Beiträge von Avila

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    Und auch hier noch ein Danke an Andreas für diese tolle Begleitung! Es ist so schön, wenn der Autor auch begeistert bei der Sache ist und zusätzlichen Input bietet und sich in Diskussionen mit einbringt. Deine Begleitung war eine große Bereicherung für unsere Runde! Aber ein liebes Dank auch an all meine Mitleserinnen, ohne die eine Diskussion auch nicht möglich gewesen wäre. Ich hatte viel Spaß hier mit euch! :-*

    Auf ihrem Weg die Unsterblichkeit zu erforschen, bringt die Firma Futuria viele Medikemante auf den Markt, die bereits jetzt schon ein so gut wie krankheitsfreies und somit längeres Leben garantieren. Nutznießerin ist u.a. die Journalistin Sophia Marchetti. Doch es tauchen immer mehr Gerüchte auf, dass Futuria die Unsterblichkeit bereits erforscht hat. Doch warum weiß die Öffentlichkeit nichts davon? Sophia begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit...


    Mit diesem gar nicht so unrealistischem Setting kreiiert der Autor Andreas Brandhorst einen Plott rund um das Thema Unsterblichkeit. Durch den Bezug zu CRISPR/Cas wird die Idee wissenschaftlich erklärt und untermauert, so dass eine durchaus realistische Welt zum Leben erweckt wird. Entsprechende Überlegungen zur Überbevölkerung und Ressourchenknappheit werden ebenso aufgegriffen, wie moralische und religiöse Bedenken, vor allem Zweiteres wird durch radikale Gruppierungen und einen moderaten Papst durch zwei Gegensätze diskutiert. So ist "Ewiges Leben" ein großartiger Roman, der zum Nachdenken und Diskutieren einlädt.


    Die Personen sind dafür ebenfalls gut gewählt. Es gibt die von Futuria überzeugte Journalistin, Sophia, die aber langsam merkt, dass Futuria vielleicht doch nicht so glanzvoll ist, wie sie bisher immer gedacht hat. Aber wird sie wirklich gegen die Firma recherchieren, der sie ihr Leben zu verdanken hat? Oder dann haben wir den Papst Pius, der die Kirchen der Welt miteinander vereinigen will und Futuria für die Unsterblichkeit seinen Segen aussprechen will, obwohl ewiges Leben doch eigentlich nur durch die Kirche erlangt werden kann? Dem entgegen gesetzt wird Jossul, ein radikaler Christ, der die Unsterblichkeit und Futuria bekämpfen will. Wie soll die Welt funktionieren, wenn alle unsterblich werden? Jeder Perspektive konnte ich etwas abgewinnen, aber nie vollkommen uneingeschränkt zustimmen. So blieb ich als Leserin kritisch und bin nicht blind einer Person gefolgt.


    Auch hat mir die Gestaltung der Welt gut gefallen. Es gab viele leise Elektroautos, allgemein sehr viel Technik, wie Drohnen etc. Es hat sehr gut zusammen gepasst, so dass ein gutes Kopfkino entstehen konnte.


    Mich konnte der Roman überzeugen, der mit einem spannenden Thema aufwartet und dazu noch gut vom Autor umgesetzt wurde.


    Gestreut habe ich:

    Im Forum drüben

    Auf der Hauptseite


    Hugendubel.de

    Thalia.de

    amazon


    Goodreads

    Und für Vanheuver und Mellissa hoffe ich, dass ihre Strafe mit lebenslänglich auch buchstäblich lebenslänglich ist. 😈

    Ach ja,da glaube ich ja, dass die Menschen einfach irgendwann Gnade vor Recht walten lassen und sie befreit werden. Irgendwann gibt es kaum noch oder keine Menschen mehr, die wissen, was sie getan haben. Man wird es vergessen und sie begnadigen. Dann können sie von vorne beginnen...


    Für Sophia beginnt tatsächlich ein neues Leben, und zwar damit, indem sie sich einen alten Wunsch erfüllt. Das gilt übrigens auch für Pius, dem einige interessante Gespräche bevorstehen ...

    Ach Pius, den habe ich völlig vergessen. Ich glaube für ihn fängt eine spannende Zeit mit Alice an. Er kam mir ein wenig verloren vor und nun hat eine anregende Gesprächspartnerin und ich glaube, dass die beiden sich gut verstehen werden. So gibt es für Pius dann doch noch ein Happy End!


    Die Frage, was eigentlich mit den Körpern derjenigen geschieht, deren Geist nur noch in der VR leben, wurde aber nicht beantwortet, oder? Oder ist das Gehirn nicht mehr vonnöten?

