Beiträge von Bernd Perplies

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    Seine über jahrelange Vernarrtheit in Kelly ist schon grenzwertig. Kelly hat ihm eigentlich keinen Anlass dazu gegeben.

    Ein Mann braucht keinen Anlass, um sich nach einer Frau zu sehnen. ;) Kelly ist hübsch, intelligent, nett, aber auch mit einem eigenen Kopf. Es gibt vielmehr keinen Grund, sie nicht zu mögen - mal abgesehen von ihrer ablehnenden Haltung Ben gegenüber. :)

    Das hat man ja an den Stephen-King-Verfilmungen gesehen. Bis auf "Misery" ist keine so richtig gelungen. Das gewisse Etwas, was die Bücher ausgestrahlt hatten, war einfach nicht mehr da.

    Oh, da würde ich widersprechen. Ich finde "Shining" von Stanley Kubrick großartig und der alte "Es" ist auch ziemlich gut. (Viel mehr kenne ich zugegeben nicht, aber man munkelt, dass "Friedhof der Kuscheltiere" auch recht gelungen sein soll.

    Da muss ich mich auch schuldig bekennen. Ich gehöre auch zu denjenigen, die beim Stöbern erstmal auf den Namen des Autors schielen und danach aufs Cover.

    Ich verstehe das vollkommen. Auf Autoren schaue ich nicht so, aber ein schönes Cover verführt mich auch leichter zum Kauf als ein mieses. Weswegen ich den Verlagen immer und immer wieder einzutrichtern versuche, dass das Cover das Schaufenster des Buchs und absolut wichtig ist. Leider wird da oft an Geld gespart, und dann hat man mittelmäßige bis schlechte Photoshop-Cover, die mitunter nicht mal zum Inhalt das Buchs passen. Wobei ich hier keinesfalls den Coverkünstlern einen Vorwurf machen würde. Die investieren halt genau so viel Zeit (und meist noch was obendrauf), wie ihnen bezahlt wird. Für eine Handvoll Euro kann man kein Kunstwerk erwarten.

    Ich habe sie auch gleich meinem Vater empfohlen und der ist ebenso begeistert. ;)

    Da freut mich. Ich wünschte mir bloß, es wüssten mehr Leute, wie viel Spaß die Serie macht. Das ist, wenn ich mal ganz offen sein darf, ein echtes Problem von uns Autoren der B-Riege (also hinter den etablierten Bestseller-Autoren). Wir können die unterhaltsamsten Geschichten schreiben, es bekommen einfach viel zu wenig Leser mit. Und bei einem etwas ungewöhnlichem Thema und vielleicht nicht gerade den hübschesten Covern, potenziert sich das Dilemma noch. Da ist jede Mund-Propaganda ein echter Segen. Mit ein Grund, neben dem unterhaltsamen Miteinander, warum ich Leserunden so mag.

    Aber keine sichere. Er riskiert das Leben seiner Tochter und das passt nicht zu seinem vorigen Verhalten.

    Tatsächlich würde mich interessieren, welche Option du für sicherer gehalten hättest. Wenn der Admiral alles hingeschmissen und John und Kelly eigenhändig befreit hätte, wären sie vermutlich nicht mal bis zum Transitfeld gekommen, denn natürlich hätte Kellys Mutter Alarm geschlagen (vergiss nicht: der Flug zum Transitfeld dauert Stunden) und dann wären sie von Systempatrouillen abgefangen worden. Raumschiffe im Frontiersverse sind relativ unflexibel und unter Beschuss kriegt man keinen Transit hin. Es war schon - auf die Schnelle - die beste Option, den regulären Gefangenentransport kurz vor dem Sprung ins nächste System abzufangen, denn dadurch hatte das Unionsmilitär so gut wie keine Vorwarnzeit, um zu reagieren. Und dass ein Funkspruch vom Admiral abgefangen wird, ist zunächst mal eher unwahrscheinlich. Klar, ein Restrisiko gab es. Aber er musste hier John vertrauen, der sagte, er habe ein Schiff, das den Transporter abfangen könne. (Was nicht heißt, dass man die Geschichte auch anders hätte erzählen können, das ist klar. :) )

    Aber so ganz frei war Kelly in ihrer Entscheidung nicht.

