Beiträge von foenig

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    Hey,
    ich hatte das Buch auch schon letzte Woche beendet, aber danach leider keine Möglichkeit mehr ins Internet zu kommen, was ich vorher nicht bedacht habe... Dafür ist die Geschichte jetzt wenigstens schon ein wenig bei mir verarbeitet.


    Mich hat das rasante Ende des Buches zum einen völlig in den Bann gezogen, denn schließlich war es unheimlich spannend und die Seiten flogen nur so dahin. Zum anderen aber hat mich das doch sehr actionreiche Ende ein wenig gestört, da es für mich nicht so gut in den Ablauf der Geschichte passt. Also, die Geschichte ist bis zu diesem Abschnitt ohne jegliche Action trotzdem mitreißend gewesen und auf keinen Fall langweilig, ganz im Gegenteil und nun folgt ein Showdown, in dem viele Figuren aktiv werden. Ich frage mich, ob man nicht auch einen ruhigeren Abschluss hätte finden können.
    Inhaltlich finde ich jedoch diesen Showdown absolut nachvollziehbar. Er zeigt, wie weit alle Akteure für ihre Sache gehen.


    Gut, dass ich gar keine Ahnung von der Forstwirtschaft oder dem Waldleben habe, so kann ich die Spaziergänge im Wald trotzdem noch weiter genießen. Wenn ich die Vegetation so gut wie Anja oder auch ihr Vater interpretieren könnte, würde bei mir jetzt wohl gleich meine Fantasie mit mir durchgehen und ich würde mir wohl Gedanken über weiterer solcher noch unentdeckten Gräber machen.


    Bei Konrad Dallmann hoffe ich, dass er wirklich sieht, dass er falsch gehandelt hat und zwar in Bezug auf sein Handeln von Anfang nicht. Es könnte ja auch sein, dass er sich darüber ärgert, dass er Schlei falsch eingeschätzt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob seine Selbstanzeige ehrlich gemeint ist oder ob er in dieser Situation keine andere Möglichkeit mehr gesehen hat.


    Ich bin froh, das Marga Anja scheinbar nicht die Schuld an dem Tod ihres Mannes gibt. Marga könnte auch denken, dass wenn Anja nicht gewesen wäre, dass Rupert noch leben würde... Trotzdem gehe ich davon aus, dass Anja wohl noch länger in psychologischer Betreuung bleiben wird. Die zurückliegenden Ereignisse wird sie kaum schnell verarbeiten können.


    Bei Konrad bin ich mir einfach nicht klar, ob er tatsächlich voll hinter den alten Herren steht, oder ob er vielleicht teilweise nur ausloten will, wie weit sie gehen würden. Es kann sich dabei auch nur um ein Wunschdenken von mir handeln, weil ich es einfach nicht fassen kann. Alois ist so kaltblütig!


    Bei Konrad habe ich überlegt, ob er wohl als verdeckter Ermittler fungiert und daher die ganze Sache mitmacht. Jedoch macht er eigentlich nicht nur mit, sondern lenkt die ganze Aktion sogar. Dieser Gedanke ist wohl eher Wunschdenken.



    Warum hat ihr Sohn nur sein Leben lang zu ihr gehalten? Einfach weil sie seine Mutter war, oder hat sie ihn noch mit irgendwas in der Hand gehabt?


    Ich glaube nicht, dass Anna irgendwas brauchte um Xaver in der Hand zu haben. Sie war seine Mutter und somit gehorchte er. Es wurde nicht beschrieben in wie weit er behindert war. Aber ich habe das Gefühl, dass er ähnlich wie ein kleines Kind denkt und empfindet. Kleine Kinder reflektieren die Taten ihrer Eltern nicht und lieben sie bedingungslos. Xaver kann einem in dieser Geschichte nur leid tun.