    Ich habe es so verstanden, dass die Gehirne nicht gebraucht werden und so werden die Körper wohl einfach "entsorgt" wie auch heutzutage: eingeächert, begraben, ... irgendwann löst sich das Problem dann mit der Verwesung von selbst auf.

    Ich habe gerade die letzten Sätze gelesen und noch sind meine Gedanken ein wenig unsortiert, aber dafür auch noch frisch. Es passiert ja noch einiges.


    Tokio wird erschossen, dass Vanheuvernicht mehr vor hat, sie in Eden 'rein zu schleusen, war mir irgendwie klar. Jossul aber hat die Hoffnung darauf nicht aufgegeben, aber im Endeffekt denke ich, dass Tokio eh nicht glücklich in Eden geworden wäre. Sie hat eine zeitlang dort gelebt und sich schließlich gegen ein Leben dort entschieden. Ich denke, so ist es für sie besser. Auch Jossul hat schließlich gewählt: ein Leben im Jenseits. Selbstbestimmt und frei. Auch er wäre wohl in Eden nicht mehr glücklich geworden. Was Futuria mit ihm gemacht ist, ist furchtbar grauenvoll und gewissenlos.


    Leclerq hat mich überrascht. Seine Beweise in Mutter zu verstecken, war wirklich grandios! Wer hätte dort schon gesucht? So egoisitsch wie Vanheuvers Pläne auch waren, im Endeffekt war es doch fast das einzige, was funktioniert hätte. Wie sonst hätten Unsterbliche über Unsterbliche auf der Welt leben können? Aber für wen hält er sich, zu entscheiden, wer auf der Erde bleiben darf? Und auch bei Hunderttausenden muss die Fortpflanzung irgendwann eingestellt werden, weil es sonst zu viele Menschen gibt. Ach, na ja, der Plan wurde eh vereitelt. Wirklich grausam war wirklich der Virus, den sie freigesetzt haben.


    Casper und Sophia finden kein glückliches Ende. Ich kann Sophia verstehen. Casper hätte ihr direkt reinen Wein einschenken müssen. Ich käme mir auch unglaublich belogen vor und wäre schwer enttäuscht. Casper hat natürlich gut reden, er ist auf der Erde unsterblich und kann Eden besuchen, wann und wie er lustig ist. Aber Sophia versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Ich habe mich allerdings gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Antrag auf Löschung zu stellen. Denn es kann doch einfach sein, dass man nach mehreren hundert oder tausend Jahren keine Lust mehr auf das Leben hat. Hat man dann die Chance es zu beenden?

    Daran habe ich auch von Anfang an nicht geglaubt. Bzw. könnte es schon sein, dass er Gottes Werkzeug ist, wer weiß, ob sich Vanheuver nicht womöglich auch als eine Art "Gott" sieht mit seinem Tausendjahresplan X(

    Das tut er ganz sicherlicher...


    Dazu müssen sie wahrscheinlich nicht arbeiten und haben somit viiiiieeeel Freizeit zur Verfügung. Nur: wenn Menschen von etwas zu viel haben, wie Zeit oder Geld - und das auf Dauer - kommen sie manchmal auf sehr "komische" und ungesunde Ideen, weil sie immer noch irgendwas suchen, das sie befriedigt, z.B. Drogen oder Aktionen am Limit usw.

    Hm jein. Ich denke, dass ein Job viel mehr als nur Geld für die Leute darstellt. Man identifiziert sich häufig auch mit seiner Arbeit und deswegen könnte ich mir auch vorstellen, dass man auch weiterhin in Eden arbeitet. In einem anderen Abschnitt haben wir über Chinas Social Scoring gesprochen. So etwas könnte ich mir in Eden zB auch vorstellen und das man ein besseres Scoring erhält, wenn man bspw. arbeiten geht. Sowas könnte dann auch ein Anreiz sein.


    Außer, man greift hier programmiertechnisch ein, aber dann ist man ja nicht mehr sich selbst.

    Scorings wäre dann natürlich ein solcher Eingriff, aber wahrscheinlich meinst du noch was anderes? Ich zweifle ja eh ein wenig an der "Freiheit" in Eden. Man muss sich nur anschauen, wie schnell und willkürlich man gelöscht werden kann.

    Hui, Endspurt! Noch ein Kapitel und das Buch ist schon zu Ende. Das überrascht mich irgendwie ein wenig, weil gefühlt noch sooo viel vorkommen muss. :D


    Dank Casper erhärtet sich meine Theorie, dass Jossul ein von Futuria geschaffenes Geschöpf ist, das Vanheuver selbst losgelassen hat. Dumm nur dass er sich nicht ganz so verhält wie vorhergesehen und seine Pläne zumindest gestört hat.

