Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 1790 mal)

Nina2401

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass Ihr zum Abschluß zeitnah Euer Fazit hier einstellt.

Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von leserunden.de und eine "Gegenleistung" für Eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.

Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.

Bitte achtet bei Eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Offline Rosenprinzessin

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Ein herzliches Dankeschön für diese spannende Leserunde!  :winken:

Zum Buch:

Berlin: Hauptkommissar Paul Kalkbrenner hat einen erschütternden Fall zu lösen. Auf einem leerstehenden Fabrikgelände wurde eine junge Frau erschossen. Gleichzeitig werden aus alten Kloakebecken die Leichen von elf verstümmelten Kindern geborgen. Was ist passiert? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Mord an der jungen Frau und den elf Kinderleichen?

Mein Leseeindruck:

Dieser Thriller ist sehr rasant. Neben dem Mord und dem Auffinden der Kinderleichen geht es auch noch um Drogen, Drogenhandel und dem Verschwinden eines 15-jährigen Mädchens. Es gibt mehrere verschiedene Handlungsstränge, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben, sich zum Ende hin aber verknüpfen. Doch bis dahin kann man als Leser wunderbar mitraten, wie die Geschichten zusammenhängen.

Da es so viele Handlungsstränge gibt, sollte man dieses Buch konzentriert lesen. Es ist keine leichte Lektüre für nebenbei.

Im Gegenteil ist das Buch eigentlich ganz schön harte Kost, denn die Geschichte, die hier erzählt wird, geht unter die Haut und lässt den Leser erschüttert zurück.

"Engelsgleich" ist Teil einer Reihe um den Hauptkommissar Paul Kalkbrenner. Man kann aber dieses Buch durchaus auch ohne Vorwissen lesen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass der Leser nicht nur an der Ermittlung bzw. den Ermittlungen teilnimmt, sondern auch am Privatleben der Protagonisten. So kann man eine Beziehung aufbauen zu den Figuren und leidet bzw. freut sich mit ihnen.

Auch wenn mir am Ende ein bisschen gefehlt hat (Stichwort Anezka), so vergebe ich doch gerne volle fünf Sterne, denn das Buch hat mich ausgezeichnet unterhalten!
 
Lesen aus Leidenschaft

Offline buchregal123

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Vielen Dank für diese Leserunde, es war mal wieder sehr spannend.

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Eine tote junge Frau wurde verstümmelt auf einem Fabrikgelände in Berlin gefunden. Aus hier ist Paul Kalkbrenner mit seiner Kollegin Sera Muth vor Ort. Bald schon werden weitere verstümmelte Leichen aus den Becken auf dem Gelände mit Kloake geholt.
Juliane Kluge ist auf der Suche nach ihrer Pflegetochter Merle, die verschwunden ist.
Der undurchsichtige Markus will nicht nur kleine Mengen Drogen verticken, er will das große Geschäft und muss den Boss überzeugen, dass er der richtige Mann ist.
Da verschiedene Handlungsstränge nebeneinander herlaufen, bleiben die Zusammenhänge lange im Dunkeln. Immer wieder habe ich gedacht, die Lösung des Falles zu kennen, wurde aber durch neue Wendungen auch immer wieder unsicher, ob ich richtig liege.
Kalkbrenner geht wie immer sehr beharrlich vor, auch wenn es dadurch im privaten Bereich schwierig wird. Seine Probleme mit dem Kollegen Sebastian Berger sind immer noch nicht gelöst. Aber nicht nur er, sondern auch andere haben private Probleme, wie Markus, der Familie und seine Geschäfte in Einklang bringen will. Juli vergisst über der Suche nach Merle ihre Angehörigen.
Viele Problematiken werden in diesem Buch behandelt: Drogen, Prostitution, Homosexualität und wieder einmal der Sex mit Kindern – alles brisant und topaktuell. Besonders wenn es um die Kinder als Opfer geht, dann geht einem das Thema wirklich unter die Haut. Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit erhalten, so dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Zum Schluss bleiben einige Fragen offen, die wahrscheinlich in einem weiteren Band geklärt werden.
Ein sehr realitätsnaher und bewegender Thriller, der äußerst spannend ist.

