Beiträge von Bernhard H.

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    Ja, die Gespräche um die dritte Staffel haben begonnen, was grundsätzlich ein positives Zeichen ist.


    Ich habe gerade einen Roman für Fischer - Tor abgeschlossen. "Azuhr - Der Verräter", ganz grob geht es um eine mittelalterliche Welt, die der unserem etwa 1350 - 1400 sehr ähnelt, aber kein Schießpulver kennt. Auf dieser Welt hält eine spezielle Art von Magie Einzug, was langsam alles auf den Kopf stellt. Es scheint nicht das erste Mal zu sein, dass es eine solche Veränderung gibt, aber wie die magischen Epochen in der Vergangenheit abgelaufen sind, ist eines der großen Geheimnisse dieser Welt.


    Im Mittelpunkt der Handlung stehen ein rebellischer Priestersohn, der sich dagegen wehrt, dass sein Leben schon von Geburt an Schritt für Schritt von seinem Vater vorherbestimmt ist. Eine geheimnisvolle Diebin, die für die unterdrückten Waldherzöge zu arbeiten scheint und eine "Asiatin", die mehr über das heraufdämmernde magische Zeitalter weiß, als andere. Außerdem, der Krähenmann, eine Figur aus Märchen, mit denen man Kinder erschreckt, die Wirklichkeit wird.

    Diesem Abschnitt und euren Urteilen habe ich mit ein wenig Lampenfieber entgegen gesehen.
    Eilif ist keine Figur, die in der ursprünglichen Phileasson Saga vorkam. Sie wurde von späteren Autoren, die an der Welt Aventurien gearbeitet haben, als Weggefährtin Beorns hinzugedichtet.
    Ich muss gestehen, ich hatte sie bei Beginn der Arbeit an den Büchern gar nicht auf dem Radar. Als Figur in der Welt kannte ich sie zwar, aber das Detail mit Beorn hatte ich verdrängt, übersehen .... was auch immer.
    Dann war es Bernd, der mich sehr energisch auf diese Verbindung hingewiesen hat. Und darauf, dass dieser Roman die letzte Gelegenheit ist, sie gut in die Ottajasko Beorns einzubauen.
    Anfangs habe ich Widerstand geleistet ... Eine Figur, die ganz und gar von anderen erdacht wurde zu übernehmen, widerstrebte mir. Das letztlich ausschlaggebende Argument war, die Einheitlichkeit der Welt zu gewährleisten.
    Also kam Eilif herein. Und ihr erster Auftritt ist ein wenig so, wie ich zu dieser Romanfigur kam. Sie fällt in die Geschichte hinein und macht Rabatz.
    Doch so schwierig wir zusammengekommen sind, so viel Spass hatte ich dann doch im Laufe der Geschichte mit ihr. Sie wird uns noch länger erhalten bleiben und eine Figur sein, die sich ohne Rücksicht auf Verluste mit jedem anlegt, der ihr krumm kommt. Seien es nun Götter oder Menschen :-)

    Die Antwort ist erschreckend kurz. Ich habe Bernd an meiner Seite, mit seiner unglaublichen Zuverlässigkeit und Detailverliebtheit. Das ist eine große Erleichterung. Er pflegt die zentrale Datei mit den wichtigen Punkten. Nebenbei habe ich noch eine kleinere eigene zu Beorns Mannschaft :-) Bernd fordert die immer wieder ein und ich lasse mir nur eingeschränkt in die Karten sehen ... Hüstel.
    Außerdem sind mit den alten Abenteuern die großen Linien der Geschichten vorgegeben. Die Figuren vorgezeichnet. Die Schauplätze ... Es bleibt aber genügend Spielraum eine Lösung für das jeweilige Rätsel zu finden, dass die Arbeit interessant bleibt und man nicht in völlig starren Gleisen fährt.
    Und dann gibt es auch noch die Lektorate, wo man uns auf die Finger klopft, sollten uns doch Kleinigkeiten durchgegangen sein.
    Letztlich ist so ein Buch von der ersten Idee bis zur gedruckten Fassung viel mehr Teamwork als man glauben mag.

    Hallo, Anschu.
    Der Prolog war diesmal nicht von mir :-) Aber der nächste dann wieder. Dort wird es um einen Prominenten aus der Serie gehen :-) :-) Nein, mehr verrate ich noch nicht.
    Herzliche Grüße,
    Bernhard Hennen

    Hallo, Janesway.


