Beiträge von Aeria

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    Ich habe bis jetzt still und heimlich mitgelesen, aber nun brennt's mir in den Fingern.


    Dass der Verlag den Gestaltwandler gleich im Klappentext erwähnt, lenkt den Blick sofort auf Volok, finde ich. Deshalb wartet mal als Leserin die ganze Zeit, dass ihm Fell aus den Ohren sprießt und Klauen wachsen. Aber vermutlich ist alles ganz anders, das glaube ich sogar jetzt noch, obwohl ich schon sehr viel weiter bin. Den ersten Eindrücken in Ninas Büchern ist nicht vorbehaltlos zu trauen.


    Dass der Vater so "widerwärtig ausrastet" ist ja wohl nur menschlich, oder? Er hatte gehofft, mir Tajann wieder nach Hause zurückkehren zu können. Er erkennt zu spät, dass er nun alles verloren hat - und dass sie Schuld daran hat.
    Die hier und in dem anderen Abschnitt geäußerten Vermutungen über "lüsterne Blicke" etc. haben mich ein wenig sprachlos gemacht. Das ist wohl heutzutage normal in unserer mißtrauischen Gesellschaft, wo ist der Glaube an die schliche elterliche Liebe? Nur weil sich jemand an ein Familienmitglied klammert, das ihm alles bedeutet, kann er ins Gerede kommen, die Unterstellungen wird er dann nie mehr los. Für mich ist die Sache klar: Velender wurde nach dem Tod seiner Frau aus der Stadt verbannt, vermutlich als Strafe dafür, dass er seine Frau nicht hatte glücklich machen können und sie starb. Vom Höfling zum Jäger degradiert, muss er sich in der Wildnis um zwei Kinder kümmern; seine Lieblingstochter ist ohne Zweifel Tajann, weil sie ihn so sehr an seine Frau und alles, was er verloren hat, erinnert. Dass er sie bei sich behalten möchte, ist klar. Gleichzeitig möchte er nicht, dass sie erwachsen wird und seiner verstorbenen Frau noch ähnlicher wird. Denn dann wird er auch sie verlieren. Er tut alles dafür, dass die beiden Zwillinge nie auch nur in die Nähe der Burg kommen, um ihnen, insbesondere Tajann, keinen Anreiz zu geben, mehr zu wollen als sie bereits haben. Nur hat er nicht mit Tajanns Ehrgeiz gerechnet, der Tor. Ich glaube kaum, dass er im Laufe der Geschichte noch eine Rolle spielt, es sei denn, er findet die Verräterin doch noch und dann wird sich zeigen, welches Gefühl bei ihm überwiegt, Liebe oder Hass.


    Der Eisenhai ist mir völlig entgangen, muss ich zugeben. Aber hat jemand von euch auf der Karte schon den Hinweis auf "Faunblut" gefunden? ;)


    Der Schreibstil ist sowas von wundervoll, ich kann mich gar nicht einkriegen :anbet:


    ***
    Aeria

    Ich hatte ja gehofft, dass die Menschen Zuflucht im Kosmotop finden könnten, aber dass es nun knapp 2000 sind ist erschreckend! Können 2000 Menschen eine überlebensfähige Population aufbauen? Ich hoffe es, vielleicht mit ein wenig Hilfe von den Dimah, die mit ihren Bioarchitekten-Kenntnissen unerwünschte Genmutationen in Schach halten können.
    Interessant fand ich, dass sogar der "Tote" aus dem Mausoleum dabei ist. Nach über 120 Leben wird dieses neue für ihn sicher ganz schön anders werden.


    Corwain scheint zu sich selbst gefunden zu haben, er braucht nicht einmal mehr seine Nadel.

    Ebenfalls gehofft hatte ich, dass das Kosmotop wieder aufgebaut wird. Ich finde, dieses Objekt ist etwas ganz Großartiges, es einfach "leer" fortzuschicken wäre Verschwendung.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber ich fand es etwas Komplizierter als den Regenten. Allerdings kann ich nicht genau sagen, warum das so ist, vermutlich, weil ich bei "Der letzte Regent" konzentrierter dabei war (auch leserundentechnisch). Für das Lesen von "Das Kosmotop" braucht man eine gehörige Portion Konzentration. Wird man abgelenkt, könnte man interessante Passagen einfach überlesen.


