Beiträge von LizzyCurse

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    Ich habe gestern Abend noch spät eine Doku über Erdogan gesehen. Dort wurde am Ende noch aufgezählt in wievielen Ländern es einen beängstigen Rechtsruck gibt, der gefährliche Formen annimmt. Darunter auch Deutschland, wie wir jeden Tag auch in den Medien verfolgen können.

    Was mich immer sprachlos zurück lässt, ist die Tatsache, dass diese Menschen die den Nationalsozialismus verherrlichen, eigentlich keine Ahnung davon haben, da sie es nicht miterlebt haben. Die müssen doch wissen wo das hingeführt hat.

    Mir macht das alles richtig viel Angst.

    ja,mir macht das auch angst. Ein paar Brandstifter, die überhaupt keine Ahnung haben, und die fangen dann sowas an. "Die Geschichte lehrt uns, das wir aus der Geschichte nichts lernen " das ist leider sehr wahr

    Ja ... das lebendige Gedächtnis lässt langsam nach und die Extremisten sprießen wieder fröhlich aus dem Boden ...

    Mein Gott! Ja, es gibt solche Schicksale. Was ist denn aus dem Rest seiner Familie geworden?

    Die lebten noch in Kroatien. Ich fand ihn unglaublich. Er hat während der Pausen auf der Toilette Deutschvokabeln gelernt. Fast seinen gesamten Verdienst hat er zur Seite gelegt, hat zwei Jobs gemacht. Und als der Krieg zu Ende gewesen ist, hat er mit dem verdienten Geld seinen Eltern ein neues Haus bauen lassen. Er konnte lange nicht nach Hause fliegen oder fahren, dass fand ich ebenfalls sehr traurig. Zu Beginn waren nicht einmal Telefonate möglich, dass er nicht wusste, wie es seiner restlichen Familie ging.

    Zum Glück ist heute wieder alles gut, aber ich kann mir das so schwer vorstellen welches Leid die Familien ertragen mussten. Jeder der so wie wir, ohne Krieg leben kann, sollte es zu schätzen wissen.

    Bei der Geschichte stehen mir die Haare zu Berge. Und ich unterschreib deine Aussage ... wir haben verdammtes Glück, ohne Krieg und ohne große Entbehrungen zu Leben - und auf der anderen Seite stehen nationalsozialistische Tendenzen, die mir Angst und Wut hoch kochen lassen. Wir haben nichts aus der Vergangenheit gelernt!

    Ja xD auch bei mir hat Ulf einige geschichtliche Lücken gut gestopft xD diese Reise durch die Jahrhunderte hat mich auch ein bisschen aus meiner komfortzone gelockt ;)

    Aha. Und was meinst du damit? Das würde mich interessieren.

    Du meinst wie du mich aus meiner Komfortzone gelockt hast? Tja ... meine Lieblingszeit ist nun mal das Mittelalter und ich such und les eigentlich auch speziell Bücher aus jener Zeit. Geschichten aus dem 19. Jahrhundert oder aus dem 20. steh ich da schon skeptischer gegenüber (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber ich bevorzuge schon das MA.) Auch über den 30. Jährigen Krieg findest du in meinem Bücherschrank recht wenig Bücher. Und du hast mich dazu bewegt, auch mal abseits der üblichen Pfade zu schnuppern und zu lesen ^^

    bei mir wars ein bisschen rabiater mit Cuttermesser xD

    Ja xD auch bei mir hat Ulf einige geschichtliche Lücken gut gestopft xD diese Reise durch die Jahrhunderte hat mich auch ein bisschen aus meiner komfortzone gelockt ;)

    deutsche gegen Deutsche, wenns ganz haarig wurde sogar Brüder gegen Brüder ... gruselige Vorstellung

    In Grenzgebieten wird das öfter der Fall gewesen sein, denke ich. Und ich muss da immer an jüngere Kriege wie z.B. Kroaten gegen Serben denken. Eine ganz besonders schlimme Sache, wenn die Feinde vorher womöglich Bekannte oder sogar Freunde waren. Kann man sich gar nicht vorstellen, was da vorgeht in den Einzelnen.

    das will ich mir persönlich nicht vorstellen ...

    Im Land gärt es, die Arbeiter sind unzufrieden, die Arbeitslosigkeit und Armut ist hoch, die Kommunisten sind im Kommen, und die Fabrikanten und der Adel wollen keine Veränderung.


    Die industrielle Revolution ist in vollem Gange.

