Beiträge von LizzyCurse

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    Man muss ja auch abwägen, ob es einem der Stress, die Zeit und das Geld wert ist. ^^

    Ich möchte euch da nicht die Illusionen nehmen, aber ein einfacher Söldner oder selbst einer wie Ewalt von Billung wäre mit einer Klage in diesen Zeiten nicht weit gekommen. Er hätte weder die Zeit noch das Geld dazu gehabt. Und wo hätte man denn klagen sollen? Welches Gericht wäre zuständig gewesen? Ein Feldmarschall von Werth hätte nur gelascht und wäre gar nicht vor Gericht erschienen. Den hat ja sogar die Reichsacht, die der Kurfürst über ihn verhängt hat, nicht im Geringsten gestört. Selbst bei einer Verurteilung, wer hätte das Urteil denn durchsetzen sollen? Der Gerichtsbüttel von München? Nicht vorstellbar. :totlach:

    ich stell mir das Vorhaben auch recht kompliziert vor, wenn ich so drüber nachdenke xD

    Dabei fangen die meisten Bücher erst ab Seite 100 an gut zu werden, jeden falls meine Erfahrung


    Da habe ich ganz andere Erfahrungen. Die wenigsten Bücher werden nach 100 Seiten besser. Mir ist klar, dass die Handlung von Seite zu Seite spannender wird - oder zumindest werden soll. Aber nach 50 Seiten weiß man meist schon, ob einem der Schreibstil und der Handlungsverlauf gefällt, ob man mag wie und was der Autor zu erzählen versucht. Wenn ich ein Buch abbreche, dann interessiert mich tatsächlich auch das Ende meist nicht mehr und ich lese oft nicht mal mehr das.

    Ich will nicht sagen, dass nicht Ausnahmen diese Regeln sprengen können (eines meiner Lieblingsbücher wird erst ab Seite 200 von 1000 spannend, aber zumindest hat mich der Schreibstil so gefesselt, dass ich dran geblieben bin.) aber wie gesagt, wenn Du meine rießen SUB siehst, dann weißt du, warum ich zähe Lektüre verabscheue.

    da kann ich dir nur zustimmen. Wenn mich ein Buch einmal abgeworfen hat, komm ich sehr schlecht wieder aufs Pferd und betrachte Plot und Charakter doppelt so kritisch wie bisher. Und dann geb ich das Buch auch einfach mal auf. Meinen riesen Sub freut es auf jeden Fall

    unsere Geschichtslehrerin hat makl gemeint, der Gedanke Napoleons ging in die Richtung eines geeinten Europas. Das Volk war jedoch noch nicht bereit dafür ...

    Ich glaube eher umgekehrt. Das Volk schon, aber die Fürsten natürlich nicht. Denn das hätte bedeutet, dass die ihre Macht und Privilegien hätten abgeben müssen. Sie wollen die alte Ordnung wieder festigen. Schon während des Wiener Kongresses ist das offensichtlich.

    So passt es schon eher ...

    unsere Geschichtslehrerin hat makl gemeint, der Gedanke Napoleons ging in die Richtung eines geeinten Europas. Das Volk war jedoch noch nicht bereit dafür ...

    Und dann wurden auch noch Schriften veröffentlicht, die zum selbstständigen Denken anregten,. Wir haben ja schließlich nicht mehr Mittelalter, in dem das größte Medium der Menschheit die Kirche gewesen ist (gut, sie mag immer noch für asie eine Säule sein, aber ich denke, sie hinterfragen die Rolle von Gott, von der Religion immer mehr ...)

    In dieser Zeit beginnen schon die Zweifel am Kirchendogma. Kopernikus, Galilei, Decartes. Alte Schriften, wie von Lucretius, werden wiederentdeckt und machen unter Gebildeten die Runde. Das sind die Vorläufer der späteren Aufklärung.

    Oh ja, und diese kritische Einstellung läutet wie ich finde auch den modernen Gedanken ein, den Erfindungsgeist ... der Mensch will mehr als bloß sein Dasein fristen!

