Beiträge von breedstorm

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    Mir hat "Das Imago Projekt" besser gefallen als "Feuer der Leere". Es ist einfach nochmal reichhaltiger und beleuchtet diese Quintessenz der Menschheit sehr viel stärker. Vieles, was in "FdL" anklang, wird hier ausgiebig weiter und zu Ende gedacht.

    Sehe ich genau so, wobei es noch nicht zuende gedacht ist. Da ist noch sooo viel mehr zu erzählen. ;(

    So, dann will ich mal den Anfang machen ^^:


    Das Imago-Projekt


    Zum Autor

    Robert Corvus, mit bürgerlichen Namen Bernd Otto Robker, ist ein Autor der hauptsächlich Science Fiction und Fantasy geschrieben hat. Unter seinem weiteren Pseudonym, Bernard Craw, hat er u.a. für die Buchreihen von Das Schwarze Auge und Battle Tech geschrieben. Im Piper Verlag veröffentlichte er Fantasy wie Drachenmahr, Die Schattenherren oder die Schwertfeuer-Trilogie, aber auch Science Fiction wie Feuer der Leere. Bei Heyne erscheint seine sicherlich erfolgreichste Reihe, Die Phileasson-Saga, eine Roman-Reihe aus der Welt des Rollenspiels Das Schwarze Auge, die er zusammen mit Bernhard Hennen schreibt. Mir persönlich ist er durch seine Eigenschaft als Gastautor bei der Science Fiction-Serie Perry Rhodan aufgefallen. Sehr aktiv ist er bei Youtube, wo es viel Hintergrundwissen und Interaktion mit Lesern zu finden gibt. So ist zu nahezu allen Werken Hintergrundwissen zu finden, aber auch Tipps für angehende Autoren, Interviews, Lesungen oder Lesetipps. Bemerkenswert finde ich, dass er sehr auf die Leser eingeht, und zwar nicht nur schriftlich sondern auch in seinem regelmäßigen Livestream.



    Zur Handlung

    In Das Imago-Projekt finden wir uns zum zweiten Mal nach Feuer der Leere im Schwarm (die Flotte von 28 Schiffen mit überlebenden Menschen) wieder. Die Geschichte ist jedoch so erzählt, dass man sie auch ohne den Vorgängerband zu kennen verstehen kann. Die Menschheit ist auf der Flucht vor den Giats, einer Alienrasse von Methanatmern. Die Erde ist zerstört, und so flieht der Schwarm vor deren Überlegenheit. Auf jedem Schiff gibt es eine eigene Kultur und Philosophie, die nicht immer konform gehen. In einem sind sie sich aber einig: die Menschen brauchen Nahrung. Eine Kooperation ist daher unverzichtbar, auch wenn es große Konflikte gibt.

    Auf der Suche nach anderen Menschen, die in den Ruinen ehemaliger Kolonien überlebt haben könnten, dringt der Schwarm immer weiter in unerforschtes Territorium vor. Die Flotte entdeckt eine riesige Sphäre, die eine Sonne nahezu umspannt. Ist dieses technische Wunderwerk ein Zeichen menschlicher Besiedlung, Alientechnik oder etwas ganz anderes? Und lauert die größte die Gefahr für die Menschheit da draußen – oder im Inneren?


    Fazit

    Ich habe großen Gefallen gefunden an dem Band, der mich etwas an Battlestar Galactica erinnert hat, aber angereichert ist mit tollen Ideen und philosophischen sowie ethischen Fragen. Die Figuren werden aus einem ganz anderen Winkel als in Feuer der Leere betrachtet, und viele offene Fragen aus dem Vorgängerband werden hier beantwortet. Sehr positiv fielen die unterschiedlichen Herangehensweisen der Menschen auf den unterschiedlichen Schiffen auf, und man ist als Leser im ständigen Austausch mit sich selbst, ob man das Handeln dieser oder jener Fraktion nachvollziehen kann, und ob es gerechtfertigt ist. Ein klares Schwarz oder Weiß gibt es da nicht, das Buch bietet soviel mehr als das übliche Räuber und Gendarm im Weltraum. Es sprüht vor faszinierenden und philosophischen Ideen, und hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. So und nicht anders muss moderne Science-Fiction sein!