    Ich finde diese Zeit ja besonders spannend. Der Umbruch der Gesellschaft und der Arbeitswelt geht Hand in Hand. Und die technischen Entwicklungen sind wahnsinnig spannend, auch weil sie mit so großen Schritten voran gehen. Und mit den Schmitts sind wir mittendrin. Das ist toll arangiert von Dir, lieber Ulf.

    ja, das fand ich auch ein genialer Schachzug von dir, lieber Ulf =) Überhaupt der Weg vom kleinen Schmied zum Fabrikdirektor!

    Was für ein Ende =) und was für ein schönes Ende! Die Barrikadenkämpfe waren so richtig spannend (ich muss zugeben, dass ich erst mal nachlesen musste, weil ich mit den Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts nicht so wirklich sattelfest bin. Natürlich sagen mir große Namen wie Otto von Bismark etwas oder die Paulskirche, aber der Geschichtsunterricht hat mir speziell dieses Jahrhundert etwas verleidet, wie ich unumwunden zugeben muss), Nichts desto trotz waren die Ereignisse für mich sehr spannend zu lesen und von Ulf gut aufbereitet, sodass auch nicht geschulte Köpfe die Zusammenhänge verstanden haben (und da nehme ich mich selbst nicht unbedingt aus).


    Die Zusammenarbeit von Hedi und Olga fand ich klasse - und auch, wie sie die Fischers wirtschaftlich in die Knie gezwungen haben. Beeindruckend ;) Sie haben ihre Differenzen und ihre Trauer überwunden - und sind Freunde geworden.


    Zur stürmischen Liebesgeschichte der beiden Protagonisten bleibt mir nicht viel zu sagen. Ich fand sie witzig, mir persönlich ging sie jedoch ein wenig zu schnell.


    Bei mir waren ein paar Seiten nicht vollständig getrennt xD Ich musste also eine buchige Notoperation vornehmen, damit sich mir das Seitenherz offenbart (ein bisschen fühlte ich mich wie ein Bibliomant). Und einen witzigen Fehler habe ich auch entdeckt - Totenstück statt Tortenstück - Bon Appetit xD

    Das war mir auch nicht bekannt gewesen. Aber Deutschland war zu der Zeit ja noch nicht ein Staat, und die Leute mussten auf der Seite ihres jeweiligen Fürsten kämpfen.

    So ist es. Ein Deutschland gab es ja noch nicht. Und die Fürstentümer des von Napoleon erzwungenen Rheinbundes mussten ihm Soldaten liefern. Das heißt, sie mussten ihm ihre Regimenter zur Verfügung stellen.

    deutsche gegen Deutsche, wenns ganz haarig wurde sogar Brüder gegen Brüder ... gruselige Vorstellung

    Ich bin noch nicht wirklich weit (blöde Erkältung, die mich in ihren Klauen hat!!), aber ich muss schon mal sagen, dass Hedi und Gero sich deutlich nach oben gearbeitet haben und als das erwähnt und beschrieben wurde, musste ich auch lächeln. Es ist schön zu sehen, dass man sich hocharbeiten kann (da kommt so ein bisschen der Amerikagedanke durch, finde ich - vom Tellerwäscher zum Millionär)

    Gute Besserung :blume:

    Dankeschön <33 nur ne nervige Erkältung mit Zupfbox und co.


    Aber ich bin endlich durch mit dem Abschnitt und fand auch ihn ziemlich spannend. Ich find es gar nicht mal so schlimm, dass er nicht Generationen in der Zukunft spielt, sondern nur 35 Jahre =) So können wir die Geschichte von Hedi und Ewalt weiter verfolgen.


    Was ich ja ziemlich spannend finde, ist dieser revilutionäre Gedanke, den Karl Marx und Friedrich Engels unter den Menschen schüren (vorhanden war er denk ich mal schon immer, aber dadurch, dass die zwei es formuliert haben, nimmt er noch einmal ganz andere Dimensionen an ...) - und Ulf hat ihre Ideen (und die Meinungen darüber) auch richtig gut erklärt. Hut ab.


    Was ich auch spannend finde, ist der Wiedervereinigungsgedanke der Familie Billung. Ich schätze nicht, dass Olga da irgendetwas böses im Sinn hatte. Sie war nur schon immer etwas impulsiv und ein Wort hat das andere gegeben. Da kann man die entzweiung schon verstehen ...



    nteressant finde ich, wie die 'Lager' aufgeteilt sind. Fischer/Falkenberg/Buschardt/ Billung auf der einen Seite, und Schmitt/Grünbaum auf der anderen. Und können wir jetzt Romeo und Julia erwarten?

