Beiträge von Christoph Hardebusch

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Wer übrigens sehen mag, wie das Cover entstanden ist, findet hier auf Facebook ein Album des brasilianischen Künstlers Osmar Arroyo, der aus einer Idee von Dennis und mir eine Skulptur erstellt hat, deren Photo letztendlich das Cover ziert. Osmar hat noch andere Zeichnungen zum Projekt beigesteuert, die vor allem in den Booklets und dem Media Book zu finden sind.


    Zum Glück schreibe ich ja in einer Zeit, in der Fantasy wieder originäre Cover hat, und hatte deswegen immer die Freude und Ehre, Cover von großartigen Künstlern zu haben, aber dieses ist trotzdem besonders.


    Die Skulptur wird übrigens demnächst für einen guten Zweck versteigert!


    Ok dann brauche ich nun wohl also auch noch das Hörbuch? ;)
    Danke auch für den Link zu Youtube, ich durfte diese Lesung live miterleben und es war so schön! Bin auch dort ehrlich gesagt erst wirklich auf das Projekt aufmerksam geworden und die Band war ausschlaggebend, da bin ich ehrlich ;)


    Das ist kein Problem. Im Gegenteil, es freut uns ja, wenn das jeweils in andere Bereiche strahlt. Und es steckt viel von Van Canto im Buch, und ich wage zu behaupten, auch etwas von mir im Album.


    Außerdem habe ich das Gefühl, eine Heldengeschichte zu lesen. Und da war es eindeutig zu früh, um die Helden sterben zu lassen.


    Ohne allzu sehr spoilern zu wollen: Das ist natürlich der Fall. Wir haben uns bei der Zusammenarbeit sehr früh gefragt, was denn bei diesem Projekt passen würde. Sicher keine komplexe, mehrbändige politische Fantasy, sondern eher Sword & Sorcery, vielleicht mit einem Augenzwinkern.



    Mir gefällt es bisher gut mal eine Darkfantasygeschichte zu lesen, in der nicht alles relativ ist, und gut und böse nur noch verschiedene Grautöne sind. Ich mag HeldenInnengeschichten, bei denen ich auf Seiten der Protagonisten mitfiebern darf, ohne mir hinterher vielleicht vorwerfen zu müssen, ich hätte der dunklen Seite der Macht die Daumen gehalten. (hoffentlioch bleibt das so).


    Interessant, als Dark Fantasy hätte ich es jetzt nicht eingeordnet, dafür ist es mir selbst zu wenig ... na ja, dark. Sword & Sorcery, Low Fantasy, etwas in der Art, vielleicht ein wenig düster. Aber natürlich sind die Grenzen da fließend und genaue Definitionen und Einteilungen schwierig.


    Elena und Kaleona ist weiterhin das für mich interessantere Team. Wobei die beiden Teams ja jetzt aufeinander getroffen sind. Ich mag toughe Frauen, die kämpfen können und keine Männer brauchen, um Zurecht zu kommen. 8)


    Ja, ich auch ... ;)



    Im Ganzen gesehen fand ich die Stimmung atmosphärischer als im ersten Abschnitt. Ich frage mich, ob du, Christoph, Larp als Hobby betreibst? Oder Rollenspieler bist? So würde ich mich gerne jetzt als Leser mit den Vieren in den Gasthof der Baronin setzen, ein bißchen zubern und ein Ale mittrinken. :D


    RPG ist immer noch eines meiner Lieblingshobbies, LARP ist auch Zeitgründen ein wenig verschwunden. Ich habe früher den einen oder anderen Con (mit-)organisiert, aber dazu komme ich gar nicht mehr, und schon einfache Con-Besuche sind sehr selten geworden.


    Haha ich bin ja schon nach einem Konzert als Zuschauer total zerstört, kann also etwas nachvollziehen, wie du dich fühlst ;)


    Meine "Arbeit" auf den Konzerten war ja nun nicht sonderlich anstrengend ... ein, zwei Minuten lesen und sonst kurz die Haare schütteln. Tatsächlich ist es im Publikum deutlich anstrengender (ich war oft genug Teil davon). Es ist mehr das ganze Drumherum.

