Beiträge von Fenlinka

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Entschuldigt das meine Rezension so lange auf sich warten lies, aber RL war bei uns die Hölle los. (Bis hin zu Amtsgerichtsbesuch für eine alte Dame die ich mehr oder weniger betreue)


    Mir hat die Hörrunde viel Spass gemacht und aller Skepsis mein Hörverhalten, bzw das normalerweise häufige ausblenden meinerseits, zum Trotz hab ich nur 2-3 Passagen tatsächlich mehrfach hören müssen.


    Frontiersmen Civil War ist ein klassischer Space Western vom Setting und Aufbau. Aber ich bin froh das die Handlung über mehrere, kürzere, Bücher gestreckt wurde, so bekam sie insgesamt genügend Raum.

    Der Kapitän John Donovan, eigentlich ein vorsichtigerer Frachterpilot in Eigenregie, und seine bunt zusammengewürfelte kleine Mannschaft werden Stück für Stück in die übergreifende Handlung eines Bürgerkrieges/Freiheitskampes hineingezogen. Dies wird sehr schön und verständlich dargestellt. Bis sie irgendwann nicht mehr umhin kommen offen Stellung zu beziehen. Von dem Punkt an wird der Einsatz merklich immer höher, und die Missionen riskanter. Doch trotzdem bleibt diemHandlung realistisch und recht geerdet. Hier muss kein einzelner Pilot eine riesige Schlacht mit einem Schuss entscheiden ;)

    Schön sind auch die alltäglichen Sachen die man sonst nicht so oft zu lesen oder sehen bekommt, wie zB palettenweise Toilettenpapier in einem Militärdepot.

    Die Charaktere sind glaubhaft und mit einiger Detailliebe gezeichnet (die nur die Äusserlichkeiten betreffend etwas fehlt. Dies fällt aber nur auf, wenn man, wie ich, die Vorgänger nicht gelesen hat) , so das man schnell Sympatie entwickelt. Auch die Handlung bleibt nachvollziehbar und erlaubt durch ihr Setting auch einfache Parallelen zu irdischen Geschehnissen, was es leicht macht sich in die Situationen zu versetzen.

    Alles in allem eine schöne Miniserie um sie nebenbei zu hören, oder für einen ruhigen Nachmittag auf dem Sofa wenn man nicht unbedingt schwere Kost verdauen möchte. Das heisst nicht das die Handlung keinen Tiefgang hat, aber es gibt weder krimiartige Detaildichte noch hochphilosophische Abhandlungen wodurch es sich ohne grosse Pausen gut und flüssig lesen/hören lässt.


    Fenlinka

    Im freien Flug rauszugehen hmm Geschwindigkeit ist relativ oder? Ich denke das ist machbar, da ja kein Wind/Luftwiderstand ist oder? Was sagen die Physiker? Außerdem war die Reparatur wohl wichtig, wenn ich das richtig verstanden habe und in dieser Schlacht dürfte zurückziehen auch nicht einfach sein.

    Geschwindigkeiten sind im All fast immer nur in Relationen wichtig. Was mit der Gleichen Geschwindigkeit nebeneinander fliegt ist zueinander scheinbar bewegungslos, genau wie einer der im Anzug raus geht, der hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Schiff und nur wenn sich das ändert wird es problematisch. Sachen driften nur auseinander wenn sie verschiedene Geschwindigkeiten oder Richtungsvektoren haben. Darum kann John auch das benötigte Werkzeug aus dem Flug fischen nachdem er die Reparatur übernehmen muss, es gibt einfach keine Luft (oder andere Teilchen) die durch Reibung nicht angetriebene Körper verlangsamen.

    Fenlinka

    Im Kampf raus zu gehen war mir allerdings irgendwie Wahnwitz, hätten die nicht zurück fallen können für die Reparaturen?

    Ob im Kampf oder auch ohne Kampf - im freien Flug 'raus zugehen, kommt mir allgemein wie ein Wahnwitz vor. Das um sie herum gerade Krieg herrschte, setzt dem ganzen dann nur noch die Krone auf. :boah:

    Naja freier Flug ist bei magnetisierten Stiefeln relativ. Auch die ISS ist im vollen Flug. Genau genommen steht im All fast nix still.

    Fenlinka

    So, beendet habe ich die Reihe schon am Mittwoch aber durch zwei Geburtstage und alleinerziehendes Wochenende (Männe auf Achse) bin ich nicht zum posten gekommen.

