Beiträge von Avila

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    Auch wenn man das möglicherweise als Dystopie lesen mag, eigentlich ist die Wissenschaft und Forschung schon sehr weit, vermutlich weiter als wir denken! Und auch da gibt Andreas immer wieder interessante Infos!

    Da magst du recht haben. Viele Technologie, zu denen wir Zugang haben, exsistierten schon Jahre vorher - nur wussten wir nichts oder nur sehr wenig darüber.


    (wer bestimmt denn nun, was perfekt ist?)

    Gute Frage. Das ändert sich ja auch laufend, deswegen würde ich so schwammig antworten wie: Die Gesellschaft. ;)


    Mit anderen Worten: Es geht genau um die Frage, ob man wissenschaftlicher Forschung gesetzliche Grenzen setzen sollte, damit sie nicht unsere Sicherheit und unsere Freiheit bedroht. Eine sehr interessante Frage, die man aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann.

    Gute Frage. Ich denke, man kann es nicht wirklich verbieten, aber ggf. regulieren und eine Auge darauf haben, was wie für was eingesetzt wird, so dass eben keine Wissenschaftler*innen in ihren Laboren irgendetwas entwickeln, ohne dass man darüber Bescheid weiß. Gerade solche Diskussionabende sind doch genau das, was wir brauchen. Aufklärung auf beiden Seiten, Diskussion darüber. In unserem Buch hier erforschen die Wissenschaftler*innen aber gefühlt hinter geschlossenen Türen, wie weit man mit dem Thema Unsterblichkeit ist. Und das halte ich für Grund falsch. Wissenschaftlicher Austausch halte ich für wichtig. Klar, gerade wenn es in Firmen stattfindet, will man sich einen Vorteil durch Vorsprung nicht nehmen lassen wollen, aber da ist wohl auch eine der großen Schwierigkeiten.

    Wieso hilft er den beiden, was hat er davon?

    Ist er möglicherweise einer der Unsterblichen, die angeblich schon existieren? Oder vielleicht ein Aussteiger von Futuria, der ein Interesse daran hat den Konzern zu stürzen?

    Ja, was hat Casper davon? Er erhofft sich wahrscheinlich Unterstützung für seine Sache. Aber was ist seine Sache? Dass er ein Unsterblicher ist, glaube ich eher weniger. Ein Aussteiger von Futuria klingt für mich schon besser, auch wenn ich auf die Idee noch nicht gekommen wäre.


    Nachdem die Crispr/cas Methode 2012 erstmals wissenschaftlich dokumentiert wurde, nehme ich mal an, dass Sophia und Borris sich irgendwo in den 2030iger Jahren befinden.

    Ah, ich habe auch überlegt, wann das Buch spielen könnte, aber war zu faul, um Berechnungen anzustellen. :unschuldig:


    aber wie kann er nur glauben, dass diese Unsterblichkeit ein wünschenswertes Ziel ist?

    Ich fand die Sterbeszene am Anfang zwar gut, weil sie ein wenig den Anfang dokumentiert, aber fand Pascals Schlüsse daraus auch nicht besonders weit gedacht. Klar, man verliert nicht gerne einen Menschen, aber dieser Prozess gehört zum Leben dazu und wie du schon fragtest, was passiert, wenn die ganze Welt unsterblich ist? Wir haben so schon nicht genügend Ressourcen für unseren hohen Lebensstandard. Auch glaube ich nicht, dass das Verhalten der Menschen irgendwie besser, weiser oder sonst was wird, nur weil er länger lebt. Ich befürchte eher das Gegenteil. Warum kann ich gerade nicht benennen, es ist eher ein Gefühl, das ich so habe.


    Und wohin ist Pascal verschwunden? Eigentlich wünsche ich mir fast, dass Pascal Lelerq gegen seine eigene Firma arbeitet, an der Seite von Jossul oder dass er selber Jossul ist! ;)

    Ohhh, tolle Theorie - wie in "The Circle"!


