Beiträge von alltagswahn

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    Hallo Jenny-Mai,



    Die Motten an sich finde ich grundsätzlich nicht böse; eine Motte zu sein bedeutet ja lediglich, besondere magische Fähigkeiten zu haben, die andere Menschen nicht haben. Ob diese Fähigkeiten zum guten oder zum bösen Handeln eingesetzt werden, liegt immer bei der Persönlichkeit der jeweiligen Motte. Apolonia hat zum Beispiel auch Mottenfähigkeiten (ihre Kommunikation mit den Tieren) und ich würde sie auf keinen Fall als böse bezeichnen.


    Falls du danach fragst, ob die Morbus und die Dichter böse sind - diese Frage ist schon schwieriger zu beantworten. Morbus' Ziele sind ja eigentlich schon erstrebenswert, das innwendige Verstehen einer anderen Person und die damit verbundene bedingungslose Liebe, das klingt eigentlich nicht böse, sondern eher erstrebenswert. Aber darf man solch ein Ziel um jeden Preis verfolgen, auch auf die Gefahr hin, dass dabei andere Menschen zu Schaden kommen und gerade das Gegenteil dieses schönen Zustands erleben? Du lässt ja ihn ja wirklich toll für seine Sache argumentieren, so dass ich fast selbst darüber ins Zweifeln kam, wo ich ihn einordnen soll (genau wie Apolonia ;)), aber letztendlich halte ich seine Taten schon für böse, auch wenn sie guten Zielen dienen. Aber zum Nachdenken hat mich sein Plädoyer schon gebracht, dies ist dir gut gelungen.


    Das kann ich nur so unterstreichen, finde auch dass es Unterschiede zwischen den Motten gibt. Könnte mir auch nicht vorstellen, dass Apolonias Mutter eine "böse" Motte gewesen wäre. Sonst würde Apolonia und ihr Vater nicht sooo um sie trauern.

    Am meisten Spaß hat in diesem Abschnitt der Dialog von Apolonia und Tigwid bereitet. Dieses Hin und Her und erst Recht die Szene wo sie verfolgt werden und Tigwid dem Metzger noch die Würstchen klaut, um damit später die Verfolger abzuhängen. Alleine Apolonias Entsetzen darüber ist schon herrlich. Tigwid setzt dem Ganzen ja noch die Krönung auf, indem er dreist zu Apolonia sagt:" Im Grunde magst Du mich." Hihi... sehr schön!


    Ja, die Tante finde ich komplett abgedreht. Ihr geht es hier nur um An- und Aussehen. Der Onkel Elias sieht wirklich ein bißchen blass aus. Interessante Gesellschaft, die sich zu einem Hochzeitstag einfindet, dazu noch nichtmal ein bestimmtes Jubiläum, nur der achte.
    Hier fand ich hervorragend Apolonias Haltung gegenüber ihrer ehemaligen Mitschülerin Muriella und deren Bruder Valentin. Beide sticheln gut gegen Apolonia, doch die lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, kontert sogar noch mit einer spontan erfunden Sprache und stellt es als Schwäche der Beiden hin, noch nie davon gehört zu haben... ;D Hihi... damit gewinnt sie bei mir Sympathien!


    Vampa liest ein Blutbuch über den so glücklichen Gabriel, und sein größter Wunsch ist es wieder etwas zu fühlen. Die Kirchenszene fand ich traurig. Der Junge, der sich an ncihts erinnern kann und die Frau, die ihn im ihren verlorenen Sohn sieht. Herzzerreißend! So nah war sein Glück!


    Aber nun auf nach Eck Jargo!

    Erstmal ein Frohes Neues, auch wenn es schon vier Tage alt ist... ;)
    Hallo liebe Leserunde und Hallo liebe Jenny!


    Da ich bisher nur das Drachentor kannte, war ich gespannt wie ein Flitzebogen.
    Allein die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut, okay, das Lesebändchen hab ich auch etwas gesucht. Allerdings sind mir im Buchstabenwahn gar nicht die Zeichnungen aufgefallen, erst nachdem das hier im Post gelesen habe... hihi... ja so spannend ist es.