    Ich bin gespannt, wer noch mit Anja im Wald ist. Sie hat ja hinter sich irgendwo ein Geräusch gehört. Ob es "nur" die Polizisten sind, die sie beschatten oder jemand anders? Vielleicht werden die Polizisten doch noch zum Freund und Helfer in dieser Geschichte. Anja hat ihr Asthmaspray auf jeden Fall dabei. Darauf habe ich mittlerweile immer geachtet, ob dies erwähnt wird. ;D

    Puuh, mich hat dieser Abschnitt ganz schön mitgenommen. Bisher konnte man die Geschichte einfach nur so als Geschichte lesen, die sich nur der Autor ausgedacht hat. Aber mittlerweile hat das Ganze so einen Realitätsbezug für mich bekommen, dass ich es ziemlich schwer finde in meiner heilen Welt gemütlich auf der Couch von solchen Greultaten zu lesen. Darauf war ich aufgrund des Klappentextes gar nicht vorbereitet... :o



    Die Gedanken des alten Dallmanns während der Autofahrt sind brutal und schockierend. Bis heute sehen er und wahrscheinlich auch die anderen keinen Fehler bei sich. Erst wurden sie vom System gezwungen und dann konnten sie nicht schnell genug umschalten. Und das Gesetz, dass Morde nicht verjähren, sieht er heute noch als Schande... beim Lesen dieser Einstellung lief es mir wirklich kalt den Rücken runter, ich glaube, unsere Generation kann sich das gar nicht vorstellen, aber solche Ewiggestrigen gibt es sicher noch, es ist einfach erschreckend!


    Ich habe diesen Abschnitt gestern Abend im Bett gelesen und war einfach nur geschockt und brauchte relativ lange um einschlafen zu können. Und diese "Geschichte" ist bestimmt kein Einzelfall. Ich gehe davon aus, dass leider sehr viele Leute genau so gedacht haben und wahrscheinlich auch so gehandelt haben.



    Die Sache mit der Observation von Anja ist echt erschreckend – ich frage mich was Konrad, den Polizeikollegen erzählt hat, damit sie rund um die Uhr beschattet wird. Will er ihr etwa den Mord an Anna in die Schuhe schieben?


    Das frage ich mich auch. Welche Verdachtsmomente gab es gegen Anja um sie observieren zu lassen. Ich kann mir da momentan gar nichts vorstellen. Vielleicht bekommt Anja noch von Gerlach ungeahnte Hilfe. Der fand ja schließlich das Verhör von Dallmann mit Anja seltsam.

    Hey,
    mir ist in diesem Abschnitt mal wieder sehr deutlich bewusst geworden, dass ich weder in einem Gebiet lebe noch aufgewachsen bin, in der es große Wälder gibt. Ich habe mir bei einer Bache nämlich zunächst ein Reh oder so vorgestellt. :-[ Ich war dann ein wenig verwirrt, weil die Beschreibungen nicht so ganz dazu passten. Außerdem habe ich mir so ein Reh auch nicht allzu gefährlich vorgestellt. Zum Glück wurde dann aber auch erwähnt, was eine Bach ist und mir wurde schlagartig einiges klar. ;D



    Ob das Album noch Informationen liefern wird? Es wird so oft erwähnt.


    Ich vermute schon. Das Album ist doch durch irgendeine Flüssigkeit (ich glaube Alkohol) hinten ein wenig durchtränkt. Vielleicht löst der Alkohol oder jede andere Flüssigkeit etwas auf und ein versteckter Zettel taucht auf oder man erkennt auf einem der Bilder noch etwas Wichtiges.


    Was dann auch die Fragen im ersten Abschnitt oder so erklärt, warum die Geschichte einige Jahre zurückdatiert wurde und nicht "heute" spielt. Dann wären die alten Männer wohl kaum noch am Leben bzw. inzwischen wohl ziemlich tatterig.


    Diese Vermutung habe ich auch! Das ist für mich momentan das schlüssigste Argument, was für ein Verbrechen in der NS-Zeit spricht!



    Das frage ich mich auch die ganze Zeit, wer wieviel tatsächlich weiß.


    Vorallem weil bei dem "Altmännertreffen" davon die Rede war, dass man gar nicht weiß, ob wirklich keiner etwas weitererzählt hat und ob es wirklich nur die ihnen bekannten Eingeweihten gibt. Also, selbst innerhalb der Männergruppe weiß man nicht so genau, wer doch noch davon wissen könnte.