    Tut er das wirklich nicht? In großen Teilen hat er doch genau das getan über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Er hat sich als Terrorist verhalten, so dass Futuria es nun leicht hat, ihm alles in die Schuhe zu schieben. Jetzt fängt er zwar an zu merken, dass Futuria ihn benutzt hat und denkt um, aber im Endeffekt ist es fast schon zu spät. Ggf. kann er mithilfe von Sophia und Casper sich noch wehren, aber alleine würde er da nicht wieder herauskommen.


    Ich muss sagen an der Stelle tut mir Jossul richtig leid, weil er jetzt seine ganze Existenz in frage stellen muss. Es ist ganz schön mutig von ihm die Warheit wissen zu wollen. Oder ihr jedenfalls nicht aus dem Weg gehen will zum Wohle von Tokio - ob sie auch ein von Futuria geschaffener Humanx ist?

    Ein wenig kann er einem Leid tun, das stimmt. Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Was mit Tokio ist, habe ich mich auch schon gefragt und das einzige, was für mich Sinn ergeben hat, war dass sie von Futuria ist, um Jossul zu überwachen und in die richtige Richtung zu lenken, falls es einer Lenkung bedarf. Ich weiß auch nicht genau warum, vielleicht irre ich mich auch, aber ich fand ihre "Halt den Mund!"-Aussagen, als Casper Jossul aufgeklärt hat, dass er ein Humanx ist, merkwürdig. Es könnte natürlich sein, dass damit auch ihr Weltbild zerstört wird oder sie sogar von Futuria so programmiert wurde... Mal schauen.


    Ob Sophia und Tokio noch zu retten sind? Vielleicht wird ja ein Heilmittel gefunden von diesem unabhängigen Krankenhaus, in dass Vito geht, um sich helfen zu lassen und in dem er dann auch mithelfen will.

    Für Tokio wird es auf jeden Fall ein Heilmittel geben, wenn es nicht schon zu spät ist und Futuria damit herausrückt. Immerhin weiß Futuria genau, welche Viren sie freigesetzt haben und ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht ein Heilmittel oder Impfstoff für den Inner Circle gibt, falls der ebenfalls damit in Kontakt tritt.

    Sophias Heilmittel kennen wir natürlich auch. Aber auch hier ist die Frage, ob es nicht zu spät ist und Futuria sie behandeln wird.

    Schön fand ich in diesem Zuge, wie wir merken, dass Sophia für Casper mittlerweile mehr als nur ein Mittel zum Zweck ist. Er scheint sich wirklich in unsere Journalistin verliebt zu haben.


    Besonders perfide ist das "Social Scoring", ein Sozialkredit-System, das in China bald flächendeckend eingeführt werden soll und den perfekten Kontrollstaat ermöglicht.

    Gruselig! Das erinnert mich an eine Folge von "Black Mirror", die dystopische Zukunftsvisionen in 45 bis 60 Minuten zeigt. Jede Folge eine andere Vision. Eine davon hatte genau dieses Social Scoring zum Thema. Kontrolle auf allen Ebenen. Nirgendwo ist man mehr sicher.


    Gefühle und Kreativität passen nicht zu einer KI; hat sie sich entwickelt, verselbstständigt?

    Oh, auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen. Das wäre eine interessante Wendung.

    Wobei ich auch nicht verstehen kann, warum einer solch eine Zombie-Welt braucht :o

    Na ja, die Welt hat viele Seiten. Es gibt sicherlich auch die schönen, entspannenden Seiten oder die Seiten, wo man nach Lust und Laune Abenteuer oder sonst was erleben kann. Wir lernen Eden wohl relativ einseitig kennen.


    Sagt mal, wie macht Jossul das mit dieser hypnotischen Stimme? Ey, er ist garantiert ein Werkzeug Futurias, das ist doch nicht normal.

    Diese Theorie verdichtet sich zumindest. Dass er Gottes Werkzeug ist, fand ich von Anfang an skurril in einem solchen Buch. ;)

    Die arme Sophia, ihre Behandlung, die ein Jahr hätte helfen sollen lässt schon nach wenigen Tagen wieder nach. Casper sagt das läge am Stress, sie hätte sich ausruhen müssen mindestens 3 Wochen.

    Oh man, man fragt sich wirklich, wieso die Behandlung auf einmal so schnell nachlässt. Ich befürchte ja fast, dass Futuria das überwachen und die Medikation einstellen kann...