*****
Liebe Grüße
Bruni

Offline tigi86

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Zum Inhalt:

Paul Kalkbrenner wird zu einem verlassenen Fabrikgelände gerufen, auf dem eine Tote gefunden wird, doch es ist nicht die einzige Leiche, denn aus den Kloakenbecken werden weitere, übel zugerichtete Leichen gefischt.
Währenddessen verkauft ein gewisser Markus in einem anderen Handlungsstrang Drogen an der deutsch-tschechischen Grenze, doch er will mehr, er will in aufsteigen und nicht nur ein kleiner Dealer sein, doch wer ist dieser Markus wirklich?
Und dann ist da noch Juli, eine Frau, die ihre Pflegetochter Merle verzweifelt sucht. Wurde Merle vielleicht auch aus diesen Kloakebecken gefischt?

Zum Buch:

Mir hat dieser Paul-Kalkbrenner-Fall wieder sehr gut gefallen, da Martin Krist reale Ereignisse authentisch in seinen Thriller verpackt hat, ohne dass sie an den Haaren herbeigezogen wirken. Man fiebert mit jeder Minute mit Juliane Kluge mit, ob sie ihre Pflegetochter doch noch lebend findet und man hofft, dass Paul Kalkbrenner und sein Team nicht noch mehr Leichen aus diesen Güllebecken ziehen.

Martin Krist spricht Themen an, die überall passieren (können), und sie gehen einem ans Herz, da man allein einer Übermacht gegenübersteht, die man nicht mal im Ansatz im Keim ersticken kann, obwohl man das lieber sofort täte.

Es führen zwar mehrere Handlungsstränge durch das Buch, aber mich haben sie nicht verführt und sie wurden im Verlauf des Buches gut zusammengeführt, ohne dass die Spannung verloren geht.

Einziger Manko ist, dass es die eine oder andere offene Frage gibt, die auch eine Figur betrifft, deren Leid wir lange miterleben. 

Auch das Happy End ist sicher nur teilweise ein Happy End, aber ich kann mit diesem Ende gut leben, auch wenn ich es gerne anders gehabt hätte, aber so unterstreicht es die Glaubwürdigkeit der Geschichte und es lässt den Leser nicht zu sehr durch die rosarote Brille schauen, denn im echten Leben geht auch nicht immer als zu 100 Prozent gut aus.

"Engelsgleich" war wieder ein spannender Kalkbrenner-Roman, der uns wieder in die Abgründe der Gesellschaft blicken ließ und ich würde mich freuen, wieder von Paul Kalkbrenner zu lesen um auch zu erfahren, wie es privat so mit ihm weitergeht.

Zur Leserunde:

Es hat mir wieder viel Spaß bereitet, mit euch zu spekulieren, wie alles zusammenhängt und er wie Bösen sind und wer für welchen Mord verantwortlich ist und ein großes Dankeschön gilt natürlich wieder Martin Krist / Marcel Feige, der diese Leserunde wieder begleitet hat und natürlich den Organisatoren, dass die diese Leserunde ermöglich haben.

Fluse

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Wieder einmal bin ich auf das hereingefallen, was auf dem Cover steht. Ein Mädchen verschwindet, eine Mutter sucht verzweifelt und wir machen eine grauenhafte Entdeckung. All das stimmt auch, aber man vermutet keine Russenmafia, die Drogen und Kinder dealt und alles niederschiesst, was sich ihnen in den Weg stellt. Ich hab bei dem Covertext einfach etwas anderes vermutet. Ich bin nun auch nicht der Leser, der sich an Bandenkriminalität und Drogengeschäften und dergleichen erfreut. Das ist einfach nicht mein Thema, daher bin ich vielleicht auch etwas kritischer in meiner Beurteilung, was aber natürlich ganz individuell jeder Leser für sich entscheidet, was er gern liest.

Wir lernen eine Menge Leute kennen, lesen in zeitverschobenen Ebenen und mehreren Handlungssträngen. Das sollte man vielleicht wissen, bevor man sich an das Buch macht. Auch das Ende liegt vielleicht nicht jedem Leser, denn es bleiben viele Fragen offen und man darf spekulieren, dass es ein weiteres Buch geben wird, in dem wir auf den einen oder anderen Protagonisten dieses Buches treffen.