    Lukas finde ich mittlerweile sehr seltsam! Zuerst habe ich ihn einfach nur als unglaublich aufdringlich empfunden. Aber was sollte die Lüge bezüglich Brüssel gegenüber Anja?


    Kann die dann endlich mal jemand aufmachen? ;D


    Ich glaube die Kühltruhen waren offen. ;D Sie wurden mit einem Holzkeil offengehalten und waren leer.
    Hoffentlich spielen diese Dinge überhaupt noch eine Rolle in der Geschichte!

    Hey,


    also eigentlich wollte ich lautstark dagegen protestieren, dass ihr mehrheitlich sagt, dass eigentlich noch nicht viel passiert sei. Aber beim Argumente sammeln ist mir aufgefallen, dass für die schon gelesenen Seiten in der Gegenwartsgeschichte wirklich noch nicht so viel passiert ist. Mir war das wohl nur nicht bewusst. Ich rätsel so fleißig mit, was in der Vergangenheit passiert sein könnte, dass in meinem Kopf schon viel mehr Handlung abgelaufen ist. ;D


    Eure Theorie, dass die Geschichte bis zur Nazizeit zurückreichen könnte, hat mich ein wenig überrascht. Ich muss mich darauf erstmal gedanklich einlassen. Möglich wäre es auf jeden Fall.
    Ich dachte jedoch bisher an ein Umweltverbrechen. Vielleicht dass Sondermüll illegal entsorgt wurde oder Ähnliches und Anjas Vater hat dies heraus bekommen...


    Ein wenig irritiert mich, dass Xaver Anja auch sofort erkannt haben soll. Schließlich ist das ganze schon über 20 Jahre her und Anja war damals ein kleines Mädchen und ist nun eine erwachsene Frau.


    Wie diese Kühltruhen in die Geschichte passen und ob sie wirklich noch mal eine Rolle spielen werden, darauf bin ich auch schon ganz gespannt. Vielleicht haben die Truhen etwas mit illegaler Jagd zu tun.

    Guten Morgen in die Leserunde und an Wolfram :kaffee:


    Mir ist als erstes aufgefallen, dass die Geschichte im Herbst spielt, was wunderbar zu unserer jetzigen Jahreszeit passt! Außerdem gefällt mir die Atmosphäre des Waldes unheimlich gut. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und da nennt man schon eine kleinere Ansammlung von Bäumen "Wald" ;D aber so eine richtige Vorstellung von einem großen Wald ohne Wege habe ich gar nicht.


    Die Geschichte selbst hat mich schon ganz in ihren Bann gezogen. Ich rätsel auch schon wild herum, ob wirklich Xaver seine kranke Mutter erschlagen haben soll, was es mit der Wiese mitten im Wald auf sich haben könnte und ob Lukas vielleicht einen bestimmten Grund hat, warum er so sehr hinter Anja her ist. Der Anfang der Geschichte lässt dem Leser viel Spielraum für Spekulationen und ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird.


    Warum hat Heinblicher keine Meldung bei der Polizei gemacht als er Anna gefunden hat? War das Rupert? Die Zuordnung der Namen macht mir wie immer noch ein paar Schwierigkeiten :-[ Vermutet er auch, dass Xaver seine Mutter getötet hat und sucht er ihn deshalb mit seinem Vater im Wald oder haben sie Angst, dass ihm auch etwas passiert sein könnte und wollen ihm helfen? Mir ist nicht klar, ob sie Xaver helfen wollen oder ob sie etwas vertuschen wollen.
    Außerdem irritiert mich eine Aussage zu den Kühltruhen. Rupert wundert sich, dass sie dort immer noch stehen und sie noch keiner entfernt hat. Scheinbar sind sie ja auch leer. Vielleicht wurde Anna absichtlich neben den Kühltruhen getötet um auf etwas hinzuweisen. Schließlich wäre es wirklich einfacher gewesen, sie oben ihn ihrem Bett zu ersticken.