    Nein, so ganz frei war sie vermutlich wirklich nicht. Aber es stimmt schon: Langdon ist hier verzweifelt. Er braucht seinen Spion und dessen Informationen. Da muss er auch zu Mitteln greifen, die ihm vielleicht selbst gegen den Strich gehen. Das ist der Preis, den der Krieg selbst von den Besten fordert.

    Und ich hatte immer gedacht, dass man sich die Ideen für die Charaktere aus anderen Filmen und Büchern nimmt und sie dann für die eigenen Bedürfnisse abwandelt.

    Irgendwo muss man ja auch anfangen. Aus dem Nichts kann man keine Geschichten entwickeln. Und ob ich nun germanische Göttersagen als Inspiration nehme oder 80er-Jahre-TV-Serien ist letztlich nur eine Frage, wie man ggf. aufgewachsen ist und mit welchen Geschichten man sich selbst umgibt. Zu einer eigenen Welt wird das Ganze dann im Laufe des Schreibprozesses. Heute kenne ich die Figuren gut genug, ohne die Bilder als Gedankenstütze zu brauchen.

    Allerdings frage ich mich auch zwei Dinge. Erstmal, ist es John nie in den Sinn gekommen, dass evtl. das Apartment abgehört werden könnte? Das wäre mein erster Gedanke gewesen, wenn ich im sog. Feindesgebiet in einem abgeschlossen Raum bin, der jede Menge Möglichkeiten bietet, Wanzen zu verstecken.

    Darauf habe ich zwei Antworten: 1) Das Appartement wird John und Kelly vom Admiral gestellt, der in ihnen keine Feinde sieht. Warum sollte ein Gästezimmer verwanzt sein? Seine eigene Tochter abzuhören, wäre hochgradig ehrlos für den Admiral. 2) Und wieder: Space Western. Klar, es gäbe noch viele technische Möglichkeiten der Spionage und Gegenspionage. Aber ich möchte in dem Universum einige Dinge simpel und gradlinig halten, wie im Western. Wenn jemand was von jemandem wissen will, geht er hin und verhört ihn. Oder prügelt es aus ihm heraus. Tricks und Kniffe sind hier nicht nötig.

    Un zweitens, alle im All haben Panik, wenn es um einen Asteroidenschauer geht und die Möglichkeit besteht, dass kleine Partikel die Hülle zerstören können. Und dann wird in einem Raumschiff scharf geschossen. Kann die Hülle das ab?

    Haben alle in "Frontiersmen" Panik vor Asteroidenschauern? Kann sein, ich gestehe aber, ich erinnere mich jetzt an keine Stelle. Wie dem auch sei. Durchschlagkraft hat mit Masse und Relativgeschwindigkeit zu tun. Einem Asteroiden in den Weg zu fliegen (mit zigtausend km/h) ist nochmal was deutlich anderes als eine Pistolenkugel. Außerdem können Coil Guns "runtergeregelt" werden. Ich glaube, das wird auch mal irgendwann erwähnt. Dann schießen sie schwach genug, um eben die Hülle nicht zu durchschlagen, aber trotzdem auf nahe Entfernung noch Menschen zu töten.

    Wieso schmeißt er nicht alles zugunsten seiner Tochter hin?

    Weil er die Pflicht hat, ein guter Soldat zu sein. Es gibt wenig genug davon in der Union. Und als Ausbildungsleiter einer Akademie kann er auf West Point viel mehr bewirken als bei den Rebellen. Zumal er den bewaffneten Aufstand an sich für falsch hält. Dennoch rettet er Kelly, weil er sie liebt.