Ich bin ein großer Fan von Krimis, Thrillern und da darf es auch gern etwas böse zugehen. Dieses Buch erfüllt diese Vorliebe auf jeden Fall, mir persönlich hat es aber nicht so sehr gefallen, dass ich es uneingeschränkt empfehlen würde.

Meine Rezi ist auch hier zu finden:
http://www.lovelybooks.de/autor/Martin-Krist/Engelsgleich-1114763546-w/rezension/1128121176/
http://wasliestdu.de/rezension/nicht-meine-erste-empfehlung
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2014, 10:15:30 von Fluse »

Offline MartinKrist

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    • Martin Krist
Wir lernen eine Menge Leute kennen, lesen in zeitverschobenen Ebenen und mehreren Handlungssträngen. Das sollte man vielleicht wissen, bevor man sich an das Buch macht. Auch das Ende liegt vielleicht nicht jedem Leser, denn es bleiben viele Fragen offen und man darf spekulieren, dass es ein weiteres Buch geben wird, in dem wir auf den einen oder anderen Protagonisten dieses Buches treffen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz kurz einschalten, denn was Du vielleicht nicht weißt: "Drecksspiel", das im Herbst 2013 erschienen ist, IST die Fortsetzung zu "Engelsgleich". Oder anders gesagt: "Engelsgleich" erzählt die Vorgeschichte zu "Drecksspiel", in dem ich einiges, was die Vergangenheit von David Gross (alias Markus Kühn) betrifft, im Unklaren gelassen habe.  ;)

Ansonsten: Vielen Dank für Deine Teilnahme an der Leserunde und Deine Rezension.

Offline schlumeline

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Vielen Dank, dass ich an dieser Runde hier teilnehmen durfte. Das Buch hat mich gefesselt und begeistert und ich weiß, dass ich mich nun bald über die alten Kalkbrenner Romane "Wut", "Gier" und "Trieb" hermachen werde, die ich mir vor einiger Zeit gebraucht besorgt habe. Ich danke Marcel für die tolle Leserundenbegleitung und die vielen Einwürfe und Infos. Und hier nun meine Rezension:

Martin Krist präsentiert seinen Lesern im neuen Thriller „Engelsgleich“ wieder einmal viele Handlungsstränge, die es zu verfolgen, zu verknüpfen und zu durchschauen gilt. Das scheint zu Beginn ganz und gar nicht leicht, wird aber umso einfacher, je mehr man sich auf die Geschichte und die handelnden Personen einlässt.

Da ist zunächst Merle, eine Pflegetochter von Juliane Kluge und deren Lebensgefährtin Yvonne, die spurlos verschwindet. Juliane glaubt von Anfang an, dass Merle einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, während fast jeder andere davon überzeugt ist, dass Merle einfach nur abgehauen ist, denn schließlich hat sie das früher schon oft getan. Juliane aber hält an ihrer Meinung fest und konzentriert fortan ihren Alltag auf die Suche nach der Pflegetochter.

Dann ist da natürlich die Polizei, allen voran der ermittelnde Hauptkommissar Paul Kalkbrenner. Dieser wird gleich zu mehreren Fällen hinzugerufen. Während es sich bei dem einen Fall um einen Selbstmord zu handeln scheint, werden bei dem anderen in Kloakebecken auf einem Fabrikgelände mehrere Kinderleichen gefunden. Wer mag dahinter stecken? Ziemlich schnell scheint klar, dass die Kinder auch missbraucht wurden und Kalkbrenner muss sich mit einer Gruppe von Menschen auseinandersetzen, die nicht nur er, sondern wohl auch jeder Leser, nicht näher kennenlernen möchte.

Eine wohl leider realistische Handlung lässt den Leser in die Abgründe mancher menschlicher Seelen blicken. Dabei geht Martin Krist einen vorsichtigen Weg, denn er beschreibt nur das Nötigste und überlässt einen großen Teil der jeweiligen Vorstellungskraft seiner Leserschaft. Dies gelingt ihm perfekt.