    Kann man als Waldkenner sehen, wie lange es schon diese Wiese mitten im Wald gibt? Wahrscheinlich muss man das doch recht leicht herausfinden können. Ich bin nämlich sehr neugierig, ob diese Wiese wirklich etwas mit dem Verschwinden von Annas Vater zu tun haben kann. Scheinbar ist jedenfalls bei Einschlag 25 etwas vergraben oder zumindest umgegraben worden. Hoffentlich finden wir bald heraus, ob da noch was liegt. Aber da setze ich voll auf Anna! Sie scheint auch recht neugierig zu sein.


    Ich bin ihm gegenüber auch erstmal misstrauisch eingestellt. Entweder weiß er selber irgendwas oder er wurde vielleicht von seiner Familie geschickt, um Anja auszuhorchen.


    Ich finde sein fast schon penetrantes Verhalten eher verdächtigt! An Anjas Stelle wäre ich vorsichtig. Ich finde es sehr gut von ihr, dass sie ihm ihre Nummer nicht gegeben hat, sondern ihn anrufen möchte, sobald sie selbst möchte.
    Ist Lukas übrigens der Kerl, den ihr auch ihr Chef bei einem Gespräch bei einer Autofahrt schmackhaft machen wollte?

    Zum Buch:
    Mir hat der Einstieg ins Buch sehr gut gefallen. Der Prolog, den man zunächst nicht ganz in die Geschichte einbauen konnte, hinterließ Gänsehaut und machte neugierig auf die Geschichte. Aber auch der Einstieg in die eigentliche Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Genau wie Sarah, eine der Hauptfiguren, wird man völlig überrascht und muss bei Null anfangen und herausfinden, wer der fremde Mann, der sich als Ehemann ausgibt, in Wirklichkeit ist.
    Leider konnte ich mit der Figur von Sarah kaum etwas anfangen, mit ihr bin ich irgendwie nicht richtig warm geworden. Aber umso besser hat mir die zweite Hauptfigur Mark gefallen. Daher fand ich es gar nicht schlimm, sondern sogar richtig gut, dass man in einem Nebenstrang ein wenig über Mark und seine Geschichte erfährt. Beim Lesen war ich zwar sehr neugierig auf noch mehr Hintergrundinformationen zu Marks Situation und seiner Zukunft. Trotzdem finde ich es gut, dass es eher nur Andeutungen gab, denn in diesem Buch ging es um Sarah und nicht um Mark. Mark stellt sich durch seine gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe als sehr guter Ermittler heraus und ich habe mich oft wie in einem Krimi gefühlt, in dem der Kommisar den Mörder sucht.
    Die Kapitel, die sich mit dem zunächst unbekannte Mann, der sich als Sarahs Mann ausgibt, fand ich als äußerst spannend und ich habe immer auf Hinweise geachtet um herauszufinden, wer er ist, wo Stephen ist, ob er noch lebt und warum er dies alles veranstaltet.
    Im Nachhinein sind mir ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich als nicht so gut gelungen empfinde, da das ganze Buch aber sehr spannend ist und die Handlung recht schnell verläuft, habe ich beim Lesen darüber nicht so sehr nachgedacht, sondern wollte einfach nur weiterlesen um herauszufinden, was denn nun wirklich dahinter steckt.


    Fazit: Ein spannendes Buch, das zum miträtseln einläd und nicht schon auf den ersten Seiten das Ende verrät.

    Zur Leserunde:

    Leider bin ich zwischendurch krank geworden und habe daher eine Zwangslesepause einlegen müssen, so konnte ich nicht mehr so gut miträtseln, sondern habe eher alle eure Theorien nachgelesen. Trotzdem hat mir die Leserunde wie immer viel Vergnügen bereitet.

    Hey,
    ich finde das Ende sehr passend zum restlichen Buch.
    Zunächst hat es mich ein wenig gestört, dass es keine Verbindung zwischen Sarah und John gab, sondern dass es eine reine Zufallsentscheidung war. Nachdem ich mir das ganze aber ein wenig durch den Kopf habe gehen lassen, empfinde ich diesen "Zufall" aber als recht realistisch.


