Beiträge von Fenlinka

    In diesem Kapitel wird etwas Tempo raus genommen, was aber für ein Reisekapitel nicht verwunderlicn ist. Interessant fand ich eine Ort wieder zu "sehen" der in "Feind" bereits besucht wurde, den Nachtschattenwald. Sein schönes Geheimnis im inneren hat mich sehr überrascht, aber auf eine sehr positive Weise. Der Ort erinnertevdoch mehr an Elfen als es die Faye sonst tun.

    Auch wächst unsere "Heldengruppe" schnell um interessante Charaktere an.

    Flussatem ist ein toller Ort für Geschichten, auch wenn er vermutlich sehr schnell wieder verlassen wird. Ein echtes Piratennest par Excellence. Und seine Bewohner sind ähnlich schillernd. Der Ratsmeister und der Kapitän gefallen mir ausgesprochen gut, da freu ich mich schon auf den nächsten Schlagabtausch.

    Fenlinka

    Hui, da geht es ja schon weiter wärend im Thread zu "Feind" noch Leben ist. Schön!

    Ich hab heute vier Anläufe gebraucht um den Abschnitt durch zu kriegen, mal sehen ob ich meine Gedanken noch zusammen bekomme.

    Als erstes fand ich es im Epilog interessant das man direkt was von Lisanne liest, die dem Klappentext (oder wie auch immer das in der Digitalen Version heisst) nach ja verschwunden ist. Auch bekommt man eine relativ konkrete Ahnung wo sie sein könnte. Ich weiss noch nicht ob mir das gefällt, das wird sich zeigen wenn ich lese wie es im Buch weiter geht.

    Die nachfolgende Darstellung des Schattenkönigs fand ich sehr interessant. Und trotz besseren Wissend hab ich immer einen halb vergangenen Greis vor Augen wenn ich von ihm lese, und nicht das optische Alter. Keine Ahnung, solche Streiche spielt mir meine Phantasie eher selten. (Ich hab auch beim Rad der Zeit eine Figur bei der sich meine Phantasie hartnäckig weigert die Haarfarbe dem Buch anzupassen, das fühlt sich so ähnlich an.) Faszinierend find ich die Herrscherfolge der Schattenkönige, erinnerte mich etwas an Underworld, die es ja quasi unmöglich macht das ein "neuer" König wird. Das ist irgendwie gespenstisch und sehr spannend. Überrascht hat mich die Anzahl der Herzen, da ich dachte die Zahl der Osadroi sei kleiner, ich hab irgendwie pro Herzog/in nur mit einer Handvoll Untertänigen Schattenherren gerechnet.

    Der Charakter Bren ist sehr interessant. Er scheint vom Kopf her den Schatten komplett zugewandt, hofft auf ein Aufsteigen im Rang und alles und doch wirkt er seinen (kleinen) Aktionen nach durchaus "gut". Er schont die Dörfer/verteilt die Last des Heeres auf mehrere, "bezahlt" im Gasthaus, sorgt dafür das die zu entsorgende Leiche kein Goulefutter wird, .... . Das ist eine sehr interessante Widersprüchlichkeit, gerade für jemanden der in den Schattenlanden aufgewachsen ist. Das gibt irgendwie auf eine befremdliche Art Hoffnung.

    Und am Ende des Abschnitts lernen wir wieder eine Klerikerin kennen die ein Kind des dreifachen Vollmonds ist, hat was von Muster, aber auch hier bin ich nicht sicher ob mir das gefällt, das hängt davon ab wieweit das ausgeschlachtet wird, denke ich.

    Alles in Allem ein etwas unerwarteter, aber sehr vielversprechender Start ins zweite Buch.

    Fenlinka

    Das ist für mich eine wichtige Information, weil ich bei solchen Extras immer überlege, ob die überhaupt jemanden interessieren. Viele Bücher haben so etwas ja nicht, und da liegt der Gedanke nahe, dass man sie auch weglassen und den Aufwand in etwas anderes stecken kann.

    Ich bin auch jemand der gerne in Anhängen und Entstehungsgeschichten schmökert. Ich hab sogar bereits mehrmal sie Anhänge zum Herrn der Ringe dem Film abends vorgezogen ;)

    Fenlinka

    Mit "Feind" hat Robert Corvus einen wunderbaren Einstieg in eine Trilogie vorgelegt. Es ist eine düstere Geschichte in einer Welt in der Hoffnung Mangelware ist. Der Kampf "Gut gegen Böse" geht nicht heroisch in die letzte Schlacht, sondern ist eigentlich schon aussichtslos geworden. Aber Menschen sind eben Menschen, und von diesen gibt es viele hier in dem Buch. Seien es Wahrheitsverweigerer oder Verräter, Helden oder Bösewichte, Resignierte oder Kämpfer. Jeder hat eine nachvollziehbare Motivation und Ecken und Kanten.