Neben dem Ermittlungsgeschehen darf sich Paul Kalkbrenner aber auch mit privaten Problemen auseinandersetzen, die sich teils schwierig gestalten, aber auch erfreuliche Dinge beinhalten, je nachdem wie man sie eben betrachtet.

„Engelsgleich“ ist der perfekte Thriller für die Liebhaber harter Krimikost, die bereit sind, mitzudenken, mitzuspekulieren und für die das eigene Kopfkino zum perfekten Leseerlebnis dazugehört.

Zu finden ist die Rezension auch hier:

http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/engelsgleich/
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline odenwaldcollies

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Nichts für schwache Nerven

Die Polizei findet auf einem Fabrikgelände eine erschossene Frau – und unweit vom Tatort mehrere Kinderleichen in stinkenden Kloakebecken. Die Beamten um Paul Kalkbrenner sind fassungslos und schockiert. Befindet sich unter den Toten auch die vermisste Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane verzweifelt gesucht wird? Handelt es sich um einen Serientäter? Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth suchen nach Spuren, kommen aber in ihren Ermittlungen nicht richtig vorwärts.

Ich bin es ja gewohnt, daß der Autor nicht davor scheut, brisante Themen in seinen Thriller schonungslos anzusprechen, aber dieses Buch ist für meinen Geschmack das härteste und brutalste Buch, das ich bisher von ihm gelesen habe. Es geht um das schockierende Thema der Mißhandlung und schweren Folter von Kindern, und das Schlimmste dabei ist, daß diese Szene leider wirklich existiert. Die Bilder in meinem Kopf habe ich tagelang nicht mehr vergessen, sie machen mich sprach- und fassungslos, hilflos und unbändig wütend. Und deswegen finde ich es gut, daß der Autor dieses Thema an die Öffentlichkeit bringt, nicht reißerisch, sondern nüchtern dargestellt.

Das Buch ist Paul Kalkbrenners vierter Fall, aber auch das Verbindungsstück zu dem Buch „Drecksspiel“. Das Buch besteht wieder aus kurzen und knackigen Kapitel und lebt von seinen häufigen Szenenwechsel, wodurch die Spannung permanent aufgebaut wird.

Dieser Fall bringt nicht nur Paul Kalkbrenner beinahe an seine Grenzen, die zunehmende Frustration über die fehlenden Ermittlungsergebnisse bei ihm und seinen Kollegen und Vorgesetzten  ist mehr als nachvollziehbar.

Neben den Ermittlungen gibt es zwei weitere Handlungsstränge: die Suche von Juliane Kluge nach ihrer Pflegetochter Merle und die Ereignisse um Markus Kühn und seinen Kumpel Horst, die Drogen an der tschechischen Grenze verkaufen.

Juliane glaubt nicht daran, daß Merle ausgerissen ist, auch wenn ihr Umfeld davon ausgeht. Da sie von der Polizei nicht die erwünschte Unterstützung erhält, macht sie sich verbissen auf eigene Faust auf die Suche nach Merle.

Markus will nicht mehr nur ein kleines Licht im Drogengeschäft sein, sondern endlich vorankommen und ist bereit, dafür einiges an Risiko auf sich zu nehmen. Die Kreise, in denen er sich bewegt, sind jedoch skrupel- und gnadenlos.

Das Ende ist nochmal ein Knaller, leider auch sehr realistisch, und läßt mich ein stückweit frustriert zurück. Umso mehr bin ich jetzt natürlich darauf gespannt, wie es weitergehen wird, auch wenn das Buch in sich abgeschlossen ist. Außerdem freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Paul Kalkbrenner.