    Mir gefällt es, dass nicht jede Kleinigkeit für den Leser geklärt wurde. Die Handlung an sich ist abgeschlossen, so dass das Buch kein offenes Ende hat. Jedoch wird nicht zu viel hinterher noch erklärt, so dass es langweilig werden könnte. Ich finde es auch gut, dass man nicht erfährt, ob Sarah und Stephen wieder zueinander finden oder nicht. So kann jeder Leser sich sein eigenes Ende für die beiden ausdenken.
    Für mich finden die beiden wieder zueinander, was jedoch für beide viel Arbeit bedeutet. Außerdem bleibt die wahre Todesursache von Katherine in meiner Vorstellung geheim.


    Obwohl ich natürlich auch neugierig bin, wie es mit Mark weitergeht und warum Tanja sterben musste, finde ich es für dieses Buch gut, dass man nichts weiter über ihn erfährt. Schließlich ist seine Geschichte eine andere Geschichte, die ich jedoch gerne in einem eigenständigen Buch nachlesen würde.

    Hey,
    ich hoffe ganz stark, dass John in seinem Brief noch verrät, warum er gerade Sarah ausgesucht hat. An einem Zufall kann ich da nicht glauben. Ob es irgendwas noch in Sarahs Vergangenheit gibt, dass die beiden in Verbindung bringt?


    Etwas überrascht wurde ich durch Johns Freitod. Ich hatte erwartet, dass er seinen "Erfolg" bei Sarah auch beobachten möchte. Aber scheinbar ist er sich seiner Sache sehr sicher.


    Wie konnte John von den versteckten Tagebüchern von Sarah wissen? Nur durch reine Beobachtung des Hauses kann ich mir nicht vorstellen, dass man das Versteck der Tagebücher oder überhaupt ihre Existenz entdecken konnte. Außerdem ist mir noch ein Rätsel wie er sie alle in Ruhe lesen konnte. Schließlich arbeitet Sarah von zu Hause und somit blieb wohl nicht viel Zeit, in der sie außer Haus war.


    So, nun werde ich auch endlich und ganz gespannt den letzten Abschnitt lesen.

    Hey,
    in den ersten beiden Abschnitten hatte ich Johns Verhalten so eingeschätzt, dass er eine Verbesserung für sein Leben möchte und deshalb Stephens Leben versucht zu übernehmen. Aber scheinbar macht er diese Aktion aus seiner Sicht eher "uneigennützig". Er möchte Sarah eine zweite Chance geben, die sie ergreifen soll. Außerdem hat er nicht mehr lange zu leben, so dass er das Leben als Stephen sowieso nicht lange hätte führen können. Zudem rechnet er auch damit, dass die Polizei in dieser Angelegenheit ermitteln wird.


    Ob Jay (aus dem ersten Kapitel) dieselbe Krankheit hat wie John? Mir kam der Gedanke von Aids. Aber ich kann das nicht begründen.


    Mir ist beim Lesen auch die Ähnlichkeit zu Otis Abschiedsworten zu Mark aufgefallen. Jedoch habe ich nicht daran gedacht, dass er seinen Tod nur vorgetäuscht haben könnte. Ich gehe davon aus, dass er wirklich gestorben ist. Andernfalls hätte Somerville ihm bestimmt geholfen bei seinem Vorhaben und John scheint alleine zu arbeiten. Somerville könnte theoretisch John sein und sich selbst entstellt haben und für Otis nach seinem Tod einen Wunsch erfüllen. Aber das glaube ich selbst nicht.


    Ich gehe momentan ganz stark davon aus, dass Stephen eine Affäre hat. Gelegenheiten haben sich bei seinen Geschäftsreisen bestimmt häufiger ergeben und wozu braucht er bitte ansosten so viel Bargeld, wenn er ansonsten so gut wie kein Bargeld bei sich trug. Außerdem konnte Sarah nicht herausfinden, wo Stephen hinfahren wollte und hat keine Unterlagen darüber gefunden. Ich vermute, dass er unter falschen Namen oder unter dem Namen seiner Affäre ein Hotelzimmer gebucht hat und dieses bar zahlen wollte.
    John wollte Sarah auf jeden Fall mit dem Geld auf etwas aufmerksam machen.


    Nun bin ich extrem gespannt auf das Zusammentreffen!