    Und damit war ich als Leser sofort in einem gehörigen Dilemma, denn die Heilung von Krankheiten kann man ja nur positiv, wünschenswert und erstrebenswert finden. Der Wunsch nach Perfektion und Unsterblichkeit?

    Heilung von Krankenheiten ist für mich auch nochmal ein anderes Thema als Perfektion und Unsterblichkeit. Und durch die Heilung von vielen Krankheiten wurde ja auch heute schon die Lebensrate im Allgemeinen verlängert und auch Epidemien wurden so sehr eingeschränkt. Pest und Cholera etc. sind quasi in Europa kein Thema mehr. Auch viele andere Krankheiten wurden eingedämpft durch Impfstoffe. Na ja, Perfektion kann man auch heute schon durch Schönheitsoperationen erreichen. Wobei ich persönlich das auch nicht Perfektion nennen würde, weil für mich sehen die meisten Menschen, die sich Schönheits-OPs unterzogen haben, eher entstellt aus. Aber das ist Geschmackssache.

    Zu deinen weiteren Gedanken bzgl. der Unsterblichkeit kann ich dir nur Recht geben.


    Was diese neue Getreidemischung anbelangt: ein reduzierter Anteil an Gluten reicht nicht fuer jemand der an Zoeliakie leidet. Selbst ein einziger Kruemel am Essen reicht schon um einen Schub auszuloesen.

    Mal davon abgesehen, dass ich es ganz furchtbar fände, nur noch eine Brotsorte essen zu müssen. Gerade die Vielfalt an Getreidesorten macht das Frühstück doch erst zum Genuß: Roggenbrot, Dinkelbrötchen, Weißbrot, Schwarzbrot... Wie langweilig und trist wäre es, wenn man nur noch diesen Genmist essen müsste. Und ich kann mir zudem nicht vorstellen, dass dies keine weiteren umweltschädlichen Faktoren aufweist.


    Und auch wenn ich dem religiösen Gedanken wenig abgewinnen kann: ich verstehe das Ziel, Futuria in der aktuellen Form zu verhindern. Und was soll man mit Unsterblichen machen?

    Unsterblichkeit mit Mord zu bekämpfen, klingt radikal,macht aber hier tatsächlich fast Sinn. Auch wenn ich den Unsterblichen doch ein paar Jahre mehr gönnen würde als 42. Und natürlich kann darüber nicht ein einzelner Mensch entscheiden. Aber ich denke in diesem Fall, sollte das erste Ziel sein, die Machenschaften aufzudecken und die "Herstellung" von weiteren Unsterblichen zu verhindern.

    Ich habe gestern schon den ersten Abschnitt gelesen gehabt, aber als ich aus dem Theater kam, war ich nicht mehr wach genug, um noch meine Gedanken hier halbwegs geordnet zu schreiben. Also jetzt dann! :)


    Vorweg, um mich als Leserin einschätzen zu können. ;) Das ist mein erster Roman von Andreas Brandhorst und in der Thriller-Schiene bin ich nicht so häufig unterwegs - bei Dystopien schon eher. Genau deswegen hat das Buch mich auch inhaltlich angesprochen und bisher bin ich sehr begeistert. Der Schreibstil gefällt mir. Er ist nicht so einfach gehalten, wie ich das sonst aus der Krimi/Thriller-Ecke kenne, aber dennoch verständlich auch wenn ich viele Begriffe aus den naturwissenschaftlichen Bereichen nicht kenne.


    Ich mag die Charaktere. Sophia ist erstmal sympathisch und mit Borris an der Seite hat sie einen guten Partner. Sie stößt direkt zu Beginn auf seltsame Ereignisse, die Leiche ist weg und dann die Begegnung mit Casper. Irgendetwas geht bei Futuria also nicht mit rechten Dingen zu und Sophias Neugierde ist geweckt, aaaaaber sie vergöttert Futuria. Dieses Dilemma gefällt mir sehr. Sie hat die positiven Seiten des Konzerns kennen gelernt und ohne deren Medikamente wäre sie wahrscheinlich schon tot. Erstmal ist sie Futuria also durchweg positiv gegenüber eingestellt. Das macht es spannend.


