Beiträge von juhonisch

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    Bei Umberts Plan, acht Sarven mit Ratsseelen zu versehen, hatte ich ziemilch Bauchweh, musste ich gestehen, weil die Gewöhnung ja so lange Zeit benötigt; Zeit, die einfach nicht da ist.


    Da die Sarven ihre eigenen Seelen ja schon vor längerer Zeit eingebüßt hatten, ist der Prozess hier schneller. Es müssen sich nicht zwei unterschiedliche Charaktere an einander gewöhnen. Die Seelen der Räte finden einen so gut wie leeren Körper vor, in dem sie sich ohne Widerstand und Missverständnisse heimisch machen können.


    Aber welche Seele? sie hat doch zwei. Wartet man, bis die eine vollkommen von der anderen eingenommen ist, bevor man jemanden als Paten zuläßt und kann jeder nur einmal Pate werden?


    Nun, wenn man davon ausgeht, dass die "Mörderseele" in einem Xyi mit zunehmendem Alter immer weiter dominiert, dann hat man genügend alte, "böse Seelen", von denen man einen Teil wieder weitergibt, an jemanden, dessen mörderische Hälfte dann entsprechend wieder wächst. Pate/Patin sind jeweils erfahrene Kämpferinnen, die einen Teil ihrer bereits veränderten Seele an Anwärter weitergeben, um dann wiederum noch schwärzere Seelenteile als Ersatz zu bekommen, die den Rest Freundlichkeit abtöten. Eine Kreislaufwirtschaft.


    Zitat repariert (odenwaldcollies)

    Ich muss gestehen, dass ich diese Patensache nicht so recht verstehe. Ich kann verstehen, dass Seelen eingepflanzt werden oder rausgenommen, aber wie soll das funktionieren, wenn die Patin auch zwei Seelen hat und ihr dann eine genommen wird? Dann hätte sie doch wieder nur eine, oder? Ist es so, dass die eine Seele die andere so beeinflusst, dass sie sich so ähneln, dass es nicht bemerkt wird, wenn man den Teil wegnimmt? Andererseits schafft es ja eine Verbindung. Ja, diese Rätsel sind spannend und auch ich hätte mir gewünscht, dass Niccela dabei isst. Die beiden gemeinsam wären unschlagbar. Vor allem wo es jetzt in den Berg geht und eigentlich die drei keine wirkliche Chance haben.


    Die Seele wird gespalten und aufgeteilt.

    Folgender Satz ist einer meiner Lieblingssätze: "Ich möchte deinen Großmeister kennenlernen", sagte er ohne die Spur eines Lächelns. "Und wenn es nicht allzu viel Umstände macht, möchte ich ihn gerne eliminieren."
    Ja klar :D




    Ich liebe diesen Satz auch :D Bester Satz im ganzen Buch :D
    [/quote]


    Danke. Sind halt höfliche Menschen, die Schmiede.

    Ich finde das schrecklich, dass sich der Roman dem Ende nähert :( Für mich war das gerade erst die Vorgeschichte zu einem wirklich guten Hauptteil :( Ich habe ein bisschen Angst, dass mich der Roman jetzt unbefriedigt zurücklässt, weil er sehr schnell enden wird :( Wie soll denn in den letzten 20 Kapitel noch die alte Königsstadt, die Gifte, das Artefakt, die weitere Reise, der Berg der Xyi und der Kampf mit dem Urgorrn sowie das nette Finale mit Verenn und Maleni untergebracht werden? Das wären ja nochmal 500 Seiten zusätzlich :D


    Mein Verlag hätte mich erschlagen, wenn ich 500 zusätzliche Seiten geschrieben hätte. ;) Die wollten schon diese Fassung massiv kürzen, haben dann aber doch davon Abstand genommen, weil man nichts Größeres weglassen konnte, das nicht sehr fehlen würde.


    Daß sie jemanden suchen, der immun gegen Gift ist, macht nun natürlich Sinn, und das sie hier einen Xyi brauchen.
    Warum es eine Frau sein muß erschließt sich mir hier aber auch nicht.


