Beiträge von Kathrin

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Zunächst erst mal nur ein kurzer Gruß an Euch alle und vielen Dank für die schöne und lebhafte LR zu "Feind". Ich hatte diesmal genügend Zeit, um die LR richtig genießen zu und mitmischen zu können. Einziger kleiner Kritikpunkt in meinen Augen waren die teilweise recht kurzen LR-Abschnitte und die damit verbundene Bitte seitens des Forums, nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag zu lesen. Das war gerade bei diesem Buch hart für mich, weil es mich etwas aus dem Lesefluss gerissen hat. Aber wie gesagt, ich hatte auch Zeit, weil Urlaub, und hätte das Buch wahrscheinlich in 2-3 Tagen problemlos durchlesen können.


    Grundsätzlich ist es jetzt mit meiner "freien" Zeit leider rum, berufliche Änderungen haben sich schon vor ein paar Wochen angekündigt, inzwischen gibt es für mich aber eine andere Aufgabe, die vermutlich ab nächster Woche greift und dann kann ich die Foren dieser Welt wohl für mich unter der Woche knicken. Klar könnte ich auch abends noch in LR schreiben, aber wenn man eh schon den ganzen Tag vor dem PC sitzen muss, dann will und kann ich das abends nicht mehr.


    Ich werde versuchen, morgen oder übermorgen noch die Rezi zu schreiben.


    LG

    Kathrin

    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin hier nun leider doch ganz kurzfristig raus. Bei mir geht es zur Zeit drunter und drüber, vor allem beruflich, da bekomme ich momentan keine LR hin. Tut mir leid, dass ich mich erst so spät melde, aber ich weiß es auch erst seit vorgestern und bin einfach noch nicht dazu gekommen, mich hier zu melden. Zumal auch mein Kater krank war und ich da andere Dinge im Kopf hatte. Ich wünsche Euch viel Spaß in der LR


    LG

    Kathrin

    Es stand ja auch in der Ankündigung zu dieser Leserunde, auf meiner Webseite, auf dem Titelbild, auf der Amazon-Seite ... :lachen: Vielleicht hast Du es irgendwo dort gelesen und es ist eingesickert, war Dir aber nicht mehr so präsent.

    Echt? Stand das da? Shit, ich werde alt ;(

    Ich würde zwar nicht so weit gehen, dass die beiden Romane speziell das sind, was Rosamunde-Pilcher-Fans gern lesen, aber Knecht wird ein bisschen romantisch und Herr sogar ein wenig erotisch. ;)

    Och neee...erotisch...jetzt raubst Du mir meine ganzen Hoffnungen. Dabei war ich Dir echt dankbar, dass Du bei Ajina und Helion nicht so ins Detail gegangen bist.

    Da man eine Roman nicht beliebig dehnen kann, ohne dass die Spannungskurven leiden, wäre die Lösung dafür, diese Figuren rauszukürzen. Ich habe sie aber gern drin, weil sie für mich die "gefühlte Welt" des Romans vergrößern - auch wenn es nicht ihre Geschichte ist, die erzählt wird. Wobei ich da auch nicht bei allen die Hand ins Feuer lege: Manchmal taucht eine Figur eine Weile ab, um dann unvermutet wieder aufzutauchen. Das klappt aber auch nur, wenn man nicht bei jede Figur weiß: "Klar, der muss ja demnächst noch mal auf die Bühne kommen."

    Okay, das stimmt auch wieder, wenn eine Figur unverhofft wieder auftaucht, dann ist das auch immer eine nette Überraschung. Ich mag grundsätzlich etwas ausufernde Romane ziemlich gerne und habe es einfach lieber, wenn Figuren nicht nur einmal in einer Szene auftauchen, weil sie da ihren Zweck erfüllen und dann nicht mehr auftauchen...um es jetzt mal überspitzt zu sagen. Aber das ist ganz klar Geschmacksache, das mag jeder so sehen, wie er/ sie will. Wo wir auch gleich noch bei einer für meine Leseliste/ Statistik wichtige Frage wären: kannst Du grob sagen, wieviele Seiten die extended Version (inkl. aller Anhänge und Extras) hätte, wenn es in gedruckter Form vorliegen würde? So für meine Statistik würde es schon einen Unterschied machen, ob ich nun ein Buch von 400 Seiten oder 500 Seiten in knapp 2 Wochen gelesen habe. Sorry, ich bin was meine Leseliste angeht etwas eigen.