    Ich war positiv überrascht und sehr erfreut, als ich den Trailer mit Starbesetzung angesehen habe. Ein wirklich toller kleiner Film, der Lust auf mehr macht. Das finde ist nicht selbstverständlich, vor allem bei Büchern. :)


    Wirklich nett ist, dass John sehr positiv reagiert hat und sofort Lust auf das Projekt hatte. Da spielt mit hinein, dass Van Canto ungewöhnlichere Musik machen, das weckt sofort Interesse. Leider habe ich ihn nicht persönlich kennen gelernt, das wäre noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen ... ;)


    Wie kann man sich hier eine Zusammenarbeit vorstellen? Wart ihr hier physisch zusammengesessen, oder habt ihr geskypt oder die Texte immer wieder gemailt?


    Ich stelle mir den Koordinations- und Zeitaufwand sehr hoch vor.
    Zum Beispiel wenn nachträglich eine noch bessere Idee zu einem Thema kommt, diese auch mit einfließen zu lassen und bisher Entstandenes wieder über den Haufen zu schmeißen!?


    Wir hatten Treffen, vor allem zu Beginn. Später lief dann sehr viel per Telefon- oder Videokonferenz. Van Canto selbst sind über die Republik verteilt, weshalb es auch für sie immer viel Koordination ist - was uns zugute kam, weil es die Erfahrung schon gab. Während des Schreibprozesses habe ich dann Texte direkt an die Band geschickt und bekam im Gegenzug immer wieder aktuelle Kompositionen, die ich dann während des Schreibens hören konnte.


    Ja, wir haben auch Sachen geändert, wenn uns später eine bessere Idee gekommen ist. Das mache ich beim Schreiben allerdings immer so; es ist nicht sinnvoll, schlechtere Ideen zu behalten, nur weil sie älter sind, oder Umarbeiten / Umschreiben mehr Arbeit bedeutet.


    Klingt nach einem sehr großen Projekt! Wie zeitintensiv war das denn, also wie lange habt ihr euch ungefähr damit beschäftigt?


    Ich liebe das Gesamtwerk übrigens sehr, bin schwer begeistert! :daumen:


    Also, angefangen haben wir 2014, der Hauptteil war dann komplett 2015, aber es zog sich bis Anfang 2016. Ich habe die Fahnen Ende Januar abgegeben, Van Canto mussten dann noch mehr machen, weil sie das Hörbuch selbst produziert haben und es Bardenlieder einzusingen gab und dergleichen mehr. Dazu waren immer waren so Sachen wie Shootings für die Bilder und das Video.


    Ganz abgesehen von der sehr schönen und inspirierenden kreativen Zusammenarbeit, war es auch sehr spannend, Einblicke in die Musikwelt zu erhalten. Klar, man macht auch als Autor mal Shootings mit, aber das war immer noch ein bisschen mehr, als ich es bislang kannte.


    Vielen Dank!


    Für mich sind die eingestreuten Lieder tatsächlich ein Gewinn. Etwas, das die Geschichte von anderen unterscheidet. Außerdem mag ich Gedichte und Lieder. Dem Roman verleiht es als Bardengeschichte Glaubwürdigkeit.


    Und immerhin von waschechten Barden geschrieben ... ;)



    Dazu eine Frage: Tauchen die Lieder im Hörbuch an der Stelle auf, wo sie auch im Text sind?
    Laut Beschreibung gibt es Hörbuch CD's und eine vierte mit den Liedern.


    Oh, ich habe nur die MP3s, da sind die Lieder auch einzeln noch einmal als MP3s, aber sie tauchen im Text auch an den richtigen Stellen auf. Ich gehe davon aus, dass es beim physischen Hörbuch ebenso ist.


