Beiträge von Annabas

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    Hallo zusammen,

    hier kommt noch meine verspätete Rezension.


    Inhalt:


    Emma Vaughan ist Ermittlerin im irischen Sligo. Nicht nur als Frau ist sie die Exotin im Dezernat, sie wuchs auch noch in den USA auf und nach Meinung einiger Kollegen gehört sie damit nicht "dazu". Ohne das gute Verhältnis mit ihrem Vorgesetzten und mit ihrem Kollegen James hätte sie vermutlich schon lange das Handtuch geworfen. Zumal sie auch private Probleme plagen: eine alte Verletzung hat sie von Schmerzmitteln abhängig gemacht und ihr Mann Paul sitzt wegen vermutlicher IRA-Mitgliedschaft im Gefängnis. Ablenkung bietet die Arbeit und der Fall, der auf Emmas Schreibtisch landet, ist knifflig genug dafür. Im städtischen Krankenhaus scheint sich ein "Todesengel" herumzutreiben. Emma und James stürzen sich in die Arbeit, doch es ist nicht so leicht, weitere Morde zu verhindern. Zumal sich eine Spur in einen von Emmas früheren Fällen abzuzeichnen scheint und Emma muss sich fragen, ob sie damals den richtigen Weg gewählt hatte ...


    Das Buch ist der zweite Band der Reihe um Emma Vaughan.

    Erster Band: Lügenmauer


    Der erste Satz:


    "Emma Vaughan stand in der ersten Morgensonne am Garavogue River, da wo er aus dem Lough Gill kommt, sich durch Sligo Town verengt, um schließlich zu Sligos Hafen zu werden."


    Meine Meinung zum Buch:


    Ich habe schon den ersten Band der Reihe sehr gerne gelesen und wurde auch hier nicht enttäuscht. Etwas Besonderes an diesem Buch ist, dass die Geschehnisse aus Band 1 noch einmal aufgegriffen werden und zum Ende des Buches hin eine größere Rolle spielen dürfen - das schlägt einen spannenden Bogen zurück und zeigt auch, dass ein Fall nicht einfach abgeschlossen ist, wenn der Täter bekannt ist, sondern dass er noch lange Zeit Auswirkungen auf alle Beteiligten hat.


    Aber auch der aktuelle Fall war spannend zu lesen und es machte mir Spaß, Emma und James bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Es gibt jede Menge Raum, um selbst herumzuspekulieren, wer der Täter sein mag, und es gibt auch bei (wie sich später herausstellen wird) unschuldigen Verdächtigen einige Geheimnisse zu lüften.


    Emma selbst befindet sich auf einer Gratwanderung und das fand ich ist der interessanteste Teil des Buches. Zum einen kann sie ihre Schmerzmittelabhängigkeit wohl nicht mehr allzu lange verstecken, zum anderen wird sie durch den Gefängnisaufenthalt ihres Mannes belastet, der in Verdacht steht, ein führender IRA-Mann gewesen zu sein - und das bedeutet, dass Emma von ihrem Polizistengehalt auch noch einen Anwalt bezahlen muss. Ich hatte mit Emma viel Mitgefühl und das bedeutet auch, dass ich sehr schnell in die Geschichte hineinkam und dass ich sie ohne Unterbrechung durch andere Bücher lesen wollte. Man ist einfach neugierig, wie es mit Emma weitergeht.


    Das Buch endet mit einem tiefen Einschnitt für Emma und ich hoffe, dass es einen weiteren Band geben wird, der mir erzählt, wie es nun mit ihr weiter geht. Dazu wurde der Teil um die IRA-Mitgliedschaft ihres Mannes im Lauf der Geschichte immer spannender, auch hier würde ich sehr gerne lesen, wie sich diese Geschichte weiter entwickelt.


    Insgesamt gesehen, hat mich dieses Buch wieder sehr gut unterhalten und ich möchte noch mehr davon.


    Die Leserunde selbst war wie immer spannend und es hat Spaß gemacht, gemeinsam auf Mördersuche zu gehen.

    Danke an meine Mitleserinnen und besonderen Dank an Barbara, die uns wieder so nett in der Runde begleitet hat.