    Und dann noch ein Wort (oder auch mehrere) zum Nachwort...das war so toll! Wie du uns an der Entstehungsgeschichte hast teilnehmen lassen. Aus Dunkelelfen werden Fayé, aus Vampiren werden Schattenherren etc. Auch das Cover der gedruckten Version rückt dadurch für mich in ein ganz anderes Licht. Im Buchladen hätte ichir nämlich tatsächlich gedacht, dass da "schon wieder jemand" auf die Covergestaltung der Ein Lied von Eis und Feuer-Romane aufspringt. Ich weiß wirklich nicht, ob ich nach dem alten Cover gegriffen hätte. Jetzt sehe ich das anders. Vielen Dank dafür!!!!:anbet::anbet::anbet:

    Ich vermute, in 8 von 10 High-Fantasy-Geschichten würde der Protagonist eine solche Situation überleben ... :lachen:

    ... aber wir sind ja in der Dark Fantasy. :teufel:

    Also mein "Happy End-Herz" hängt offensichtlich doch sehr an der High-Fantasy ... ich werde also im Laufe der Bücher wohl weiterhin entsetzt sein über diverse Verluste an Protagonisten

    Du hattest schon immer mehr ein Happy-End-Herz als ich ^^

    Das hab ich mir eben auch gedacht^^

    Das freit mich.

    Zur Sicherheit weise ich nur darauf hin, dass "böse Mädchen" bei Schattenkult durchaus im Sinne von brutalem Horror gemeint ist. Also nicht ein paar Teenager, die ein bisschen frech sind, sondern drei junge Frauen, die jeder von uns in jeweils eine Einzelzelle sperren würde, um dann den Schlüssel wegzuwerfen ...

    Mit frechen Teenagern würdest Du mich auch nicht locken können ... Teenies...nee, wirklich nicht, in Büchern schon gar nicht, vor allem diejenigen, die sich so richtig Teenie-mäßig verhalten *schüttel*

    Ich weiß gar nicht was ich sagen soll zum Ende. Es war ... ziemlich beängstigend (fast) Alles beendent. Ich war etwas geschockt dass fast alle tot sind die wir im Laufe des Buches kennen gelernt haben. Und ich will nicht über Lisanne lesen im nächsten Band, die ist doof. Ich will Liola!

    Und was ist denn jetzt mit Helion. Ich bin da etwas ratlos.

    Krass, oder? Dass Lióla tatsächlich von Helion getötet wird bzw. ihr Dasein als Schattenherrin vereitelt wird, hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich war am Ende des vorherigen Abschnitts schon davon überzeugt, dass auch Helion sterben würde. Aber er ist noch nicht ganz tot...in einer Statis, irgendwo zwischen Leben und Tod. Was Lisanne wohl mit ihm vorhat? Könnte sie ihn auch gegen seinen Willen zu einem Schattenherren machen? Das wäre ja eigentlich die größte Strafe für ihn. Ihn zu töten würde ihr bestimmt keinen Spaß machen - jedenfalls nicht so schnell. Nur so in der Statis, könnte er ihr auch bald langweilig werden. Da müsste sie ihn schon wieder zu Bewusstsein bringen.


    Ich habe übrigens am Ende der eigentlichen Geschichte, als die "Guten" alle (weitestgehend) tot sind und bevor ich die Anhänge gelesen habe, bei mir gedacht, dass FEIND auf mich schon sehr als ein Einstiegsbuch in die Trilogie wirkt. Und was lese ich im Nachwort - genau das.

    Ich habe noch eine Frage zu den Karten: Wie benutzt Ihr die? Schaut Ihr sie ab und zu während des Lesens an, oder nur einmal, wenn Ihr an die Stelle im Buch kommt, an der sie eingefügt sind?

    Im Gegensatz zu den anderen Extras wie Glossar und Personenregister habe ich mir die Karte dummerweise nicht ausgedruckt und mich da immer wieder drüber geärgert, als ich schon Urlaub hatte und da ich daheim keinen Drucker habe, hab ich es mir dadurch selbst schwer gemacht. Denn ich mache es wie Inge und springe immer wieder gerne zu den Karten und schau wo sich meine Figuren gerade befinden oder suche nach Anhaltspunkten auf der Karte, die im Text vielleicht gar nicht erwähnt wurden. Doch ich nutze die Karten und ich liebe, liebe, liebe die ganzen Extras, die Du uns im Buch und auch auf Deiner HP zur Verfügung stellst. Für mich gilt da tatsächlich "je mehr desto besser".


