Autor Thema: 3: Kapitel 8 bis 11 (Seite 155 bis 231)  (Gelesen 1688 mal)

Offline unbeschreiblich

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Mir fallen leider wieder ein paar Ungereimtheiten auf. Einmal bei Martin Nowak auf dem Friedhof: Da betreibt die Kripo einen Riesenaufwand mit Kameras und jede Menge Undercover-Leuten und dann rennt Jan aus dem Versteck, weil ein Mann mit Blumen im Arm um 1 Uhr nachts sich etwas verdächtig verhält?? Hätte man da nicht abwarten müssen, bis er irgendwie eindeutiger auf das Grab zugeht oder so? Das war eine richtige Schnellschussaktion, die zu der aufwendigen Überwachung nicht passt. Und die Gefahr ist ja dann, dass der richtige Mörder dann gekommen wäre, als die Polizisten alle ihre Tarnung aufgegeben hatten und einen falschen Verdächtigen am Boden festgenagelt hatten..
Stimmt. Und mir ist das Pech auch ein wenig zu groß, dass es
a) gerade auf diesem Friedhof einen Blumenräuber gibt, der
b) gerade an diesem Tag, zu dieser Stunde in der Nähe dieses Grabes ist (der Friedhof wird ja als riesig beschrieben).

Auch dass die Leichenwagen nicht kontrolliert wurden, kommt mir etwas komisch vor. Klar, der Betrieb des Friedhofes musste weitergehen, aber zumindest Namen/Fahrer kontrollieren wäre schon möglich gewesen, nicht nur das Kennzeichen. Mir kommt auch komisch vor, dass Leichen mitten in der Nacht angeliefert werden. Da kenn ich mich aber zu wenig aus. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass Leichen echt nachts zum Friedhof gebracht werden, oder?
Ja, das dachte ich mir auch. Dass Leichen in der Nacht bei einem Friedhof angeliefert werden, hat sicher Seltenheitswert, bzw. kommt nicht vor (da kenne ich mich auch zu wenig aus)!

Bei der ukrainischen Botschaft wurde zwar das  Auto mit Galina genau kontrolliert (inkl Kofferraum), aber ein hinausfahrender Lieferwagen wurde einfach durchgewunken und nicht mal der Fahrer kontrolliert. Vielleicht, weil man davon ausging, dass ja keiner reingekommen ist, und die Gefahr eher von außen kommt.
Und ein drittes Mal muss ich zustimmen. Wieso bitte wird der Lieferwagen nicht kontrolliert?! Nach diesen Vorerfahrungen?! Einfach zur Sicherheit eine Kontrolle, auch wenn man nicht davon ausgehen kann, das schadet doch nichts! Die Polizisten in dem Streifenwagen haben, salop gesagt, doch sonst eh nichts zu tun.
Und warum ist der Personenschutz eigentlich immer so weit weg von der Zielperson? Warum sitzen da nicht zwei Beamte vor der Tür in der Botschaft, hinter der der Botschafter haust/schläft?
Viele Grüße,
Manuel

Offline Sabsi

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Stimmt, erst bin ich davon ausgegangen, dass ja sicher in der Botschaft auch wer ist, der Petrow überwacht, aber offensichtlich ja wohl nicht. Sonst hätten die ja mitbekommen, dass er geht...
liebe Grüße
Sabine

Offline odenwaldcollies

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Mir fallen leider wieder ein paar Ungereimtheiten auf. Einmal bei Martin Nowak auf dem Friedhof: Da betreibt die Kripo einen Riesenaufwand mit Kameras und jede Menge Undercover-Leuten und dann rennt Jan aus dem Versteck, weil ein Mann mit Blumen im Arm um 1 Uhr nachts sich etwas verdächtig verhält?? Hätte man da nicht abwarten müssen, bis er irgendwie eindeutiger auf das Grab zugeht oder so? Das war eine richtige Schnellschussaktion, die zu der aufwendigen Überwachung nicht passt.

Stimmt, das habe ich auch nicht verstanden.

Wegen dem Lieferwagen, der die Botschaft verläßt: diese Fahrt war bereits im voraus genehmigt, allerdings hätte ich mir dennoch den Fahrer genauer angesehen. Die Überwachung verdeckt zu organisieren, macht normalerweise schon Sinn, aber damit hat der Täter in dem Fall sowieso gerechnet, schließlich hat er die ganze Sache mit dem Grab des Ukrainers bereits angekündigt.