    Ich hab den Teil jetzt auch geschafft - und muss sagen, er gefällt mir außerordentlich gut. Nicht nur, dass Ulf ein völlig anderes Setting geschaffen hat, in dem wir auch mal etwas von den höheren Schichten mitbekommen, nein - er lässt es ruhig anlaufen und beschreibt wirklich detailliert die Veränderungen in der Welt. So wird mir vor Augen geführt, was sich eigentlich im Laufe der Jahrhunderte alles getan hat. Sehr schön! und sehr gelungen =) Ein bisschen fühlte ich mich an Downton Abbey erinnert, obwohl es ja ein gutes Jahrhundert später spielt.


    Ich habe das Gefühl, dieses mal herrscht auf ein Konflikt zwischen den verschiedenen Generationen. Die Älteren wollen am alten Festhalten, die Jüngeren streben nach höherem. Sehen wir uns nur Hedi an, die sich an Goethe heranwagt oder Gero, der dafür kämpft, dass die Schmiede moderner und effizienter gestaltet wird. Ich finde, diesen Aufbruchsgedanken spürt man zwischen den Seiten deutlich - und das ist auch nur gut so. Selbst der Standesdünkel wird von Ewalt in Frage gestalt. Gut so!


    Es brodelt ja im Land - der Krieg wird kommen - und ich hoffe nur, dass er zwischen den Protagonisten nicht allzu hart wütet.

    Interessant fand ich die Unterhaltung über Religion zwischen den Männern. Ob es dem Rest der Bevölkerung auch so ging, dass ihnen die Religion inzwischen ganz egal war, besonders wenn sie öfter wechseln mussten?

    Ich denke schon das es vielen so ging. Kann man nicht auch nach so vielen Jahren Krieg den Glauben verlieren? Wie wir lesen konnten, haben viele ihre Zweifel gehabt, nur hat sich kaum einer gewagt es auszusprechen. Merken konnte wir es, als Ewalt dies endlich tat.

    Was nützt einem die Religion, wenn die Menschen jeden Tag aufs neue Hunger litten und aus ihrem zu Hause vertrieben wurden. Oder wenn einem die liebsten genommen wurden, was denkt man dann wohl. Was ist das für ein Gott, der soetwas zulässt. Der Glaube hat nicht satt gemacht und einem ein Dach über dem Kopf gegeben. Ja, ich denke viele haben so gedacht.

    Und dann wurden auch noch Schriften veröffentlicht, die zum selbstständigen Denken anregten,. Wir haben ja schließlich nicht mehr Mittelalter, in dem das größte Medium der Menschheit die Kirche gewesen ist (gut, sie mag immer noch für asie eine Säule sein, aber ich denke, sie hinterfragen die Rolle von Gott, von der Religion immer mehr ...)

    Leseschnecke.

    Vor allen Dingen, da ich viel parallel lese - da muss ich mich dann selbst ermahnen, endlich mal das Buch weiter zu lesen und nicht ständig in den anderen zu schmökern xDD Also ikch verstehe euch vollkommen xD



    Ich lese meine Bücher immer bis zum Ende, und hoffe bei den langweiligen das es besser wird.

    Oh Nirak, das ist echt tapfer. Aber bei manchen geht es dann doch nicht. Wirklich nicht,. Da ruft dann mein Sub viel zu laut und viel zu sehr.


    Ulf Schiewe Ich geb meinen Büchern schon ein bisschen länger die Gelegenheit, mich zu überzeugen. Aber wenn es mich wirklich nicht überzeugt, brech ich es ab, geb es in die Bibliothek oder verschenke es ...

    Gestorben wurde ja im Kapitel davor, dann finde ich jetzt ein Happy End viel besser, egal wie unwahrscheinlich es ist.