    Ich habe Casper von Anfang an geglaubt. :totlach: Ich bin leichtgläubig in Romanen. Die Unsterblichkeit ist "erfunden", aber sie wird geheimgehalten. Klingt für mich ziemlich einleuchtend, auch wenn wir bisher noch keinen Beweis haben. Denn auch die Szene aus der Sicht von Jossul war eben nur aus seiner Sicht erzählt und den Mann, den sie umgebracht haben, könnte genauso gut wirklich 42 und nicht 39 Jahre alt gewesen sein. Aber nicht nur Casper hat diese These aufgeworfen sondern auch Lars, der den Mais verbrannt hat.

    Die Frage, warum Pascale sich zurückgezogen hat und in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen wird, habe ich mir auch schon gestellt. Aber irgendwie finde ich es schwierig darauf eine Antwort zu finden. Ist er vielleicht von zu vielen Experimenten entstellt? So wie Frankenstein? Ich kann's mir kaum vorstellen, denn Sophias Kollege Stefan schafft es ja auch mit all seinen Operationen "umwerfend" zu sein.


    Jossul ist ein ebenso spannender Gegner wie Sophia. Ein religiöser Fanatiker - das kann ich kaum ernstnehmen. Aber dennoch teile ich seine Skepsis gegenüber Futuria vor allem was die Unsterblichkeit angeht. Allgemein sollte bei aller Gentechnik man genau ein Auge drauf haben und ich habe hier eher das Gefühl, dass die Kritik in der allgemeinen Euphorie völlig verloren gegangen ist. Und dabei glaube ich nicht an Gottes Schöpfung, aber an ein ausgekügeltes System, dass die Erde hier hat, und bei dem Eingriffe mit äußerster Sorgfalt und Behutsamkeit vorgenommen werden sollten. Ja, aber Jossul gefällt mir. Denn natürlich bin ich kritisch, aber Jossul einfach so aus religiösem Eifer heraus folgen, kann ich natürlich auch nicht. Damit kann ich weder Sophias Seite noch Jossuls Seite so komplett einnehmen, sondern bleibe kritisch und hinterfrage. Großartig! :)

    kessi69 wird ihre Rezension nachreichen, weil sie gerade krankheitsbedingt "ausfällt".


    Ansonsten würde ich mich auch noch auf die letzte fehlende Rezension freuen und bevor es hier ganz still wird, kann ich mich auch schon bei dir, liebe Hanna Caspian , für die schöne Begleitung der Runde bedanken. Es hat großen Spaß mit dir gemacht, was aber vor allem auch an deinem wundervollen Buch gelegen hat. Auch einen Dank an all die Mitleserinnen! Eine Runde zum zweiten Band wird es Anfang Januar geben, das ist schon ausgemacht - ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns da wieder lesen werden. :)

    Ich teile eure Ansicht zu Rebecca und fand ihre Reaktion auch sehr heftig und wie Konstantin anmerkte - voller Standesdünkel. Ich bin mal gespannt, wie lange sie braucht und ob sie irgendwann an den Punkt kommt, um Konstantin zu verzeihen. Denn auch wenn er sie viel und oft angelogen hat, so hat er es 100%ig ernst mit ihr gemeint. Er war nicht nur mit ihr zusammen, weil er ein bisschen Spaß haben wollte. Er wollte sie ehrlich heiraten - ganz egal, was für einen Skandal er ausgelöst hätte.