    Viele Grüße von Annabas :winken:


    geteilt auf Literaturschock

    Worüber ich mir allerdings nicht sicher bin, wie die IRA darauf reagieren wird, wenn ihnen klar wird, dass das Geld nicht bei Pauls Verteidigung gelandet ist.

    (...)

    Eine ganze Zeit war ich mir nicht sicher, ob Sybil oder Susan die Mörderin sein könnte - ob es nochmal jemand ganz anderes ist.

    Daran habe ich gar nicht gedacht - die IRA ist da sicher not amused. Ich frage mich aber, wie Emma nun Geld auftreiben wird, bei Suspendierung bekommt sie ja kein Gehalt mehr. Wir brauchen also wirklich einen Band 3, um das alles zu Ende zu führen. *Zaunpfahl* :unschuldig:


    Sybil erschien mir am Anfang auch verdächtig, aber bei Susan hat sich das schneller verstärkt. Und es klärt sich ja dann auch auf, warum Sybil Emma immer so angestarrt hat.

    Nach wie vor hat mir die Verzahnung der beiden Fälle aus Band 1 und 2 ganz ausgezeichnet gefallen - wenn Du sowas drauf hast, liebe Barbara, musst Du Dich echt nicht mehr als Anfängerin bezeichnen!

    (...)

    Ich glaube, das Emma immer noch gerne was mit James hätte - vernünftig ist das aber nicht. Vielleicht kapiert sie ja irgendwann, dass er als guter Freund und dazu auch noch einer ihres Sohnes - eine noch wichtigere und größere Rolle in ihrem Leben spielen kann.

    Ich finde die Weiterführung des Falles aus "Lügenmauer" in dieses Buch hinein auch toll! Das ist etwas Besonderes.


    Ja, Emma und James, am Ende der Geschichte sind sie gute Freunde. Das ist auch gut so, vielleicht braucht Emma das im Moment mehr.

    Hallo zusammen,


    auf Kapitel 18 (kursiver Text) fiel ich fast doch herein und fing an, Catherine zu verdächtigen, nachdem ich ja die ganze Zeit fest überzeugt war, dass sie als Täterin nicht in Frage kommt. Gott sei Dank lag ich falsch, ich mochte Catherine noch aus Band 1 und wollte sie nicht als Mörderin in den Knast gehen sehen.


    Aber der Reihe nach. Emma bekommt Geld von der IRA - der Teil mit Pauls Vergangenheit beginnt mich immer mehr zu interessieren! Bitte mehr davon im nächsten Buch!


    Emmas "Ferien" in Bon Coeur stellen sich, zumindest was Joga und Meditation betrifft, tatsächlich als Ferien heraus. Gut, dass Emma hier etwas entspannen und für sich tun kann, auch wenn sie zu Ermittlungszwecken dort ist. Wobei ich bei Meditationen auch immer einschlafe ... :sleeping:


    Die Schwestern von Bon Coeur sind immer noch so harte Brocken wie früher. Vermutlich finden sie es immer noch in Ordnung, wie sie sich verhalten haben - da scheint jegliche Einsicht zu fehlen. X(


    Susan erschien mir vom ersten Moment an verdächtig - ich kann mir nicht vorstellen, dass eine englische Lady sich so einfach zu Emma an den Tisch setzt, also muss sie etwas im Sinn führen. Sie stellt sich als die gesuchte Mörderin heraus und fast hätte Emma noch dran glauben müssen, wie gut, dass gerade noch Catherine auftaucht.


    Der Schluss gefällt mir in zweierlei Hinsicht: einmal scheint Emma in Andrew eine gute Stütze zu haben, vielleicht findet sie endlich etwas Ruhe mit ihm zusammen. Und Emma muss eine Entziehungskur machen, ihr Gesundheits-Check hat das erwartete Ergebnis gebracht und Emma wurde vom Dienst suspendiert - ein harter Bruch, aber für Emma vermutlich am besten.


    Als ich das Buch zugeklappt habe, fühlte ich mich rundum zufrieden. :)

    Und jetzt lese ich mal, was ihr geschrieben habt.