Meine Rezension erscheint bei:
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Thalia

Zur Leserunde:
Die Runde läuft zwar noch und ich werde weiterhin dabei sein, möchte mich aber schon bei dir, lieber Marcel, bedanken, daß du diese Runde wieder begleltet hast. Sie hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, so weit man das bei diesem furchtbaren Thema sagen kann. Ich würde mich freuen, wenn wir uns hier wiederlesen, entweder bei Davids weiterem Werdegang bzw. bei Pauls fünftem Fall.
Liebe Grüße
Karin

Fluse

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Wir lernen eine Menge Leute kennen, lesen in zeitverschobenen Ebenen und mehreren Handlungssträngen. Das sollte man vielleicht wissen, bevor man sich an das Buch macht. Auch das Ende liegt vielleicht nicht jedem Leser, denn es bleiben viele Fragen offen und man darf spekulieren, dass es ein weiteres Buch geben wird, in dem wir auf den einen oder anderen Protagonisten dieses Buches treffen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz kurz einschalten, denn was Du vielleicht nicht weißt: "Drecksspiel", das im Herbst 2013 erschienen ist, IST die Fortsetzung zu "Engelsgleich". Oder anders gesagt: "Engelsgleich" erzählt die Vorgeschichte zu "Drecksspiel", in dem ich einiges, was die Vergangenheit von David Gross (alias Markus Kühn) betrifft, im Unklaren gelassen habe.  ;)

Ansonsten: Vielen Dank für Deine Teilnahme an der Leserunde und Deine Rezension.
Ich hab "Drecksspiel" gelesen und auch die Diskussion über die Zusammenhänge hier verfolgt. Allerdings hat bei mir da nichts geklingelt und sicher hab ich dadurch das eine oder andere nicht so recht verstanden. Danke für Deinen Hinweis.

Offline MartinKrist

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    • Martin Krist
Allerdings hat bei mir da nichts geklingelt und sicher hab ich dadurch das eine oder andere nicht so recht verstanden. Danke für Deinen Hinweis.

"Engelsgleich" kann man verstehen, ohne "Dreckssspiel" gelesen zu haben. Und auch "Drecksspiel" funktioniert, ohne dass man "Engelsgleich" gelesen hat. Trotzdem ergänzen sich beide Romane ganz hervorragend, das ist das besondere daran.  ;)

Offline zehn123

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Engelsgleich von Martin Krist

Zum Inhalt:
Merle, die Stieftochter von Juli und Yvonne ist verschwunden. Anscheinend spurlos, bis Juli eine MMS bekommt in der steht, man solle nicht nach ihr suchen.
Kommissar Kalkbrenner wird zu einer stillgelegten Fabrik gerufen. Dort wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Und das ist noch nicht alles. Die Polizei macht einen grausigen Fund.
Gehören diese beiden Fälle vielleicht zusammen? Doch wie?

Meine Meinung:
Wie bei Büchern von Martin Krist gewohnt, ist auch dieser Thriller wieder sehr rasant. Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit über sehr hoch. Immer wieder fragt man sich wie die einzelnen Handlungsstränge zusammen gehören.
Ich habe am meisten mit Juli mitgefiebert. Sie sucht verzweifelt nach ihrer Stieftochter. Alles andere in ihrem Leben vernachlässigt sie, nur Merle ist noch in ihren Gedanken.

Paul Kalkbrenner arbeitet wieder intensiv und mit viel Einsatz an seinem Fall. Ein Fall, der alles andere als einfach ist. Woher kommen die Kinderleichen, die in der stillgelegten Fabrik gefunden wurden? Warum werden die Kinder nicht vermisst? Kalkbrenner lässt nich nach. Unermüdlich arbeitet er sich vor. Ich mag den Kommissar wirklich sehr gerne.

Ein dritter Strang dreht sich um Markus. Markus ist im Drogenmilieu tätig und möchte aufsteigen. Aus Markus wird man nicht so richtig schlau. Was verbirgt sich hinter ihm? Eigentlich scheint er nett zu sein, passt nicht so wirklich in die Szene, und dann wieder zweifelt man. Das war wirklich gut gemacht.

Auch wenn es ein brutales Thema war, das den Leser mitnimmt, eine klare Leseempfehelung an alle Thrillerleser.

Zur Leserunde:
Es ist immer wieder spannend, ein Buch gemeinsam zu lesen. Vielen Dank das ich teilnehmen durfte.