    Wenn es rauskommt, dass wichtige Daten von seinem Computer aus geklaut wurden und dass er den Dieben geholfen hat - Kriegsgericht.

    Wenn. Muss aber ja nicht. Die Daten sind ja noch da (wurde nur kopiert). Und dass er den Dieben geholfen hat, kann niemand beweisen. Sie wurden halt von ihren Freunden gerettet. Sowas kann passieren. War halt eine gut geplante Operation. ;) Außerdem ist das ein Problem für einen anderen Tag für den Admiral. Erstmal zählt nur, seine Tochter zu retten, die einzige Familie, die er noch hat.

    Aber ohne jede Emotion ihrer Tochter gegenüber, das finde ich zu einseitig für einen Menschen.

    Oh, sie hat eine Menge Emotionen. Sie ist enttäuscht und voller Wut. Diese Frau, die bestimmt nicht ihre Tochter ist, hat alles verraten, was ihr wichtig war. Kellys Mutter ist ein Hardliner und schnippische Frontiersmen sind ein rotes Tuch für sie. Hat schon einen guten Grund, warum der Admiral und sie sich getrennt haben. Wie er sagte: Sie ging in eine Richtung, in die er ihr nicht folgen konnte. (Schau doch in die Nachrichten, was Eltern ihren Kindern antun. Sie ermorden sie. Quälen sie. Vergehen sich an ihnen. Verkaufen sie. Zwingen sie in Fremd-Ehen. Oder zur Prostitution. Mutter oder Vater zu sein, heißt nicht, ein guter Mensch zu sein. So schrecklich die Vorstellung für uns, die ihre Kinder lieben, ist.)

    Das freut mich gerade ungemein, dass meine Entscheidung, mal eine persönliche Episode zwischenzuschieben, so gut ankommt. Es war mir wichtig, hier zu zeigen, dass nicht alle Unionsmilitärs miese Figuren sind. Ich habe mich hier - ganz leicht - von den Kavalleriefilmen von John Ford (und mit John Wayne) inspirieren lassen, die ja auch von einer soldatischen Kameradschaft und von einer guten Form der soldatischen Ehre erzählen, ohne deswegen hurrapatriotisch zu wirken. Genau so eine Figur sollte Kellys Vater sein. Er sieht sich als Beschützer der Schwachen, aber natürlich auch als Diener der Regierung.

    Ich finde es immer toll, auch mal die Autorensicht auf die Figuren zu haben.

    Wobei ich glaube, dass meine Technik, die Figuren zu Beginn mit Schauspielern zu besetzen, um ein erstes Gefühl für sie zu bekommen, eher wenig verbreitet ist unter Kollegen. Und gerade alle Hobby-Autoren, denen ich in meinen VHS-Autorenfragestunden davon erzählen, schauen immer ganz erstaunt, als wäre das eine völlig ungewöhnliche Idee. :)

    Ich wollte damit eigentlich was durchaus Positives sagen.

    Dann ist ja gut. ;) Ich mag Han Solo auch. Wobei ich als Junge tatsächlich immer Luke Skywalker noch besser fand. Ich bin einfach ein Schwerter-Fan und dieses Lichtschwert und Lukes magische Jedi-Kräfte, die waren einfach genial. Außerdem war er (in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" zumindest) auf eine so entspannte Art stark. Das fand ich cool.

    chön find ich das due Mission fast etwas ins Hintertreffen gerät und das Zwischenmenschliche mehr Gewicht bekommt.

    Auch solche Episoden muss es in einer Serie geben. Ich wollte gern etwas "Menschliches" bringen, bevor wir uns dem Finale zuwenden, in dem wieder genug gekämpft wird und genug Politik im Vordergrund steht. Außerdem wollte ich schon immer die Vergangenheit von Kelly näher beleuchten, die bis dato ja stets sehr undurchsichtig war.

    aber ich bezweifle, dass es weniger Unrecht gibt, wenn die Randwelten regieren würden.