    Ich fand das Buch schön rund, nicht nur Action, sondern trotzdem noch ne Menge Handlung drum herum. Grade diese ruhigen Phasen im Kampf fand ich gut. Der Verräter war mir irgendwie schnell klar, wenn auch aus anderen Gründen. Ich konnte es dann nur nicht glauben.

    Im Kampf raus zu gehen war mir allerdings irgendwie Wahnwitz, hätten die nicht zurück fallen können für die Reparaturen? Aber es gab ein paar schöne Szenen in denen Kelly das Wohl der drei draussen gegen den schaden am Schiff abwägen muss, wenn sie zB den schlechter geschützten Bauch in den Teilchenhagel wendet statt den Bug um die Arbeitenden zu schützen. Aber die Rakete kam zu unvermutet.

    Die Beerdigungsszene fand ich super, untermauerte sie doch noch mal das sie keine Kriegshelden sondern Frontiersmen, und die bleiben auch in so ner Schlacht eigenständig. Aber Calamity hat mir da gefehlt, ich wette sie hätte still an jedem Grab nen Salut geschossen oder so was.

    Und auch die Cutter Linie wird im letzten Band endlich aufgelöst, gefiel mir gut.


    Mit dem alternativen Ende hätte ich mich allerdings auch sehr gut anfreunden können, muss ich gestehen.

    Fenlinka

    Sehr gut ist auch noch Babylon 5, auch sehr bodenständig.

    Das stimmt, aber da gab es auch viele "Problem des Tages"-Geschichten in den ersten 2 Staffeln. "Babylon 5" war groß in seiner Zeit, keine Frage. Aber so ganz kann es mit moderneren Serien m.E. nicht mithalten. (Schon gar nicht von den Effekten her.)

    Gerade das gefällt mir an der Reihe aber immer noch. Ich finde sie auch heute noch gut, und das heisst sie braucht die special effects nicht so wie manches moderneres.

    Fenlinka

    Dann muss ich sie mir mal ansehen!

    Wenn du SF-Serien magst, die erdiger sind als das typische "Star Trek" - unbedingt! "BSG" finde ich dramaturgisch noch stärker als "Firefly", aber "Firefly" hatte halt auch nur 15 Episoden, bevor es viel zu früh abgesetzt wurde. Dafür ist es wirklich ein "Space Western" par excellence - und der Pitch "Frontiersmen wird wie Firefly" hat mir tatsächlich damals die Tür bei meiner Agentur und bei Bastei Lübbe geöffnet, weil in beiden Positionen "Firefly"-Fans saßen. :)

    Sehr gut ist auch noch Babylon 5, auch sehr bodenständig.

    Fenlinka

    Oha, sind wir da etwa mit Vorurteilen behaftet? Reisen und Familie vereinbart sich schlecht, weil Kinder ein geregeltes Leben vorziehen, aber ich denke es gibt inzwischen viele Frauen, die gerne reisen und auch Truckerfahrerinnen, die auf ihrem Truck zuhause sind. Also ist es eher etwas, wofür sich ein Mensch entscheidet unabhängig davon ob Mann oder Frau. Zumindest in den Ländern, in denen Frauen schon möglich ist so zu leben.

    In dem Fall würde ich das nicht Vorurteil sondern Lebenserfahrung nennen. So fortschrittlich ist unsere Gesellschaft nämlich noch gar nicht. Ja, ich habe mindestens 10 direkte Kolleginnen, die alle kleine Kinder haben und nach einem Jahr alle wieder arbeiten. Viele sogar ganztags. Aber wenn man mit ihnen spricht, bleibt immer noch ein Großteil der Hausarbeit an ihnen hängen und wenn das Kind krank ist, dann bleiben sie zuhause und nicht die Väter. Ein paar Monate Vaterschaftsurlaub reißen das nicht raus.

    Ich stelle mir Kelly vor, mit Kind und Kegel von Planet zu Planet und immer damit beschäftigt, für die Kinder Babysitter zu organisieren, Lehrer zu suchen, ihnen vor dem Schlafengehen vorzulesen während John seinen Job- Kram macht.


    Nö, das finde ich für kleine Kinder keinen passenden Ort und kein passendes Leben. Männer sehen das meist alles etwas einfacher und unkomplizierter. Dass ist in meiner Erfahrung oft so. Im Ernstfall lassen sie die Frauen/Mütter mal machen.

    Wobei, meiner Meinung nach, die Kombination das beste ist. Ich bin mit meinem Vater mit dem Motorrad unterwegs gewesen (er hat den Schein damals mit mir gemacht!) Oder klettern in den Bergen, und das war einfach ja, aber es war keine wirkliche Vorbereitung auf mein Leben jetzt. Gelernt hab ich dabei trotzdem ne Menge, und wenn es nur eigene Grenzen oder auch Kräfte waren.

