Beiträge von ASDowidat

    Und hier mein Leserundenfazit:


    Es hat mir großen Spaß gemacht und das Feedback der Lesenden war für mich sehr wertvoll! :) 

    Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür!

    Insbesondere möchte ich mich auch bei der Moderatorin bedanken - für mich war es sehr hilfreich, dass bei der Runde auf eine ungefähr gleiche Lesegeschwindigkeit geachtet wurde, sodass ich mich auch selbst immer auf bestimmte Abschnitte konzentrieren konnte.

    Für mich war es auch interessant, welche Details euch aufgefallen sind (z.B. ob Herr Jakob eigentlich einen Vornamen hat, warum Frau Wanke einmal "Ach" sagte, man aber nicht direkt wusste, worauf sich dies bezog) und welche Fragen sich Leser stellen, auf die ich selbst als Autorin womöglich gar nicht gekommen bin.


    Was ist Traum und was ist Wirklichkeit bei Herrn Jakob? Tja, das fließt in der Geschichte - und vielleicht auch manchmal im Leben? - wirklich sehr ineinander. Dass einige von euch dies direkt ansprachen und dass die Abgrenzung gar nicht immer so deutlich war, ist, so glaube ich, auch dem Buchsatz geschuldet.

    Diesen habe ich nach Einarbeitung in ein Layout-Programm mit großem Spaß selbst gemacht. Das Ineinanderfließen von Traum und Wirklichkeit ist natürlich in erster Linie eine Erzähltechnik, doch mir ist anhand eures Feedbacks auch klar geworden, dass hierbei ebenso das Layout des Textes eine Wirkung hat. Eine andere Kapitelaufteilung oder deutliche Absätze an manchen Stellen hätten diese Wirkung vielleicht weniger stark werden lassen.


    Vielleicht lesen wir uns bei einer anderen Leserunde zum nächsten Roman wieder, was mich sehr freuen würde!


    Bis dahin herzliche Grüße,

    Annette


    P.S.: Ich bin sehr gespannt auf und bedanke mich auch schon einmal für Eure Rezensionen.

    Wirklich ein Buch mit interessanten Ansätzen zum Nachdenken, tollen Aspekten und einer schönen Geschichte, es hat mir Spaß gemacht.

    Das freut mich!



    Den Vornamen von Herrn Jakob haben wir jetzt nicht erfahren, oder?

    Herr Jakob ist einfach nur Herr Jakob. :) Ich bin über seinen Vornamen auch nicht gestolpert, deshalb denke ich mal, dass er im Roman gar nicht erwähnt wurde.

    Der Vorname wird tatsächlich nirgends genannt.

    Ja, so war es gedacht: Herr Jakob ist einfach Herr Jakob :)

    In einer früheren Fassung des Manuskripts hatte ich den Namen an einer Stelle erwähnt (als Herr Jakob die Postkarten an den Freund und Frau Rettig einwirft, waren der Inhalt und seine Namensunterschrift wörtlich wiedergegeben), das habe ich dann allerdings später wieder verworfen.

    Ich fand irgendwie, dass ein Vorname etwas von dem Namen "Herr Jakob" wegnimmt, da Jakob ohne Herr ja auch ein Vorname ist.


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Bei einem Punkt habe ich aber gestutzt: "Die Türklingel würde er erst am nächsten Tag wieder funktionstüchtig machen." War das nicht so, dass der Privatdetektiv seinerzeit klingeln konnte und Herr Jakob das Klingeln in seinem Traum als Donnergrollen wahrgenommen hat?

    Hui, fast fühlte ich mich ertappt! Doch das Donnergrollen bezog sich nicht auf ein eventuelles Klingeln (der Detektiv drückt zwar auch den Klingelknopf, das erzeugt wegen der abgestellten Klinkgel jedoch kein Geräusch), sondern auf den Versuch des Detektivs, die Rolladen hochzuschieben. Ich habe mir alte Holzrolladen vorgestellt, die dann schön laut knirschen...

    Wobei ich das auch ein wenig als absichtlich überzeichnet angesehen habe, um das alles ein wenig aufs Korn zu nehmen ^^

    Ja, genau, das war meine Absicht :)


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Da warst du aber nicht alleine, ging mir auch so.