Nina2401

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Guten Morgen liebe Leserunde,

unser gemeinsames Lesen neigt sich nun dem Ende zu, die meisten Rezensionen sind geschrieben und ich hoffe, alle Fragen sind beantwortet. Auch wenn ich leider nicht mitdiskutieren konnte, weil ich das Buch schon kannte, war es so spannend, Eure Spekulationen zu beobachten und Eure Gedankengänge zu verfolgen. Deshalb möchte ich Euch allen für diese tolle Leserunde danken.
Mein besonderer Dank geht natürlich an Dich, lieber Marcel. Danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Es war wie immer sehr schön, wie Du unsere Runde begleitet hast und ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Hier kommt nun auch meine Rezension, die ich schon im Netz gestreut habe:

Grandios!

Es geht heftig los im neuen Thriller von Martin Krist. Das Anfangsszenario bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf, weil mir da schon klar ist, dass die Geschichte kein gutes Ende nehmen wird. Dann springt Martin Krist in der Zeit etwas zurück. Er versteht es wahrhaftig, von Anfang an Spannung aufzubauen und den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie geschickt Martin Krist seinen Plot aufbaut, viele Handlungsstränge eröffnet, sie nach und nach ineinander fließen lässt und am Ende stimmig zusammen führt. Das ist für mich ganz große Thrillerkunst, die leider nur wenige Autoren beherrschen. Martin Krist beherrscht sie perfekt!

Auch dieses Mal – wie schon in der Kalkbrenner-Trilogie – beschäftigt er sich mit Themen, die unter die Haut gehen. Denn er hat nicht seine Fantasie spielen lassen. Nein, diese schrecklichen Dinge passieren … direkt vor seiner Haustür. Auch diesem Thriller merkt man an, dass Martin Krist sich auskennt. Er ist mit den Örtlichkeiten vertraut und er hat gut recherchiert. Und gibt seiner Wut über die schrecklichen Vorkommnisse durch Kommissar Kalkbrenner eine Stimme.

Er erzählt ausgesprochen vielschichtig und seine Figuren sind bemerkenswert authentisch. Er fängt den Alltag in der Patchworkfamilie von Juliane und Yvonne sehr gut ein. Ich habe mich anfangs ein bisschen einlullen lassen von der familiären Atmosphäre und dann kommt ein Anruf, der die Idylle zerstört. Und genau so passiert es, immer wieder. Familien und Beziehungen zerbrechen, wenn ein Kind verschwindet. Er lässt Juliane erzählen. Von ihrer verzweifelten Suche nach ihrer Pflegetochter, von ihrer eigenen problembehafteten Vergangenheit. Ich habe das Gefühl, dass sie mir gegenüber sitzt. Auch wenn ich ihr Handeln teilweise übertrieben fand, musste ich dennoch die ganze Zeit überlegen, ob ich mich in dieser Situation nicht genau so verhalten hätte.

Das Thema, das Martin Krist in den Focus gestellt hat,  ließ mich frösteln, die ganze Zeit.

Aber zwischen all den Grausamkeiten ist noch Platz für Gefühle, die Liebe zu einem Kind, die zarte Pflanze der ersten Verliebtheit. Ich konnte mich über das Wiedersehen mit Kommissar Kalkbrenner freuen, den ich für seinen Humor und sein Mitgefühl liebe. Und seine familiären Belange hat Martin Krist perfekt mit der gnadenlos spannenden Story verwoben.

Und wieder überlässt er es mir, ob ich die grausamen Dinge in meinem Kopfkino aufleben lasse oder die Informationen abspeichere und weiter lese. Es muss nicht alles bis ins kleinste Detail beschrieben werden. Martin Krist erzeugt Spannung auf ganz andere Art. Viele Cliffhanger, sprachliche Feinheiten und vollkommene Übergänge, all das sind die Markenzeichen von Martin Krist, die jeden seiner Thriller zu etwas Besonderem machen.

Am Ende flossen Tränen, was mir bei einem Thriller äußerst selten passiert. Aber Martin Krist hat es geschafft, dass mir sein Thriller Engelsgleich verdammt nah gekommen ist und noch einige Zeit nachwirken wird.