Warum sitzen da nicht zwei Beamte vor der Tür in der Botschaft, hinter der der Botschafter haust/schläft?

Da hat doch die Botschaft nicht mitgespielt, und die Polizei muß das akzeptieren, weil es sich bei der Botschaft um ukrainisches Territorium handelt. Und das ist, meines Wissens nach, wirklich so, daß man dann nicht einfach dort reinspazieren und ermitteln usw. kann.
Liebe Grüße
Karin

Offline unbeschreiblich

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Warum sitzen da nicht zwei Beamte vor der Tür in der Botschaft, hinter der der Botschafter haust/schläft?

Da hat doch die Botschaft nicht mitgespielt, und die Polizei muß das akzeptieren, weil es sich bei der Botschaft um ukrainisches Territorium handelt. Und das ist, meines Wissens nach, wirklich so, daß man dann nicht einfach dort reinspazieren und ermitteln usw. kann.

Ja, stimmt, wobei ich mich schon wundere, warum die Botschaft da nicht mitspielt, wenn einer ihrer Leute einer solch akuten und ernst zu nehmenden Drohung ausgesetzt ist
Viele Grüße,
Manuel

Offline odenwaldcollies

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Ja, stimmt, wobei ich mich schon wundere, warum die Botschaft da nicht mitspielt, wenn einer ihrer Leute einer solch akuten und ernst zu nehmenden Drohung ausgesetzt ist

Das ist die Frage - und Petrow wird es wahrscheinlich eh lieber gewesen sein, daß die Polizei nicht in der Botschaft ist, damit er seine Lieferung abwickeln kann. Was natürlich von ihm selten dämlich war.
Liebe Grüße
Karin

Offline unbeschreiblich

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Noch etwas, was ich sehr unverständlich finde:

Wieso informiert Jan nicht sofort aus dem Wagen heraus die Zentrale, als er bemerkt, dass der Wagen nicht zur Großmarkthalle fährt?! Er denkt ja selbst, dass das nur einen Grund haben kann.
Wieso informiert er nicht zumindest die Zentrale, bevor er aus dem Auto aussteigt (und teilt denen mit, wo er ist)?
Da hätte Jans Chef mal wirklich sauer sein können im Nachhinein, weil sie den Mörder höchstwahrscheinlich geschnappt hätten, wenn sich Jan richtig verhalten hätte!
Viele Grüße,
Manuel

Offline odenwaldcollies

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Wieso informiert Jan nicht sofort aus dem Wagen heraus die Zentrale, als er bemerkt, dass der Wagen nicht zur Großmarkthalle fährt?! Er denkt ja selbst, dass das nur einen Grund haben kann.
Wieso informiert er nicht zumindest die Zentrale, bevor er aus dem Auto aussteigt (und teilt denen mit, wo er ist)?
Da hätte Jans Chef mal wirklich sauer sein können im Nachhinein, weil sie den Mörder höchstwahrscheinlich geschnappt hätten, wenn sich Jan richtig verhalten hätte!

Stimmt, den Gedanken hatte ich auch, daß er unbedingt hätte Bescheid sagen sollen, vorallem bei einem Täter, der zu allem fähig ist, wenn es um seine Rache geht.
Liebe Grüße
Karin

Online Dani

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Ich werde nie verstehen, warum Ermittler in Krimis sich so wenig absichern.
Spätestens, als der Kleinlaster eben nicht zum Großmarkt fuhr, hätte Jan doch durchgeben müssen, dass er irgendwas auf der Spur ist. Und an der Halle dann seine Position durchgeben. Aber nichts und so dauert es Stunden, bis er sich befreit hat und melden kann, was passiert ist.

Warum der Botschaftsangehörige so dämlich ist, wegen ein paar tausend Euro die Morddrohung zu ignorieren und trotzdem loszufahren, ist ein weitere Punkt, der mir nicht einleuchten will. Ihm wurde doch mitgeteilt, dass es bereits 3 Tote gibt und der Täter äußerst raffiniert vorgeht. Dass die vermeintliche Übergabe eine Falle ist, auf die Idee muss man da doch kommen?