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    Die Rezension ist geposted auf:


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    Comic-Community

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    Leserunden-Fazit


    Mir hat meine erste Leserunde viel Spaß gemacht. Eine schöne Erfahrung, den wo hat man schon während des Lesens die Möglichkeit mit dem Autor persönlich zu interagieren?

    Ich fände es sehr schade, wenn es mit dem Schwarm nicht weiter ginge.:(

    Die Leserunde(n) zu Schattenherren werde ich stumm begleiten, da habe ich mir Anfang des Jahres die Papierausgaben gekauft.


    Vielen Dank an dich Bernd, dass du deine Zeit mit uns verbringst, und natürlich auch an das Team von Leserunden.de. :spaceinvader:

    Ich freue mich für Kara, dass sie sich nicht gleich wieder in eine Beziehung stürzt. Und ich will so einen Massageroboter.


    Die Generalamnestie, hmmm. Ich verstehe warum das zur weiteren Koexistenz innerhalb des Schwarmes nötig ist, jedoch ist mehrfacher Mord schwer verzeihbar. Gerade Kara ist ja selbst bzgl. Macron betroffen. Bin mir unsicher ob sie einfach ein unglaublich guter Mensch ist, oder einfach Zuviel verdrängt. Wird Kara beim Aufeinandertreffen mit den Giats eine entscheidende Rolle spielen, z.B. einen Frieden im Perry-Stil verhandeln?
    Ich hätte gern noch mehr von der Roten Familie nach dem Ende der Entführung gehört. Welche Konsequenzen ziehen sie. Wie geht es der Squid gesundheitlich?


    Wie auch beim Feuer der Leere hatte ich das Gefühl, das noch nicht alles auserzählt ist am Ende, aber das steigert natürlich die Spannung bis der nächste Band kommt.


    Mir hat meine erste Leserunde viel Spaß gemacht. Eine schöne Erfahrung, den wo hat man schon während des Lesens die Möglichkeit mit dem Autor persönlich zu interagieren?


    Vielen Dank an dich Bernd, dass du deine Zeit mit uns verbringst, und natürlich auch an das Team von Leserunden.de. Am Wochenende werde ich mich an die Rezension für Amazon & Co setzen. :)

    Von einer eigentlich friedlichen Situation (mit den Kunstwerken) kommt es zu einem Ausbruch von Gewalt. Ich mochte, wie Idea versucht, Zegato auf ihre Seite zu bringen, und wie er sich in dem Streben nach Wissen verliert.

    Eine Kindesentführung ist, auch wenn das Kind mehr als unheimlich ist, und die Entführerin sicher alle Parameter millionenfach durchgerechnet hat, ein barbarischer Akt, der bei jedem Menschen Entsetzen hervorruft, ob er eigene Kinder hat oder nicht.


    Mit Ugron möchte man sich eigentlich auch nicht anlegen, und trotzdem geht Idea so vor.
    Kara hat hier ihre große Stunde und kommt mit ihrer Diplomatie zum Ziel - und das gegen eine wahnwitzig schnell rechnende Maschine.


    Im Speicherbild können wir nun endlich dem Kontakt zwischen. Schwarm und Imago-Projekt beiwohnen, und der Geburt Ideas. Da hatte ich tatsächlich mehr Bezug zu Iljows verstorbener Tochter vermutet, aber über diesen Status ist das Programm wohl hinaus.


    Zu den wilden Spekulationen:


    Nehmen wir an, Idea darf weiter auf der Esox bleiben, wird sie das Schiff und/oder die Bewohner übernehmen können? Kann das überlegene Wissen das Idea hat, höher bewertet werden als die Gefahr, die von ihr ausgeht? Kann sie in diese Vakuumkammer gesperrt werden, wo sie abgeschottet wäre?



    Die rote Familie wird ihr niemals verzeihen können. Weitere Konflikte wären vorprogrammiert.