    Annabas ... Emmas Drogenkonsum. Ja, das ist ziemlich gefährlich, was sie da macht, das Zeug ist ein Morphium-Produkt. Da muss was passieren und da wird auch was passieren. Emma merkt ja im Grunde selber, dass es so nicht weitergeht. Sollte es Emma III geben, setz ich die Lady auf Entzug. Versprochen!

    Aber auch hier interessiert mich die Heuchelei der Gesellschaft: Murry trinkt seinen Whiskey, das ist ok, James raucht, auch das ist ok. Emmas Schmerzmittel sind nicht ok, obwohl es im Grunde ethisch gesehen so ziemlich egal ist, von WAS man abhängig ist. Sucht ist Sucht. Aber diese Gesellschaft urteilt nicht so, Saufen ist ok, solange es nicht am Steuer eines Autos stattfindet, aber Tabletten sind es nicht. Wirklich konsequent und strukturiert gedacht ist das nicht.

    Will hier Emma nicht entschuldigen, nur darauf hinweisen, wie heuchlerisch die Drogenpolitik in den meisten Ländern gehandhabt wird: Alkohol und Kippen sind schließlich auch Drogen, die rein zahlenmässig auch jede Menge Leute umbringen.

    Das stimmt. Und für Zigaretten und Alkohol muss man nur in den nächsten Laden gehen und kann es rezeptfrei kaufen.

    Hallo, liebe Annabas,

    das mit Nordirland und dem Status als besetztes Land kommt auf die Perspektive an. Die Protestanten in NI sind in der Regel Unionisten und wollen britisch bleiben. Viele der Katholiken in NI - eine Minderheit - jedoch wollen nach wie vor ein vereinigtes Irland als Republik unter der Führung von Dublin. Die IRA rekrutierte ihre Kämpfer ja auch vor allem aus den Katholiken in Belfast und drumherum. Diese Leute sind ja alle noch da, so einfach verschwinden diese Konflikte nicht, auch nciht nach einem Friedensabkommen.

    Erinnerst du dich noch an das geteilte Deutschland? Das war auch eine Frage der Perspektive... wollte man die Wiedervereinigung oder doch lieber nicht? Jedenfalls sind von den vier früher mal geteilen Ländern - Deutschland, Vietnam, Korea und Irland - noch 2 übrig. Irland und Korea. Keine besonders attraktive Liste, wie ich finde.

    Hallo Barbara,


    ich bin in dem geteilten Deutschland aufgewachsen und eine Wiedervereinigung war mir herzlich egal, ich kannte ja nichts anderes und hatte auch keine Verwandten im anderen Teil. So geht es vermutlich auch vielen Leuten in/mit Irland. Da hast du recht mit der Frage der Perspektive.


    Die Iren reden viel und gerne... können aber auch stundenlang quatschen, ohne viel zu sagen.

    Oh ja, die Dubliner Taxifahrer lassen ihre Gäste selten zu Wort kommen, das habe ich selbst erfahren ... :totlach:

    Paddy Sloan ist also der Maulwurf. Da hatte Emma wieder mal eine gute Nase. Dass sie sich aus der Aservatenkammer bedient, geht ja gar nicht! Mir schwant nichts Gutes, was das Ergebnis des Tests angeht.

    Ausgerechnet Paddy Sloan, ja. Aber gut, dass Emma das weiß, damit kann sie Paddy vielleicht noch eine Weile davon abhalten, aufzudecken, dass sie sich ihre Tabletten aus der Asservatenkammer besorgt.

    Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser für Emma wäre, wenn über ihren Gesundheitscheck der Tablettenkonsum herauskommt und sie sich endlich helfen lassen muss. So kann es ja nicht ewig weitergehen.

    Also mich stört es überhaupt nicht, dass die Kräuterfrau recht früh verdächtig ist und dann auch die Mörderin ist. Mir selbst kommt es oft gar nicht so darauf an, wer letztendlich der Mörder ist, mich interessiert das WARUM am meisten. Ich lese auch gerne Thriller, bei denen der Täter oft schon von Anfang an bekannt ist und es hauptsächlich darum geht, ob und wie die Polizei ihm auf die Schliche kommen wird.