    Du legst den Finger auf einen wunden Punkt des Autorenherzens.
    Erm Sen ist viel älter als Game of Thrones, aber als Autor wird man in den letzten Jahren immer mit George Martin gemessen
    und es steht im Raum, das man bei ihm abgeschrieben hat. Seufz.
    Das macht es inzwischen sogar schwer noch Bücher zu schreiben, weil George Martin so umfassend Themen abdeckt. Einen Eunuchen habe ich aus einem Projekt gestrichen. Der Einsatz des historischen griechischen Feuers wird schwierig. Die verbrannte Flotte vor Kings Landing ist inspiriert von einer verbrannten osmanischen Flotte im Hafen von Konstantinopel ... George Martin hat etliche der guten historischen Geschichten in seinem Romanwerk untergebracht.
    Erm Sens Truppe aus dem Wüstenkrieg ist übrigens inspiriert von einer französischen Dromedarreitereinheit aus Napoleons Ägyptenfeldzug.
    Nun aber genug Autorenweltschmerz. Viel Spass bei den weiteren Texten. Ich bin gespannt, was noch an Kommentaren kommt.

    Tschuldigung für mein Schweigen. Ich habe ne Augenentzündung und sehe gerade nicht so gut ... Diesen Beitrag schreibe ich auch gerade zum zweiten Mal, weil wohl eben einen Fehler beim bestätigen gemacht habe ... Grrrr ... Es gibt so Tage ...
    Schade, das scharenweise die Beornsympathisanten abwanderm :'( :'( :'( :'(
    Hier ein paar Eckdaten. Beorn sitzt im wohl ausbruchsichersten Kerker Aventuriens. Und das dank seine Kollegen Phileassons.
    Seine Gegenspielerin ist ein Geschöpf, das bereits agierte, als die heutigen Zwölfgötter noch nicht einmal die Kinderschuhe angelegt hatten. Es gibt keinen Weg dort hinaus. Er und seine Leute werden dort verrotten, wie so viele zuvor ...
    Er verfällt Pardona nicht nur, er ist sich auch klar, dass hier nichts ohne sie läuft. Dennoch unterwirft er sich nicht sofort. Nicht bedingungslos ... Aber welcher Sterbliche könnte Venus widerstehen? Und dass, wenn sie Rettung verheißt.
    Allerdings ist Pardona sich auch vollkommen bewusst, dass auffallen wird, das mit Beorns Ottajasko etwas nicht stimmt, wenn sie ihre Macht ausspielt. Der Sprung ins Totenmoor muss eine Ausnahme bleiben. Zu weiteren Aufgaben kann sie nur mit beiden Händen auf den Rücken gebunden antreten, wenn sie unentdeckt dem Spiel der Zwölfgötter mit diesen beiden Thorwalerkapitänen nachgehen möchte. Sie ahnt, dass hier etwas viel größeres im Busch ist.

    Also Herr, Kollege. Stellen wir mal die Fakten zum Himmelsturm auf ...
    Phileasson löst das zwei Tage Touristenticket und befindet sich, kaum, dass ein Mitglied der Ottajasko einenen scheuen Blick auf die tiefsten Tiefen geworfen hat, schon auf panischer Flucht. Dabei sorgt er noch dafür, dass Beorn Lebenslänglich bekommt. (Das einzig positive daran: Unter den Arbeitsbedingungen im gewerkschaftsfernen Himmelsturm mit Leihzwergen, ist die Lebenserwartung doch deutlich reduziert.)
    Nichts desto Trotz dringt Beorn auch in jene Bereiche vor, die Shaya nur mal kurz von weitem gesehen hat. Er geht den Geheimnissen wirklich auf den Grund. Er begegnet der Schöpferin der Kreaturen, die den Himmelsturm unsicher machen. Er weiß, was es heißt, Sklave der Nachtalben zu sein. Hat Phileasson die zweite Aufgabe mit zwei zugedrückten Augen mal so gerade erfüllt, hat Beorn diesen bitteren Becher bis zur Neige geleert. Da mag ein vorübergehendes Tief gestattet sein. Bald findet er zu seinem stählernen Willen zurück. Er wird seine Ottajasko da herausbringen. Koste es, was es wolle.

    Faszinierend zu sehen, wie heftig auf Zidaine reagiert wird. :o
    Ich bin mir ziemlich sicher, die Reaktionen werden zum Ende des Buches noch heftiger werden. :unschuldig: Auf ihre Art ist sie sehr konsequent.


    Die Elfen Aventuriens unterscheiden sich sehr von denen meiner Elfen-Romane. Ich bin aber immer wieder aufs Neue begeistert, was Robert aus Salarin macht und ich habe die Szene mit der verweigerten Hilfe sehr gemocht, weil es ihn "unmenschlich" macht. Und genau das sollte er sein. Ein Elf steuert durch einen anderen Kosmos von Moral und Nächstenliebe als ein Mensch.

    An alle potentiellen Mitsänger:


    Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf der FeenCon in Bonn sein. Wer also den Mut hat mit Robert zu singen :-) ist herzlich eingeladen.