    In der Welt Eloy ist der Kampf der letzten freien Gegenden gegen die Schattenherren eigentlich schon fast verloren. Silber ist das einzige Material das diesen schaden kann, und die letzten Silberminen sind kaum noch zu halten. Der Leser begleitet einen Feldzug der mit einem verzweifelten Manöver versuchen will das Schicksal zu ändern. Aber der Erfolg ist bestenfalls fraglich, und jeder geht an irgendeinem Punkt an seine Grenzen, oder darüber hinaus.

    Schön ist, das sowohl die Charaktere im Schatten als auch die der letzten freien Gegenden "zu Worte" kommen, so dass eine vielschichtige Gesellschaft aufgezeichnet wird.

    Feind ist ein sehr gutes Beispiel für Dark Fantasy da es ein dystopisches Szenario schafft, aber keineswegs in den Splatter Bereich abfällt, nur um zu schocken. Aber sicher ist in diesem Roman nichts und niemand, man sollte sich also vielleicht nicht zu sehr in eine der Figuren verlieben sonst könnte es sein das einem das Herz gebrochen wird. ;)


    Diese Leserunde hat mir wieder viel Spass gemacht, und ich freue mich am meisten über die regen Diskussionen, die vor allem auch von Robert sehr intensiv begleitet wurden. Bis zum nächsten mal. Dann von der dunklen Seite aus. Haben die auch Kekse?...

    Fenlinka

    Hmm, da waren meine Spekulationen ja mal erstaunlich nah am wirklichen Ende :)

    Helion sind tatsächlich seine Gefühle zum Verhängnis geworden. Aber eine weitere (sehr junge) Osandra hat er noch mitgenommen. Die Art wie Liola gestorben ist fand ich sehr gut gemacht, gibt sie doch eine Idee wie alle Schattenherren zu besiegen wären. Schliesslich liegen alle Herzen (den letzten Sätze nach) an ein und demselben Ort. Auch wenn ich nicht an so ein Ende glauben mag, da Robert so eine Mission vermutlich auch mit Frodos Weg zum Schicksalsberg vergleichen würde, und das so ein Gelingen nicht zur Dark Fantasy passt.;)

    Diese Verbindung zwischen Helion und Lisanne fand ich interessant, auch wenn mir für Helion nichts gutes schwant. Irgendwie hab ich die Befürchtung das er gegen seinen Willen zu einem Teil der Schatten wird und irgendwie eine Art Begleiter für Lisanne.

    Ein wirklich fesselndes Buch bis zum Ende. Und die Form der Anhänge gefällt mir auch sehr gut.


    Karten schau ich mir gerne bei jedem Buch aufschlagen an, hier hab ich sie aber tatsächlich eher als Einstimmung betrachtet und danach weniger gebraucht. Jetzt am Ende werd ich sie mir noch mal in Ruhe zu Gemüte führen und die Reisen quasi nachschlagen, im Buch selber war mir alles klar, da brauchte ich das nicht. Aber ich finde sie immer ein tolles Detail.

    Leider hab ich die nächste Leserunde erst jetzt gefunden/gesehen, aber ich will wieder mit lesen!

    Fenlinka

    Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ist das bei Dir grundsätzlich so, dass Du nur bedingt in die Figuren eines Buches eintauchst, oder ist das hier ein besonderes Phänomen für Dich? Mir geht es tatsächlich mit "Feind" ähnlich, aber für mich eher selten der Fall. Bei mir ist es meist so, dass ich mich neben der Buchwelt auch in einer Figur verlieren kann oder eine Figur sich für mich klar zum Liebling herauskristallisiert (und das muss auch nicht immer die Hauptfigur sein, sondern gerne mal ein Säufer und Weiberheld). Das ist hier nicht so, Modranel und Liola finde ich spannend, Limoras und Lisanne auch, aber mit keinem von ihnen fühl ich mich emotional verbunden - obwohl sie mir - als die dunkleren, undurchsichtigeren, darken Charaktere - lieber sind als die "Guten."

    Das ist bei mir eigentlich immer so, ich tauch in Welten ein, nicht Charaktere.