    Fenlinka

    Und ich denke auch nicht, dass man diese Raumfrachter-Sache sein Leben lang machen sollte. Irgendwann sollte man sesshaft werden.

    Ein echter Seebär, ein echter Trucker und ein echter Raumpilot sind nur unterwegs zuhause. An einem Ort fällt ihnen die Decke auf den Kopf. Ich kann das schon verstehen. Ich bin zwar auch ein eher sesshafter Mensch, aber in einem anderen Leben wäre ich auch gern mit einem Schiff um den halben Globus gefahren. (Als Trucker sehe ich mich dagegen eher nicht. ;) )

    Dem kann ich mich anstandslos anschliessen. Ich bin immer da zu Hause wo mein Koffer ausgepackt ist. Und für mich sind Menschen sehr viel mehr mein zu Hause als ein Ort. Das klingt jetzt vielleicht komisch für jemanden der ins ehemalige Elternhaus gezogen ist, aber ich könnte auch jederzeit woanders glücklich sein, und für mich alleine würd mir nichts mehr gefallen als einfach zu reisen, immer da zu bleiben wo es einem grade gefällt, solange es gefällt. Aber das ist leider nicht wirklich möglich. Daher sind Bücher auch meine Fluchten.

    Fenlinka

    Ja ich denke dran, aber RL war etwas ungnädig mit mir. Nichts schlimmes, aber sooooo viel zu tun mit Besuch, Taufvorbereitungen, Kita- und Schulstart....

    Aber jetzt:


    "Herr" knüpft nahtlos and "Knecht" an und zeigt wie Bren sich in seiner neuen Rolle zurecht findet. Der neu ausgebrochene Krieg fordert den General genauso wie seine Kräfte und die Animosität zu Lisanne. Dies gibt ein Pulverfassals Setting das in sich schon spannend genug ist. Die Gradwanderungen die dies nötig macht, und die politischen "Spielchen" der Schattenherren untereinander sorgen für eine dichte Atmosphäre die einen immer weiter in die Schatten zieht. Die Frage was einen Mensch ausmacht und was die Schattenherren mit ihrer Verwandlung aufgegeben aber auch gewonnen haben taucht immer wieder auf und lässt einen inne halten und nachdenken. Dadurch bleibt der Roman auch nach der Lektüre im Gedächnis und regt zum reflektieren ein.


    Die Leserunde hat mir wieder viel Spass gemacht, und ich warte sehnsüchtig auf "Schattenkult"

    Fenlinka

    Bei Calamity Kate hab ich irgendwie den verrückten Erfinder von Beauty and the Beast vor Augen, in etwas jünger und weiblich. Und wenn sie in Aktion tritt muss ich immer herzhaft grinsen bei dem Kopfkino das dann entsteht ;)

    Ich mochte die Ansammlung im Saloon echt gerne, die hat Spass gemacht und hat auf eindrückliche Weise gezeigt wie unterschiedlich die Frontiersmen sind, sowohl in Beweggründen als auch in Art und Aufmachung.

    Allerdings sind da Hackordnungskämpfe fast vorprogrammiert, gut das es zu Schlacht nicht zu lange dauern soll, denn sonst würden die sich sicher noch weiter an die Gurgel gehen.

    Ich hab echt grade Spass am zuhören!

    Und dieser Haxl den die versuchen wollen ist vielversprechend und klingt nach nem Genie streich, ich bin gespannt was daraus wird, aber wenn das klappt...... klingt etwas nach rettender Chance.

    Ich freu mich aufs Ende und hab heute morgen grad den ersten Roman als Hörbuch geholt ...

    Fenlinka

    so, da ich etwas hinterher hinke ist fast alles bereits gesagt was mir auf der Zunge/Tastatur lag, aber ich muss sagen eine gute Geschichte. Ich hätte anfangs nicht gedacht, das das Buch nicht bis zum Angriff auf Ariana kommt, aber es fehlte nichts dazwischen. Und der erneute Selbstfindungsprozess der Peko der nun begonnen hat, zu mindest bei den anwesenden Stämmen, ist sehr spannend. Ich bin gespannt ob sie der Konföderation noch zu Hilfe eilen. Dieser Band war wieder mehr Western, u d obwohl ich eigentlich mehr in der sf zu Hause bin hat mir nichts gefehlt. Mal sehen wann ich die anderen beiden Romane einschieben kann, auf die bin ich jetzt nämlich schon mehr als nur ein bischen gespannt, aber eigentlich ist mein Leseplan bis dez voll. Vll hilft es als Hörbuch bei der Küchenarbeit einzuschieben ;)