    Umso mehr ein Grund, die Verlinkung auf der Website zu ändern... leider geht das offenbar nicht. Es ist eine Voreinstellung im Wordpress-Theme, dass immer 55 Wörter des Beitrages angezeigt werden und am Ende drei Punkte in Klammern gesetzt werden, und das lässt sich im Backend der Seite blöderweise nicht verändern. Vielleicht fällt mir noch eine andere Lösung ein...


    Das Buchcover finde ich recht hübsch und ansprechend, hat aber m.E. gar nichts mit der Geschichte zu tun. Wie seid ihr darauf gekommen?

    Ich habe das Covermotiv bei einem Designer auf der Website gefunden und war davon hin und weg... beim Cover ging es mir vor allem darum, dass es Emotionen transportiert, weniger, dass es auf die Geschichte inhaltlich Bezug nimmt.


    Werden wir in nächster Zeit etwas Neues von dir lesen können? Ich hoffe doch sehr.

    Gerade ist mein nächster Roman (den ich eigentlich als ersten geschrieben habe) bei der Lektorin, danach folgt dann die Produktionsphase mit Cover etc. Allerdings geht der in eine völlig andere Richtung als Herr Jakob, es ist eher eine Dystopie.


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Alles in allem ist mir das Ende aber etwas zu rasch gekommen - zu viele Handlungsgedanken wurden nicht wieder aufgenommen bzw verliefen sich irgendwie.

    Danke für diese Einschätzung - für mich ein wertvoller Hinweis, beim nächsten Romanprojekt noch einmal zu schauen, wie sich da die Erzählstränge zum Ende hin entwickeln bzw. in welchem Tempo!

    Die Apothekerin? Na ja... früher hat im Märchen der Prinz die Prinzessin wachgeküsst - heute gähnen sie sich inbrünstig an und legen sich zum Winterschlaf. ;)

    :totlach:


    Alles in allem ein märchenhaftes, ruhiges Buch zum Träumen und den kleinen Winterschlaf zwischendurch!

    Herzlichen Dank!

    Sehr gerne! Es freut mich, dass das Buch offenbar zum kleinen Winterschlaf zwischendurch anregt :)


    Ich fand die Idee sehr gelungen, dass die Menschen den Winterschlaf wieder für sich entdecken, schön wenn das wirklich möglich wäre. Heutzutage wird man ja schon schief angeschaut, wenn man Sonntags einfach zu Hause bleibt.

    Tja, und wenn man sagt: "Ich habe Zeit", klingt das ja auch irgendwie, als ob man nichts zu tun hätte...

    Gerade fällt mir wieder dieses wunderbare Lied bzw. Musikvideo von Max Raabe ein: "Der perfekte Moment ... wird heute verpennt" - hier der Link:


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Gute Frage, aber ich kann ihn irgendwie verstehen. Vielleicht sieht er es als Verrat an sich selbst, wenn er die Figur verkauft. Oder er ist einfach noch nicht so weit.

    Einerseits will Herr Jakob wissen, ob die kleine Figur, die seine innerste Sehnsucht symbolisiert, bei anderen Menschen auf Resonanz stößt - doch andererseits kann er sich nicht davon trennen, da er sich zu sehr mit ihr verbunden fühlt.

    Im Hinterkopf hatte ich dabei meine Tante, eine Malerin, die früher bei Ausstellungen bei den Bildern, von denen sie sich auf keinen Fall trennen wollte, vorher einen roten Punkt auf den Rahmen geklebt hat, das hieß: schon verkauft;-)


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Wie soll man jemandem klar machen, daß man über die Winterzeit einen Winterschlaf machen möchte?

    Vielleicht so: <3 + :sleeping: = <3:sleeping::sleeping:<3

    Mit hat die Geschichte sehr gut gefallen. Wenn ich mich anfangs schwer getan habe, Realität und Traum/Schlaf auf eine Reihe zu bringen, habe ich mich im Nachfolgenden gar nicht mehr darum bemüht, dieses zu unterscheiden. Ich habe mich einfach nur treiben lassen, durch die Geschichte hindurch.

    Es freut mich sehr, dass Dir die Geschichte so gut gefallen hat!

    Mich hindurchtreiben lassen, das habe ich beim Schreiben des ersten Entwurfes auch gemacht, ich war gespannt, wie sich die Geschichte aus der Grundidee heraus entwickelt.


