Beiträge von Avila

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    Die weiße Königin habe ich in dieser Situation auch erstmal nicht verstanden. Sie erscheint ein wenig wie eine kleine Diva, die nicht so genau weiß, was sie eigentlich will. :D Aber mir gefällt dir Darstellung, denn das mildert ein wenig ihren unantastbaren Glanz und ihre Vollkommenheit.

    Hannes kommt nun doch noch zurück. Aber es scheint mir so, als er ob er zwei Eisen im Feuer hat.

    Ich denke nicht, dass Hannes das so sieht. Er hat sich doch wegen Mimi auf den Weg nach Laichingen gemacht. Und Eveline - die macht sich Hoffnungen, obwohl sie verheiratet ist? Was denkt sie sich, wie Hannes etwas an ihrem Schicksal ändern könnte?

    Eveline lebt in ihrer eigenen Traumwelt, um aus der Realität zu fliehen. Zu empfinde ich das zumindest bei ihr. Und an Hannes hängt sie dabei alles auf. Deswegen habe ich ja auch weiter unten geschrieben, dass ich mir vorstellen könnte, dass Hannes das gar nicht wirklich ähnlich sieht. ;)


    Naja, Alexander ist noch ein Junge, daher könnte ich mir schon vorstellen, dass er Schwierigkeiten bekommen könnte, einfach so ein Zimmer zu finden. Und von welchem Geld? Weder er noch Eve haben das nötige Geld alleine für die Zugfahrkarte... Übrigens fand ich da Anton ganz toll - er hat sofort über mögliche Hilfe sinniert, wenn sie auch nicht korrekt gewesen wäre.

    Das könnte er sich ggf. irgendwo leihen und später müsste er dann natürlich sein eigenes Auskommen nebenbei verdienen. Das haben ja nicht wenige Studierende getan. Vor allem in Stuttgart sind in den Semesterferien die Aushilfsjobs zu der Zeit in den Fabriken häufig im Angebot. Und es ist auch die Frage, was das Stipendium alles beinhaltet. Manche gehen über eine Unifinanzierung auch hinaus. Wie teuer war die Kunsthochschule überhaupt? Heutzutage zahlt man ja nur bei privaten Unis und Hochschulen Studiengebühr.

    Ich hoffe sehr, dass Mimis Onkel nicht allzu sehr leiden muss, sondern einfach friedlich einschlafen kann. Zumal er mit der Situation nun doch sehr zufrieden scheint, nicht wahr? So muss er wahrscheinlich doch nicht alleine sterben.

    Josef ist so ein lieber Mensch, das wünsche ich ihm auch wirklich von Herzen. Und vorher vielleicht noch den ein oder anderen schönen Tag, den Mimi ihn hoffentlich bescheren kann.


    Dass der Gehringer aber niemandem anderen ein klein wenig Erfolg gönnt, zeugt von seinem schlechten Charakter. Er macht sich nicht nur über die Konkurrenz wie Morlock lustig, sondern auch noch über Mimi Reventlow, die ihm nicht einmal irgendetwas streitig machen könnte.

    Ganz schlimm dieser Mann. Mimi vereitelt ihm seine Geschäfte und stellt sich ihm in den Weg. Das reicht ihm alleine schon aus, um sie nun zu boykottieren.X(


    Völlig bekloppt. Ist vermutlich so ein Statusding, oder? Heutzutage leisten sich manche Menschen eben ein dickes Auto, das vor der Tür steht und auch etwas aussagt... Die gute Wäsche, die einfach nur im Schrank liegt, scheint da fast noch sinnloser.

    Oder wie Hochzeitsporzellan, das im Schrank steht. Mit all den Sachen kann ich nicht viel anfangen. Protzen war noch nie meins. ;)


    Christel ist eine Pflaume, sorry. Ich denke, dass sie super oberflächlich ist und eigentlich den lieben langen Tag nur hören möchte, was für ein entzückendes Wesen sie ist. Aber ich lasse mich selbstverständlich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen! ;)

    Ich teile deine Einschätzung total. Schön und dumm oder schön dumm. :teufel:

    Mir kommt es einfach nur so vor als gebe sie diese Aufgabe nur zu gerne an Mimi ab..