    Das einzige, was ich nicht so mag sind die eingeschobene Liedtexte von Revus, wen er in der Schänke singt oder Wunden besingt, etc. . Solche Texte oder auch Reime stören mich immer irgendwie beim Lesen und ich überfliege sie meist nur, sorry :-[ Das ist aber ein Problem, das ich bei jedem anderen Buch auch habe, selbst bei Herr der Ringe mochte ich das nicht. ;)


    Ehrlich gesagt, ich vermeide das als Autor für gewöhnlich und bin als Leser auch kein Fan, aber in diesem Fall war es einfach passend. Die Texte sind nicht von mir sondern von den Musikern. Ich denke, man verliert nicht unbedingt etwas, wenn man sie ignoriert, da die Geschichte nicht auf ihnen aufbaut, aber "Feuerstimmen" ohne Bardenlieder wäre für mich nicht dasselbe. Selbstverständlich gewinnt das auf dem Hörbuch noch einmal eine ganz andere Qualität.


    Die Geschichte beginnt, wie mein Vorredner Torshavn schon sagte, recht amüsant mit einem Überfall auf die beiden Helden.
    Witzig finde ich, dass Aidan und Revus darüber sprechen, dass auf einer anderen ähnlichen Kreuzung bestimmt ein Barde mit einem Dämon in einem Singwettbewerb um sein Leben ringt.
    Das klingt für mich wie eine Anspielung auf den Tenacious D Song "Tribute". Vielleicht ist Christoph Hardebusch, ebenso wie ich, Tenacious D Fan!? 8) (Das aber nur am Rande)


    This is just a tribute!


    Aber nein, mit dem Teufel an einer Kreuzung um seine Seele fideln, ist ein klassisches Bild, das mir in einem Roman über Barden einfach passend erschien.

    Das Buch ist wohl teil eines Gemeinschaftsprojekts mit der Metallband Van Canto (die ich bisher nicht kannte). Zu dem Roman gibt es eine Musik- CD (die Geschichte des Buches in Lieder umgesetzt?). Die Trailer mit 'Gimli' als Sprecher sind cool.
    Und es gibt wohl ein Hörbuch (mit dem vollständig gelesenen Text und den Liedern aus dem Buch von Van Canto vertont).


    Metal a capella Band ... ;-)


    Buch und Album sind zeitgleich in enger kreativer Zusammenarbeit entstanden. Ich habe während des Schreibens die neuen Kompositionen gehört und Van Canto haben direkt meine Texte bekommen. Die Geschichte selbst haben wir gemeinsam entwickelt, gleich mit Blick auf die Musik.


    Ich habe ja nun schon ein, zwei Dinge geschrieben, aber die englischen Texte für John Rhys-Davies zu verfassen, war schon sehr besonders. Als Van Canto für die Aufnahmen in London waren, schlug mir das Herz bis in den Hals. Aber John hat sich nett geäußert und ich hoffe mal, dass er nicht nur höflich war ... ;-)


    Die Bardenlieder stammen direkt von Van Canto und wurden sind im Hörbuch entsprechend gesungen. Es gibt einen kleinen Ausblick, da wir auf der Buchmesse Leipzig gemeinsam gelesen / gesungen haben (also ich nur gelesen - um Ohren zu schonen):




    Die englischen kurzen (Lied)Texte, die im Buch auftauchen, sind der Van Canto CD entnommen?


    Korrekt.


    Der Aufbau der Geschichte folgt einem klassischen Muster:


    Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich mich auf zwei Perspektiven beschränke. Ich lese recht viel Fantasy, habe das aber so noch nicht erlebt und kann das nicht wirklich klassisch nennen. Vorab hatte ich eher Sorgen, dass es formal zu strikt ist. Der Aufbau ist an ein Duett angelehnt, mit abwechselndem "Gesang".

    Fangen wir hier an. Beide Fragen lassen sich einfach beantworten: Stef von Van Canto hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich Lust auf eine kreative Zusammenarbeit hätte. In der Band waren meine Bücher hier und da bekannt. Da ich auf der anderen Seite Van Canto schon kannte und hörte, war meine Antwort sofort "ja, klar". Wir haben uns dann zuerst im kleinen Kreis mit Dennis und Stef getroffen und über Möglichkeiten und Ideen gesprochen. Dabei hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir gleich von Beginn an intensiv zusammenarbeiten wollten. Also nicht "Buch zum Album" oder "Album zu Buch", sondern alles gemeinsam entwickeln und schaffen.