    Und prompt fängt es schon geheimnisvoll an. Eine Prophezeiung um ein Problem zu lösen, okay, welches Problem? Wer ist Jorel? Wer ist Bonnie?
    Als nächstes lernt man Vampa kennen (erste Assoziation war Wampe, zweite erst Vampir). Der Junge der nicht sterben kann und seit 9 Jahren Vierzehn ist. Hm... wie ist das denn möglich oder ist er was besonderes? Was hat die Begegnung mit einem Mann mit Zylinder damit zu tun? Was sind Blutbücher? Fragen über Fragen... aber bevor eine richtig beantwortet wird, wird man schon in Apolonias Geschichte/Schicksal hineingezogen. Auf den ersten Blick macht sie den Eindruck einer totalen altklugen verwöhnten Besserwisserin (ist das jetzt doppelgemoppelt?), naja, jedenfalls nicht den freundlichsten Eindruck hinterlässt sie. Allerdings mein Mitleid hatte sie sofort. Einen verrückten Vater zu pflegen, Mutter verloren und dann noch die Existenz futsch, durch den Brand in der Buchhandlung. Übrigens gefiel mir der Name Apolonia Spiegelgold auch klasse, so richtig altbacken und altklug, passend zu ihr.


    Der Inspektor Bassar, der den Fall der Brandstiftung untersucht, macht dagegen sofort einen kompeten Eindruck. Er geht jedem Hinweis, sei er noch so merkwürdig (Motten) nach, obwohl auch im Apolonia nicht ganz geheuer ist. Aber wer oder was sind Motten?


    Im weiteren Verlauf lernt man Vampa etwas genauer kennen und der Bezug zum Vampir wird deutlicher. Sein ganzes Elend wird dargestellt. Armer Vampa, wie gerne würde er doch auch wieder "normal" sein. Was ist mit ihm passiert und wird er es je schaffen ein normales Leben zu führen?


    Erfrischend dagegen find ich wieder den gelungen Schwenk zu Apolonia. Sie kann mit Tieren in Form von Bildern sprechen, wow! Das hätte ich auch gerne mal ausprobiert. Und die Szene mit dem Fenster öffnen ist zu herrlich! Hihi... Hier wird kurz angesprochen, dass ihre Mutter auch besondere Gaben hatte. Hm...? Vererbbar?


    Alles in allem eine spannende hochinteressante Geschichte, die sich entwickelt und ich kann mich nicht bremsen, muß weiterlesen...


    Einige Fragen oder Anmerkungen wurden schon beantwortet und bestätigt sowie erwähnt... klasse! :-)


    LG
    alltagswahn


    Dieser Plummer ist die größte Nervensäge, die es gibt. Kann der sich nicht auf einen Stuhl setzen und Däumchen drehen anstatt Colin und Livia zu nerven?


    Das hab ich genauso empfunden, klar er macht nur seinen Job, aber kann nicht sofort die Nachrichten"bombe" platzen lassen anstatt erstmal wie ne Katze um den heißen Brei zu schleichen? Da ging mir ja doch die Hutschnur hoch :)


    Rio Bravo hat mir auch in der Beschreibung sehr gefallen, endlich mal ein Zufluchtsort vor der "bösen" Mutter. Apropos Mutter, das wird ja doch mein Lieblingsthema, warum ist sie so geworden und projeziert ihren Haß auf ihre Söhne? Mal sind die Söhne mies, mal sind es die Freundinnen. Hmmm?



    Die Durchquerung der Mondmoore fand ich einfach nur gruselig, gruseliger als alles andere bisher. Vor allem von Colins Standpunkt aus ... nach der Geschichte mit dem Wanderer, der im Moor versinkt, hätte ich eine panische Angst vor dieser Art von Gewässern entwickelt :o


    Ich bin gespannt, wie sich Mrs Redgrave noch entwickelt ... ihr Charakter gefällt mir bisher, denn er ist so undurchschaubar.
    Auch der Plan interessiert mich, und vor allem, was es mit Livia auf sich hat. Bei Colins Geschichte wäre ich an seiner Stelle doch etwas vorsichtig geworden, wenn er merkt, dass sie ein Geheimnis hat. Denn er hat ja selbst erfahren, wohin solche Geheimnisse führen können.


