Beiträge von Senara von Nostria

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    Irulla gefällt mir aber auch wieder gut, wie sie der sterbenden Elfe ganz pragmatisch vorhält, dass es besser ist, satt zu sterben, denn der Tod kommt ja eh

    Das ist echt typisch Irulla. :totlach:

    Beorn wird immer wieder schmerzlich bewusst, in welchem fatalen Abhängigkeitsverhältnis er mit Pardona steh

    Ich weiß nicht mehr, ob es dieses Verhältnis im Spiel auch gab. Ich glaube ja, aber es kann genauso gut sein, dass mir meine Erinnerung einen Streich spielt ( das ist schließlich schon über 20 Jahre her! Ich bin eine alte Schachtel :o)

    Salarin befindet sich wieder in der "mein König" Phase.

    Ich ahne ,das seine erste Persönlichkeit -Beschützer des Hochkönigs der Elfen- überlagert wurde von seiner jetzigen Persönlichkeit. Diese Reise wirkt bewussseinsfördernd auf ihn.

    Was mir auffällt: Das passiert irgendwie immer mit ihm, wenn er in der Nähe von elfischer Magie ist. Dann "switcht" er, gerade so als ob er eine multiple Persönlichkeit wäre.

    Aber ich glaube ja nicht an ernsthafte Absichten von Stefano.

    Ich auch nicht.

    Da stellen sich wohl einige Leute "schlimme" Dinge vor

    Wer weiß, inwieweit die Vorurteile da berechtigt waren...

    Ich könnte mir vorstellen, dass Friedrich dem Schwiegervater angeboten hat, er würde dessen Tochter heiraten, um sie aus ihrer Schwangerschaftsmisere herauszuholen, dafür könnte er dann aber auch etwas vom Schwiegervater verlangt haben. Geld zum Beispiel. Und deshalb will er nicht, dass Friedrich vom Erbe nochmal was bekommt.

    Das wäre möglich

    Liebe Tabea - danke!

    Natürlich lassen sich Tote nicht gegen andere Tote aufrechnen - deshalb: NIE WIEDER KIEG!!!

    aber um zu verstehen, wie es zum Verhalten der russischen Befreier und Sieger in Deutschland kam, muss man schon ganz genau hinschauen, was im Zweiten Weltkrieg von deutscher Seite in Russland passiert ist ...

    Sage nur: "Politik der verbrannten Erde" - und so war es auch ...

    Dann versteht man auch, warum die damals so ausgetickt sind. Es macht zwar nichts besser, aber nachvollziehbarer

    Ich finde es faszinierend, wie eng die beiden, Vermis und Vespertilio beinander lagern, obwohl sie sich doch nicht ausstehen können. Die Beschreibung von Vermis fand ich super, man merkt genau, wie unsympathisch und egozentrisch er ist. Das diese Gemeinschaft freiwillig zusammen ist, glaube ich keine Sekunde lang, der macht das halt subtiler als Vespertilio.

    Auch Abdul war wieder super. Der nimmt Vermis doch auch kein Stück ernst, aber erkennt, das er gefährlich ist.

    Das Gespräch zwischen Galandel und Tylstyr hat mich sehr berührt, ich hoffe, das Tylstyr die Gelegenheit bekommt, sich mit Zidaine auszusprechen

    Ob die allerdings dann noch in dem geistigen Zustand ist, als das man vernünftig mit ihr reden könnte, weiß ich noch nicht. Vielleicht verliert sie doch noch den Verstand. Pardona hatte Unrecht, glaube ich, nicht die Kröte ist Zidaines Meisterin.

    Interessant, wie Vespertilio da Gefühle zeigt

    Ich frage mich da nur, ob das tatsächlich ein Gefühl ist oder nur Berechnung, um seinen Willen durchzusetzen?!

    Sehnt er sich so sehr nach dem Tod, dass er sich einfach so niederschlagen lässt?

    Ich glaube, er sehnt sich nach Vergebung. Und nach Ruhe. Endlich abschließen zu können. Denn er sagt ja, er hätte versucht, das so gut wie möglich zu verdrängen, was ihm mehr oder weniger gut gelingt. Und er sich nicht klar gemacht hat, oder auch nicht wollte, was das eigentlich für Zidaine, also das Opfer, bedeutet. So gesehen ist er am Ende doch noch mutig.

    Zitat

    »Ich heile die Welt von Ungerechtigkeit. Ich bin eine Geweihte der Rache.«

    Hennen, Bernhard. Die Phileasson-Saga - Totenmeer: Roman (Die Phileasson-Reihe 6) (German Edition) (S.289). Heyne Verlag. Kindle-Version.

    So weit ist es also gekommen. Zidaine hat endgültig den Verstand verloren.

    Das ist ja auch das erste mal, das sie sich in irgendeiner Weise rechtfertigen muss. Bisher war sie ja immer von ihrer tun überzeugt. Wenn sie zugeben würde das es falsch ist, was bleibt ihr denn dann noch? Genau nichts mehr. Für mich ist das der verzweifelte Versuch, ihr Vorgehen zu rechtfertigen

    Hier kommt meine Rezension, ich möchte euch allen noch für diese Leserunde danken und freue mich, wenn wir uns beim nächsten Band wieder lesen.


    Faszinierendes Gesellschaftsporträt vor dem ersten Weltkrieg

    Seit Ewigkeiten lebt die Grafenfamilie von Aarhayn-Auwitz auf dem Gut Greifenau. Während die Grafenfamilie, allen voran die Gräfin, versucht, so zu leben wie bisher und gemäß den Regeln des Adels. Doch die jüngere Generation beginnt diese Regel zu hinterfragen und zwei der Grafenkinder verlieben sich in unpassende Partner. Die anderen beiden Kinder dagegen sind Kopien ihrer auf Stand und der Etikette des Adels bedachten Mutter. Im Falle der Tochter ist dies besonders brisant, da die Gräfin bereits einen hochadligen, aber leider aggressiven und sadistischen Heiratskandidaten gefunden hat. Die Auserwählte des Sohnes dagegen hat sozialistische Ansichten und misstraut dem Adel zutiefst. Doch auch in der Gutsverwaltung kommt der Fortschritt nur schleppend, da der Graf sich nur wenig für das Gut interessiert und der Verwalter lieber so wirtschaftet, wie er schon immer tut.

    Konflikte und Hierarchien gibt es auch beim Personal des Gutes. Aber auch hier beginnt sich der Wunsch nach Veränderung zu regen, so wandert der Kutscher nach Amerika aus, und der neue Kutscher schleppt ein düsteres Geheimnis mit sich herum, das seinen Ursprung auf dem Gut hat. Aber auch bei den Bediensteten gibt es zahlreiche Intrigen.

    Insgesamt sind die historischen Fakten sehr gut und genau recherchiert und die Autorin versteht es, die explosive Stimmung in den Wochen vor dem ersten Weltkrieg zu transportieren. Die Protagonisten sind sehr liebevoll und abwechslungsreich ausgearbeitet, so hat keine der Personen nur „gute“ oder nur „schlechte“ Eigenschaften, sondern jede hat etwas, was ihn sympathisch macht, ganz wie im echten Leben also. Der Schreibstil ist so fesselnd und spannend, das er sehr schwierig ist, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Eine tolle Idee sind die Zeichnungen am Anfang, auch wenn das im E-book schwierig anzuschauen waren. Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten beiden Bände und kann es kaum erwarten, wie es weitergeht.