverness versus animalischer Trieb - mein Reden!

    Er hat seinen Frieden verdient.

    Und wie sie sich an seinem Leid und Elend geweidet hat. Das hat mich richtig zornig gemacht. Abstoßend!

    Wer hätte im Prolog von Nordwärts gedacht, dass man einem der Täter später Frieden wünscht und das Opfer später als abstoßend empfindet! Ein bisschen stolz bin ich ja schon darauf, dass wir das so drehen konnten ... :)

    Ich glaube Beorn wird es nicht gefallen, dass er seine Geliebte gefangen hält, falls er es überhaupt erfährt.

    Was denkt Ihr, wie Beorn zu Zidaine steht? Ist sie seine große Liebe?


    Das habe ich noch nie nachvollziehen können, wie der Tod einem Genugtuung verschaffen kann?

    Vermutlich appelliert diese Strafe an das Gerechtigkeitsgefühl - ein Leben für ein Leben ...

    Auf der anderen Seite haben wir diese Gedächtnislücken, immer wieder tauchen Erinnerungsfetzen auf, die er aber nicht mehr zuordnen kann. Was die Geschehnisse vor und während seiner Zeit im Himmelsturm angeht, könnte ich das noch nachvollziehen, aber auch Dinge aus der jüngsten Vergangenheit, wie seine Warnungen, die er den Postreiter (der exakte Name fällt mir gerade mal wieder nicht ein) übergeben hat, kann er nicht mehr zuordnen. Ich hoffe nur, dass dieser Gedächtnisverfall nicht weiter fortschreitet.

    Ich glaube eher, dass Abdul immer mal wieder "wachere" Phasen hat, in denen er klar sieht und sich weitgehend erinnern kann, und dann eben die verwirrten Phasen.

    Abduls Geist ist wie die Oberfläche eines Sees in einem Sturm - schwierig, dort mit einem kleinen Boot (einem Gedanken) in gerader Linie von A nach B zu kommen. Nur selten unterbricht eine Flaute diesen Sturm.

    War das jetzt wirklich vernünftig oder einfach nur sentimental von Lailath, als sie diesen Stimmen gefolgt ist? Die Szene zeigt jedoch, wie wenig zugehörig sie sich zur Ottajasko fühlt, ganz anders wie Salarin oder Galayne.

    Ja, Lailath hat eine Mission ... Auf ihre Art ist sie eine treue Seele.


    Irgendwie hoffe ich, dass Dolorita noch die Wahrheit erfährt.

    Wissen ist ja schön und gut - aber was könnte sie mit diesem Wissen anfangen? Wäre es für sie mehr als zusätzliches Leid?


    andererseits waren wir bei den anderen Opfern nicht live dabei, ob sie mit ihnen ebenfalls gesprochen hat.

    Zweimal wurde Zidaines Opferritual geschildert: In Nordwärts mit Eigil und in Die Wölfin in Festum bei Tjorne, wo sie allerdings leicht von ihrem Muster abgewichen ist.

    Ich bin echt geflasht von diesem Abschnitt

    Was für ein Abschnitt. Das war wirklich HORROR in der reinsten Form. Ich konnte förmlich die ekligen Spinnen riechen. Starkes Kopfkino.

    :freu::freu:


    Jetzt müssen sie sich wohl erstmal ein paar Tage erholen. Das gibt Phileasson Zeit aufzuholen.

    Genau! Ihr werdet den Foggwulf doch wohl noch nicht abgeschrieben haben? ;)


    Müssen Dämonen nicht wieder in ihre Dimension zurück?

    Kann ein bereits beschworener Dämon nochmals beschworen werden? Wäre das nicht eine Möglichkeit, ihn loszuwerden? Indem man ihn an einen anderen Ort beschwört?

    Einmal gerufen, können sie sich durchaus häuslich nierderlassen ... Durch Abwarten löst sich ein Dämonenproblem nicht.

    Können Dämonen nicht selber in ihre Sphäre zurück, wenn sie wollen?

    In der Regel können sie das schon - aber sie können nicht notwendigerweise alles mitnehmen, was sie in der diesseitigen Sphäre erbeutet haben ...


    Und warum lernt man verdammt nochmal nicht gleich beim Dämonenbeschwören das Dämonenbannen mit, hm?

    Die Dämonologie ist zur Zeit der Phileasson-Saga ein eher randständiges Studiengebiet. Viele Dinge werden erst Jahre später, während der Borbaradkrise, entwickelt oder wiederentdeckt. Dazu gehören auch Bannkreise ...


    Ich finde, das hat Tjorne nun auch wieder nicht verdient. Dann lieber einen schnellen sauberen Tod.

    Für mich ist es interessant, zu beobachten, wie Tjorne in diesem Roman deutlich mehr Fürsprache erhält als jemals zuvor.


    Ich habe da meine größten Befürchtungen, wenn man einen Roman dieser Kategorie "Rosentempel" nennt, ist das sicherlich bei DEN Autoren nur eine Ablenkung und wir werden dort viel schlimmere Dinge erlesen.

    :lachen:

    Jetzt ist der Pakt nur Einbildung und sie wird in seelischen Qualen sich winden.

    Für sie bedeutet das ja nun, dass sie ihren Rachefeldzug nicht mehr mit ihrem Pakt "rechtfertigen" kann.

    Nun ja, das würde bedeute, dass sie die letzten zehn Jahre ihres Lebens als Fehler ansieht, beziehungsweise sich diesen Fehler eingesteht. Darin sind wir Menschen im allgemeinen ziemlich schlecht ...

    Sie werden diese Aufgabe gemeinsam meistern und die Anderen austricksen.

    Wenn sich die Ottajaskos zusammentun - wer bekommt dann den Kelch bzw. den Punkt?

    Beorn beweist da im Vergleich zu Phileasson echt mehr Schneid. Der weiß sofort, wie er mit Vermis umgehen muss und lässt sich kein Stück einschüchtern.

    Ich glaube, man muss die Abenteuervorlage als Spielleiter kennen, um zu erkennen, wie gefährlich Beorns Spiel an dieser Stelle ist. Im Roman haben wir es nur angedeutet, als Abdul einige Male über die vielen Artefakte nachdenkt, mit denen der Magier behängt ist. Es hat einen Grund, dass er sich Jahrzehnte im Totenmeer behauptet hat ...

    Was ist mit ihrem eigenen Geist? Der braucht den Körper schließlich auch, um die Artefakte nach Hause zu bringen.

    Vermutlich denkt Lailath hier nicht besonders weit: Sie will die Artefakte haben, das ist zunächst einmal das Wesentliche.

    Aber wenn man es dann aus elfischer Sicht sieht, steht danach "nur noch" die Rückverbringung in ihre Heimat an - danach ist ihre Lebensaufgabe ohnehin erfüllt. Ihr Licht würde dann ihren Körper verlassen, der damit frei würde. Vielleicht will sie die Geister überzeugen, sich so lange zu gedulden - und trägt sie derweil als Gäste mit sich herum?

    Aber vielleicht hat sie auch etwas ganz anderes vor ... ;)

    Hut ab! Was mich angeht ist die "unerwartete Wendung" absolut gelungen!

    :jakka:

    Moment mal, arme beraubte Elfen können mich nicht so berühren wie Blutmagier? Sollten da doch bleibende Schäden aus der Lektüre diverser Schattenromane entstanden sein?

    Ja, zweifellos. ^^


    Warum kreuzt man eine Ratte mit einer Krähe (also pfropft wohl besser)? Nur weil man es kann?

    Ich nehme an, das "weil man es kann" ist in sich ein starker Antrieb. Man spielt eben mit seinen Fähigkeiten herum.

    Bei Pardona wissen wir, dass sie es als einen Weg zu ihrer eigenen Vergöttlichung ansieht, Leben zu schaffen.


    Interessant, der Unterricht im Stehen. Würde wohl einiges verkürzen und das Einschlafen während der Vorlesungen schwieriger machen

    Als ich noch Unternehmensberater war, haben wir das in einigen Projekten gemacht, wenn es darum ging, zu Beginn des Arbeitstages die Teamkollegen auf den aktuellen Stand zu bringen. Meistens hat es tatsächlich das Herumgeschwafel erheblich begrenzt.


    Heißt das etwa, dein Kollege hat das Buch nicht gelesen?

    Ich fürchte, davon müssen wir ausgehen. ;( Aber das kann er ja nachholen, wenn er mal nicht vollständig mit eigenen Projekten ausgelastet sein sollte.

    Ich bin sowas von stolz auf Abdul und froh über seine Anwesenheit!

    Tjaha, als Perspektivfigur darf er in diesem Roman mal richtig vom Leder ziehen!


    Vielleicht haben wir ja Glück und bei diesem Zusammentreffen schalten die beiden Schergen sich gegenseitig aus. Dann müssen Asleif und Beorn sich "nur noch" um den Dämon kümmern und auswürfeln, wer den Kelch mitnehmen darf.