    Puuh, Marks Schicksalsschlag hat mich auch ordentlich mitgenommen. Da kann man schon verstehen, dass er völlig aus der Bahn geworfen wurde. Sehr passend finde ich auch, dass Ärzte die schlechtesten Patienten sind. Für Mark ist eine Therapie bestimmt besonders schwer, weil er selbst die Vorgehensweise seines Therapeuten analysieren kann. Aber keine Therapie zu machen, ist scheinbar auch keine Lösung.


    Tanjas "Unfall" empfinde ich auch als absichtliche Tötung von Tanja um auch Mark damit zu verletzen. Ich finde die Theorie (irgendeiner hat sie hier schon geäußert), dass es ein Patient von Tanja oder Mark sein könnte, der aufgrund von einem von beiden von seiner Frau verlassen wurde, recht schlüssig. Mal schauen, ob dieser "Unfall" in der Geschichte noch aufgelöst wird.


    Marks Doktorvater, Otis, hätte ich gerne kennengelernt. Er scheint ein wenig exentrisch zu sein oder ist es durch seinen bevorstehenden Tod geworden. Jedoch wirkt er dabei sehr sympathisch und liebenswürdig. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von den "Lebensuhren" halten soll. Zum einen bin ich doch skeptisch, ob man den Todeszeitpunkt wirklich durch Analyse der Lebensumstände vorhersagen kann, zum anderen ist es wirklich so gut, wenn man diesen Zeitpunkt vorher kennt. Trotzdem scheint die Lebensuhr für Mark zu funktionieren und darauf kam es Otis ja an. Außerdem wissen wir gar nicht, was wirklich auf der Uhr steht. Da könnte ja dann auch so was stehen wie "Lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre." Also, es muss da ja gar kein Datum stehen. Vielleicht hat Otis darauf spekuliert, dass Mark das Geschenk annimmt, aber die Uhr selbst nicht öffnet.


    Ob Sarah vielleicht Stephens Kopf geschickt bekommt, damit sie versteht, dass es den alten Stephen nicht mehr gibt und sie sich nun mit dem neuen Stephen abfinden muss.
    Aber andererseits würde das dann doch die Polizei auf die Tat aufmerksam machen. Vielleicht bekommt der Unbekannte es jedoch auch wieder so hin, dass die Polizei denkt er sei der wahre Stephen und dieser Kopf ist ein Unbekannter und nur für Sarah ist es ein Zeichen.

    Hey,
    mich hat zum ersten Mal eine richtige Grippe erwischt und daher bin ich leider hier so sang- und klanglos abgetaucht, aber mit mir war leider gar nichts anzufangen. Ich werde jetzt am Wochenende das Buch weiterlesen und hoffentlich auch beenden und noch meine Eindrücke posten.
    Grüße foenig


    Aber woher hat er die Informationen über Sarahs Familie, beispielsweise Harvey Alpträume? Hat er die Familie beobachtet oder vielleicht sogar von Stephen selbst?


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Stephen so detailierte Informationen über seine Familie preisgibt. Ich musste an die Serie Homeland denken... Dort wird ein "Verdächtiger" über viele Kameras in seinem Haus beobachtet. Auf diese Weise könnte der Unbekannte so viele persönliche Informationen über die Familie erhalten haben.


    Ich gespannt auf den großen Zusammenhang. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Unbekannte einfach nur verrückt ist und Stephens Rolle einnehmen möchte. Da steckt bestimmt mehr dahinter!

    Puuh, das ging ja mal rasant los...


    Bisher hatte ich dieselben Überlegungen wie ihr.


    Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass der Unbekannte bei Jay Sterbehilfe geleistet hat und dabei irgendwas schief ging. Jedoch hat mich ein wenig verwundert, dass er Jay einfach schmerzvoll und alleine sterben ließ, nachdem nicht alles nach Plan lief. Wenn er und Jay so eng befreundet gewesen wären, dass er ihm beim sterben hilft, dann wäre er doch auch immer Zimmer geblieben und hätte ihn vielleicht in den Arm genommen oder so. Außerdem hat mich die Säuberung des Topfes und der Tasse irritiert. Wenn die beiden enger befreundet sind, dann besucht man sich doch gegenseitig und dann sollten sowieso lauter Fingerabdrücke in der Wohnung zu finden sein. Zudem war diese sogenannte Sterbehilfe "der erste Schritt". Das passt auch irgendwie nicht zusammen.