Chandu soll nun das nächste Opfer sein, jetzt wirds eng. War er früher ebenfalls in diesen ganzen Organhandel und den Tod der Tochter von Elias Dietrich verwickelt?
Wird wenigstens er jetzt alle Fakten auf den Tisch legen?
Liebe Grüße
Dani

Online Dani

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Da hätte Jans Chef mal wirklich sauer sein können im Nachhinein, weil sie den Mörder höchstwahrscheinlich geschnappt hätten, wenn sich Jan richtig verhalten hätte!

Das hab ich auch gedacht. Bergman flippt ständig aus, aber nach so einem Ding ist er die Ruhe selbst? Das passte für mich nicht so recht.
Über seine "Klöten aus Stahlbeton" musste ich übrigens beinahe lachen, aber dann hab ich doch mit den Augen gerollt, der Ausdruck ist ja mal so was von macho-mäßig  ::)
Liebe Grüße
Dani

Offline Rhea

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Es ist spannend und da noch einige Seiten da waren, war klar, dass es mit dem Botschafter nicht aus ist. Eigentlich ist auch die Frage, ob es nun wirklich der ist, den sie suchen. Hat Jan den genau gesehen und weiß wie er aussieht? Schließlich ist er erst vor kurzer Zeit aus der Psychiatrie entlassen worden und wann soll er die ganze Organisation gemacht haben? Es braucht doch riesige Vorbereitung? Ist er vielleicht nur jemand, der geschickt ausgenutzt wird, weil er ein Motiv hätte?

Zitat
Ich werde nie verstehen, warum Ermittler in Krimis sich so wenig absichern.
Spätestens, als der Kleinlaster eben nicht zum Großmarkt fuhr, hätte Jan doch durchgeben müssen, dass er irgendwas auf der Spur ist. Und an der Halle dann seine Position durchgeben. Aber nichts und so dauert es Stunden, bis er sich befreit hat und melden kann, was passiert ist.


Ja, eigentlich finde ich das auch blöd, aber hier fand ich es glaubhaft, denn es wurde ihm gesagt, es hätte eine Kontrolle gegeben und es sei alles in Ordnung. Es war auch ein Wagen, der heraus fuhr. Jan hat ja gesagt, dass er seinen Posten verläßt, aber es war eben nur ein Bauchgefühl. Sicher hatte er nicht damit gerechnet, dem Mörder in die Arme zu laufen. Wer rechnet denn damit, dass das Opfer selbst aus dem Schutz entflieht? Jemand von uns? Also ich nicht.

Mit gefällt, dass der Chef ruhig reagiert. den Fehler kann jeder machen, es hilft überhaupt nicht hier Vorwürfe zu machen, Jan hat genug erlebt. Er soll den Fall aufklären, da hilft kein Kritisieren. Dieser Chef hat Ahnung, er ist ein wirkliches Führungstalent. So sollte es sein.

Jetzt wird es wirklich hart. Ich glaube ja nicht, dass Alexander auf Chandu verzichten will, also wird er wohl überleben, aber die Spannung ist jetzt eigentlich viel mehr (bei mir) welche Verknüfpung sich ergibt. Ich neige auch dazu, dass er Geld eingetrieben hat und dieses Geld dann fehlte um die Tochter zu retten. Aber eigentlich glaube ich nicht, dass der Vater zu allen diesen Leuten, die illegal arbeiten direkten Kontakt hatte. DA ist schon die Frage, wie ist er an die Namen gekommen? Passen Name und Bild überhaupt zusammen? Woher kannte Chandu das GEsicht, wenn er den Namen nicht kannte? Der Mann war doch ein ganz normaler Bürger bevor das Schicksal so zugeschlagen hat.

Der Botschaftsangestellte ist sowieso blöde, denn er dürfte genug Geld verdienen. Warum läßt er sich auf so was ein.
Wenn man sich aber eingelassen hat, dann kann man vermutlich so ein Treffen nicht einfach ausfallen lassen, denn dann sind die Organe nicht mehr nutzbar und es könnte sein, dass die Auftraggeber, die sicher mehr als ein paar tausen Euro verdienen, sauer sind.

Zwischenzeitlich hatte ich schon geglaubt, dass das Mädchen für den Organhandel umgebracht wurde.

 

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