    Besonders gut gefällt mir die enge Verzahnung des vorliegenden Falles mit den Ereignissen aus "Lügenmauer". Aber die mutmaßliche Verdächtige ist schon wieder raus aus der Nummer.

    Das gefällt mir auch, ich hätte nicht erwartet, dass das Thema nochmal so intensiv aufgegriffen wird. Aber das macht es doppelt spannend.


    Wer ist nur der Anrufer bzw. die Anruferin aus Deutschland? Catherine vielleicht mit einer neuen Handynummer?

    An Catherine habe ich auch gedacht, schließlich hat Emma sie sehr oft versucht anzurufen. Aber wenn Catherine in Deutschland ist, kann sie nicht die Mörderin im Altenheim sein.


    Seltsamerweise berührt mich die Story um Emmas Ex weniger.;)

    Oh, wie es mit Paul weitergeht, interessiert mich schon sehr. Vor allem, wie er seine Machenschaften vor Emma geheim halten konnte. Das wäre doch ein spannendes Thema für Band 3? :zwinker:

    Hallo zusammen,


    der Todesengel ist gefunden, es war also doch die Kräuterfrau Mary Moran. Aber mit ihrem medizinisch-pharmakologischen Halbwissen hätte sie vielleicht erkennen müssen, wann ein Patient auf dem Weg der Besserung ist und keine Sterbehilfe von ihr gewünscht ist. Aber vermutlich ist sie so vernarrt in ihre Idee, den Menschen zu "helfen", dass ihr so etwas überhaupt nicht in den Sinn kommen wird. Dass sie nicht so harmlos ist, wie sie tut, hat man schon daran gemerkt, dass sie mit einer Schrotflinte auf Emma gezielt hat.


    Aber es ist ja noch ein Viertel des Buches übrig, nun geht es wohl weiter um Catherine Payman und den Mord in Newcastle. Da bin ich mal gespannt.


    Michaels seltsame Einkaufsgewohnheiten haben sich auch aufgeklärt, keine Datingseiten, nur Spitzenunterwäsche. Alles ganz harmlos, aber verständlich, dass Emma erst einmal an eine Affäre denkt.


    Und Emma verbringt eine Nacht mit Andrew, dem Anwalt. Das scheint James doch mehr zu treffen, als ich bisher angenommen habe. Ob sich die zwei doch noch finden können?


    Grüße von Annabas :winken:

    Außerdem ist da irgendwo ein Maulwurf!

    (...)

    Die Schilderung über das Geschehen im Bon Cœur ist ja mehr als grausam! Da dreht sich mir der Magen um.

    Stimmt, den Maulwurf hatte ich vergessen - das muss ja jemand von der Polizei sein. Aber wer?


    Zu dem Geschehen in Bon Coeur: Ja, das ist unvorstellbar. Aber über die Zustände in den Magdalenenheimen wurde in den letzten Jahren immer mal wieder im Fernsehen berichtet, so weit weg von der Realität ist das nicht, fürchte ich.

    dieUnkaputtbare Suspekt ja, aber eigentlich nicht so richtig gefährlich! Ich hatte zum Beispiel keine Sekunde Angst um Emma und Stevie. Jemand, der nachts Licht macht und auf dem Sofa sitzt, ist doch nicht richtig gefährlich. "Nur" suspekt.

    Ich hatte das Gefühl, dass es sich (erst einmal) nur um eine Drohung gehandelt hat.

    Aber nun glaube ich es, dass Paul in der IRA einen ziemlich hohen Rang hatte - und Emma wusste die ganze Zeit nichts davon? Liebe macht wohl doch blind.

    Hallo zusammen,


    in diesem Leseabschnitt wird wieder einiges von dem auf den Kopf gestellt, was ich mir zuletzt gedacht hatte.


    Aber nach wie vor denke ich, dass keiner von den Ärzten der Todesengel ist. Ich denke, Ärzte könnten das Medikament sehr viel unauffälliger vergeben - eine zwanzigfache Dosis muss doch Verdacht erregen. Das deutet für mich auf einen medizinischen Laien hin. Zumindest auf Brian Feeneys Mörderin trifft das ja schon mal zu. Aber damit ist nur ein Mord von vielen aufgeklärt.