    Wie immer stellt sich bei Kara die Frage, mit wem sie anbändelt. Zegato kann meine ich nicht mehr als vertrauenswürdig eingestuft werden.


    Was mir sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass viele der Figuren in dem Band nicht als schwarz oder weiß angesehen werden können, sondern als grau, mit wechselnden Schattierungen. Ich war in Feuer der Leere davon Ausgegangen, dass Rila, ihr Bruder und Ugron sich zusammenschließen und den Tag retten - davon ist nicht mehr viel übrig.


    Ich vermute, es ist noch viel im Hintergrund, was erst in einer Fortsetzung geklärt wird.
    Bei dem Hacker habe ich eine Vermutung, schauen wir mal ob sich die bestätigt.

    Alle an Bord der Squid, jeder mit seinen Motiven.

    Mich hat am meisten Aneste überrascht. Eine mehrfache Mörderin aus Überzeugung überlegt, ob das Keben auf der Squid was für sie sein könnte. Ich trau der Squid nicht so ganz. Was, wenn sie durch Pherhormone oder andere Substanzen Einfluss nähme? Bei Rila und selbst bei Ugron sieht man ja deutliche Veränderungen. Auch Idea traue ich nicht.


    Iljows verschiedene Programmversionen, die miteinander kommunizieren und interagieren - wo endet die künstliche Intelligenz, wo beginnt neues digitales Leben, wo endet die Menschlichkeit?

    Endlich dringen die Menschen zu des Rätsels Lösung vor, zu dem Kern des Imago-Projekts. Gemeinsam agieren, gegen einen neuen "Feind" - das fällt aufgrund der Vorfälle der jüngsten Vergangenheit schwer. Die Eindrücke von fremden Zivilisationen liebe ich. Die bei uns noch in den Kinderschuhen stecken Technik des 3D-Druckens wird da genutzt, um den menschlichen Verstand/die Gesamtheit der geispeicherten Menschen/das oder die weiterentwickelte Programme in Form zu gießen. Ich hoffe, Idea braucht kein W-LAN. :P Kann sie weit weg von dem Planeten existieren? Und warum der Bezug zu Squid? Rotraum hin, Rotraum her, für Idea dürfte die Infrastruktur auf der Esox besser sein. Oder könnte Idea den ganzen nichtorganischen Schwarm fernsteuern?

    Der erwachte Mann hat ja auch eine eindeutige Botschaft verkündet. Ist der Wahnsinn überwunden, ist SIE besiegt? Sie die Sphäre, sie Idea?


    Was wird die rote Familie dazu sagen?

    Die Botschaft mit der Soldatin mit dem verlängerten Hinzerkopf habe ich aufgenommen.


    Iljow ist nun also der Taschenrechner unter den Playstation Pros. Sehr zu stören scheint es ihn nicht, so entspannt er auf das Ableben von Saundra reagiert. Diese war ja soetwas wie ein Anker seiner Menschlichkeit.

    Zitat

    Das stimmt. Das Vorbild ist da die UNO, die zwar sehr nützliche Dinge tut, aber letztlich machtlos ist, wenn die Mitgliedsstaaten nicht mitziehen. Das verbindende Gremium muss versuchen, durch Überzeugung zu wirken.

    Ich war an die EU erinnert. Sehr viele Krisen gab es da noch nicht, aber unlängst haben wir gesehen, das einige bei Problemen einfach ihr Ding und sich entsolidarisieren, und andere sogar aussteigen wie UK.

    Okay, aktuell kann man bei aller Symphatie für das Rebellentum nicht für die Esox sein; durch die Öffnung der Schleusen für die Daten des Imago-Projekts ist die Menschheit ausgeliefert.


    Ich mag die kleinen Dinge am Rande sehr, die das Leben im All und hier das Duschen in der Schwerelosigkeit beschreiben. Und endlich hören wir auch mehr aus der Vergangenheit der Menschheit, zumindest grob. Da gibt es sicher noch eine Menge zu berichten. Was hat die Squid verleitet, den Siedlern zu helfen? Für sie sind es doch egentlich nicht mehr als Ameisen. Oder braucht sie die Bewohner im Organismus?