    Kann ich auch nur zustimmen. Durch die Mondmoore, nach der Geschichte? Neeee. Aber Mut hat Colin ja durch Livias Anwesenheit.
    Mrs. Redgrave und ihre Bienen sind wirklich interessant, wird sie uns wieder begegnen?
    Aber was ist nun Livias Plan und ihr Geheimnis?



    Argh, und dieser olle Vater, der seinen Kindern nicht beisteht, wenn ihnen die Mutter die Augen bluten und die Haut abfallen lässt. Der macht mich mittlerweile schon genau so wütend wie seine Frau, sodass mir bei der Zerstörung des Aquariums zwar dessen Bewohner leid getan haben, aber mit Archibald hatte ich kein Mitleid mehr.


    Ne, ich auch nicht, weder Mitleid noch Verständnis. Okay, er hat ihnen die Natur etwas näher gebracht, aber wäre es denn nicht schöner gewesen, wenn er Ihnen bei den Geschichten beigestanden hätte?


    Und weiter gehts ;-)

    Was soll ich da noch sagen? Vllt. sollte ich schneller lesen? ;-)


    Livia gefällt mir wahnsinnig gut, sie wäscht Colin ordentlich auf charmante Weise den Kopf und erinnert ihn an das was er wirklich gut kann und auch einmal war. Ihre Kate passt richtig zu Ihr, geordnetes Chaos würd ich mal salopp beschreiben. Sie ist bescheiden und zufrieden mit ihrem Leben, speziell wo doch Colin wieder bei Ihr ist.
    Das Radioorakel ist eine ausgefallene Idee, ach was wär das schön ;-)
    Das Highlight in diesem Kapitel ist für mich der Leuchtturm, ich liebe Leuchttürme und dieser wäre ein Traum. Die dazupassende Geschichte auch, und Colin zeigt was in ihm steckt, wenn die Geschichte im gerade erst eingefallen. Herrlich... Überhaupt die ganze Landschaftsbeschreibungen, man möchte sich richtig dahinwünschen.
    Endlich erfährt man was Helen ist, eine Geschichtenspinnerin und das sie nicht nur Bestrafungsgeschichten für die Jungs erzählt hat, sondern auch viele schöne Geschichten als Gute-Nacht-Geschichten erzählt hat. Was mag sie bloß dazu veranlaßt haben, ihren Geschichtsstil umzugestalten?


    So, mehr fällt mir grad nicht ein, da eine Freundin angerufen hat und mich völlig irritiert. Ts! (Und ich les jetzt schneller ;) ).

    So, tut mir leid, das ich so lange abstinent war, doch da kam mir was wichtiges dazwischen.


    Eigentlich ist ja schon alles gesagt worden, was mir auch so durch den Kopf ging.
    Also Kapitel Drei hat mir ja Tränen in die Augen getrieben, alleine die Erklärung der Worte "Ich liebe Dich". Sehr sehr schön formuliert. Aber alleine die Tatsache das sie gerade diese Worte nach zwei Wochen äußert, da war sie sich ja schon sehr sicher. Livia an sich ist ein wunderschöner Charakter, sie weiß was sie will, ist sehr lebensbejahend (obwohl sie ja mehr oder weniger auf dem Friedhof groß wurde) und vor allen Dingen hat für Sie alles eine Bedeutung.
    Es hat Freude gemacht, die Kennenlerngeschichte zu lesen und mitzuerleben. Auch jetzt wo Jahre und Ereignisse dazwischen liegen knistert es noch zwischen Ihnen und Colin lächelt zum ersten Mal, zeigt damit das er doch ein Gefühlsmensch ist.


    Was man natürlich nicht unerwähnt lassen darf, ist die Erziehungsmethode von Helen Darcy. Und da frag ich mich warum, wieso und überhaupt? Was ist sie für ein Mensch? Warum handelt sie so?
    Sofort danach stell ich mir die Frage warum Archibald Darcy das alles passieren läßt? Warum greift er nicht ein und bereitet dem "Wahn" ein Ende?


    Die Geschichte die Helen Livia erzählt läßt einen erschaudern, hat man doch gerade noch gelesen, dass Colin nur an sie interessiert war in der Zeit. Welch eine Mutter handelt so abgrundtief böse? Was wieder die og. Fragen ins Spiel bringt.