    Ich denke schon xD

    Ich bin noch nicht wirklich weit (blöde Erkältung, die mich in ihren Klauen hat!!), aber ich muss schon mal sagen, dass Hedi und Gero sich deutlich nach oben gearbeitet haben und als das erwähnt und beschrieben wurde, musste ich auch lächeln. Es ist schön zu sehen, dass man sich hocharbeiten kann (da kommt so ein bisschen der Amerikagedanke durch, finde ich - vom Tellerwäscher zum Millionär)

    Die Kriege und Epidemien und die Menschenmassen, die da gestorben sind, ja das ist für unsere Generation kaum fassbar. Aber der Einzelne war nichts wert und man konnte sich dem Wehrdienst auch nicht widersetzen. Ich denke auch immer an die unfassbare Menge an Verletzten. An Menschen, denen Arme oder Beine fehlten, oder ihr Gesicht. Es gehörte zum Alltag, solche Menschen zu sehen. Ich weiß noch, dass in meiner Jugend immer wieder alte Männer mit einem Bein zu sehen waren. Also viel häufiger als heutzutage. (Liegt natürlich ein bisschen auch an der neuen Technik aber auch daran, dass der leztte Krieg bei uns schon so lange her ist.)

    Die napoleonische Kriege waren die ersten Massenschlachten. Natürlich immer noch nicht vergleichbar mit den letzten beiden Weltkriegen, aber immerhin. In Frankreich haben, glaube ich, zwei Millionen junge Männer ihr Leben verloren. Vorher gab es kleinere Heere mit Berufssoldaten. Da hat man auch mehr manövriert und es kam weniger zu diesen Massenschlachten. Aber die Franzosen nach der Revolution haben die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und konnten daher viel größere Heere aufstellen. In der Völkerschlacht bei Leipzig kämpften insgesamt über eine halbe Million Soldaten, mit insgesamt über 120.000 Toten und Verwundeten.

    Das wäre dann einmal ganz Jena auf einen Schlag ausgelöscht. Einfach unvorstellbar ... Da finde ich nicht einmal Worte dafür ...

    Mhhhhhm ... ich muss zugeben, dass ich vom zweiten Teil der Episode nicht ganz so begeistert war wie vom ersten *duck* Ich weiß auch gar nicht so direkt woran es gelegen hat, der erste Teil hat mir einfach besser gefallen - kA warum.

    Die Ereignisse überschlagen sich - und man sieht auch, dass Hedis Dienstherrin wie immer was den Sohnenmann betrifft, auf diesem Auge blind ist. Schade eigentlich. Ich hätte mehr ... Grips von ihr erwartet, aber wenns um den Sohnemann geht, dann schaltet sich ja bei vielen Damen das Gehirn aus *seufz*

    Aber man spürt deutlich, wie sich das Klima im Haus verändert. In So fern hat es Hedi richtig gemacht, die Flinte ins Korn zu werfen ... und sich lieber um ihre Mutter und um die Schmiede zu küömmern.


    Gero hat die Schlacht bei Leipzig überlebt und modernisiert mit Hedwig die Schmiede. Eine schöne Lebensaufgabe, wie ich finde ;)


    Nur um Ewalt tut es mir ein bisschen leid. Ich habe ja von Anfang an an ihn geglaubt und mochte ihn genauso sehr!

    Ich denke, dass Madame ihren Standesdünkel hat, und da passt es natürlich überhaupt nicht, dass eine niedere Bedienstete von einem Freiherrn hofiert wird, gleichzeitig aber ihren Sohn ablehnt. Ich bin sicher, dass Madame genau im Bilde war, wer da Hedi den Hof machte, schließlich tratschte die gesamte Dienerschaft darüber.

    ja, das denk ich auch - es gibt Grenzen, die schienen damals unüberwindbar und besonders für die Dame des Hauses, die so viel auf ihre Familie hält, war es undenkbar, dass Hedi mit einem Freiherrn liiert ist ...



    Ich finde diese Lösung auch sehr elegant. :D

    Na jaaa, ich hätte schon gerne gesehen, wie Ewalt und Hedi sich gemeinsam durchs Leben schlagen, selbst wenn es sehr schwierig geworden wäre. *seufz* Schade, das Ewalt so sang und klanglos gestorben ist, aber so war der Krueg nun einmal ...