    Lisanne scheint aber auf irgendeine Art fasziniert von ihm. Zum Schluß anzeigt sie eine völlig untypische und unerwartete Gefühlsregung. Sollte sie irgendwann eine Art Wendung vollziehen? OK, eher nicht, wir sind hier nicht bei Rosamunde Pilcher.:)

    Ich vertraue jetzt einfach mal auf Robert und dass ich keine Rosamunde-Pilcher-Story:angst::angst::angst: lesen werde in KNECHT und HERR. Aber die weinende Lisanne im Epilog - buh, damit hab ich nun so gar nicht gerechnet. Das macht mich jetzt extrem neugierig auf sie.

    Wird Helion in den Schatten treten? Wird Lisanne durch das Bündniss mit ihm sich vom Kult abwenden und eventuell eine Gleichgewicht der Macht (Danke, jetzt weiß ich wieder, wo ich so ein Band im Kopf hatte...) herstellen? Werden die Flinken Gnome zu einer bedeutenten Söldnereinheit? Fragen über Fragen.

    Dass sich Lisanne vom Kult abwenden könnte, aber die Idee der Flinken Gnome hat in der Tat was. Zumal ich die Kleinen sehr mochte und mir für sie durchaus auch einen größeren Part in der Geschichte vorstellen könnte. Nur leider hat Roberts Antwort auf Deine Idee, Oli, mir jetzt ein wenig die Hoffnung genommen, dass sie weiter mitspielen dürfen. Das ist letztlich wirklich das, was mir an der Geschichte etwas gefehlt hat, dass manche Figuren zu kurz kommen. Aber da hatten wir ja schon mal drüber gesprochen. Das wusste ich zwar am Anfang noch nicht, aber genau in diese Richtung gingen meine Gedanken beim Interludium. Nämlich ob Birros und/ oder seine Mutter noch eine Rolle spielen, denn ich hatte nach dem Interludium ins Personenregister für den Hauptteil des Buches geschaut und weder ihn noch sie dort wiedergefunden.


    Melde mich später nochmal - bin jetzt auf dem Sprung.

    Hallo zusammen,


    Bevor ich es vergesse, möchte ich hier im vorletzten Leseabschnitt schnell schon einmal meine Standardfrage stellen: Was denken die Erstleser - wie geht es aus? Wer siegt, wer verliert, wer überlebt, wer stirbt?

    Ich bin zwar Erstleser, aber auf diese Fragen kann ich jetzt leider nicht mehr antworten, da ich das Buch inzwischen beendet habe. Ich hatte mir dahingehend auch nicht so die Gedanken gemacht, sondern wollte am Ende dieses Abschnitts einfach nur noch wissen, wie es ausgeht. Dass ich mich jetzt erst wieder melden kann, liegt nicht wie bei Olli an meinem Arbeitgeber, sondern an einem sehr vollgepackten Wochenende mit zwei Auftritten, einem Probetag und wenig Schlaf...ich war für jede Minute auf der Couch dankbar. Letztlich hatte ich aber - wenn ich meinen Notizen soweit trauen darf, nicht viel Hoffnung für Helion. Es sind ja nun nahezu alle tot, die mit ihm gekämpft haben? Wie sollte er es schaffen zu überleben? Wenn sich die Fayé und die Schattenherren zusammentun, der mächtigste Magier mit Modranel nicht mehr zur Verfügung steht und auch noch Limoras zum Verräter geworden ist. Gut, der ist letztlich auch nicht mehr am Leben, aber Helion scheint jetzt doch ganz allein auf weiter Flur zu sein. Nein, Hoffnung hatte ich an dieser STelle für ihn eigentlich keine mehr.

    Brünettas Kleid wird nicht besser werden, irgendwann ist sie Liola so peinlich,dass sie sie irgendwie entsorgen wird. Wie tötet man eigentlich einen Ghoul ??

    Brünettas Kleid ist schon der Running Gag in dem Buch und dass sich Lióla da so drüber mokiert. Da musste ich immer schwer grinsen, wenn es darum ging.

    Der Tod von Deriai hat mich auch erschüttert. Sie hat sich so tapfer geschlagen und buchstäblich alles gegeben um ihre Tochter zu retten, für mich war sie eine Art stiller Heldin.

    Da bin ich ganz bei Dir und "stille Heldin" passt ganz wunderbar zu ihr. Letztlich ist sie vermutlich sogar für mich die Figur, an der ich am nächsten dran war. Modranel und Lióla sind zwar die spannenderen/ schaurig-faszinierenden Figuren, aber wirklich nah kann man ihnen und ihrem Denken nicht sein. Zu unserem Helden Helion und auch zu Ajina hatte ich ja schon in den vorherigen Abschnitten einiges geschrieben.