    Kara ist nun gezwungen, härter vorzugehen als es ihren Koesistenzialismus entspricht, macht sich aber gut in der Rolle. Okay, sie hat auch nicht groß eine andere Wahl.


    Mit dem siebten Speicherbild wird es sehr deutlich, was das Imago-Projekt sein könnte. Schön für Iljow, dass er doch noch Vaterfreuden hat, aber so war das sicher nicht gedacht. Und was ist mit Saundra?


    Zitat

    Wo steht Ihr inzwischen - bei den Befreiern oder bei den Kommissaren?

    Oder haltet Ihr es mit Kara Jeskon, die sich dieser Vereinfachung verweigert?

    Bei der Wahl bei Kara. Sie scheint ja das Gemeinwohl im Auge zu haben. In dem Zusammenhang fällt auf, dass es nicht so richtig eine einheitliche Regierung für alle Schiffe des Schwarms zu geben scheint, aktuell macht ja anscheinend jeder, was er gerade mag. Ob da in der Vergangenheit nicht mal jemand versucht hat, zu einer Art Oberbefehlshaber zu werden?

    Es hat Spaß gemacht, mit Berglen und den anderen auf den Spuren der menschlichen Kolonie zu sein. Es ist niedlich, das Kara ihm nicht aus dem Kopf geht. Auch die Actionsequenz war spannend (und schmerzhaft).

    Beim Thema Eisplanet sind meine Gedanken etwas abgedriftet, und zwar zu Grauwacht. Wäre es möglich, dass der Schwarm sich mal in jenes Planetensystem verirrt?

    Ich habe das Gefühl, dass von der Sphäre wenig gutes Ausgeht. Wenn des Computersystem wie im Speicherbild angedeutet viele Imagos beinhaltet, suchen die einen Körper? Und ginge das nur mit Esoxianern, oder mit allen Menschen?

    Den Abnabelungsprozess von Zegato kann ich nachvollziehen, seine Schwester ist ja echt ein eiskaltes Biest. Die wird auch vor ihrem Bruder nicht halt machen.


    Zitat

    Wie gefällt Euch der Roman bislang?

    Ich freue mich, mehr aus diesem Universum zu lesen, und freue mich über mehr Infos über die Vergangenheit. da gäbe es noch viel zu berichten.

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    Welche Motive interessieren Euch besonders, welche Figuren beschäftigen Euch?

    Das Motiv des Imago-Projekts und das der Squid.

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    Und was erwartet Ihr Euch von der zweiten Hälfte?

    Besonders interessiert mich, wie es mit der Squid und der Roten Familie weitergeht. Und ob Kara erfolgreich ist.

    Die Feier zu Beginn zeigt ein wenig der Lebensgewohnheiten im Schwarm, und einiges an Perspektiven der verschiedenen Schiffe. So kann ich den Wunsch der Bewohner der Esox nach unabhängigkeit zwar verstehen, aber die Mittel sind doch sehr hart. Gerade weil sie ja so schon viel im Geheimen machen können ist die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, ihre alte "Vernetzung" wieder heimlich zu erstellen ohne jemanden zu töten, denn Tote werfen immer fragen auf. Oder könnte sich die Esox nicht einfach absetzen, und auf eigene Faust durch das All ziehen? Die Diskussion zwischen Aleste und Zegato zeigt die unterscheidlichen Strömungen, die es geben kann.


    Wie ist das mit schiffübergreifenden Paaren? Das tritt ja immer mehr in der Handlung auf, aber das müßte es doch früher auch schon gegeben haben, gerade bei der doch recht geringen Auswahl auf den Schiffen.


    Von den verschiedenen Verstrickungen die hier in den Fokus rücken war ich doch überrascht. Ein neues Geschwisterpaar, ein versteckter Planet, Kara kann es wieder nicht lassen...


    Im Speicherbild nimmt die Spähre Form an, und Iljow zeigt anhand den Gedanken zu dem kleinen Mädchen, dass (noch?) etwas Menschlichkeit in ihm steckt.