    Den Rest muss ich erstmal verdauen.


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    Aeria


    Das war ein verrückter Abschnitt. Corwain wurde nach der Rematerialisierung falsch zusammengesetzt ...


    Vielleicht war irgendwo eine Fliege mit in dem Dislokator.



    Aber er ist wohl doch kein Mädchen und schlägt sich durch.


    Das hab ich hoffentlich falsch verstanden. Mädchen fallen nicht in Ohmacht, nur weil sie auf einmal gruselig aussehen. Ich kann das bestätigen, jeden Morgen nach dem Aufstehen.
    Mädchen können sogar einparken!


    Vielleicht ist das irgendwann ein notwendiger zivilisatorischer Schritt: die Schaffung künstlicher Welten, um einen unabhängigen Lebensraum zu haben, den man vollständig kontrollieren kann. Und vielleicht könnte man mit solchen künstlichen Welten, mit Kosmotopen, auf die Reise durchs Universum gehen. Eine durchaus faszinierende Vorstellung ...


    Liebe Grüße
    Andreas


    Allein die Vorstellung ist sooo aufregend! 8)
    Leider bin ich noch nicht auf viele Bücher gestoßen, in denen es um solche Objekte geht. Mein letztes war "Himmelsjäger", das habe ich dann aber irgendwann abgebrochen.


    ***
    Aeria

    Ich habe keinen Augenblick daran gedacht, dass Solace tot sein könnte. Dieses Imaginarium-Portal ist für mich ein Eingang in eine weitere Dimension, nicht ins Reich der Toten.


    Mir hat die Geschichte von Solace' Überleben auf ihrem Heimatplaneten sehr gut gefallen. Endlich habe ich mehr über sie erfahren, denn bisher war sie für mich viel zu sehr im Hintergrund.


    Corwain denkt nur an "Sibal töten, Solace retten". Andere Gedanken hat er nicht. Eigentlich eine ganz logische Entwicklung. Ich finde den "neuen" Corwain gar nicht mal so unsympathisch. Als Pazifikator ist er mehr ein Diplomat, ein Mann der Worte, jetzt schreitet er zu Taten. Tatkräftige Männer sind mir persönlich lieber. Wenn dabei ein paar seiner Feinde draufgehen, kann ich das nicht bedauern. Was die Gewalt angeht, so habe ich gerade "Das Lied der Sirenen" von Val McDermid gehört, so schnell schreckt mich nichts mehr.


    Der eigentliche Star dieses Buches ist für mich das titelgebende Kosmotop. Das finde ich ungeheuer faszinierend. Corwain wird noch länger was davon haben, denn er darf ja erstmal nicht weg. Ich bin fast neidisch.


    ***
    Aeria

    Ich denke, Sibal hat aus Wut darüber, dass Corwain so scheinbar teilnahmslos auf ihn und das Messer reagiert hat, gehandelt. Sibal musste das Ganze ja mindestens wie Ignoranz vorkommen. Hätte er gewusst, das Corwain zu keiner anderen Reaktion fähig war, hätte er das ausgenutzt und ihn auf eine ganz andere Weise gequält, ihn vielleicht tatsächlich "platzen" lassen.


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    Aeria


    Nunja... könnten sich (fortpflanzungsfähige) Menschen in der Auslagerung befinden?


    Das ist doch mal eine Idee :winken:
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass Corwains neuer Körper (aus Schleimpilz :o ) fortpflanzugsfähig ist. Jetzt muss er nur noch Solace retten, um das auszuprobieren.


    Nach wie vor kämpfe ich mit den Dimensionen. Gewaltigst! Das alles will nicht in meinen Kopf.


    Was mich interessiert: Was ist aus den Datenträgern mit Jael-cres geworden? Drei davon haben die Mahé eingesackt. Vielleicht breitet sich in dieser Sekunde das Bewusstsein der künftigen Koryphäe über das ganze Kosmotop aus. Kann er irgendwie Solace helfen? Um die bange ich wirklich. Sie musste mit ansehen, wie Corwain in Scheibchen geschnippelt wurde und weiß, dass sie jetzt ganz allein ist, niemand wird ihr zur Hilfe kommen. Da Corwain offenbar noch Zeit braucht, wäre Jael-cres doch ein guter Retter-Kandidat, oder?