    Ravenscraig an sich empfinde ich als eine Art Hochsicherheitsgefängnis für Helens Familie. In jedem Zimmer kann was passieren, jeder Schritt kann der letzte sein. Als ob sich das haus mit verwandelt. Sehr merkwürdig.
    Genauso wie Mrs. Robbinson. Sehr wortkarg was das Verhältnis zu Colin und Livia angeht, aber sobald es ums haus geht, taut die Dame auf.
    Der Inspektor macht mir den Eindruck nach einem sehr gründlichen "ichkriegjeden"-Inspektor. Alleine diese ausschweifenden Äußerungen machen ihn unbeliebt und man kann verstehen warum Colin teilweise etwas gereizt wirkt. Mal sehen was noch kommt. Denke mal der gute Inspektor taucht noch auf.


    Und die bunten Vögel bring ich auch mit Archibald in Verbindung. Als ob sie Boten für was sind.... mal sehen.


    So das reicht erstmal... muß jetzt weiterlesen... ;-)

    Hallo Christoph und hallo Leserunde!


    Was hab ich den heutigen Tag entgegen gefiebert.
    Alleine schon das Buch seit Freitag ansehen war schon schwierig. Es ist wieder sehr schön ausgefeilt aufgemacht. Alleine das Haus auf den Klippen, der Vogelschwarm im Hintergrund und der große Mond, herrlich. Sofort weiß man, da passiert was spannendes. Und die schöne Karte gibt Aufschluß wo es genau spielt.


    So, aber ab heute darf ich ja lesen ;-). Das erste Kapitel hab ich im Zug auf der halbstündigen Fahrt zur Arbeit verschlungen, so interessant war es und vor allem soviele Eindrücke entstanden. Ich staune immer wieder über das große Talent von Christoph so interessante und geheimnisumwobene Charaktere zu erschaffen. Vielen Dank! Das macht Spaß!


    Die kleinen Inhaltsangaben finde ich auch gelungen, sie machen erst recht neugierig. Erst recht, wenn noch ausdrücklich erwähnt wird, das es eine andere Reihenfolge geben kann.


    Die Hauptfigur Colin Darcy ist sehr geheimnisvoll und interessant. Meine Sympathien hatte er sofort, spätestens als er die (für mich) nervige "Das-ist-nicht-nett"- Shila sitzen gelassen hat. Wer so konsequent seinen Hintergrund (Familie, Kindheit und Erinnerungen) verdrängt, muß einen hochinteressanten Grund haben. Seine Mutter Helen gibt er als solchen an. Über Helen möchte ich gerne mehr erfahren. Bis jetzt ist sie ja als "böse" (ihre Geschichten zur Strafe), unlustig (sie hasst die Lieder ihres Mannes) und verschroben charakterisiert. Verschroben insofern ihre fantastischen Geschichten, wie z.B. die der längsten Sturzgeburt. Hm, was die Dschinny wohl für eine Rolle spielt?


    Das zweite Kapitel las sich in der Mittagspause nur so weg. Herrlicher Schreibstil, da kann man das Buch nicht aus der Hand legen. Die Erinnerungen die Colin übermannen geben weitere Fragen auf? Kann man einfach so ne Geschichte erzählen und man hat keinen Mund mehr?
    Was muß passiert sein, das der eigentlich doch gefühlvolle Geschichtenerzähler Colin so gefühlskalt wurde?
    Warum fährt sein Bruder nach Hause, obwohl er es genauso hasst wie er, ohne ihm was zu sagen? Warum ist seine Mutter verschwunden? Warum hört Colin die ganze Zeit dieses eine Lied und sieht merkwürdige Vögel? Wer ist Livia? Was spielt Mrs. Robinson für eine Rolle?


    Mein ersten (vllt unsortierten) Gedanken zum Abschnitt,
    liebe Grüße
    alltagswahn/Gloria

    Bin hier total neu, aber schon sehr begeistert. Würde gerne auch an dieser Leserunde teilnehmen. Wäre meine erste ;-)
    Christoph Marzis Stil hat mir schon wahnsinnig gut in der Emily-Triologie gefallen und Fabula ist mir am Freitag beim Buchbummel in die Hände gefallen. Wäre schön, wenn das klappt. Danke!
    LG
    alltagswahn
    (und für die Bookcrosser unter euch zottelken)