Autor Thema: 02 - Kapitel 10 (Seite 99) bis Kapitel 17 (Seite 193)  (Gelesen 1962 mal)

Offline Heimfinderin

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Große Sorgen mache ich mir entsprechend um Merle, auch wenn sie älter ist als die bisherigen Opfer. Aber sie bedient evtl. eine besondere Zielgruppe, nämlich die, die „männliche Mädchen“ bevorzugen.

Hm, so hatte ich das noch gar nicht betrachtet, bisher hatte ich gedacht (oder gehofft), daß es etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben könnte. Gehofft deswegen, daß es mir deutlich lieber wäre, wenn sie wirklich "nur" ausgerissen wäre.

Ja, ich hoffe auch noch, dass es was anderes ist, ihre Vergangenheit betreffend. Alles, wie schlimm vielleicht es auch sein mag, scheint ja fast besser zu sein, als in die Fänge dieser Kinderräuber zu kommen.  :(  Aber da Merles Neigung ja nun mal wohl so ist und auch extra erwähnt wird, kam mir automatisch nun der Gedanke, dass das auch eine besondere Bedeutung haben könnte für eine Entführung durch diese Schänder.
Liebe Grüße
Barbara

Offline Rhea

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Ich habe diesen Abschnitt bereits gestern gelesen: gestern war ich fassungslos, heute morgen nach dem Aufwachen hatte ich direkt die "Bilder" der gefolterten Kinder im Kopf und inzwischen verspüre ich eine immense Wut und ich möchte am liebsten schreien.

Vielen Dank für diesen Beitrag, so geht es mir auch und deshalb finde ich diese Bücher gut, weil sie diese unvorstellbaren Sachen ans Licht holen und bewußt machen, gleichzeitig brauche ich immer eine Vorbereitung beim Lesen und einige Passagen kann ich einfach nicht lesen. Das Schlimmste ist die Ohnmacht, die ich dabei empfinde, dass man nichts dagegen tun kann.
Anezka und Kevin werden doch noch geschnappt, und das in dem Moment, wo ich wirklich kurz erleichtert war – sag mal, Pjotrs Leute stehen ja überall, und das obwohl Polizei in der Nähe ist. Die beiden Personen, die vor Markus Auto über die Autobahn wollten, waren sicherlich die Beiden. Kevin scheinen sie ebenfalls mitgenommen zu haben, denn Fr. Bodde spricht nur von einem erschossenen Taxifahrer.
Ja, ich hatte aber wenig Hoffnung für die beiden, geschickt geschrieben, man denkt wie die beiden, sie hätten es wider Erwarten doch noch geschafft und dann ...

Wenn ich mir vorstelle, Merle könnte wirklich in die Fänge von diesen Monstern geraten sein, da wünscht man sich wirklich, sie wäre einfach „nur“ ausgerissen. Andererseits grenzt sich Merle von den Opfern dadurch ab, daß sie in jedem Fall vermisst wird. Außerdem ist sie eigentlich vom Alter her beinahe schon zu alt, oder nicht? Vllt. besteht doch noch Hoffnung auf eine harmlose Erklärung,  aber erstens würde Marcel dann diesen Handlungsstrang hier nicht aufführen – außer, daß Juli bei ihrer Suche nach Merle diesem Foltersyndikat auf die Spur kommt – und zweitens sind die fehlenden Rechtschreibfehler in der MMS in jedem Fall alarmierend.

