Beiträge von Bernhard H.

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    Hallo, Seychella.


    Zum Myranor-Band ... Man muss sich auf Fantasy einlassen können - und das kannst du ja :-) - dann kann man ihn auch ganz ohne Vorkenntnisse zum Rollenspiel lesen. Übrigens hat sich der Kollege Thomas Finn sehr ins Zeug gelegt, um die Geschichten leicht zu vernetzen und man liest eine frühe Geschichte von T. S. Orgel darin. Ich finde es lohnt sich.


    Was Prachtausgaben zu Band zwei und drei der Chroniken angeht: Die sind von Fischer Tor fest versprochen. Das wird klappen!


    Die blutige Träne ist ein Überbleibsel aus einem frühen Coverkonzept. Da ist was verloren gegangen ... Bei den Folgebänden wird sie verschwinden. Auf dem zweiten Cover wird es ein Einhorn geben :-)


    Ich bin ja noch mit der Phileasson-Reihe bei Heyne. Aber mit meinen Haupttiteln bin ich jetzt bei Tor.

    Uuups ... Jetzt habe ich zum Cover zwei Mal geantwortet. Hüstel ... Bin mit dem Kopf etwas zu sehr in Azuhr.


    Der zweite Band wird im Herbst 2018 erscheinen, der dritte im Herbst 2019.


    Ich rede mal mit den Leuten bei Fischer Tor über dickere Bücher :-)

    "Mit dem goldenen Schriftzug muss das ich das Buch jedes Mal erst streicheln, ehe ich weiterlesen kann... ::) ;)"


    Ich gehöre auch in den Club der Bücherstreichler 8)
    Die Reihe ist zunächst einmal auf drei Bände angelegt. Dann wird eine große Geschichte abgeschlossen sein. Aber Azuhr ist eine Welt voller Geschichten. Mal sehen, was die Zukunft bringt.


    Zu allen drei Bänden wird es eine Leinenausgabe geben. Das Bücherstreicheln kann also weiter gehen :) ;)

    Zum Cover:


    Das Cover mit dem "Dieb" der über die Dächer der Stadt blickt (es handelt sich um Dahlia, das auch ganz gut getroffen wurde) ist auf dem Vorabdruck erschienen, der den Prolog enthielt. Eigentlich hätte es auch das Roman-Cover werden sollen. Ich hatte immer ein wenig Bauchschmerzen damit, dass es mich in seiner Optik an Assasins Creed erinnert hat. Aber es war gut! Es ist durch mehrere Konferenzen gekommen ... Bis hin zur Finalen in Frankfurt im Fischer-Verlag. Dort wurde es abgelehnt, da es zu stark an Jugendbuchtitel erinnert.
    Dann ging es noch mal ganz von vorne los. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit dem neuen Cover sofort glücklich war. Es ist eigenständig, setzt sich von dem ab, was es zur Zeit am Fantasybuchmarkt gibt und ist einfach nur schön :-)

    Für mich ist Milan der Verfluchte. Er wünscht sich ja nichts mehr, als dem vorherbestimmten Weg ins Rote Kloster zu entgehen. Das schafft er. Aber seiner "Begabung" ein Fleischweber - oder vielleicht noch mehr - zu sein, kann er nicht davonlaufen, ganz gleich, wie sehr er dagegen aufbegehren wird. Und das macht ihn zu einer Schlüsselfigur für alle miteinander streitenden Fraktionen ... Darum wird es auch im nächsten Buch gehen. Aber zunächst erzähle ich im Prolog die Geschichte um die Geburt der Seelenlosen Kaiserin Sasmira, um dann direkt mit Milan und einer neuen Mär einzusteigen.
    Es war mir ein großes Anliegen, ein rundes Ende zu schreiben, mit dem man versöhnt aus der Geschichte aussteigt, auch wenn klar ist, dass es weitergehen muss. Ich hasse es als Leser, wenn Bücher auf einem Cliffhanger enden. Grrrr ... Preston/Child haben mich damit einmal dazu gebracht, dass ich ihnen drei Jahre untreu geworden bin. Den Roman mitten in einer Schießerei aufhören lassen .... Grrr
    Übrigens noch so ein paar verquere Autorengedanken ... Dahlia liegt in Hanglage am Meer. Eine Stadtmauer umschließt die Stadt. Milan ist als Teenager nicht wirklich über die Mauern der Stadt hinausgekommen, auch wenn er in seiner frühen Jugend mit seinem Vater auf Feldzügen war. Für mich war Dahlia soetwas wie die Gebährmutter in der er heranwuchs. Der geschützte Ort, an dem er sich entfalten konnte. Ihn durch den Tunnel zum Schluss hinausreiten zu lassen, war in übertragenem Sinne so etwas wie eine Geburt. (In der Kutsche hat er die Stadt ja nicht freiwillig verlassen.) Er ist nun bereit für die Welt dort draußen und ganz sicher nicht mehr der naive, leicht verpeilte Jüngling vom Anfang des Buches.
    Und der Krähenmann ... Das er anders ist, als in seiner Mär, ist von großer Bedeutung für die Zukunft. Über ihn ist noch nicht das letzte Wort geschrieben.