    Der kursiv geschriebene Teil hat mich aber stutzig gemacht, das klang nicht nach "unserem" Todesengel. Haben wir es vielleicht mit zwei voneinander unabhängigen Verbrechen zu tun? Der Badewannenmord hat sich zudem in England ereignet, nicht in Emmas Revier.


    Sophie mit ihren geheimen Kenntnissen als Hackerin kann Emma helfen, die Szene hat mir gut gefallen. Ich bin ja gespannt, auf welchen peinlichen Seiten Michael herumgesurft ist - Erotikshops? Bizarre Datingseiten? Emma wollte jedenfalls nicht, dass die Kinder zu viel davon sehen.


    Wie spricht man eigentlich den Namen Saoirse aus? Oder Aoife? Die fallen einem ja schon beim Lesen schwer. :zwinker:

    Ich kenne hier in Deutschland ähnliche Ansichten. Es gibt hier in der Nähe einen Campingplatz, da dürfen unverheiratete Paare nicht zusammen in einem Wohnwagen / Zelt übernachten. :rolleyes:

    Im Ernst? Das hätte ich nicht erwartet.

    Von den meisten meiner Freunde weiß ich übrigens nicht mal, welcher Religion sie angehören ...

    TochterAlice zum verdächtigen Arzt, der geerbt hat: Ich denke, das wäre zu offensichtlich und wohl eher der Tatsache geschuldet weil er "Ausländer" im hochkonservativen Irland ist. Ich für meinen teil, sehe ihn nicht als ernsthafte Konkurrenz als Täter.

    Ich glaube nicht, dass Dr. Vikram unser Täter ist, das wäre doch zu einfach. Vielleicht hat er wegen dem geerbten Geld etwas Dreck am Stecken, aber deswegen muss er nicht gleich ein Todesengel sein. Dann eher schon diese Mary Moran mit ihren Salben und Tinkturen. Gift wächst auch im Bio-Garten.


    Übrigens: Oberschwester Ellie Dowd gefällt mir gut. Die hat ihren Laden im Griff, meine ich. ;)

    Emma hat auf jeden Fall ecken und Kanten, auch wenn ich nicht unbedingt toll finde, wenn sie sich ihre Medikamente in der Asservatenkammer besorgt.

    (...)

    Das Thema rund um Todesengel empfinde ich als spannend und gruselig. Halt auch, weil da Gedanken hoch kommen, dass man auch genau dort in diesem Krankenhaus liegen und ein Opfer sein könnte.

    (...)

    Ich wusste gar nicht, dass in Irland Schwangerschaftsabbrüche immer noch verboten sind.

    Emmas Medikamentenmissbrauch wird sicher noch ein Thema in dieser Geschichte sein. Dass sie Tabletten aus der Asservatenkammer klaut, macht ziemlich deutlich, dass sie inzwischen abhängig ist.


    Zum zweiten Punkt: das waren genau meine Gedanken. Im Krankenhaus sollte man sich ja sicher fühlen können, man liegt ja nicht aus Spaß dort im Bett.


    Zum dritten Punkt: diesen Mai steht in der Republik Irland ein Referendum an, in dem über Schwangerschaftsabbruch abgestimmt wird. Ich hoffe sehr, dass dieses Verbot fallen wird.

    Aber ich glaube, der nächste Kandidat steht schon vor der Tür, der Anwalt, den Emmas Freundin ihr für Paul organisiert hat. Jedenfalls scheint er auf Emma durchaus einen Eindruck zu hinterlassen, mal sehen, ob ich Recht behalte.

    (...)

    Die Kabbeleien im Präsidium gibt es auch noch, aber als ganz so intensiv wie beim letzten Mal empfinde ich sie nicht. Kommt ja vielleicht noch.

    (...)

    Ich war ja perplex, dass es tatsächlich einen (durchaus nicht unverdächtigen) Arzt im Team gibt, der von einer Patientin geerbt (und es angenommen hat). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Deutschland so glatt über die Bühne ginge! Vielmehr würde das doch sicher mehrfach überprüft werden müssen!