    ***
    Aeria

    Uff, hier passiert ja so einiges!


    Ich hatte schon befürchtet, dass Solace Corwains schwächster Punkt sein könnte. Sibal könnte sich vermutlich mit nichts anderem auf so wirkungsvolle Art rächen als mit Solace' Entführung. Ich hoffe, dass Corwain sie schnell findet! Lebend!


    Als die Stille des Kosmotop erwähnt wurde, war mein erste Gedanke "Alle tot?". Alle tot :(
    Es ist ein riesiger fliegender Sarg. Alles Sammeln war umsonst.


    Aus Jael-cres werde ich nicht schlau, aber vermutlich kann man eine Maschinenintelligenz auch gar nicht verstehen.


    Mebrat erzählt der Veritas, dass das Kosmotop den Jakonda folgen soll, die schon vorausgegangen sind. Der Letzte Sprung soll das Kosmotop zu ihnen bringen. Klingt das noch für jemanden wie Religion? Will Mebrat ins Gelobte Land?
    Überhaupt, das, was um den Lenker herum passiert, finde ich sehr faszinierend. Wer sagt ihm denn nun die Wahrheit? Die Instanz behauptet, zu seinem Schutz gehandelt zu haben, vielleicht hat sie das wirklich? Ich jedenfalls kann keinem trauen, der mit Sibal zusammenarbeitet. Mebrat ist zwar alt und ein erfahrener Lenker, aber er scheint mir doch recht naiv zu sein. Nun ist er auf der Karriereleiter nach oben gestiegen - durch Mogeln. Wenn das mal gutgeht!


    Was sind die X-Artefakte? Gehören sie irgendwie zum Kosmotop? Oder sind sie Waffen, die das Kosmotop zestören wollen? Wenn ja, wer hat sie geschickt?


    Bei den Dimensionen hier im Buch wird mir immer schwindeliger. 2 Lichtsekunden, 14 Lichtstunden, eine Röhre 20.000 km x 70.000 km :ohnmacht:
    Da kommt einem die Erde um so winziger vor.


    ***
    Aeria

    Zum Thema Unsterblichkeit: Will das jemand wirklich? Ich glaube, der Mensch ist noch nicht soweit, dass er das mental verkraften kann. Vielleicht wird er das nie sein.
    Ich stimme Andreas zu, es gibt immer Gedanken, die noch gedacht werden können etc., aber ich glaube, dabei wird man irgendwann müde. Das dürfte sogar der Fall sein, wenn man zwischendurch seine Erinnerungen "auslagert". Ich kann den alten Mann also verstehen.
    In unserem Universum gibt es sowieso keine Unsterblichkeit. Das Universum selbst hatte irgendwo seinen Anfang und wird - wenn auch in einer unvorstellbar fernen Zukunft - sterben. Ob nun durch unendliche Ausdehnung oder durch einen großen Knall, spielt dabei keine Rolle.


    Die Verfolgungsjagd hat mir gefallen, die hätte ruhig noch ein paar Seiten länger sein dürfen 8)


    Andreas, du hast ja nun schon etliche SF-Romane geschrieben und übersetzt. In welcher Zukunft würdest du gerne leben?


    ***
    Aeria

    Wenn sich hier in mehr als einem Jahr nichts getan hat, dann wird es nichts mehr ;)


    Das nächste Buch von Herrn Eschbach erscheint in ein paar Wochen, einen LR-Vorschlag werde ich mir aber sparen.

    Das ganze Konzept der Nadel als Kommunikations-, Speicher- und (ja, das sicher auch) Kontrollgerät der Letzten Menschen finde ich sehr interessant. Erinnert mich ein wenig an die Stacks bei Richard Morgan. Auch dort wird das Bewusstsein gespeichert und der Stack kann in diverse andere Körper eingesetzt werden, diese Körper "trägt" man wie Kleidung. Den Inhalt eines Stacks zu kopieren und damit einen Zwilling einer Person zu schaffen ist strengstens verboten.
    Oder auch die Memorycell-Inserts bei Peter F. Hamilton. Ich lese sehr gerne über solche Dinge und denke dann manchmal, dass das alles Wirklichkeit werden könnte. Einerseits bedeutet das Unsterblichkeit, ob nun mit extra designten oder geklonten Körper, aber andererseits wird das menschliche Selbst als digitale Datei einfach abgespeichert und ist somit vermutlich auch anfällig für Manipulationen. Woher soll man dann noch wissen, ob man noch man selbst ist?
    Hoffentlich hat die Nadel von Corwain noch viele Auftritte!