    Zum Glück haben wir mit Piper und edel Partner gefunden, die dieses etwas, nennen wir es mal ungewöhnliche Projekt vollständig unterstützt haben. Während im Hintergrund also all die Räder klickten, die einfach nötig sind, konnten wir uns komplett auf den kreativen Part konzentrieren. Und der war ja gewaltig und hat am Ende nicht nur zu Buch und Album, sondern auch zum Hörbuch, einem englischen eBook, der Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Künstler Osmar Arroyo und so weiter geführt. Allein die Entstehung des gemeinsamen Covers war großartig: Osmar hat eine Skulptur geschaffen, die jetzt alle Cover ziert.

    *hechel* ... bitte entschuldigt die Verspätung, ich hatte deutlich unterschätzt, was es bedeutet, mit einer Metal Band auf Tour zu gehen. Eigentlich bräuchte ich jetzt erst mal Urlaub ... 8) ... ich kann es aber trotzdem nur empfehlen, es war eine absolut großartige Erfahrung.



    Jetzt gerade war auch noch das erste Branchentreffen des Phanastik-Autoren-Netzwerkes, weshalb ich die letzten Tage in Köln verbracht habe. Durchaus spannend, aber wenig Zeit für anderes. Mein eigener Beitrag war donnerstags so früh, dass wir schon am Mittwoch los mussten; seit wir in München wohnen, sind viele Reisen einfach deutlich länger.


    Aber jetzt wird es deutlich ruhiger!


    sag mal, warum verwendest du "Söldling" statt Söldner? Ist dir der Begriff in den Quellen häufiger untergekommen? Irgendwie stolper ich beim Lesen darüber. Was aber an mir liegt und nicht am Text.


    Ich fürchte, das ist ein Manierismus. Ich habe den Begriff irgendwo bei der Recherche gelesen und fand ihn passend. Der etwas prosaische Söldner kommt aber natürlich auch vor. Es hilft dabei, den Text ein wenig abwechslungsreicher zu machen und ich habe größtenteils versucht, den Söldling an den Stellen einzusetzen, wo das Ganze eine zumindest leicht abwertende Konnotation hat.


    schön, dass wir wieder eine gemeinsame Leserunde haben, die Runden zu deinen Trollen und den Sturmwelten habe ich immer noch in schöner Erinnerung. :)


    Ich auch ... :)



    Hier ergibt sich für mich natürlich gleich meine Frage: wie kommt es, dass du nun einen historischen Roman geschrieben hast, nachdem du vorher im Fantasy-Bereich so aktiv warst?


    Die Idee, mal einen rein historischen Roman zu schreiben, hat vorher lange gegärt. Ich habe das ja mal studiert und bin immer noch sehr an einigen / vielen Epochen interessiert. Ich habe vor Jahren damit begonnen, Ideen zu sammeln und ein wenig Vorarbeit zu leisten. Das lief dann hervorragend mit Wunderlich zusammen, die daran sehr interessiert waren.



    Und ist das ein Genrewechsel von dir oder wird es auch wieder einen neuen Fantasy-Roman von dir geben?


    Nein, ich fürchte, meine Interessengebiete sind zu weit gestreut, als dass ich nur einem Genre treu bleiben könnte ... ;) ... tatsächlich ist mein aktuelles Projekt wieder Fantasy, allerdings mit ein bisschen mehr ...


    Interessante wie sich mit jedem kleine Zahnrad/Handlung/Tat sich langsam, aber stetig die Maschinerie des Krieges in Bewegung setzt. Und somit ein Auf-und Wettrüsten beginnt, was heute in ähnlicher Form auch noch gerne praktiziert wird.


    Wie das leider so ist, auch bei den Osmanen wurden und werden Herrscher gerne an ihren Eroberungen und Kriegstaten gemessen. Tatsächlich war das in gewisser Weise ein Beweis dafür, dass die Herrschaft von höchster Stelle gesegnet war. Und auch wenn die christlichen Herrscher und auch einige islamische Mächtige glaubten, dass Mehmed der Zweite zu jung und unerfahren sei, war ihm das sehr wohl bewusst.