    Die Randwelten wollen ja gar nicht die Galaxis regieren. Sie wollen nur ihre eigenen Welten regieren. So wie die Südstaaten ihre Ruhe von den Nordstaaten haben wollten damals in den USA. Oder die Katalanen ihre Ruhe von Spanien. Oder nimm jedes andere Beispiel, wo sich eine Region von einer anderen bevormundet fühlt.

    Wenn es anders rum gewesen wäre, hätten wir sie bestimmt gelobt für ihr "Nichtaufgeben"

    McDavis ist auf jeden Fall eine unbeugsame Kämpferin. Ob sie damit im Recht ist oder nicht, ist natürlich eine Perspektivenfrage. Grundsätzlich ist das Unions-Militär natürlich von der rechtmäßigen Regierung eingesetzt, für Ordnung in den Randsektoren zu suchen. D.h. die Gemüsehändler arbeiten für die Regierung. Leider handelt es sich um eine Unrechtsregierung, die sich nicht viel um Wohl und Wehe der Bewohner der Randplaneten schert - was ja zum Aufstand führt. Entsprechend arbeiten die Gemüsehändler für Unterdrücker. :)

    so eine riskante Operation und so schlecht vorbereitet.

    Kein Plan übersteht den Feindkontakt. Egal wie gut sich die Helden vorbereitet hätten, es wäre schiefgegangen. ;) Abgesehen davon gehe ich tatsächlich in "Frontiersmen" manche Dinge "bodenständiger" an. Wir sind nicht bei "Shadowrun" oder bei "Mission Impossible". In einem Western schleichen sich die Helden ins Fort ein und agieren dann spontan. Das gehört einfach mit zum Setting. Dass man sich der Gemüsehändler am Transitpunkt hätte entledigen können, ist zugegeben wahr. Den kompletten Grundriss einer Militärinstallation zu bekommen, dürfte dagegen schon schwieriger sein.

    Ich finde, dass in seinem Film aber gerade das nicht zutrifft, denn da hat er ein klares Ziel.

    Darum gibt es ja auch ganz viele Stimmen, die sagen, dass Solo im "Solo"-Film noch nicht als der erkennbar ist, der er sein soll. Er ist jung und naiv und muss erst noch vom Universum enttäuscht werden. Ich mag die Figur dort, keine Frage. Aber bis zu dem zynischen Schmuggler aus "Episode IV" und "V" ist es tatsächlich noch ein weiter Weg. (Mit "jüngeren Jahren" meinte ich tatsächlich die Classic Trilogy - im Vergleich zu Solo Altherrenauftritt in "Episode VII". Solo in "Solo" hat mit John m.E. gar nichts gemein, denn der junge Solo ist tatsächlich vor allem ein verliebter, naiver Kerl, der von der Galaxis kaum Ahnung hat.)

    Wie wichtig ist es für einen Schriftsteller Archetypen zu besetzen? Ich persönlich werde ja lieber überrascht und bin auch im Rollenspiel lieber ein individueller Typ. Ist es erfolgsorientiert? Oder vorgeschrieben?

    Jeder kann machen, was er will. Ich hätte John auch als einbeinigen Asiaten mit Vorliebe für Vogelkunde und Kampftauchen schreiben können. Aber egal, was du jetzt "überraschend" nennst: Wenn man zum Kern der Figur vorstößt, hat man meist doch wieder einen Typen. Er muss ja eine Funktion im Roman haben, und sei es sowas grundlegendes wie "Held" oder "Arschloch". Selbst der "sympathische Anti-Held", der so beliebt ist, ist ja nur wieder ein Typ. Ich glaube, das ist unvermeidbar. Oder kannst du mir eine erzählte Hauptfigur nennen, die sich keiner Schublade zuordnen lässt?