    Die schönen Bilder von den in die Bäume eingewachsenen Menschen nehme ich jetzt mit in den Schlaf:o

    Eine schaurige Idee und sehr malerisch beschrieben, du schaffst es immer noch eins drauf zu setzten , Robert:)

    Die Vorbereitungen des Opferplatzes durch die Fayé bzw. ihre Handlanger und die Schilderung der Szenerie waren für mich ein absolutes Highlight des Buches. Kopfkino pur - auf so richtig schön fantasy/ sagenhafte Weise. Natürlich ist die Vorstellung, wie die Gesichter "in die Bäume" kommen erschreckend und erleben möchte ich das sicherlich nicht, aber da hatte ich echt das gefühl, ich steh mit offenen Mund, staunend vor den Bäumen und hab Gänsehaut am ganzen Körper.

    Ok, wirklich düster, aber mir gefällt es. Es ist nicht einfach nur blutig um zu schockieren, es ist einfach die Beschreibung einer dystopischen Welt mit allem was dazu gehört.

    Das gefällt mir übrigens auch extrem gut an dem ganzen Buch. Ja, die Schattenherren sind grausam, das schon und es wird bei ihren Praktiken auch genügend Blut fließen, aber mir gefällt, dass Robert das nicht so extrem ausschlachtet.

    Lisanne ist für mich immer noch blass. Da finde ich den Baum mit den eingeschlossenen Menschen viel spannender.


    Und genau das haben ihn (Helion) sympathisch und menschlich gemacht. Nur noch die Erinnerung an Ajina hat er sich bewahrt. Mit Sicherheit wird ihm diese noch Schwierigkeiten machen.

    Da bin ich in beiden Aussagen ganz Deiner Meinung:five:


    Ich war hier übrigens - obwohl wir schon so weit sind im Buch - manchmal mit zwei-drei Namen überfordert, die in meinen Ohren teilweise doch sehr ähnlich klangen, dass ich SChwierigkeiten hatte, die Namen noch richtig zuordnen zu können: Irien, Ilion, Elion. Einer König der Fayé, einer Schattenkönig...wer war gleich nochmal wer und wer ist der dritte im Bunde dieser drei Namen? :spinnen:?( - so hab ich mich beim Lesen teilweise geführt, nur gut, dass es das Personenregister gibt:verlegen:

    Auch Helior ist nicht gerade hilfreich. Da unterdrückt er mühsam alle Emotionen, um eine Stärkung Lisannes zu verhindern und alle Kraft in den Gegenschlag zu investieren und diese dann auf einen Schlag freizusetzen aus Kummer und Zorn über Ajinas Tod. Wahrscheinlich hätte die Folterung durch Limoras weniger Gewühlswallungen in ihm erweckt.

    Wobei gerade diese wenig hilfreiche Reaktion von Helion ihm doch deutlich was von seinem Heldentum nimmt und letztlich beweißt, dass auch er nur ein Mensch ist und Fehler machen kann. Und dass er nichts gegen die Gefühle, diese Wut/ diesen Kummer über Ajinas Tod, machen kann, auch wenn er weiß, dass das fatale Folgen haben kann bzw. wird. Er kommt nicht gegen seine Gefühle an, und das ist menschlich.

    Was wäre eigentlich passiert, wenn sie Erfolg gehabt hätten? Die Schattenherren sind ja nach wie vor noch da und können doch auch ohne Lisanne ihre Grausamkeiten weiterverfolgen. Ein Schattenherr alleine ist ja auch nicht so einfach zu besiegen. Und davon gibt es ja immerhin noch ein paar.

    Da hast Du eindeutig recht. Ich denke zwar schon, dass Lisannes Tod zumindest auf Seiten der freien Menschen ganz schön was hätte bewirken können, und wenn es "nur" Motivation und Selbstbewusstsein für die freien Menschen gebracht hätte, da Lisanne schon sehr mächtig ist. Aber letztlich hätte irgendein Baron ihr Herzogtum übernommen, der vielleicht noch etwas an Macht hätte aufbauen müssen, aber ich denke schon, dass es da eine gewisse Schattenherren-Schlange gibt, die ihr folgen wollen.

    Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt.

    In der dritten Person, in der sie erzählt sind, hätte ich tatsächlich eher ein "sagte Modranel" erwartet.