    Worüber ich auch gern mehr erfahren würde, sind die Membranen. Bisher kann ich sie nicht ganz fassen, aber ihre Umrisse faszinieren mich.


    Sehr gelungen finde ich Solace. Ich muss jedesmal schmunzeln, wenn sie "zwitschert", auch wenn es in Gefahrensituationen geschieht.


    ***
    Aeria

    Der Überfall im Kastell der Veritas ist echt klasse geschrieben, sehr spannend. Überhaupt, die ganzen Ideen hier sind - ich mag dieses Wort nicht, passt aber - geil. Ein Gebäudekomplex, der sich selbst zerstört und dann wieder aufbaut - ich brauche auch so eines. Kein Putzen mehr! Reset drücken und alles wird neu.


    Aber am Spannendsten in diesem Abschnitt fand ich die erwachenden X-Artefakte. Ich will jetzt sofort mehr darüber wissen!
    Das Artefakt in der Sonne ist ja schon zum Vorschein gekommen, ich bin gespannt, was passiert, wenn das Ding unter dem Tempel aufwacht. Da wird Kallisto staunen, schätze ich.


    Ich glaube auch, dass die ganze Jagd auf Corwain und die Intrige gegen die Kompetenz schon von sehr langer Hand geplant worden sind. Wie sonst hätte Sibal so schnell reagieren können und den Klon erschaffen lassen?
    Haben die Mahé das Schiff der Veritas angegriffen oder war es ein weiterer Gegner?


    Auch hier wieder: Die Dimensionen hauen mich um. Jahrmillionen! Ich kann mir mit Mühe zwei Jahre vorstellen, bei 100 mache ich dicht.


    Super fand ich: "kompetente Technik".


    ***
    Aeria

    Piranhapudel
    Vielen Dank für den Schnuller. Habe wie odenwaldcollies jetzt Kopfkino ;D


    Bin jetzt auch da, schöne Grüße an alle!
    Für diesen ersten Teil habe ich ganze drei Tage gebraucht, weil ich derzeit noch ein weiteres Buch lese und Parallellesen ist nicht immer ganz einfach. Heute bin ich aber in einem Rutsch durch den zweiten Teil gerauscht, geht jetzt hoffentlich schneller voran.


    Der erste Abschnitt besteht für mich aus einem großen leuchtenden Fragezeichen. Ein Dauer-Hä? und Wiewardas? und Wasmeinter? und Wiesprecheichdasaus? Ihr kennt das :P
    Das Glossar hab ich erst entdeckt, als ich den Thread hier las, peinlich. Überhaupt habe ich vorher über das Buch nur gewusst, dass es SF von Andreas Brandhorst ist - und blind vorbestellt.


    Bei den Eindrücken weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist einfach viel zu viel auf einmal. Die ersten Kapitel mit Corwain und Solace lasen sich leichter als die ersten Seiten des "Letzten Regenten", aber ich hatte mich dann doch zu früh gefreut. Lenker, Entscheider, Jassid, Koryphäen, Kallisto, die Veritas, Klone, Uhren, Nadeln - :ohnmacht:
    Aber: Ich liebe es! Es kann nicht fremdartig genug für mich sein. Außerdem kleckert Andreas mal wieder nicht, er klotzt! Die Zeiträume, die Dimensionen - alles ganz schön gewaltig und unvorstellbar.
    :anbet:


    Die gestohlene Stadt hat mich an eine Episode aus "Outer Limits" erinnert. Dort entführen Aliens eine Kleinstadt und wollen herausfinden, ob sich die Menschen darin als Sklaven eignen. Wenn ja, sollen andere Menschen folgen.
    Ich frage mich, wozu die Sammler sammeln. Die brauchen sicher keine Sklaven und wenn doch, dann sicher keine Lebewesen, Maschinen sind viel effizienter.