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Die Begegnung mit seiner Exfrau zeigt auch, wieviel Gelassenheit und Blickwechsel Herrn Jakob möglich sind.

    Die Möglichkeit, gelassen zu bleiben... ja, das ist für Herr Jakob einer der großen Erträge des Winterschlafes. Das wünsche ich mir selbst oft mehr, dass ich bei Ärgernissen innerlich viel gelassener bleiben könnte...


    Was mir dann so gar nicht mehr gefallen hat (Tut mir wirklich Leid, liebe Annett - bitte nicht böse sein!) sind die Dinge die sich um die Schlafkrankheit und den eventuellen Virus drehen. Ich glaube schon die Intension dieser Szenen, die Kritik an unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft, zu verstehen, aber das war mir persönlich zu sehr mit der Holzhammermethode. Wenn man wirklich von einer Krankheit ausging, wieso dann Verhaftungen - auf welcher Basis überhaupt?

    Oh, böse bin ich überhaupt nicht, es ist für mich ja sehr wertvoll zu erfahren, wie unterschiedlich die Geschichte auch in den Erzähldetails bei Lesern ankommt ;) Diese Schlafkrankheit-Szene war im Entwurfsstadium sogar noch drastischer, der Lektor hat dann glücklicherweise seinen Teil angemerkt, sodass ich sie umgeschrieben hatte. Aber sie bildet wohl auch so immer noch einen gewissen Gegensatz zu dem sonst eher ruhigen Erzählfluss.


    Das Ende fand ich dann wieder schön, wie beide gemeinsam in das "Traumdorf" fahren... ein gelungener Abschluss.

    Das freut mich :)


    Herzliche Morgengrüße,

    Annette

    Man muß doch wirklich nicht so überaus realistisch denken, wenn wir an Herrn Jakobs Winterschlaf denken. Dies ist eine Geschichte, die uns einen Anstoß geben möchte.

    Das Fiktive, Unrealistische in der Geschichte reicht für mich leider nicht aus, den Funken komplett überspringen zu lassen. Das ist nicht böse gemeint.

    Ich finde eure kontroversen Ansichten sehr interesssant bzw. dass die Geschichte an diesem Punkt zu sehr unterschiedlichen Eindrücken führt! Ich erinnere mich, dass ich beim Schreiben einerseits sehr darauf bedacht war, dass die Zusammenhänge in der realen Welt logisch bleiben (z.B. die Zeitabläufe; wie Herr Jakob unentdeckt bleibt...), und dass ich mich andererseits regelrecht durch das Entstehen und Herrn Jakobs Erleben habe treiben lassen. Die Figur war für mich der Ankerpunkt, um die herum alles erzählt wird. Durch diese beiden Erzählhaltungen ist vielleicht eine gewisse Spannung innerhalb der Geschichte zwischen "real" und "in der Realität so nicht möglich" entstanden.


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Was ich allerdings nicht verstanden habe woher Herr Jakob jetzt seine Erkältung hat. Braucht es da nicht irgendwie Viren und / Bakterien?

    Die kurzen Dialoge habe ich fast alle nicht verstanden, außer"Gtntg".

    Äh, ja, das mit den Viren / Bakterien ... auf der einen Seite sehe ich es als Recherche-Schwachstelle beim Schreiben, da ich darüber nicht sehr nachgedacht hatte, wo jetzt der Virus hergekommen sein könnte. Auf der anderen Seite war es mir nicht wichtig, alles rational erklären zu können, da schon die ganze Konstruktion "Mensch macht monatelang Winterschlaf" ja schlicht in der realen Welt so nicht möglich ist.


    Zu den kurzen Dialogen, ich schlüssele sie hier einmal auf:

    "Tschlwonächstaptek" = "Entschuldigung, wo ist die nächste Apotheke?"

    "Daschö" = "Dankeschön"

    "Straraulinkdarechseit" = "Straße geradeaus, links, da auf der rechten Seite."

    "Dshiebte" = "Das hier bitte."

    "Sibznzig" = "Siebzehnneunzig."