    Hm, das ist für mich als Autor überraschend. Ich dachte, es wäre klar, dass die Perspektive zwischen den Figuren wechselt. Ajina denkt von ihrem Vater nicht als "Modranel", deswegen steht im text "Vater", "ihr Vater" oder "Ajinas Vater".

    Ich glaube das Wort "Vater" an sich "stört" mich nicht wirklich, sondern eher, dass da einfach nur steht "sagte Vater" und eben nicht "sagte Ajinas/ ihr Vater." Das "sagte Vater" macht den Abschnitt für mich persönlicher, mehr aus Ajinas Sicht geschrieben, als es ein "sagte ihr Vater" getan hätte. Ich hätte "sagte Vater" tatsächlich eher bei einem Text in der Ich-Form erwartet, was wir hier ja nicht haben.

    Bis zu diesem Zeitpunkt war es für mich eher so, dass die einzelnen Abschnitte unterschiedliche Hauptfiguren haben, mal ist es Helion, mal Ajina, mal Liola. Aber ich war nie tief genug in diesen einzelnen Abschnitten bzw. in den einzelnen Figuren drin, als dass es für mich wirklich immer auch deren Sicht auf die Dinge war. Was vielleicht auch ganz gut zu dem passt, was ich vorher schon zu Fenlinkas Posting geschrieben habe.


    Was mich dabei gewundert hat ist, wie Varrior sich dem Verhör von Lisanne widersetzen konnte,

    Es gibt da eine Möglichkeit, die Empfänglichkeit gegenüber den Kräften der Osadroi zu dämpfen: Mann lässt sich kleine Silberbarren in den Schädel applizieren. Allerdings ist das eine sehr gefährliche Operation, bei der das Hirn geschädigt werden kann oder man sogar sterben kann. Wenn es gut geht - wie bei Varrior -, hat man einen gewissen Schutz.

    Ah, das ist eine gute Information. Ich glaube, das ist mir irgendwie entgangen, dass Varrior durch diese Silberplättchen im Schädel so widerstandsfähig war. Ich hatte mich das nämlich wie Murkxsi auch gefragt, wie er das geschafft hat und fand ihn wohl einfach nur cool und hab insgeheim Lisanne dabei die ganze Zeit die Zunge rausgestreckt und ne lange Nase gemacht:jakka:

    Allerdings war mir dann Helion wieder zu sehr der Held und es war leider auch absehbar, dass er der Held sein würde, der sie und die Kleine retten wird.

    Naja, so absehbar war das nicht. woher sollte er wissen, dass sie mitten in der Nacht in den Wald geht? Wer hat ihn informiert? Andererseits war er zu ihrem Schutz eingeteilt und zu dem des Vaters, wobei letzterer wichtiger war und da dürfte es schwer gewesen sein, die Entscheidung zu treffen, ob er ihr ziellos hinterher rennt (in Rüstung, da rennt es sich nicht so gut) Aber gönne ihm ein wenig Held sein. Es ist Krieg und das Leben ist kurz, der Krieg macht keine Unterschiede.

    Damit hast Du auch wieder recht, das hab ich mich beim Lesen übrigens auch gefragt, woher er das eigentlich weiß, dass sie unterwegs und in Gefahr ist. Mir ging es auch eher darum, dass er zu sehr der Held ist und dass es vorhersehbar war, dass er als Held Ajina rettet.

    Ich habe den Abschnitt gelesen aber irgendwie falsch gestoppt und bin durcheinander mit meinen Notizen für diesen und den nächsten Abschnitt

    Immerhin hast Du Notizen gemacht, im Gegensatz zu mir. Ich hab gelesen und gelesen und gelesen und dann irgendwann dachte ich...oh Mist, wo war denn nur gleich das Abschnittsende. Dann hab ich nachgeschaut, bis wohin der Abschnitt geht und habe den Abschnitt nochmal überflogen und mir dann erst Notizen gemacht. Das ist der Nachteil für mich beim Tablet/ Ebook...in einem normalen Buch habe ich immer Schmierzettel drin, wo ich mir was notieren kann, beim Ebook ist mir das meist zu umständlich.


    Ihr war ziemlich geschockt dass wir Ajina und Modranel verlieren. Vor Allem war das so unspektakulär. Also klar, heftiger Kampf und so aber dann, schwupps, beide tot.


    Jetzt hat er (Helion) ja noch mehr Grund. Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.