    Zitat

    Interessieren Euch solche "Informationshäppchen" - oder findet Ihr, sie gehören in ein Sachbuch und haben in einem Roman nichts verloren?

    Solche Ideen sind es, die Science Fiction von anderen Genres unterscheidet. Ohne derlei Ideen wäre Sci Fi nur so etwas wie Western in Weltraum. Gerade in unserer Zeit, wo viele Dinge wahr schon werden, die in Star Trek Classic nur als Ideen existierten, sind solche Aspekte spannend. Für mich ist es nur wichtig, dass es nicht zu ausladen wird.

    Meine erste Frage bei Karas Umzug war, wie die Luftquallen wohl auf Schwerkraft reagieren würden. Können sie selbstständig fliegen, oder würden sie auf einm Planeten oder der Squid einfach liegen? Apropos Squid: Wie würde die Squid auf die "Haustiere reagieren?


    Ich glaube mit Ugron wird es nichts mehr. Wieviel ist noch von dem Menschen in ihm übrig, oder spricht die Squid durch ihn wie eine Handpuppe? Wenigstens ist das ganze Berglen nicht geheuer, hätte ja auch sein können dass er voll auf Ugrons Seite ist. Und hätte das angebotene Bad ihn vielleicht überzeugt?


    Xeramel als Decodierer des Imago-Projekts ist ein feine Idee. Mal sehen was sie noch herausbekommt.


    Die Tötung der Rebellen hat mich nachdenklich gemacht. Die Exekution ist mit der Todesstrafe auf der Erde nicht vergleichbar, da die Voraussetzungen hier komplett anders sind. Auf den Schiffen lebt man, abhängig voneinander, auf engsten Raum, mit wenig Lebensmitteln, und durch Manipulation ist es sicher möglich, ein ganzes Schiff zu zerstören. Die ethische Grundfrage, ob man jemand töten sollte, der selber getötet hat, bleibt natürlich bestehen.


    Die Wandlung im Speicherbild von Mensch zu Supercomputer ist möglicherweise sehr nah an dem, was Ugron wiederfahren ist. Als jener noch von Mutter getrennt war, hatte er ja auch andere Ansichten, von Rila ganz zu schweigen. Den Perspektivwechsel in dem Band fand ich spannend. Wie bei Isenborn kommt man nun durch andere Schwerpunkte an neues Hintergrundwissen.


    Auch für Kara ist das neu. Wie macht sie sich in Euren Augen?
    Was haltet Ihr von der Rebellion oder dem Freiheitskampf (je nach Perspektive) auf der ESOX?

    Und Berglen ... befindet er sich jetzt wieder "sicher in Mutters Schoß", oder schwebt er in Gefahr? Überhaupt - was denkt Ihr, welche Rolle wird die SQUID noch für die Menschheit spielen?

    Kara macht sich bislang ganz gut. Ob sie sich demnächst besser durchsetzen kann?

    Ein Freiheitskampf ist das für mich auf der Esox nicht, offenbar hatte ja bei dem Zwischenfall der Computer die Macht, nicht primär die Besatzung.

    Berglen wird sich vermutlich abnabeln, wenn Mutter ihm nicht eine Verkabelung verpaßt.

    Die Squid könnte sowohl große Hilfe, oder auch zum erbitterten Gegner der Menschheit werden.

    Was wenn eine Waffe die menschliche Technologie lahmlegt? Dann gibt es nur noch die Squid.

    Was, wenn die Squid nach und nach alle Menschen unter Kontrolle bringt, oder sie verdaut? Denkt sie selber, führt sie Befehle aus oder gibt es ein ganzes Volk? Suchen sie alle die nützliche Verbindung, sagen wir, wie ein Wahl und seine Putzerfische?