    Die Sache, die auf Harvinga ins Rollen kommt, ist ist besorgniserregend. Ich dachte wirklich, jetzt wird Corwain eingebuchtet. Sibal hat aber auch echt schnell geschaltet. Allerdings ist auch mir fast die Spucke weggeblieben: Erst greift er an und dann verflucht er Corwain, weil seine Tochter gestorben ist. Hat er noch nie den Spruch gehört "Wer mit dem Schwert kommt, wird durch das Schwert sterben"? Selber schuld, würde ich sagen. Natürlich sieht er das ganz anders.


    Harvinga finde ich sehr interessant. Drei Spezies, die friedlich nebeneinander leben und eine Hybrid-Herrscherin haben (Sängerin, was für eine schöne Bezeichnung!) Kann sich das jemand hier auf der Erde vorstellen? Ich nicht.


    Ich bin noch ganz erschlagen von dem Beginn dieser Geschichte.


    ***
    Aeria

    Handlung:


    Die Gambler, eine neue Unterart der Menschheit, haben es nicht leicht. Wegen ihrer besonderen Fähigkeiten, u. a. haben sie schnellere Reflexe als die normalen Menschen, werden sie verfolgt und ausgegrenzt. Die meisten von ihnen leben in abgeschiedenen Kolonien oder auf Zirkus-Raumschiffen als Kunstflieger.
    Als die Erde von einer unbekannten Rasse aggressiver Aliens angegriffen wird, erkennt der junge Gambler Danny, dass nur ein Pilot von seiner Art dem Feind entgegentreten und überleben kann.


    Meine Meinung:


    "Der Angriff" ist der spannende Beginn einer rasanten Geschichte. In einer leicht verständlichen, lockeren Sprache erzählt die Autorin die Geschichte von Danny, dem Gambler. Mir hat die Geschichte der Gambler, ihre Andersartigkeit, sehr gefallen. Sie leben zurückgezogen und haben nur minimalen Kontakt zum Rest der Menschheit. Warum das so ist, kann man in diesem ersten Band nur erahnen, erklärt wird hier noch recht wenig.
    Die Geschichte wird aus der Sicht von mehreren Figuren erzählt, aber ich persönlich wollte immer nur wissen, wie es denn nun mit Danny Sims weitergeht. Das heißt nicht, dass die anderen in dem Buch weniger Raum einnehmen. Sie sind auch deshalb wichtig, um dem Leser klar zu machen, wie die Gambler auf normale Menschen wirken, wie groß die Unterschiede sind - und Gemeinsamkeiten.


    Dieses Buch eignet sich auch für SF-Einsteiger, denn man wird nicht wie in so manch anderem Buch von Technobegriffen erschlagen. Die Geschichte wird linear erzählt und ist duchweg gut zu lesen.


    Das Buch endet nicht direkt mit einem Cliffhanger, aber es ist dennoch von Vorteil, den nächsten Band schon bereitliegen zu haben.


    ***
    Aeria

    Und läuft das dort genauso ab wie in jeder anderen Branche? Ich denke mal nicht.
    Ich stelle mir gerade vor, wie die Befehlshaber, sagen wir, in Tschetschenien erstmal die persönlichen Wehwehchen ihrer Untergebenen in Erfahrung bringen. In der Zwischenzeit sind dann alle erschossen worden.


    ***
    Aeria


    Ich hätte an ihrer Stelle aber ein persönliches Gspräch mit ihm geführt, um ihn nochmal auf die gemeinsame Aufgabe einzuschwören.


    Hm, wenn es so ist, dann ist es aber traurig genug...


    Hier geht es um das Militär, nicht um eine Abteilung Teppichverkäufer. Beim Militär zählt Persönliches nur am Rande, dort geht es darum, Befehle zu befolgen. Ein Kommandant muss sich auf seine Untergebenen verlassen können, weil Leben auf dem Spiel stehen. In einer Krisensituation wie sie hier vorherrscht, ist einfach keine Zeit für eine subtile Vorgehensweise.


    ***
    Aeria

Anstehende Termine

  1. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

    odenwaldcollies