    Sehe ich auch so. Jetzt war mal ein Happy End fällig. Vor allem war es ja auch ein sehr kriegslastiger Abschnitt, da war das bisschen Zwischenmenschliche am Schluss sehr wohltuend. Also mir hat es gefallen.

    ja, Ulf hält gut die Waage innerhalb seiner Episoden =) Und Olga ist ja nun mal auch eine richtige Powerfrau ;)

    Die Geschwindigkeit ist sicher auch ein bisschen der Struktur diese Buches geschuldet. Ich dachte bei Olag aber auch, dass sie einfach die Gelegenheit beim Schopf packt. Wer weiß wann und ob nochmal ein Kerl vorbeikommt, der sie von diesem verhassten Ort wegbringt und bereit ist, mit ihr ein gemeinsames Leben aufzubauen.

    Ja, bei beiden Argumenten kann ich nicht anders, als dir zuzustimmen ;) Ich glaube auch, dass Glßück des Lebens klopfte damals nicht so häufig an die Tür ;)

    Anderseits hat sich Billung wirklich sehr sehr schnell in sie verliebt - mir persönlich ein bisschen zu schnell.


    Es sicher richtig, dass viele für sowas länger brauchen. Manche brauchen zehn Jahre, um sich zu entscheiden. Aber es gibt eben auch die Liebe auf dem ersten Blick, den coup de foudre (Blitzschlag), wie die Franzosen es nennen. Bei mir und meiner Frau war es so. Wir haben uns an einem einem Abend kennengelernt und waren danach für den Rest des Lebens unzertrennlich. Und wir hatten keinen Krieg, ich war nicht auf der Durchreise und meine Frau lebte auch nicht in einem ausgeplünderten Schloss und nagte auch nicht am Hungertuch. :)

    Ach Ulf - sowas würde ich mir auch mal wünschen xD Ich bin da immer irgendwie zu skeptisch xD

    Bei diesem Krieg muss ich immer an Till Eulenspiegel denken - der hat doch auch zu der Zeit seinen Schabernack getrieben. Gleichzeitig aber auch an unseren Geschichtsunterricht, die Lehrerin hat ein allzu deutliches Bild von entvölkerten Landstrichen und Kriegswirren gemalt ...

    wir haben in deutsch "simplicissmus teutsch " und Andreas gryphius gelesen. Unsere deutsch und Geschichtelehrerin hat uns dann wirklich gut vorbereitet. Wie gut, merke ich erst, seit ich selbst Geschichte studiere

    Unser unterricht war weder strukturiert noch gut vorbereitet ... *augenroll* Wir hatten bei vielen verschiedenen Lehrern und alles was ich über Geschichte und Forschung und Methoden weiß, hab ich mir irgendwann selbst erarbeitet ...

    Bei diesem Krieg muss ich immer an Till Eulenspiegel denken - der hat doch auch zu der Zeit seinen Schabernack getrieben. Gleichzeitig aber auch an unseren Geschichtsunterricht, die Lehrerin hat ein allzu deutliches Bild von entvölkerten Landstrichen und Kriegswirren gemalt ...

    Nein, Till Eulenspiegel stammt nicht aus dieser Zeit, sondern aus dem 14. Jahrhundert und war wahrscheinlich nur eine fiktive Figur. Daniel Kehlmann hat ihn in seinem neusten Werk als jemand während ses 30. jährigen Kriegs gebracht, was allerDings falsch ist. Sein Buch TIL ist aber auch kein historischer Roman.

    ach daher verknüpf ich das. Ich hab mich jetzt schon gewundert ... Danke für die Aufklärung ;)

    Von Werth wollte Sich mit dem Geld den Kaiselichen anschließen. Der weitaus größte Teil des Heeres geht aber nicht mit ihm. Das Geld, das den Heeressold darstellte, wollte von Werth aber behalten. Nur macht ihm Billung einen Strich durch die Rechnung, indem er die Kasse stiehlt. Natürlich bestiehlt er damit indirekt auch das ganze Heer, aber in diesem Krieg ist sich jeder der Nächste. Ihr seht, nicht alle meine Helden sind blütenreine Gutmenschen. ;)

    wer will was von Personen lesen, die perfekter sind als alles was man sich vorstellen kann? Das wäre etwas langweilig. Gerade die Ecken und kanten machen eine Figur doch sympathisch.