    1913. Als der Gutsherr Donatus des Guts Greifenaus in Hinterpommern stirbt, wird die ganze Familie und deren Dienerschaft durch gerüttelt. Auf einmal muss Adolphis sich um das Gut kümmern, der als Zweitgeborener lange dachte, diese leidige Aufgabe seinem älteren, aber zwischenzeitlich verstorbenen Bruder überlassen zu können. Sein erstgeborener Sohn Konstantin hingegen wittert seine Chance endlich die erhofften Modernisierungen nun durchsetzen zu können. Doch von modern ist das Grafenpaar noch weit entfernt, sowohl Adolphis als auch seine Ehefrau Feodora hängen an den alten Gepflogenheiten, was vor allem auch die Partnerwahl der Kinder betrifft. Für Feodora steht eins fest: Ihre Kinder und deren Hochzeiten sind dazu da, um ihren adeligen Stand zu erhöhen und zu festigen. Doch scheint dies, bis auf ihre bereits verheiratete Tochter Anastasia, sonst keins ihrer Kinder so zu sehen, ....


    Auch wenn ich inhaltlich jetzt vor allem auf die Problematik der Gutsfamilie, also der Herrschaften, eingegangen bin, spielen auch die Probleme und Geheimnisse der Dienerschaft eine Rolle in diesem Roman. Doch auf alles einzugehen, wäre zu ausufernd geworden, wo ich doch eh schon für meine Verhältnisse viel über den Inhalt gesprochen habe. Doch das ganze Buch ist so gut verstrickt und es gibt so viele verschiedene Konflikte, dass es kaum möglich ist, sich kürzer zu fassen. Und gerade das macht das Buch so wundervoll. Es hat so viel Potenzial und es wird absolut ausgeschöpft. Für mich war kein Handlungsstrang überflüssig, nicht zu Ende gedacht, sprunghaft oder unpassend. Alles flicht sich in einen spannenden Strang und es entsteht eine wunderbare Geschichte, die mit Downton Abbey her vergleichbar ist, aber weniger Friede, Freude, Eierkuchen sondern mehr Realismus bietet. So ist die Handlung sehr dicht, aber gut geschrieben, so dass sich alles flüssig liest und die Seiten nur so dahin fliegen.


    Die Charaktere sind so vielseitig und facettenreich, dass die Fülle an Personen sich sehr schnell sortiert und Verwechslungen ausgeschlossen sind. Zudem gibt es ein ausführliches Personenregister am Anfang des Buches, das bei den ersten paar Seiten helfen kann. Aber ich würde empfehlen, sich einfach auf das Buch einzulassen und der Durchblick kommt ganz schnell von alleine. Besonders hervorzuheben sind wirklich die unterschiedlichen Facetten. Auch wenn manche Personen anfangs sehr unsympathisch wirken, so können sich schnell noch andere Seiten zeigen, die die Person dann wieder in ein etwas besseres Licht rücken. Nur wenige Personen blieben mir bis zum Schluss von Grund auf unsympathisch, aber auch das gibt es natürlich. Ein bunter Mix wie im wahren Leben.


    Also ich bin wirklich begeistert von der Vielfalt der Personen und der dichten Handlung! Wenn man Familiensagas aus dieser Zeit mag, kann ich das Buch einfach nur empfehlen! Ich warte gespannt auf den nächsten Teil!


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    Mamsell Schott ist unglaublich. Sie bietet Caspers an, Geld auszulegen, damit er dem Grafen das Geld zurückgeben kann. Das nennt man Mitgefühl!

    Mamsell Schott habe ich richtig ins Herz geschlossen. Sie ist eine so liebe Person und man hat schon im vorherigen Abschnitt richtig gemerkt, wie schlecht sie sich gefühlt hat, Caspers anzuschwärzen. Aber so konnte sie allen anderen etwas Gutes tun und nun hat sie sicherlich ein schlechtes Gewissen und will Caspers helfen. Wie kann eine Person nur ein so großes Herz haben? <3


    Albert bekommt es hin, daß Waldner Eugen Lohn zahlt.

    Albert ist wirklich ein ebenso feiner Kerl! Wie er sich für Eugen einsetzt - an Eugens Stelle wäre Albert nun auch mein bester Freund. ;) Und Albert setzt sich ebenso für Wiebke ein und weist Matthis mal so eben in die Schranken. Das hat mir wirklich gefallen.