    Da würde ich dir sogar vollkommen recht geben, aber kann man das nicht auch verstehen? Sind ihre Aufgaben nicht einfach spannender als sich um einen kranken, alten Mann zu kümmern, wo genau dieser Mann für eine ordentliche Pflege noch nicht mal zu ihr nach Esslingen ziehen will?

    Bei all ihren guten Seiten - aufopferungsvoll ist sie definitiv nicht und so kann man das sicherlich teils auch als Egoismus abstempeln. Aber ich finde eine gesunde Portion Egoismus auch einfach, nun ja, gesund. ;)

    Ich hoffe nur das Adolfphis die Verantwortung auf Konstantin abgibt. Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl bei ihm. Er hat doch gar nicht den ausreichenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Gutes. Mir scheint er hat immer nur ausgegeben und das Geld reinkommt hat er seinem Vater überlassen.

    Jap, sehe ich genauso. Er weiß überhaupt nicht (und es interessiert ihn wohl auch gar nicht), wie man ein so einen Gutshof zu führen hat. Mal davon abgesehen, dass ihm wahrscheinlich im Thema Wirtschaftlichkeit noch mehr Kenntnisse fehlen. Wenn er nicht auf Konstantins Hilfe zurückgreifen wird, sehe ich eher schwarz für das Gut Greifenau.

    Jetzt empfinde ich Mimis Mutter aber allmählich als unmöglich. Josef geht es sehr schlecht und ihr fällt nichts Besseres ein, als sich noch intensiver in ihre Wohltätigkeit und Frauenbewegung zu stürzen!

    Es gibt hier so viele negative Stimmen gegen Mimis Mutter, aber ehrlich gesagt, verstehe ich das gar nicht. Ja, okay, sie könnte sich mehr um ihren Bruder kümmern, aber er ist versorgt durch Mimi und der Mutter werden gerade gleich zwei Ehren zuteil, für die sie wirklich viel gearbeitet hat. Verlangt ihr wirklich, dass sie die einfach ablehnt? Keiner würde einem Mann vorwerfen, wenn er sagt, nein, ich kann meine Fabrik oder was weiß ich nicht alleine lasse, aber ihr tut man es, obwohl sie ihren Bruder gut versorgt weiß?

    Ich kann Amelie da total verstehen und finde es überhaupt nicht verwerflich, dass sie sich diese Gelegenheiten nicht nehmen lassen möchte. Immerhin hat sie hart dafür gearbeitet und außerdem sind das auch Sachen, mit denen sie ihren Prinzipien treu bleibt.



    Bei einem Roman könnte ich mir genau diese Freiheit nehmen, zu sagen: Auf der letzten Seite ist alles vorbei.

    Und dass ich das nicht gemacht habe, wurde mir bei meiner letzten Leserunde bei den Büchereulen auch von etlichen Lesern übel genommen.

    Ach, ich sehe das wie Anne, es ist dein Werk, also bestimmst du. ;) Klar, es gibt mal ein Ende, das ich besser und das ich schlechter finde, aber hier passiert ja gar nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Es gibt ein Buch, auf das ich mich 2019 freue! Das ist doch durchaus positiv! :)


    Eveline wird heimlich die Anmeldung für die Aufnahmeprüfung abschicken....mit meinem Gott über Mauern gehen...es wird Zeit, dass sie alle wieder ein schönes Leben haben.

    Das wäre toll und ich kann mir durchaus vorstellen, dass Alexander auch weiterhin auf seine Mutter zählen kann. Gerade in dieser Angelegenheit wird sie ihn nicht im Stich lassen und wenn es sein muss gegen alle Widrigkeiten verteidigen, alleine schon, um ihm ihr Schicksal zu ersparen.

    Während du, liebe Petra, hoffentlich eine schöne Zeit auf der lit.love hast, habe ich den Sonntag genutzt und die letzten paar Kapitelchen gelesen. Haaach, wirklich ein schönes Buch und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.


    Hannes kommt nun doch noch zurück. Aber es scheint mir so, als er ob er zwei Eisen im Feuer hat. Wenn er sich da mal nicht verbrennt... Allerdings kam es mir eher so vor, als ob Mimi der Grund gewesen wäre für ihn, zurückzukehren. Immerhin hat er doch noch erfahren, wohin es Mimi gezogen hat. Aber zeitgleich macht er auch Eveline Hoffnung. Wobei ich mir hier nicht so sicher bin, ob die beabsichtigt war oder nicht. Immerhin lesen wir das aus Evelines Sicht und die kann sicherlich auch einiges anders deuten, als er es eigentlich gemeint hat. Aber ein kleiner Schürzenjäger ist er auf jeden Fall, unser Hannes! Das wird auf jeden Fall noch spannend, denn ohne Hannes - da bin ich mir fast sicher - hätte sich zwischen Mimi und Eveline noch eine schöne Freundschaft entwickeln können. So befürchte ich fast, dass Eifersucht und Neid immer zwischen ihnen stehen wird.