Engelsgleich verbindet auf wunderbare Weise Trieb mit dem Drecksspiel und steht dennoch für sich alleine. Man kann es lesen, ohne die anderen beiden Bücher zu kennen. Aber nach Engelsgleich wird man das Drecksspiel mit ganz anderen Augen sehen und es noch mal lesen wollen.
Das Warten hat sich gelohnt und Martin Krist hat mit Engelsgleich einmal mehr bewiesen, dass er zu den besten Thrillerautoren gehört, die unser Land zu bieten hat.

http://www.eseloehrchen.de/rezension/engelsgleich-martin-krist-rezension
http://www.amazon.de/review/RMQKQUGAPCR13/ref=cm_cr_rdp_perm?ie=UTF8&ASIN=3548286399
http://wasliestdu.de/rezension/grandios-78
http://www.lovelybooks.de/autor/Martin-Krist/Engelsgleich-1114763546-w/rezension/1127839584/


Online Dani

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Anbei auch meine Rezension, vielen Dank wieder mal an Marcel für die spannende Lektüre und Runde!

Es fällt mir schwer, die Thriller von Martin Krist zu rezensieren. Sie sind so voller Details und verschiedener Handlungsstränge, dass ich immer Angst habe, zu viel zu verraten oder zu wenig zu erwähnen.

Auch dieser Fall für Kommissar Paul Kalkbrenner hat sich wieder mal als Pageturner erwiesen. Für zartbesaitete Leser ist das allerdings nichts, was Paul und seine Kollegin Sera Muth vorfinden, als sie zu einem Tatort gerufen werden, an dem es eigentlich "nur" um die Leiche einer jungen Frau geht. Was die Ermittler jedoch in den Kloakebecken auf dem aufgegebenen Fabrikgelände noch finden, übersteigt die schlimmsten Alpträume.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die verschwundene Merle, deren Pflegemutter Juliane verzweifelt nach ihrer Tochter sucht und dabei nach und nach jeglichen Bezug zur Realität zu verlieren scheint.

Noch verwirrender wird alldas durch eine weitere Erzählebene, bei der es um Markus geht, der tief im kriminellen Milieu Berlins steckt – doch in welcher Funktion?

All das vermengt sich zu einem rasanten Thriller, der vor grausigen Wendungen einerseits nicht zurückschreckt, die Details aber oft nur andeutet und es nicht nötig hat, Brutalitäten bis ins letzte zu beschreiben. Es ist schon so schlimm genug, und dass all dies nicht allein der Phantasie entspringt, sondern oft genug in zumindest ähnlicher Form der Realität entspricht, macht es umso schrecklicher. Die angesprochenen Themen wie Menschenhandel und Kindesmissbrauch machen wütend und betroffen, insbesondere die Hilflosigkeit der Ermittler gegenüber dem organisierten Verbrechen.
Anhand des Protagonisten Kalkbrenner wird die Frustration in solchen Fällen gut dargestellt.

Kalkbrenners Privatleben spielt natürlich auch wieder eine Rolle, es gibt eine entscheidende Wendung im Leben seiner Tochter Jessy, aber insgesamt kommt seine Familie in diesem Buch relativ wenig vor. Aber Bernhardiner Bernie taucht regelmäßig auf und wirkt irgendwie als friedlicher Ruhepol und kleine Erholungspause in Pauls grausigen Ermittlungen.

In "Engelsgleich" wird die Vorgeschichte zu dem 2013 erschienenen "Drecksspiel" erzählt, beide Romane sind unabhängig voneinander lesbar, greifen aber in einigen Handlungssträngen ineinander.

Liebe Grüße
Dani

Offline MartinKrist

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    • Martin Krist
Mein besonderer Dank geht natürlich an Dich, lieber Marcel. Danke, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Es war wie immer sehr schön, wie Du unsere Runde begleitet hast und ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Der Dank ist ganz auf meiner Seite. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch ich freue mich auf das nächste Mal.

Alles Gute Euch allen für 2015!  :winken:

Fluse

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Allerdings hat bei mir da nichts geklingelt und sicher hab ich dadurch das eine oder andere nicht so recht verstanden. Danke für Deinen Hinweis.

"Engelsgleich" kann man verstehen, ohne "Dreckssspiel" gelesen zu haben. Und auch "Drecksspiel" funktioniert, ohne dass man "Engelsgleich" gelesen hat. Trotzdem ergänzen sich beide Romane ganz hervorragend, das ist das besondere daran.  ;)
Das beruhigt mich.  :)

 

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