    Ich werde nicht singen. Wenn ich singe, grenzt das an Körperverletzung.
    In der 2. Hälfte des 12 Schuljahrs hieß es an meinem Gymnasium: Geht in den Chor! Dort gibt es für wenig Aufwand super Noten. Keiner ist schlechter als "gut". Ich bin dem Rat gefolgt ... Am Ende des Halbjahrs hatte ich dann mit dem Chorleiter folgendes Gespräch: "Herr Hennen, wenn Sie den Chor verlassen, bekommen Sie eine zwei. Sollten Sie bleiben, bekommen Sie die Note, die Ihrem Können angemessen ist." Ich hatte keine Lust herauszufinden, welche Note das wohl sein würde ... :D


    Also herzlich wilkommen zu Lesungen mit Gesang. Ich stelle mich immer vor den einzigen Ausgang des Lesungssaals und sorge dafür, dass keiner fluchtartig den Raum verlässt :D :D :D :D

    Bei mir ist das ganz ähnlich. Das Finale von "Elfenmacht" waren vier Arbeitswochen zu je 100 Stunden. Natürlich ohne Wochenenden und die Familie sieht man nur noch im Vorbeigehen auf dem Weg vom Bett/Essenstisch zum Schreibtisch. Wenn ich völlig in meiner Welt versunken bin, sind die Schreibergebnissen wirklich gut.
    Gift hingegen sind so Pausen von 36 Stunden, wenn ich auf eine Lesung musste, die weiter als 200 km entfernt liegt.
    Ich liebe Lesungen - wer mich auf einer erlebt hat, weiß das - aber mitten im Schreibfluss sind sie ein Problem.


    Mein Ausgleich: X-Wing spielen mit den Kindern, manchmal ein Spaziergang oder ein Familienausflug.


    Ganz finster wird es, wenn ich mitten im Abgabestress plötzlich so seltsame Dinge tue wie mein Zimmer aufzuräumen. Dann weiß die ganze Famile gerade läuft etwas sehr unrund ...

    Die Tylstyr Szene mit dem Spiegel verweist auf eine andere, sehr große Geschichte im DSA-Universum. Sie ist ein kleines Schmankerl für die Eingeweihten. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft noch einige kleine Andeutungen dieser Art machen, um die Geschlossenheit der Welt zu wahren, die viel mehr zu bieten hat, als nur die Phileasson-Saga. (Es gibt ja auch schon Anspielungen auf unsere anderen DSA-Romane.) Insgesamt werden wir uns aber sehr bemühen, diese Einwürfe auf einem Level zu halten, das nicht eingeweihte Leser nicht stört.


    Das wir damit hier in der Leserunde auffliegen würden, war uns natürlich klar. Ihr seid einfach zu aufmerksam und keine "normalen" Leser im positivsten Sinne. 8) 8) 8)

    Aber Hrolf war auch nicht loyal zu Beorn.


    Man stelle ich ihn im Himmelsturm vor :o
    Dem könnte Beorn keinen Schritt weit trauen. Der würde alle und jeden verraten.
    Da hat er ihn eben frühzeitig von Bord verwiesen.
    Beorn ist lange genug Drachenführer, um zu wissen, was auf so einer Reise geschehen wird, wenn man halbgare Früchtchen in der Mannschaft hat.


    Und das mit den Filmen, die die eigene Phantasie überlagern, kenne ich nur zu gut :'( Für mich ist der "Herr der Ringe" verloren. Die Filmbilder dominieren völlig meine Vorstellung von den Figuren. Und das, obwohl ich die Bücher Jahrzehnte vor den Filmen gelesen habe.

    Also das Asleif der einzig wahre Held ist, knickt mich schon :'( :'( :'( :'(


    Ihr habt einfach noch nicht die tiefen menschlichen Werte Beorns erkannt :unschuldig:


    Sehr interessant fand ich eure Kommentare zum Exkurs über die Geschichte des Himmelsturms. Ich war der Meinung diese Hintergrunddetails sollten unbedingt noch einmal in aller Klarheit enthalten sein, aber es war unter uns Autoren durchaus ein Thema, wie umfassend man das machen darf. Ich bin sehr erleichtert, dass das bislang nicht als zu viel empfunden wurde und bin gespannt, was zum Thema noch kommt.


    Das hier über Beorns Schambehaarung noch diskutiert werden würde, habe ich irgendwie schon gewusst, als ich es geschrieben habe. :)


    Pardona ist über ihre sehr, seeeehr lange Lebensgeschichte für sich zu dem Schluss gekommen, dass ihre Attraktivität eine einfache Option ist, um sich Männer gefügig zu machen. Zumal sie auch noch ihr Aussehen verändern kann und sich jedem Kandidaten als dessen Traumfrau präsentieren kann. Bei Beorn klappt das nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt habt. Aber ihr werdet ja noch sehen, welchen Weg sie wählt.