    Die Aktion von Bertha war auch unter aller Kanone. Ich mag Clara auch nicht besonders, aber jemand so eine Chance zu vermasseln, weil man selbst eifersüchtig ist, das ist schon krass.

    Mit Bertha werde ich einfach nicht warm. Ich kann sie nicht verstehen und ich habe bisher keine sympathische Seite an ihr gefunden. Wie sie auch Alberts Geheimnis weitertratschen musste - also wirklich, das war mindestens ebenso unter aller Kanone wie der gefälschte Brief an Hektor!


    Nikolaus ist genauso mies und übel wie seine Mutter. Wie er die arme Katharina zusammenfaltet und bedroht, nur, weil ersich da irgendwelche Beförderungschancen ausrechnet. Einfach widerlich.

    Urks, Nikolaus - ich wünsche ihm die vorderste Front!

    Also ein zeitweiliges Happy-End gibt es gerade für keinen - aber wir haben ja noch zwei Bücher vor uns, die mir Hoffnung geben!


    Rebecca hat so reagiert, wie erwartet. Ich frage mich, ob es anders gewesen wäre, wenn Konstantin es ihr früher gesagt hätte. Ich befürchte fast nicht. Allerdings habe ich beim Lesen mit dem Kopf geschüttelt, als Konstantin mit ihr ins Bett geht, ohne ihr vorher zu sagen, wer er wirklich ist. Das ist ein wirklich mieser Zug von ihm und das Rebecca sich vor allem in diesem Punkt von ihm beschmutzt fühlt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass Rebecca sehr hart mit ihm ins Gericht geht und Konstantins Bemerkung, dass ihr Standesdünkel viel schwerer wiegt als seiner - ja, dem konnte ich nur noch zustimmen. Denn ihre Vorurteile gegenüber ihm sind genauso stark wie andersherum. Eigentlich wäre es auch seltsam, wenn es anders wäre. Vorurteile herrschen einfach immer auf beiden Seite - das habe ich auch bereits als Jugendliche mit 18 Jahren festgestellt, als ich mit einem deutsch-türkischen Moslem meine erste "feste" Beziehung hatte.


    Wieso ist Katharina nicht mit Julius gegangen? Julius' Eltern sind wirklich weitsichtig, dass sie ihren Sohn ins Ausland schicken, um den Krieg umgehen zu können. Für Katharina wäre das ebenfalls ein sicherer Ort und ich glaube Julius, dass er Katharinas Ehre nicht beschmutzen würde, zumindest nicht mehr als eine Heirat mit diesem Standesunterschied das könnte. ;) So ganz habe ich Katharina auch nicht verstanden. Ging es ihr dann auf einmal zu schnell? Wahrscheinlich. Wenn sie eine Woche Zeit gehabt hätte, alles zu arrangieren, wäre ihre Entscheidung ggf. anders ausgefallen. So bin ich wirklich gespannt, wie das noch mit ihr und Julius weitergehen wird.


    Alexanders Weltbild ist wirklich einfach. Feodoras Seite oder die andere. Ja, da wäre mir an Konstantins Stelle die Wahl auch leicht gefallen. Dass Konstantin eingeweiht ist, ist keine schlechte Entwicklung. Er hat nochmal einen anderen Einfluss als Alex und vielleicht kann er ihn nutzen und Katharina beistehen. Ich denke, es wäre auf jeden Fall mal an der Zeit, dass zumindest einige der Kinder ein wenig zusammenhalten, wo sie doch eigentlich alle ähnliche Ziele verfolgen. Gemeinsam kämpft es sich gleich viel leichter!

    Ich denke auch, dass Hedwig von Feodora eingeschüchtert ist. Wenn ich es richtig im Kopf hat, hat Feodora auch verhindert, dass Hedwig mit Adolphis redet und wollte das selbst erledigen...



    Alexander wird mir immer sympathischer, er ist eigentlich ein guter, den es schlecht getroffen hat.