    Alexander hat Chancen an der Kunstschule angenommen zu werden und ich freue mich enorm für ihn. Ich finde es aber wirklich hart, dass alles an seinem Vater scheitern könnte. Hat er denn wirklich eine so große Macht über ihn? Was ist, wenn er einfach fährt? Und wenn er dann angenommen wird, einfach geht? Okay, einfach wird es nicht, aber möglich. Er ist immerhin ein Mann und wird in Stuttgart sicherlich nicht schief angeschaut, wenn er sich ein Zimmer mietet. Wenn er außerdem ein Stipendium hat und vielleicht als Maler noch das ein oder andere nebenbei verdienen kann, dann braucht er auch keine finanzielle Unterstützung mehr und es wird ihm dort sicherlich wesentlich besser gehen als in der Weberei, wo Gehringer ja schon angedeutet hat, ihn finanziell einfach ausnehmen zu wollen.


    Apropos Gehringer - die letzte Szene von ihm in der Fabrik war wirklich unmöglich. Er ist ein sehr unangenehmer Zeitgenosse und lässt seine Arbeiterinnen noch nicht mal in Ruhe ihre Mittagspause verbringen. Auch schert ihn Arbeitssicherheit einen Dreck - da ist Paul Merkle wirklich nochmal ganz anders! Paul Merkle hat sicherlich auch seine Fehler, aber er sieht in den Angestellten keine Sklaven sondern auch Menschen. Gehringer sollte sich wirklich ein wenig vorsehen, wenn er weiterhin Arbeitskräfte haben will.


    Der Schreiner ist also verstorben - ist doch perfekt für unseren Vincent! Da soll er sich in Ulm oder so eine Lehrstelle suchen und kann dann ein paar Jahre später in Laichlingen seinen eigenen Betrieb auf die Beine stellen. Einen Schreiner wird man ja auf jeden Fall brauchen. Aber so leicht werden wohl für keinen der Jungs in nächster Zeit die Zukunftspläne sein, denn immerhin wartet ein großer Krieg auf sie, wo einige sicherlich als Kanonenfutter für herhalten müssen.

    Ich habe noch nicht rausgefunden wie man vom Handy aus zitiert, werde mich also nachher noch mal melden wenn ich wieder zu Hause bin.

    Einzelne Sätze vom Handy aus zu zitieren, ist auch sehr sehr unpraktisch und würde ich daher auch nicht empfehlen. So einfach wie es mit dem Laptop ist, ist es dann leider mit dem Handy gar nicht.

    Der Krieg um den Schwertwald beginnt. Es wird an verschiedenen Fronten gekämpft und mittendrin sind natürlich Nandus und Milan Tormeno. Doch kämpfen nicht nur die Liga gegen die Schwertherzöge, sondern auch die Märengestalten werden vermehrt zu wirklichen Kreaturen, die ebenso bekämpft werden müssen...


    Bernhard Hennen hat es geschafft, eine komplexe Welt zu erschaffen, in der im Krieg zwischen gut und böse nicht mehr zu unterscheiden ist. Und wie soll man das auch tun, wo doch jede Seite zu grauenvollen Kriegsgräueltaten greift? Wie schon im ersten Band angekündigt, vermischen sich die Grenzen. Aber ein wenig fehlt mir dadurch auch manchmal das Ziel. Mir ist nicht immer so klar, worauf der Roman eigentlich hinaus will. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Band 1 nicht mehr ganz präsent ist, weswegen ich jedem raten würde, die Zwischenzeit zwischen den Bänden nicht zu lang werden zu lassen. Und dies fordert natürlich auch den Leser. Es benötigt Konzentration, um der komplexen Handlung auch folgen zu können. Doch da Hennen wie immer durch seinen wundervollen Schreibstil brilliert, ist aufmerksames Lesen allein schon deswegen hier angesagt!