    Zum ersten Punkt: daran musste ich auch gleich denken, als der Anwalt aufgetaucht ist.


    Zum zweiten Punkt: ja, das Mobbing war bisher nicht so auffällig wie im ersten Band. Wäre ja schön, wenn Emma hier etwas Ruhe gegönnt wäre.


    Zum dritten Punkt: Das meine ich auch. Es ist eine Sache, seinem langjährigen Hausarzt etwas zu vererben, aber eine andere Sache einem Heim- oder Krankenhausarzt, zu dem man ja nur kurz Kontakt hat, als Erben einzusetzen. Das stinkt.

    Hallo Barbara,


    die Frage hatte ich zuerst im ersten Leseabschnitt geschrieben, aber ich denke, sie gehört eher hierher in den allgemeinen Bereich - auch wenn das Buch den Anstoß gegeben hat.


    Kurz gestolpert bin ich auf Seite 17 über den Ausdruck "das britisch besetzte ... Northern Ireland". Fühlt man sich in Nordirland wirklich noch "besetzt"? Aufgrund des Brexit habe ich in den letzten Monaten viel über England, Nordirland und die Republik Irland gelesen und hatte eher das Gefühl, dass die Nordiren ganz zufrieden sind, zu Großbritannien zu gehören, auch wenn sie überwiegend gegen den Brexit gestimmt haben.


    Wie ist denn hier die aktuelle Stimmungslage?


    Liebe Grüße von Annabas :winken:

    Guten Morgen zusammen,


    gerade habe ich den ersten Leseabschnitt beendet. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen - und fand es sehr schön, dass es ein paar Hinweise auf den Inhalt vom ersten Band gab. Ich war zwar bei der damaligen Leserunde dabei, aber meine Erinnerung ist doch sehr verschwommen. Jetzt habe ich alles wieder etwas präsenter, aber ich denke, dass man das Buch auch gut lesen kann, wenn man den ersten Band überhaupt nicht kennt.


    Emma hat auch hier wieder ihr Päckchen zu tragen: ihr Schmerzmittelkonsum könnte sie ihren Job kosten, ihr Mann sitzt in U-Haft und Emma muss alleine für sich, ihren Sohn und die Anwaltskosten aufkommen, und sie ist immer noch die "Fremde" im Revier und in Sligo. Da kann es fast nur noch besser werden - es sei denn, das Drogenscreening führt wirklich dazu, dass sie ihre Stelle verliert.


    Die Verbrechen, um die es in dieser Geschichte geht, sind schon beängstigend. Gerade die Personen, denen man im Krankheitsfall vertraut und auf die man angewiesen ist, stehen im Verdacht, Todesengel zu sein. Ich war ja selbst schon im Krankenhaus und habe auch nicht gefragt, was man mir da alles in die Vene hat laufen lassen - gerade in der Annahme, dass das schon alles seine Richtigkeit haben würde. Man kommt ja gar nicht auf den Gedanken, dass hier jemand ein Verbrechen begehen will. Ich erinnere mich an einen Fall vor etwa 2 Jahren, wo ein Krankenpfleger beinahe 100 Menschen getötet haben soll - und obwohl diese Sterberate im Krankenhaus schon so bekannt war, dass sich Kollegen geweigert haben, mit diesem Pfleger zusammen zu arbeiten, ging nichts an die Staatsanwaltschaft. Das ist eigentlich nicht zu glauben. Ich bin sehr gespannt, wie nun in dieser Geschichte das Thema behandelt werden wird.


    In den Kapiteln 2 und 5 lesen wir wohl die Gedanken der Mörderin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um eine Frau handeln muss. Ich frage mich, was sie erlebt hat, um so einen Hass auf die ganze Welt zu empfinden? Aber das werden wir sicher noch erfahren. Der Ausdruck "Stehrümmchen" gefällt mir übrigens sehr. :breitgrins:


    So jetzt lese ich erst einmal die anderen Beiträge.


    Liebe Grüße von Annabas :winken: