Beiträge von Bücherskorpion

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    So, jetzt ist es soweit: Ihr könnt die Szene auf meiner Homepage lesen! ;)


    Einfach am rechten Rand unter Kategorien "Gestrichene Szenen" anklicken. Leider habe ich es noch nicht geschafft, ein ordentliches Beitragsbild dazu reinzustellen. :-[ Bin z.Z. wieder in Pirna und verfüge hier nicht über meine volle Internetkapazität.


    Viel Spaß beim Lesen! ;D


    Heike

    Liebe Karin,


    ein dickes Dankeschön auch an dich und alle Teilnehmer der Leserunde! Ich habe ja schon mehrfach gesagt, wieviel Spaß es mir gemacht hat, mit Euch hier über mein Buch zu reden. :lesen: :-*


    Schade, dass du bei der nächsten Leserunde nicht direkt dabei sein kannst, aber Urlaub ist natürlich noch viiiiel besser. ;)


    Vergesst nicht, in meine Homepage reinzuschauen, denn da wird es in den nächsten Tagen die versprochene gestrichene Szene geben! :lupe:




    Liebe Grüße an alle


    Heike

    Herzliche Dank für Eure detaillierten, tollen Rezensionen! :bussi:


    Als Dankeschön - und damit Euch die Zeit bis zum 20.April nicht zu lang wird - werde ich Anfang Februar auf meiner Homepage www.buecherskorpion.eu eine gestrichene Szene veröffentlichen. Die hatte ich ursprünglich an das Ende des Buches gesetzt, wollte sie dann im 2.Teil verwerten, aber da hat sie auch nie so richtig gepasst. Aber so für zwischendurch ist sie einfach perfekt geeignet. Also: Hübsch neugierig bleiben! :wahrsager: :err:


    Aber leider habe ich auch den Klappentext gelesen.....großer Fehler von mir.....


    Ja, der ist so richtiger Mist! >:(Ich war auch total verägrert, als ich den gelsen habe. Inzwischen habe ich DTV eine bessere Variante geschickt mit der Bitte das zu ändern. Werde nochmal nachhaken - auch wenn für manchen Leser der Spaß wahrscheinlich schon verdorben ist... :(

    Ich denke, es ist nicht nur Sensationsgier gewesen. Das Rechtsverständnis war damals ein anderes - dabei setzte man hauptsächlich auf Abschreckung. Ich habe die Aufzeichnungen von Franz Schmidt, einem Bamberger Henker aus dieser Zeit gelesen. Auch wenn der seinen Job wohl nicht besonders gern gemacht hat, so empfand er ihn doch als notwendig. Er hatte sich übrigens dafür eingestzt, dass Kindsmörderinnen in seinem Wirkungskreis nicht ertränkt, sondern enthauptet wurden.


    Apropos - da fällt mir noch ein, dass ich gelesen habe, das wurde u.a. auch wegen der reinigenden Kraft des Wassers gemacht. Darum sollte das Gewässer vorzugsweise ein Fluss sein. Der schwämmte dann sozusagen die Sünden mit sich fort. Alles ziemlich mystisch - selbst für damalige Verhältnisse.


    Gab es das bei den Frauen wie Bockewirth und Hewptmann auch? Und was ist aus dem Geschäft geworden, wenn es keinen männlichen Erben gab? Ist das an die Zunft gegangen oder wurde es verkauft?


    Eine Meisterwitwe ohne erwachsenen Sohn musste möglichst bald wieder heiraten. Den Betrieb durfte sie nur ganz selten oder für eine Übergangszeit (z.B. bis der Sohn übernehmen konnte) führen. Gab es keinen männlichen Erben und konnte die Zunft auch keine Ansprüche geltend machen, musste der Betrieb verkauft werden.


    Welchen Sinn bzw Symbolwert hatten die toten Tiere bzw die lebende Schlange? Bestialische Methoden waren das sicherlich! :'(


    Das ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich kam diese Art der Hinrichtung aus der Antike. tatsächlich wurde sie bis weit ins 17.Jahrhundert in Sachsen praktiziert. Meine Deutung ist: Die Katze steht für den Teufel, der die Sünderin dazu brachte zu sündigen. Die Schlange ebenfalls - außerdem für Evas Sündenfall. Der Affe bedeutete Eitelkeit (so nach dem Motto: Selber Schuld, wenn sie sich durch schöne Worte von einem Kerl verführen lässt...). Der Hund galt als ganz niederes Tier.


    Wieviel hat damals die Herstellung eines Buches eigentlich gekostet?


    Bücher waren damals viel teurer als heute. Am billigsten bekamst du auf Papier gedruckte Bücher, wenn sie nicht gebunden waren. Bücher binden ist eine Heidenarbeit - meine Mutter war Buchbinderin, daher kenne ich das aus eigener Anschauung - und je nach verwendetem Material konnte das dann auch stark im Preis variieren.
    Das Buch aus dem Kontor von Sophias Vater ist aber aus Pergament - das ist viel, viel teurer als Papier. Außerdem ist es handgeschrieben und -gemalt. Das erforderte enormen Arbeitsauffwand und die Farben waren auch teuer.
    Wenn wir mal von dem Buch ausgegehen, das dabei Vorbild stand - dem Voynich-Manuskript - das war schon sowas wie Porsche mit Extraausstattung unter den Büchern... :lesen: ;)


    Wie alt ist Sophia eigentlich? Und ab welchem Alter wurde kein Vormund mehr benötigt?


    Sie ist 19. Aber das Alter spielte damals keine Rolle - als ledige Frau hattest du einen männlichen Verwandten, der das Recht hatte, für/über dich zu entscheiden - gab es keinen, wurde ein anderer Mann dazu bestimmt. Als Witwe hattest du ein bisschen mehr Mitbestimmungsrecht - kam aber auch immer auf die konkrete Situation an. Glück hattest du da nur, wenn der Vormund entsprechend tolerant war und dich dein Ding machen ließ.


    Wie wurde das Anstiften zu einem Mord eigentlich geahndet?


    Schumann wäre wohl auch zum Tode verurteilt worden, wenn man es ihm hätte nachweisen können.


    Da lag damals allerdings das Hauptproblem: Sobald der Täter nicht auf frischer Tat ertappt wurde oder es glaubwürdige Zeugen gab, blieb im Grunde nur noch die Folter als Mittel der "Wahrheitsfindung". Kritisiert wurde das damals auch schon, aber die meisten kriminalistische Methoden, die für uns heute selbstverständlich sind, gab es nicht. Teilweise wurde damals in Deutschland sogar noch die "Bahrprobe" als Bweis vor Gericht angewendet - dazu musste der vermeintliche Täter an die leiche des Opfers treten - blutete die erneut, war er als Täter überführt.


    Ich überlege, welche Krankheiten ähnlich der Pest verlaufen. Heike, kannst du uns dazu erleuchten?


    Ich habe gelesen, dass damals so manche Seuche, die nicht genau bestimmt werden konnte, einfach als Pest bezeichnet wurde. Oftmals sind die Beschreibungen, die in alten Chroniken gegeben werden, auch so schwammig, dass es sich heute nicht mehr genau nachvollziehen lässt, was es war. Ich dachte, das verarbeite ich mal.