    Die Charaktere sind so facettenreich wie schon im ersten Buch und entwickeln sich stetig weiter. Vor allem auch Milans Gabe des Fleischwebens verändert einiges. Es gibt so viele spannende Charaktere, dass ich mich kaum entscheiden kann, wen ich am liebsten mag. So wie die tollen Hauptfiguren, wie Milan und Nandus sind überaus faszinierend, aber auch die kleinen Nebenfiguren wie der Meuchelmörder Falce sind einfach großartig und charakterstark gezeichnet, dass ich mich auch für eine solch zwielichtige Gestalt begeistern kann.

    Hinzu kommen all die einfallsreichen Märengestalten, die teilweise an bekannten Mären angelehnt und ein wenig verändert wurden, teilweise frei erfunden sind. Sie alle werden auf spannede Weise zum Leben erweckt und der Kampf gegen und mit ihnen ist stets interessant zu verfolgen.


    So bleibt der Spannungsbogen auch konstant oben. Langweilig wird es nie, aber auch Verschnaufpausen gibt es so wenig. ;) Nichtsdestotrotz ist die Azuhr-Reihe auch weiterhin bester Lesegenuß und ich warte gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Band - auch wenn diesmal feststehen wird: Ohne einen Reread von Band 1 + 2 werde ich Band 3 nicht lesen!


    Rezension veröffentlicht...

    im großen Bücherforum

    auf der Hauptseite von LS

    bei Thalia.de

    bei amazon

    bei Goodreads

    Gut Greifenau - Ich fühle mich beim Lesen gleich nach Downton Abbey versetzt.

    Es hat natürlich einige Parallelen, aber bisher habe ich "Downton Abbey" ein wenig - wie soll ich sagen? - freundlicher im Umgang miteinander erlebt. Unter den Dienstboten gab es mehr Freundschaft, auch der Butler ist zwar bei DA streng, aber nicht so herrisch wie unser Caspers. Und vor allem die Mutter empfand ich bei DA als liebenswürdiger als hier. Ich bin mal gespannt, inwiefern sich das alles noch entwickelt. Hier bietet das auf jeden Fall wesentlich mehr Konfliktpotenzial. ;)


    Gleichzeitig fängt auch der neue Kutscher Albert Sonntag seinen Dienst an. Dieser Mann scheint noch sehr interessant zu werden, obwohl ich aus ihm nicht ganz schlau werde. Was hatte er sich vorgenommen. Will er sich an jemanden rächen? Weiß er, wer ihn ins Waisenhaus gebracht hat? Weiß er, wer seine Eltern sind? Mag er die Enkelin des Pastors Paula Ackermann?

    Dass er Paula Ackermann wirklich mag, wage ich zu bezweifeln. Er scheint ihr ein Mittel zum Zweck zu sehen, aber welchen Zweck? Da tappe ich noch sehr im Dunkeln.



    Die jüngste Tochter Katharina hätte ich viel älter eingeschätzt, ich war total überrascht, das sie erst 12 ist. Die ist ganz schön frühreif.

    What? Das Alter von 12 Jahren ist an mir bisher vorbeigegangen. Ich hätte auch locker gedacht, dass sie vier Jahre älter wäre. Ich muss mein ganzes Bild nochmal überdenken. :o


    Was hat es mit dem neuen Kutscher auf sich? Woher kennt er den Pastor? Ist das sein Vater, der sich nicht zu ihm bekannt hat? Anscheinend ist Albert ja in einem Waisenhaus aufgewachsen. Oder ist sein Vater gar ein Adliger, und der Pastor weiß etwas?

    Interessante Theorien. Auf jeden Fall scheint er mehr zu sein als ein einfacher Bediensteter. Denn schon mehrfach wurde erwähnt, dass er ein ganz anderes (selbstbewussteres) Auftreten hat. Irgendwie kommt das mit dem Waisenhaus aber alles nicht hin. Ob das vielleicht nur eine kleine Lüge von ihm ist, weil er seine wahre Herkunft verschleiern möchte?


    Alexander kann ich noch nicht weiter einschätzen, ausser das er sehr vorlaut ist und nichts anständiges macht. Und er ist bei den Geschwistern glaube ich nicht so beliebt. Mir scheint es sowieso so, als seien die Geschwister nicht sehr eng miteinander.