Ja, an etwas Harmloses denke ich auch nicht. Leider. Ich hoffe so für Julie, dass sie Merle lebendig finden, aber im letzten Buch hat die Mutter ihren Sohn verloren, da hatte ich auch gehofft. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Merle grenzt sich sehr von den Opfern ab, also könnte ich mir nur vorstellen, dass sie entweder zur falschen Zeit am falschen Ort war oder sie wird gebraucht als Anwerberin oder so.
Ich habe noch keine Erklärung, was Merle zugestoßen sein könnte, aber sicher hängt es mit der Freundin zusammen, die sie vorher noch besuchen wollte. Denn da ist ein Punkt wo sich einiges berührt - Drogen.
Juli ist in ihrer sexuellen Identität sehr unsicher, finde ich: überall sieht sie Mißtrauen bzw. Abneigung. Oder bei der Frage, ob sie und Yvonne verheiratet sind: warum sagt sie nicht einfach Ja, sondern weist eigentlich noch explizit auf den Unterschied zur Hetero-Ehe hin? Das sind für mich alles Zeichen einer großen Unsicherheit, was auch kein Wunder ist, nachdem ihre Eltern so verständnislos auf ihre Homosexualität reagiert haben.
Sicher spielt auch Unsicherheit mit, aber sicher auch Frust über die Unsensibilität des Polizisten. Er fragt ja nicht ob sie verheiratet ist, sondern er fragt nach ihrem Mann. Der Polizist könnte auch mal etwas weniger nach Routine arbeiten. Ich weiß, es ist mitten in der Nacht und er ist auch müde, aber er ist nun mal Polizist und sollte auf die Menschen eingehen können. (ich mit meinen Idealbildern)
Markus und Horst kann ich immer noch nicht einordnen, welche Ziele sie tatsächlich verfolgen. Wenn Horst wirklich Sanitäter ist, kann er eigentlich eher nicht undercover arbeiten. Die SMS von der angeblichen Freundin H. sind dann auch eher von Horst.
Bei der Erwähnung des Reihenhauses der beiden Neffen von Markus mußte ich direkt an die Explosion im Prolog denken, das wird sich doch hoffentlich nicht um Alex' und Saschas Haus handeln, welches da brennt?
Ich befürchte genau das. Und ich glaube immer mehr, dass die beiden für die Polizei arbeiten und an die Drogenbosse rankommen wollen. Da wäre eine Verhaftung durch die Polizei das Ende des Projektes.
Salm ist mir nachwievor unsympathisch und ich kann meine Schadenfreude immer nicht verhehlen, wenn er auf Bernie so allergisch reagiert.
da kann ich mich nur anschließen
Ellen nervt mich gerade zunehmend: sie will nicht, daß Jessy schwanger nach Paris geht, also haben das Paul und Jessy auch nicht zu wollen. Klar macht sie sich Sorgen, aber so, wie sie dabei vorgeht, wird sie Jessy erst recht von sich treiben. Und dann ihr Genörgel immer wegen Pauls Arbeit: immer nur am meckern, und keine Teilnahme an seiner Arbeit, als ob er lediglich ein paar Taschendiebe verfolgt. Ellen interessiert es einfach nicht, wie es ihm geht.
Ja, da sind wir auch einer Meinung. Die Scheidung von ihr war das einzig Vernünftige. Mir tut die Tochter leid, wenn sie ständig zu hören bekommt, was nicht geht, anstatt gemeinsam zu überlegen wie es geht.

Offline odenwaldcollies

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Ja, ich hatte aber wenig Hoffnung für die beiden, geschickt geschrieben, man denkt wie die beiden, sie hätten es wider Erwarten doch noch geschafft und dann ...

Aber wirklich, ich dachte noch im ersten Moment: Gottseidank, sie haben es geschafft und war richtiggehend erleichtert - um dann voll den Schlag vor den Bug zu bekommen.

Sicher spielt auch Unsicherheit mit, aber sicher auch Frust über die Unsensibilität des Polizisten. Er fragt ja nicht ob sie verheiratet ist, sondern er fragt nach ihrem Mann. Der Polizist könnte auch mal etwas weniger nach Routine arbeiten. Ich weiß, es ist mitten in der Nacht und er ist auch müde, aber er ist nun mal Polizist und sollte auf die Menschen eingehen können. (ich mit meinen Idealbildern)

Das wäre natürlich wünschenswert, aber sicher nicht realistisch. Neben der zeitlichen Situation denkt sich der Polizist sicherlich nichts dabei, wenn er nach ihrem Mann fragt, das ist einfach noch so in den Köpfen drin: wenn Partner, dann gegengeschlechtlich. Aber geben wir die Hoffnung nicht auf, daß sich das irgendwann mal relativiert.

Ja, da sind wir auch einer Meinung. Die Scheidung von ihr war das einzig Vernünftige. Mir tut die Tochter leid, wenn sie ständig zu hören bekommt, was nicht geht, anstatt gemeinsam zu überlegen wie es geht.

Allmählich kann ich auch immer besser verstehen, wie es Paul all die Jahre ergangen sein muß, denn in diesem Band nervt sie mich am stärksten von allen Büchern bisher.
Liebe Grüße
Karin

Offline Rhea

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Und was war da bei Markus los? Jetzt hatte er die ehrenvolle Aufgabe, als Kurier zu dienen, und dann kommt die Polizei? Die SMS waren doch immer von Horst, oder? Ich dachte er wär ein verdeckter Ermittler, aber das hätte er dem Polizisten ja auch sagen können...hat er aber nicht, und jetzt bin ich irgendwie irritiert. Zum Glück kam Horst und hat ihn gerettet, wo auch immer er den Krankenwagen so plötzlich her hatte.
Ich bin überzeugt, dass die beiden Ermittler sind. Die SMS würde ich als Code verstehen und deshalb hat mich das Erscheinen nicht so überrascht. Den Krankenwagen habe ich als Tarnung gesehen.

 

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