    Das stimmt, aber das ist vermutlich nicht Rila, sondern die Squid, die sie beherrscht - oder etwas anderes, das durch die Squid über sie herrscht. Über das die Hintergründe des lebenden Schiffes kann man sicher Stunden philosophieren. Gibt es nur eine, oder Millionen im Rotraum? Ist die Squid teil eines Planes eines Kollektiv - oder ein Rebell? Was passiert wenn das Kind ausgewachsen ist? :boah:

    Kara und Macros, das neue fast-Pärchen. Bin eigentlich froh, dass Kara es nicht so übereilt wie in der Vergangenheit.


    Aneste auf der Flucht... da kann ich ihr nicht die Daumen drücken. Dazu war der Abgang von Azrel zu fies.

    Kara als Komissarin auf die Esox? Das kann ja heiter werden, als Koexistenzialistin? Muss für mich noch ordnen ob Koexistenzialisten nur für Koexistenz friedlicher Menschen mit friendlichen Aliens sind, oder ob das in Richtung gewaltfrei bis zum Tode geht.


    Was mir in der Reihe sehr gut gefällt ist die Sache mit den unterschiedlichen Regierungsformen auf den Schiffen.

    Das war ja sicher nicht von Anfang an so, sondern hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Expertokratie, Meritokratie, Mutter-wird's-richten-kratie - das sind schöne Denkmodelle, und wenn man das ein oder andere Anstimmungsergebnis sieht fragt man sich, ob ein Mindest-IQ nicht sinnvoll wäre für das Wahlrecht.


    Im Speicherbild wird es etwas traurig. Verlief die Entwicklung in der Kolonie so wie bei des Esos? Kann die Besatzung der Esos etwas von der Kolonie lernen? Kann jemand von der Esos, z.B. Aneste, mit dem Computer der Kolonie kommunizieren? Ethische Fragen zur Gegenwart sind auch dabei. Sicher wären schon heute einige bereit, sich Technik implantieren zu lassen, um rund um die Uhr mit ihren gebliebten Smartphone verbunden zu sein...


    Generell fänd ich einen Blick in die Vergangenheit des Schwarms interessant. Wie kam die Squid dazu? Aus welchen unterschiedlichen Ideologien entsprint die jetzige Einstellung der verschiedenen Crews? Schon aktuell gibt es ja bei der Raumfahrt die Idee der Forschung, aber auch die wirtschaftliche Idee der Ausbeutung anderer Planeten. Ist so ein bisschen wie bei der Besiedelung Americas; die Konquistadoren, die Mormonen, die Briten oder Franzosen etc. hatten ja auch sehr unterschiedliche Vorstellung wie zu verfahren ist - allerdings waren die nicht auf engsten Raum zusammengesperrt bzw. abhängig voneinander.

    Zitat

    Feuer der Leere, Seite 492 schrieb:



    Die Membran verschwand, der Rotraum brach über Rila herein und ihr Leben wurde ein anderes.

    Die Wesensveränderung gab es ja schon bei Ugron, mal schauen ob sich jemand von der roten Familie befreien kann. Rila ist anders sozialisiert als Ugron und Kämpferin, hoffe sie kommt da raus.

    Okay, hier treffen wir einige alte Bekannte. Berglen ist ja bereits mit einigen anderen Mutierten auf der Squid in Erscheinung getreten. Schöne Einleitung, um die Squid als solches, und die besondere Politik/Religion/Philosophie dort zu zeigen. Anhand der Reaktion Arquilas sieht man die Verbundenheit der Bewohner mit dem Schiff.

    Die Bewohner der Esox haben Azrel und Tamis offenbar unterschätzt. Von der Wendung war ich überrascht, ich hatte vermutet, dass zumindest Azrel auf längere Zeit als "Powerhouse" unterwegs sein würde. Also schwelt nicht nur der Konflikt mit der Squid, auch die Bewohner der Esox haben noch was vor.

    Sehr lustig fand ich den Einbbau von Beon dem Blender, sowie Sanguis B. im Vorgängerband. Im nächsten Band dann Zarria oder Josefa?^^

    Puh, was ist denn mit Rila los? Denke die Wesensveränderung wird noch begründet. Rote Familie, brrrrr.:o

    Das Zweite Speicherbild wird doch nun schon deutlicher, und zeigt, dass auch auf Noraste schon ethische Fragen gab, z.B. ob der Mensch oder ein rationaler Computer bessere Entscheidungen treffen kann. Zusammen mit der Ersten Kapsel ergibt sich jetzt schon ein deutlicheres Bild. Ich befürchte schlimmes für das junge Glück.