    Wieso gibt es eigentlich keine Gegendarstellung, wieso streitet Jossul das nicht ab?

    Ich habe es so verstanden, dass er es versucht, aber dadurch dass sie keine gute Datenverbindung haben und keinen wirklichen Kontakt zu Danny und als dann doch die Zeit ein Faktor ist, dass er es einfach bisher nicht geschafft hat und nun Lukas diese Aufgabe übertragen hat.


    Hatte noch vergessen: Sophias Mann Fabio und dieser widerliche Stefan haben irgendwas gefilmt:Sophia, auf einem Stuhl, mit herunter gezogenem Slip. Und dann haben sie sie gezwungen, Drogen zu schlucken. Ekelhaft! Ich frage mich, was sie mit dem Bildmaterial machen wollen. Mein innerer Schweinehund hofft ja, dass sie infiziert werden und einen qualvollen Tod sterben. ;-)

    Ich bin mittlerweile kritisch gegenüber Missbrauchsszenen in Büchern und Filmen. Wenn sie für die Geschichte wichtig sind, ist das ok. Aber hier fand ich das so unnötig und hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen.

    Sie haben sie ja dabei gefilmt, oder? Vielleicht wollen sie das Filmmaterial noch gegen sie verwenden und somit ihren Ruf vollkommen ruinieren...

    Da ich ein wenig hinterher hinke, habe ich mir die Freiheit genommen, heute zwei Abschnitte zu lesen. :)


    Hui, Futuria hat dem Papst ein Schnippchen geschlagen, aber wohl nicht damit gerechnet, dass der Papst Verbündete hat, die ihm helfen. So konnte er nach der Ansprache, die keine war, doch noch fliehen. Aber nun muss er sich in Acht nehmen. Er ist wichtiger als je zuvor, da Leclerq wirklich tot ist. Er ist der einzige, der Projekt M kennt und weiß, wo die Beweismittel versteckt sind. Ich kann ihn zwar verstehen, dass er sie als Sicherheit nicht preisgeben will, aber auf der anderen Seite ist so natürlich die Gefahr da, dass mit ihm die Wahrheit untergehen wird.


    Auch auf Jossul hat Futuria es abgesehen und dichtet ihm Sachen an, die er nicht begangen hat. Dennoch ist er ein Mann, der einige Verbrechen auf sein Konto nehmen muss. Spannend ist, wie wenig er sich mittlerweile auf seine Fähigkeit verlassen kann. Immer wieder versagt sie, trotzdem vertraut er ihr noch. Das könnte ihm irgendwann noch das Leben kosten.

    Ein Projekt M = Migration würde das Problem der Übervölkerung lösen. Sophia vergleicht es sogar mit dem Paradies, der Unsterblichkeitsvariante der christlichen Kirchen. Gewagt, denn für die Futuria-Variante müssten sich die Menschen freiwillig töten lassen; für ein Eden, dass man nicht wirklich kennt. Wir lernen aber später die Wahrheit kennen.

    Jap, es zeigt sich in diesem Abschnitt ganz wunderbar, dass Vanheuver gar nicht die Unsterblichkeit der Welt im Sinn hat. Zumindest nicht auf diesem Planeten sondern nur in Eden.


    Fragt sich, warum auf das "Ach" beim falschen Avatar verzichtet wurde.

    Ich denke mal, dass sie Giordano nicht so lange beobachten konnten, dass ihnen solche sprachlichen Feinheiten aufgefallen sind.

    Ein Plan, der ein Millennium braucht um ausgeführt zu werden, ist für mein müdes Gehirn grade zu viel, was könnte das bitte sein?

    Das frage ich mich auch. Tausendjähriges Reich klingt natürlich sofort gruselig. Vanheuver ist eindeutig größenwahnsinnig. Wenn er die Menschen nach Eden transferieren will, dann hat er natürlich die Macht, alle Menschen so zu steuern, wie es ihm beliebt. Kann das sein Plan sein? Dass er quasi so eine Art "Sims-Master" (nach dem Computerspiel) wird und alle Menschen kontrollieren kann und somit die ganze Welt? Für mich klingt das gar nicht erstrebenswert.

    Hui, es geht wirklich immer mehr zur Sache!