    Ich musste jetzt selbst auch noch einmal überlegen...;)

    Ich würde das Ding ausmachen und am Morgen nach dem Wachwerden schnuppern ob es brennt :sleeping:8)

    :)

    Ich erinnere mich an folgende Situation während einer Fortbildung in einem Seminarhotel:

    Nachts ging im Hotel der Feueralarm los. Ich wurde wach und blickte aus dem Fenster ins Tal (ich war im 3. oder 4. Stock), dort brannte es in einem Haus, ich beobachtete die Löscharbeiten und ging dann wieder ins Bett (ich kam nicht auf die Idee, mich zu fragen, warum der Alarm im 3-4 Kilometer Luftlinie entfernten Hotel losgeht, wenn es unten im Tal brennt...)

    Morgens stellte sich heraus: Einige Teilnehmer der Seminargruppe hatten sich beim Alarm unten am Notausgang versammelt, hatten festgestellt, dass das Hotel nicht brannte und sind irgendwann wieder auf ihre Zimmer zurückgekehrt, eine Teilnehmerin erzählte, sie sei aufgewacht, habe gedacht: Ach, so, nur Feueralarm, dann habe sie sich umgedreht und sei wieder eingeschlafen ;)

    Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Menschen doch auf so etwas reagieren.

    Ich glaube sogar, dass es manchmal auch umgekehrt so sein kann - dass also ein Traum in das reale Leben wirkt!

    Das glaube ich auch. Für mich kann ein Traum auch Hinweise enthalten, dass jetzt etwas im Leben "dran" ist, worüber man vielleicht schon die ganze Zeit nachgrübelt und zu keiner Entscheidung im Wachzustand kam.


    Aber all die Fragen - wie Hr. Jakob den Virus auffangen konnte, ob er nicht essen müsste oder wie seine Stoffwechsellage sein könnte stelle ich ir hier überhaupt nicht: es ist für mich eine märchenhafte Darstellung einer persönlichen Sehnsucht nach Ruhe, nach einem "Anhalten der Welt", weil alles zu schnell wird und somit nicht mehr fassbar ist. Hr. Jakob ist das personifizierte "aus der Welt fallen", das ich mir selber manchmal wünsche.

    Oh, wie schön ausgedrückt, genau so eine "märchenhafte Darstellung" hatte ich im Sinn :)


    Ja! Ich finde auch, dass es ein Vergnügen ist, diese Geschichte zu lesen.

    Das Lesen selber entschleunigt schon!


    Danke!

    Das freut mich sehr, dass die Geschichte diese Wirkung hat! :)


    Herzliche Grüße,

    Annet

    Ich habe gestern Abend ganz dringend ein bisschen Herr Jakob gebraucht :totlach:

    :)


    Ich musste über den Detektiv grinsen, er erfüllt so schön die Klischees, die man von diesem Berufsstand hat

    Ähm, ehrlich gesagt, beim Schreiben dieser Szene hatte ich die ganze Zeit Matula aus "Ein Fall für Zwei" vor meinem inneren Auge :totlach:


    Spannend finde ich, dass Herr Jakob nach wie vor keinen Hunger hat, wenn er einmal aufwacht.

    Ich hatte mir gedacht, das macht er wie Tiere, die Winterschlaf bzw. Winterruhe halten und dabei ihren Stoffwechsel total herunterfahren.


    Als die Erkältungswelle um sich greift, dachte ich noch, Herr Jakob hat sicherlich Glück, weil er nicht mit anderen zusammenkommt, aber trotzdem finden diese fiesen Viren einen Weg in das Haus.

    Oh, ja, das ist ein guter Punkt! In meiner Lovelybooks-Leserunde wurde heftig diskutiert, wie Herr Jakob sich überhaupt angesteckt haben könnte bzw. wie die Viren den Weg ins Haus gefunden hätten... und ich muss gestehen, an dieses Detail hatte ich beim Schreiben schlicht nicht gedacht. Ich erkälte mich selbst oft, wenn ich irgendwo Zugluft abbekomme, aber Viren braucht es dazu ja trotzdem noch ;)


    Mich hat es gewundert, dass Herr Jakob nach dem Besuch in der Apotheke nicht direkt wieder nach Hause gegangen, sondern noch ins Kino gegangen ist.

    Er wollte einfach auf keinen Fall riskieren, im Hellen gesehen zu werden - aber mir fällt jetzt auch gerade ein, dass die Filme ja wegen der so schnellen Sprechgeschwindigkeit - bzw. der Verlangsamung von Herrn Jakob - bestimmt anstrengend zu sehen waren...