    Ja, Alex ist nicht ganz verkehrt. Er scheint zwar, die Geheimnisse seiner Geschwister auch für sich später zu nutzen und jeden Gefallen als Gegengefallen wieder einzufordern, aber wahrscheinlich hat ihn das die harte Schule des Familienlebens gelernt. Zumal sein Charakter ein wenig durch die "Nebenwirkungen" des Heroins auch gerade verzerrt wird.

    Er wird sich nicht auf ewig aus allem raushalten können.

    Da sagst du was. Bisher konnte er das sehr gut, weil sein Vater das Familienoberhaupt war, aber das hat sich nun geändert. Ich glaube wirklich, dass er diese Veränderung wirklich bedauert und er einfach nicht weiß, wie er damit umgehen soll. Wir können nur hoffen, dass er bald einen Umgang damit finden wird.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Adolphis den Mumm hätte, sich dazwischen zu stellen, aber ich will es mal hoffen, so lange ich nicht vom Gegenteil überzeugt werde.

    Er scheint seine Kinder zu lieben, also würde ich auch hoffen, dass er etwas täte.

    Ja, ich hatte auch den Eindruck, dass seine Irritation in die richtige Richtung ging und er eingeschritten wäre. Aber seine Überlegungen in Bezug zu Caspers Entlassung und wie gemütlich er da auch irgendwie war, haben mich ein wenig schwanken lassen. Also zusammengefasst: Ich finde Adolphis wahnsinnig schwierig einzuschätzen.


    Der Grund für seine Entlassung ist schon ein bisschen schwer nachzuvollziehen, finde ich. Eine Maßregelung -- ja. Aber eine Entlassung?

    Gebe ich dir vollkommen Recht, aber ich hatte das Gefühl, dass die Familie einen Grund sucht, um Matthis loszuwerden. Und da hat sich dieser Eklat natürlich angeboten. Zumal ich mir vorstellen könnte, dass der Eklat viel größer ist, als er uns vorkommt, weil man so sehr gegen diese dämliche Etikette verstoßen hat. Und noch ist er auch nicht entlassen, weil Adolphis mal wieder zu gemütlich ist, um einen Ersatz zu suchen. :D

    Daß einem so guten Schüler die Möglichkeit gegeben wird, auf eine weitergehende Schule zu gehen, ist toll. Albert wird das Schul- und Kostgeld bezahlen. Der Pächter kann das Geld dafür nicht aufbringen.

    Oh ja, eine Episode, die ich völlig vergessen hatte. Man merkt, was für einen Einfluss Rebecca auf Konstantin hat. Und Kontantin handelt demnach, wenn auch nicht ganz uneigennützig, schließlich hat er Pläne mit dem Jungen. Aber ich denke, dass ist schon in Ordnung, denn sein Eigennütz nützt später auch dem Jungen, somit haben wir hier eine klassische Win-Win-Situation. :) Allerdings kam schon die erste Situation, wo Konstantin fast aufgeflogen wäre. Uiuiui, ich fürchte, im letzten Abschnitt knallt es noch.


    Wiebke freut sich, daß sie ihre Schwester gefunden hat. Das Lesen- und Schreibenüben hat sich wirklich gelohnt!

    Auch eine schöne kleine Nebenepisode, die mich gefreut hat. Gerade weil so viel Mieses passiert, ist es schön, dass wenigstens unsere Wiebke noch glücklich wird! :)


    So, ich muss mich heute leider bis Montag abmelden. Dringendes Familiengedönse, ihr wisst schon ... Aber ihr kommt ja bestens alleine klar, wie ich merke.

    Das ist ja kein Problem. Jeder braucht mal ein freies Wochenende! :)


    Ob Katharina bei ihrer Tante wirklich in Sicherheit ist, wage ich sehr zu bezweifeln.

    Ja, aber erstmal sicherer als bei ihrer Mutter. Ich bin gespannt, wie ihr Plan aufgehen wird. Ich wünsche ihr auf jeden Fall sehr, dass sie einer Ehe mit Ludwig entkommt und sie muss noch ein paar Jahre rum kriegen, bis sie heiraten kann, deswegen ist die Idee erstmal nicht blöd, sich bei der Tante zu verstecken.