    Unspektakulär fand ich den Tod von Ajina und Modranel überhaupt nicht. Vor allem den von Modranel nicht. Klar war er durch seinen Kampf mit Lisanne geschwächt und vielleicht leichter zu besiegen, als bei voller Stärke. Aber immerhin war es Lióla, die ihren Vater getötet hat. Und das aus Rache/ Treue für ihre Herrin, Lisanne, damit diese wieder erstarkt und nicht aus Rache für sich selbst, weil er sie damals verkauft hat. Darüber ist sie wirklich hinweg.


    Was Helion angeht und dass seine Wut, sein Hass auf Lisanne immer größer und gewaltiger wird, habe ich ähnlich gedacht wie Du. Diese Wut/ dieser Hass muss dem Schattenherren besonders "gut schmecken", gewürzt mit Genugtuung, dass sie eben doch überlegen sein würden, wenn sie seine Gefühle zugeführt bekommen würden.


    Die Fayé sehen für mich übrigens aus wie die blaue Viecher aus Avatar...ja ich weiß, so sind sie nicht beschrieben. Da wären wir wieder bei meiner eigenen Vorstellungsgabe und dass ich mich da unbewusst weigere, die Beschreibung des Autors in mein Kopfkino zu lassen. Cersei ist für mich ja auch rothaarig und nicht blond, wie in der GoT-Verfilmung.


    Auch mit Modranel ist ein seeehr spannender Charakter gegangen. Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen.

    Oh, spannende Überlegung. Ich habe ihn in der Szene ehrlich gesagt einfach nur als weich im Hinblick auf Lióla gesehen. Er sieht sie (nach vielleicht etlichen Jahren?) wieder, sieht was aus ihr geworden ist, merkt, dass er sie doch vermisst hat und das macht ihn weich und verletzlich. Dass er ihre Essenz nutzen wollen könnte, daran hab ich nicht gedacht, wäre natürlich möglich. Auch Ajinas Tod macht ihn verletztlich, verletzlicher als er vielleicht wäre, wenn keine seine Töchter im Kampf gegen Lisanne eingegriffen hätte.


    Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ist das bei Dir grundsätzlich so, dass Du nur bedingt in die Figuren eines Buches eintauchst, oder ist das hier ein besonderes Phänomen für Dich? Mir geht es tatsächlich mit "Feind" ähnlich, aber für mich eher selten der Fall. Bei mir ist es meist so, dass ich mich neben der Buchwelt auch in einer Figur verlieren kann oder eine Figur sich für mich klar zum Liebling herauskristallisiert (und das muss auch nicht immer die Hauptfigur sein, sondern gerne mal ein Säufer und Weiberheld). Das ist hier nicht so, Modranel und Liola finde ich spannend, Limoras und Lisanne auch, aber mit keinem von ihnen fühl ich mich emotional verbunden - obwohl sie mir - als die dunkleren, undurchsichtigeren, darken Charaktere - lieber sind als die "Guten."

    Ich verstehe, was Du meinst. Ich mag es aber, wenn sich die Welt größer anfühlt als die Geschichte. Sprich: Wenn ich als Leser (oder Autor) das Gefühl habe, ich habe zwar eine Geschichte erzählt bekommen, aber die Schauplätze und Figuren haben auch ein eigenes Leben, etwas, das zwar eine Berührung zur erzählten Geschichte hat, aber sich nicht in der Rolle erschöpft, die sie für diese Geschichte spielen.

    Okay, in dem Lichte, hab ich das noch nicht betrachtet. Hat was die Idee. Letztlich kannst Du das als Kompliment verbuchen: ich würde nur einfach gerne mehr lesen, mehr erfahren. Du machst mich neugierig auf die Welt und die Figuren, die mir persönlich zu kurz kommen.

    Ich hätte nur tatsächlich gedacht, dass er schon einiges erreicht hat, indem er sich dem Heerzug anschließt und bei Helion ja nun auch einiges lernt an Kampftechniken.

    Ich glaube, die Einschätzung dazu, ob dieser Feldzug zu überleben ist, spielt da eine wesentliche Rolle. Als Pepp angeheuert hat, war Guardaja noch weit weg. Er hat wohl erst mal ein paar Monate mit vollem Bauch vor sich gesehen. Die sind vorbei, er kommt gerade von einem Spähtrupp, hat einen persönlichen Eindruck davon, wie riesig das Schwarze Heer ist. Er sieht den Zahltag kommen ... und auf einmal erscheint der Deal nicht mehr so attraktiv, zumal sich nun eine Alternative zu bieten scheint.

    Okay, wo Du recht hast, hast Du recht;)

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

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  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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