    Mir kommt es manchmal auch so vor, wenn die Leute hektisch an mir vorbei hetzen.

    Ich ertappe mich manchmel im Gespräch dabei, dass ich so schnell spreche, dass ich mich geradezu verhaspele ... und denke, meine Güte, wie mag das nur für mein Gegenüber klingen... aber Radiosprecher bzw. Gesprochenes im Radio empfinde ich manchmal auch als extrem schnell. Ich habe mich schon dabei ertappt, das Radio abgeschaltet zu haben, als es mir zu schnell wurde!


    Herzliche Grüße und allseits einen guten Nachtschlaf ;)

    Annette

    Ich denke ich habe auch den Hinweis bezüglich Frau Rettig entdeckt:

    Exakt - herzlichen Glückwunsch! 8)

    Geht es uns nicht auch manchmal so? Wir meinen, daß irgendwo Gefahr lauert. Wenn wir dann gründlich nachforschen und nichts entdecken, sind wir beruhigt.

    Ich kenne das nur zu gut... ich bin einmal kurz vorm Einschlafen vom Rauchmelder aufgeschreckt worden. Es war mir schnell klar, dass nur die Batterie leer war und er deshalb losging. Aber ich musste erst gründlich das Treppenhaus und die ganze Wohnung "beschnuppern", ob nicht doch irgendwo Rauch wäre oder gar Feuer!


    Ja, es gibt sie tatsächlich, die Menschen, die trotz aller Hektik, trotz allem Stress ruhig und gelassen bleiben können. Sie sind innerlich gefestigt.

    Manche Menschen, die ich kenne und die auch in stürmischen Zeiten ruhig und gelassen bleiben können, haben schon einige Krisen im Leben überstanden und haben, denke ich manchmal, damit wohl eine Art "Überlebenserfahrung", die innerlich stark macht.


    Ich glaube, das mit der Sprache ist deshalb so, weil Herr Jakobs Welt verlangsamt und die Außenwelt verschnellert ist. Sämtliche Vokale verschwinden.

    Ja, so hatte ich das gedacht. Herr Jakob ist auch bei seinem Ausflug immer noch so verlangsamt, dass er die Sprechgeschwindigkeit der Anderen als viel zu schnell empfindet bzw. die Sprache kaum noch verstehen kann.


    Es ist wirklich ein Vergnügen, die Geschichte zu lesen!

    Das freut mich sehr :)


    Herzliche Grüße,

    Annette

    In unserem Alltag sollten wir öter kleine Pausen einlegen und auf uns und unsere Umgebung achten.

    Ich glaube, solche kleinen Pausen können einen eine wohltuend große Wirkung haben.


    Das Huhn, weil es um die Realität weiß und vermitteln möchte?

    Ja, das trifft es gut. Das Huhn war als eine Art Vermittler gedacht, weil es einfach mehr weiß, dadurch, dass es sich zwischen den Welten bewegt.


    Irgendwie dazu passend : "Man sollte nicht Zeitvertreib, sondern Zeitgenuss sagen" (Jean Paul)

    Was für ein treffendes Zitat, das kannte ich noch nicht, danke!


    Für mich war das einfach ein großer Schatten... ohne Phobie!

    Die Spinne existiert ja vor allem in der Vorstellung der phobischen Autorin :)

    Der Leser muss da meines Erachtens nicht unbedingt eine Spinne sehen, wer weiß, was alles einen Schatten werfen kann...

    Aber als ich gestern noch einmal den US-Spinnenfilm recherchierte, der mich vor Jahrzehnten nachhaltig beeindruckt hat, da lief es mir doch wieder kalt den Rücken herunter, bzw. es krabbelte den Rücken herunter... :o


    Herzliche Grüße,

    Annette

    ich habe immer auf die 3 Punkte [...] geklickt

    Oha, das ist ein wertvoller Hinweis für mich - das hätte mir bei einer anderen Seite bestimmt auch passieren können, bei der eigenen habe ich daran natürlich nicht gedacht!

    Aber vielleicht ging es auch anderen Seitenbesuchern schon so... ich werde mal versuchen, die drei Punkte auch noch so zu verlinken, dass sie zum kompletten Gespräch führen.