    Albert? Ich dachte, Konstantin?

    Ja, ich habe mich vertan. Natürlich Konstantin!

    Dieses Verwechslungsspiel macht mich auch schon immer leicht durcheinander. :D

    Wow, Feodora ... mir fehlen wirklich die Worte! Wie kann sie nur? Sie weiß genau, was Ludwig ihrer Tochter an tut, aber sie schreitet beim besten Willen nicht ein, nur weil sie im Gotha noch höher aufsteigen möchte. Das ist doch skrupellos! Ich bin vollkommen geschockt. Dass sie keine Hochzeit zwischen Katharina und Julius haben will - gut, geschenkt, aber es muss doch nicht gleich jemand sein, der schon zweimal versucht hat, ihre Tochter zu vergewaltigen!

    Und dem nicht genug, versucht sie das auch vor Adolphis zu verbergen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Adolphis den Mumm hätte, sich dazwischen zu stellen, aber ich will es mal hoffen, so lange ich nicht vom Gegenteil überzeugt werde. ;)

    Dass Katharina nun Fluchtpläne schmiedet - wer könnte das nicht verstehen? Sie brauchte wohl dieses erbarmungslose Verhalten der Mutter, um sich endgültig lösen zu können. Eine Ehe mit Julius ist natürlich kein schlechter Ausweg für sie. Sie wird zwar ihre Titel verlieren, aber was sind schon Titel im Gegensatz zur eigenen Ehre? In einer Ehe mit Ludwig würde wohl auch sehr schnell mehr als nur ihre Ehre verloren gehen. Irgendwann würde sie wohl sich selbst nicht mehr wiedererkennen.


    Alexander unterstützt Katharina, obwohl er selbst schwer zu knabbern hat an seinem Leben. Das Heroin zeigt üble Nebenwirkungen und Alex wird noch unausgeglichener. Puh! Ich bin mal gespannt, ob eine Umgewöhnung auf ein anderes Schmerzmittel funktioniert. Es sollte die Entzugserscheinungen schon gut mildern, ansonsten wird das nicht gut werden für Alexander. Leider ist Alex auch ein Charakter, der wohl auf Betäubungsmittel stark anspringt. Er selbst ist nicht sonderlich gefestigt und somit wohl stark gefährdet. Hoffen wir mal, dass man noch früh genug eingegriffen hat! Was er von seiner Mutter mit anhören musste, ist wirklich hart. Da hat er mir richtig Leid getan. Wenn nicht mal die Eltern an einen glauben, wer sollte es dann?


    Matthis verliert durch sein Verhalten langsam alles. Erst wird er von Rebecca zutiefst gemaßregelt und dann verliert er seine Anstellung auf dem Gut. Ich bin ein wenig "froh", dass er die Anstellung durch sein eigenes Fehlverhalten verliert und nicht durch die Streiche von Alexander, sonst hätte ich vielmehr Mitleid mit ihm habe müssen. :D


    Caspers hat das Geld wirklich selbst eingestrichen, weil er spielsüchtig ist. Ich muss sagen, dass er mir wirklich Leid tut! Er hat alles versucht, um den Verlockungen des Spiels zu entgehen - zumindest alles, was damals in seiner Macht stand. Aber professionelle Hilfe blieb natürlich aus und so wurde er während seiner freien Tage im Urlaub rückfällig, immer und immer wieder. Ist das nicht traurig? Und weil er sich nicht anders zu helfen wusste und es so einfach war, hat er seine ihm anvertrauten Kollegen bestohlen. Oh man... Dass Adolphis ihn trotzdem behält, rechne ich Adolphis groß an. Er hat es zwar vor allem aus Gründen der Bequemlichkeit getan, aber hätte er Caspers vor die Tür gesetzt, dann wäre er sicherlich total abgestürzt. So hat Caspers nochmal eine Chance bekommen. Ich hoffe, er nutzt sie!