    Dazu kommt sicher: Lesern fällt die Identifikation oder der Umgang mit einer Figur leichter, wenn sie einem gewissen Muster folgt, das man optimalerweise sympathisch findet. Wenn eine Figur zu "überraschend" agiert, dann fühlt das sich das schnell nach Autorenwillkür und unlogischem, vielleicht sogar vom Autor undurchdachten Verhalten an. (Ein Vorwurf, der gern in Jugendromanen der jungen Heldin gemacht wird. ;-) )


    Aber ehrlich gesagt denke ich darüber gar nicht so sehr nach beim Entwickeln von Figuren. Ich habe ein Setting und eine Vorstellung, welche Art von Helden ich dafür gern hätte. Und für einen Space Western war Johns Typ einfach der, der mir am meisten Spaß machte.

    Dabei sind Kurzgeschichten, wenn sie gut gemacht sind, wundervoll.

    Dem widerspricht niemand. :) Ich finde es trotzdem schwierig, in Geschichten, die viel Plot haben, noch ausführlichere emotionale Nebenhandlungsstränge zu fahren. Gerade wenn man ein relativ großes Ensemble hat. Da spielt halt mal jemand keine so große Rolle. Trotzdem versuche ich natürlich, in jedem Frontiersmen auch die ruhigen Momente einzubauen. Und ich habe versucht, in jeder Episode einer Nebenfigur mehr Raum zu geben, wie Piccoli in Episode 1 und Kelly bzw. Sekoya in der zweiten Hälfte der Mini-Serie.

    Naja, er weiß aber schon eigentlich, dass er den Einzelnen nicht retten kann, wenn dann sowieso alles verloren ist.

    Aber für ihn ist ja gar nicht alles verloren. Er greift ein, weil er glaubt, das es klappen kann. Schließlich hat er ein voll bewaffnetes Raumschiff auf seiner Seite. Und John würde auch immer den Tod im Kampf vorziehen als den am Galgen. Entsprechend gibt es für ihn keine Option als anzugreifen und den Gefangenen wenigstens einen Tod zu ihren eigenen Bedinungen zu ermöglichen. Ich weiß nicht, ob er damit recht hat. Aber ich kann sein Denken nachvollziehen.

    Müssen immer alle Frauen für den Kapitän schwärmen?

    Ja. Und alle Männer für die Kapitänin. :)


    Nein, das hat sich einfach so ergeben. Anfangs, als Kelly an Bord kam, waren nur Hobie und John da. Hobie ist ein alter Knacker um die 70. Zwischen John und Kelly hat's dann irgendwann geknistert - und es hat sich in dem Moment irgendwie falsch angefühlt, weswegen sie lange Zeit eher so eine Bruder-Schwester-Freundschaft gepflegt haben; zumal John ja gar nicht weiß, was er will. Zwischen Sekoya und John war das so ein Abneigung-wird-zu-Respekt-wird-zu-weiß-nicht-genau-Ding. Blinde Schwärmerei würde ich keiner der Frauen unterstellen. Es gibt aber auch einfach an Bord keine Alternativen. Aleandro ist ein junger Nerd, Hobie ist der faltige Opa, höchstens Piccoli, aber das hat sich einfach in den Vorgänger-Romanen nicht ergeben. Rita hat kein Interesse an John. ;) Die zieht reifere Männer vor.

    Also wenn dass nicht Han Solo durch und durch ist, dann weiß ich auch nicht.

    Ich würde sagen: Er ist der "Typ" brummiger, aber aufrechter Schurke. Nenn ihn Han Solo, nenn ihn Malcolm Reynolds, nenn ihn Rubber Duck, nenn ihn nach einem der entsprechenden Protagonisten der Western-, Trucker- oder Weltraumfilme der letzten Jahrzehnte. Diese Ähnlichkeiten bleiben leider nie aus. Deshalb gibt es erzählerische Archetypen wie den jungen, naiven Helden, die femme fatal, den weisen Mentor etc. Ich halte Han Solo (gerade in jüngeren Jahren) für einen größeren Draufgänger. Er ist selbstverliebter und schießfreudiger als John. Und er ist noch weniger ein Teamplayer.