    Sie brauchen tatsächlich jemanden, der gegen Gift immun ist. Sie hätten vermutlich auch einen jungen Mann genommen, wenn es sich ergeben hätte.

    Gefallen hat mir auch die klare Absage des Romans an das Konzept der "Vorherbestimmung", das man in so vielen Fantasy-Romanen findet. Die "Vorherbestimmung" wurde schon in so vielen Werken als Konzept verwendet, dass es mich langsam anödet. Hier gibt es nichts dergleichen, und das finde ich gut! 8)


    Ich war nie ein Freund von "der Prophezeiung". Wo ist die Spannung, wenn etwas schon prophezeit ist? Und wie viel mehr Mut muss man aufbringen, wenn man nicht weiß, wie etwas endet?

    Ich war auch sehr überrascht, aber mir hat die Szene gefallen. Überrascht war ich aber eher von Verenn/Elgor, der ihr ja ein paar Sekunden vorher noch was zu Essen anbietet, dann zum Esel geht, um es zu holen und zuzubereiten und plötzlich schlägt er zu. Ziemlich hinterhältig fand ich, aber vielleicht hatte sich Verenn da durchgesetzt.


    Jemandem einen fairen Kampf zu bieten, der selbst meist nur unfair kämpft? Da wäre ihm wohl die Möglichkeit des Scheiterns zu groß gewesen. Und selbst wenn er gewonnen hätte, dann sicher nicht, ohne dass alle verletzt worden wären.

    Ich muss gestehen als ich die Beschreibung des Buches gelesen habe und auch den Bezug zu Assassins Creed, hatte ich mit jemandem wie Taryah gerechnet. Mir gefällt sie viel besser als Maleni, die ich oft einfach nur als nervig und weinerlich empfinde. Aber so hat ja jeder Leser eine Person, die er mag gefunden :D


    Ich kenne Assassin's Creed nicht einmal. Das war wohl das, was dem Verlag zu Assassinen einfiel. Inzwischen taucht es in den Werbe- und Klappentexten Gottheit sei Dank nicht mehr auf. Zum einen vermittelt es offensichtlich den falschen Eindruck, zum anderen kann ich mich nicht auf etwas beziehen, das ich gar nicht kenne.


    Was hat sie für eine Wahl? Sie hätte noch mit Ferric mitgehen können und die Schmiede mit seiner Hilfe töten können, aber das hätte der Welt auch nicht geholfen. Ich glaube schon, dass Umbert sie aufrichtig mag und Elgor/Verenn sowieso. Da ist eine starke Verbindung. Vielleicht macht sie es auch ein wenig aus Liebe. Nun hat sie ohnehin keine Wahl mehr und muss es wagen.


    Liebe ist immer ein Wagnis. Umso mehr, wenn einem das Konzept fremd ist.


    Liebe Ju,


    da das Buch ja einen Untertitel hat, dachte ich erst, das wird der Auftakt einer Reihe - aber nun habe ich mir die Buchbeschreibung nochmal angeschaut und bin mir unsicher - ist es doch in sich abgeschlossen? Das würde ich ja grundsätzlich begrüßen!


    Der titel "Geheimnisse der Klingenwelt" ist der Reihentitel. Dabei ist die Welt die Reihe, die Bücher werden in sich abgeschlossene Geschichten haben und mal zu der oder zu jener Zeit spielen. "Blutfelsen", das nächste, spielt ca. 50-100 Jahre vor Seelenspalter.


    Liebe Ju,


    arbeitest du schon an deinem nächsten Projekt? Wenn ja, darfst du etwas darüber verraten?


    Wird es irgendwann ein Wiedersehen mit den Figuren aus den Salzträumen, Obsidianherz usw. geben? Die Bücher sind so toll :herz:


    Vielen Dank für das Lob! Es wird wohl in absehbarer Zeit keine Fortsetztung der 19. Jahrhundert-Romane geben. Der Verlag ist aufgekauft worden und die neuen Besitzer von Feder&Schwert haben keinerlei Interesse an den Büchern. Sie kommen demnächst neu als E-Book bei DroemerKnaur raus. Aber eben nur die, die es schon gab. Ich würde gerne mal wieder eines schreiben, aber das kauft mir leider keiner ab.