    Pascal Leqlerc scheint tot zu sein - also endgültig gelöscht aus dem System von Eden. Ich denke mal, dass die weiße Frau im Zug den Namen aufgeschnappt hat, als Sophia ihn erwähnt hat. Hier habe ich von Anfang an nicht verstanden, wieso Casper Sophia nicht gewarnt hat, bevor sie Eden betreten haben. Ein paar Verhaltensregeln zu erleuten, zB das sie unter keinen Umständen Leqlercs Namen erwähnen darf, ist doch so wichtig gewesen - wie man ja nun auch sieht. Denn im Endeffekt haben die Beiden Mutter zu Pascal geführt und er hatte keine Zeit mehr Sophia einzuweihen. Also bleibt nur noch eine Person übrig, die über Millenium Bescheid weiß: der Papst.


    Der geht in die Volloffensive, als er merkt, dass Giordano seine Kapsel geholt hat. Nicht schlecht. Wie ich schon sagte, kann er ein wenig auf unschuldig tun und genau das macht er. Er zeigt sich weiterhin als Verbündeter von Futuria, aber will alle Seiten anhören. Wenn er danach wirklich auf Futurias Seite stehen würde, wäre das für Futuria natürlich umso mächtiger. Ich bin mal gespannt, ob sie den Papst noch durchschauen oder ob er gewähren kann. Auf jeden Fall wird es Zeit, dass Sophia und er aufeinander treffen. Dann könnten sie auch ihre Offenbarung abstimmen, was gar nicht so verkehrt wäre, weil Sophia in der realen Welt sicherlich nochmal ganz andere Leute erreichen würde.


    Und dann Jossul - interessant, dass in Eden seine Fähigkeiten nicht so funktioniert haben wie auf der Erde und bei Lombardi ebenso wenig. Die Unsterblichen sind also "immun", was immer mehr für eine Genschere sprechen würde,wie ich finde. Dass ausgerechnet Finnegean dran glauben musste, fand ich ein wenig traurig. Für mich war er noch mit der sympathischste Anhänger von Jossul. Aber mittlerweile gibt es auf allen Seiten Verluste, denn auch Lombardi wird erschossen, auch wenn ich es wegen ihm nicht sonderlich schade finde.



    Und dann taucht kurz vor Schluss noch dieser Mensch auf, der Kapseln zertritt. Was tut er da? Ich denke mal, er ist von Futuria geschickt. Leitet er Millenium ein?

    Caspar ist wirklich ein Unsterblicher. Da hat Etzel nicht gelogen. Gehört Etzel also zu Vanheuvers Leuten? Wobei der Bischof und Politiker doch eigentlich auch Vanheuvers Leute waren, oder? So ganz ist mir noch nicht klar, wer auf wessen Seite steht und wahrscheinlich ist das Ganze auch nicht so einfach und einseitig.


    Casper ist zudem nicht nur unsterblich, sondern hat besondere Kräfte. Das ist gruselig. Ich habe mich schnell gefragt, was wohl andere Leute können. Eure Idee, dass Jossul ebenso einer sein könnte, ist spannend und würde viel erklären. Er hat ja auch diese Kindheitsträume. Vielleicht hat das was damit zu tun. Also das irgendwie an seiner Erinnerung herumgepfuscht würde und er sich deswegen nicht an eine solche Behandlung erinnert. Ist Jossul dann ein außer Kontrolle geratendes Experiment oder gehört die Beobachtung, was er nun damit macht, vielleicht sogar dazu?

    Je weiter ich darüber nachdenke, umso mehr Ideen bekomme ich. Eine verrückter als die andere. :D


    Pius Weg zu verfolgen ist spannend. Aber ich befürchte auch, dass er mehr überwacht wird, als er tatsächlich merkt. Gerade in der virtuellen Welt gibt es Wege, die ihm wahrscheinlich gar nicht in den Sinn kommen. Aber solange er erstmal den treuen Anhänger mimt, kann er sich vielleicht noch herausreden, dass er zwar den Sender bekommen hat, aber verunsichert war oder Angst hatte. Dass er seinem Sekretär nicht mehr traut, ist sehr gut. Er hat ja mit dem wahren Menschen nichts mehr zu tun und ist eine reine Illusion.



    Würde ich in einer VR leben wollen? Interessante Frage, die ihr aufgeworfen habt. Ich weiß es gerade selbst nicht, weil ich es mir so schwer vorstellen kann. Wenn man vielleicht eine bessere Kondition hätte, spannende Sachen erleben kann etc vielleicht fände ich das wirklich toll. Aber es ist so vorstellbar und greifbar. Und was wäre mit meinen Freunden und der Familie?

    Ich bin mir sehr sicher, dass der Sekretär vom Papst zu reinen Überwachungszwecken da ist und somit nicht vertrauenswürdig.


    Leclerq könnte in dem Papst auch einen sehen, der seine Einstellung teilt, aber nicht extrem ist. Weder in die eine noch in die andere Richtung.