Beiträge von SabineW

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    Armbanduhren waren höchst modern, insofern ein auffälliges Zeichen, aber jetzt nicht speziell.


    Olivia steckt auf ihre Art genauso im eigenen Sumpf wie Auguste. Ihre Droge ist die alte Zeit. Sie ist genauso wenig noch imstande, vernünftig zu handeln.

    Ging mir Auch so... Umso mehr kann ich aber nachempfinden, wie die Leute auf Augustes Plan reagiert haben... Um so etwas zu machen, ist es noch ein bisschen zu früh... also historisch gesehen. ::)


    Oh, nicht täuschen lassen, für Skandale dieser Art war die Zeit schon gut. Ich empfehle 1913 von Florian Illies, das beschreibt sehr schön die kulturelle Zeit im Kriegsvorjahr.

    Im Moment arbeite ich an Leseproben. Fantasy, klassischer historischer Roman ... alles noch äußerst vage. Das nächste, was erscheint, ist ein historischer Jugendroman von Isabel Beto. Erscheint irgendwann im nächsten Jahr.


    Berkeley ist ein anderes Genre (Stichwort Downton Abbey), also musste es wieder ein neues Pseudonym sein. Da mit dem anderen (Beto) geworben wurde, frage ich mich im Nachhinein allerdings auch, ob man das nicht vielleicht hätte zusammenlegen können/sollen.

    Ich lese gerade ein Buch, da ist die Heldin klug und aktiv und mutig, und ich denke, kann die nicht auch mal in der Ecke hocken und verzweifelt heulen und was falsch machen? Der Held ist zwar ein Krieger, aber sanft und gütig und freundlich, und ich denke, kann der nicht mal die Wutz rauslassen?


    Bekloppt, ne? Aber wird schon alles seine Gründe haben, dass wir so gestrickt sind.


    Was ich nicht verstehe - sie muss doch das Trauerjahr einhalten bis zur Aufführung. Wieso kann sie denn dann jetzt eine Art Generalprobe aufführen mit Presse und Publikum? Das ist doch auch das Trauerjahr mit Füßen getreten, oder?


    Es war ja nur ein Probeauftritt ganz privat, die Fotografien für Augustes private Zwecke gedacht. Aber es wurde dafür gesorgt, dass es durchsickert. Sämtlichen Beteiligten war das Trauerjahr im Grunde ja auch sowas von egal.

    Willkommen im Ziel :)



    Liebe Sabine war es denn so gedacht, dass wir Auguste als Leser nicht mögen sollen?


    Sie ist ein Mensch, der zur damaligen Zeit existiert haben könnte. Eine interessante Figur mit einer interessanten Entwicklung. Anfangs macht sie es einem leicht, sie zu mögen. Irgendwann kippt das dann, das war mir klar. Zum "Mögen und Mitfiebern" ist Ella da.


    Muss man eine Hauptfigur denn mögen?


    Weibliche Hauptfiguren haben es grundsätzlich schwer - bei den weiblichen Lesern, also praktisch allen. Wäre Auguste ein Mann gewesen, hätte sie nur halb so viel Magengrimmen verursacht. Im Gegenteil - man kennt ja den männlichen Helden, der wie die Axt um sich hauen darf, gerne auch skrupellos, und die Leserinnen liegen ihm zu Füßen. Nicht dass es mir als Leserin anders ergehen würde ... ;)

    Nee, sie sind beide gegangen, Arm in Arm, und die Liedstrophe, die Auguste singt, soll andeuten, worauf das hinausläuft.


    Es hat schon seinen Sinn, dass nicht Autoren Klappentexte schreiben - als Autor findet man ja alles wichtig und will das unterbringen, was dann auch wieder nicht funktioniert. (Manche können das aber und machen es auch selber.) Natürlich kriegt man die dann vorgelegt, aber es kann passieren, dass Änderungsvorschläge ausdiskutiert werden wollen, da winke ich dann lieber durch, wenns einigermaßen passt. Immerhin kann man gegen Ende des Buches ja durchaus freundschaftliche Gefühle erkennen. Auch wenn ich das nicht eine richtige Freundschaft nennen würde.


    Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen in der Tat gruselig.. Aber ist das nicht generell (auch heute noch) so bei solchen Rennen die nicht auf einer speziellen Rennstrecke sondern "durchs Land" gehen ? Sowas kann man doch gar nicht wirkllich absperren ?


    Keine Ahnung, wie das heute ist. Mir fällt dazu nur F1 in Monaco ein, wo man ja auch durch die Stadt fährt - in der F1 gab es schon lange keine Tote, vor Senna aber regelmäßig. Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung Sicherheit, das ist ja überall so, und je länger man zeitlich zurückgeht, desto chaotischer und gefährlicher werden die Zustände. Das kann man auf etliches übertragen, Sport, Filmdrehs, Internet. Es war damals praktisch normal, dass ein Auto nicht ins Ziel kam oder man bei der Fahrt einfach mal aus dem Auto fiel. Die Sicherheitsvorkehrungen für die Zuschauer waren lächerlich, und allein die Straßenverhältnisse müssen ein Witz gewesen sein.


    Doch, irgendwie hab ich da schon aufgemerkt, als sie Ella wegschickt. Das ist zwar für Auguste eigentlich nicht ungewöhnlich, aber dennoch...


    War durchaus so gedacht. Da ja nur zwei Männer in Frage kommen (wenn man nicht davon ausgehen will, dass sie sich einen Bediensteten oder Kurgast schnappt, was ihr nicht absprechen wollen würde, aber dramaturgisch nichts hergibt), sollte es darüber nicht das große Rätselraten geben.


    Ja, aber ich wundere mich immer wieder darüber.


    Ich hab das schon ewig aufgegeben.


    Also, der liebe Sex. Es passt zu Auguste, ihn zu schildern. Zu Ella nicht. Außerdem hätte ich dann gleich zu Anfang mit einer Sexszene ins Haus fallen müssen, aber da ich ja weiß, dass das nicht jede Leserin mag bzw. für falsche Signale sorgt, was die Einschätzung des Buches an sich betrifft - hab ich es gelassen. Und auf die Lesegewohnheit vertraut, worin ausgeblendeten Fummeleien ja eigentlich immer in eine Sexszene führen, die nur noch im Kopf des Lesers stattfinden soll.

    Oh nein, das klingt nicht gut! Mich hat am Wochenende auch so etwas angeflogen: dicker Kopf, Schniefnase und Halsschmerzen... Zum Glück war es mit einigen Kannen heißem Tee, Thymian-Lutschpastillen und viel Schlafen wieder weg. Vielleicht klappt es bei Dir auch?


    Auf jeden Fall wünsche ich Dir gute Besserung, Sabine! :trost: Pfleg' Dich ordentlich und dann lesen wir uns wieder! :-*


    Danke :) Geht soweit wieder (dir hoffentlich auch). Aber viel mehr als im Bett zu gammeln und zu LESEN ist noch nicht drin.


    buchregal123: Ach so, jetzt verstehe ich. Ehrlich gesagt habe ich das ganz anders interpretiert: nämlich so, dass eben doch keiner darüber gesprochen hat. Ella lag quasi im Sterben oder zumindest im Koma - da bin ich einfach davon ausgegangen, dass Tony dann nicht auch noch zur Mutter rennt und die Chose petzt. Vielleicht hat Rhys ihm ja anschließend versprochen, dass er - sollte Ella überleben - nicht dort weitermacht, wo er aufgehört hat. Oder etwas in der Art.


    Ja, so kommts hin. Bis auf Mr. Johnson war ja ein Bediensteter in der Nähe, da gab es also gar nicht so viel zu vertuschen. Ein Reitunfall.


    Ich glaube, dass Tony hinterher nicht mal was zu Rhys gesagt hat. Der Unfall hat den Schlussstrich gezogen.


    Aber auch der nächtliche Besuch Rhys' hat mich gerührt. In seiner Hochzeitsnacht Ella aufzusuchen, finde ich schön von ihm. Auch wenn er es natürlich insgeheim macht - oder was denkt ihr, was wäre passiert, wenn sie (für ihn ersichtlich) aufgewacht wäre?


    Gute Frage. Vielleicht wollte er es auch provozieren. Hätte zu ihm gepasst.