    Die Squid mag sicherlich das faszinierendste Schiff sein; da leben möchte ich nicht. Das liegt nicht an dem lebenden Organismus, sondern an den Bewohnern. Religiöse Eiferer wären nicht meins. Bei der Auswahl wäre es die Marlin, aber wer weiß, was noch für besondere Schiffe auftauchen.


    Zitat

    kantige, dunkle Strukturen in den roten Strudeln

    Hmm, interessant. Langsam wird enthüllt, was das Cover und die Innenseite des Klappbroschur zeigen (könnten).

    Zitat

    Kara ist mir auf Anhieb sympathisch. Die fackelt nicht lange rum und weiß was sie will und doch ist sie nicht so eine Knallharte an der alles abprallt (wie man dann in der heiklen Szene nachher spüren kann, als sie wirklich denkt, es könnte zu Ende gehen) Zu Anfang schon gleich verschiedene Facetten einer Figur, das hat mir sehr gut gefallen. Und ich denke Kara ist sehr vielseitig.


    Ich finde es interessant, dass Kara so gut wegkommt, das war ja bei der letzten Runde nicht der Fall. Aber der Perspektivwechsel ergibt, dass sie (vermutlich) keine Doppelagentin oder Mata Hari ist, wie man in Feuer der Leere hätte annehmen können.

    Hallo zusammen, die ist meine erste Leserunde, und ich freue mich tierisch, dabei zu sein.


    Das Feuer der Leere habe ich erst vor ein paar Wochen gelesen, die Erinnerung ist also noch frisch. Daher hat es mir gleich gut gefallen, von Kara zu lesen, deren Motivation in Feuer der Leere etwas fragwürdig war. Ist sie Freund oder Feind? Sollte sie jetzt eine zentrale Rolle einnehmen, ist das ein cooler Move, wie überhaupt die ganze Anfangsszene, die deutlich einsteigerfreundlicher ist als in Feuer der Leere, weniger technisch und keine Schlacht, sondern Diplomatie. Dazu wird nebenbei die Grundsituation erklärt, damit auch jeder mitkommt, der den anderen Band nicht gelesen hat. Ich finde unabhängig voneinander lesbare Einzelbände gut, hat mir z.B. bei Sternenfaust immer gefallen. Bin sehr gespannt auf die Reaktionen derjenigen, die Band 1 nicht gelesen haben. Auch die Wendung mit Erok am Ende war konsequent, symphatisch wurde er ja noch nie dargestellt.

    In Szene 2 mit Kommissar Azrel und Zegato wird ein für mich zentrales Thema der Serie erläutert: die Andersartigkeit der Bewohner und der einzelnen Schiffe. Die Herangehenswese der Menschen ist ja sehr unterschiedlich, die einen verbinden sich mit Technik, die anderen mit ihrem lebenden Schiff - Azrels Kameraden sind da sicher gut als Denkansatz geeignet.

    Szene 3 mit Kara war eien schöne Actionsequenz mit smartem Lösungsansatz. Es sind gerade die kleinen Dinge wie der Schwamm, die den Sense of Wonder kräftig füttern. So macht mir Sci Fi Spaß.

    Mit dem Speicherbild steige ich noch nicht so ganz durch, aber man kennt diese Zwischensequenzen ja auch anderen Büchern wie Drachenmahr und weiß, daß sich das Puzzle vervollständigen wird.

    Ich freu mich jedenfalls, mehr aus dem Corvuniversum zu lesen.


    Zitat

    Wie gefällt Euch die Gestaltung? Der Umschlag, das Papier, das Druckbild?

    Sehr schöne Optik und Haptik, Klappbroschur macht immer was her. Das Cover sieht gut aus, schauen wir mal was es mit den schwarzen Flecken und dem Gitter auf sich hat.