    Es gibt da mindestens sechs Parteien, die den Kelch wollen:

    - Mactans

    - Vermis

    - Vespertilio

    - Beorn

    - Phileasson

    - Lailath

    Und vielleicht noch eine siebte?

    Die Geister haben ja offensichtlich auch eine eigene Agenda. Vielleicht könnten sie mit dem Kelch wieder lebendig werden?

    Aber wenn sie sich das vom Kelch versprechen - wieso haben sie bisher nicht versucht, an ihn heranzukommen? Oder sind ihre bisherigen Versuche gescheitert?

    Eigentlich geht es ihnen ja auch weniger um Leben als um Körperlichkeit ...

    Zumindest ein tröstlicher Gedanke, dass er es durch seine Reue und Annahme der Strafe vermutlich geschafft hat, in Swafnirs Schildwall aufgenommen zu werden.

    Daran darf man ein Fragezeichen machen, auch wenn Tjorne es sich wünscht. Swafnir ruft die Mutigsten und Stärksten in seinen Schildwall, Krieger für die große Schlacht gegen Hranngar. Ob Tjorne in den Augen des Gottes wirklich dazuzählt?

    Denn da geraten die Kapitäne nun gewissermaßen zwischen die Fronten und werden vor den Karren zweier verfeindeter Greise gespannt.

    Glaubt Ihr, es ist eine gute Idee, diese beiden Drachenführer einspannen zu wollen? :teufel:


    Gerührt hat mich Phileasson, als er Galandels Hände hielt. Irgendwie ein Moment des Innehaltens in alldem Chaos.

    In diesem Buch scheinen es vor allem die kleinen Szenen am Rande zu sein, die beeindrucken. :)


    Und dass jetzt wieder diese Krebse zum Einsatz kommen sollen......auch das....irgendwie....ich weiß es nicht.

    Ich habe mir erklären lassen, dass ein solches "Muster" beim Morden ein typisches Merkmal für Serienkiller ist. Deswegen bezeichnet die Polizei auch schon mal jemanden als Serienkiller (oder deutsch "Massenmörder"), obwohl er erst einen einzigen Menschen umgebracht hat, also eigentlich noch nicht von einer Serie die Rede sein kann. Das passiert, wenn der Mord etwas Rituelles und Zwanghaftes hat - im Gegensatz zum Beispiel zu einem Verbrechen, das aus einem Ehestreit heraus geschieht, oder als "Nebeneffekt" bei einem Raub.

    Ich musste die ganze Zeit an den Exorzisten denken

    Ich war dabei inspiriert von einer Szene in dem Film Der Exorzismus der Emily Rose.

    Uhhh, Spinnen, ich find die eklig auch wenn ich keine Angst vor ihnen habe.

    Ich habe ja echt nichts gegen Spinnen, im Gegenteil, aber in solchen Mengen und Größen und dann noch so angriffslustig, ist das auch nichts mehr für mich.

    Ja, es gibt so ein paar Motive, die zuverlässig Schaudern triggern ...

    Der Verlag ist dabei übrigens manchmal etwas ängstlich. Beispielsweise hat man uns vom Titel Schlangengrab abgeraten, weil er Schlangenphobiker abschrecken könnte ...

    Ob Totenmeer in dieser Hinsicht besser ist, weiß ich allerdings nicht. Immerhin versöhnen wir beim nächsten Band mit Rosentempel. ^^

    Und natürlich musste ich direkt an Irulla denken; sie dürfte doch ziemlich begeistert wegen der Spinnen sein.

    Haha! Denkt Ihr, Irulla wird sich an diesem Ort wohlfühlen?


    Über Abdul musste ich aber lachen, als er keine Lust zum arbeiten hatte und eben mal einen Zauber spricht, der die Stern von Silz vom Grund und auf den Strand hebt. Oder sein Zauber, bei dem Phileasson wer weiß was erwartete, aber nichts großartiges kam, aber immerhin war er schön

    Da habe ich beim Schreiben ebenfalls geschmunzelt.


    Mir machen die Charaktere und auch die Story wieder richtig Spaß.

    :freu:

    Also hat Pardona da schon immer mitgemischt?!

    Ich denke, die Altersangabe zu ihr im Dramatis Personae sowie das, was sie in Die Wölfin über ihre Lebensgeschichte erzählt, beantworten in dieser Hinsicht alle Fragen ... ;)

    In diesem Band vielleicht nicht, aber im letzten Band hatte Tylstyr ja vor, das Buch irgendwann untersuchen zu lassen.

    :klatschen:

    Allerdings braucht er dazu so etwas wie ein magisches Laboratorium ... Ob er so etwas im Totenmeer finden wird?