    Fenlinka

    Ok, wirklich düster, aber mir gefällt es. Es ist nicht einfach nur blutig um zu schockieren, es ist einfach die Beschreibung einer dystopischen Welt mit allem was dazu gehört.

    Derias Tod fand ich traurig, aber andererseits, wohin hätte sie zurück kehren können wen sie überlebt hätte, und immerhin war ihr Tod nicht sinnlos. Bei dem Faye hat mich gewundert das sie ihm überhaupt so weit vertraut haben, und wie befürchtete lag ich damit auch richtig. Vielleicht dachte er ja einfach mit der Rettung Helions wäre seine Schuld abgegolten.

    Die Veränderung Helions durch die Rettung fand ich erschreckend. Auch wenn die Liebe zu Ajina ihn mit gerettet hat sehe ich nicht mehr viel von dem Mann der er mit ihr war in ihm.

    Ich glaube nicht das er die Gegenüberstellung mit Lisanne überlebt.

    Die Opferstätte ist irgendwie ein schaurig schöner Ort von der Beschreibung. Nicht das ich da unbedingt Zeit verbringen will, aber er scheint eine nicht zu leugnende dunkle Ästhetik zu haben. Die beschreibung macht echt Kopfkino.

    Liola soll also zur Schattenherrin erhoben werden.... mal abwarten.


    Meine Spekulation ist das Helion das ganze nicht überleben wird. Ich glaube auch das er einen weiteren Osandroi mit nimmt, aber welchen ist für mich noch ganz offen. Vielleicht wird er auch auf den König gehen, aber sollte das der Fall sein glaube ich nicht an Erfolg. Ich tippe eher auf Liola die sich in seinen Weg zu Lisanne stellt.

    Fenlinka

    Fenlinka die Fähigkeit der Mutter habe ich nach etwas überlegen für mich ganz einfach erklärt. Sie weiß, dass die Magdalenen ihre Gedanken lesen können, dann muss sie ja eigentlich nur das richtige denken und hoffen, dass Rea es liest, oder? Also kein wechselseitiges Gespräch aber die Möglichkeit, Rea wortlos mitzuteilen, das sie ihr helfen will.

    Ich hatte das auch nicht bezweifelt ;) Ich denke um so eine wörtliche Botschaft zu senden bedarf es einfach nur Konzentration, man darf sich nicht ablenken lassen.

    Fenlinka

    Zur Refelektion bezüglich des Barons: Helion reift auf dieser Reise schnell von dem naiven Lehrling eines Einsiedlers zu einem echten Anführer. Nicht jede Schlacht kann mit Waffen gewonnen werden. Zusammen mit Pepps Plänen und der konsequenten Lösung des Problems durch Helion sieht man hier sehr schön, dass das Wohl Vieler über dem Wohl Einzelner steht. Eine sehr logische Entscheidung. Sowohl der Baron als auch Helion haben sich für die, ihrer Meinung nach, am wenigsten Tote fordernde Lösung entschieden. Sind das damit "gute" oder "böse" Handlungen?

    Hachja, wer das Zitat findet darf es behalten ;) wenn auch aus nem anderen Genre.

    Zitate raten ist hier im Haus ein beliebtes Spiel, daher bin ich direkt drüber gestolpert ;)

    Fenlinka

    Hui, das waren mal viele tote Hauptfiguren für ein Kapitel. Aber es ist ja auch dark! Fantasy. Grade dieses wenig heroische Setting gefiehl mir persönlich aber extrem gut. Krieg ist nie heroisch, er ist immer brutal und zu viele Tote haben am Ende kein Gesicht. Die Heldentaten finden zwischen den "normalen" Tragödien statt, und das meist ohne Zuschauer.

    Ich find es schade das Ajina gestorben ist, aber sie hat ihr möglichstes gegeben um zu helfen. Die Einblicke in das Denken der Pristerinnen wird mir ab jetzt wohl fehlen. Auch mit Modranel ist ein seeehr spannender Charakter gegangen. Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen. Kurz habe ich befürchtet das auch Helion gestorben sei, aber der wird nun wohl alles daran setzen um den Toden Sinn zu geben. Ich bin gespannt wie weit er kommen wird.

    Und ich frage mich was diese Erfahrung mit Lisanne machen wird. Was passiert mit einer Schattenherzogin die ihren eigenen Tod befürchten musste?

    Liola scheint doch noch nicht alles menschliche abgelegt zu gaben, da sie durch aus noch etwas empfindet, das wird grade in diesem Abschnitt wieder mal sehr deutlich.

    Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ich freu mich auf den nächsten Abschnitt :)

    Fenlinka

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