    Liebe Grüße,

    Annette

    Herzlichen Dank für den Hinweis auf die Website, schokotimmi!


    Eine eigene Seite zu einem Buch ist wohl tatsächlich eher ungewöhnlich, ich kenne einige Autoren, die das aus Marketingzwecken machen.

    Für mich stand da eher der Spaß an der Sache im Vordergrund, mich mit Herrn Jakob fiktiv unterhalten zu können (wobei ich auch nicht eigentlich der Gesprächspartner von Herrn Jakob bin, sondern das wiederum eine fiktive Erzählstimme sein soll). Und durch diese Unterhaltungen noch einmal andere Seiten von Herrn Jakob außerhalb des Romans zeigen zu können.

    Die Themen, zu denen Herrn Jakob sich dann äußert, sind meist Themen, die mich selbst beim Schreiben gerade beschäftigt haben.

    So regelmäßig wie noch letztes Jahr zum Romanstart komme ich im Augenblick bloß gar nicht dazu, die Seite auch zu pflegen, das ist doch mehr Aufwand, als ich dachte...


    Was mich dazu noch interessiert. Die "Gespräche mit Herrn Jakob" sind auf der Page immer abgehakt, enden irgendwie abrupt. Gibt es dafür einen Grund?

    Ich gestehe, das habe ich gerade nicht so ganz verstanden...

    Wenn man die Seite "Gespräch mit Herrn Jakob" aufruft, werden dort in der Liste immer nur die Überschrift / das Thema des Gesprächs und die ersten Sätze angezeigt, wenn man auf die Überschrift klickt, kann man das ganze Gespräch lesen.


    Wenn es inhaltlich gemeint sein sollte: Das empfinde ich selbst gar nicht so, dass das Gespräch abrupt endet. Bzw. ich wollte das Ende so schreiben, dass ich Herrn Jakob jeweils das letzte Wort lasse und er darin seinen Standpunkt zum Thema ausführt. Aber vielleicht wirkt das für andere ja tatsächlich wie ein Gesprächsabbruch oder wie ein zu abruptes Ende?


    Herzliche Grüße,

    Annette

    Außerdem ist der Tod eines Menschen immer auch ein Anlass, das eigene Leben zu überdenken (und kein Sterbender hat je gesagt: "Hätte ich doch bloß mehr gearbeitet")

    Wie wahr.

    Da bin ich mir nicht sicher, ob es nicht doch das gleiche Huhn ist. Auf der Bank sitzend haben wir bisher nicht mitbekommen, ob das Huhn hinkt oder nicht. Aber Herrn Jakob ist die eine weiße Feder zwischen den anderen Federn aufgefallen, welche ihn an etwas erinnerte.

    Das Huhun ist sozusagen ein Wanderer zwischen den Welten. Genau, die weiße Feder! ;)


    In diesem Abschnitt oder im nächsten?

    Im nächsten ;)

    Habt ihr schon mal ein mit Tau benetztes Spinnennetz in einem Baum gesehen oder in welch wunderschönen Bewegungen eine Spinne ihr Netz spinnt. Das hat auch was sehr beruhigendes.

    Da gebe ich Dir unbedingt recht! Das habe ich, wenn ich draußen war oder auf dem Balkon, auch schon fasziniert beobachten können (immer mit der mir nötigen Fluchtdistanz;-)

    Ich glaube, in der Romanszene hatten zugeschlagen:

    1. Die Spinnenphobie der Autorin

    2. Die Erinnerung der Autorin an einen US-amerikanischen Spinnenfilm mit William Shatner (Kingdom of the Spiders/Mörderspinnen), den selbige als Jugendliche gesehen hat. Am Ende war glaube ich ein ganzes Haus eingesponnen...


    Liebe Grüße,

    Annette

    Und wer nimmt sich im Alltag die Zeit einen Wurm beim Umrunden eines Astes zu beobachten, oder eine Walnuss genauer zu betrachten?

    Das tue ich auch leider viel zu wenig... zumindest im Urlaub habe ich es einmal geschafft, eine Schnecke auf ihrem Weg zu beobachten und habe gemerkt, wie spannend so etwas doch sein kann. Man fühlt sich dann wieder wie ein Kind, das stundenlang fasziniert von etwas sein und alles um sich herum vergessen kann.