    Tja, die Sache mit den Nachttöpfen ...
    Sie stammt aus meiner Region. Als Karl der Kühne die Neusser auffordert sich ihm zu ergeben, ergeht es seinem Wappenschild so wie dem, den Juliano mitbringt.


    Und das mit den Mären ist erst der Anfang. Aber diese Geschichte will langsam über drei Bücher aufgebaut sein. Da können nicht alle Geheimnisse im ersten Band aufgelöst werden.

    Nandus... sympathisch
    Felicia ... Beischmuck


    Na, hier kochten ja zwischendurch ganz schön die Emotionen hoch.
    Nandus ist jemand, der sich selbst unbedingt als Ehrenmann sehen würde.
    Seinen Umgang mit Felicia würde er auch als maximal ehrenhaft bezeichnen. Sie ist die kompetenteste Feindin der Liga. Er muss sie ausschalten. Sie nicht öffentlich als das hinzurichten, was sie ist - und ihr die Haut mit der Tätowierung vom Rücken zu ziehen - ist in seinen Augen ein großes Entgegenkommen an sie und Milans Liebe zu ihr. Er verzichtet damit auf einen öffentlichen Triumph.
    Auch begreift er, dass sie Milan tatsächlich liebt. Unter anderen Umständen wäre sie in seinem Weltverständnis die ideale Schwiegertochter. Leider ist sie auch eine unversöhnliche Erzfeindin der Liga. In seinen Augen hatte er keine andere Wahl. Felicia ist das ebenfalls klar.


    Bei ihrem Tod ging es auch darum, übliche Plots zu brechen. Die Versuchung war da, sie retten zu lassen. Letztenendes wäre es aber zu klischeeüberladen gewesen. Außerdem bietet die Welt noch ganz andere Möglichkeiten, diese Geschichte fortzuführen. Das wird Milan bald begreifen :-)

    Die Zeitrechnung bezieht sich auf die neue Kaiserin Sasmira.
    Den dramatischen Umständen ihrer Geburt wird der Prolog des nächsten Bandes gewidmet sein.


    Ein bisschen orientiert sich diese Datenzeile an modernen Thrillern, die gerne ähnlich anfangen, aber dann natürlich nicht noch "nach Christi Geburt" dabei stehen haben.


    Ist aufgefallen, dass die Nok Kapitel andere Stundenangaben haben? :-)

    Einen Teil der Coverfrage habt ihr ja schon beantwortet. Das neue mit der Krähe ist einfach ungewöhnlicher und sehr hübsch geraten.
    Das erste Cover hat es bis in die Konferenz des Haupthauses (Fischer) in Frankfurt geschafft und wurde dort abgelehnt, weil es zu sehr nach Jugendbuch aussah und auch nicht wirklich unverwechselbar war. Ich muss auch sagen, dass ich mit dem neuen Cover viel glücklicher bin.


    Glossar und Namensregister sollen bei Tor-Online nachgereicht werden. Beides ist weggefallen, weil das Buch von den Seiten her schon nicht unerheblich den angestrebten Rahmen überschritten hat.
    Außerdem habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder Erfahrungen mit enttäuschten Lesern gemacht, die glaubten das Buch würde noch dreißig Seiten weiter gehen und sich dann am Beginn des Registers fanden ... Und moserten, es hätte kein richtiges Ende gegeben. In meinen Augen meist ungerechtfertigt.

    Ja, gestalterisch mit der Wahrheit umzugehen, ist ein großes Thema des Buches und der folgenden Bände :-) Durchaus inspiriert durch Ereignisse in unserer Welt :o


    Was Felicias Hand angeht ... Ihr Vater war - zumindest im Vergleich zu Nandus - ein netter Kerl. Das ist eine andere Geschichte :-) Aber sie wird noch aufgelöst, versprochen.


    Ein Ansatz zum Toten im Hafenbecken ist sehr gut ... Mal sehen, wie ihr weitertüftelt.


    Nok ist auf jeden Fall viel mehr als nur eine Kurtisane ...


    Sehr hübsch fand ich die Idee die Hauptfiguren den Kulturen zuzuordnen. Ich bin gespannt, wie ihr weiter tüftelt.

    Ricardo ... alias Riccardo ... Uuups. Erwischt. Ein Teil der Namen ist während der Lektoratsphase geändert worden. Hier haben wir wohl unsauber gearbeitet :-/ Ich hoffe ihr findet nicht noch mehr :o


    Was die Waffenknechte in den Türmen angeht: Die haben keine Ahnung, was ihnen blüht, als sich die Ritter mit ihnen verschanzen.

    Eine wichtige Triebfeder für Ilya war, dass er verstanden hat, dass die drei nur seinetwegen noch in der Stadt waren. Hätte es nicht den Umweg zum "Fischbrötchen" gegeben, wären alle drei entkommen. Im Ranking des Ordens ist er auch kein Ritter, sondern nur Waffenknecht, was aber nicht ausschließt, dass er ritterlich handelt.

    Es ist auch ein bisschen George Martin in übersteigert. Ob man will oder nicht wird man als Fantasyautor gerade immer mit George Martin verglichen. Ein Gedanke beim Prolog war: Ich treibe das jetzt mal auf die Spitze und danach mache ich es dann ganz anders ... Ihr werdet ja sehen :-)