    Genau ... Gutmenschen gibt es doch schon genug - und der Kruieg hat sie denk ikch mal alle durch die Bank etwas abstumpfen lassen ...

    Trotzdem bin ich jetzt nicht unglücklich, dass wir dem Dreißigjährigem Krieg den Rücken kehren, denn das ist einfach nicht meine Lieblingsepoche

    Bei diesem Krieg muss ich immer an Till Eulenspiegel denken - der hat doch auch zu der Zeit seinen Schabernack getrieben. Gleichzeitig aber auch an unseren Geschichtsunterricht, die Lehrerin hat ein allzu deutliches Bild von entvölkerten Landstrichen und Kriegswirren gemalt ...

    Mir ist es bisher noch nicht passiert, ich habe mich aber schon des öfteren durch ein Buch gequält. Immer in der Hoffnung, dass es doch noch eine Wendung gibt. Aber eigentlich zu schade um die vergeudete Zeit, in der man ein wirklich gutes Buch hätte lesen können;)

    Bei meinem Lesetempo ein kleineres Problem. Die komplette Phileasson Reihe hab ich innerhalb einer Woche durch gehabt. Die ersten drei Bücher gleich auf einmal gekauft:P^^

    *looooooooool* Bei schlechten Büchern verlangsamt sich auch atomatisch mein Lesetempo xD

    Hui, das war ein rasantes und verlustreiches Episodenende. Insbesondere für Josef, den Billung und seine Leute ja dem Tod förmlich aus den Händen gerissen hatten, tut es mir sehr leid. Aber so ist wohl der Krieg - er macht einfach keine Unterschiede *schluck* - und sie hatten ja noch mehr Männer zu betrauern ...


    Einen neuen Charakter konnten wir auch willkommen heißen - Olga. Und ich weiß nun nicht so wirklich wie ich für sie empfinden soll. Einerseits ist sie für das, was sie durchgemacht hat, sehr sehr tough und weder auf den Mund noch auf die Flinte gefallen xD Also schätze ich sie schon als starke Persönlichkeit ein. Und sie hat den Säbel (da musste ich ja auch ein bisschen Grinsen und feiern - endlich tritt unser heimlicher Protagonist wieder auf. Er hat sich ganz schön Zeit gelassen dieses mal, der Gute!! xD). Anderseits hat sich Billung wirklich sehr sehr schnell in sie verliebt - mir persönlich ein bisschen zu schnell. Aber Vielleicht wollte er auch einfach irgendwo ankommen und ein kleines bisschen Glück in all den Schrecknissen erleben. Ich wünsche den beiden auf jeden Fall alle Ruhe und alles Glück der Welt.


    Wenn ich ehrlich bin, bin ich auch froh, dass es jetzt in Richtung Napoleon geht xD

    Da hast du in der Schule mehr gelernt als ich xDDD Aber ich glaube, die Sicherheit von solchen Wechseln war früher auch nicht so hoch, hm?

    Ich war auf einer Wirtschaftsschule. Da hat man so einiges über Geldverkehr damals wie heute gelernt. Zu meiner Schulzeit gab es ja auch noch Schecks und dergleichen. Das ist ja heute schon fast exoitsch - auch wenn es das immer noch gibt.

    Ich hab in Wirtschaft und Recht nie aufgepasst. Außerdem stand ich mit dem Lehrer auf Kriegsfuß *köm*

    Die weniger guten Histos breche ich immer ab. ;)

    Das ist mir bisher nur zweimal passiert: Einmal wurde ich mit den Figuren nicht warm und einmal hat war die Sprache so modern, dass ich das Buch sofort weggelegt habe. Ansonsten lese ich es meist fertig und lese nach, was denn nun ausgedacht war und was stimmt.

    Vorbildlich. Aber ich breche auch Bücher ab, die mir absolut nicht gefallen ... da ist es mir auch egal ob histo, Fantasy oder gesellschaftskritisch ...


    Wie kessi69 schon sagte, die Zeit ist dann einfach zu schade, und es gibt soooo viele gute Bücher auf der Welt ;)