    Die weiße Maße hat mich an ein klebriges Spinnennetz erinnert in welches sich Herr Jakob fast verloren hätte. Warum allerdings diese Gefahr in dieser sonst so heilen Traumwelt erschien, habe ich nicht verstanden.

    Wobei, Herr Jakob fragt danach das Huhn, ob er geschlafen hätte und das Huhn antwortet, er wäre zumindest eine Weile woanders gewesen. Hm.

    Bei der weißen Masse hatte ich tatsächlich an ein Spinnenetz gedacht und bei dem dunklen Schatten an eine dicke ... uah.... gedacht. Die Idee dahinter war, dass es an dieser Stelle einen Einbruch in seine ansonsten so heile Traumwelt gibt, in dem sich die eigenen Bedrohungsgefühle ein Bild suchen. Und bedroht fühlt er sich, weil er bald wieder aufwachen und sich dann allen Problemen von neuem stellen muss.


    Ich hatte das schon ein paar Male, dass ich mich im Traum an andere Träume erinnern konnte, aber danach teilweise echt unsicher war, ob ich diesen Traum im Traum wirklich schon mal zuvor geträumt hatte oder nicht.

    Das ist ja interessant!

    Als Kind war mir im Traum oft bewusst, dass ich träume - und einmal habe ich mich darauf konzentriert, aufzuwachen. Aber auch das Aufwachen habe ich dann nur geträumt und dachte im Traum, dass irgendwas nicht stimmt. Da fühlte ich mich wie eine Gefangene in meinen eigenen Träumen...

    Ich frage mich, ob sich Herr Jakob auch für seinen Winterschlaf entschieden hätte, wenn Frau Wanke nicht gestorben wäre? Ich hatte so den Eindruck, dass sie ihn noch am besten verstanden hat.

    Frau Wanke hat ihm wohl einen letzten entscheidenden Anstoß gegeben, und sie hat ihn in seinem Bedürfnis auch gut verstanden. Als Sterbende wusste sie, wie unwichtig manche Dinge werden können und war selbst schon unterwegs in eine andere Welt.

    Schön finde ich auch, wie sich z.B. die Nuss als roter Faden sowohl durch den Traum als auch durch den Alltag zieht.

    Das wird mir selbst jetzt noch einmal richtig bewusst! Ich habe mich beim Schreiben ziemlich treiben lassen und die Handlung bzw. die Details nicht vorher geplant. Es scheint so zu sein, dass sich dann manchmal ganz unbewusst ein roter Faden entwickelt...

    Was wohl der Grund für das "Ach!" war?

    Dazu gibt es im weiteren Verlauf eine minimale Andeutung, was Frau Rettig da gesehen hat 8)

    Ja, das denke ich auch, ich glaube, ansonsten würde es wohl ein wenig unglaubwürdig wirken, aber gut, ich glaube, das wäre wohl ein Detail, das mir entgangne wäre, hätte er die ganze Zeit nichts getrunken oder gegessen.

    So war es gedacht, dass er zwischendurch mal aufgestanden ist und dann zumindest etwas getrunken hat.


    Herzliche Grüße und einen schönen Ostermontag!

    Annette

    Am Ende bekomme ich einen Schock, wenn eines der Hühner plötzlich zu sprechen beginnt. ^^

    Ich werde in Zukunft Hühner auch mit anderen Augen sehen.

    Ich kaufe gelegentlich auf einem Biobauernhof ein, auf dem Hühner über den Hof laufen und einen aufmerksam mustern - so kommt es mir seit einiger Zeit jedenfalls vor ;)

    Das es plötzlich da war, Annette, gefällt mir.

    :)


    Jetzt liege ich gerne mal am Wochenende mit Buch lange im Bett und die Beiden liegen neben mir, es gibt nichts was mehr entschleunigt und was schöner ist.

    Tiere können einem glaube ich sehr gut dabei helfen, zu entspannen.

    Vor Jahren hatte ich einen Hund, der ein Vielschläfer war und alleine ihn dabei zu beobachten, hat mich schon entspannt. Lustig fand ich es, wenn seine Pfoten wild zuckten und er im Traum (?) bellte...


    Liebe Grüße,

    Annette

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