    Ja, leider nicht. Gerade weil es kaum Spielkameraden außerhalb der Familie gibt, hätte ich gedacht, dass da doch ein engeres Band (zumindest zwischen manchen von ihnen) herrscht. Aber bisher hatte ich jetzt nicht den Eindruck, dass Alexander viel mehr außen vor ist als seine anderen Geschwister.


    Bertha hat doch diesen Zettel mit der kindlichen Handschrift gefunden, hat den Albert verloren?

    Ja, das hat mich auch gleich stutzig gemacht.

    Ich bin nun auch in das Buch eingestiegen und die ersten fünf Seiten haben mich noch ein wenig überfordert mit den ganzen Namen. Zuerst habe ich jeden einzelnen nachgeschaut, aber das hat den Lesefluss so sehr gestört, dass ich das schnell aufgegeben habe, aber der ganze Wust lichtet sich dann auch doch sehr schnell und man bekommt einen guten Überblick. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere so unterschiedlich sind und sich die Verstrickungen untereinander einprägen lassen, was ebenfalls bei der Unterscheidung hilft.


    Gefallen haben mir auch die Karten vorne. Lediglich die große Karte von Pommern hat mir gar nicht geholfen. Wo befinden wir uns in Europa? Wenn Danzig im Westen liegt anscheinend hinter Polen, kurz vor Russland? In Russland? Oh weh, meine geografischen Ortskenntnisse hören mit Polen spätestens auf. rotwerd


    Dass er alte Gutsherr so schnell stirbt, damit hätte ich noch nicht gerechnet, aber es macht natürlich Sinn, da so ein Stein ins Rollen gerät. Adolphis tut mir schon ein wenig Leid. Er hatte es sicherlich nicht leicht in seiner Kindheit. Erst musste er sich damit arrangieren der Zweitgeborene und Nicht-Erbe zu sein. Dann tut er es, findet sich zurecht und auf einmal stirbt sein älterer Bruder und all seine Pläne werden wieder über den Haufen geschmissen. Ich hätte wohl ähnlich wenig Lust auf ein Leben als Gutsherr. Anders ist das natürlich bei seinem ältesten Sohn, der damit von Anfang an groß geworden ist. Das kann noch spannend werden zwischen Vater und Sohn! Konstantin weiß ziemlich genau, was er will und wie er es umsetzen will. Als er zum Schluss dann noch auf die neue Dorflehrerin Rebecca trifft, weiß er nun wohl auch, welche Frau er haben will. Das wird aber sicherlich seine Mutter überhaupt nicht erfreuen. Allerdings frage ich mich wirklich, ob das für seinen Ruf ein so großes Drama wäre, wenn er eine Dorflehrerin ehelicht, wo sie doch im letzten Winkel von Pommern wohnen...


    Welches Geheimnis hatte eigentlich Donatus, das der Pfarrer Adolphis sagen soll? Das klingt ebenfalls dramatisch und in Bezug zu dem Geheimnis des neuen Kutschers fast explosiv. Ob die beiden Sachen zusammenhängen oder ist das alles eher Zufall? Und wieso weiß ausgerechnet der Pfarrer davon? Nur weil er Seelsorger ist?


    Tjaja, der neue Kutscher - verdreht jeder Frau den Kopf. ^^ Und weiß das auch noch genau. Das klingt nicht so gut, denn zumindest bei der Pfarrersenkeling Paulina lässt er seinen Charme absichtlich spielen, um sie für sich zu gewinnen. Was will er vom Pfarrer, dass er so interessiert an ihm ist?


    Katharina scheint eine der Hauptpersonen zu sein. Teilweise ist sie mir sehr sympathisch, wie sie über Berlin spricht und wie sie die Dienstmädchen behandelt. Allerdings wandelt sich ihr Charakter schnell, wenn sie nicht ihren Willen bekommt oder ihr etwas gegen den Strich geht. Das konnte man ziemlich gut daran erkennen, dass sie es gar nicht witzig fand, dass Albrecht sich mit Paulina unterhalten hat. Unsere Katharina ist wohl ganz schön verwöhnt und ist es wohl nicht gewöhnt, ihren Willen nicht zu bekommen. Das kann gerade in Bezug auf Albrecht ja noch heiter werden.


    Aber auch ansonsten gefallen mir die Personen alle sehr und ihre kleine Zwists untereinander. Wiebke ist mir natürlich sympathischer als die hinterhältige Clara, aber so bleibt auch alles noch sehr spannend.