    Bisher habe ich auch die Vermutung, dass Stephen die Person im Kofferraum ist und der unbekannte Sterbebegleiter von Jay zum einen der Entführer von Stephen ist und zum anderen auch die Person, die sich als Stephen ausgegeben hat.


    Hat Harvey seiner Mutter eigentlich von den Worten des Unbekannten berichtet? Ob Harvey sich überhaupt noch richtig an die Worte erinnern kann? Schließlich war er verständlicher Weise in großer Panik.


    An Sarahs Stelle würde ich in Stephens Unterlagen versuchen herauszufinden, wo er sich momentan befinden sollte. Es müsste doch Hotelbuchungen oder ähnliches geben.


    So, das waren erstmal meine ungefilterten ersten Eindrücke...


    Grüße foenig

    Hey,
    ich möchte ganz spontan bei eurer Leserunde einsteigen. Das Buch befindet sich natürlich auch schon bei mir und heute abend werde ich es mir damit gemütlich machen.
    Bis später, foenig :winken:

    Meine Meinung zum Buch:
    Ich tue mich ein wenig schwer mit einer Rezension zu diesem Buch. Mir hat es nicht besonders gut gefallen, so dass ich nicht voller Begeisterung losloben kann. Es war aber auch definitiv kein Buch, was ich jetzt von vorne bis hinten zerreißen kann. Somit versuche ich mich mal an einem goldenen Mittelweg.
    Leider habe ich keinen Zugang zu Doro, der Hauptperson gefunden, so dass ich nicht von ihr mitgerissen wurde, sondern die Geschehnisse eher neutral und dadurch wohl auch kritischer beobachtet habe. An vielen Stellen konnte ich Doros Verhalten einfach nicht nachvollziehen und war daher eher genervt von ihr. Besonders ihre Liebesbeziehung zu Alexander Maar gab mir mehr Rätsel als Lesefreude auf. Das mag aber auch daran liegen, dass ich ansich kein großer Fan von Liebesgeschichten bin.
    Zunächst hat mir die Person von Thomas Heyder sehr gut gefallen, besonders als er von seinen "Weltverbesserungsplänen" anfing. Dieser Erzählstrang hätte mich näher interessiert. Ich finde etwas schade, dass er gegen Ende nur noch wie ein armer Irrer wirkte.
    Die Abschnitte über die Dämonen hingegen fand ich sehr gelungen. Diese Teile habe ich sehr gerne gelesen. Hier hätte ich mir natürlich viel mehr gewünscht.
    Das Ende fand ich OK. Vielleicht ging es dann doch ein wenig zu schnell und einfach und es war viel Liebe, Freude, "Eierkuchen" zum Abschluss. Aber ehrlich gesagt ist es mir viel lieber so, als ein völlig offenes Ende zu haben.


    Meine Meinung zur Leserunde:
    In dieser Leserund fand ich es überraschend immer wieder festzustellen, wie unterschiedlich die Leser das ganze wahrnehmen. Hier muss ich ein großes Lob an Sabine loswerden. Obwohl ich mit dem Buch nicht warm geworden bin, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich dies nicht sagen darf. Du hast es sehr sportlich genommen, schließlich kann man ja auch nicht jeden Geschmack treffen.

    Ich habe das Buch nun auch endlich heute morgen beendet.


    Ich finde es sehr gut, dass es kein offenes Ende gibt, sondern die Geschichte in sich abgeschlossen ist, somit kann ich auch mit dem Buch abschließen und habe nicht das Gefühl, dass ich nur einfach aufgehört habe weiterzulesen. Ich bin kein Fan von offenen Enden!


    Die Geschehnisse in der Zwischenwelt konnte ich teilweise nicht nachvollziehen. Was genau ist geschehen als das Buch zugeklappt wurde? Was wäre geschehen, wenn es offen geblieben wäre?


    Der Zufall mit dem Autounfall war mir auch zu viel. Außerdem habe ich mich auch gefragt, warum es überhaupt eine Inzinierung gab und warum Heyder sich Doro nicht in Wirklichkeit geschnappt hat.