    Fenlinka

    Tja das Problem ist das ich in den Augen meiner Mutter jemand ganz anderes bin, und das scheint bei Kelly ähnlich zu sein. Wenn man immer nur seine Wünsche auf projiziert dann ist das Bild davon geprägt und nicht der Wirklichkeit entsprechend. Und wenn man glaubt genau zu wissen was das Kind will/braucht, dann vergisst man die Kommunikation, was sollte man auch erfragen, es ist doch alles klar. So wie der Sohn früher den Laden übernehmen sollte, so war für sie klar das Kelly die Tradition weiter führt. Als Kelly ausbricht verstösst das gegen alles was die Mutter dachte. Ist verquer aber leider nicht unrealistisch.

    Fenlinka

    Deshalb kein weiterer? Wen muss man da erschießen? Ich finde die Bücher so toll und als ich sie mit den Kindern gelesen habe, haben Leute sich dazu gesetzt und wollten mit zuhören. Dieses blöde Zahlendenken!

    Leider ja. Und, naja, wenn es nur ums Geld ginge, wäre natürlich der Verlag schuld. Aber ein Verlag ist ja nicht dazu da, Geld zu verlieren. Sonst hat er ja am Ende keins mehr, um seine Mitarbeiter (und die Autoren) zu bezahlen. Insofern sollte ein Buch auch schon was einspielen. Vorwerfen kann man denen höchstens, dass sie die Reihe ab Band 3 völlig aufgegeben haben. Band 4 wurde nur noch in Kleinstauflage gedruckt und war kaum im Buchhandel zu kriegen. Doch leider liegt's halt auch an den Lesern und den Bücherschenkern, die sich zu wenig trauen. Was kriegen denn noch heute alle Kinder geschenkt? "Drei ???", "Räuber Hotzenplotz", "Harry Potter" und "Warrior Cats". Alles tolle Bücher, keine Frage. Aber das sind alles schon Megaseller. Wenn da 1000 Bücher weniger verkauft würden, würde das in der Bilanz gar nix ausmachen. Bei "D13" hat es zum Aus geführt. Insofern liegt es in der Hand jeden Lesers und Bücherschenkers: Greift mal weniger zu Stapeltiteln. Die sind auch nicht besser als das Buch im Regal nebenan. ;)

    Ich kann Stunden in ner Buchhandlung verbringen um dann mit 2 Büchern raus zu gehen, weil ich mich erst durch die Hälfte der Regale gewühlt habe, ich Schuhläden bin ich nach 15 min spätestens durch.

    ;)

    Fenlinka

    Ich fürchte ich muss passen, da ich schon andere Bücher habe die ich vor November lesen will/sollte/muss für die Philiason leserunde. Holen werde ich mir das Buch aber auf jeden Fall noch. Kann also sein dass ich dann nur mit ner Rezi rein schneie wenn das ok wäre.

    Fenlinka

    Und wenn wir Anfang November zusammen lesen?

    Also wenn Philiasson zuende ist wäre ich dabei, aber ihr müsst nicht meinetwegen so lange warten.

    Fenlinka

    Ich werd mir die Vorgänger auch noch bald zu Gemüte führen. Und hoffe auf Staffel 2.

    Mir tat Sekoya hier total leid, ihre komplette Vorstellung von ihrem Volk wurde in Augenblicken über den Haufen geworfen. Es scheint wirklich das in dieser Reihe keiner ungeschoren davon kommt. Alles was Sekoya für Peko typisch gehalten hat hat ihr Stamm über den Haufen geworfen, und jetzt wirkt er auch noch so wie die Menschen die Peko sehen, das muss sie tief treffen.

    Schön fand ich die Szene zwischen Kelly und John die hatte sehr viel Tiefe, und Geheimnisse die noch nicht mal geahnt wurden werden erwähnt, wen auch nicht aufgedeckt. Was hat John da bloss in seiner Vergangenheit begraben? aber auch die Szene wo sie beide als Vorbereitung die Waffen reinigen war sehr schön, sie zeigte wie ähnlich sich die beiden sind, und auch wo ein fundamentaler Unterschied zwischen ihnen ist.

    Die Charaktere bekommen immer mehr Tiefgang und verflechten sich immer mehr, miteinander und in der Situation.

    Ich bin gespannt wie sie sich jetzt aus dieser Situation raus arbeiten.

    Fenlinka

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

    odenwaldcollies

  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

    odenwaldcollies