    Die modernen Fotografien der Konfirmanden kommen nicht überall gut an. Vor allem nicht beim Gehringer. Man darf doch nicht den mächtigen Herrn verärgern!

    Ich glaube das eigentliche Problem ist, dass die Fotografien beim Herrn Gehringer sehr gut ankommen. Er sieht Mimis Talent und würde sicherlich auch gerne ihre Dienste in Anspruch nehmen, aber leider fotografiert sie am falschen Ort, nämlich an dem Ort, den er gerne für seine Geschäfte haben will und deswegen torpediert er sie. Wenn er selbst denken würde, sie wäre nicht gut, dann müsste er sich gar nicht ärgern und Mimi nicht klein reden. Dazu bestärkt Mimi die jungen Leute darin, sich zu überlegen, was SIE wirklich vom Leben wollen und nicht, was die Eltern wollen. Das kann dem Gehringer natürlich nur gegen den Strich gehen, weil er die Jungs in seiner Weberei braucht. Was passiert wohl mit seiner Firma, wenn der Nachwuchs ausbleibt?


    DieKonfirmanden haben mir bei der Predigt des Pfarrers richtig leidgetan. Was der da von der Kanzel runter lässt, finde ich dermaßenrückständig. Ich halte sehr viel von Traditionen. Aber man mussauch mit der Zeit gehen und nicht vehement versuchen, den Fortschrittaufzuhalten.

    Die Kirche ist selbst heute nicht dafür bekannt, besonders fortschrittlich zu sein. Mal davon abgesehen, ist der Pfarrer so voll bei der Linie von Herrn Gehringer. Das kann für ihn wohl auch nur vorteilhaft sein...


    Diefeinen Leinensachen nur im Schrank liegen zu lassen finde ich soschade.

    Schlimm, was? Denn besser werden die Leinen im Schrank ja auch nicht, wenn man sie gar nicht benutzt. Und was nützt das ganze Geld, das man darein gesteckt hat, wenn man die Sachen nicht benutzt? Wenn man es wenigstens an Sonn- und Feiertagen nutzen würde, aber so ist es ja völlig vergeudet...


    Ob sie überhaupt Aufträge im Atelier bekommt bezweifle ich mittlerweile. Denn nach dem Gespräch mit Gehringer wird er ihr, wie versprochen, das Leben zur Hölle machen.

    Das frage ich mich auch. Die Leute haben eh schon nicht viel Geld und nun werden sie vom Gehringer auch noch eingeschüchtert, so dass die Barriere immer größer wird. Manchmal frage ich mich, warum Mimi nicht trotzdem auswärtige Aufträge annimmt, die in der Nähe liegen. Dann ist sie zwar mal zwei, drei Tage fort, aber immerin würde so wieder ein wenig Geld 'rein kommen und sie verschwindet nicht von der Bildfläche und kann weiter von sich reden machen.


    Paul ist ganz schön prüde, seine Tochter als Modell ja, aber nicht im Nachthemd.

    Ich empfinde Paul eigentlich gar nicht als prüde in diesem Punkt. Er will seine Tochter beschützen und es wäre ein kleiner Skandal, wenn seine Tochter im Nachthemd Modell ist. Er will sie nicht in Verruf bringen und sie nur für seinen Chef hergeben. Er wideretzt sich dem Gehringer da und das hat mir eher Respekt abverlangt.


    Jedenfalls, als Vincent, Fritz und Alexander sich unterhalten, stellen sie fest, dass sie Talente haben. Warum eigentlich nicht einen anderen Beruf erlernen. Schreiner ist ein guter Beruf und Alexander hätte in einer anderen Stadt als Zeichner bestimmt auch eine Chance. Die Kinder aus dieser Region können einem sehr leid tun.

    Eine schöne Szene! Und ich hoffe, sie schöpfen da wirklich ein wenig Mut 'raus. Mimis Fotografien wirken auf jeden Fall schon (wenn Gehringer das wüsste!) und ich denke, eine Lehre als Schreiner kann man sicherlich auch gut bekommen in Ulm. Und dagegen lässt sich absolut nichts einwenden. Ich hoffe sehr, dass Vincent es schafft, diesen Weg einzuschlagen.

    Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Gut Greifenau" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich sowohl für Hanna Caspian als auch für ihren Verlag KNAUR, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn ihr eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.